Der Rundbrief
Oktober 2016, Nr. 131

Davidstern
Liebe Israel-Freunde, liebe Beter und Spender
Sprüche 19,17:
Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn,
und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat.

Es ist mir ein tiefes Herzensanliegen, Ihnen einmal mehr im Namen der Hilfsbedürftigen für Ihre Spenden zu danken, die immer wieder auf unserem Rea Israel-Konto eingehen. Es ist eine wahre Freude und grosse Ermutigung, dass Sie so treu hinter unserem christlichen Hilfswerk stehen.

Jetzt im Oktober darf ich mit 60 Reiseteilnehmern, wovon die Hälfte jünger als 30 Jahre jung ist, nach Israel fliegen. Vom schönen See Genezareth aus machen wir täglich Ausflüge und dürfen mit eigenen Augen sehen, wo Jesus Christus gelebt und gewirkt hat.

Die Jubiläumsausgabe des Oktoberrundbriefs wurde 86'000 mal gedruckt. ERF, EDU und andere freikirchliche Zeitschriften legen sie ihrem Versand bei. So hoffen, glauben und beten wir, dass wir weitere kostbare Menschen als Spender oder als Reiseteilnehmer gewinnen können.

Was die Reisen betrifft, ist es von Vorteil, frühzeitig zu buchen. Wer sich erst 2-3 Monate vor Abflug anmeldet, riskiert, dass die Reise entweder bereits ausgebucht ist, oder dass er einen Flugzuschlag in Kauf nehmen muss.

Hes. 11,17:
Darum sage: So spricht Gott, der Herr:
Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und
will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid,
und will euch das Land Israels geben.


Jesaja 43, 5-7:
So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir.
Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich
vom Westen her sammeln. Ich will sagen zum Norden:
Gib her! und zum Süden: Halte nicht zurück!
Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom
Ende der Erde, alle, die mit meinem Namen genannt sind,
die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und
gemacht habe.

Psalm 107,3:
… die er aus den Ländern zusammengebracht hat von
Osten und Westen, von Norden und Süden.

Vor unseren Augen sehen wir, wie das prophetische Wort in Erfüllung geht und Geschichte wird. Ist das nicht wunderbar? Und wir können sogar persönlich mithelfen, dass solche "Gesammelten" in ihrer neuen/alten Heimat besser Fuss fassen. Also, ich selber bin fasziniert davon! Gott segne Sie, jedes einzelne von Ihnen!

Ich grüsse Sie mit einem herzlichen Schalom

Rea Israel

Kurt Wenger, Präsident


Bitte helfen Sie uns helfen!
Postkonto 60-730528-4












Schabbat-Feier bei Rachel und Gilad Netanel

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

Rachel ist eine messianische Evangelistin. Sie und ihr Mann Gilad wohnen in der Nähe von Jerusalem. Rachel hat ein grosses Einfühlungsvermögen, Israelis das Evangelium lebendig zu erklären.

Während der Woche kontaktiert sie unermüdlich Freunde, Bekannte und Aussenstehende und lädt sie – Juden wie Araber – zu sich nach Hause ein, wo sie in familiärer Atmosphäre herzliche Gastfreundschaft geniessen, Gespräche führen und die Bibel studieren. Wöchentlich trifft sie sich mit verschiedenen Gruppen. Immer wieder finden dadurch Menschen den Weg zu Jesus.
Ein Höhepunkt ist jeweils die Schabbat-Feier am Freitagabend im rustikalen Untergeschoss ihres Hauses (Fotos). Mit Hingabe bereitet sie sich auf diesen Anlass vor. Ihr Mann Gilad steht ihr tatkräftig zur Seite.

Rachel erklärt: "Ich weiss nie, wie viele Gäste kommen. Wenn 20 Personen zusagen, dann erscheinen vielleicht 30, da manche spontan ihre Freunde mitbringen." Sie ist flexibel. Als wunderbare Köchin kocht sie stets genug für ca. 40 Personen, damit auch unterwartete Gäste herzlich willkommen sind! Als marokkanische Jüdin versteht sie auch mit marokkanischen Spezialitäten zu überraschen!!

Eine Schabbat-Feier bei Rachel und Gilad ist feierlich und unkompliziert zugleich. Nach jüdischer Tradition werden die Schabbat-Kerzen zu Beginn des Abends entzündet, Gebete gesprochen, der Wein gesegnet und das Brot gebrochen. Danach geniesst man das Essen in fröhlicher Gemeinschaft. Ein Abend kann auch mit Liedern und Musik ausklingen – es kommt immer darauf an, was für Gäste anwesend sind.

