Rundbrief Nr. 183
November 2020


Ein grosses Dankeschön  

Pastor Najeeb und Elizabeth Atteih leiten eine Gemeinde, führen das Soldatenheim und kümmern sich um Flüchtlinge.
Von Elizabeth Atteih bzw. den christlichen Flüchtlingen in Jordanien

Die Flüchtlinge in Jordanien sind ausserordentlich dankbar für die monatlichen Spenden, die sie auch in dieser schwierigen Zeit via unseren Dienst «von Herz zu Herz» von den Rea Israel-Spendern erhalten. Wir können die Gaben an einen Glaubensbruder der dortigen Kirche überweisen, und die entsprechenden Empfänger holen sich ihren Teil bei ihm ab.

Es gibt mehrere dieser Flüchtlinge, die Gott auf die eine oder andere Weise erleben, ganz besonders, wie die Hand des Herrn immer wieder zur rechten Zeit eingreift und sie erfahren dürfen, wie er sich um ihre grundlegenden Bedürfnisse kümmert. Am wichtigsten für sie ist jedoch, dass sie in ihren Häusern oder Wohnungen bleiben können und nicht auf die Strasse gestellt werden, was der Fall wäre, wenn sie die Miete nicht mehr zahlen könnten.

Die christlichen Flüchtlinge bedanken sich von Herzen bei jedem Spender, der sie unterstützt.



Ein grosses Dankeschön  

Rachel und Gilad laden gerne Gäste ein und erzählen ihnen von ihrem Glauben an den Messias.
Von Rachel und Gilad Netanel

Rachel & Gilad sind glücklich über die neuen Kochtöpfe und Küchengeräte, die sie sich dank einer Spende von Rea Israel für ihre Freundschafts-Evangelisation in ihrem Haus in der Wüste kaufen konnten. Sie senden ein herzliches Dankeschön an alle Freunde und Sponsoren. Ihre Freude ist gross!!!

Praktisch, schön und leicht zu reinigen sind diese Töpfe.
Am Telefon schwärmte Rachel von der guten Qualität der drei neuen Töpfe, die sie sich zu einem günstigen Preis in Eilat besorgen konnten. Auch das Reinigen sei viel einfacher und zeitsparender.

Von der Spende besorgten sie sich:
einen Mixer (für Salate, Säfte, Kuchen usw.)
zusätzliche flache und tiefe Teller
einen Toaster-Ofen
drei extra grosse Kochtöpfe, verschiedener Grössen für Gemüse, Reis, Schabbat-Fisch. Die Töpfe sind sehr hübsch in Form und Farbe und können daher direkt auf den Tisch gestellt werden.

Jetzt macht das Kochen für die Gäste noch mehr Freude!



Schulgeld für Kinder der Vorschule «Kleine Herzen» in Jerusalem
ICEJ möchte zwei Projekte für Kinder realisieren.
Hier stellen wir Ihnen das zweite Projekt vor:


Seit die Corona-Krise im vergangenen Frühjahr Israel erreichte, wurden viele Arbeitnehmer finanziell verunsichert, da Schulen, Flughäfen und Firmen schlossen und dadurch viele Menschen ohne Arbeit liessen. In Israel stieg in wenigen Monaten die Arbeitslosigkeit von 4 % auf 27,5 % und befindet sich zurzeit bei 21,7 %. Da viele Israelis ihren Job verloren oder in unbezahlten Urlaub geschickt wurden, ist es für Familien äusserst schwierig, die monatlichen Rechnungen bezahlen zu können. Die israelische Regierung und auch lokale Wohlfahrtsorganisationen versuchen, Hilfe zu leisten, die aber trotzdem für viele unzureichend ist.

Viele lokale Gläubige in Israel ziehen es vor, ihre Kinder in Privatschulen zu schicken wie zum Beispiel in die Kita-Vorschule «Kleine Herzen» in Jerusalem. Dieser Kindergarten wird durch Gläubige geleitet und ermöglicht eine Erziehung und Schulung in einem sicheren Glaubensumfeld. Diese Vorschule ist aber noch aus einem anderen Grund speziell: Die Leitung ist überzeugt, dass es wichtig ist, auch Kinder mit anderem Hintergrund willkommen zu heissen. Daher lernen und spielen arabische und jüdische Kinder gemeinsam miteinander.

