Aktuelles und Gebetsanliegen für Israel
Ausgezeichneter Vortrag von Winfried Balke, den er im November 2017 vor der Reisegruppe am Toten Meer gehalten hat

Israels Verhältnis zu Amerika, Erwartungen an D. Trump
Es ist besser, sich bei dem HERRN zu bergen, als sich auf Menschen zu verlassen. Es ist besser, sich bei dem HERRN zu bergen, als sich auf Edle zu verlassen“ (Ps 118, 8 f.)

Von Obama war Israel verständlicherweise sehr enttäuscht. Noch in seinen letzten Amtshandlungen hatte er sich den Palästinensern zugewandt.
Umso mehr setzte man Hoffnungen auf D. Trump, zumal er im Wahlkampf angekündigt hatte, die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlagern, was als ein deutliches Zeichen gewertet wurde, dass er als wirklicher Freund Israels zu Taten bereit sei.
Der Hintergrund ist: 1980 hatten die ölproduzierenden arabischen Staaten gedroht, den Ölhahn zuzudrehen, wenn nicht die Nationen ihre Botschaften von Jerusalem abziehen würden. Daraufhin verlagerten die Nationen ihre Botschaften nach Tel Aviv. Das gibt es sonst nirgends in der Welt, dass die Botschaften nicht in der jeweiligen Hauptstadt sind! Nun hatte allerdings der amerikanische Kongress vor Jahren ein Gesetz erlassen, dass die amerikanische Botschaft in Israel nach Jerusalem umziehen solle. Aber es gab eine Klausel, die Umsetzung dieses Gesetzes könne vom Präsidenten für ein halbes Jahr verschoben werden, wenn es wegen politischer Brisanz erforderlich sei. Von diesem Recht haben Clinton, J.W. Bush und Obama jedes halbe Jahr Gebrauch gemacht. Und nun hat auch Trump seine für Ende Mai fällige Entscheidung auf Ende November verschoben…
Aber einige positive Entwicklungen gibt es doch: D. Trumps Besuch im Mai war der früheste eines amtierenden amerikanischen Präsidenten in Israel, und Trump war der erste, der Ost-Jerusalem und die Klagemauer besucht hat. Dorthin liess er sich zwar bewusst nicht von Netanyahu begleiten; das wäre politisch noch zu heiss gewesen, denn Ost-Jerusalem gilt ja international noch als besetztes Gebiet. Aber das Gebet an der Klagemauer hatte zumindest symbolische Bedeutung. Und erstmals seit Trumps Besuch wird auf der offiziellen Website der amerikanischen Regierung die Stadt Jerusalem mit dem Zusatz vermerkt: „Jerusalem, Israel“.
Auch dass Trump Juden als Botschafter in Israel und als Vermittler in NO-Angelegenheiten ernannt hat, wird in Israel als positives Signal gewertet (wenngleich der Präsident ja nicht zimperlich ist, enge Vertraute schnell wieder abzusetzen…)
Bei seinem Besuch hier fand er sehr wohltuende Worte wie: „Dieses Land ist gefüllt mit Schönheit, Wundern und dem Geist Gottes“. „Die Bande des jüdischen Volkes zu diesem heiligen Land sind alt und ewig. Sie reichen tausende von Jahren zurück, inkl. der Regierung von König David, dessen Stern jetzt stolz auf Israels blau-weisser Flagge weht.“ Diese Worte waren besonders wichtig in einer Zeit, in der gerade wieder seitens der Araber und seitens der UNO geleugnet wurde, dass Israel eine jüdische Geschichte habe.
Auf die Geschichte ging er auch mit der Aussage ein: „Der Holocaust war das grausamste Verbrechen gegen Gott und Seine Kinder“.
Zur gegenwärtigen Lage richtete er sich an die Adresse der Araber mit den Worten: „Frieden kann nie Wurzeln schlagen in einer Umgebung, in der Gewalt toleriert, finanziert oder sogar belohnt wird.“ Und „dauerhafter Friede kann solange nicht erreicht werden, wie die palästinensischen Führer nicht mit vereinter Stimme gegen Anstachelung zu Gewalt und gegen Gewalt und Hass sprechen.“ Zur Besänftigung meinte er allerdings, betonen/behaupten zu müssen, es gebe eine positive fortgeschrittene Partnerschaft zwischen den USA und den Palästinensern auf verschiedenen Gebieten (z.B. Entwicklung des Privatsektors, Arbeitsbeschaffung, regionale Sicherheit, Kampf gegen Terror und dass das Gesetz herrsche (ToI 3.5.).
Wie steht Trump zu den brisanten Themen Siedlungen und Zwei-Staaten-Lösung? Grünes Licht für weitere Besiedlung von Judäa und Samaria gab er nicht (sehr zur Enttäuschung vieler zionistisch Gesinnter in Israel), aber er bezeichnete sie – im Gegensatz zu Obama – mit Recht nicht als Ursache für den Terror. Er betonte wiederholt, er wolle helfen, „dass die beiden Seiten erreichen, was immer sie tun wollen“. Er gab also im Gegensatz zu seinem Vorgänger dem jüdischen Staat keine „Lektion“.

„Nahe ist der HERR allen, die IHN (!) anrufen, allen, die Ihn in Wahrheit anrufen“ (Ps 145, 18)

„Glücklich die Nation, deren Gott der HERR ist, das Volk, das ER sich erwählt hat zum Erbteil!“ (Ps 33, 12)

(Da Gott Israel zum Erbteil erwählt hat, ist also Israel eine glückliche Nation)

Wie steht denn überhaupt die Welt zu Israel? Es gibt eine weltweite Kampagne der
Delegitimierung
„Gib mich nicht preis der Gier meiner Bedränger, denn falsche Zeugen sind gegen mich aufgestanden und der, der Gewalttat schnaubt.“ (Ps. 27, 12) (hebr Gewalt=chamas)

„Gedenke, HERR, der Schmach Deiner Knechte. In meiner Brust trage ich all die vielen Völker mit ihrem Hohn, womit Deine Feinde gehöhnt haben, HERR, womit sie gehöhnt haben die Fussspuren Deines Gesalbten!“ (Ps. 89, 51 f.)