Eines lässt sich Rachel aber nicht nehmen: Während des Abends erzählt sie gerne aus ihrem Leben, wie sie als Jüdin zum lebendigen Glauben an ihren jüdischen Messias Jesus Christus fand. Das kann zu angeregten Gesprächen führen, was etliche dazu bewegt, an einem anderen Tag wieder vorbeizukommen, um noch mehr über Jesus zu erfahren.

 Wer diese feine, familiäre Art des Evangeliums unterstützen möchte, schreibe zu seiner Gabe: Rachel Netanel  

Bitte helfen Sie uns helfen!
Postkonto 60-730528-4


Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.










Heim für Holocaust-Überlebende in Haifa

Das Durchschnittsalter für Holocaustüberlebende in unserem Altersheim liegt bei 85 Jahren. Wir sind dankbar, dass es den meisten körperlich recht gut geht. Doch sie werden älter und brauchen mehr Pflege. Nur dank Unterstützung wird es diesen lieben, alten Menschen ermöglicht, ohne finanzielle Sorgen in einer herzlichen, familienfreundlichen Atmosphäre zu leben.

Die Vergänglichkeit des Lebens
Forscher sagen dass "alt werden" etwas mit der eigenen Einstellung zu tun habe. Wenn man sich seines Lebens erfreue, erhalte dies den Menschen jung. Mit einer positiven Einstellung geniesse man eine bessere Lebensqualität trotz gleicher oder sogar grösserer Altersbeschwerden als andere.

Obwohl diese Menschen durch schreckliche Leiden gegangen sind, heissen sie das Leben voll willkommen. Sie freuen sich an den wöchentlichen israelischen Volkstänzen sowie an vielen ausländischen Besuchern, die für Abwechslung sorgen. Einige der Bewohner helfen sogar als Freiwillige im Büro mit und bedienen auch gerne mal das Telefon.

Es ist wie ein Wunder, dass im Jahr 2015 kein einziger Heimbewohner verstorben ist. Doch in letzter Zeit mussten einige ins Spital gebracht werden. Zum Teil sind sie bereits zurückgekehrt, andere müssen noch länger bleiben. Die Notwendigkeit für einen Arzt und eine ausgebildete Krankenschwester für unser Heim wird immer dringender. Die Bewohner fühlen sich sicherer, wenn sie wissen, dass eine medizinisch ausgebildete Person in der Nähe ist. Dankbar wären wir um Spenden für den Lohn einer solchen Person.

Im April verloren wir eine der ersten Bewohnerinnen unseres Heimes. Das macht uns traurig. Miriam Kramin (Foto) verstarb im Alter von 94 Jahren.
Sie wurde im Kibbuz Degania begraben, wo sie vorher während vieler Jahre mit ihrer Familie gelebt hat. Miriam kam ursprünglich aus Polen und hatte im Holocaust fast ihre sämtlichen Angehören verloren. Wir werden sie im Haifa-Heim sehr vermissen.

Holocaust-Gedenktag
Jedes Jahr wird eine spezielle Gedenkfeier in der Strasse vor dem Altersheim durchgeführt. Würdenträger aus Haifa und der Umgebung, Rabbis und politische Personen kommen zu diesem Anlass, dazu Studentengruppen, Soldaten und die Polizei. Hier zwei Kommentare von Heimbewohnern, was ihnen dieser Gedenktag bedeutet.

Yudit H.: Als meine Familie und ich in Auschwitz ankamen, sahen wir Rauch, wussten aber nicht, was da brannte. Dann wurden wir voneinander getrennt. Ich bin die einzige meiner ganzen erweiterten Familie, die das Konzentrationslager überlebte. Noch bis heute versuche ich herauszufinden, was mit meinen Angehörigen passiert ist. Daher sitze ich jedes Jahr am Holocaustgedenktag gebannt vor dem TV, um vielleicht doch noch etwas über sie zu erfahren. Dieser Tag ist für mich ein wichtiger Gedenkanlass.

Chava: Das ist ein schwerer Tag. Als meine Kinder noch zu Hause waren, versuchte ich stets, nicht mit ihnen allein zu sein, wenn die Sirenen heulten. Während dieser Schweigeminute musste ich nämlich immer weinen. Wir wollten unsere Kinder nicht mit unserer Vergangenheit belasten. Erst viel später erzählten wir ihnen, was wir durchgemacht hatten. Es ist ein Tag, an dem ich an meine ermordete Familie denke, und dabei spreche ich das "Trauergebet". Es fühlt sich an, als ob ich an ihrem Grab stehen könnte.