Leider kämpfen in der momentanen Situation viele Eltern mit dem Bezahlen des Schulgeldes. Diese sind vor allem Neueinwanderer, Alleinerziehende oder solche mit grossen Familien. Im Frühjahr, während der ersten Corona-Welle, schloss Israel die Schulen. Dadurch waren die Privatschulen plötzlich ohne das Einkommen durch die Schulgelder, obwohl sie trotzdem laufende Ausgaben für das Nötigste hatten. Eine Sponsoren-Kampagne rettete im Frühjahr die Vorschule «Kleine Herzen» und ermöglichte ihren weiteren Bestand. Nach dem Schulanfang im September kam aber schon bald der zweite Lockdown. Wiederum befindet sich diese Vorschule in einem kritischen Zustand. Ohne Unterstützung könnte es sogar sein, dass sie ihre Tore für immer schliessen muss.

In Israel gibt es nur wenig Möglichkeiten, dass Familien ihre Kinder zu einer Schule schicken können, wo der Unterricht auf biblischem Glauben basiert und die Kinder gemeinsam mit anderen gläubigen Schülern lernen und sich dabei entwickeln. Jedoch gläubige Kinder, die keinen Zugang zu solch einer unterstützenden Schule haben, werden vielfach in öffentlichen Schulen mit Schwierigkeiten konfrontiert, wo ihre Identität und ihr Glauben in Frage gestellt, missverstanden und unerwünscht ist.

Tatsache ist, dass Privatschulen Geld kosten, da diese Schulen keine Subventionen vom Staat erhalten. Heute, angesichts der wirtschaftlichen und Gesundheitskrise, benötigen lokale gläubige Familien mehr denn je Unterstützung, um das Schulgeld ihrer Kinder bezahlen zu können. Eine solche Unterstützung wird auch gewährleisten, dass die Türen der Schule offenbleiben und die Lehrer und Schulangestellten ihre Arbeitsstelle behalten können. «Für jede Unterstützung in dieser schwierigen Zeit sind wir äusserst dankbar. Eine Spende, egal wie gross, wäre ein Segen!»

Emily Skedi, Schulleiterin der Vorschule «Kleine Herzen»

Kosten (gestecktes Ziel): CHF 44'000.-

Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung der ICEJ Christliche Botschaft Jerusalem

 Gaben mit Vermerk Vorschule «Kleine Herzen» leiten wir gern an die ICEJ Internationale Christliche Botschaft Jerusalem weiter. 

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Evangelistisches Café in Tel Aviv – ein Zweig von «Living Israel»
«Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.» 2. Kor. 5,17

Gott verändert Leben! Dies erlebte auch Svetlana.

Sie erzählt: Ich heisse Svetlana Piteski und bin 50 Jahre alt. 1992 kam ich mit meiner Familie aus Usbekistan nach Israel. Die Familie meines Mannes hatte uns gebeten zu kommen. Doch dann wurde unsere Ehe geschieden.

Svetlana, als sie noch auf der Strasse lebte.

Eine Zeitlang wohnte ich mit meinen Kindern bei einer anderen Frau, die selber auch drei Kinder hatte. Dann trat ein Mann ins Leben dieser Freundin. Er überredete uns Frauen, Drogen auszuprobieren. Davon wurde ich im Jahr 2002 abhängig. Auch nachdem ich diese Familie verlassen hatte und mit meinen Kindern wieder allein wohnte, frönte ich meiner Sucht, und es wurde immer schlimmer. Mein Leben war total ruiniert. Schliesslich nahmen mir die Behörden die Kinder weg. Ich verlor mein Zuhause und lebte auf den Strassen von Tel Aviv.

Svetlana, als sie noch auf der Strasse lebte.

Irgendwann begegnete ich Leuten von «Living Israel», die mit mir redeten, mich mitnahmen und beherbergten. Danach wechselte ich ins Reha-Kloster Haifa und durchlief ein Reha-Programm.

Durch die Zuwendung dieser Menschen fand ich Vergebung, Frieden, Freude und ein neues Leben in Gott. Ein Höhepunkt war meine Taufe. In der dortigen Bibelschule lernte ich das Neue Testament kennen.

Heute diene ich zusammen mit Alex, meinem gläubigen Mann, in der Nähe des alten Busbahnhofs in Tel Aviv in einer Suppenküche, die sich «Café» nennt. Dort kümmern wir uns um Menschen, die so sind, wie ich einst war.

