Rundbrief Nr. 182
Oktober 2020


Wohin Ihre August-Spenden geflossen sind:
Unser Motto: Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.

Am Anfang jeden Monats verschickt Rea Israel die eingegangenen zweckbestimmten Spenden vom Vormonat per e-banking an die einzelnen Projekte. Grosse Spenden werden sogar innerhalb 1-2 Tagen weitergeleitet.

Hier ein ermutigender Überblick über die Spendenempfänger, die im August beschenkt worden sind:

♥ Messianische Schule Makor Ha Tikva in Jerusalem, Leiter Yoel Russu. Zweck: allgemein und Schulgeld für Schüler

♥ Soldatenheim, Haifa, geleitet von Tino & Najeeb Atteih. Zweck: allgemein

♥ Immanuel-Gemeinde, Haifa, geleitet von Najeeb & Elizabeth Atteih. Zweck: allgemein und für Vater Usta und sein kranker Bub

♥ Living Israel-Gemeinden, Zweck: Verteilung von Essenspaketen an Bedürftige

♥ Ebenezer Operation Exodus. Zweck: Rückführung der Juden nach Israel und Essenspakete für Bedürftige

♥ Meir Panim, Zweck: Essenspakete für Bedürftige, Mahlzeitendienste

♥ Messianische Gemeinde von Michael & Marianne Yaron in Rishon Le Zion. Zweck: Holocaust-Überlebende und Essens-Coupons an Bedürftige

♥ Freundschafts-Evangelisation von Rachel & Gilad Netanel, Zweck: Gäste-Dienst

♥ Be’ad Chaim (Pro Leben Organisation), Leiterin Sandy Shoshani, Zweck: allgemein

♥ Road to Recovery (Weg zur Heilung), Versöhnungsdienst zwischen Juden und Palästinensern, Leiter Yuval Roth. Zweck: allgemein

♥ Frauenhaus in Planung (Obdachlosenarbeit Ashdod), Leiter Genady Michaely. Zweck: Unterstützung dieses Bauprojektes

♥ Heim für Holocaust-Überlebende in Haifa, Zweck: allgemein

♥ Beit Immanuel Congregation. Zweck: Kinder- und Jugendarbeit, die vom Ehepaar Dima und Sarah Treteyakov-Bachmann geleitet und betreut wird.

♥ Patenschaften für die verfolgen Christen aus dem Irak und Syrien überweisen wir regelmässig

♥ Flüchtlingsarbeit in Jordanien, Kontaktpersonen Shmuel & Pamela Suran. Zweck: allgemein für Nazarener Ashrafieh-Schule in Amman und Schulgeld für jene christlichen Flüchtlingskinder sowie Stephanus-Projekt

♥ Mehrere Projekte und missionarisch tätige Ehepaare werden von ihren Freundeskreisen unter-stützt, die ihre Gaben via Rea Israel an diese entrichten.

In diesem Zusammenhang möchte ich wieder einmal Silvia Pfeil erwähnen, die mich (Kurt Wenger) seit über 15 Jahren freiwillig unterstützt. Sie arbeitet für Rea Israel mit Freude und Engagement von zu Hause aus in der Ostschweiz. Sie ist die Verbindungsperson zwischen der Schweiz und Israel, indem sie alles, was auf Englisch aus Israel zu uns kommt, übersetzt und umgekehrt. Sie hält den Kontakt zu den Leitern von Israelwerken aufrecht, stellt Berichte zusammen, macht Telefonate nach Israel, bestellt die Referenten für meine Israelreisen, unterstützt mich auf den Gruppenreisen und ist mir in Vielem eine grossartige Hilfe.

Jeder Artikel, der in unseren Rundbriefen erscheint, kann auf Wunsch im Word- oder PDF-Format nachbestellt werden. 