Immer wieder wurde, auch in den letzten Monaten, dem jüdischen Staat der rechtmässige  Anspruch auf sein historisches Land abgesprochen. Dabei spielt die UNO eine unrühmliche Rolle.
Letztes Jahr hatte der Menschenrechtsrat der UNO schon gefordert, Israel solle den Golan abgeben. Dieser Menschenrechtsrat hat Israel übrigens schon 67x wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen verurteilt, 6x mehr als den Rest der 193 Nationen.
Nicht nur die Araber behaupten, es habe nie einen 1. und 2. Tempel in Jerusalem gegeben, sondern sogar die für Bildung zuständige UNESCO verneinte (letztes Jahr) jegliche Verbindung des jüdischen Volkes zu Jerusalem.
Die Altstadt Jerusalems (inkl. Tempelberg und Westmauer) wurde durch die UNESCO als zu Jordanien gehörig aufgeführt, und im Juli dieses Jahres definierte sie eine der ältesten biblischen Städte, Hebron, als „palästinensisches gefährdetes Welterbe“.
Im Mai 2017 wies die UNO die israelische Souveränität sogar über West-Jerusalem zurück.
Bezüglich der geschichtlichen Wahrheiten sagte Netanyahu im September vor der UNO: „Sie können, wenn Sie wollen, darüber in einem gewichtigeren Buch lesen – Bibel genannt. Ich empfehle sie wärmstens. Es ist grossartig, sie zu lesen. Ich lese sie jede Woche“.
Wegen der fortgesetzten einseitig gegen den jüdischen Staat  gerichteten Beschlüsse kündigte Israel im Oktober 2017 an, die Mitgliedschaft und Mitfinanzierung in der UNESCO zu beenden.
Die UNO ist die Weltgemeinschaft der Nationen. In der Bibel lesen wir (Jes 40, 17): „Alle Nationen sind vor IHM wie nichts“ > UN = United Nothings“.

„Und gebeugt werden zu dir kommen die Söhne deiner Unterdrücker, und alle, die dich geschmäht haben, werden sich niederwerfen zu deinen Fusssohlen.“ (Jes 60, 1)
"Palästinenser"
"Verbirg mich vor der Verschwörung der Übeltäter, vor dem Aufruhr derer, die Böses tun. Die ihre Zunge gleich einem Schwert geschärft, bitteres Wort als ihren Pfeil angelegt haben, um im Versteck auf den Unschuldigen zu schiessen…“ (Ps 64, 3 f.)

Der sog. Friedensprozess wird durch massive Geschichtsfälschungen geprägt.  Die „Palästinenser“ wollen die Christen glauben machen, dass sie seit Jahrtausenden im Land seien, denn in der Bibel sei ja von den Philistern geschrieben…“. Diese kamen aber im 12. Jh als nicht-semitisches Volk aus Kreta (Kaftor). Der HERR vernichtet die Philister, den Überrest, der von der Insel Kaftor gekommen ist“ (Jer 47, 4).
Die „Palästinenser“ behaupten, ein eigenständiges Volk zu sein, hatten aber nie eine eigene Kultur, eine eigene Sprache, nie eine eigene Religion. Sie sind Araber wie andere auch (und benennen dies sogar z.T. selbst!). Der Begriff „Palästinenser“ wurde als raffinierter Schachzug erst 1969 von Arafat eingeführt.
In letzten vier Jahren hat PA 1,1 Mrd $ an Terroristen und deren Familien gezahlt. Im Budget 2017 ist die Hälfte der ausländischen Hilfsgelder an die PA für Gehälter an Terroristen vorgesehen. Terroristen bekommen bis zu 3.500 $ pro Monat und einmalige Zuwendung von bis zu 25.000 $.
Der angebliche Versöhnungs-Deal Fatah/Hamas im  Oktober 2017 entlastet die Hamas finanziell und von der zivilen Verantwortung für Gaza und gibt ihr dadurch umso mehr Möglichkeiten, ihre Terror-Infrastruktur aufzubauen und weitere Attacken gegen Israel zu planen. Für Israel käme jede Verhandlung mit Abbas damit einer Verhandlung mit der Terrororganisation Hamas gleich, so lange diese sich nicht entwaffnet.
Hamas und Fatah unterscheiden sich nicht im strategischen Ziel: sie beanspruchen beide das ganze Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer. Sie unterscheiden sich nur in der Frage, welche Art von Gewalt in Judäa&Samaria (J&S) angewendet werden solle, also in der Taktik. Es gibt keine gemässigten Terroristen!
Abbas sagt, er wird „nie“ Israel als nationalen Staat des jüdischen Volkes anerkennen; nie das sogenannte Recht auf Rückkehr aufgeben; nie Israels Sicherheitskontrolle über das Jordantal akzeptieren; nie erlauben, dass Juden in Judäa leben und nie israelische Souveränität über Teile von Alt-Jerusalem akzeptieren.
Und der Chef der Hamas sagte im Okt 2017: „Wir diskutieren nicht darüber, Israel anzuerkennen, sondern es auszulöschen.“
Schon im Kindergarten wird gegen Israel angestachelt. Und in den Schulbüchern kommt Israel auf den Landkarten gar nicht vor und Bethlehem liege an der Küste des Gazastreifens.

