Rundbrief Nr. 181
September 2020


Michael und Marianne Yaron von der Tehilat-Yah-Gemeinde in Rishon Le Zion
Marianne und Michael Yaron mit ihren drei Kindern.
Gottesdienstlokal. Das vergangene Jahr war für uns als Gemeinde und Gemeindeleiter nicht einfach. Noch immer haben wir kein Lokal gefunden, das für unsere Gemeinde ein neues Zuhause sein kann. Der Plan eines Traumlokals, das wir mit einer anderen Gemeinde teilen wollten, ging bach ab. Während der vergangenen zwölf Jahre trafen wir uns in einer kleinen Lokalität. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir sie aufgrund der Corona-Regelungen nicht benützen. So gehen vorläufig die Zoom-Gottesdienste weiter. Doch in den letzten Tagen wurden wir von einem ganz neuen, aber eigentlich alten Angebot eines Lokals überrascht. Wir sind deshalb in diesen Tagen stark im Gebet.

Es gab schmerzliche Verluste und einen tragischen Todesfall in der Gemeinde, die uns Hinterbliebenene mit Trauer erfüllen.

Durch COVID-19 hat sich unser aller Leben verändert. Alle Ehre sei Gott, der daraus ein ganz neues Verständnis von Gemeinde, Familie und Gebet in uns geschaffen hat. Wir fingen im März an, jeden Morgen und an drei bis vier Abenden zu beten. Daraus hat sich eine Gruppe von ca. zehn Fürbittern ergeben. Eine Glaubensschwester, die bisher im Hintergrund stand und von zu viel Arbeit ausgezehrt war, fand in der Zeit der Quarantäne plötzlich zurück zu sich selbst und ihrem Hunger nach Gott, und im Gebet hat sich ihr Leben von Grund auf geändert.

Wir befinden uns an einer Wegkreuzung und warten auf Gott, dass er uns die Richtung und den nächsten Schritt zeige. Zum jetzigen Zeitpunkt ist etwas im Anbruch, das wir erst erahnen, und wir freuen uns auf Gottes Pläne, die er uns zur richtigen Zeit klarmachen wird.

Krankenbesuch bei einer Holocaustüberlebenden.
Trotz der strengen Regelungen haben wir endlich wieder angefangen, Holocaustüberlebende, darunter einige Gemeindemitglieder, zu besuchen. Wir danken Gott für Julia, eine junge, russischsprachige Deutsche, die im Februar ihren Ben hier in Israel geheiratet hat und nun hier lebt. Sie hat mit uns schon einige Holocaustüberlebende und auch einen Anlass des Klubs der Holocaustüberlebenden besucht.

Zusammen mit Leila und Michael besuchte sie Miriam, die gleich nach Kriegsende noch im Lager geboren wurde und ursprünglich Ungarin ist. Miriam leidet seit vielen Jahren an MS. Sie hat sich riesig über den Besuch, die neuen Gesichter und die Essenscoupons gefreut, die wir ihr mitbrachten. Diese Coupons wurden mit Hilfe von überaus grosszügigen Spenden von Rea Israel zu eben diesem Zweck gekauft. Wir danken Gott für die Treue von Rea Israel und den Menschen, die dahinterstehen!!!

Holocaustüberlebende in Rishon Le Zion.
Unter den Holocaustüberlebenden und Kriegsflüchtlingen in unserer Gemeinde sind auch Rima und Rachil. Rachil war früher Buchhalterin und ein Schachgenie. Seit Beginn der Corona-Pandemie leidet sie unter Depressionen. Auch diese zwei Frauen freuten sich sehr über unseren Besuch, das Gebet und die Esswarencoupons.

Daneben helfen wir auch Menschen, die direkt von den negativen Auswirkungen der Pandemie betroffen sind. Es gibt Arbeitslose, da ihr Arbeitssektor, wie zum Beispiel der Tourismus aus dem Ausland, völlig weggebrochen ist, oder solche, die mit massiven Lohnkürzungen leben müssen. Es herrscht momentan viel wirtschaftliche Not.

Wir werden immer wieder an unsere Anfänge erinnert, als uns Gott vor mehr als einem Jahrzehnt nach Rishon Le Zion führte, um hier eine neue Gemeinde zu gründen. Diese Stadt spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte des modernen Staates. Sowohl die Landesflagge, als auch die Nationalhymne entstanden in Rishon. Der Stadtslogan: “Wir haben Wasser gefunden!” war der Schrei der ersten Siedler aus Russland am Ende des 19. Jahrhunderts, die nach über 70 Tagen Graben und Bohren endlich auf Wasser stiessen, was das Leben in der Siedlung rettete. Diese wahre Geschichte war unsere Inspiration für die gemeinnützige Gesellschaft: Lebendiges Wasser umsonst! (Maim Haiim Hinam).

Wir wollen weiterhin, auch in dieser Zeit, das lebendige Wasser von Jesus in praktischer Liebe an unsere Mitmenschen weitergeben, vor allem an diejenigen, die einsam sind, deren Vergangenheit sie Tag und Nacht begleitet (Holocaustüberlebende) und die sich nach Liebe sehnen. Mögen sie durch uns Gottes Liebe begegnen!

 Gaben für den Dienst von Michael und Marianne leiten wir gern an sie weiter. 

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Makor Ha Tikvah – Ursprung der Hoffnung

Ein Wort des Direktors

Diese Tage sind für die ganze Welt schwer. Das Coronavirus lässt weiterhin Menschen erkranken, manchmal unsere Familie oder Freunde. Viele Länder sind geschlossen. Corona hat auch Israel nicht verpasst. Tausende wurden infiziert, Hunderte sind gestorben.

Das gesamte Schulsystem wurde geschlossen. Millionen israelische Schüler wurden für Wochen, die Monate wurden, nach Hause geschickt. Es gibt mehr als 2,5 Millionen Schüler in Israel. Dies ist ein grosser Teil unserer Bevölkerung, und deshalb wird die israelische Bevölkerung, im Vergleich mit westlichen Staaten, als jung angesehen. Das Coronavirus und seine Auswirkungen auf Gesundheit, Wirtschaft, und Bildung unterscheidet nicht zwischen Erwachsenen und Kindern, Juden oder Arabern, Drusen oder Beduinen. Unsere Makor HaTikvah-Schule lehrt Kinder der jüdischen und nichtjüdischen christlichen Kommunität in Israel, und wir wollen während dieser Zeit Hoffnung und Liebe in die Herzen der Kinder bringen.