Familie Yakubovichs Rückblick auf ihre Einwanderung in Israel
Und viele Völker werden hingehen und sagen: «Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, dass er uns aufgrund seiner Wege belehrt und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem.» Jesaja 2,3


Vladimir Yakubovich berichtet im Jahr 2020:
Es war im Jahr 2003, als für mich und meine Familie ein neuer Lebensabschnitt begann. Meine liebe Frau Nina, unsere zwei Buben und ich wurden damals zu einem Teil dieser Prophetie aus Jesaja 2,3.

Wie denn? Wir sind aus der Ukraine nach Israel «hinaufgezogen» und ins Land meiner Vorväter ausgewandert. Wenn man zu einem Teil dieser Prophetie wird, ist man Teil von Gottes Volk. Das bedeutet praktisch, Gott vollkommen zu vertrauen und eine komplett neue Identität zu akzeptieren. Dazu gehört auch, das neue Land zu lieben.

Abraham ist mein Glaubensvorbild. Bei einem Gespräch mit einem Pastor hier in Israel lernte ich eine wichtige geistliche Lektion. Diese half mir, neue offene Türen zu durchschreiten, die Vergangenheit hinter mir zu lassen und nach vorne zu schauen.

Der Pastor erklärte mir: Vladimir, solange ein Kind im Mutterleib ist, ist es mit der Nabelschnur mit ihr verbunden. Doch dann kommt die Zeit der Geburt und dem Leben auf dieser Welt. So ist es auch mit deinem Leben. Höre auf, nur aus den Erinnerungen deines vergangenen Lebens in der Ukraine zu leben. Es ist an der Zeit, dass du diese Nabelschnur durchtrennst. Mache einen Neuanfang hier in Israel, zusammen mit Gott.

Als gläubiger Mensch begriff ich sofort, was er meinte, und schon bald zog ein tiefer Friede in mein Herz. Nachdem sich meine Einstellung geändert hatte, begann der Herr mit seiner Arbeit an meinem, an unseren Herzen.

Freilich durchlebten wir als Familie verschiedene Bedrängnisse, Herausforderungen und auch gesundheitliche Schwierigkeiten. Doch dadurch durften wir geistlich wachsen und stärker werden. Gott trug uns durch solche Prüfungen hindurch.

Gott hat unser Denken in Israel völlig verändert und uns gelehrt, wie man Prioritäten setzt. Wir haben gelernt, neu zu leben – und zwar richtig zu leben! Gott hat auch unseren geistlichen Zustand verändert. Erst in Israel haben wir die Tiefe und Kraft seines Wortes richtig verstanden, was es bedeutet, sich echt zu freuen, ständig zu beten und für alles zu danken. Nun fühlen wir uns geborgen in Gott.

Einige Zeit nach unserer Einwanderung zogen wir in den Norden Israels, in die Stadt Maalot. Dort besuchten wir eine messianische Gemeinde und lernten eine wunderbare Familie kennen. Bald danach fing Gott an, mich in einem Reha-Zentrum für süchtige Menschen zu gebrauchen. Später wurde ich als Diakon in einer messianischen Gemeinde eingesetzt und mit der Leitung einer kleinen Hausgruppe (Bibelstunden und Gottesdienste) betraut. Zu dieser Gruppe gehören vor allem Senioren, denen ich noch heute wöchentlich diene.

Unsere zwei Söhne, Ruslan und Artur, traten nach ihrem Schulabschluss in die Armee ein. Nun sind sie beide erwachsen.

Nach einer längeren Zeit mit verschiedenen Arbeitstätigkeiten schenkte mir Gott einen wunderschönen Job. Nun darf ich alte Männer in ihren Wohnungen betreuen, welche Unterstützung und Pflege benötigen. Ich liebe diese Arbeit. Zudem nimmt mich Gott weiter in die Schule. Ich lerne Geduld! Hier in Israel durfte ich geistlich wachsen. Welch ein Segen! In all den Jahren hatte ich meine geliebte Frau Nina an meiner Seite. Sie ist meine treue Gehilfin. Sie tut an älteren Frauen einen ähnlichen «Spitexdienst» wie ich. Aber das ist nicht alles, was unser Leben bereichert.