„Du wirst sie suchen und nicht finden, die Männer, die mit dir zanken. Wie nichts und wie Nichtigkeit werden die Männer, die mit dir Krieg führen.“ (Jes 41, 12)
Jerusalem
„HERR, nach all den Taten Deiner Gerechtigkeit möge doch Dein Zorn und Deine Erregung sich wenden von Deiner Stadt Jerusalem, dem Berg Deines Heiligtums!“ (Dan. 9, 16)

Für die Zukunft Jerusalems wurden immer wieder zwei Ansatzpunkte gesehen: Teilung oder Internationalisierung. Beides wäre klar gegen Gottes Absichten.
Ost-Jerusalem wird von der Welt als „besetztes Gebiet“ angesehen und nicht als zu Israel gehörig anerkannt. Befremdlicherweise gelten als Ost-J sämtliche Wohngebiete, die Israel nach dem Sechs-Tage-Krieg in einem Gürtel um die Stadt errichtet hat, gleich, ob im Osten oder Norden oder Süden.
Von der Bibel her ist es klar einzuordnen und in unseren Tagen deutlich zu spüren, dass sich in der Endzeit alles auf Jerusalem zuspitzt. Warum? Weil es ein geistlicher Kampf um die Stadt ist, die Gott selbst als Seine Wohnstadt erwählt hat und wo die entscheidendsten Ereignisse der Weltgeschichte ihren Platz haben: Opfertod und Auferstehung Jesu und Seine Wiederkunft.
In diesem Sommer entbrannte neu ein Konflikt um den Tempelberg. Auslöser war, dass auf(!) dem Tempelberg – und das war eine neue Stufe der Eskalation – zwei israelische (drusische) Polizisten von drei Terroristen ermordet wurden. Israel musste die Attentäter töten, die von arabischen Medien und Politikern als „unschuldige Jugendliche“ bezeichnet wurden. Um weitere Übergriffe zu verhindern, installierte Israel vor den Eingängen zum Tempelberg Metall-Detektoren, wie sie z.B. auch am Flughafen beim Einchecken üblich sind, und Kameras auf dem Tempelberg. Das war offensichtlich ein willkommenes Feigenblatt für die Moslems, riesige Demos und gewalttätige Ausschreitungen anzuzetteln. Aber: für Juden gibt es seit Jahren einen Detektor zum einzigen jüdischen Zugang…Und in Mekka gibt es 5.000 Kameras zur Sicherheit. Auch nach Abbau der Detektoren gingen die Ausschreitungen weiter.
Die Moslems fordern die Erhaltung des „status quo“, also des bisherigen Zustands. Aber wie sieht der status quo aus? Jüdische Besucher des Tempelbergs wurden dort und an der Klagemauer angegriffen; Araber zerstörten mutwillig jüdische archäologische Schätze bei illegalen Ausgrabungen auf und unterhalb des Tempelberges. Moslemische Kinder spielen zwar auf dem Tempelberg Fussball, aber nicht-moslemische Besucher dürfen nicht einmal beten. Nun kam die Idee auf, über ein eventuelles time-sharing von Gebetszeiten für den Tempelberg zu verhandeln.
Auch innerhalb der jüdischen Bevölkerung gibt es Spannungen in Jerusalem: Gegen den Widerstand der Orthodoxen soll am Südende der Klagemauer eine spezielle  Gebetszone für „pluralistisches und progressives Gebet“ eingerichtet werden, d.h. z.B. für Gebet von Frauen mit Gebetsschal, Torah-Rolle und lauten Gebeten.

„ICH eifere mit grossem Eifer für Jerusalem und für Zion, und mit grossem Zorn zürne ICH über die stolzen Nationen“ (Sach 1, 14)
"Friedensprozess"
„Schaffe mir Recht, o Gott, und führe meinen Rechtsstreit mit der gnadenlosen Nation! Vom Mann des Betrugs und des Unrechts errette mich! Denn DU bist der Gott meiner Zuflucht!“ (Ps 43, 1 f.)

Das Maximum, das Israel den Palästinensern zu geben bereit ist, ist weniger, als die Palästinenser anzunehmen bereit sind.
Den Palästinensern geht es nicht um ein Stück mehr Lebensraum, sondern sie beanspruchen – wie gesagt - für sich das gesamte Gebiet vom Jordan bis zum Mittelmeer. Ihre Taktik ist eine Salami-Taktik, Stück für Stück mehr für sich abzutrutzen. (Statt peace=Frieden „piece for piece“= Stück für Stück) So drängen sie auf Übergabe der sog. Westbank. Damit ist J&S gemeint, biblisches Kernland.
Die Welt sieht J&S als besetztes Gebiet an. Nach Aussage von Experten des Internationalen Rechts ist es zwar umstrittenes, nicht aber besetztes Gebiet.
Unter israelischen Politikern gibt es die gesamte Bandbreite von denkbaren Vorschlägen: Von völligem oder teilweisem Rückzug Israels aus J&S (das sagen die Linken) bis zu völliger oder teilweiser Annektierung des Gebietes (das sagen die Zionisten).
Von arabischer wie auch von westlicher Seite wird immer wieder gefordert, den sog. Siedlungsbau in J&S zu stoppen. So etwas gibt es in keinem anderen Staat der Welt. Und als im Mai D. Trump Israel besuchte, hoffte man, dass er dem jüdischen Staat endlich freie Hand lassen würde. Aber er tat es nicht, sondern wünschte einen Aufschub weiterer Bautätigkeit. Auch die weltweite Boykottkampagne BDS richtet sich gegen J&S.
Es geht insgesamt in den Friedensverhandlungen um 5 Hauptpunkte: um Territorium, um Sicherheit, um Jerusalem, um die palästinensischen „Flüchtlinge“ und um Anerkennung Israels als jüdischer Staat.
Als beste Chance für eine Lösung wurde in den letzten anderthalb Jahrzehnten die sog. Zwei-Staatenlösung angesehen: ein palästinensischer Staat „Seite an Seite mit Israel“. Der Westen hält dies nach wie vor für die einzige Möglichkeit. Aber sowohl in Israel als auch bei Abbas gilt die Idee unterdessen für tot. Sie kann auch nicht zu Erfolg führen, denn erstens wollen Fatah und Hamas das ganze jetzige Israel und zweitens ginge es ja gar nicht um „Seite an Seite“, denn J&S liegt mitten im israelischen Staatsgebiet. Von dort könnte leicht jeder Winkel Israels von feindlichen Raketen getroffen werden.
      Die israelischen Politiker müssen wohl in der Verantwortung, dem Volk Sicherheit zu ermöglichen, nach Bewegung in der festgefahrenen Situation und nach Lösungen streben. Aber wir wissen: wahren Frieden kann nur der Friedefürst schenken.

