Rundbrief Nr. 139
Mai 2017


Ein Jude, der an Jesus glaubt, bleibt ein Jude
Eine Gruppe von jungen messianisch-jüdischen Israelis hat eine Medienkampagne gestartet, um klarzustellen, dass sie nach wie vor ein fester Bestandteil der jüdischen Nation und des Staates Israel sind, auch wenn sie an Jesus glauben. Die Gruppe hat unter dem Titel „Wir sind Israel“ eine hebräischsprachige Webseite eingerichtet, auf der sie erklärt, weshalb ein Jude, der an Jesus glaubt, immer noch ein Jude ist.
„Bewirkt der Glaube an den jüdischen Jesus von Nazareth, dass ein Jude zu einer anderen Religion wechselt?“, fragte die Gruppe. „Das Projekt ‚Wir sind Israel’ wurde gegründet, um diese und andere Fragen zu beantworten und Jesus von Nazareth historisch und lebendig darzustellen.“ Als Startschuss ihrer Kampagne hat die Gruppe ein Video bei YouTube veröffentlicht, in dem wahre Begebenheiten nachgespielt wurden http://youtu.be/Jz9rVpwVxXA  (Hebräisch mit englischen Untertiteln)


Hilfe für christlich-irakische Flüchtlinge in Jordanien
Von Shmuel und Pamela Suran, unseren Kontaktleuten

«Der Engel wandte sich aber zu den Frauen und sprach: Fürchtet euch nicht! Ich weiss wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat.» Matthäus 28,5-6

Shmuel-und-Pamela-Suran

Liebe Freunde

Zum Zeitpunkt meines Schreibens beginnen die irakisch-assyrischen Christen mit der Vorbereitung der Feierlichkeiten für die heilige Woche des Auferstehungsfestes von Ostern. Sie tun dies auch angesichts ihrer Situation, dass sie eine zerstreute Nation sind, von denen momentan viele in Jordanien leben. Ostern ist unter dem arabischen Namen von «Eid Al Fiseh Al Atheem» bekannt. Dabei erinnert man sich an Leiden, Tod, Begräbnis und Auferstehung von Christus, unserem König. Dies wird durch das Lesen verschiedener Bibeltexte, Liturgien, Gebete, Gesang und Gemeindelieder zum Ausdruck gebracht.

Letzthin besuchten Pamela und ich unsere Glaubensgeschwister auf der anderen Seite des Jordans. Wir nahmen Anteil an ihren Freuden und Leiden. Ihr Glaube berührte uns, doch auch ihre Verzweiflung war spürbar, dass sie aus ihrer Heimat vertrieben worden sind. Ihre Situation ging uns wirklich zu Herzen.

Wir beten weiter für sie, dass sie wieder Hoffnung und Heilung erfahren dürfen. Mit unserer Liebe und der finanziellen Hilfe durften wir diesen kostbaren Menschen dienen. Für manche ist es bereits das dritte Jahr, dass sie auf ein Ausreise-Visum warten.

Hier berichtet Pamela von Menschen, denen wir dieses Mal begegneten:

Neue Flüchtlingswelle. In Amman erhielten wir aktuelle Informationen über die neuste Flüchtlingswelle aus dem Irak und erfuhren, dass wöchentlich 2-3 Flüge aus Erbil, Kurdistan, ankommen. Auf jedem Flug befinden sich über 400 Menschen. Das bedeutet, dass seit Januar 2017 Tausende neuer Flüchtlinge mit der Royal Jordanien-Fluggesellschaft in Amman eingetroffen sind. Die Einwanderungsbehörde Kurdistans in Irak stellt selber keine Exit-Visa aus.

Wir hatten Kontakt mit einem jungen Mann, nennen wir ihn A. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und gehört zum Stephanus-Team. Seine Familie erhält von Rea Israel Patenschaftsgeld. A. ist in Bagdad aufgewachsen und studierte Medienwissenschaft. Während seines Studiums wohnte er auf dem Campus der Universität. Dann trat das schiitische Militär auf den Plan und wollte den Campus unter seine Kontrolle bringen. Nun gab es Bombardierungen und Entführungen von Studenten. Zwei seiner christlichen Freunde wurden ebenfalls entführt. Einer von ihnen kam wieder frei, weil er genügend Geld besass, um sich von dieser Miliz freizukaufen. Doch der andere wurde ermordet. Das veranlasste A, in den Norden nach Kurdistan zu fliehen, wo er begann, sich im Medienbereich einen Erwerb aufzubauen.
Als gläubiger Christ sprach er mit Muslimen über Jesus. Einer kam tatsächlich zum Glauben und lebt nun in Amman, wo er dem Herrn dient. Ein Sunnit war ebenfalls offen und interessiert, doch als dessen Eltern davon erfuhren, wurden sie sehr zornig und sandten A Drohungen. Eines Tages fuhr A mit seinen Kindern im Auto von der Schule heim. Da schob sich ein anderer Wagen seitlich an ihn heran und begann, sein Auto zu beschiessen. Nach diesem Vorfall schickte A seine Frau und die Kinder per Flugzeug nach Jordanien und folgte ihnen so bald wie möglich. Doch auch in Amman erhielt er von der feindlichen Familie die Drohung, sie wüssten, wo er sich aufhalte und würden ihn umbringen lassen.

