Gründer und Präsident
KURT WENGER


 

Israel aktuell,
von Winfried Balke,
Herbst 2013

Israel heute

Wer die Möglichkeit hat, Israel zu besuchen und die vielfältigen herrlichen Landschaften kennenzulernen, vor dem wird ein Stück biblische Geschichte lebendig.
Aber es ist auch gut, um die aktuellen Herausforderungen und die politische Lage des jüdischen Staates zu wissen. Da sagen nun allerdings manche Christen: „Gerade wenn es um die aktuelle Situation geht, dann wird mir als Christ die Sache zu politisch.“ Aber ging es zur Zeit des Alten Testaments im Volk Israel nicht auch höchst politisch zu? Die Israeliten sollten auf Gottes Geheiss Land einnehmen, und das war mit Kampf verbunden. Sie hatten zu entscheiden, ob und mit wem sie politische Bündnisse schliessen sollten, welchem Ratgeber sie folgen, wen sie als Oberhaupt wählen sollten. Auch das Neue Testament gibt uns Orientierungshilfen zu der Frage, ob wir uns als Gläubige aus politischem Geschehen heraushalten sollten: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“, spricht Jesus (Mt.22, 21). Wir lernen „Es ist keine (staatliche) Macht als von Gott“ (Röm 13, 1) und werden ausdrücklich zum Gebet für die Obrigkeit aufgefordert (1. Tim. 2, 1). Und unser Erlöser bringt es im Hohenpriesterlichen Gebet auf den Punkt: Wir sind zwar nicht von der Welt, aber in der Welt (Joh. 17).
Als Christen sollen wir „Mitarbeiter der Wahrheit“ sein (3. Joh, 8) und haben daher die Verantwortung, auch geschichtliche Fakten bezüglich Israel sauber zu recherchieren. Unser HERR ist der HERR der Geschichte. ER schreibt Seine Geschichte ganz wesentlich mit dem Volk Israel, in Israel und für Israel.
Wir werden aufgefordert, am „Feigenbaum“, einem Sinnbild für Israel, die Zeichen der Zeit zu erkennen (Mt. 24, 32). Die Zeit ist zu weit fortgeschritten, als dass wir geistlich nur um uns selbst und unsere Gemeinde kreisen; zu weit fortgeschritten, um gleichgültig über die Geschicke Israels hinwegzugehen; und auch, um Lügen der Medien aufzusitzen!
Stück für Stück schreitet der allmächtige Gott in der Verwirklichung Seines Heilsplanes fort. Eines bleibt: Israel ist das ersterwählte und ewig geliebte Volk Gottes.
Einen kostbaren Grund haben wir, uns um Israel zu kümmern: Unsere Glaubenswurzeln liegen im Judentum. Wir glauben  an den Gott, der sich dem Mose  vorgestellt hat als Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, mit dem ausdrücklichen Zusatz: „Das ist Mein Name in Ewigkeit“ (2. Mo 3, 15). Unser Erlöser ist der verheissene Immanuel, der jüdische Jeshua (Jeshua heisst Heil, Rettung), der König der Juden, Sohn Davids,  der Heilige Israels, „die W urzel und das Geschlecht Davids“ (Off. 22, 16).

Was prägt nun die derzeitige politische Situation des jüdischen Staates?

1)   Israel in der Bedrohung durch den Iran
Darin wird die grösste Gefahr seit dem Jom Kippur-Krieg 1973 gesehen. Mehrfach äusserte Achmadinejad, Israel auslöschen zu wollen. Und an den neuen Präsidenten kann man keine Hoffnungen knüpfen, denn Präsident Rohani war stark involviert in Terrorakte wie z.B. in Buenos Aires in 1994 und hat in einem eigenen Buch geprahlt, er habe in früheren Verhandlungen über das Atomprogramm  durch raffinierte Taktik kleine Kompromisse angeboten, und daraufhin seien die Sanktionen erleichtert worden. Jetzt bietet er wohl Ähnliches an und sucht die Welt zu beschwichtigen. Netanyahu hat ihn deshalb am 1.10.13 vor der UNO als Wolf im Schafspelz bezeichnet.

Was ist eigentlich der Hintergrund der iranischen Feindseligkeiten gegen Israel? Es gibt wohl zwei Aspekte:

a)   Die geistliche Führung glaubt, dass ein gewisser Muhammed al-Mahdi, der im 9. Jahrhundert lebte und angeblich nie gestorben sondern von Gott versteckt worden sei, der Welt die Humanität und Frieden bringen werde. Sein Wiederkommen müsse nun – unter Umständen durch massiven Krieg – beschleunigt werden. Und in dieses Weltbild passe Zion nicht hinein.
b)   Der Iran strebt die Hegemonialmacht im Nahen Osten und die Ausweitung der Schiiten an. Die gesamten Unruhen im Nahen Osten hängen mit dem inner-islamischen Kampf  zwischen Sunniten und Schiiten zusammen.
Die USA und Israel sind sich einig, dass der Iran die Nuklearwaffe anstrebt und dies eine enorme Gefahr sowohl für Israel als auch für Amerika und die westliche Welt darstellt. Nicht einig sind sie, wie weit die Nuklearentwicklung wirklich ist und wie zu reagieren wäre. Während die USA auf weitere Sanktionen setzen, hält Israel dies nicht für ausreichend.
Sollte sich Israel zu einem Militärschlag entschliessen müssen, ist es unklar, ob die USA wirklich Israel militärisch unterstützen würden (Sie  hielten auch ihre Versprechen gegenüber Atomplänen von Pakistan und Nordkorea nicht ein.)
Israel steht vor einer Entscheidung von enormer Tragweite: Gibt es eigentlich genügend Geheimdienstinformationen über die ca. 25-30 Gebäudekomplexe, die für das Atomprogramm genutzt werden? Kann es trotz modernster Waffen überhaupt gelingen, die meist tief verbunkerten Anlagen zu zerstören? Sind Überflugrechte, nachdem die Türkei sich von Israel abgewandt hat, in Staaten wie Saudi-Arabien oder Aserbaidschan wirklich sichergestellt? Werden Irans Handlanger Hisbollah von Norden und Hamas vom Gaza oder Syrien vom Osten einen Krieg ins Land Israel tragen? Mit welchen militärischen Vergeltungsmassnahmen Irans und mit welchen Verlusten der Zivilbevölkerung, abgesehen von den militärischen Opfern, muss gerechnet werden?
Welche wirtschaftlichen Konsequenzen hätte ein Eingreifen? (Der Iran drohte im Dezember 2012, die Ölexporte nach Europa für 5-15 Jahre zu stoppen.) Sollte der Iran den Ölpreis drastisch erhöhen, würde dann Israel trotz allen Bemühens, massive Gefahren von der ganzen Welt(!) abzuwenden, international als der Buhmann angeprangert, der eine Wirtschaftskrise ausgelöst hätte?
Ich muss an Joab denken, den Heerführer Davids, der vor dem Krieg mit den Ammonitern und Aramäern sagte: „Lass uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes. Der HERR aber möge tun, was gut ist in Seinen Augen“ (2. Sam. 10, 12). Was gut ist in Gottes Augen, das kann auch ein gewaltiges Wunder sein. ER könnte in Seiner Allmacht den Iran so erschüttern, dass alle Nuklearanlagen verschlungen werden! Schliesslich hat ER ja auch das Wasser im Schilfmeer geteilt. Am Purimfest wird immer in Israel an die Rettung aus der tödlichen Gefahr im damaligen Persien gedacht, wie sie im Buch Ester beschrieben ist. Ja, immer wieder tut Gott gewaltige Wunder!
Aber die Bibel zeigt uns auch auf, dass eventuell Israel als ein Werkzeug des Gerichts in der Hand Gottes gebraucht werden soll, z.B.: „Und ICH werde Meine Rache an Edom in die Hand Meines Volkes Israel legen, und sie werden an Edom handeln nach Meinem Zorn und nach Meinem Grimm“ (Hes. 25, 14).
Sollte ein Krieg nötig sein, dann können wir darauf vertrauen: „Der HERR zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann weckt ER den Eifer. ER erhebt einen Schlachtruf, ja, ein gellendes Feldgeschrei, ER beweist sich als Held gegen Seine Feinde“ (Jes. 42, 13). Sein Name ist HERR Zebaoth, HERR der himmlischen Heerscharen! Israels Feinde sind Gottes Feinde, weil ER sich mit der Heiligkeit Seines Namens an das jüdische Volk gebunden hat.

2)   Israel inmitten der arabischen Unruhen
Fälschlicherweise werden sie „Frühling“ genannt. Eigentlich ist es eher ein glühendheisser Sommer oder ein bitterkalter Winter. Die westliche Welt knüpft an die Unruhen die Hoffnung auf Demokratie in islamischen Ländern. Dazu sagte Staatspräsident Peres: Die Leute bringen Wahlen und Demokratie durcheinander. „Wahlen sind nur eine Prozedur. Demokratie beginnt am Tag nach den Wahlen und schliesst zugrundeliegende Werte und Substanz ein. Das Fundament einer demokratischen Verwaltung ist verletzt, wenn eine nicht-demokra-tische Partei durch einen demokratischen Prozess gewählt wird.“