Leider konnten wir am Terror- und Kriegsopfergedenktag keine Zeremonie abhalten, aber wir haben alle unseren Kopf zu ihren Ehren gebeugt. Wir hatten auch die Freude, den 72. Unabhängigkeitstag feiern zu dürfen und hoffen, dass am 73. Unabhängigkeitstag die Menschen wieder zum Tanzen auf die Strasse gehen können.

Liebe Freunde, in dieser Zeit brauchen wir Ihre Gebete und Unterstützung mehr als je. Die finanzielle Situation ist nicht einfach, viele Eltern haben ihre Arbeit verloren und bringen das Schulgeld nicht mehr auf. Zusammen können wir im Leben dieser Kinder etwas bewirken, es ist die zukünftige gläubige Generation in Israel.

Seien Sie in Christus gesegnet und gegrüsst

Yoel Russu

Unsere Mathe-Lehrerin
Julia machte vor siebzehn Jahren Aliyah. Ihr ältester Sohn war damals erst fünf. Jetzt sind ihre beiden Kinder erwachsen und haben ihren Dienst im israelischen Militär abgeschlossen. Seit vierzehn Jahren lehrt Julia an der Makor HaTikvah-Schule. „Es war für mich immer leicht, Mathe zu lernen, es ist eine logische und präzise Wissenschaft.“ Nun lehrt sie die Dritt- bis Neuntklässler.

Online-Schulunterricht auch bei Makor Ha Tikvah.

Julia ist die Klassenlehrerin der sechsten Klasse. „Ich sehe es als eine Herausforderung, für jedes Kind einen individuellen Ansatz zu finden, der an seine Bedürfnisse angepasst ist. Es ist nicht leicht, die Zeit dafür zu finden. Wenn man dann aber die Liebe der Kinder zurückerhält und sieht, wie sehr sie einen brauchen, wird diese Arbeit sinnvoll. Es ist der Wind in meinen Segeln, der mich weitertreibt. – Ich geniesse die Arbeit in der messianischen Makor HaTikvah-Schule wegen der Atmosphäre und der Möglichkeit, Kinder von Gläubigen zu unterrichten. Ich versuche immer, bei den Schülern Interesse für Mathematik zu wecken, und denen das Lernen schwerfällt, das Selbstvertrauen zu stärken. Dann freue ich mich an den Resultaten.“

„Ich glaube, dass dieser Ort von Gott ist, dass er hier in einer besonderen Weise arbeitet und dass er diese Schule segnet.“

Segen aus Corona
Covid 19 hat die meisten von uns auf die Knie gebracht… Ich bin dankbar, dass die Zeit zuhause mir geholfen hat, eine Pause zu machen und meinen Tagesablauf neu zu gestalten. Es fing damit an, dass ich mich nicht mit Freunden für unseren wöchentlichen Gebetsgang bei der Gemeinde treffen konnte. Mein Mann schlug vor, dass ich meinen Gebetsgang um unser Haus herum fortsetzen könne.

Das war eine gute Idee. Ich betete nicht nur für unser Haus und meine Familie, ich betete auch für jeden meiner Nachbarn. Ich wurde ermutigt und begann früher aufzustehen, um täglich Zeit dafür zu haben. Es wurde ein wichtiger Teil meines Tages. Wir brachten Fasten und Beten in unser Leben zurück.

Als ich mich auf Israel konzentrierte, wurden die Worte aus Jesaja 40 Teil meines Gebets.

„Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott; redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Dienstbarkeit ein Ende hat, denn ihre Missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefältiges empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden.“

Während ich um Trost, Heilung und die Errettung Israels betete, spürte ich die Notwendigkeit, die vergangenen Sünden der Kirche gegen die Juden zu bekennen. Jetzt, mit dem wachsendem Anti-Semitismus, bitte ich auch Sie, dafür zu beten, dass Gott die Liebe zu Israel und zu den Juden in allen Kirchen der Welt wiedererwecken wird.

Cyndi Chetrit ist eine versierte Grafikdesignerin in den USA und Mitbegründerin von Friends of Makor Ha-Tikvah.

Was wir benötigen / Wie Sie uns helfen können:
Gebäude: Wir sind auf der Suche nach einem grösseren Gebäude für die wachsende Schülerzahl.
Studiengebühr: Familien, in denen die Eltern ihre Arbeit verloren haben, brauchen Hilfe, um ihre Kinder weiterhin in die Schule schicken zu können.
Lehrerlöhne: Während den zwei Sommermonaten kommen keine Einnahmen herein, doch die Lehrer werden weiterbezahlt.
Transport: Ein Schulbus für weitere Buslinien.
Umbau: Während den Sommerferien wird einiges umgebaut, um die Räume für das nächste Schuljahr vorzubereiten.
Möbel: In den Klassenzimmern brauchen wir noch mehr Stühle und Tische für die wachsende Anzahl Schüler.


Ein herzliches Dankeschön für jedes Gebet und jede Gabe. Gott segne Sie!

 Gaben für die Makor Ha Tikvah-Schule leiten wir sehr gern weiter. 

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Immanuel-Gemeinde, Haifa
Rundbrief Juli-August 2020

Täglich gibt es zwischen 1’500 und 2’000 neue bestätigte Fälle von Coronavirus-Infizierten. Die Bürger Israels stehen unter Stress und Furcht – nicht nur wegen einer zweiten Welle der Epidemie, es gibt auch Unruhen wegen der Instabilität der Regierung. Nie zuvor hat diese Generation mehr Demonstrationen mit so starkem Zulauf erlebt, vor allem in den grossen Städten. Einige Demonstranten wurden gewalttätig, auch Sicherheitskräfte. Die Menschen machen sich Sorgen um ihr Auskommen. Von den 9,1 Millionen Einwohnern sind derzeit 575’000 in unbezahltem Urlaub, 850’000 sind arbeitslos. Die Regierung und Wohlfahrtseinrichtungen zahlen Hilfsgelder an diese Bürger, aber sie erhalten nur etwa einen Drittel ihres normalen Arbeitslohns. Das reicht nicht aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Darum kommt es zu diesen Demonstrationen und Protesten gegen die Regierung.

Zuheir, der fünfjährige Junge mit Krebs fühlt sich gegenwärtig nicht gut. Bereits hat er vier Chemotherapien hinter sich. Die ersten beiden waren erfolgreich, aber die weiteren brachten keinen Nutzen und drängten das Krebswachstum in seinem Kinn nicht zurück.

Nun wiederholen die Ärzte die letzten beiden Chemo-Therapien mit erhöhter Intensität. Die erste Behandlung liegt hinter Zuheir, und er erholt sich derzeit zu Hause. Derartig starke Behandlungen sind oft begleitet von Schmerz, Fieber und geringer Motivation zu sprechen, zu essen, zu lachen und zu spielen. Darum ist die Erholungsphase sehr wichtig. Wir beten für ihn. Einige unserer Gemeindeglieder fasten sogar für Zuheir und bitten den Herrn um ein Wunder. Wir tun unser Bestes, ihm seine Wünsche zu erfüllen oder schicken ihm etwas zu essen, das er besonders gerne hat.

