Rundbrief Nr. 159
November 2018


Sendung und Segen
Das Mängelwesen Mensch hat alles, was es braucht, um seinem göttlichen Auftrag gerecht zu werden: Gott zu dienen mit dem, was wir haben und sind.

Lassen Sie sich mit diesem jüdischen Segen zu Ihren Mitmenschen senden:

Ich wünsche dir Augen, mit denen du einem Menschen ins Herz schauen kannst und die nicht blind werden, aufmerksam zu sein auf das, was er von dir braucht.

Ich wünsche dir Ohren, mit denen du auch Zwischentöne wahrnehmen kannst, und die nicht taub werden beim Horchen auf das, was das Glück und die Not des anderen ist.

Ich wünsche dir einen Mund, der das Unrecht beim Namen nennt und der nicht verlegen ist um ein Wort des Trostes und der liebe zur rechten Zeit.


Ich wünsche dir Hände, mit denen du liebkosen und Versöhnung bekräftigen kannst, und die nicht festhalten, was du in Fülle hast und teilen kannst.

Ich wünsche dir Füsse, die dich auf den Weg bringen zu dem, was wichtig ist, und die nicht stehen bleiben vor den entscheidenden Schritten.

Ich wünsche dir ein Rückgrat, mit dem du aufrecht und aufrichtig leben kannst, und das sich nicht beugt vor Unterdrückung, Willkür und Macht.

Und ich wünsche dir ein Herz, in dem viele Menschen zu Hause sind, und das nicht müde wird, Liebe zu üben und Schuld zu verzeihen.




Eine wichtige Änderung im Buchladen Haifa
Pastor Najeeb und Elizabeth Atteih
Während unserer soeben zu Ende gegangenen Oktoberfreizeit am See Genezareth hatte ich, Kurt Wenger, mit Pastor Najeeb und Elizabeth Atteih ein intensives Gespräch über ihren Buchladen und ihre finanzielle Situation. Auf meinen Wunsch hin schrieb Elizabeth zu Hause sogleich einen Kurzbericht und machte eine Zusammenstellung ihrer monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Hier ist er:

Der Buchladen Immanuel wurde Ende 2006 eröffnet. Wir dienen dem Herrn, indem wir Gottes Liebe weitergeben und mit den Besuchern über die Errettung durch Jesus Christus sprechen. So durften wir schon vielen ein Segen sein.

Ich, Elizabeth, arbeite seit zwölf Jahren ehrenamtlich im Buchladen, an fünf Tagen in der Woche. Das gesamte Geld, das wir einnehmen, sowie die finanzielle Unterstützung, die wir erhalten, werden wieder in den Buchladen investiert.

Im Laufe der Jahre haben ein paar weitere christliche Frauen als Freiwillige in Teilzeit mitgeholfen. Manchmal konnte ich ihnen Ende Monat ein kleines finanzielles Geschenk geben.

Unsere monatlichen Fixkosten für den Buchladen sehen so aus:

Miete 5000.00 NIS
Strom: 1000.00 NIS
Wasser: 200.00 NIS
Arnona (Grundsteuer): 1916.00 NIS
Buchhaltung: 1170.00 NIS
Versicherung: 583.00 NIS
Internet: 300.00 NIS
Sicherheitsalarm: 160.00 NIS
Abonnement einer Feuerwehr: : 150.00 NIS
Freiwillige: 2000.00 NIS
Steuern (MWSt, Sozialversich., IRS usw.): 4500.00 NIS
Steuerkontogebühr : 583.00 NIS

Total monatlich: 17.562.00 NIS = CHF 4‘783.-

Diese Liste enthält keine Ausgaben für neue Produkte und Bücher, Wartung usw. Da unser Geschäft nicht viel Geld einnimmt und wir nur begrenzte Unterstützung haben, mussten wir in den letzten Jahren einen Kredit aufnehmen, um den Laden weiterführen zu können.

Najeeb und ich stehen seit zwölf Jahren im Dienst der Immanuel Evangelical Church. Die Kirche befindet sich auf dem Grundstück von Najeebs Eltern.

Der Dienst in der Gemeinde ist nur ein Teil unseres Dienstes; unser häusliches Leben ist ebenfalls ein Dienst. Unser Haus ist immer offen für Gäste, Gemeindemitglieder und Freunde. Wir lieben es, andere durch unsere Gastfreundschaft im Herrn zu segnen.