Vier Dinge vorab:
a)   Das Blutvergiessen der Araber untereinander ist grauenvoll, und wir können auch dafür nur um Erbarmen beten. Aber darauf gehe ich hier nicht näher ein.
b)   Die Unruhen seit Anfang 2011 in Tunesien, Yemen, Bahrain, Ägypten und Syrien zeigen, dass ihre Ursache absolut nicht im palästinensisch-israelischen Konflikt liegt, der ja so oft als Hauptproblem im Nahen Osten betrachtet wird.
c)   Sehr wohl können die Unruhen aber gravierende Auswirkungen auf Israel haben. Dazu gleich mehr.
d)   Aber vorab wollen wir vor allem festhalten, was Gott den Juden zugesagt hat: „Sie werden in Sicherheit wohnen, wenn ICH das Gericht ergehen lasse über alle ihre Feinde rings um sie her, und sie sollen erfahren, dass ICH, der HERR, ihr Gott bin“ (Hes. 28, 26). Und wir können mit Ps. 68, 31  beten: „Zerstreue die Völker, die Lust haben am Krieg!“

Ägypten:
Die Unruhen in Ägypten reissen nicht ab. Ich wurde erinnert an ein Wort aus Jes. 19, 2: „Und ICH will Ägypten gegen Ägypten aufstacheln, dass sie kämpfen werden, jeder gegen seinen Bruder und jeder gegen seinen Nächsten…“
Nun sagte der Chef der Moslem- Bruderschaft, der Brutstätte der Hamas, letztes Jahr (2012): „Die Schaffung Israels war die grösste Katastrophe, die die Welt je befallen hat“. Was wird dann die Zukunft des 1979 mit Israel geschlossenen Friedensvertrages sein?
In den letzten Monaten hat sich eine weitere Gefahr ergeben: Im Sinai, wo 300.000 Beduinen leben, herrscht die AlQaida vor, und von dort gab es wiederholt Übergriffe. Deswegen hat Israel die gesamte Grenze zu Ägypten, ganze 242 km, mit einem Sicherheits-Zaun versehen. Und man versucht, den massiven Schmuggel von Waffen und Terroristen einzudämmen, der durch das ausgedehnte Tunnelsystem der Araber geschleust wird.
Es ist gut zu wissen:“Siehe, nicht schläft noch schlummert der Hüter Israels“ (Ps. 121, 4).

Syrien:
Im Zuge der chaotischen Entwicklungen und mörderischen Vorgehensweisen in Syrien hat sich die Lage an Israels Grenze erstmals seit 40 Jahren destabilisiert. Die Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen finden ja bis ca. 10 km nahe der israelischen Grenze statt. Israel begann nun mit der Errichtung eines hochtechnisierten Sicherheitszauns auf dem Golan.
Israel will bewusst nicht in Syrien intervenieren. Aber als sie über 150 syrische, an der Grenze aufgefundene  Schwerverletzte in israelischen Krankenhäusern kostenlos behandelten, sprach Assad davon, Israel würde mit den Rebellen kooperieren…
Umso bemerkenswerter ist die Initiative einer israelischen NGO, die jenseits offizieller Kanäle seit Ausbruch der Unruhen 70 t Hygieneartikel, 670 t Nahrungsmittel, 120 t Grundausstattung für Haushalte und 20 t Medikamente an säkulare syrische Gruppen geschickt hat. Ihre Bemerkung dazu: „Niemand fragt nach der Erlaubnis zu töten, wir fragen nicht nach der Erlaubnis, Leben zu retten.“ So ist Israel!
Es besteht aber die Gefahr, dass der jüdische Staat in den sich ausweitenden internationalen Konflikt hineingezogen wird: Der Chef der iranischen Revolutionsgarden sagte Ende August 2013: Ein US-Schlag (!) gegen Syrien würde eine „umgehende Zerstörung Israels“ zur Folge haben. Israel bereitet sich deshalb durch Verteilung von Gasmasken und durch Aufstellung von Abwehrsystemen (z.B. auch erstmals bei Jerusalem) auf einen möglichen Ernstfall vor. Letztlich kann nur der Heilige Israels selbst schützen, ähnlich wie es in Spr. 21, 31 heisst: „Das Pferd wird gerüstet für den Tag der Schlacht, aber die Rettung ist Sache des HERRN.“
Die Welt zögerte, gegen Assad vorzugehen - trotz des von der UN-Kommission bestätigten Chemiewaffeneinsatzes gegen die eigene Bevölkerung - zumal man nicht definitiv weiss, ob die Regierung oder die Rebellen das Gas eingesetzt haben.
Obama stand und steht womöglich auch zukünftig (s.u.) vor einem Dilemma:
Greift er nicht ein, macht er sich nicht nur unglaubwürdig, weil er von einer Roten Linie gesprochen hatte, sondern schafft einen Präzedenzfall, der den Iran in noch mehr Sicherheit wiegen würde. Greift er erfolgreich gegen Assad ein, würde die AlQaida, die die syrische Opposition beherrscht, an Macht gewinnen, und der Iran könnte die Hisbollah zu einem Angriff auf Israel vorschicken.
Und es besteht in Israel die Sorge, dass Syriens Arsenal chemischer und biologischer Waffen (wie z.B. Senfgas) – das grösste der Welt – in die Hände islamistischer Terroristen fällt oder in einer letzten Verzweiflungstat durch Assad gegen Israel eingesetzt werden könnte oder bewusst der Hisbollah zugespielt wird.
Geht aber Obama gegen die syrische Oppostion vor und Assad hält sich an der Macht, dann wird dadurch die schiitische Achse von Syrien, Iran und Hisbollah massiv gestärkt.
In jedem Falle hätte der Ausgang eines militärischen Eingreifens erhebliche Auswirkungen auf Israel.
Nun ist ja auf Initiative von Putin eine Vereinbarung zwischen USA, Russland und Assad getroffen worden, dass Syrien bis Mitte 2014 die auf wahrscheinlich 50 Lagerstätten verteilten Chemiewaffen abrüsten soll. Ob damit für Assad nur Zeit erkauft wird, ob er die Versprechen einhält, und was das Ganze bringt, ist fraglich, zumal die biologischen Waffen in die Vereinbarung gar nicht einbezogen sind. Es gibt Berichte, dass Assad Mitte September 2013 zwanzig LKW mit schwer bewachter Ladung aus der Fabrik für chemische Waffen nach Irak geschickt hat. Und durch eine saudi-arabische  Zeitung wurde bekannt, dass Syrien schon seit Anfang 2012 nicht-konventionelle Waffen an die Hisbollah lieferte.
Halten wir in unseren Gebeten an der wunderbaren Zusage gegenüber Israel fest: „Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen“ (Jes. 54, 17). Und in dem Zusammenhang, in dem der Erlöser aus Bethlehem verheissen wird, sagt der Prophet Micha auch voraus: ER, der HERR des Friedens, „wird uns von Assur erretten, wenn es in unser Land kommt und wenn es in unser Gebiet tritt“ (Mi 4, 5).
Obwohl die Vereinbarung bezüglich der chemischen Waffen in Israel insofern mit Erleichterung aufgenommen werden könnte, dass die Kriegsgefahr im Nahen Osten gemildert scheint, überwiegt Skepsis. Und es droht eine weitere Herausforderung: Der Druck auf Israel nimmt zu, dem internationalen Vertrag zur Verbannung chemischer Waffen beizutreten, wie andere 183 Staaten. Nur Israel und Myanmar haben ihn bisher zwar unterzeichnet, aber nicht durch Gesetz ratifiziert. Israel nimmt dazu (16.9.13) begreiflicherweise wie folgt Stellung: Zu einem Beitritt gebe es solange keinen Grund, „wie andere Staaten der Region mit chemischen Waffen Israel nicht anerkennen und mit Zerstörung drohen.“