Da sind einmal die Mitarbeiter der internationalen christlichen Organisation Ebenezer, mit deren Hilfe wir 2003 nach Israel ausgewandert sind. Und dann die vielen Freunde aus der Schweiz, welche Gott uns geschenkt hat, zum Beispiel Silvia und Gerhard Pfeil, mit denen uns eine herzliche Freundschaft verbindet. Die Fürbitte für uns als Familie und für das Land Israel hat mitgeholfen, dass wir in Israel Wurzeln fassen konnten.

Oktober 2003: Die Familie Yakubovich steht zum ersten Mal auf israelischem Boden.

Sehr dankbar sind wir für Bruder Kurt Wenger und sein christliches Hilfswerk Rea Israel. Durch diese Organisation durften wir schon oft finanziell unterstützt werden. Wir danken ihm, seinem Team und den vielen Spendern und Fürbittern sehr herzlich! Wir sind glücklich, in diesem schönen Land Israel zu leben. Doch der allergrösste Dank gilt unserem Herrn Jesus Christus und seinem Wirken in und an uns.

Mit einem herzlichen Schalom,

Familie Yakubovich

Vladimir & Nina, Ruslan und Artur

 Gaben für die Familie Yakubovich werden gern an sie weitergeleitet. 

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Neues von Shmuel und Pamela Suran

Israel

Im Jahr 1948 wurden wir Zeugen eines Wunders, als Israel wiedergeboren wurde, die Sammlung und Wiederherstellung des jüdischen Volkes. Damit begann die Auferstehung der „verdorrten Gebeine“ (Hes. 37). Wir sahen den Überrest Israels, eine kleine, aber bedeutende Schar von messianisch-jüdischen Nachfolgern Jesu. Heute gibt es etwa 300 Gemeinden/Hauskreise mit mehr als 20’000 israelischen Gläubigen. Die Zeit wird kommen, wo Gott den Schleier der Blindheit in viel grösserem Masse wegnimmt als jemals während der vergangenen 70 Jahre des modernen Staates Israel.

Auch wenn die Anzahl von Gläubigen noch relativ klein ist, war doch das Wachstum in den letzten Jahren bedeutend. Wir bitten um Ihr Gebet, damit der Leib Christi gestärkt wird und wir aufrecht stehend die Bedrohungen, Schikanen und kommenden Verfolgungen überwinden können. Möge die Einheit in Liebe unter den messianischen Gemeinden Realität sein wie in Johannes 17 beschrieben.

In diesen bewegten Zeiten während der Pandemie, welche die Nationen durchschüttelt, bedarf es des Gebets für Israel ganz besonders. Wir haben offenbar eine unsichtbare Schwelle überschritten, die uns an einen unbekannten Ort versetzte, wo nichts mehr so abläuft wie gewöhnlich. Beten Sie für den Frieden Jerusalems (Ps. 122,6), dass Israel seinen Messias erkennt (Jes. 53), für Israels Regierung (1.Tim. 2,1-4), für die jüdischen Gläubigen im Land (Eph. 3,16-19) für die Jugend und die Senioren (Jes. 40).

Hilfe für christliche Flüchtlinge in Jordanien

Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan. (Mat. 25,40) Als der IS in den Irak eingefallen war, Zerstörung und Vertreibung von Tausenden Menschen bewirkte, wurden die assyrischen Christen ein vorrangiges Opfer. Wie viele von Ihnen wissen, haben wir eine Hilfsaktion unter diesen Flüchtlingen in Jordanien begonnen. Dorthin kamen viele Vertriebene, um sich als UNO-Flüchtlinge zu registrieren.

Zwar haben in den vergangenen fünf Jahren viele ein Ausreise-Visa für Australien oder Kanada erhalten. Aber die übrigen Familien scheinen während der Pandemie in Vergessenheit geraten zu sein. Sie warten mehr oder weniger geduldig auf eine Antwort des UNHCR ihres Antrags, aber es kommt keine Reaktion. Es macht auch den Anschein, als ob die UNO christliche Flüchtlinge benachteiligt.

