Gründer und Präsident
KURT WENGER


 
Geschichte
Alles ZUFALL? –
Nein, ein WUNDER GOTTES!


Die folgende ergreifende Geschichte ist dem Siedler Elyakim Ha’Etzni aus Kirjat Arba zu verdanken.

Während des Zweiten Weltkriegs warten in einem polnischen Dorf jüdische Frauen auf ihren Abtransport nach Auschwitz. Ein Offizier sagt zu den umstehenden Dorfbewohnern: „Alles, was die hier zurücklassen, könnt ihr behalten. Die kommen nicht zurück!“

Zwei Polinnen lassen sich das nicht zweimal sagen. Sie laufen zu einer Jüdin, die einen teuren Mantel trägt, stossen sie zu Boden, entreissen ihr den Mantel und leeren seine Taschen. Aber der Mantel bleibt eigenartig schwer. In einer verborgenen Innentasche steckt – ein Baby! Eine der beiden Polinnen ist kinderlos, sie nimmt das kleine Mädchen zu sich.

Das Kind erfährt nichts über seine Herkunft. Herangewachsen, studiert die junge Frau Medizin und wird Kinderärztin in einem grossen Krankenhaus in Polen. Nachdem die Ziehmutter stirbt, sucht eine ältere Frau die Ärztin auf und eröffnet ihr, die Verstorbene sei nicht ihre wirkliche Mutter gewesen. Die junge Ärztin ist erschüttert, kann das Gehörte nicht glauben. Die Alte erzählt daraufhin die ganze Geschichte. „Als wir dich fanden, trugst du ein goldenes Medaillon mit einer hebräischen Aufschrift. Deine Mutter hat es ganz bestimmt aufgehoben!“ Das Schmuckstück findet sich, und sie trägt es fortan.

Bei einem Auslandaufenthalt trifft die Ärztin zwei orthodoxe Juden und fragt sie, was die Schrift auf ihrem Medaillon wohl bedeute. Die beiden halten es für einen Namen und raten ihr, den Lubawitscher Rabbi in New York anzuschreiben. Dieser veranlasst sie, ihre Begabung dem Land und Volk Israel zu widmen. Sie geht nach Israel, wo sie als Jüdin anerkannt wird und eine Anstellung in einem Krankenhaus erhält. Dann lernt sie ihren Mann kennen und gründet mit ihm eine Familie.

Im August 2001 ereignet sich in der Jerusalemer Jaffastrasse im Sbarro-Restaurant der furchtbare Terroranschlag mit 19 Toten und vielen Verletzten. Die Ärztin ist in der Nähe und eilt zu Hilfe. Dabei trifft sie in einem Krankenhaus einen alten Mann, der in heller Aufregung nach seiner Enkeltochter sucht. Die Ärztin verspricht, nach dem Kind Ausschau zu halten. Nach einem Erkennungszeichen gefragt, sagt der besorgte Grossvater: „Sie trägt ein Medaillon.“

Tatsächlich findet die Ärztin das Kind. Als sie das goldene Medaillon sieht, erstarrt sie. Es sieht ihrem eigenen zum Verwechseln ähnlich! „Wo haben Sie das her?“, fragt sie den Grossvater. „Ich bin Goldschmied“, antwortet der Alte. „Dieses Medaillon habe ich selbst angefertigt. Ursprünglich waren es zwei vollkommen gleiche, für jede meiner Töchter eines. Eine hat leider den Krieg nicht überlebt …“