Besuch bei Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem
Anfang 2016 durfte ein Teil der Bewohner Premierminister Benjamin Netanjahu in seinem Büro in Jerusalem besuchen (Foto). Die gegenseitige Freude war gross! Und kürzlich wurden die lieben, alten Menschen von des Premierministers Frau besucht. Sara Netanyahu reiste nach Haifa, um die Geschichten einiger Holocaustüberlebenden zu hören. Mit einem offenen Ohr und einfühlsamen Herzen würdigte sie diese Menschen, die nicht nur den Holocaust überlebt, sondern auch beim Aufbau des Staates Israel mitgeholfen haben. Eine der Bewohnerinnen war so begeistert, dass sie meinte: "Nachdem ich vor ein paar Monaten den Premierminister persönlich getroffen habe und seine Hand schütteln durfte, bekam ich heute eine grosse Umarmung von Sara. Das Leben ist einfach wunderbar im Haifa-Heim!"

(Zusammengestellt von Silvia Pfeil. Quelle: Christliche Botschaft Jerusalem. Text und Bilder mit freundlicher Erlaubnis verwendet)



 Spenden für das Haifa-Heim werden sehr gern weitergeleitet  

Bitte helfen Sie uns helfen!
Postkonto 60-730528-4


Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.










Hilfe für christlich-irakische Flüchtlinge in Jordanien

von Shmuel und Pamela Suran, unseren Kontaktpersonen

"Lasst uns also nun, wie wir Gelegenheit haben,
allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber
gegenüber den Hausgenossen des Glaubens!"
(Galater 6,10)

Zwei Jahre nach dem Einmarsch des IS in Mosul
Es gibt wohl kaum einen anderen Ort der Welt, wo das Christentum so alt ist wie im Irak. Die dort lebenden Christen haben eine Geschichte, die zurück in die apostolische Zeit reicht.

Doch heute ist ihre Existenz durch die IS-Terrorgruppe ‚Islamischer Staat' bedroht. Vor zwei Jahren fiel der IS in Mosul ein. Dies ist die zweitgrösste Stadt Iraks mit 2,5 Millionen Einwohnern. Von Mosul aus überfielen die Terroristen die Nachbardörfer und -städte. Das weite Gebiet ist bekannt als die Ninive-Ebene und war die Heimat der Christen seit dem ersten Jahrhundert nach Christus. Doch was in den letzten 2000 Jahren aufgebaut wurde, wurde jetzt innerhalb weniger Monate zerstört.

Der IS eroberte Mosul am 10. Juni 2014. Die Islamisten malten den arabischen Buchstaben "N" an die Türen der irakischen Christen. Das ist ein Hinweis auf "Nasrani", den Nazarener, also Christus. Kurze Zeit später, am 7. August, stellten die Eroberer das Ultimatum, dass alle Christen sich zum Islam bekehren oder eine (hohe) Steuer bezahlen müssen oder ansonsten hingerichtet würden. Diese furchtbaren Drohungen zwangen die Christen zur Flucht aus Mosul, zum Verlassen ihrer Häuser, Dörfer, Geschäfte und Arbeitsstellen. Sie wurden zu Flüchtlingen und Obdachlosen.

Seit dieser katastrophalen Entwurzelung sind zwei Jahre vergangen. Die meisten Vertriebenen flohen in die kurdische Region im Irak. Doch in Erbil, deren Hauptort, angekommen, mussten sie erfahren, dass sie kein "Exit-Visum" in Kurdistan beantragen konnten. Nur gerade das Allernötigste an Lebensmitteln, Kleidung und die Erlaubnis, auf dem Gelände von verschiedenen Kirchen übernachten zu dürfen, wurde ihnen angeboten.
Die Flüchtlinge waren zutiefst frustriert über diese Situation. Doch dann erreichte Kurdistan eine erfreuliche Nachricht. Die UNHCR (UNO-Flüchtlingshilfe) wollte Familien, die nach Jordanien kamen, helfen, zu einem Visum zu kommen, um damit in ein anderes Land in Europa, Nordamerika, Australien oder Neuseeland auszureisen. Diese Hoffnung brachte eine enorme Verschiebung nach Jordanien mit sich.

Ein neuer Strom christlicher Flüchtlinge kommt nach Amman
Jeden Monat strömen weitere Flüchtlinge nach Amman. Zum Glück finden diese Ankömmlinge vorübergehend eine sichere Bleibe in Jordanien.