Najeeb erhält als Pastor der Kirche ein Gehalt von 7000 NIS (= CHF 1‘906.50). Dieser Betrag ist unser einziges festes Einkommen. Wir leben aus Glauben, dass Gott für unsere finanziellen Bedürfnisse sorgen wird.

Unsere Bankschuld beträgt zurzeit 167‘649.00 NIS (= ca. CHF 46‘500.-). Dafür müssen wir 6 % Zins zahlen.

Alle diese Schulden haben sich im Laufe der Jahre angehäuft, um den Dienst für den Herrn fortzusetzen.

Wir haben ein grosses Herz, dem Herrn zu dienen und anderen Liebe zu erweisen, aber wir erkennen, dass wir finanziell begrenzt sind und unsere Schulden abzahlen müssen.

Dies ist ein ehrlicher Bericht über unsere Situation, und wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie darüber beten könnten, ob Sie in der Lage und bereit sind, uns zu helfen. Ohne eine Änderung unserer Finanzen können wir nicht in gleicher Weise fortfahren.

Mit all unserer Liebe und Wertschätzung grüssen wir Sie herzlich

Najeeb und Elizabeth Atteih

Im ernsten Gespräch mit dem Ehepaar Atteih riet ich ihnen, den Buchladen sofort aufzugeben. Sie haben ihn nun auf Ende 2018 gekündigt. Statt noch tiefer in die Schulden zu geraten, müssen diese jetzt so rasch wie möglich getilgt werden.

Mit einem Monatslohn von knapp Fr. 2000.- die Najeeb von der Gemeinde erhält und wovon Fr. 1000.- für ihren Wohnungsmietzins weg geht, bleibt ihnen nicht mehr viel zum Leben übrig. Das heisst: Sie können unmöglich die Schulden bei der Bank selber zurückzahlen.


 Gaben zur Tilgung Schulden Buchladen Haifa werden sehr gern entgegengenommen und weitergeleitet. 

Bitte helfen Sie uns helfen!
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Besuch bei den syrisch-christlichen Flüchtlingen in Jordanien, im Sommer 2018
Pastor Najeeb und Elizabeth Atteih
Najeeb & Elizabeth Atteih, unsere Kontaktpersonen aus Haifa, Israel

Liebe Freunde

Hier schenken wir Ihnen einige weitere Einblicke ins Leben von Flüchtlingsfamilien. Dadurch können Sie sehen, was sie beschäftigt, welchen Herausforderungen sie gegenüberstehen, aber auch, wie Gott in ihrem Leben wirkt.

Sie mussten ihre Heimat zwangsläufig verlassen und sind jetzt in einem fremden Land. Hier müssen sie sich einer neuen Kultur und Lebensweise anpassen. Obwohl kein Krieg herrscht, erleben sie auch hier Ablehnung. Sie spüren, dass sie in dieser Gesellschaft nicht willkommen sind und können/dürfen keine Arbeitsstellen bekommen. Die meisten leben in einer gewissen Angst. Sie sind sehr vorsichtig, mit wem sie ein Gespräch führen. Dies betrifft auch den Umgang mit anderen Flüchtlingen.

Doch das führt schliesslich zur Isolation. Einzig die Gemeinde ist der Ort, wo sie sich wohl fühlen. Dort können sie sich öffnen, Gemeinschaft pflegen und einen Hoffnungsschimmer aufkommen lassen. Doch immer warten sie auf ihr Ausreisevisum in ein anderes Land, wo sie ein neues Leben aufbauen wollen. Manche warten jahrelang und kämpfen sich durch den Alltag, der alles andere als optimal ist. Daher sind viele von ihnen traurig, deprimiert und hoffnungslos.

Ein Besuch von uns bedeutet ihnen eine willkommene Abwechslung. Wir bringen ihnen ein Stück Hoffnung, indem wir ihnen zuhören, Anteil nehmen, für sie beten, sie mit dem Wort Gottes ermutigen und ihnen zeigen, dass wir uns um sie kümmern.

Oft sind es gerade die Kinder, die uns am aufmerksamsten zuhören. Sie staunen darüber, dass wir als Gläubige von so weit herkommen, um sie zu besuchen. Das ist der Dienst, den uns der Herr anbefohlen hat, und den wir mit Freude tun.