3)   Israel nach dem UN-Beschluss vom November 2012
Israel ist nicht nur andauernder Anfeindung seitens der arabischen Welt ausgesetzt, nicht nur dem Druck der Amerikaner und Europäer, sondern auch der massiven Ablehnung in den Vereinten Nationen.
2012 z.B. hat die Generalversammlung 22 Resolutionen speziell wegen und das heisst gegen Israel verabschiedet, nur 4 bzgl. anderer Staaten: Burma, Nordkorea, Syrien und Iran.
Dass in der UNO immer wieder mit doppeltem Massstab gemessen und den antisemitischen Stimmen Gehör geschenkt wird, zeigt sich z.B. an der UNESCO:
In der UNESCO-Verfassung wird von „uneingeschränktem Streben nach objektiver Wahrheit“ und von „Erziehung zu Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden“ gesprochen. Man höre und staune: Seit November 2011 gehört auch Syrien (wo das entsetzliche  Massaker tobt) zur UNESCO. Und Abbas erreichte als Prestigegewinn  Ende Oktober 2011 eine deutliche Mehrheit für  die Aufnahme als UNESCO-Mitglied – ein Verstoss gegen die UNESCO-Charta, nach der eigentlich nur Staaten als Mitglieder aufgenommen werden dürften! Und mit dem Streben nach Wahrheit und der Erziehung zu Gerechtigkeit und Frieden ist es ja bei Fatah und Hamas wirklich nicht weit her…
Für uns Christen hat diese Entwicklung womöglich eine traurige Konsequenz: Die Palästinenser können und wollen nun beantragen, dass Bethlehem, Rachels Grab, die Gräber von Abraham, Isaak und Jakob in Hebron und das Josefsgrab in Nablus als „palästinensisches Weltkulturerbe“ deklariert werden…Das richtet sich klar gegen die in der Bibel verankerten geschichtlichen Tatsachen und ist damit letztlich eine klare Verhöhnung des Gottes Israels.Wie hatte schon David in einem Psalm gebetet? „HERR, vergiss nicht die Stimme Deiner Widersacher, das ständig aufsteigende Getöse derer, die sich gegen Dich erheben!“ (Ps. 74, 23)
Am 29.November 2012 kam es zu einer eigentlich absurden Situation: Abbas trat mit einem Antrag vor die UNO, obwohl seit fast 5 Jahren seine Amtszeit offiziell abgelaufen war.  Er gab vor, ein Volk zu vertreten, das mehrfach sogar selbst zugestand, keine reale, eigenständige Identität zu haben (dazu s.u.) und das ihn jahrelang daran gehindert hat, 40 %  des von ihm angeblich repräsentierten Gebietes überhaupt zu besuchen (nämlich den Gazastreifen). Er strebte einen Staat an mit dem letztlichen Ziel, einem anderen, dem UN-Mitgliedstaat Israel, das Existenzrecht abzusprechen. Er forderte einen eigenen Staat, obwohl er  trotz massivster ökonomischer und politischer Unterstützung aus dem Ausland keine stabile Gesellschaft auf die Beine gebracht hat.
Dieser Abbas flötete der UN-Gemeinschaft ins Ohr: „Unser Volk hat stets darum gerungen, seine Menschlichkeit, seine höchsten, zutiefst festgehaltenen moralischen Werte… nicht  zu verlieren“. Abbas also stellte den Antrag, dass der bisherige Status der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) als Beobachter bei den UN in den eines „Nichtmitglieds-Beobachterstaates“ (mit Betonung auf „Staat“) angehoben werden solle.
Die einseitigen Schritte von Abbas waren klarer Verstoss gegen die Abkommen mit Israel. Schliesslich hatte die PA sich im Oslo-Abkommen  mit Israel 1993  verpflichtet, keine einseitigen Schritte zu unternehmen, die den Status von Judäa & Samaria (J&S, fälschlich Westbank genannt) oder des Gazastreifens verändern würden.  Die vielzitierten Resolutionen 242 (1967) und 338 (1973) fordern PLO und Israel zur Beendigung des Konflikts auf dem Verhandlungswege auf.
Der UN-Beschluss vom 29.11.2012 erfolgte mit 138 Ja-Stimmen bei 41 Enthaltungen und nur 9 Nein-Stimmen. Die Palästinenser haben nun also einen „Nichtmitglieds-Beobachterstaat“ – und haben damit denselben Status wie z.Zt. der Vatikan und die Schweiz von 1948-2002.
Was heisst das nun für das Verheissene Land? Die UN haben nicht die Autorität, Staaten zu errichten.  Die Generalversammlung kann nicht internationales Recht festlegen. Der Beschluss ist gewissermassen nichtbindende Empfehlung, die allerdings natürlich die Position der votierenden Staaten widerspiegelt.