Zwar ist das Leben dieser assyrischen Flüchtlinge nicht mehr gefährdet, aber sie leiden in unterschiedlichem Ausmass an Kummer, weil sie aus ihrer angestammten Heimat vertrieben wurden. Hoffnungslosigkeit macht sich breit, und der derzeitige monotone Lebensstil hat einen negativen Einfluss auf ihre Seele, was langfristige Konsequenzen nach sich ziehen kann. Sie können nicht vorwärtsschreiten, aber auch nicht mehr zurück. Ihr Leben blieb stehen und das Warten ist kaum mehr auszuhalten.

Liebe Freunde, Sie spielen weiterhin eine wichtige Rolle bei der Hilfe für christliche Flüchtlingsfamilien, die in Amman leben, und wir schätzen Ihre treue Hilfe und Unterstützung sehr. Lassen Sie uns beten, dass der HERR die Bedürfnisse befriedigt und dass letztlich ihre Träume in Erfüllung gehen und sie ausreisen und im Frieden des Herrn ihr Leben neu aufbauen können.

Hilfe für eine Familie CHF 2'400.- für 1 Jahr Miete und Lebensmittel
Assyrisches Schul-Projekt CHF 200.- monatlich pro Familie für den Unterricht
Medizinische Notfälle CHF 100.- monatlich


 Gaben für assyrische Christenflüchtlinge leiten wir sehr gern an Shmuel Suran weiter. 

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Beduinen und sudanesische Flüchtlinge
Yoyakim und Debbie Figueras sind beide in Israel geboren und leben seit 21 Jahren in der Wüstenstadt Arad. Sie haben drei erwachsene Söhne.

Yoyakim war Pastor einer messianischen Gemeinde, als in den frühen 2000-Jahren afrikanische Christen aus dem Sudan via Ägypten nach Israel flohen. Etliche liessen sich in Arad nieder und suchten die Gemeinschaft mit örtlichen Gemeinden. So lernte er diese Menschen und ihre Not kennen.

Zusammen mit anderen Gläubigen gründete das Ehepaar Figueras 2009 den Verein «Barnabas Israel», sowohl um solchen Bedürftigen aus dem Sudan zu helfen, vor allem aber auch, um einen Beduinen-Stamm in der Nähe von Arad zu erreichen. Wir berichteten von diesen zwei Aufgaben im Rea Israel-Rundbrief vom April 2020.

Debbie erzählt:
Im Sommer 2020 fanden verschiedene Freizeit-Aktivitäten mit den sudanesischen Kindern statt. So fuhren wir zum Strand und an andere Orte. Hier ein paar Fotos:

Die Kinder lieben es, am Strand zu spielen.

Müde vom Spielen ruht sich dieser Kleine bei Elhai, dem ältesten Sohn von Debbie und Yoyakim, aus.

Geduldig warten die Kinder im Wartezimmer der Zahnklinik, bis sie an die Reihe kommen.

Die Zahnsituation der sudanischen Kinder ist prekär. Jetzt war es uns möglich, einen Minibus voller Kinder zur Zahnarztklinik zu führen. Einige Zähne waren in desolatem Zustand. Schon Sechs- bis Siebenjährige haben faule Zähne.

Einigen alleinerziehenden sudanesischen Müttern konnte diesen Monat wieder die Wohnungsmiete bezahlt werden. Dafür waren sie sehr dankbar. Wir danken dem Herrn für Seine Versorgung.

