Gründer und Präsident
KURT WENGER


 

Olivenbäume und das Sabbatjahr

Sabbatjahr

In Israel hält man sich an viele Regeln, so auch an das im Alten Testament verordnete Sabbatjahr. Dieses beginnt jetzt Ende April 2014 wieder. In der Regel bringen wir von Rea Israel die Geldbeträge persönlich nach Israel. Doch diesmal pressierte es, damit die Bäume noch vor Beginn des Sabbatjahres gepflanzt werden können. So schickten wir Doron Schneider Fr. 3500.- und nochmals Fr. 5000.-. Freudig antwortete er per Mail:

„Gerade erhielt ich diese gute Nachricht. Das freut mich sehr, denn jetzt können wir damit weitere 55 Olivenbäume pflanzen, d.h. 40 Bäume und 55 Bäume. Weitere fünf spende ich dazu, dann kommen wir auf eine schöne, runde Zahl. So werden wir nächste oder übernächste Woche einen kleinen Olivenhain mit 100 Bäumen pflanzen. Das gibt einen grossen Segen für Israel! Ein grosses Dankeschön an alle Spender!



Und hier eine kleine Abhandlung über das Sabbatjahr:

Das Sabbatjahr, auch Schmittah genannt, ist in der Bibel ein Ruhejahr für das Ackerland. Nach sechs Jahren Bebauung wird das Land — in Analogie zum Sabbat als Ruhetag — ein Jahr brach liegen gelassen 2.Mo 23,10-11; 3.Mo 25,1-7: „Sechs Jahre kannst du in deinem Land säen und die Ernte einbringen; im siebten sollst du es brach liegen lassen und nicht bestellen. Die Armen in deinem Volk sollen davon essen, den Rest mögen die Tiere des Feldes fressen. Das Gleiche sollst du mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen tun.“

Rabbinisches Recht verbietet auch das Anpflanzen, das Pflügen und das Zurechtschneiden von Bäumen — logische Ausweitungen der Verbote des Säens, Erntens, Zurechtschneidens von Reben und der Traubenlese —, was in der Thora so nicht ausdrücklich erwähnt wird. Das rabbinische Recht verbietet auch das Säubern von Steinen, das Jäten von Unkraut, das Düngen, das Hacken, das Bewässern und andere Formen landwirtschaftlicher Aktivitäten. Die Produkte des siebten Jahres, die von selber wachsen, dürfen gegessen werden.

Es ist nicht überraschend zu sehen, dass die Thora genau dieses Problem anspricht. «Und wenn ihr sagt: ‚Was werden wir essen im siebten Jahr? Siehe, wir dürfen nicht säen und nicht unseren Ertrag einsammeln‘. Ich aber werde euch meinen Segen gebieten im sechsten Jahr, und es wird den Ertrag bringen für drei Jahre» (3.Mose 25,20–21).

Vielleicht können wir jetzt besser verstehen, warum eine normale Dattelpalme 70 kg Datteln im Jahr hervorbringt, und eine Dattelpalme in Israel 187 kg Datteln jedes Jahr!

Liebe Grüsse aus Israel!
Doron Schneider