Was macht eigentlich einen Staat aus?
Nach der Konvention von Montevideo aus 1933 sind erforderliche Kriterien für einen Staat: eine permanente Bevölkerung, ein definiertes Territorium, eine handlungsfähige Regierung sowie die Bereitschaft, sich an internationale Verpflichtungen zu halten. Wie steht es damit? Zumindest kann man unmöglich sagen, dass die PA eine funktionierende Regierung über das Gebiet ist, das sie als Staat beansprucht. (Die Hamas regiert in Gaza, und die Fatah hat in Teilen von J&S ein gewisses Mass an Souveränität). Allerdings gibt es auch Rechtsexperten, die sagen:  Konstitutiv für einen Staat sei bereits die Anerkennung anderer Staaten. Nicht unerwähnt bleiben sollte: Die UN-Charta  verlangt übrigens von einem Mitgliedsstaat, dass er ein „friedliebender Staat“ ist, also keiner, der Raketen auf unschuldige Zivilisten feuert…
Abbas wie auch ein arabischer Abgeordneter des israelischen Parlaments, Tibi, argumentieren nun, „der Staat Palästina“ sei „in seiner Gänze unter Besatzung“ und meinen damit ganz Israel. Und ein Offizieller der PA beeilte sich, gleich am nächsten Tag nach dem UN-Beschluss zu verkünden: Nun sei kein    Raum mehr für jüdische Siedler im palästinensischen Land!
Was können nun die Konsequenzen aus dem UN-Beschluss sein: Mit Unbehagen bedenkt man in Israel,  Abbas könnte mit seiner Drohung wahrmachen, den jüdischen Staat vor dem Internationalen Gerichtshof (ICC) in Den Haag der vermeintlichen Menschenrechtsverletzungen anzuklagen. Bisher war das nicht möglich, da der Gerichtshof nur von Staaten angerufen werden kann. Wenn der ICC wirklich unabhängig und nicht politisch motiviert handelt, wird er einen evtl. Antrag zurückweisen müssen.
Gott spricht Seinem Volk Israel zu: „Jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit von Mir her, spricht der HERR.“ (Jes. 54, 17). Und ER verkündet: „ICH eifere mit grossem Eifer für Jerusalem und für Zion, und mit grossem Zorn zürne ICH über die selbstsicheren Nationen“ (Sach. 1,14)

4)   Israel im Konflikt mit den Palästinensern
Gerade was die Palästinenser-Frage angeht, gibt es immer wieder völlig entstellende Berichte und Hetze in den Medien.