 Gaben mit Vermerk Café in Tel Aviv leiten wir gern entsprechend an «Living Israel» weiter. 

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Gemeindebewegung «Living Israel»
Die messianische Gemeinde „Living Israel“ entstand 1995 in einem Vorort von Haifa mit einer kleinen Gruppe von Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Die Gemeinde wuchs und multiplizierte sich. Bereits gibt es in mehreren Städten Israels starke, lebendige Gemeinden. Hauptleiter ist Gleb Sambursky. *Living Israel* betätigt sich auch mit sozialen Werken für Holocaustüberlebende, mit Mahlzeitenausgaben, einer Männer-Reha und seit 2020 auch mit einem Frauenhaus.

Bericht von Pastor Venjamin Sadovsky in Rishon Le Zion

Pavel
Venja betet mit Pavel.

Mit 17 Jahren kam Pavel aus Usbekistan nach Israel. Das war im Jahr 2000. Er leistete auch seinen Militärdienst und wurde zum Scharfschützen ausgebildet. Nach der Entlassung aus dem Militär heiratete Pavel und wurde Vater von zwei Kindern. Doch dann geriet er in die Drogenszene. Seine Frau verliess ihn und reiste nach Russland zurück.

Wir trafen Pavel im September 2020 auf den Strassen von Tel Aviv, und er besuchte unser evangelistisches Café. Ich erzählte ihm aus meinem eigenen Leben und was wir bei «Living Israel» tun. Daraufhin kam Pavel zuerst zu mir nach Hause, dann ins Reha-Haus in Rishon Le Zion. Und das Wunder geschah! Pavel tat Busse vor dem Herrn und nahm Jesus Christus in sein Leben auf. Heute dankt er Gott, dass er bei «Living Israel» im Reha-Hause sein darf und neue Freunde gefunden hat.

Pavel braucht Gebet, dass Gott ihn völlig heilt und wiederherstellt. Möge er dem Herrn dienen wollen und Menschen helfen, die in solchen Schwierigkeiten stecken wie er noch vor Kurzem.

Frauenhaus, Nähe Haifa
Das gemietete Frauenhaus wurde erst im August 2020 offiziell eröffnet. Die Tür steht allen Frauen in Not offen: Drogensüchtigen, Alkoholikerinnen, Prostituierten, misshandelten Frauen, Frauen mit schwierigen Kindern. Momentan beherbergen wir elf Bewohnerinnen. Sie hörten von diesem Haus durch Freunde oder durch unser evangelistisches Café in Tel Aviv, wo wir Mahlzeiten an Bedürftige austeilen. Die Bedingung ist, dass sie willig sind, Schritte vorwärts zu tun zu einer Veränderung, zu einem neuen, sinnvollen Leben.

Es ist vorgesehen, dass das Wiederherstellungs-Programm 6-9 Monate dauert, je nach Bedürftigkeit der betroffenen Frau. Täglich finden drei Treffen im Haus statt, wozu auch andere Personen von der messianischen Gemeinde dazustossen. Es gibt Gebetszeiten und Bibelstunden. Wenn jemand ganz besondere Hilfe benötigt, dann versuchen wir auch dem gerecht zu werden. Jede Frau ist anders und hat ihre persönliche Not.

Hier lernen sie elementare Aufgaben wie Kochen, Putzen, Ordnung halten, Finanzen, Umgang, Hygiene, Pflege, Kinderbetreuung usw. Und natürlich ist es uns ein Anliegen, dass sie Jesus Christus persönlich erleben. Andere Frauen, die nicht Teil der Familie Gottes werden wollen, verlassen das Haus meist schon wieder kurz nach ihrem Eintritt. Das Frauenhaus wird von zwei Ehefrauen vom Gemeindeverband «Living Israel» geführt.

 Spenden für das Frauenhaus von «Living Israel» leiten wir sehr gern weiter. 

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Stiftung «Weg zur Heilung»
Yuval Roth ist der Gründer und Leiter dieser Organisation, welche 2006 entstand. Sie fördert auf menschlicher Ebene Versöhnung zwischen Juden und Palästinensern, indem zuerst er allein, dann auch Freunde und Bekannte und schliesslich viele Freiwillige Fahrdienste für kranke palästinensische Kinder übernehmen, die in israelischen Spitälern ärztliche Hilfe bekommen. Sie werden samt einem Elternteil oder sogar beiden Eltern an den Checkpoints abgeholt und nach der Behandlung wieder zurückgebracht.