„Der HERR macht zunichte den Ratschluss der Nationen, ER vereitelt die Gedanken der Völker“ (Ps 33, 10)

Den Israeliten hatte der HERR für das bergige J&S zugesagt: „…auf den hohen Bergen Israels wird ihr Weideplatz sein; dort, auf den Bergen Israels, werden sie auf gutem Weideplatz lagern…“ (Hes 34, 14)

„ICH kenne ja die Gedanken, die ICH über euch denke, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren“ (Jer 29, 11).
Der aronitische Segen


Netanjahus Rede
vor den Vereinten Nationen am 19. Sept. 2017
Übersetzt von Gerd Buurmann (Hier die Rede auf Video-Clip https://youtu.be/n3Uv9t4PBJo)

Herr Präsident,
meine Damen und Herren,

Wir sind inmitten einer grossen Revolution. Eine Revolution in Israels Ansehen unter den Völkern. Sie geschieht, weil so viele Länder auf der ganzen Welt endlich aufgewacht sind und erkannt haben, was Israel für sie tun kann. Diese Länder erkennen jetzt, was schon so brillante Investoren wie Warren Buffet und grosse Firmen wie Google und Intel vor Jahren erkannt und verstanden haben, nämlich dass Israel die Innovationsnation ist. Der Ort für Spitzentechnologie und Landwirtschaft, in Wasseraufbereitung, in Internetsicherheit, in der Medizin und in autonomer Fahrzeugtechnologie. Sie reden darüber, wir haben es!

Diese Länder erkennen jetzt auch die aussergewöhnlichen Fähigkeiten Israels bei der Bekämpfung des Terrorismus. In den letzten Jahren hat Israel Informationen beschafft, die Dutzende von grossen Terroranschlägen auf der ganzen Welt verhindert haben. Wir haben unzählige Leben gerettet. Sie mögen das vielleicht nicht wissen, aber Ihre Regierungen wissen es, und sie arbeiten eng mit Israel zusammen, um Ihre Länder und Ihre Bürger zu schützen.

Ich stand letztes Jahr hier auf diesem Podium und sprach über die tiefgreifenden Veränderungen in Israels Ansehen in der Welt. Schauen Sie mal, was seit diesem Jahr geschehen ist: Hunderte von Präsidenten, Premierministern, Aussenministern und anderen Oberhäuptern haben Israel besucht, viele davon zum ersten Mal. Von diesen vielen Besuchen waren zwei geradezu historisch.

Im Mai war Präsident Trump der erste amerikanische Präsident, der Israel in seine erste Auslandsreise einschloss. Präsident Trump stand an der Klagemauer, am Fusse des Tempelbergs, wo das jüdische Volk oder vielmehr der Tempel des jüdischen Volkes für fast tausend Jahre stand. Als der Präsident diese alten Steine berührte, berührte er unsere Herzen für immer.

Im Juli wurde Premierminister Modi der erste indische Premierminister, der Israel besuchte. Vielleicht haben Sie die Bilder gesehen. Wir waren am Strand in Hadera. Wir fuhren zusammen in einem Jeep, der mit einer tragbaren Entsalzungsvorrichtung ausgestattet war, die ein aufstrebender israelischer Unternehmer erfunden hat. Wir zogen unsere Schuhe aus, wateten im Mittelmeer und tranken Meerwasser, das nur wenige Minuten zuvor gereinigt worden war. Wir haben uns die unendlichen Möglichkeiten für Indien, für Israel, für die ganze Menschheit vorgestellt.

Im vergangenen Jahr hat Israel viele Oberhäupter der Welt empfangen, und ich hatte die Ehre, mein Land auf sechs verschiedenen Kontinenten zu vertreten. Ein Jahr, sechs Kontinente.

Ich ging nach Afrika, wo ich sah, wie israelische Erfinder die Ernteerträge erhöhten und Luft in Wasser verwandelten und AIDS bekämpften. Ich bin nach Asien gefahren, wo wir unsere Beziehungen zu China und Singapur vertieft und unsere Zusammenarbeit mit unseren muslimischen Freunden in Aserbaidschan und Kasachstan erweitert haben. Ich bin nach Europa gefahren, wo wir in London und Paris, Saloniki und Budapest, unsere Sicherheit und unsere wirtschaftlichen Beziehungen verstärken. Ich ging nach Australien und war der erste israelische Premierminister, der unseren grossen Verbündeten Down Under besuchte. Und gerade letzte Woche ging ich nach Südamerika und besuchte Argentinien und Kolumbien und dann Mexiko und wurde, wenn Sie es glauben können, der erste israelische Premierminister, der jemals Lateinamerika besucht hat. Nach siebzig Jahren umarmt die Welt Israel, und Israel umarmt die Welt.
  
Ein Jahr, sechs Kontinente. Nun ist es wahr: Ich habe lediglich die Antarktis noch nicht besucht. Aber eines Tages hoffe ich, sogar dorthin zu kommen. Ich möchte dort vor allem hingehen, weil ich gehört habe, dass die Pinguine ebenfalls begeisterte Anhänger von Israel sind. Jetzt lachen Sie, aber Pinguine haben keine Schwierigkeiten zu erkennen, dass einige Dinge schwarz und weiss sind, richtig und falsch. Leider, wenn es um UN-Entscheidungen zu Israel geht, fehlt diese einfache Unterscheidungskraft der Pinguine hier allzu oft.