Aber worum geht es eigentlich?
a)   Die Palästinenser behaupten, ein eigenständiges Volk zu sein, und die Welt glaubt das.
„Palästina“ hiess ja 1922 – 1948 ein Gebiet 24 % westlich und 76 % östlich des Jordans. Dort lebten Moslems, Juden, Christen und Drusen. Im Unabhängigkeitskrieg Israels 1948 flohen die meisten Araber auf Betreiben ihrer eigenen Führer (und so entstand das Flüchtlingsproblem), und mit Gründung des jüdischen Staates verschwand der Begriff Palästina. Erst 1969 führte Arafat aus raffiniert-taktischen Gründen den Begriff der Palästinenser wieder ein, um damit politische Ansprüche auf ganz Israel zu erheben.
Wichtig ist: Die Palästinenser waren nie ein eigenes Volk, hatten nie eine eigene Kultur, Sprache oder Religion. Sie sind Araber wie andere auch. (Eine Politikerin, die sich selbst Palästinenserin, nennt, bestätigte einmal: „Bei Staatsgründung 1948 gab es noch keine Palästinenser, nur Araber“. Und auch andere Quellen könnte man anführen.)
Für uns Bibelleser ist wichtig:Die „Palästinenser“ (und ich denke sie mir immer in Anführungszeichen)  stammen nicht etwa von den Kanaanitern ab, sie sind nicht Nachfolger der Philister! Die Philister waren ein nicht-semitisches Volk, das ca. im 12. Jh.v.Chr. aus Kreta kam (siehe Zeph. 2, 4 f.). Die Araber, die sich heute Palästinenser nennen, können also ihren Anspruch auf das Land Israel nicht davon ableiten,  dass ihre Vorfahren in Kanaan gelebt hätten!

b)   Es wird behauptet, der Konflikt sei durch die israelische Siedlungspolitik ausgelöst. Aber Terrorakte gab es schon 1929 in Hebron und z.B. 1947 in GushEtzion, also weit       bevor Israel (nach dem siegreichen 6-Tage-Krieg) überhaupt die Möglichkeit hatte, in J&S zu „siedeln“.
Ist die jahrelang propagierte Formel „Land für Frieden“ der Schlüssel zur Lösung? Warum dann hat Arafat das Angebot von E. Barak über 97 % J&S abgelehnt? Warum hat Abbas das Angebot von Olmert im August 2008 abgelehnt, 93 % von J&S (und weitere Gebiete im Austausch) zu bekommen? Die Abkommen von Oslo (1993), Wye und Hebron (die zur Abgabe von jüdischen Städten führten) und die Räumung des Gaza im Jahre 2005 zeigen: „Land für Frieden“ ist in Wirklichkeit „Land für Terrorismus“. Das lässt sich durch konkrete Zahlen leider belegen: Von den seit Staatsgründung durch Terrorakte umgekommenen 2.500 Juden sind seit dem Oslo-Abkommen, das zum Frieden führen sollte,  allein 1‘500 Opfer zu beklagen!
Übrigens gab es im ersten Quartal 2013 schon 33 Versuche, israelische Soldaten zu kidnappen! Der HERR hat sie alle vereitelt.
Scheinbar ist der UN-Beschluss ein Schritt in die von der westlichen Welt betriebene Richtung „zwei Staaten Seite an Seite“. Denn die Welt geht davon aus: Die Palästinenser würden einen Staat an der Seite Israels wollen.
Aber die Hamas hat ihre Haltung nicht geändert, die sie schon 2009 äusserte: „Wir akzeptieren einen Palästinenser-Staat in den Grenzen von 1967 nur als Interimslösung, ohne die zionistische Okkupation auch nur eines cm unseres Heimatlandes anzuerkennen“.
Übrigens hatte die National-Charta der PLO von 1964 keinen Anspruch auf Gaza oder die „Westbank“ erhoben. Entlarvend ist, was Arafat 1993 – am Tage der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens! – im jordanischen Fernsehen sagte: „Da wir Israel nicht durch Krieg besiegen können, tun wir das in mehreren Schritten. Wir nehmen jedes Territorium von Palästina“ (und damit meinte er Israel) „das wir bekommen können, und etablieren dort einen souveränen Staat als Sprungbrett, um mehr zu bekommen. Wenn die Zeit kommt, können wir die arabischen Nationen dazu bringen, mit uns den endgültigen Schlag gegen Israel zu führen.“
Die PA hatte seit ca. vier Jahren Verhandlungen verweigert, wenn Israel nicht die Vorbedingung(!) erfülle, sich vollständig auf die „67er-Linie“ zurückzuziehen. Im Januar 2012 sagte Abbas, er sei bereit, „israelische Sicherheitsforderungen zu hören(!), unter der Bedingung, dass keinem Israeli erlaubt sei, auf palästinensischem Territorium zu  bleiben“. Im Oktober 2012 stellte er seine Position klar: Die „Widerrechtlichkeit“ der Besetzung palästinensischen Gebietes beziehe sich nicht nur auf die „Westbank“ (J&S), sondern „auf alle Territorien, die Israel vor (!) 67 besetzte“. Damit sind die Waffenstillstandslinien von 1949  gemeint. Und damit hätten die Juden keinen Zugang mehr zum Ölberg und zur Klagemauer… 
Wie steht es also um das Friedenskonzept der „Zwei-Staatenlösung“? Nie spricht ein palästinensischer Führer von „zwei Staaten für zwei Völker“. Denn dann würde er die Juden als Volk, nicht nur als Religion, anerkennen und damit das jüdische Recht auf nationale Heimat.
Die Palästinenser wollen letztlich das ganze Land vom Jordan bis zum Mittelmeer und haben das wiederholt konkret gesagt! (Deswegen begehen sie den israelischen Staatsgründungstag als „Tag der Katastrophe“). Im Fernsehen der PA hiess es im August 2013: „Palästinas längste Grenze, 586 km, ist die mit Jordanien“, d.h. Eilat bis Golan…
Lasst uns im Gebet den HERRN freudig an Seine erstaunliche Zusage erinnern: „So spricht der HERR, der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die  Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht…Wenn diese Ordnungen vor Meinem Angesicht weichen, spricht der HERR, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein vor Meinem Angesicht alle Tage“ (Jer. 31, 35 f.)