Ein dankbarer Vater verabschiedet sich von Yuval Roth (Dieses Bild entstand noch vor Corona).

(Auszug aus ihrem August-Rundbrief): Die Zahl der Patienten aus dem Westjordanland, die zur Behandlung nach Israel gebracht werden müssen, ist wieder auf das Niveau vor Corona zurückgekehrt. Die jungen Freiwilligen, die wir in den frühen Tagen von Covid-19 angeworben haben, um Patienten zu fahren, sind jetzt zu ihren Jobs und anderen Aktivitäten zurückgekehrt, während unsere älteren Freiwilligen, von denen viele gefährdet sind, Patienten erheblich weniger fahren. Folglich ist es schwierig geworden, die Transportnachfrage zu befriedigen. Diese letzte Woche war für uns eine besondere Herausforderung. Wir mussten viele Fahrten arrangieren, und es waren zusätzliche Anstrengungen seitens unserer Freiwilligen erforderlich.

Patienten aus Gaza werden heute häufig für längere Zeit an den verschiedenen Kontrollstationen festgehalten. Von unseren grosszügigen Freiwilligen wird daher erwartet, dass sie immense Geduld zeigen, ein gutes Buch wäre praktisch.

Eine freiwillige Fahrerin unterwegs.

Nach über drei Jahren als Koordinator der Region Nord sowie der Koordinierung der Rückreisen in die Zentralregion im letzten Jahr hat sich Yoni von dieser Position zurückgezogen. Yoni war ein engagierter, enthusiastischer und grosszügiger Koordinator. Er kannte alle Patienten und ihre Familien und half ihnen so viel mehr, als nur ihre Fahrten zu organisieren. Seine Verbindungen zu vielen entwickelten sich zu warmen und engen Freundschaften.

Yair herzt seine «Gaza-Enkelin» und trägt mit Stolz die aus palästinensischer Hand erhaltene Kippa. (Dieses Bild entstand noch vor Corona.)
Volontär Yair, ein älterer Kibbuz-Bewohner aus der Nähe des Gazastreifens, fuhr während 1 ½ Jahren das elfjährige Mädchen Nur mit ihrem Vater Ibrahim alle drei Wochen vom Gazastreifen zur medizinischen Behandlung und wieder zurück. Gewöhnlich verbrachten Vater und Tochter eine Nacht im Spital und wurden anderntags wieder zurückchauffiert. Das Mädchen hatte sich zuvor einer Nieren- und Leber-OP unterziehen müssen. Auf diesen vielen Fahrten entstand eine kostbare Freundschaft zwischen der palästinensischen Familie und dem israelischen Yair. Er achtete darauf, dass immer er für diese Fahrten aufgeboten wurde. Jemand aus Ibrahims Verwandtschaft häkelte für ihn sogar eine jüdische Kippa (Mütze). Ibrahim erwähnte oft, dass die Politik ihn nicht interessiere, viel wichtiger sei ihm, dass Friede herrsche. Mögen noch viele Palästinenser so denken, gerade auch aus Dankbarkeit für die vielen Fahrdienste und die medizinischen Behandlungen in israelischen Spitälern!

 Gaben für die Stiftung «Weg zur Heilung» werden gern weitergeleitet. 

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Obdachlosenarbeit Ashdod
Eine Arbeit unter Obdachlosen, Alkoholikern, Drogenabhängigen, Prostituierten und Armen.
Internationaler Direktor: George Wehnes, USA,
Hauptleiter von „Ohel Avraham“ in Israel: Genady Michaely
Ziel: Den allmächtigen Gott zu ehren mit biblisch fundierten Wiederherstellungsprogrammen für Gestrauchelte im Land Israel.

George Wehnes, internationaler Direktor, berichtet:

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn

„Schalom“ ist ein interessantes Wort und hat viele Bedeutungen. Gewöhnlich gebraucht man es als Grusswort, wenn Menschen sich begegnen oder sich voneinander verabschieden. Es bedeutet Friede, Harmonie, Ganzheit, Vollständigkeit, Gedeihen, Wohlergehen und Ruhe.

In unserer heutigen Welt, wo durch die Corona-Situation vieles durcheinandergeraten ist, auch durch Aufstände, erleben die Gläubigen in Jesus Frieden, auch inmitten von Unruhen. Jesus sagte: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch: nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ Joh. 14,27

Selbstgefischtes wurde gekocht! Der Reha-Leiter Genady zeigt stolz die Pfanne. Im schwarzen T-Shirt: Alexey.