Sie fehlte im letzten Dezember, als der Sicherheitsrat eine anti-israelische Resolution verabschiedete, die die Möglichkeit eines Friedens zurückwarf. Sie fehlte im vergangenen Mai, als die Weltgesundheitsorganisation eine von Syrien eingebrachte Resolution verabschiedete, die, das müssen Sie sich jetzt echt mal anhören, Israel für die gesundheitlichen Bedingungen auf den Golanhöhen kritisierte. Um den grossen John McEnroe zu zitieren: „Das können Sie nicht ernst meinen!“

Ich meine, das ist widersinnig. Syrien hat hunderttausende von seinen eigenen Bürgern bombardiert, ausgehungert, vergast und ermordet und Millionen weitere verwundet, während Israel lebensrettende medizinische Versorgung für Tausende von syrischen Opfern dieses Gemetzels zur Verfügung stellte. Gegen wen aber wendet sich die Weltgesundheitsorganisation? Israel!

Gibt es in den Vereinten Nationen eigentlich keine Grenze der Absurdität, wenn es um Israel geht? Anscheinend nicht, denn im Juli erklärte die UNESCO das Grabmal der Patriarchen in Hebron zu einem palästinensischen Weltkulturerbe. Das ist schlimmer als Fake News; das ist Fake History. Es ist wahr, dass Abraham, der Vater von Ismael und Isaac, dort begraben ist, aber auch Isaac, Jakob, Sarah, Rebecca, übrigens: Sarah ist ein jüdischer Name, auch Leah. Sie waren im Übrigen ganz zufällig auch allesamt Patriarchen und Matriarchen des jüdischen Volkes. Das werden Sie im letzten UNESCO-Bericht jedoch nicht gelesen haben. Aber wenn Sie wollen, können Sie darüber in einer etwas gewichtigeren Publikation lesen. Sie nennt sich Bibel. Ich empfehle sie sehr. Wie ich höre, soll sie noch viereinhalb von fünf Sternen bei Amazon haben. Es ist ein toller Schmöker. Ich lese ihn jede Woche.

Meine Damen und Herren, jetzt aber Spass beiseite. Trotz der Absurditäten, trotz der Wiederholung dieser lächerlichen Ereignisse, ändert sich etwas, langsam aber sicher. Es gibt Anzeichen einer positiven Veränderung, auch bei den Vereinten Nationen.

Herr Generalsekretär, ich freue mich sehr über Ihre Aussage, dass Sie das Absprechen von Israels Existenzrecht als schlicht und ergreifenden Antisemitismus bezeichnet haben. Das ist wichtig, denn zu lange war das Epizentrum des globalen Antisemitismus hier in den Vereinten Nationen. Auch wenn es viele Jahre dauern wird, bin ich absolut zuversichtlich, dass sich die Revolutionen in den vielen einzelnen Nationen, wenn es um Israels Ansehen geht, letztendlich auch hier in diesem Saal der Nationen widerspiegeln werden.

Ich bin zuversichtlich, weil es auch eine deutliche Veränderung in der Haltung einiger unserer besten Freunde gibt. Dank der unmissverständlichen Unterstützung von Präsident Trump für Israel wird diese positive Veränderung auch hier spürbar. Daher: Danke, Präsident Trump, vielen Dank für die Unterstützung von Israel bei den Vereinten Nationen, und auch vielen Dank für Ihre Unterstützung, Botschafterin Nikki Haley. Danke, dass Sie die Wahrheit über Israel sprechen.
  
Aber, meine Damen und Herren, hier in den Vereinten Nationen müssen wir auch die Wahrheit über den Iran sagen, wie es Präsident Trump schon heute Morgen so kraftvoll tat. Wie Sie wissen, war ich Botschafter in den Vereinten Nationen und bin seit vielen Jahren Israels Premierminister. Ich habe folglich unzählige Reden in diesem Saal gehört. Ich kann daher sagen: Keine Rede war kühner, keine war mutiger und aufrichtiger als die von Präsident Trump heute. Präsident Trump nannte das Atomabkommen mit dem Iran zu Recht eine Peinlichkeit. Ich kann ihm nur voll und ganz zustimmen, und das ist der Grund: Der Iran hat geschworen, mein Land zu zerstören. Er schwört es jeden Tag, und jeden anderen Tag tut es sein Stabschef.

Iran führt im Mittleren Osten einen Eroberungsfeldzug und entwickelt ballistische Raketen, um die ganze Welt zu bedrohen. Vor zwei Jahren stand ich hier und erklärte, dass das iranische Atomabkommen dem Iran den Weg zur Bombe nicht blockieren, sondern tatsächlich bereiten wird, weil die Restriktion, die in das iranische Nuklearabkommen hingeschrieben wurden, eine sogenannte „Sonnenuntergangsklausel“ beinhalten.

Lassen Sie mich erklären, was dieser Begriff bedeutet. Er bedeutet, dass die Einschränkungen in dem Abkommen in ein paar Jahren automatisch entfallen, jedoch nicht durch eine Veränderung des iranischen Verhaltens, nicht durch eine Verminderung des Terrors oder der Aggression, sondern einfach nur wegen einer blossen Veränderung im Kalender.

Ich warnte vor diesem Sonnenuntergang. Wenn er kommt, wird er sich wie ein dunkler Schatten über den gesamten Nahen und Mittleren Osten und über die ganze Welt werfen, weil es dem Iran dann erlaubt sein wird, Uran im industriellen Massstab anzureichern, um ein massives Arsenal von Atomwaffen anzulegen. Deshalb habe ich vor zwei Jahren gewarnt, dass die Gefahr nicht darin besteht, dass der Iran hastig eine einzige Bombe baut, indem er das Abkommen bricht, sondern dass der Iran in der Lage sein wird, viele Bomben zu bauen, indem er sich an das Abkommen hält.

In den letzten Monaten haben wir alle gesehen, wie gefährlich selbst ein paar Atomwaffen in den Händen eines kleinen Schurkenregimes sein können. Stellen Sie sich jetzt einmal die Gefahr von hunderten Atomwaffen in den Händen eines riesigen iranisch-islamistischen Reiches vor, mit Sprengköpfen, die jeden Punkt der Erde erreichen können. Ich weiss, dass es immer noch welche gibt, die das gefährliche Abkommen mit dem Iran verteidigen und erklären, dass es den Weg des Irans zur Bombe blockiert. Meine Damen und Herren, genau das haben Sie einst auch über das Atomabkommen mit Nordkorea gesagt, und wir alle wissen, was daraus geworden ist.