Die Frage ist: Gibt es politische Ansätze zur Lösung des Problems?
Die offizielle Politik ist die, dass sich Netanyahu im Juni 2009 unter dem massiven internationalen Druck dazu durchgerungen hat, auch die sog. Zweistaatenlösung als Ziel zu verfolgen, allerdings unter zwei wesentlichen Bedingungen:
a)    Ein eventueller  Palästinenser-Staat müsse entmilitarisiert sein. Frage: Wie wird das sicherzustellen sein? Schon jetzt konnte der Waffenschmuggel in den Gazastreifen nicht unterbunden werden. Und die Hisbollah konnte unter der Beobachtung (?)  der UN-Schutztruppen im Südlibanon ihr Raketen-Arsenal auf 80.000 aufstocken.
b)    Israel müsse als jüdischer Staat mit Jerusalem als Hauptstadt anerkannt werden. Wie wahrscheinlich ist dies? Der Verhandlungsführer der Fatah, Erekat, rief aus: „Da kann Israel 1000 Jahre warten!“ Im gültigen Palästinensischen Nationalabkommen (1964/Fassung 1968) steht: „Das Judentum ist nur eine Religion und nicht eine unabhängige Nationalität. Die Juden stellen nicht ein einzelnes Volk mit eigener Identität dar, sondern sind Bürger der Staaten, denen sie angehören (Art. 20)“. Das allein schon spricht aus ihrer Sicht gegen einen jüdischen Staat.
Ein Berater von Abbas, Dahlan, gab entlarvend kund: Man täusche nur vor, Israel offiziell anzuerkennen, um in den Genuss internationaler Hilfsgüter zu kommen. Also nicht einmal als Staat, geschweige denn als jüdischen Staat!
Abbas selbst äusserte wiederholt, man könne von ihm nicht verlangen, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen, denn das hiesse ja, das „Recht auf Rückkehr“ zu negieren.

Gibt es denn gar keinen anderen Weg?
Die wichtigsten Alternativvorschläge zur Zwei-Staaten-Lösung will ich einmal kurz aufführen (Stand Sommer 2013):
Eine Ein-Staaten-Lösung, das heisst ein bi-nationaler Staat, ein Staat für zwei Völker

Staatspräsident Peres sagte, dies käme deshalb nicht infrage, weil es das Ende der Existenz eines jüdischen Staates bedeuten würde, der doch ausdrücklich durch UN-Beschluss als jüdische Heimat gewollt war und ist!
Aber andere Stimmen  sind für Annexion von ganz J&S, so dass alle dort lebenden Araber israelische Staatsbürger würden.  Die Gefahr, dass Israel ein bi-nationaler Staat würde, sei allemal einem Rückzug aus J&S oder einer Beibehaltung des jetzigen Zustandes vorzuziehen.

2.   Gebietstausch
Der Gaza-Streifen könne in das ägyptische Sinai-Gebiet erweitert werden, um den Palästinensern weitere Städte und einen Hafen zu ermöglichen. Im Austausch solle Ägypten mit Gebieten des Negev entschädigt werden.

3.   Umsiedlung der Palästinenser
Der aus der Haft entlassene Mubarak teilte Mitte September 2013 mit, kurz vor seiner Entmachtung habe Netanyahu ihm vorgeschlagen, die Palästinenser in den Sinai umzusiedeln. Er, Mubarak, habe dies aber ausgeschlagen.