Vielseitige Betätigungen. Unser himmlischer Vater wirkt weiterhin durch die Arbeit der Obdachlosenarbeit in Ashdod, genannt „Rescue in Israel/Ohel Avraham“ und das dazugehörende Reha-Haus für Männer. Letzthin ging Genady mit ein paar Männern der Reha zum Fischen. Es hat sich gelohnt, wie man auf dem Bild sieht!

Alexey ist erst seit Kurzem in der Reha.

Hier erzählt er aus seinem Leben:

Im Alter von 13 Jahren wurde ich mit der Thora bekannt gemacht. Es war 1993, als orthodoxe amerikanische Studenten auf die Krim kamen und dort Sommer- und Winter-Kinderlager durchführten. Sie sprachen über jüdische Traditionen und die Geschichte Israels. Die Reise zu diesen Einsätzen bezahlten sie aus eigener Tasche. Dank ihnen kam ich in Kontakt mit jüdischen Menschen. Mit manchen bin ich noch heute freundschaftlich verbunden.

1999 entschied sich meine Familie, nach Israel auszureisen. Zehn Jahre später wurde bei meiner Mutter Krebs diagnostiziert. Im Februar 2020 starb sie – für mich viel zu früh, denn ich fühlte mich mit meiner Mutter eng verbunden. Der Verlust setzte mir sehr zu, ich wurde depressiv und begann zu trinken. In der Folge verlor ich meine Arbeitsstelle – und bald darauf auch meine Wohnung, weil ich die Miete nicht mehr zahlen konnte.

Einer meiner Freunde brachte mich zu einer russischsprachigen Synagoge. Dort fand ich zwar Unterkunft, doch nach einigen Wochen ging ich zum Sozialamt in Ashdod. Dort lernte ich auch Mitarbeiter der Obdachlosenarbeit Ohel Avraham kennen. Der Sozialarbeiter kontaktierte Genady Michaely, und der war sofort bereit, mich im Reha-Wiederherstellungsprogramm aufzunehmen. (Anmerkung von George Wehnes.: Unsere Reha ist beim Sozialamt inzwischen gut bekannt und wird sehr geschätzt.)

Hier bin ich von Gläubigen umgeben und lerne durch das Neue Testament, wer Jesus Christus ist. Wir studieren die Bibel, wir beten und machen praktische Einsätze, um Bedürftigen zu helfen. Schon nach ein paar wenigen Monaten empfand ich den starken Wunsch, mein Herz Jesus anzuvertrauen. Am 6. August 2020 tat ich Busse vor Gott. Nun ist mein Leben verändert, ich spüre Frieden und Ruhe wie noch nie zuvor. Vielen Dank für Ihre Unterstützung, welche es mir ermöglichte, Licht und Hoffnung zu empfangen. Der Herr segne Sie!

Nicht nur Esswaren, auch Kleidung wird an Bedürftige weitergegeben.

Strasseneinsätze. Auf unseren Strasseneinsätzen verteilen wir abgepackte Mahlzeiten, die durch freiwillige Helfer und Helferinnen und unsere Reha-Männer zubereitet werden. Wir machen damit weiter und dienen den Menschen, die zu uns kommen und Hilfe suchen. Wegen des Coronavirus ist es uns nicht erlaubt, Leute unser Reha-Haus betreten zu lassen. Doch wir haben einen Weg gefunden, um Bedürftigen das zu geben, was wir an geschenkten Kleidern und anderen Artikeln bekommen haben.

Israel braucht Gebet. Bitte beten Sie weiter für Israel. Die Covid-19-Pandemie hält Israel gefangen. Viele Menschen sind davon betroffen.

Mahlzeitenportionen werden von einer Volontärin vorbereitet. Hinten ist Alexej an der Arbeit.

Positive Veränderungen. Wenn Männer in unserem Wiederherstellungsprogramm zum Glauben kommen und in eine Beziehung zu Gott treten, hat das mehrfach positive Auswirkungen. Sie lernen, von sich selber wegzuschauen, die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen zu entdecken und so Erbarmen und Fürsorge für andere zu entwickeln.