Leider, wenn sich nichts ändert, wird sich dieses Abkommen genauso entwickeln. Deshalb ist die politische Forderung Israels zu dem iranischen Atomabkommen sehr einfach: Ändern Sie es, oder beenden Sie es. Richten Sie es oder nichten Sie es. Nichten bedeutet, den massiven Druck auf den Iran wieder herzustellen, einschliesslich aller lähmenden Sanktionen, bis der Iran seine Atomwaffenfähigkeit vollständig offengelegt hat.

Das Richten des Abkommens erfordert viele Dinge, zum Beispiel die Inspektion militärischer Anlagen und aller anderen Plätze, die verdächtig erscheinen, sowie die Bestrafung des Irans für jeden Verstoss. Aber vor allem bedeutet das Nichten des Abkommens die Abschaffung der Sonnenuntergangsklausel. Und jenseits des Richtens des schlechten Abkommens, müssen wir auch Irans Entwicklung von ballistischen Raketen stoppen und der wachsenden Aggression des Irans in der Region entgegentreten.

Ich erinnere mich, als wir diese Debatte das letzte Mal hatten. Wie Sie wissen, nahm ich eine ziemlich aktive Rolle in dieser Debatte ein. Viele Unterstützer des Abkommens glaubten naiv, dass das Abkommen den Iran irgendwie besänftigen und ihn zu einem verantwortungsvollen Mitglied – so sagten Sie –  der internationalen Gemeinschaft machen würde. Nun, wie Sie wissen, war ich anderer Meinung. Ich habe gewarnt, dass sich der Iran, wenn die Sanktionen gegen ihn fallen gelassen würden, wie ein hungriger Tiger verhalten würde und, statt sich der Völkergemeinschaft anzuschliessen, die Nationen nacheinander zornig verschlingen würde. Und genau das macht der Iran heute.

Vom Kaspischen Meer bis zum Mittelmeer, von Teheran bis Tartus fällt ein iranischer Vorhang über den Nahen Osten. Der Iran verbreitet diesen Vorhang der Tyrannei und des Terrors über den Irak, Syrien, Libanon und anderswo, und droht, das Licht Israels auszulöschen. Heute habe ich eine einfache Botschaft an den Diktator des Irans, Ayatollah Khamenei:

Das Licht Israels wird niemals ausgelöscht werden!

Diejenigen, die uns mit der Vernichtung drohen, setzen sich selbst in sterbliche Gefahr. Israel wird sich selbst verteidigen. Mit der vollen Kraft unserer Waffen und der vollen Macht unserer Überzeugungen werden wir den Iran daran hindern, in Syrien dauerhafte Militärbasen für seine Luft-, See- und Bodenstreitkräfte zu errichten. Wir werden verhindern, dass der Iran in Syrien oder im Libanon tödliche Waffen gegen uns herstellt. Und wir werden entschieden handeln, um den Iran daran zu hindern, neue Fronten des Terrors gegen Israel an unserer nördlichen Grenze zu eröffnen. Solange das iranische Regime die Zerstörung Israels sucht, wird der Iran keinen härteren Feind haben als Israel.

Aber ich habe heute auch eine Nachricht für die Menschen im Iran: Ihr seid nicht unsere Feinde. Ihr seid unsere Freunde.
  
Eines Tages, meine iranischen Freunde, werdet ihr frei sein von dem bösen Regime, das euch terrorisiert, eure Schwulen erhängt, eure Journalisten inhaftiert, eure politischen Gefangenen foltert und unschuldige Frauen wie Neda Soltan erschiesst, um sie auf den Strassen Teherans zurückzulassen, wo sie an ihrem eigenen Blut erstickte. Ich habe Neda nicht vergessen. Ich bin sicher, Ihr habt das auch nicht. Und daher, du Volk des Irans, wenn dein Tag der Befreiung endlich kommt, wird die Freundschaft zwischen unseren beiden alten Völkern sicher neu gedeihen.

Meine Damen und Herren, Israel weiss, dass wir mit der Bedrohung durch das iranische Regime nicht alleine sind. Wir stehen Schulter an Schulter mit denen in der arabischen Welt, die unsere Hoffnungen auf eine bessere Zukunft teilen. Wir haben Frieden mit Jordanien und Ägypten geschlossen, dessen mutigen Präsidenten Abdel-Fattah al-Sissi ich letzte Nacht hier getroffen habe. Ich schätze die Unterstützung von Präsident Al-Sissi für den Frieden, und hoffe, eng mit ihm und anderen Führern in der Region zusammenzuarbeiten, um den Frieden voranzubringen.

Israel fühlt sich verpflichtet, einen Frieden mit all unseren arabischen Nachbarn zu erreichen, einschliesslich den Palästinensern. Gestern haben Präsident Trump und ich über all dies sehr lange diskutiert. Ich schätze die Führung von Präsident Trump, sein Engagement, sich auf Israels Seite zu stellen und sein Engagement für eine friedliche Zukunft für alle. Gemeinsam können wir die Chancen für den Frieden nutzen, und gemeinsam können wir der grossen Bedrohung durch den Iran begegnen.

Die bemerkenswerte Allianz zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Israel war niemals stärker, nie tiefer, und Israel ist sehr dankbar für die Unterstützung der Trump-Regierung, des amerikanischen Kongresses und des amerikanischen Volkes.