Einsatz unter Beduinen
Seit Jahren beten wir für einen Mann, der Arabisch spricht, um die Beduinen-Männer besser zu erreichen. Wir haben selber zwar versucht, Arabisch zu lernen, und Yoyakim kann sich ein bisschen verständigen. Doch wir brauchen jemand, dessen Muttersprache Arabisch ist. Inzwischen kamen wir in Kontakt mit einem solchen Mann. Dieser kommt nun wöchentlich mit ins Beduinendorf. Das ist nun ganz anders, wenn die Leute sich frei in ihrer eigenen Sprache ausdrücken können. Sowohl er wie wir beten darüber, ob dies das Richtige für ihn ist und er auch in Zukunft bei solchen Einsätzen mithelfen soll.

Wir hoffen, im kommenden Schuljahr unsere Jugendtreffen wieder aufnehmen zu können, wenn auch wegen der Corona-Vorschrift in kleineren Gruppen. Dies bedeutet allerdings, dass wir mehr Treffen durchführen müssen, um die gleiche Anzahl Jugendlicher zu erreichen. Wir haben uns mit den Vätern der Jugendlichen abgesprochen und ihre Zusage erhalten. Die jungen Leute sind begeistert und freuen sich auf den Neubeginn dieser Aktivitäten.

Debbie mit zwei Sudanesenkindern. Die Liebe ist gegenseitig!

Im kühlen Schatten lässt sich herrlich eine Bibelstunde halten.

Unvorstellbares Leiden
Das Wort «Armut» kann den Zustand ihrer Lebenssituation nicht genügend beschreiben. Da gibt es Nimer, einen 19-jährigen Beduinen, mit welchem Yoyakim regelmässig Zeit verbringt. Seine Lebensumstände sind tragisch. Als er neun Jahre alt war, sperrte sein Vater ihn zusammen mit seiner Mutter in einen Container. Selbst die Notdurft mussten sie dort drin verrichten. Dies war die «Strafe», weil die Mutter sich bei der Polizei beklagt hatte, ihr Ehemann sei gegen den Sohn gewalttätig. Der Sozialarbeiter wusste von der Situation, hielt sich aber wegen des Mannes Drohungen fern. Auch die Familie des Mannes wusste davon, durfte aber nichts unternehmen, da eine Beduinenfrau das Eigentum ihres Mannes ist. Schliesslich, nach etwa zwei Jahren, konnten sie fliehen. Heute leben sie in einer Blechhütte bei einem anderen Stamm. Man kann sich vorstellen, wie verängstigt und seelisch vernarbt heute dieser Teenager ist. Er trifft sich gern Yoyakim. Dieser erzählt ihm von Gottes Liebe. Sie gehen zusammen schwimmen, spielen Tischtennis oder setzen sich einfach mit einer Pizza hin und reden miteinander.

Bitte beten Sie für Nimer.

Des Herrn Segen sei mit Ihnen allen!

Debbie und Yoyakim Figueras

 Gaben für den Dienst von Yoyakim & Debbie Figueras leiten wir gerne an sie weiter. 

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Projekt Migdalor / Leuchtturm
Migdalor ist hebräisch und heisst Leuchtturm. Es ist ein Ausbildungsprogramm für junge Israelis, die sich für die Armeezeit vorbereiten. Dort werden sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz und der Verteidigung ihres Landes zu leisten haben.

Das Programm von Migdalor ist auf sozial benachteiligte Jugendliche ausgerichtet, dauert ein Jahr und ist für sie kostenlos.

Diese Ausbildung soll in den Jugendlichen die Liebe zu ihrem Land Israel wecken. Zudem sollen sie die Möglichkeit erhalten, Ziele zu erreichen, Erfolg zu erleben und somit Stabilität zu entwickeln. Dies ist ein sicherer Weg, um die Bindung an das Land zu stärken und eine beitragende Kraft für die israelische Gesellschaft zu werden. Gemeinsame Aktivitäten zu Land und zu Wasser ermöglichen es den Jugendlichen, Herausforderungen sowohl einzeln als auch als Gruppe zu meistern.