Sana, Adel und Faris
Faris liebt Elizabeth Atteihs Zuwendung.
Wir verbrachten eine gute Zeit mit Sana und Adel. Leider hat sich Faris’ Gesundheit und Situation nicht verbessert. Das Ehepaar müht sich ab, Tag und Nacht für den Behinderten da zu sein.

Frau Sana erzählte uns, was sie kürzlich erlebte. Sie wohnen in einem armen, muslimischen Quartier in Amman, nahe bei der Moschee. Während eines islamischen Festes und dem Ramadan kam jemand von der Moschee und klopfte an ihre Tür. Diese Person lud sie ein, zur Moschee zu kommen. Ein paarmal wurde ihnen auch Essen gebracht als Akt der Barmherzigkeit, den man Armen während des Ramadans zukommen lässt. Allerdings wollten Sana und Adel nichts entgegennehmen. Eines Tages wurden sie gefragt: «Wieso kommt ihr nicht in die Moschee? Wir haben euch dort noch nie gesehen. Ihr wohnt so nah, kommt doch mal vorbei!» Frau Sana antwortete: «Wir besuchen eine andere Moschee. Die ist besser, und es herrscht dort viel Liebe». Der Mann meinte: «Was meinst du mit ‘besserer Moschee’? Welche ist besser als diese hier? Jede Moschee ist Teil des Hauses Gottes.» Sana antwortete mutig: «Jawohl, wir treffen uns auch im Hause Gottes. Aber das ist ein anderer Gott. Der Gott, an den wir glauben, ist Jesus Christus, und zu dessen Haus gehören wir.» Als Sana mir das erzählte, lachte sie herzlich. «Elizabeth, ich weiss nicht, woher ich diese Kraft und diesen Mut hatte. Ich sagte das jenem Mann direkt ins Gesicht und fürchtete mich dabei nicht.»

Wir preisen den Herrn für ihren Mut, dass sie im Glauben an Jesus so feststeht. Bitte beten Sie mit uns um die nötige Kraft für Sana und Adel, sich weiterhin im Faris zu kümmern, auch um Gesundheit für alle drei. Wir hoffen, dass der Herr ihnen bald erlaubt, Jordanien zu verlassen, wo Faris auch bessere Fürsorge bekommen kann. Wir wissen, dass der Herr zu seiner Zeit alle Bedürfnisse ausfüllt.

Qais, seine Frau und vier Kinder
Qais wurde zweimal von Muslimen verschleppt und misshandelt.
Als Schwester Samer (von der Gemeinde in Jordanien) und ich (Elizabeth) nach einem Besuch zu unserem Auto gingen, grüsste uns ein Mann auf der Strasse. Ich fragte Samer, ob sie diesen Mann kenne und ob er ein Flüchtling sei. «Ja, diese Familie besucht nun die Gemeinde.» Ob wir sie auch besuchen könnten, fragte ich. Samer hielt das für eine gute Idee, denn kürzlich hätte sie erfahren, dass er krank war und die Familie Hilfe und Ermutigung brauche.

Also gingen wir zu seinem Haus, und er bat uns hereinzukommen. Qais und seine Frau haben vier Kinder. Sie kommen aus Bagdad, Irak. Seit einem knappen Jahr sind sie hier.

Ich bat Qais, uns etwas über sich zu erzählen und wie sie nach Jordanien gekommen sind. Sie sind katholische Christen. Eines Tages wurde er von Muslimen entführt. Sie verbanden seine Augen und fuhren an einen einsamen Ort mit ihm. Dort schlugen und misshandelten sie ihn während drei Tagen, dann brachten sie ihn zurück. Weil er ihre Gespräche mithören konnte, erkannte er sie. Qais wusste, dass es nichts Ungewöhnliches für Christen ist, wegen ihres Glaubens entführt und misshandelt zu werden.

Zurück in Bagdad schrieb er eine Anklage gegen seine Entführer. Diesen Bericht übergab er der Polizei. Doch die muslimischen Beamten hatten kein Mitgefühl. Sie sagten ihm: «Viele Leute kommen um. Du warst nur während ein paar Tagen verschwunden und kamst wieder zurück. Sei froh, dass du noch lebst.»