Meine Damen und Herren, in diesem Jahr der historischen Besuche und der historischen Jahrestage hat Israel so viel, wofür es dankbar sein kann. Vor hundertzwanzig Jahren rief Theodor Herzl den ersten zionistischen Kongress ein, um unsere tragische Vergangenheit durch die Gründung des jüdischen Staates in eine glänzende Zukunft zu verwandeln. Vor hundert Jahren hat die Balfour-Erklärung die Vision von Herzl weiterentwickelt, indem durch sie das Recht des jüdischen Volkes auf ein nationales Zuhause in unserer angestammten Heimat anerkannte. Vor siebzig Jahren haben die Vereinten Nationen diese Vision weiter vorangetrieben, indem sie eine Resolution annahmen, die die Gründung eines jüdischen Staates unterstützte, und vor fünfzig Jahren haben wir unsere ewige Hauptstadt Jerusalem vereint im Zuge eines wundersamen Sieges über diejenigen, die unseren Staat zu zerstören suchten.

Theodor Herzl war unser moderner Moses, und sein Traum ist wahr geworden. Wir sind in das versprochene Land zurückgekehrt, wir haben unsere Sprache wiederbelebt, unsere Exilanten versammelt und eine moderne, blühende Demokratie aufgebaut.

Morgen Abend werden Juden auf der ganzen Welt Rosh Hashana feiern, den Anfang unseres neuen Jahres. Es ist eine Zeit der Reflexion, und wir schauen mit Staunen auf die bemerkenswerte und wunderbare Wiedergeburt unserer Nation. Wir schauen mit Stolz auf die bemerkenswerten Beiträge, die Israel auch weiterhin für alle Nationen leisten wird.

Sehen Sie sich um und Sie sehen diese Beiträge jeden Tag. In der Nahrung, die Sie essen, in dem Wasser, das Sie trinken, in den Medikamenten, die Sie einnehmen, in den Autos, die Sie fahren, in den Handys, die Sie benutzen und in so vielen anderen Dingen, die unsere Welt verwandelt haben. Sie sehen es in dem Lächeln einer afrikanischen Mutter in einem abgelegenen Dorf, die dank einer israelischen Erfindung nicht mehr acht Stunden am Tag gehen muss, um Wasser für ihre Kinder zu besorgen. Sie sehen es in den Augen eines arabischen Kindes, das nach Israel geflogen wurde, um eine lebensrettende Herzoperation zu bekommen. Und Sie sehen es in den Gesichtern der Menschen in den Erdbebengebieten Haiti und Nepal, die aus den Trümmern gerettet wurden und von israelischen Ärzten ein neues Leben geschenkt bekamen. Wie es der Prophet Jesaja sagte:

„Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.“

Heute, zweitausendsiebenhundert Jahre, nachdem Jesaja diese prophetischen Worte gesprochen hat, wird Israel zu einem Licht unter den Völkern, und endlich leuchtet sein Licht über die Kontinente und bringt Hoffnung und Rettung an die Enden der Erde.

Frohes Neues Jahr. Shana tova aus Israel. Vielen Dank.


Israel oder Palästina?
Von Doron Schneider

Unter diesem Titel erschien 1992 im R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, von Prof. Dr. Rudolf Pfister, ein sehr aufschlussreiches und empfehlenswertes Buch. Darin heisst es u.a.:
 
«Wörter sind Waffen.» Zu den wichtigsten Waffen der Feinde Israels gehören die Ausdrücke «Palästina» und «Palästinenser». Doch wer von denen, die mehr oder weniger vollmundig über die «Palästinenser» reden, weiss schon, dass die Palästinenser die politische Bühne erst 1964 betraten? In einer entwaffnenden Offenheit hat 1977 ein führender Vertreter der PLO, Zuhair Muhsin, den genau kalkulierten Missbrauch zugegeben, der mit dem Namen der in Palästina wohnenden Araber getrieben wird:
«Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir von der Existenz einer palästinensischen Identität, da es im nationalen Interesse der Araber liegt, eine separate Existenz der Palästinenser dem Zionismus gegenüberzustellen. Aus taktischen Gründen kann Jordanien, das ein Staat mit festen Grenzen ist, keinen Anspruch auf Haifa und Jaffa erheben. Dagegen kann ich als Palästinenser Haifa, Jaffa, Beerscheba und Jerusalem fordern.»

«Palästina» als Name
Der römische Kaiser Hadrian, der von 117-138 regierte, versuchte mit sorgfältiger Feindseligkeit, das Gedächtnis an alle jüdischen Stätten auszulöschen. Er änderte den Namen Jerusalem in «Aelia Capitolina» um. Dann, im Jahr 135, rief er seine Berater zu sich und erkundigte sich über das Volk, welches die Juden am meisten hassen. So kamen sie mit dem Vorschlag «Philister», die Erzfeinde des Volkes Gottes, zu ihm, woraufhin er dann Gottes Bestim­mung: «Du sollst Israel heissen» (1. Mose 32) auf den lateinischen Begriff «Palästina» umänderte. Demnach sind Palästinenser ein Synonym auf Israels Urfeinde, die Philister.

«Palästina» als Land
Das britische Mandatsgebiet Palästina liegt nur zu 24 % auf der Westseite des Jordanflusses, wo heute Israel und die sogenannte «Westbank» ist, 76 % dagegen liegen auf der Ostseite des Jordans, dem heutigen Jordanien. Als der britische Aussenminister Balfour am 2. November 1917 die Deklaration veröffentlichte: «Die Regierung seiner Majestät betrachtet in Palästina das Entstehen deiner nationalen Heimstätte für das jüdische Volk mit Zustimmung...», verstand man damals unter «Palästina» die Gesamtfläche östlich und westlich des Jordans. Nun aber macht man Israel sogar seine Urheimat auf der Westseite streitig.