Jeder Teilnehmer soll die Aufmerksamkeit bekommen, die er benötigt. Durch Schulung und Übung lernen sie Disziplin, Teamwork, Toleranz, Wachstum ihrer Persönlichkeit bis hin zu Führungsfähigkeiten. Das Mentoring hört nach diesem Jahr nicht auf. Die jungen Leute werden auch während ihres Militärdienstes begleitet und sogar nachher bei einer Weiterbildung oder beim Einstieg in die Berufswelt, möglichst, bis sie darin sattelfest sind. „Man muss ihnen Wurzeln geben, damit ihnen Flügel wachsen“.

Die Jugendlichen erhalten aber nicht nur, sie geben auch. Sie leisten Freiwilligenarbeit innerhalb der politischen Gemeinde, beim Betreuen von Holocaustüberlebenden, bei Arbeiten in öffentlichen Stadtgärten usw.

Im Jahr 2016 wurde dieses Projekt gegründet im Gedenken an zwei im Militär gefallene Soldaten, begabte junge Männer: die Brüder Barak und Amichay Itkis. Barak war Marine-Offizier. Er fiel 1998 als Zwanzigjähriger. Sein Bruder Amichay wurde Kampfpilot und stürzte 28-jährig im Jahr 2010 ab.

Die Eltern Ariela und Haim Atkis wollen trotz des schrecklichen Verlustes ihrer Söhne ihr Leben nicht durch die Tragödie bestimmen lassen. Zusammen mit ihrer Tochter Maytal setzen sie sich helfend für Mitmenschen ein – ein Ausdruck ihres täglichen Gedenkens an Barak und Amichay.

Migdalor ist der Initiative von Jonathan Lederman – einem engen Freund von Barak – und Yotam Levy zu verdanken. Beide sind ehemalige Marine-Majore. Sie begeisterten weitere grossherzige Visionäre für dieses Vorhaben, um den Traum vom Projekt Migdalor zu verwirklichen.

Und so ist Migdalor ein lebendiges und sich ständig weiterentwickelndes Denkmal an die Brüder und jungen Soldaten Barak und Amichay Atkis, die ihr Leben im Dienst für ihr Vaterland verloren haben.

Diese wertvolle Arbeit verdient unsere Unterstützung. Momentan wohnen rund vierzig Jugendliche und zum Teil Leiter in einem älteren Haus, das aus allen Nähten platzt. Es wäre wünschenswert, etwas Grösseres zu finden oder zu bauen und auch Mädchen mit ins Programm aufzunehmen.

Die Kosten für einen Jugendlichen für ein Jahr belaufen sich auf rund CHF 16'000.-

«Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.» (Jimmy Dean)

Die Segel richtig zu setzen, dazu möchten die Leiter von Migdalor möglichst vielen Teenagern verhelfen, damit sie zu verantwortungsvollen Bürgern Israels heranreifen.


Quelle: Migdalor – Braving the Waves, Pre-Military Service Academy In memory of brothers Barak and Amichay Itkis RIP combat officers in the IDF

 Gaben für den wertvollen Dienst von Migdalor leiten wir gern weiter. 

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Gemeindebewegung «Living Israel»
Der Monat Juni begann glücklich. Wir schafften es, bei der Erleichterung der Quarantäne viele interessante Dinge zu tun, aber bedauerlicherweise kam die zweite Welle des Coronavirus. Kürzlich wurde in Israel eine Rekordzahl von Infizierten festgestellt. Das israelische Ministerkabinett trifft sich fast täglich zu ausserordentlichen Sitzungen, um die Quarantänemassnahmen zu erneuern. Die Menschen werden in ständiger Spannung gehalten. Und wir wiederum investieren das Maximum in jeden Tag. Wir verschieben nichts bis morgen, was heute getan werden kann.

Die Geschichte der Gemeinde von Venjamin und Olga Sadovsky:

Venjamin Sadovsky mit seiner Familie.
Wie wir bereits geschrieben haben, sind für jeden Dienst in unserer Gemeinde verschiedene Gemeinschaften verantwortlich, aus denen die grosse Gemeinde Living Israel besteht.