Frauenhaus. Der Herr sorgt wunderbar für unsere Bedürfnisse. Durch Gottes Fürsorge wird es möglich sein, dass das geplante Frauenhaus nach Fertigstellung völlig bezahlt sein wird. Wir hoffen, dass wir Ende dieses Jahres im Besitze aller Genehmigungen sein werden und mit dem Bau beginnen können. Dann werden wir uns konkret nach einer Leiterin umsehen. Diese wird eine spezielle Ausbildung für diesen Dienst bekommen, denn es geht darum, mit Opfern von Sucht und Menschenhandel umgehen zu können. Sie wird mit Genady Michaely zusammenarbeiten, und sie werden ein Wiederherstellungsprogramm für Frauen aufbauen.

Danke! Wir danken unserem himmlischen Vater, dass er uns erlaubt, seine Liebe und Fürsorge im Land Israel weiterzugeben. Wir danken auch Ihnen, liebe Freunde, denn Ihre Gaben und Gebete machen diesen wertvollen Dienst erst möglich. Wir beten auch für Sie und bitten den Herrn um Gesundheit und einen reichen Segen über Ihnen. Danke, dass Ihnen Israel und sein Volk ein Anliegen ist. Der Herr segne und behüte Sie!

George Wehnes

 Gaben für die Obdachlosenarbeit generell oder speziell für das Frauenhaus leiten wir gerne weiter. 

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Neues von Najeeb und Elizabeth Atteih von der Immanuel-Gemeinde in Haifa
Unsere Kontaktpersonen: Pastor Najeeb und Elizabeth Atteih

Liebe Freunde von Rea Israel

Von Herz zu Herz: Christliche Flüchtlinge in Jordanien

Seit der Corona-Krise konnten wir nicht mehr nach Jordanien reisen. Allerdings können uns die meisten Flüchtlinge, die wir kennen, im Notfall über Facebook und WhatsApp erreichen. Zudem halten wir fünfmal wöchentlich ein Zoom-Treffen ab, an dem viele teilnehmen. Vor allem das Zoom-Treffen für Frauen läuft sehr gut. Wir nehmen aneinander Anteil, was wir auf dem Herzen tragen. Diese tiefe Offenheit ist eine Frucht der stabilen Vertrauensbeziehung, die wir bei den Frauen durch unseren Dienst in Jordanien während der letzten sechs Jahre aufgebaut hatten.

Die von uns betreuten Familien haben Verfolgung, Instabilität, Misshandlung, Schuldgefühle, Anpassungsschwierigkeiten, Zukunftsangst, schwierige Lebensbedingungen und ständige Sorgen erlebt. Jetzt schwächt die Corona-Epidemie ihre Hoffnung und Geduld mehr als je zuvor. Sie erleben, dass ihr Traum, sich aufzumachen in ein besseres Leben, sich immer mehr als unmöglich erweist.

Einer der Verluste – auch schon vor der Corona-Krise – bezieht sich auf die Schulbildung der Kinder. Viele der Eltern unter den Flüchtlingen fühlen sich schwer schuldig, weil sie denken, dass ihre Entscheidung, in einem arabischen Land Asyl zu suchen, die Zukunft ihrer Kinder zerstört habe. Je länger eine Familie in Jordanien auf die Erlaubnis zur Auswanderung wartet, umso länger fehlt es ihren Kindern an Schulbildung.

Die meisten Familien sind darum bemüht, Quellen zu finden, mit deren Hilfe sie die monatlichen Ausgaben für die Schulbildung ihrer Kinder decken können, vor allem für die Kinder in weiterführenden Schulen. Im Nahen Osten muss jeder Oberstufenschüler eine Prüfung nach den Richtlinien des jeweiligen Bildungsministeriums absolvieren. Das ist ein Test, der belegt, dass der Schüler die Oberstufe abgeschlossen hat und nun genügend qualifiziert ist für eine weiterführende Ausbildung. Viele Flüchtlingsfamilien in Jordanien bemühen sich darum, dass ihre Kinder in weiterführenden Schulen diese Prüfung ablegen können, bevor sie das Land verlassen. Andernfalls kann es sein, dass diese jungen Leute weitere Jahre an einer Schule in einem anderen Land verbringen müssen. Hinzu kommt, dass sie nach dem Wechsel in ein anderes Land Zeit brauchen, um die neue Sprache zu lernen und sich an ein anderes gesellschaftliches Umfeld anzupassen – sehr anders als dasjenige, in dem sie aufgewachsen sind.