4.   Bildung einer Mini-Region
Die EU könnte, so die Idee, als Modell einer Konföderation mehrerer Länder dienen, nämlich zwischen Israel, Jordanien und einem Staat Palästina. Jerusalem könne ungeteilte Hauptstadt Israels und gleichzeitig Hauptstadt der Miniregion mit  regionalen administrativen Agenturen sein. Israelis, die in Palästina leben, würden für die Knesset wählen,  und arabische Israelis, die sich als Palästinenser sehen, könnten weiterhin in Israel leben und dort auch Steuern zahlen, aber Bürger von Palästina sein. Sie brauchten dann nicht in der israelischen Armee zu dienen und auch nicht die israelische Nationalhymne mitzusingen.

5.   Konföderation mit Jordanien
Jordanien ist ja schwach besiedelt  und könnte leicht Millionen von „Palästinensern“ aufnehmen, zumal ca. 70-80 % der jordanischen Einwohner als Palästinenser bezeichnet werden können (der Rest sind Beduinen). Daher der Vorschlag, die in J&S lebenden Araber (1,2 Mio) sollten unter jordanisches Zivilrecht kommen, während sie unter israelischer militärischer Kontrolle bleiben. (1950-88 waren alle palästinensischen Bewohner in J&S gleichzeitig jordanische Bürger.) Ein ähnlicher Vorschlag, von „zwei Staaten auf zwei Jordan-Ufern“, nach dem die Araber in J&S jordanische Staatsbürgerschaft bekommen sollten, sei  – sagen die Befürworter – “die einzige Alternative, die die Existenz des jüdischen Staates garantiert und gleichzeitig den Willen der internationalen Gemeinschaft befriedigt, den Palästinensern einen Staat zu geben“. (Der Plan führte zu einer diplomatischen Abkühlung mit Jordanien.)

6.  Eine Alternative, die nur unter Einbeziehung der Weltgemeinschaft durchsetzbar wäre
Israel solle die Kontrolle über J&S aufrechterhalten, ohne die Palästinenser zu inkorporieren. Drei Massnahmen seien zielführend:

a) Die palästinensischen Flüchtlinge müssten wie die übrigen Flüchtlinge der Welt behandelt, also die bisherige Spezialagentur UNRWA aufgelöst werden.
b) Internationaler Druck auf arabische Länder müsse dazu führen, den palästinensischen Arabern Bürgerrecht zu gewähren, statt sie dort zu diskriminieren.
c) Israel solle den palästinensischen Familien (und nicht ihrer Führung) grosszügige Gelder für freiwillige Umsiedlung in aufnahmebereite arabische Länder geben.

Und hinsichtlich Jerusalems:
Israels Verhandlungsführer in den Oslo-Abkommen, Uri Savir, holte einen Vorschlag von 2001 wieder hervor: die Aufteilung Jerusalems in drei Teile:
a)  Jerusalem als Hauptstadt Israels mit allen jüdischen Wohngebieten und heiligen jüdischen Stätten (inkl. Klagemauer und jüdischem Viertel der Altstadt),
b)  ElQuds als Hauptstadt von Palästina, mit allen arabischen Wohngebieten und heiligen arabischen Stätten (incl. der zwei Moscheen auf dem Tempelberg).
c)  Ein kleines Gebiet ausserhalb der Grenzen Jerusalems für die Vereinten Nationen: Dorthin würden Teile der UN aus NewYork und anderen Städten umziehen, z.B. UNESCO und UNICEF. Die Generalversammlung solle dort zusammenkommen, um Jerusalem als Hauptstadt des Friedens zu erklären.

Fazit: Die Politiker sind ziemlich am Ende ihres Lateins.
Aber:  Im Himmel gibt es keinen Notfall, weil den HERRN nichts überrascht.

J&S, dieses biblische Kernland,  nennt die Bibel die „Berge Israels“, und darüber spricht der HERR z.B. in Hes. 36, 8+10: „Ihr aber, Berge Israels, ihr werdet für Mein Volk(!) eure Zweige treiben und eure Frucht tragen.“ „Und siehe, ICH mache sie (die Söhne Israels) zu  e i n e r  Nation im Land, auf den Bergen Israels“ (Hes. 37, 22).
Und wir lesen in Joel 4, 2  die ernste Warnung: „ICH werde mit ihnen ins Gericht gehen…wegen Meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und Mein Land haben sie geteilt.“
Über Jerusalem, das der Heilige Israels sich selbst als Wohnstätte und Ruhestätte auf ewig ausgewählt hat (Ps. 132, 13 f.), sagt ER: „Und immer noch wird Jerusalem an seiner Stätte bleiben in Jerusalem“ (Sach. 12, 6), dort, wo auf dem Ölberg – im umstrittenen Ostjerusalem! – der Messias wiederkommen wird.