Die Beziehung seiner Eltern ist immer noch sehr schlecht. Mit seiner Mutter können wir nicht sprechen, weil sie alle Anrufe von Personen blockiert, die auf der Seite ihres Mannes stehen. Wir verurteilen die Frau nicht, weil wir nicht wissen, was in der Lebensgeschichte der beiden und in ihrer Ehe vorgefallen ist. Wir bekommen mit, dass sie ihren Sohn tagelang nicht besucht. Usta, der Vater, hingegen steht seinem Sohn Tag und Nacht zur Seite und bittet Gott um Heilung und ein besseres Leben für ihn.

Immanuel-Gemeinde. Wir haben die Gottesdienste im Gemeinde-Saal noch nicht wieder aufgenommen. Najeeb begleitet die Gemeinde und viele andere Gläubige weiterhin via „Zoom“. Jede Woche kommen neue Leute zu den Treffen, was ein Segen ist. Seit letztem Monat zeichnet Najeeb seine Botschaften in kurzen Video-Clips auf und lädt sie bei YouTube hoch. Das Thema lautet: „Aus der Dunkelheit in sein wunderbares Licht“. Es sind kraftvolle Zeugnisse, die er gern noch mehr Menschen zur Verfügung stellen möchte. Doch dazu benötigen wir Hilfe beim Bearbeiten und Übersetzen ins Englische (vielleicht auch in andere Sprachen?) um den Videos englische Untertitel hinzuzufügen.

Uns beiden, Najeeb und Elizabeth, und unseren beiden Kindern Kareen mit ihrem Ehemann und dem Baby Elia sowie Tino und seiner Frau geht es gut. Wir bitten den Herrn um Weisheit und Stärke, wo wir bedürftigen Menschen in unserer Umgebung dienen, auch solchen, die bei uns anklopfen, weil sie hier ein offenes Haus und eine offene Gemeinde finden.

Zusätzlich zu diesem Einsatz übernehmen wir auch Verantwortung für unsere alten Eltern. Sie brauchen unsere Liebe und Fürsorge und in zunehmendem Mass auch praktische Hilfe. Mein (Elizabeths) Vater kam regelmässig mit seinem Rollator zum Gottesdienst. Inzwischen ist er stark behindert und braucht jemanden, der ihn aus dem Bett in seinen Stuhl hebt. Er kann auch nicht selbständig essen und benötigt pürierte Nahrung.

Najeeb, Elizabeth und die Mutter von Najeeb.

Najeebs Eltern, die ebenfalls bei uns auf dem Grundstück leben, haben beim Älterwerden ständig mit Krankheiten zu kämpfen. Der Vater erhielt vor zwei Jahren die Diagnose „Alzheimer“, und die Mutter leidet seit acht Jahren an Krebs, ist sich dessen aber nicht bewusst. Lediglich Najeeb und seinen Geschwistern hatte der Arzt die Diagnose mitgeteilt. Najeebs Geschwister wollten damals eine sofortige Chemotherapie veranlassen, doch Najeeb nahm sich Zeit zum Beten und Fasten. Danach teilte er seinen Geschwistern den von Gott erhaltenen Eindruck mit: Keine Chemotherapie und der Mutter nichts von Krebserkrankung sagen. Inzwischen sind acht Jahre vergangen, und sie ist immer noch auf den Beinen. Wir kaufen und verabreichen ihr regelmässig starke Medikamente, um ihr zu helfen. Es ist ein echtes Wunder, dass sie immer noch am Leben ist.

Najeebs Mutter ist eine starke Frau, die in ihrem Leben viel durchgemacht hat. Fünf Kinder hat sie mehr oder weniger allein grossgezogen, da ihr Mann arbeitsmässig oft abwesend war. Nach der Geburt von drei Töchtern wünschte sie sich sehnlichst einen Sohn. In der nahöstlichen Mentalität ist es sehr wichtig, einen Sohn zu haben, der die Familie mit ihrem Namen weiterführt. Damals sagte der Arzt, ihr Körper sei zu schwach für eine weitere Schwangerschaft. Als sie bemerkte, dass sie mit einem vierten Kinder schwanger war, betete sie darum, dass es ein Junge würde und weihte das Kind Gott, sollte es ein Sohn sein. Wegen ihrer Schwäche galt ihre Schwangerschaft als hochriskant, und sie benötigte Intensiv-Behandlung im Krankenhaus. Durch Gottes Gnade kam Najeeb als gesunder Junge zur Welt. Als Najeeb herangewachsen war, erzählte ihm die Mutter die Geschichte seiner Geburt und sagte: „Ich habe besondere Sorge um dich getragen. Ich hatte mir von Gott einen Sohn erbeten, und er hat mein Gebet erhört und mich mit dir beschenkt.“ Heute sehen wir, dass Gott Najeeb dazu berufen hat, in Hingabe an ihn zu leben. Im Alter von 26 Jahren nahm Najeeb Jesus Christus als seinen Erretter an und wurde ein Kind Gottes. Daraufhin berief Gott Najeeb dazu, ihm als Pastor und in anderen Bereichen zu dienen. Najeeb ist sehr dankbar für seine Mutter und hat sie von Herzen lieb. Obwohl sie später nochmals einem Sohn das Leben schenkte, besteht zwischen Najeeb und seiner Mutter eine besonders enge Verbindung.

Christliche Soldaten
Unser Sohn Tino steht weiterhin im Dienst der israelischen Armee. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören Wartungsarbeiten und der Überblick über nötige Investitionen sowie das Qualitätsmanagement bei den Soldaten und auf der Armee-Basis. Der Kommandeur der Brigade wurde auf Tinos Potential aufmerksam und will ihn auch auf anderen Basen einsetzen. Sein Vorgesetzter liess ihn ungern ziehen, doch dann wurde Tino zu einer Basis in der Nähe der Nordgrenzen versetzt, damit er dort zur Verbesserung der Organisationsabläufe beitrage. Als wir ihn kürzlich besuchten – trotz Corona –, erklärten seine Vorgesetzten und die Soldaten, Tino sei für sie wie ein grosser Bruder. Sie lieben und schätzen ihn.

Von l. nach r.: Zhanna Tinos Frau, Eliza-beth, Harshi aus Sri Lanka, Najeeb und Tino.