Wir brauchen Gläubige, die ihre Hände erheben und für diese Familien beten. Sie müssen viele Herausforderungen und Schwierigkeiten meistern – das Bezahlen von Mieten, ohne arbeiten zu können, die Kosten für das tägliche Leben, das Bemühen, gesund zu bleiben, die Schwierigkeit, ihren Kindern in einer überwältigend muslimisch geprägten Umgebung eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Weiterhin halten sie unter schmerzhaften, schwierigen Umständen an Christus fest, der ihr Fels und ihre Hoffnung ist.

Das Schulgeld für ein Kind beträgt in Jordanien pro Schuljahr (zehn Monate) 2’000 Dinar (= CHF 2560.-).

Wenn der Herr es Ihnen aufs Herz legt, einen Schüler oder eine Schülerin unter den Flüchtlingen zu unterstützen, würde einem solchen Kind eine gute Grundlage für die Zukunft bzw. eine weiterführende Ausbildung gegeben. Viele dieser Kinder haben die Fähigkeiten und den Willen zu lernen, doch fehlt ihnen die Möglichkeit, sich bei einer passenden Schule anzumelden. Als Flüchtlinge finden sie den ganzen Tag über nichts zu tun und würden doch gerne ihre Zeit und Mühe zum Lernen einsetzen.

Nazeeh und das Christliche Soldatenheim

Najeeb Atteih, Nazeeh und dessen Grossmutter.

Nazeeh ist der arabisch-christliche Soldat, der im letzten Jahr unter Hausarrest im Soldatenheim lebte. Danach musste er noch eine neunmonatige Haft verbüssen. Am 25. August wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Zwei Tage danach kam er uns besuchen. Er äusserte seine Dankbarkeit für die Zeit, welche er im Soldatenheim zubringen durfte, für den Einsatz und die Liebe, die er erlebt hatte. Er werde nie vergessen, was er dort gelernt und wie er angefangen habe, seinen Weg mit dem Herrn Jesus zu gehen. Nazeeh erwähnte, dass das Gericht ihm trotz seiner Entlassung Beschränkungen auferlegt habe. Eine davon bestehe darin, dass er sein Heimatdorf nicht betreten darf. Darum lebt er jetzt bei seinen Grosseltern – nicht weit entfernt von seinem Heimatdorf. Bei seiner Entlassung hatte er bereits eine Anstellung in Aussicht. So arbeitet er jetzt in einer Fabrik und ist glücklich über sein neues Leben. Er meinte, sein Aufenthalt im Gefängnis sei eine Zeit des Nachdenkens, der Disziplin und des Lernens gewesen. Er dachte über seine bisherigen Entscheidungen und deren Folgen nach, aber auch über seine Zukunft. Vor allem traf er die Entscheidung, von nun an als Nachfolger Jesu zu leben. Wir sind glücklich über ihn und dankbar für seinen Besuch. Bitte beten Sie für ihn, dass er beim Herrn bleibt.

Osta und Zuher

Nazeeh und das Christliche Soldatenheim

Der krebskranke Zuher.

Zuhers Zustand ist schlecht, er leidet. Der Krebs ist auch nach der zweiten Operation und weiteren Chemotherapie-Behandlungen nicht gewichen. Im Gegenteil, der Krebs breitet sich nun auch auf die andere Seite seines Kiefers und bis zur Brust hinunter aus. Die Ärzte sind an dem Punkt angelangt, dass sie die Hände erheben und erklären, nichts mehr tun zu können für den Jungen. Osta, der Vater, ist völlig verzweifelt und verbringt Tag und Nacht an seiner Seite im Krankenhaus. Er ist voller Kummer und Enttäuschung. Er weint vor Gott und sagt: „Ich bin doch gläubig und dein Kind. Warum muss mein Sohn so leiden?“ Osta hat viele Fragen und möchte Gott anklagen. Wir tun, was wir können, um über Telefon und Zoom mit ihm im Gespräch zu bleiben, ihn zu ermutigen, mit ihm zu trauern und mit ihm zu beten. Wir wissen nicht, was geschehen wird, aber wir beten weiterhin darum, dass Gottes Wille geschieht. Bitte beten Sie mit uns für Zuher, Osta und die ganze Familie.

 Gaben für das christliche Soldatenheim oder (an) das Schulgeld für ein Flüchtlingskind leiten wir sehr gern an Atteihs weiter.  