Während unseres Besuches im August trafen Pamela und ich ein paar Familien. Eine Frau namens Fattan war mit ihrem Mann und zwei Söhnen (16 und 20) erst vor kurzem aus Kurdistan angekommen. Sie erzählte, dass im Irak je länger je mehr Chaos herrsche, Verfolgung und Mord an Christen und anderen "Ungläubigen". Irak sei ein wirklich gefährliches Land geworden. Immer wieder würden christliche Männer auf ihrem Arbeitsweg ermordet.

Eines Tages klopfte ein Mann mit einem langen Bart und einem orientalischen Gewand an ihre Tür. Als sie öffnete, fragte er sie: "Sind Sie die Frau Qais?" Sie bejahte und erfuhr, dass man beabsichtige, ihren Mann umzubringen. "Wir wissen, dass Sie Lehrerin sind und zwei Söhne haben. Verlassen Sie das Haus und den Ort so schnell wie möglich." Schon am nächsten Tag flohen sie in eine andere Gegend. Sie liessen sich in Qaraqosh nieder und konnten dort ein Haus mieten. Der Mann fand in einer Garage Arbeit als Mechaniker. Die Frau ging sogar teilweise nach Mosul, um dort Kindern Englischunterricht zu geben. Es ging soweit alles gut, bis der IS im August 2014 in Mosul eindrang.

Die Familie bekam Angst, obwohl die Kurden ihr Gebiet bewachten. Die Kirchenleitung vertraute den Kurden und meinte, in Qaraqosh würde alles in Ordnung bleiben, ja, sie riet den Christen von einer Flucht ab. Doch bald darauf kam der IS auch hierher und begann das Dorf zu attackieren. Die Familie floh nach Erbil und lebte im Freien, bis sie ins Haus eines Freundes einziehen konnten. Nach sechs Monaten zogen sie in ein Wohnwagen-Camp, bevor sie vor zwei Monaten in Amman ankamen.

Fattan Qais ist Englischlehrerin für Anfänger. Sie unterrichtet auch Kunst, sie malt und strickt. Leute, die in Mosul Englisch lernten, können es allerdings kaum sprechen, da sie sich hauptsächlich auf die Grammatik konzentrieren. Fattan versteht zwar fast alles, was wir in Englisch sagen, hat aber wenig Sprecherfahrung. Sie leidet an einem Kriegstrauma und braucht innere Heilung. Sie erzählte, dass der IS Kirchen, Friedhöfe und archäologischen Stätten zerstörte, um die Spuren der Christen auszulöschen.

Die Familie steht jetzt im Prozess der Visa-Beantragung und darf hoffentlich bald in ein Gastland ausreisen. Doch vorerst möchten wir diese Familie in unser Patenschaftsprogramm aufnehmen, damit sie im Stephanus-Projekt anderen Irakern dienen können. Bitte betet, dass diese Familie ihre Visa bekommt und dass ihnen in der Zwischenzeit in Amman bis zur ihrer Ausreise geholfen werden kann.

Das Stephanus-Projekt und "die Sieben"
Das Stephanus-Projekt basiert auf Apostelgeschichte 6, 1-7. Dort wuchs die Gemeinde, und es brauchte fähige Männer, die den Bedürfnissen der Gemeindeglieder Rechnung trugen. Stephanus war der erste, den man aus sieben Männern dazu auswählte. Später wurde er zum ersten Märtyrer in Jerusalem. Für den Prozess der Auswahl brauchten wir ein paar Monate, um zu beten und diejenigen zu beobachten, die wir für diesen Dienst im Auge hatten. Im Juni konnten wir sie alle bestätigen. Inzwischen erkannten wir ihre Fähigkeiten, um in einem Team ihren eigenen Leuten in der irakischen Gemeinschaft zu dienen (Foto: Teil des Stephanus-Teams).

Fast täglich treffen neue christliche Flüchtlinge aus dem Irak ein. Es ist ein grosses Anliegen, diese Menschen ausfindig zu machen. Das Team beginnt mit der grundlegenden Arbeit, notiert deren Namen und stellt fest, was sie am dringendsten benötigen. Sie achten auch auf deren geistlichen Zustand und ermutigen sie, zum Gottesdienst in die Gemeinde zu kommen. Die Teammitglieder werden ausgebildet, auch für diese Menschen beten zu können. Sie kümmern sich um ihre leiblichen und seelischen Nöte, besuchen sie regelmässig, bringen Hilfsgüter, beten für sie und mit ihnen – so wie der biblische Stephanus es auch getan haben mag.