Nazeeh ist ein junger arabisch-christlicher Soldat, der fast zehn Monate in unserem Christlichen Soldatenzentrum unter Hausarrest gestanden hatte. Seit Anfang Dezember 2019 ist er im Gefängnis. Er hätte dieses Jahr im Juni entlassen werden sollen, doch das hat sich wegen Corona verzögert. Während seiner Inhaftierung blieb er über gelegentliche Telefonate mit uns Verbindung. Jetzt haben wir von ihm erfahren, dass er am 28. August entlassen werden soll. Die letzten beiden Jahre waren für ihn nicht einfach. aber wir hoffen, dass die Anleitung zur Jüngerschaft, die er durch uns erlebt hat, in seinem Herzen fest verankert bleiben. Wir beten darum, dass er in wachsendem Mass seinen Weg mit dem Herrn Jesus geht – gerade jetzt, da er einen neuen Anfang machen will. Wir kennen seine Familie, und leider ist es dort nicht üblich, einander zu unterstützen. Jeder sorgt nur für sich selbst.

«Unsere» christlichen Flüchtlinge in Jordanien. Auf die armen Familien hat sich die Corona-Krise in zweierlei Hinsicht hinderlich ausgewirkt: Erstens: Unterstützer von ausserhalb des Landes können nicht einreisen. Ohne die Fürsorge und Ermutigung, die wir und andere aus dem Ausland ihnen geben, fühlen viele sich alleingelassen. Wir können ihnen aber Geld schicken. Zweitens: Wegen des Coronavirus ist der internationale Reiseverkehr bis auf Weiteres unterbrochen. Dies bedeutet, dass die Auswanderung für Flüchtlinge vorläufig nicht möglich ist. Die Familien sitzen noch länger fest.

Danke, dass Sie uns nicht vergessen! Wir segnen Sie alle im Namen unseres Erretters, des Messias Jesus. Ebenso schätzen wir Ihre Gebete für uns als Familie und im Dienst.

Najeeb und Elizabeth Atteih

 Gaben für die Immanuel-Gemeinde oder die Flüchtlinge werden gern weitergeleitet. 

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Meir Panim hilft während der Coronavirus-Krise
Israels Wirtschaft liegt am Boden. Ein Ende ist noch nicht absehbar. Manche Israelis, ohne eine Arbeitsstelle oder mit Kurzarbeit, lassen gewisse Mahlzeiten aus, um mit dem Eingesparten die Wohnungsmiete besser bezahlen zu können.


Meir Panim schreibt: «Es ist unser grosses Anliegen, dass unsere Restaurant-Gäste während dieser Virus-Zeit geschützt sind. Dank eines grosszügigen Spenders war es Meir Panim möglich, nebst der Essensausgabe auch Hunderte von Schutzmasken zu verteilen.»

Nach der Lockerung wurde das Land von einer zweiten Welle überrannt.

Mimi Rozmaryn, Mitarbeiterin bei Meir Panim, sagt:
«Vor der Corona-Krise bekamen wir von vielen Hotels überschüssige Nahrungsmittel in bester Qualität. Während des Lockdowns hat Meir Panim zum Teil selbst gekocht, zum Teil auswärts zubereiten lassen. Das ist auch jetzt während der neuen Corona-Welle wieder der Fall.»


Meir Panim hofft, dass Touristen bald wieder nach Israel kommen dürfen, damit Hotels und Events-Hallen sich füllen und nicht benötigte Nahrungsmittel wieder für die Notleidenden zur Verfügung stehen.

Quelle: Mit freundlicher Erlaubnis von Meir Panim, Israel

 Spenden für Notleidende in Israel leiten wir gern an Meir Panim weiter. 

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United Hatzalah Motorrard-Ambulanz, Israel
Die «United Hatzalah Organisation» (hebräisch איחוד הצלה, hatzalah = Rettung) ist ein vereinter Rettungsdienst von Ersthelfern. Sie wurde 2006 von Eli Beer gegründet, um die zuvor schon bestehenden vereinzelten Hatzalah-Gruppen in Israel zu vereinen und zentral zu organisieren. Die Organisation ist vollständig spendenfinanziert. Ehrenamtliche Helfer sind sowohl jüdische als auch arabische Israeli. Hilfe wird unabhängig von Abstammung oder Religion gewährt. Für die Notfallversorgung wird kein Honorar verlangt.

United Hatzalah betreibt mittlerweile mit mehr als 6000 Freiwilligen ein landesweites First-Responder-Netz. Die ausschliesslich ehrenamtlichen Helfer sind zertifizierte Rettungssanitäter, Sanitäter und Ärzte. United Hatzalah betreibt eine eigene Leitstelle, die über die Rufnummer 1221 erreichbar ist. Über ein selbst entwickeltes GPS-gestütztes Ortungs- und Einsatzdispositionssystem (Life Compass) kann jeweils der aktuell nächste geeignete Helfer für einen Notfall identifiziert und alarmiert werden. Hierdurch erreicht United Hatzalah nach eigenen Angaben eine Eintreffzeit am Notfallort von unter 3 Minuten nach Alarm. Selbstgesetztes Ziel ist eine Eintreffzeit von unter 90 Sekunden nach Alarm.

United Hatzalah-Helfer sind mit ihren Motorrädern rascher vor Ort als der reguläre Rettungsdienst, der in urbanen Gebieten bis zu 10 Minuten und in ländlichen Gebieten bis zu 20 Minuten brauchen kann. Jede Minute früher, in der eine Defibrillation in Fällen von Herzstillstand durch Herzinfarkt, Stromschläge, Ertrinken, Ersticken, Trauma und illegalen Drogen erfolgt, steigt die Überlebensrate um 7 bis 10 Prozent. (Quelle: Wikipedia)

Freiwillige Erste Hilfe-Sanitäter aus der Umgebung mit gut ausgerüstetem Motorrad sind rascher an Ort und Stelle als ein Ambulanzwagen.
Lebensrettung in weniger als einer Minute
Es war an einem Freitag um die Mittagszeit, während Ezra Gottlieb, freiwilliger Mitarbeiter bei «United Hatzalah» in einem Supermarkt seine letzten Einkäufe für den bevorstehenden Schabbat tätigte, als ein Notruf bei ihm einging. In seiner Nachbarschaft sei ein Kleinkind am Ersticken. Sofort liess Ezra seinen Einkaufswagen stehen, rannte aus dem Geschäft, schwang sich auf sein Motorrad und war bereits nach 30 Sekunden an Ort und Stelle. Dort packte Ezra seinen Erste-Hilfe-Kasten und rannte die Treppen hoch zu der bestimmten Wohnung. Er fand ein in Panik geratenes Ehepaar vor, das seinen 15-monatigen Jungen hielt, welcher hustete und nach Luft rang. Ezra nahm den Eltern sanft das Kind ab, drehte es auf den Rücken und untersuchte seine Atemwege. Er bemerkte, dass sich etwas in der Kehle des Jungen befand. Der erfahrene Sanitäter griff sorgfältig in den Mund des Kindes, konnte etwas Steckengebliebenes erfassen und sorgfältig herausziehen. Es handelte sich um ein Bonbon-Papier. Sofort holte der Junge tief Luft, und bereits nach ein paar Sekunden atmete er wieder völlig normal. Die Krise war überstanden! Der trainierte Sanitäter prüfte trotzdem weitere wichtige Lebenszeichen, doch alles war in Ordnung. Schon schien der fröhlich plaudernde Junge sich nicht mehr an den dramatischen Moment zu erinnern.