«Palästina» als Araber
Es zeugt von Unkenntnis, wenn man heute unter «Palästinenser» nur «Araber» versteht. Noch um die vorige Jahrhundertwende wurden die in «Palästina» lebenden Araber «Beduinen» oder «Türken» genannt, nicht aber «Palästinenser». Bis zur Staatsgründung Israels 1948 umfasste dieser Begriff «Palästinenser» alle Bewohner dieser Region. So besassen während der britischen Mandatszeit alle Bewohner «Palästinas» einen Pass, der sie als «Palästinenser» auswies, egal ob sie Araber oder Jude, deutscher Templer oder griechisch-orthodoxer Christ waren. Erst seit 1964 tauchte der Begriff «Palästinensisches Volk» auf.
Dazu kam, dass viele Araber, die im letzten Jahrhundert z.B. in Algerien, im Irak, in Saudi-Arabien oder in Ägypten gegen ihre englischen oder französischen Kolonialherren putschten, ins staatenlose «Palästina» flüchteten oder zwangsversetzt wurden. Also ein arabisches Völkergemisch, das erst in den letzten 160 Jahren ein «Palästina» zu «Palästinensern» wurde. In der selben Zeit wanderten auch Juden aus aller Welt nach «Palästina» ein
So hiess z.B. die von Juden (!) herausgegebene englischsprachige Tageszeitung Palestine Post (heute Jerusalem Post), ohne dass sie deswegen etwas mit den Palästinensern im heutigen Sinne zu tun hatte. Warum würden die Juden ihre Zeitung mit dem Namen eines anderen Volkes benennen? Juden, die vor der Staatsgründung Israels nach Erez-Israel einwanderten, waren nach britischem Mandatsgesetz «Palästinenser».

«Palästina» und die PLO
Die heute als Paläs­tinenser bekannten Araber verfügen über keine eigene Ge­schichte, denn sie waren immer «Unter­mieter» in irgendeinem anderen Reich. Kein eigener «palästi­nen­sischer Staat» hat auch nur für eine kurze Zeit in der Vergangenheit existiert. Ebenso spra­chen sie nie eine ei­ge­ne Sprache, sie spre­chen arabisch, wie alle anderen arabischen Völker. Sie besitzen auch keine eigene Reli­gion, sie sind gröss­tenteils Moslems und pflegen innerhalb ihres Glaubens keine eigenständige Kultur. Aus ihrem «Minderwertigkeitsgefühl» heraus entstand 1964 die «Palästinensische Befreiungsbewegung» (PLO), der es mittlerweile gelang, aus dem Begriff «Palästinenser» einen Eigennamen für «Flüchtlinge» und «Besetzte» dieser Region zu machen.
Damit stehen sie nicht nur mit Israel, sondern auch mit ihren arabischen Gastgeberländern auf Kriegsfuss, denn einerseits beanspruchen sie als «Palästinenser» ein Exklusivrecht, anderseits aber fordern sie als «Teil der arabischen Welt» von den Araberstaaten volle Unterstützung für ihren Kampf gegen Israel. So wurde die PLO das einzige, was sie von den anderen Arabern unterscheidet, aber auch das, was sie von den anderen Arabern trennt. Durch die PLO gerieten die Palästinenser in ein tragisches Abseits, denn inzwischen wollen weder die Araberstaaten noch Israel die palästinensischen Araber integrieren. Der Terror der PLO legte einen bösen Ruf auf alle Palästinenser, die seither für Israel, aber auch für die übrige Welt, als potentielle Terroristen gelten.
1991 wurden über 400’000 Palästinenser aus Kuweit und Saudi-Arabien vertrieben, nur weil sie sich damals für Saddam Husseins Bruderkrieg ausgesprochen hatten.

Mit diesem Artikel möchte ich nur die historischen Fakten klarstellen, nicht aber den Arabern bzw. «Pa­lästinensern», die in Israel leben, die Rolle der «Bösen» zuweisen, denn auch ihnen soll es gut gehen.


Gebet für den Staat Israel
Von Winfried Balke

Jeden Schabbat (!) wird in den Synagogen folgendes Gebet gesprochen:

► Unser himmlischer Vater, Fels Israels und sein Erlöser, segne den Staat Israel, den ersten Spross unserer Erlösung.
►  Schütze ihn mit den Fittichen Deiner Gnade und breite über ihn den Schutz Deines Friedens aus.
► Sende Dein Licht und Deine Wahrheit seinen Führern und Leitern und unterrichte sie mit Deinem Rat.
►  Stärke die Beschützer unseres heiligen Landes und verleihe ihnen Du, unser Gott, Deine Hilfe und den Sieg.
► Und gib Frieden dem Land, und all seinen Bewohnern ungetrübte Freude.
►  Unsere Brüder des ganzen Hauses Israel, gedenke ihrer in allen Ländern der Zerstreuung und führe sie bald aufrecht nach Zion, deiner Stadt, nach Jerusalem, der Wohnstätte Deines Namens, so wie in der Tora Deines Dieners Mose geschrieben steht: Selbst wenn Deine Verstossenen am Ende des Himmels sind, von dort wird dich der Ewige sammeln, von dort dich nehmen. Bringen wird dich der Ewige, dein Gott, in das Land, das deine Väter geerbt haben und dich es nun erben lassen;
Gutes wird Er dir tun, zahlreicher wirst du sein, mehr als deine Väter.
► Vereinige unsere Herzen in Liebe und Achtung vor Deinem Namen, um alle Satzungen Deiner Tora zu bewahren.
► Sende uns bald den Sohn Davids, den Messias Deiner Wahrheit, um die zu erlösen, die auf Deine endgültige Hilfe hoffen.
► Zeige Dich in der Grösse Deiner Kraft allen Bewohnern Deiner Welt, damit alle verkünden können: Der Ewige, der Gott Israels, ist König, und Sein Reich ist über alles erhaben. Amen, Sela.

Acht Gebetsanliegen sind in diesem Gebet – an den «Felsen Israels» – aufgeführt:

◄ Schutz
◄ Führung der Leiter
◄ Bewahrung und Erfolg für die Schutzkräfte
◄  Frieden und Freude im Land
◄  Juden in der Diaspora
◄ Rückführung nach Jerusalem
◄ Einheit und Gehorsam gegenüber der Tora
◄  Baldige Sendung des Messias
◄ Erweckung der Nationen

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