Kurz danach wurde er von den gleichen Männern wieder entführt. Sie waren zornig, weil er sie bei der Polizei verklagt hatte. Sie bearbeiteten ihn, seine Klage der Entführung zu widerrufen und drohten ihm, er würde sonst seine Frau und Kinder nicht mehr sehen. Also tat Qais, wozu sie ihn zwangen. Er zog die Anklage zurück, verliess aber bald danach mit seiner Familie den Irak. Sie kamen mit der Hoffnung nach Jordanien, hier einen sicheren Ort zu finden.

Später teilte uns Qais mit, er leide an Prostata-Krebs. Für sein eigenes Leben hat er keine Angst, viel mehr macht er sich Sorgen um seine Familie. Seine Kinder sind noch klein und brauchen ihn. Er hofft, dass Gott ihn noch etwas länger am Leben erhält.

Ich erinnerte ihn daran, dass Jesus der mächtige Heiland und Helfer ist. Er kann heilen. Er kann sich aber auch um die Bedürfnisse seiner Familie kümmern, falls Quais nicht mehr da sein sollte. Ich erzählte ihm aus meinem eigenen Leben, wie Gott mich tröstete, mir Kraft schenkte und für mich sorgte, als ich keine Unterstützung von meiner Familie mehr hatte. Dann beteten wir zusammen. Ich bat Gott, Qais zu heilen, über der Familie zu wachen, sie näher zu sich zu ziehen und für sie zu sorgen. Wir sind gewiss, dass es Gottes Plan war, diese Familie kennenzulernen und preisen ihn für seine Güte.

Die Familie des erblindeten Nizar.
Nizar und Familie
Bei diesem Besuch war Najeeb dabei. Als ich die Familie begrüsste, erkannte mich der blinde Nizar an meiner Stimme.

Die Familie war in Trauer über den Tod der Mutter ihrer Schwiegertochter. Begreiflicherweise war die Schwiegertochter ganz besonders traurig, hatte sie doch ihre Mutter schon lange nicht mehr gesehen, und nun war dies nicht mehr möglich.

Ebenfalls trauerten sie um zwei junge Verwandte, die entführt und getötet wurden, weil sie Christen waren. Wir fanden erst keine Worte, um sie zu trösten und trauerten einfach mit ihnen.

Najeeb betet mit Nizar.
Najeeb fand die Gelegenheit, mit Nizar ein längeres Gespräch zu führen über den Glauben, die Bibel und aktuelle Geschehnisse in der Familie. Nazir hatte einige irrige Glaubensansichten, und Najeeb konnte diese mit entsprechenden Bibelstellen berichtigen. Dann kniete sich Najeeb vor ihm nieder, legte ihm die Hände auf und betete für ihn und seine Familie. Inmitten dieser traurigen Situation schenkte der Herr uns eine Möglichkeit, dieser Familie doch etwas Ermutigung und Trost nebst finanzieller Hilfe weiterzugeben.

Amir war Ingenieur in einer Öl-Firma.
Amer und Familie
Der Gemeinde in Jordanien teilten wir mit, dass wir einige neue Familien besuchen und kennenlernen möchten. Als wir an die Tür einer Familie klopften, fragte die Frau vorsichtig, ohne zu öffnen, wer wir seien. Durch die geschlossene Tür hindurch erklärten wir ihr, dass wir Pastoren seien und im Auftrag der Gemeinde kämen. Da rief sie ihren Mann und zögernd öffneten sie die Tür. Nachdem wir Sinn und Zweck unseres Besuches erklärt hatten, entspannten sie sich und baten uns herein.

Nun erzählte uns Vater Amer von seiner Familie und dem Leben im Irak sowie ihrer Reise nach Jordanien.

Als der IS jenes Gebiet eroberte, lebten sie in Karkuk. Amer arbeitete als Ingenieur in einer Öl-Firma. Weil dies eine wichtige Fabrik war, wurden die Arbeiter während ihrer Arbeitszeit durch Armee und Polizei beschützt. Wir fragten ihn, wieso sie von dort weggezogen seien, da er doch eine gute Arbeitsstelle nebst Schutz hatte. Er erklärte, der Arbeitsweg hin und zurück zur Firma sei sehr gefährlich gewesen. Es gab oft Gewalt, Bomben schlugen ein usw.