Dank diesem raschen, erfolgreichen Eingreifen der Erste Hilfe-Organisation Hatzalah bestellte der erleichterte Vater sofort die reguläre Ambulanz ab, wo er in seiner Verzweiflung ebenfalls um Hilfe gebeten hatte, und Ezra kehrte frohgemut zu seinem Einkaufswagen zurück.

Text und Foto mit freundlicher Genehmigung von United Hatzalah, Israel

 Gaben für United Hatzalah, zur Unterstützung der freiwilligen Mitarbeiter, leiten wir gern weiter. 

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Rachel & Gilads Evangelisationsdienst
Yariv & Sharon, Etti, Rachel in En Kerem bei Jerusalem.
Eines Tages sass Rachel mit ihrer Freundin Etti in einem Strassencafé in En Kerem (Jerusalem). Ein Ehepaar sass an einem Tisch hinter ihnen. Nach einiger Zeit fragten sie Rachel, ob es hier in En Kerem etwas Besonderes zu sehen gäbe. Spontan gab Rachel zur Antwort: «Ja, kommt zu meinem Haus, da werdet ihr etwas Schönes sehen!» Erst konnten die Leute gar nicht glauben, dass das ernst gemeint war, doch Rachel bestätigte: «Nehmt euch gemütlich Zeit, fertig zu essen und kommt dann zum Kaffee zu mir»!

Das Ehepaar Yariv und Sharon aus der Nähe von Tel Aviv kam tatsächlich. Als sie den schönen Garten sahen und die wohltuende Atmosphäre spürten, waren sie sprachlos. Yariv ist Ingenieur und Sharon arbeitet als Ärztin in einem Spital. Mit dem Ausflug nach En Kerem feierten sie ihren 30. Hochzeitstag.

Natürlich erzählte Rachel auch ihnen, dass sie eine messianische Jüdin sei und was das ihr bedeutet. Aus dem kurzen Kaffeebesuch wurde ein langes, herzliches Gespräch. Später schrieben die Gäste ein begeistertes Dankeschön für die erhaltene Gastfreundschaft, ihr offenes Herz und Haus. Und sie wollen Gilad und Rachel auch einmal zu sich einladen.

Im Juni war das Haus und der Garten in Zukim voll mit Gästen! Rachels Sohn Chaim hatte 26 Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen eingeladen. Auch für diese grosse Schar gab es Couscous, Hähnchen und selbstgebackenes Brot. Salate und Dessert wurde von den Gästen mitgebracht. Das alles ergab ein prächtiges Buffet.

Gartenparty in Zukim, im Süden von Israel.
Die Leute waren begeistert und meinten, das sei ja wie an einer Hochzeit. Auch vor dieser Gruppe erzählten Gilad und Rachel ihr Glaubenszeugnis, und die meisten hörten mit Spannung zu. Wenn jemand störte, gab es ein ermahnendes Pssssst von den anderen. Sie blieben lange und stellten viele Fragen. Schliesslich verabschiedeten sie sich in grosser Herzlichkeit und Dankbarkeit.

Der Herr ist dabei, Herzen und Türen in Zukim zu öffnen! Sogar der Bürgermeister hörte von diesen liebevollen, fröhlichen, eindrücklichen Feiern bei Netanels und möchte selber einmal als Gast vorbeikommen.

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

 Gaben für den evangelistischen Dienst von Rachel und Gilad werden sehr gern an sie weitergeleitet. 

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In der Corona-Krise: Tod den „dreckigen“ Christen, Liebe für „reine“ Muslime
24. Juli 2020 spotplenni die Welt+Islam, Islam+Islamismus, Islamstaaten, MuslimeJihad – Raymond Ibrahim, 6. April 2020 (FrontPage Magazine)

Salim Masih, bevor er infolge der Folter starb, der er wegen „Verschmutzung“ muslimischen Wassers unterzogen wurde.
Die islamische Weltsicht – selbst in Bezug auf Dinge wie eine Seuche (d.h. das Coronavirus) – basiert im Wesentlichen auf einer Gegensätzlichkeit: Alles und jedes Nicht-Islamische ist böse, dreckig, muss gemieden, gehasst und bekämpft werden („jihad“); alles Islamische ist gut, sauber, muss begrüsst und dafür muss gekämpft werden.

Ein christlicher Jugendlicher fand das vor kurzem auf die harte Tour heraus. Saleem Masaih (22) wurde gefoltert und getötet, weil er in Pakistan Wasser aus dem Brunnen seines Arbeitgebers nutzte. Empört beschuldigten die Muslime ihn, ein „dreckiger Christ“ zu sein, der „das Wasser verschmutzt hatte“. Eine Reihe gleichermassen erboster Muslime, die daran Anstoss nahmen, „schworen, ihm eine Lektion zu erteilen“, sie „schleppten ihn zu ihrer Rinderfarm, wo sie ihm die Hände fesselten, seine Füsse zusammenketteten und ihn fortgesetzt mit Stöcken und Eisenstangen folterten“. Bevor er infolge seiner schweren Wunden starb, erzählte Saleem seiner Familie, dass er „nur gefoltert wurde, weil er Christ war“. Was den Arbeitgeber angeht, bestand der darauf, dass er kein Verbrechen begangen hatte; es war immerhin der ermordete Christ, der „das Verbrechen begangen hatte, ihr Wasser zu verunreinigen“, sagten seine muslimischen Mörder und daher war diese Strafe – Folter und Tod – „gerechtfertigt“.