Heute werden wir Ihnen die gesegnete Familie Sadovsky, Venjamin und Olga, und ihre Gemeinde vorstellen:
Die Familie zog vor drei Jahren nach Rishon Le Zion, um eine Gemeinde und neue Projekte zu eröffnen. Das Gemeinschaftsleben begann mit nur zwei Familien. Ein halbes Jahr lang führte Gott viele interessante Menschen herzu, aus denen er ein starkes Team bildete. Mittlerweile gibt es mehr als 30 Menschen in der Gemeinde, die Kinder nicht mitgezählt.

Der Schwerpunkt ihres Dienstes liegt auf der Barmherzigkeit, in der Hilfe für Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden wie Drogen- und/oder Alkoholabhängige sowie Menschen, die nach der Umsiedlung nach Israel den Anschluss an das hiesige Leben nicht fanden und auf der Strasse landeten.

Mit verstärktem Gebet wurde im September 2019 das Reha-Haus eröffnet, in welchem seither ein aktiver Dienst an den Menschen getan wird, die von der Strasse in dieses Haus kommen, um seelische und geistige Genesung zu finden. Wer die erste Etappe bestanden hat, dient bereits den Neuen, die hinzugekommen sind. Letzte Woche kam Fima, ein neuer Mann, hinzu. Er benötigt wirklich unsere Gebete.

Fima, der Neue im Reha-Haus


Möge Gott die Gebete für Fima erhören.


Zweimal in der Woche gehen die Jungs in unser Café in Tel Aviv, um den Hungrigen auf der Strasse zu essen zu geben, also an Orten, wo sie selber noch vor kurzer Zeit angestanden hatten.

Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Phase beginnen sie zu arbeiten und Schulden aus ihrem früheren Leben abzuzahlen. Zugleich bauen sie wieder Beziehungen zu ihren Familien und Verwandten auf. Auch diese sehen die Herrlichkeit Gottes im wiederhergestellten Leben der Kursteilnehmer und einige fangen ebenfalls an, sich Christus zu widmen und ihm zu dienen.

Bedürftige bekommen zu essen.
Die Gemeinde und die Jungs aus dem Rehabilitationshaus beteiligen sich an verschiedenen sozialen Diensten, beispielsweise an der Unterstützung der Stadtverwaltung bei der Lieferung von Lebensmittelpaketen an Arme und grosse Familien.

Treffen mit Holocaustüberlebenden sind im Park wieder möglich.
Nach längerem Verbot dürfen sich ältere Menschen wieder unter freiem Himmel treffen, so dass sich die Holocaustüberlebenden im Central Park treffen und Gemeinschaft haben konnten und wo jeder eine Karte für den Kauf von Produkten erhielt.

Vier neue Geschwister liessen sich im Jordan taufen.
Nach der Quarantäne begannen auch die Versammlungen in der Gemeinde wieder. Vier neue Menschen hatten Jesus als ihren Herrn und Retter angenommen. An einem Schabbat wurden sie feierlich getauft, um ihren Bund mit Gott zu besiegeln.

Im Anschluss daran wurde das Abendmahl eingenommen. Die frisch Getauften nahmen zum ersten Mal daran teil. Wir wünschen ihnen, dass sie immer im Dank, in der Freude, im Gebet und in der Gegenwart Gottes bleiben.

Liebe Freunde von Rea Israel, wir schätzen Ihre Freundschaft sehr und dass wir mit Ihnen zusammen Gott preisen können! Vielen Dank, wenn Sie sich mit uns im Gebet vereinigen, dass die Menschen im Rehabilitationshaus Gott in allen Dingen treu bleiben und noch viele weitere ihren Retter finden, dass eine zweites Reha-Haus Realität wird und dass die neu Getauften in ihre Berufung eingehen.

Möge Gott Ihnen und Ihren Familien besonderen Schutz gewähren und Ihre Gesundheit bewahren.

 Gaben mit Vermerk Living Israel leiten wir gern an diese lebendige, aktive Gemeinde weiter. 