Eines Tages griffen IS-Schergen die Polizei an, die die Fabrik bewachten sollte und übernahm die Kontrolle. Die Fabriktore wurden geschlossen, niemand durfte hinaus oder hinein gehen. Fünf Tage lang waren die Arbeiter ohne Essen eingeschlossen. Durch Gottes Gnade konnte die Regierung die Kontrolle wieder an sich nehmen und die Leute befreien. Doch das war der Moment, als Amer sich entschloss, den Irak zu verlassen. So kamen sie vor anderthalb Jahren nach Jordanien. Najeeb fragte, wie er sich hier fühle. Er spüre Frieden und Sicherheit, meinte Amer.

Amer und seine Familie sind echte Gläubige. Amer würde gern in den Dienst für den Herrn eintreten. Najeeb ermutigte ihn, das Wort Gottes zu studieren, in der Beziehung zum Herrn zu wachsen und während seiner Zeit in Jordanien in der Gemeinde mitzuhelfen.

Weihnachtsprojekt
Da der Herbst nun Einzug hält, beginnen wir uns bereits Gedanken über unsere Reise nach Jordanien zu Weihnachten zu machen. Wie letztes Jahr möchten wir den Flüchtlingskindern Kleider kaufen, die sie sich selber auslesen dürfen. Auf solch sichtbare Art können wir ihnen Gottes Liebe zeigen. Es ist so schön, ihr Lächeln und ihre Freude zu sehen, wenn sie ein Geschenk bekommen. Dadurch werden sie erinnert, dass sie nicht vergessen sind, sondern geliebt und umsorgt von unserem himmlischen Vater.

Es wäre uns eine grosse Freude, wenn Sie an diesem Weihnachtsprojekt durch eine Spende Anteil nehmen könnten.

Wir sind dankbar für Ihre Fürbitte und Ihre Unterstützung für diese Flüchtlinge.

In seiner Gnade mit Ihnen verbunden,

Najeeb und Elizabeth Atteih, «Herz zu Herz-Dienst»

 Gaben für syrisch-christliche Flüchtlinge oder speziell die Weihnachtsaktion werden sehr gern weitergegeben. 

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Be’ad Chaim
In diesem Frühjahr erinnerten wir uns an viele Wunder Gottes: Den Auszug unseres Volkes von Ägypten aus der Sklaverei in die Freiheit; die erstaunliche 70. Jahrfeier der Wiedergeburt unserer Nation nach zweitausend Jahren und die Auferstehung unseres Messias vom Tod zum Leben.

Dies war auch eine besondere Zeit für uns in Be’ad Chaim, wo wir Kinder zur Welt kommen sahen und Zeugen wurden, wie das Leben von Müttern auf wunderbare Weise verwandelt wurde.

Die Geschichte von Maria

Maria ist im Sudan aufgewachsen und kam als Teenager nach Israel mit ihrem Stiefvater, ihrem Bruder und ihrer Schwester. Sie diente in der israelischen Armee und wurde israelische Staatsbürgerin.

Nach der Armee begann sie, mit einem jungen Mann aus ihrer Nachbarschaft auszugehen. Bald hatten sie zusammen das erste Kind. Als sie wieder schwanger wurde, verliess ihr Partner sie wegen ihres Alkoholproblems. Alleine und der Verzweiflung nahe, kam sie in unser Büro und bat um Hilfe. Da sie kein Einkommen hatte und alles Geld immer gleich für Alkohol ausgab, war sie mit der Miete um ein halbes Jahr im Rückstand, sodass ihr Vermieter Maria vor Gericht zitierte und einen Räumungsbefehl erwirkte.

Unsere Beraterin Larissa unternahm alles, um Maria zu helfen, sowohl praktisch wie emotional, und fand eine Unterkunft für sie und ihre beiden Kleinkinder. Aber obwohl Larissa liebevoll und fürsorgend war, machte Maria sie oft mit Flüchen und Anklagen für ihre Schwierigkeiten verantwortlich.

Dann meldete ihre Schwester sie dem Amt für Sozialhilfe als unverantwortliche Mutter, welche ihre Kinder anschreie und Alkoholikerin sei. Sozialarbeiter kamen daraufhin zu Maria und gaben ihre Kinder in Pflege.

Larissa schrie weiterhin zu Gott, Maria doch zu retten. Sie folgte dem Gebot: «Liebe deine Feinde und segne, die dir fluchen. Larissa sagte: «Wir dürfen nicht aufgeben. Wir können den Menschen zu Gott bringen, und Gott tut den Rest.» Gemeinsam mit einer Freundin fand Larissa ein Rehabilitationsprogramm, das Maria helfen konnte. Sie sprach mit Maria und drängte sie, sich zu einer halbjährigen Reha zu verpflichten. Dann brach der Kontakt zu Maria vorläufig ab.