Gewalttätige und mörderische Ausbrüche von Muslimen, wo immer „dreckige“ Christen Wasser ersterer trinken oder nutzen, sind nicht unüblich. Allein in Pakistan wurde Javed Anjum, ein weiterer junger Christ, getötet, nachdem er in eine Falle gelockt und volle fünf Tag lang gefoltert wurde, weil auch er die Frechheit hatte, Wasser aus einer Madrassa zu trinken. Und dann gibt es natürlich einen überaus berüchtigten Fall von Christenverfolgung in Pakistan, den von Asia Bibi: Sie wurde angegriffen, geschlagen, fälschlich der Blasphemie beschuldigt und entsprechend ein Jahrzehnt lang inhaftiert – alles, weil auch sie, damals Arbeiterin auf einer Farm, muslimisches Wasser getrunken hatte. Das ist weniger ein pakistanisches als vielmehr ein islamisches Phänomen.

«Der Islam kennt nur Gewalt und Zwang. Als ich Christ wurde, erlebte ich erstmals Liebe, Annahme und Frieden. Das gebe ich weiter.»
(Ali Dini in «report» von AVC 04/2020)

Für Muslime ist Zweifel an ihrer Religion verboten. Im Islam ist es nicht erlaubt, die Glaubwürdigkeit des Korans in Frage zu stellen, die Ehre Mohammeds anzutasten oder an der Allmacht Allahs zu zweifeln. Wagt es trotzdem jemand, muss er in islamischen Ländern mit dem Tod rechnen. D.Z.


Flüchtlinge «Flüchtlinge aus manchen Herkunftsländern tragen ein Frauenbild in sich, das rückständiger nicht sein könnte. Vor diesem Hintergrund sind kaputte männliche Migrantenseelen zu wirklich jeder Niedertracht fähig.»
(Sacha Ernst, Flüchtlingsprojekte, in «report» von AVC 04/2020)



Rückblick auf den Nationalen Gebetstag am 1. August 2020 in Brugg AG
VIDEOBOTSCHAFT VOM 4. AUGUST 2020
https://vimeo.com/444833290

Liebe Beterinnen, liebe Beter

Herzlich willkommen bei Gebet für die Schweiz.

Es begrüsst euch Hans-Peter Lang.

Mein Herz ist voller Freude, voller Dank. Rückblickend auf den Nationalen Gebetstag 2020 in Brugg kann ich nur staunen, wie Gott uns beschenkte. Zuerst schickte er eine leichte Wolkendecke über den ganzen Brugger Schachen, die uns vor den sengend heissen Strahlen der Sonne schützte. Und er schenkte uns einen Shalom, einen Frieden auf diesem Platz. Trotz Unterteilungen und Sicherheitsvorkehrungen wegen Corona herrschte eine friedvolle Ruhe. Das zu erleben, war wunderbar.

Ich möchte euch danken, liebe Beterinnen und Beter. Ich möchte dir danken, dass du mitgetragen hast, auch wenn du selbst nicht mit dabei sein konntest. Deine Gebete, dein Mittragen – das haben wir gespürt und erlebt. Herzlichen Dank!

Ich möchte euch mit einer kurzen Zusammenfassung hineinnehmen in die drei Schwerpunkte dieses Tages.

Der Morgen war gefüllt mit Lobpreis und Anbetung. Das Wort des Apostels Johannes aus dem 1. Johannesbrief, Kapitel 3, berührte unsere Herzen: Die Sehnsucht des Vaters nach seinen Kindern! Im Vers 1 steht: «Seht, was für eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heissen sollen. Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt haben.» Und dann im Vers 3: «Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleich wie auch er rein ist.»

Dieser Wunsch nach Reinigung und Erneuerung ging durch den ganzen Tag und sprach immer wieder hinein in unsere Herzen. Das führte uns auch in den zweiten Teil am Nachmittag, wo wir spürten und hörten: Gott sehnt sich nach seinen verlorenen Söhnen und Töchtern. Ja, wir sind verloren! Das Gleichnis des verlorenen Sohnes ist treffend! In Lukas 15,11-13 heisst es: «Und Jesus sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.» (Das Volk Gottes – Israel, und wir, die Jüngeren – die Heidenchristen) «Und der Jüngere von ihnen sprach zum Vater: Gib mir den Teil des Vermögens, der mit zufällt, Vater. Und er teilte ihnen das Gut. Nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land. Dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben.» Wir haben das Vaterhaus verlassen. Das Haus Abrahams, das Haus des Segens, das Haus, das Gott geschaffen hat. Israel, den Ölbaum, in den wir als Wildlinge eingepfropft wurden, haben wir schon vor Jahrhunderten verlassen und haben unsere Kirche aufgebaut auf dem europäischen Kontinent. Dadurch fehlt uns die Kraft aus der Wurzel gegen alle die Attacken des Feindes Gottes, Satans.

Wir haben aufgezählt, was in den letzten zwanzig Jahren in unserem Land geschah – die Verstösse gegen die Ordnungen des Vaterhauses, gegen die Ordnungen Gottes. Drei davon möchte ich erwähnen. Im März 2002 hat das Schweizer Volk entschieden, Gott den Allmächtigen als Bündnispartner zu verlassen und der UNO beizutreten – einer antijüdischen und antisemitischen weltlichen Organisation, die immer gegen Israel stimmt. Im gleichen Jahr hat das Schweizer Volk entschieden, dass ungeborenes Leben in den ersten zwölf Wochen im Mutterleib getötet werden darf. Seit dann sind schon mehr als 200'000 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet worden. Sie wurden nicht dem Götzen Moloch geopfert, sondern der Selbstbestimmung, dem Individualismus, dem Egoismus von uns Menschen. Neben all den anderen Verfehlungen, die wir erwähnt haben, möchte ich als drittes die grösste Schuld erwähnen. Das ist die Blutschuld aus den satanischen, sexuellen, rituellen Missbräuchen und Morden an Kindern. In der Schweiz werden Kinder geopfert! Und zwar durch Verantwortungsträger aus Justiz, Politik, Wirtschaft und Kirche. Da werden Blutbunde geschlossen mit Satan. Und dieser Schrei kommt vor den Thron Gottes! Seit Jahren warnen uns Beterinnen und Beter vor dieser Schuld. In diesem Jahr schickte Gott zwei Propheten, die uns sagten: Steht am Nationalen Gebetstag in den Riss. Gott ist zornig über dieses Land!

In Hesekiel 22, 30-31 steht: «Und ich suchte unter ihnen einen Mann (eine Frau), der die Mauern zumauern und vor mir in den Riss treten könnte für das Land, damit ich es nicht zugrunde richte. Aber ich fand keinen. Da schüttete ich meinen Zorn über sie aus, rieb sie auf im Feuer meines Grimmes, und brachte ihren Wandel auf ihren Kopf, spricht Gott, der Herr.»