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Bereitet den Weg!
Von Dr. Jürgen Bühler, ICEJ-Präsident
(Schluss des Artikels «Die Wiederherstellung von Vätern und Söhnen» aus der Zeitschrift Wort aus Jerusalem von ICEJ, Ausgabe Nr. 4, 2020)


Das Christentum ist aus dem Bund Gottes mit Israel geboren worden. Alles, was unseren Glauben ausmacht, wurde uns von den Juden gegeben. Unsere Bibel wurde von Juden geschrieben. Jüdische Patriarchen, Propheten und Apostel weisen uns alle auf einen jüdischen Messias hin, der im Himmel noch immer «der Löwe aus dem Stamm Juda» heisst. Darum erklärte Jesus der Samariterin: «Das Heil kommt von den Juden.» (Johannes 4,22) Das bedeutet, dass unsere Beziehung als Gemeinde zu Israel so wichtig ist, wie es die Beziehung zwischen Vätern und Kindern ist. Natürlich trifft das auch umgekehrt zu. Aber es war hauptsächlich die Gemeinde, die über die Jahrhunderte hinweg ihre Väter in vielerlei Hinsicht respektlos behandelt hat. Es ist an der Zeit, nicht nur Busse zu tun, sondern «die Frucht der Busse» zu zeigen, wie Johannes der Täufer predigt.

Der Dienst des Elia ist ein endzeitlicher Dienst, daher kann ihn kein Gläubiger und keine Gemeinde in diesen letzten Tagen ignorieren. Ich glaube, die endzeitliche Gemeinde – die Braut Christi – kann es sich nicht leisten, die Familie Jesu – das jüdische Volk – weiterhin zu ignorieren oder beiseitezuschieben. Der Geist des Elia drängt uns, eine gute Beziehung zu den Vätern zu haben. Diese ist bedingungslos und kann nicht davon abhängig sein, wie gut sie sind, ob sie das glauben, was wir möchten, oder ob die israelische Regierung perfekt ist. Auch unsere irdischen Väter sind nicht perfekt, dennoch werden wir aufgefordert, sie zu ehren. Dasselbe gilt für Israel. Wir müssen sie ehren, lieben und segnen.

Der Geist des Elia wird uns helfen und uns lehren, wie wir auf die richtige Weise mit Gottes Volk verbunden sein und die richtige Einstellung zu dem Land Israel, das Gott ihm in einem ewigen Bund verheissen hat, haben können. Paulus warnt, dass wir andernfalls die Grundlage unserer Existenz gefährden – und das könnte böse enden (Römer 11,16ff). Angesichts des fünften Gebots könnten wir den Segen verpassen, der uns verheissen wird, wenn wir Vater und Mutter ehren.

Bereitet den Weg. Das Thema des diesjährigen Laubhüttenfests ist «Bereitet den Weg». Das hat sehr viel mit dem Geist des Elia zu tun. Es geht um die Wiederherstellung von Familien und Generationen. Diese sind Gott wichtig, denn sie gründen auf dem Wesen Gottes. Er ist unser Vater! Und seine väterliche Sorge drückt sich am prägnantesten durch den Propheten Maleachi aus: «Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn. Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre? Bin ich Herr, wo fürchtet man mich? Spricht der HERR Zebaoth …» (Maleachi 1,6)

Gott als unseren Vater ehren, unsere irdischen Väter ehren, uns wieder dem Glauben unserer Väter anschliessen und die Väter unseres Glaubens ehren – auf diese Weise spiegeln wir Gottes Wesen wider. Lassen Sie uns den Herrn bitten, die Salbung Elias über unserem Leben und unserer Nation freizusetzen. Bitte beten Sie mit uns für das Laubhüttenfest, dass dieses Wort wie ein klarer und lauter Ruf auf der ganzen Welt gehört wird. Lassen Sie uns gemeinsam den Weg des Herrn bereiten!

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von ICEJ Schweiz



rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.