Ein paar Wochen darauf traf sich der Leiter des Reha-Programms mit Sandy, der Leiterin von Be’ad Chaim und bat sie, Larissa möge ihn kontaktieren. Der freudige Grund war der: Maria war erst einen Monat in der Reha, hatte bereits aufgehört zu trinken und zum Glauben an den liebenden Vater gefunden. Später rief Maria Larissa an und teilte ihr selber die wunderbare Neuigkeit von der Verwandlung ihres Lebens mit. Nun flucht und schreit sie nicht mehr, stattdessen strahlt sie Freude und Frieden aus. Sie bleibt noch im Programm, wo sie emotionale und physische Heilung erfährt, während sie Gottes Wort studiert. Sie hat regelmässige supervisorische Besuche bei ihren Kindern und hofft auf die völlige Wiederherstellung ihrer Familie.

Be’ad Chaim ist ein Gnadenwerk, das glaubt, dass Gott neue Hoffnung für jede Mutter und jedes Kind hat. Marias Leben ist ein Zeugnis dafür, dass mit Gottes Hilfe nicht nur das Leben von Kindern, sondern auch das der Mütter gerettet werden kann.

 Gaben für die Be’ad Chaim werden sehr gern weitergeleitet. 

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Juden aus dem Stamm Manasse kommen von Indien heim nach Israel
“Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, ich will sagen zum Norden: Gib her! Und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde.“ Jesaja 43,5-6

Im Juni 2018 kehrten 225 jüdische Menschen aus Nordost-Indien heim nach Israel. Die «Bnei Menashe» (Söhne Manasse) aus dem nordindischen Staat Manipur gelten als ein Teil des «verlorenen Stammes Manasse», welcher vor etwa 2700 Jahren ins assyrische Exil verschleppt wurde.

Schon Ende des letzten Jahrhunderts wurde man auf diese Gruppe aufmerksam. Bemerkenswert ist ihr Glaube, der viele Ähnlichkeiten mit dem Judentum aufweist. Die Geschichte ihrer Herkunft, der Auszug aus Ägypten und so vieles mehr findet sich in ihren Gebeten und Liedern nebst jüdischen Gebräuchen und Traditionen. Erst 2005 anerkannte einer der beiden damaligen Oberrabiner Israels, Shlomo Amar, die «Bnei Menashe» als Nachfahren des Stammes Manasse. Seither steht ihnen die Auswanderung nach Israel frei. Die Anzahl der Bnei Menashe wird in Medienberichten auf 5000–6000 geschätzt. Mittlerweile leben bereits 3000 dieser kostbaren Menschen in Israel. Vor ihrer Einreise werden sie im jüdischen Glauben unterrichtet, dann treten sie bewusst zum Judentum über.

Viele von ihnen hegten schon länger den Wunsch im Herzen, eines Tages nach Zion zu kommen. Und so wacht der Gott Israels über seiner Verheissung und führt sie «vor unseren Augen» zurück ins Land ihrer Väter, ISRAEL.

Die „Heimholung“ nach Israel erfolgt etappenweise über mehrere Jahre. So kann es vorkommen, dass sich ein Teil der Verwandtschaft bereits seit ein paar Jahren in Israel befindet, wenn die restliche Familie nachkommt.

Die «Internationale Christliche Botschaft Jerusalem» beteiligt sich – nebst anderen Organisationen – praktisch an der Rückkehr dieser Juden aus dem Exil. Kürzlich erlebten deren Mitarbeiter, wie eine dankbare Frau aus dem Stamm Manasse folgende Worte zum Ausdruck brachte (Archivbild):

«Ich danke Gott, der diese Reise ermöglicht hat. Herzlichen Dank euch allen für eure Hilfe. Ich kann es kaum erwarten, meine Verwandten wieder zu sehen, die bereits hier sind. Welch grosser Segen, wieder vereint zu sein mit unseren Lieben hier im Land Israel, nachdem wir so lange getrennt waren!»