Nach diesen Worten durchdrang eine Reue, ein Schrei durch die Hunderte unserer Beterinnen und Beter, und viele fielen auf die Knie und auf ihr Angesicht, und standen in den Riss und taten Busse für die Sünden unseres Volkes, unserer Kirche, und von uns, vor Gott dem Allmächtigen. Das löste einen gewaltigen Frieden aus. Eine Beterin hatte den Eindruck, dass Gott den Engeln mit den Zornschalen befahl: «Geht zurück! Sie haben Busse getan. Es ist vergeben!» Und das löste eine Freude und einen Frieden aus! Ein Wendepunkt für diese Nation! Gott beginnt neu.

Daraus entstand die Sehnsucht, mit Gott diesen Bund nochmals zu erneuern. Die 26 Kantonsverantwortlichen standen mit ihren Fahnen um den Fahnenträger der Schweiz. Wir erneuerten den Bund unserer Vorväter, angepasst von den drei Ständen auf 26 Kantone, und schlossen ab: «Im Namen des Herrn, im Jahr 2020, zu Beginn des Monats August, wurde dies beschlossen vor der sichtbaren und der unsichtbaren Welt.»

Dann sprach Gott zu uns: «Ihr seid eine Hirtennation. Ihr seid auserwählt für Europa. Ihr seid eine Oase. Zu euch werden Menschen kommen, verfolgte Christen, verfolgte Juden, Hungernde. Sie kommen in dieses Land, und ihr seid eine Oase. Ihr könnt sie aufnehmen. Ihr seid diese Hirten. Nun lebt in eurer Berufung! Seid bereit, in eurer Berufung zu leben!» Auf dieses Wort hin fielen wieder Hunderte auf die Knie und nahmen an, was Gott gesprochen hatte: «Ich bin bereit, dir nachzufolgen. Ich bin bereit, in meiner Berufung zu leben. Ich bin bereit, dir, Jesus Christus, nachzufolgen und ein Hirte, eine Hirtin zu sein, um die verlorenen, umherirrenden, orientierungslosen Schafe in der Schweiz und in Europa zurückzubringen zum Kreuz. Zum Kreuz von Golgatha, wo alles bezahlt wurde, wo die Schuld vergeben wurde.»

Es herrschte Freude und Freiheit. Wir sangen die Nationalhymne, und der Tag wurde abgeschlossen mit einem gewaltigen Dank und Lobpreis. Und diese Freude herrscht jetzt!

Ich danke euch für eure Gebete. An dieser Stelle möchte ich auch nochmals allen Helferinnen und Helfern danken, die mittrugen und mitverantwortlich waren, dass wir die strengen Auflagen erfüllen konnten, und dass dieser Tag so wunderbar durchgeführt werden konnte.

Liebe Beterinnen und Beter – die Schweiz hat den Wendepunkt erlebt! Es geht nun weiter mit Gott, dem Allmächtigen! In allen Kantonen soll dieses Gebet aufgenommen werden: Die Schweiz ist eine Hirtennation. Wir sind die Hirten für die verlorenen Schafe, damit sie zurückkommen zu Jesus Christus. Und das wird weitergehen. Dieser Stein, der vom Himmel in diesen Gebetssee im Brugger Schachen fiel, diese Ringe gehen hinaus über den Kanton Aargau an die Schweizer Grenze und über die Grenze hinaus. Wir haben begonnen, für Europa einzustehen. Denn Gott will die grosse Erweckung, die grosse Rückführung der Verlorenen von der Schweiz aus beginnen. Wir gehören dazu. Du und ich – wir alle sind nun mit Jesus Christus unterwegs, damit sein Reich gebaut werden kann – in der Schweiz und in Europa.

Seid gesegnet!

Amen.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von «Gebet für die Schweiz»


Seuchen und weitere Endzeitzeichen
Von Pastor Daniel Yahav, Pniel-Gemeinde in Tiberias

In Lukas 21,10-11 finden wir die Bestätigung, dass Pandemien zu den Zeichen der Endzeit gehören: „Ein Volk wird sich erheben gegen das andere und ein Reich gegen das andere, und es werden geschehen grosse Erdbeben und hier und dort Hungersnöte und Seuchen“. Im letzten Jahrhundert sahen wir zwei Weltkriege und das Wunder der Staatsgründung Israels. Wir sahen seither auch eine Zunahme von Erdbeben, schweren Stürmen, Waldbränden, Flutkatastrophen, Tsunamis usw. Das alles sind Zeichen der Endzeit. Wir haben die rasante Entwicklung von Technologien erlebt, durch die die Erfüllung der Prophetien über den Antichristen möglich wurde, und auch die noch fehlenden Zeichen werden in immer rascherer Folge eintreffen. Und dennoch weiss niemand, wie lange es noch dauern wird. Wie lang ist eine Generation? Sind es 40 Jahre oder vielleicht 120, wie Gott zu Noah sagte? Auch wissen wir nicht, von wann an diese Generation zu rechnen ist. Von 1948 an, als Israel neu gegründet wurde? Oder von 1967 an, als Jerusalem unter israelischer Souveränität wiedervereinigt wurde (Lukas 21,24)?

Ich glaube, dass der Krieg von Gog und Magog aus Hesekiel 38 und 39, der auch in Joel 2,20 erwähnt wird, noch vor dem Auftreten des Antichristen stattfinden wird. Auch ist der Tempel aus Offenbarung 11,1-2, in dem der Antichrist sich als Gott ausgeben wird, noch nicht erbaut. Niemand weiss, wie viel Zeit noch ist, bis sich alle diese Prophetien erfüllen werden oder wann die Entrückung sein wird. Ich für mein Teil arbeite unter dem starken Eindruck, dass wir nur noch wenig Zeit haben. Es ist, als wenn jedes Jahr schneller vergeht. Wir müssen also weise sein, wie wir leben und was wir mit unserer Zeit machen.

Ihr Lieben, die gute Nachricht ist, auch wenn wir nicht alle Antworten kennen, so wissen wir doch genau, was wir zu tun haben, denn Jesus hat uns klare Anweisungen gegeben. Und das ist das, was für uns wichtig ist. Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen, unser normales Leben aufzugeben und sich in einem Bunker einzuschliessen oder in die Wüste zu gehen und das Auftreten des Antichristen abzuwarten. Mein Rat an euch ist auch, setzt euch nicht Tag und Nacht hin, um all diese alarmierenden Berichte über weitere Verschwörungstheorien zu sehen oder zu lesen. Meine lieben Brüder und Schwestern, lasst uns unsere Zeit nicht mit solchen Dingen verschwenden. Lasst uns lieber Gottes Wort lesen und sorgfältig auf die Anweisungen achten, die uns Jesus gegeben hat:

1. Erschreckt nicht!
„Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da“ (Matthäus 24,6). Wenn du ein Kind Gottes bist, wenn du ihm vertraust, wenn du wahrhaftig glaubst, dass er alles unter Kontrolle hat und dass das, was wir erleben, genau das ist, was er uns im Voraus gesagt hat, warum sollten wir dann erschrecken? Wir sollten nicht zulassen, dass Angst in unser Herz kommt.