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Der Holzfäller
Vor langer Zeit lebte ein alter Holzfäller mit seinem Sohn. Sie waren sehr arm, besassen jedoch ein wunderschönes weisses Pferd.

Jeden Tag gingen die beiden Männer in den Wald, um Feuerholz zu sammeln und es dann für ein paar Pfennige im Dorf zu verkaufen. Die Dörfler schüttelten darüber den Kopf.

«Alter Mann», pflegten sie zu sagen, «warum verkaufst du nicht dein Pferd? Der Graf hat dir ein Vermögen dafür geboten. Du und dein Sohn, ihr könntet beide gut davon leben!»

‘Es ist hoffnungslos mit diesen Leuten. Immer wieder das gleiche Thema’, dachte der Alte bei sich selbst. «Dieses Pferd ist mehr als ein Tier», lautete stets seine Antwort. «Es ist mein Freund. Sagt mir, wie kann ich einen Freund verkaufen?»

«Also gut», erwiderten die Dorfleute, «aber irgendwann wird dir jemand das Pferd stehlen. Und dann tut es dir leid.»

Und tatsächlich. Eines Morgens war das Pferd nicht in seinem Stall. Der alte Mann und sein Sohn suchten überall, konnten es aber nicht finden.

«Siehst du, wir hatten recht! « spotteten die Dörfler. «Jemand hat dir dein Pferd gestohlen. Du hättest lieber auf uns hören und das Geld nehmen sollen, solange du die Möglichkeit dazu hattest. Durch deine Dummheit ist dir das, was ein Segen hätte sein können, genommen und in einen Fluch verwandelt worden.»

Der alte Mann erwiderte ruhig. «Ob Segen oder Fluch, kann ich nicht beurteilen. Ich weiss nur, dass das Pferd heute nicht in seinem Stall ist.»

Einige Tage später kam das vermisste Pferd zurück – mit einer Herde wilder Pferde. Die Dorfleute waren bass erstaunt und gratulierten dem Mann zu seinem unverhofften «Glück». «Du hast doch recht gehabt, Alter», sagten sie. «Wir hätten nicht so vorschnell urteilen sollen. Was wir als Fluch betrachtet haben, hat sich nun als Segen erwiesen. Du kannst ein Vermögen mit diesen Pferden verdienen!»

Der alte Holzfäller schüttelte verständnislos den Kopf. ‘Werden diese Leute das denn nie begreifen?’

«Ob Segen oder Fluch, kann ich nicht beurteilen. Ich weiss nur, dass mein Pferd wieder da ist und zehn wilde Pferde mitgebracht hat.»

Einige Tage später brach sich der Sohn des Holzfällers beide Beine, als er die Wildpferde zureiten wollte. Wieder staunten die Dorfbewohner über die Weisheit des Alten.

«Du hast auch diesmal recht gehabt», meinten sie. «Was wir als Segen betrachtet haben, hat sich nun als Fluch entpuppt. Jetzt liegt dein Sohn im Bett und kann dir nicht einmal mehr zur Hand gehen.»

Mit einem tiefen Seufzer entgegnete der Holzfäller: «Ob Segen oder Fluch, kann ich nicht beurteilen. Ich weiss nur, dass mein Sohn sich die Beine gebrochen hat.»

‘Was für ein Narr dieser Mann doch ist’, dachten die Dorfleute und gingen weg. ‘Sieht er denn nicht, was los ist?’

Einige Tage später erklärte der König einem anderen Land den Krieg, und alle Söhne der Dorfbewohner wurden eingezogen. Das gab ein Klagen und Weinen unter den Dörflern, als sie ihre Söhne in Reih und Glied davonmarschieren sahen.

«Unsere Söhne werden bestimmt in diesem schlimmen Krieg fallen!» riefen sie. «Wir werden sie nicht wiedersehen! Was für ein Glück, dass dein Sohn sich die Beine gebrochen hat! Das, was wir als Fluch betrachtet haben, hat sich zuletzt als Segen herausgestellt!»

Und wieder konnte der Alte nur den Kopf schütteln. Geduldig versuchte er ihnen zu erklären: «Ob Segen oder Fluch, könnt ihr gar nicht beurteilen. Ihr wisst nur, dass eure Söhne in den Krieg gezogen sind und meiner zu Hause geblieben ist. Gott allein weiss, was am Ende dabei herauskommen wird.»



rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.