«Darum siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der Herr lebt, der die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! Sondern: So wahr der Herr lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und sie gebracht hat aus dem Land des Nordens und aus all den Ländern, wohin ich sie vertrieben hatte! Und sie sollen in ihrem Land wohnen.» Jeremia 23,7-8

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

 Gaben für die «Söhne Manasse» leiten wir gerne weiter an die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem. 

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Belgien schneidet Beziehungen zu Palästinensern ab
von Doron Schneider

Das belgische Bildungsministerium teilte den Palästinensern mit, dass sie die Beziehungen zu ihnen wegen der Benennung einer Schule nach einem Terroristen abbrechen würden. Belgien hat wiederholt darum gebeten, dass die Palästinenser den Namen der Schule ändern, die derzeit die PLO-Terroristin Dalal Mughrabi ehrt. Dalal Mughrabi war Teil eines PLO-Teams, das 1978 beim Massaker an der Küstenstrasse einen Massenterroranschlag verübte. Dies gilt als eine der grausamsten Terrorakte, da 13 der 38 getöteten israelischen Zivilisten Kinder waren.

Palästinensische Kinder halten das Bild der Terroristin Dalal Mughrabi, die 1978 eine Terrorgruppe leitete, die 38 Israeli tötete.

Was sagt es über eine Kultur, wenn sie jemanden verehren, der kleine Kinder ermordet? Die Schule wurde von den Belgiern finanziert. Ironischerweise ist die nach dem Mörder von Kindern benannte Schule eine Grundschule.

Das belgische Bildungsministerium veröffentlichte eine Erklärung mit folgenden Worten: "Solange Schulnamen zur Verherrlichung des Terrorismus verwendet werden, kann Belgien nicht mehr mit dem palästinensischen Bildungsministerium zusammenarbeiten und wird keine Gelder für den Bau von Schulen geben."

Familie von Yotam Ovadia.
Terroristen morden für Geld
Letzten Monat wurde der 31-jährige Yotam Ovadia auf dem Weg zu einem romantischen Abendessen mit seiner Frau von einem palästinensischen Terroristen erstochen. Er hinterliess seine Frau und zwei kleine Kinder.

Beerdigung von Yotam Ovadia.
Die palästinensische Autorität verurteilte diesen – wie auch alle anderen Terroranschläge – nicht mit einem Wort. Nicht nur das, sie ermutigte ihr Volk zu weiteren Anschlägen gegen die Juden.

Allein im Jahr 2017 gab die palästinensische Autorität 295'000’000 EURO an Terroristen und ihre Familien. Im Jahr 2018, welches noch nicht beendet ist, übergab sie bereits 340'000’000 EURO.

Wenn diese Gelder für Entwicklung und Erziehung der Palästinenser gegeben würden, dann würde es den Palästinensern wirtschaftlich viel besser gehen, und es könnte Frieden geben – zwei Fliegen mit einer Klappe.

Woher kommen die Palästinenser?
von Tsvi SADAN, aus Israel heute, Juli 2016

Hamas-Innenminister Fathi Hamad sagte schon im März 2013 im ägyptischen Fernsehen etwas, das jeder wissen sollte, besonders Politiker und «Menschenrechtsorganisationen» im Nahen Osten: «Al Aksa und das Land Palästina repräsentieren die Speerspitze des Islams und die aller Moslems. Jeder Palästinenser in Gaza und in ganz Palästina kann seine arabischen Wurzeln nachweisen – egal ob aus Saudi-Arabien, aus dem Jemen oder sonstwoher.»

Ohne es zu wollen, hat Hamad die arabischen Moslems daran erinnert, dass das «palästinensische Volk» ein Fantasiegebilde ist, dessen einziger gemeinsamer Nenner die Zerstörung des jüdischen Staates ist. Nichts könnte darauf deutlicher hinweisen, als kürzlich die Eröffnung des «palästinensischen Museums», das praktisch leer war, weil es nichts gibt, was man ausstellen könnte.

Dass das «Volk der Palästinenser» eine Kunstschöpfung ist, zeigte beispielsweise die Diskussion zwischen dem Orientalisten Mordechai Kedar und dem Knesset-Abgeordneten Jamal Zahalka. Letzterer behauptete, seit Urzeiten im Land gewesen zu sein. Kedar brauchte nicht lange, um Zahalka zu entlocken, dass dieser einer Beduinenfamilie angehört, die im 19. Jahrhundert vom Gebiet Saudi-Arabiens nach Nahal Iron (Wadi Ara) kam.