2. Seht auf und erhebt eure Häupter, denn Jesu Wiederkunft rückt näher!
„Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht“ (Lukas 21,28). Halleluja, Jesus kommt bald! Bald beginnt unser Leben in der Ewigkeit! Wir werden bei dem König der Könige und Herrn der Herren sein, wir werden ihn sehen in seiner Herrlichkeit! Es wird ein Hochzeitsfest im Himmel geben (Offenbarung 19,6-9) und noch so viel mehr, das in Gottes Wort verheissen ist. Glaubst du das? Haben wir also nicht allen Grund, voller Zuversicht zu sein, unser Haupt zu erheben und uns darauf zu freuen?

3. Achtet darauf, dass euch niemand verführt!
„Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe“ (Matthäus 24,4). Die grösste Gefahr und Sorge in unseren Tagen sind nicht die Kriege, nicht die Erdbeben und noch nicht einmal die Verfolgungen, die uns begegnen werden. Die grösste Gefahr ist, dass falsche Lehrer, falsche Propheten, falsche Apostel und falsche Messiasse uns verführen können. In Matthäus 24,11 sagt Jesus, dass sich viele dieser falschen Propheten erheben werden und dass es ihnen gelingen wird, viele zu verführen. Nach meiner Meinung sind Christen leider allzu oft bereit, alles anzunehmen und zu glauben, was man sie lehrt. Jesus fordert uns hingegen auf, eine Art „heilige Skepsis“ zu praktizieren.

4. Glaubt ihnen nicht!
Jesus hat uns sehr klar gewarnt, als er sagte: „Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus! oder: Da! so sollt ihr's nicht glauben. (…) Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so geht nicht hinaus; siehe, er ist drinnen im Haus! so glaubt es nicht“ (Matthäus 24,23-26). Wir müssen ein gesundes und gereiftes geistliches Unterscheidungsvermögen entwickeln. Der beste Schutz vor jeder Art von Verführung ist die reine Wahrheit des Wortes Gottes, wie es uns der Heilige Geist lehrt. Lasst uns also weniger im Internet und mehr in der Bibel lesen. Lasst uns unser Herz mit dem reinen Wort Gottes füllen. Und lasst uns Gott bitten, uns ein Herz zu geben, das fähig ist zu unterscheiden. Wir wollen bitten und beten, dass wir geistliche Ohren haben, um Gottes Stimme zu hören und zu befolgen.
(Offenbarung 2,7,11,17,29; 3,6,13,22)

5. Wartet geduldig!
„Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden“ (Matthäus 24,13). Anstatt sich aufzuregen, voller Angst, dass der Antichrist jeden Moment auftauchen könnte, wollen wir voller Vertrauen geduldig auf den Herrn warten und weise und wirkungsvoll die Zeit nutzen, die wir noch haben, im Glauben wachsen und fest stehen in ihm, egal, was uns begegnen mag. Es mag Probleme geben, aber solange wir auf dem Felsen unserer Erlösung stehen, werden wir in IHM geborgen und sicher sein.

6. Wacht!
„Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt“ (Matthäus 24,42). Jesus selbst hat uns gesagt, dass wir nicht wissen, wann er kommt, um uns in den Himmel zu holen. Aber er hat uns klare Anweisung gegeben, jederzeit dafür bereit zu sein. Unsere Arbeit, die Sorgen und Vergnügungen des Lebens, unsere Hobbys, Fussball, die Karriere, unser neues Auto oder Haus und noch vieles andere können unsere Aufmerksamkeit ablenken, unseren Geist beschäftigen und unser Denken soweit bestimmen, dass unser Glaube erstickt wird und wir nicht bereit sind für seine Wiederkunft. Ganz zu schweigen von sündigen Taten, die das Licht, das in uns ist, finster werden lassen (Matthäus 6,22-23).

7. Seid bereit!
„Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint!“

(Matthäus 24,44). Was bedeutet es, bereit zu sein? Angenommen, du machst eine Reise nach Israel … Du ordnest zu Hause alles für die Zeit deiner Abwesenheit, holst den Koffer aus dem Schrank, machst eine Liste der Kleidung, du mitnehmen willst, gibst den Hund in gute Hände, prüfst, ob alle Türen und Fenster geschlossen sind usw. … Wie steht es um die Vorbereitungen auf deine Begegnung mit unserem König und Herrn Jesus, wenn er kommt? Wie viel Mühe investieren wir in unsere Vorbereitungen auf dieses Treffen?

Ist die Beziehung zu deinem Ehepartner in Ordnung? Ist auch die Beziehung zu deinen Kindern in Ordnung? Und zu deinen Eltern? Hast du dein Herz von jeder Sucht, z.B. auch von Pornographie, gereinigt? Hast du ehrlichen Herzens um Vergebung gebeten oder sie gewährt? Hast du zurückgegeben, was nicht dir gehört? Wie wäre es, wenn deine Vorbereitungen nicht nur daraus bestünden, nicht zu sündigen, sondern auch daraus, dir Schätze im Himmel zu sammeln? Du kannst dir einen Schatz im Himmel sammeln, statt all deine Mühe in Dinge zu investieren, die vergehen werden (Matthäus 6,19-21). Bitte Gott, dir die guten Werke zu zeigen, die er für dich bereitet hat (Epheser 2,10), und tue sie. Alles, was du nach Gottes Willen in Glauben und Liebe tust, hat den Wert von Gold, Silber und Edelsteinen, die im Himmel für dich gesammelt werden (1.Korinther 3,12).

Daher, liebe Brüder und Schwestern, sollten wir uns die Anweisungen und Warnungen zu Herzen nehmen, die uns der Herr gegeben hat, und ihm gehorchen. Lasst uns die Häupter erheben und auf seine baldige Wiederkunft warten. Lasst unser Herz nicht erschrecken. Jesus hat überwunden! Er hat Satan bereits besiegt! Der Antichrist und all seine üblen Genossen werden sehr bald verschwunden sein. Aber all jene, die den Teufel überwunden haben, weil sie ihren Glauben an Gott bekennen, sich von ihrer Sünde und Schuld waschen im Blut des Lammes und bereit sind, für unseren Herrn zu leben und zu sterben, all jene werden in Ewigkeit mit Jesus leben und regieren (Offenbarung 12,11; 20,4,6).

 Auch die Pniel-Gemeinde tut einen feinen evangelistischen und humanitären Dienst. Gaben werden gerne weitergeleitet. 

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