Das Stephanus-Projekt entwickelt sich erfreulich. Das Team setzt sich bei der Hilfsgüter-Verteilung enorm ein. Shader, bekannt als Abu Yusuf, leitet diesen Dienst zusammen mit Haitham. Zum ersten Mal erlebte Haitham die Bekehrung einer Person. Er vernahm von einer Flüchtlings-Witwe, dass sie Lebensmittel und einen Kühlschrank benötigte. Er beschaffte ihr diese Dinge und führte sie danach zum Glauben an Jesus. Erst im Juni hatte er bei einer Schulung gelernt, wie man Menschen zu Jesus führt. Dieses Erlebnis begeisterte und beglückte Haitham. Wir hörten auch, wie er und Shadar Familienlisten zusammenstellten, diese Familien aufsuchten, ihnen Gutscheine und Ventilatoren aushändigten. Wir hörten Berichte über die erfolgreichen Übersetzer im Team, die sich bei der Arbeit sehr gut einbringen. Übersetzer Maher bewährt sich bestens.
Andere Personen im Team dienen als Fahrer und werden von Übersetzern begleitet. Dr. Niveen wurde in seiner Aufgabe befördert und darf nun das ganze Projekt "Haus Ruth" mit seiner Supervision begleiten. Bei vielen Mitarbeitern sahen wir eine erstaunlich positive Veränderung. Das Team selbst ist zu einer innigen Familie zusammengewachsen.

Durch das Stephanus-Projekt wurde eine wichtige apostolisch-prophetische Grundlage gelegt, um vertriebene Christen für den Dienst an anderen Christen auszurüsten. Auch der Bürgerkrieg in Syrien wird zunehmend grotesker, somit kommen weitere Flüchtlingsströme nach Amman.

Wir hatten die Notwendigkeit erkannt, irakische Christen heranzuziehen, damit sie ihren eigenen Leuten dienen können. Darum engagierten wir uns in dieses Projekt mit Patenschaften und Jüngerschaftsschulung, wodurch der stetig wachsenden Gemeinschaft von Christen praktisch und seelsorgerlich gedient werden kann.

Möge unser Herr diese kostbaren Menschen weiterhin segnen, und mögen sie zum richtigen Zeitpunkt ihr Ausreisevisum für das von ihm ausgesuchte Land erhalten.

Wie können Sie Flüchtlingen helfen?
Dank der Grosszügigkeit mehrerer Spender erhalten bereits etliche Familien eine monatliche Unterstützung für Miete, Lebensmittel und persönliche Notwendigkeiten. Das ist für sie, die ja kein Einkommen mehr haben, buchstäblich überlebenswichtig. Bitte beten Sie darüber, ob und wie auch Sie mithelfen können.

CHF 200.- monatlich als Patenschaft für Miete und Lebensmittelpakete
CHF 2'400.- Jahrespatenschaft
CHF 200.- monatlich an das Stephanus-Projekt
CHF 50.- bis 100.- für elektrische Ventilatoren
CHF 100.- an den Fonds für medizinische Notfälle

Für Pamela und mich ist es wirklich eine Ehre und ein Vorrecht, unseren vertriebenen Glaubensgeschwistern zu dienen. Diese irakischen Christen werden wohl nie wieder in ihre Städte oder Dörfer zurückkehren können, wenn diese unter der Kontrolle des IS stehen oder überhaupt noch bewohnbar sind.

Herzlichen Dank allen, die auf irgendeine Weise ihre Anteilnahme und Unterstützung für diese Flüchtlings-Familien in Jordanien bekunden. Möge der Herr Sie reich segnen!

"Der Gott des Friedens aber, der den grossen Hirten der Schafe aus den Toten heraufgeführt hat durch das Blut eines ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus, vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen". (Hebräer 13,20-21).

Im Namen der Flüchtlinge,
herzlichst mit Segen und im Gebet,
Shmuel und Pamela Suran

Bevor dieser Rundbrief veröffentlicht wurde, berichtete SRF, dass 75'000 Flüchtlinge vor den Toren Jordaniens auf Einlass warten – ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne medizinische Hilfe. Täglich sterben Menschen. Eine grosse Katastrophe!


 Gaben für irakische Flüchtlinge bzw. das Stephanus-Projekt werden sehr gerne weitergeleitet.  

Bitte helfen Sie uns helfen!
Postkonto 60-730528-4


Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.