Was für Zahalka gilt, gilt für viele arabische Familien. Drei der grössten Familienclans, die zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan leben, sind Tamimi, Masarwa und Kabha. Die Tamimis, wie ein salafistischer Scheich aus Hebron sagte, wanderten aus Saudi Arabien ein, nachdem die Moslems das Land erobert hatten. Diese Familie ist wahrscheinlich die grösste im ganzen Heiligen Land.

Die Familie Masarwa stammt, wie ihr Name unmissverständlich klar macht, aus Ägypten. Heute hat allein dieser Clan über eine halbe Million Angehörige. Masarwa ist einerseits Familienname, aber auch ein Sammelbegriff, unter dem sich Familien finden wie die Abu Ganam aus Lod, die gleichfalls aus Ägypten stammen.

Die Liste der Familienclans ist lang. Die Grossfamilie Junis aus Gaza kommt ursprünglich aus Griechenland. Die Familie Atamna aus Baqa al-Gharbiyye stammt aus Saudi-Arabien, Familie Buschnak (Kfar Manda) aus Bosnien, Familie Zubeidi (Jenin) aus dem Irak, Yamani (Anata) aus dem Jemen, Husayni (Jerjusalem) aus Saudi-Arabien, Al Kurd (Scheich Jarra, Ostjeruslaem) aus Kurdistan, Mughrabi (Jaffa) aus Marokko, Othman (Abu Gosch) aus dem Kaukasus.

Ein anderer Fall ist das kleine Dorf Ubeidiya zwischen Jerusalem und dem Toten Meer, das aus zwei Familien besteht. Die eine kam ursprünglich aus Saudi-Arabien und die andere aus Griechenland. Isham Asa erzählte Israel Heute von seinen Vorvätern, die vor über 200 Jahren aus Saudi-Arabien in den Landstreifen um Jerusalem umsiedelten. Die zweite Familie heisst Radaydeh, und ihre Vorväter sind vor vielen Jahrhunderten aus Griechenland ins Land gezogen. Das weiss jeder im Dorf. Im arabischen Dialekt heisst Griechenland Yunan. Die ganze Sache macht Sinn, denn nur fünf Kilometer östlich von Ubeidiya liegt in der judäischen Wüste das griechisch-orthodoxe Kloster Mar Saba aus dem 5. Jahrhundert. Familie Radaydeh stammt wahrscheinlich von Griechen ab, die im Kloster Mar Saba den Mönchen dienten. Die Reihe liesse sich fortsetzen.

Wie zusammengewürfelt die Gruppe der Palästinenser ist, wird am Dorf Barta’a besonders deutlich. Der Ort wurde 1949 zwischen Jordanien und Israel aufgeteilt. Barta’a war erst Mitte des 19. Jahrhunderts unter der beduinischen Familie Kabha aus Saudi-Arabien, die sehr spät zum Islam übertrat, entstanden. Die Wurzeln der Familie liegen, wie Judat Kabha sagt, in der fruchtbaren Gegend bei Taif. Während ich im Haus der Kabhas sitze, deutet Judats Schwager nach draussen, wo junge Mädchen einen Reim singen. Die Mädchen auf der palästinensischen Seite des Dorfes singen das Lied jedoch anders. Die beiden Fassungen desselben Kinderreims zeigen, wie eine Grossfamilie heute in palästinensische und israelische Angehörige aufgeteilt ist.

Obwohl Barta’a seit 1967 wieder geeint ist, bleiben die Unterschiede bestehen. Die israelischen Kabha würden nicht im Traum eine palästinensische Identität akzeptieren. Der Gesang der israelisch-arabischen Mädchen bezeichnet die Araber des Westjordanlands abschätzig als «Einwohner der Gebiete», nicht «Palästinenser». Was für Kabha zutrifft, trifft auf viele Palästinenser zu, vielleicht sogar auf die meisten. Auch wenn ihre Angehörigen in Hebron, Jenin, Nablus und Gaza zu finden sind, würden sie auf keinen Fall ihren israelischen Ausweis für einen palästinensischen eintauschen. Auch Judat Kabha sagt, dass Palästinenser alles tun würden, um eine israelische Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, sogar in einen rivalisierenden Clan einheiraten.

Die Araber, die in Israel leben, wissen am besten: Palästina ist eine rein politische Fiktion.



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