Zwar macht sich A keine grossen Sorgen über die Leute, die ihn töten wollen, weil er ein wiedergeborener Gläubiger ist. Wir fragten ihn, bei welchem Gastland er sich für ein Visum beworben habe. „Ich gehe, wohin mich der Herr schickt“, meinte er. Dort wolle er Jesus dienen. Vorläufig ist er dankbar, in Amman leben zu dürfen und von Rea Israel unterstützt zu werden. Er ist ein fleissiger Arbeiter und eine grosse Hilfe im Stephanus-Team.

Wir lernten B kennen, einen Christen aus Basra, der neu zum Stephanus-Team gestossen ist. In seiner Heimat arbeitete er als Chauffeur. In der gleichen Firma arbeiteten Muslime, die ihn beobachteten. Einige davon hatten Kontakt zur schiitischen Miliz, und diese wollte ihn umzubringen. Er erhielt Todesdrohungen. Darum zog er samt seiner Familie ein paar Mal um, doch die Miliz folgte seiner Spur. Sogar nach der Flucht nach Jordanien erreichten ihn per Telefon Todesdrohungen. Man wirft ihm vor, als Christ würde er mit Ausländern zusammenarbeiten. Nun wartet er darauf, nach Australien ausreisen zu können – weit weg von religiösen Verfolgern. Dem Herrn sei Dank, dass er und seine Familie vorläufig soweit sicher in Jordanien leben können.

Diesmal konnten wir Geschenke und Spenden von Rea Israel an elf bestehende und acht neue Familien (Patenschaften) überreichen sowie für persönliche und medizinische Bedürfnisse für das Stephanus-Projekt und das Haus Ruth.

Die Zukunft der Christen im Irak

Christen
Irakische Glaubensgeschwister

Obwohl die Christen während zwei Jahrtausenden im Irak lebten, stehen sie nun in Gefahr, ausgelöscht zu werden. Wir bezweifeln, dass sie nach der Befreiung Mossuls zurückkehren wollen. Viele trauen der Sicherheitssituation nicht. Da müssten sie zuvor die Absicherung der irakischen und kurdischen Regierung bekommen.

Zudem hat der IS in Mossul und weit herum die Infrastruktur zerstört. Es gibt weder Wasser, Strom noch Kanalisation mehr, und die Kirchen sind zerstört. Laut Berichten aus der Stadt Qaraqosh sind die meisten Privathäuser schwer beschädigt oder ganz zerstört. Bis zum August 2014 war Qaraqosh die grösste Stadt im Irak. Dann ging der IS von Haus zu Haus, warf Sprengkörper hinein und legte die Gebäude in Schutt und Asche. Ein solcher Totalschaden kann nicht mehr renoviert werden.

Viele der Flüchtlinge wohnten für eine gewisse Zeit in Lagern. Durch die katastrophalen Zustände der Unterkünfte bekamen einige schlimme Hautkrankheiten. In Amman versuchen Kirchengruppen mit ihren Notfonds, die medizinische Behandlung dieser armen Leute zu finanzieren. Bei anderen Flüchtlingen traten Herzprobleme auf, oder der Krebs hatte gute Chancen, diese traumatisierten, entwurzelten Menschen zu befallen.

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass es für die Christen im Nahen Osten keine Zukunft mehr gibt. Ihr Hauptanliegen besteht darin, zu überleben und ein Ausreise-Visum zu bekommen, um in einem anderen Land in Frieden leben zu dürfen.

Beten wir für ihre Visa, und dass diesen Familien während der Wartezeit beigestanden wird, bis die UNO grünes Licht zur Ausreise gibt. Unsere Anteilnahme, unsere Gebete und auch unsere Gaben geben ihnen enorme Hoffnung und Hilfe.

Hilfe für die vertriebenen christlich-irakischen (assyrischen) Christen
STEPHANUS-PROJEKT
Neue freiwillige Mitarbeitende im Stephanus-Projekt

Stephanus-Projekt:
Aus der grossen Schar von syrischen Christen werden Männer und neu auch Frauen ausgewählt. Sie erhalten ein Jüngerschaftstrainung, damit sie ihre Landsleute helfend und seelsorgerlich unterstützen können. Und wenn diese Christen dann weiterreisen dürfen, können sie sich umso besser als Jünger Jesu verhalten.

Unterstützung für die Marka-Schule:
im Marka-Quartier in Amman bei Pater Khalil. Zur Lehrerschaft gehören auch Flüchtlingsmütter, während die Väter bei Reinigungsarbeiten in Schule und Kirche mithelfen oder Kinder im Bus zur Schule begleiten. Im Blick auf eine zukünftige Heimat wird Gewicht auf das Erlernen der englischen Sprache gelegt.

Möchten auch Sie diesen Flüchtlingen helfen?
CHF 2400.- Jahrespatenschaft für eine Familie (oder CHF 200.- monatlich)
CHF 250.- monatlich an das Stephanus-Projekt für eine Familie
CHF 200.- bis 400.- monatlich für die Marka-Schule (Lehrerlöhne, Bücher, Schulmaterial, Kleider)
CHF 100.- an den Fonds für medizinische Notfälle
CHF 100.- an das Haus Ruth (Medikamente)
CHF 100.- für Bedürfnisse im Sommer (elektrische Ventilatoren gegen die Sommerhitze)

Für Pamela und mich ist es ein Vorrecht, unseren geliebten Glaubensgeschwistern Hilfe zu brin-gen. Am Palmsonntag wurden in Ägypten zwei Kirchen bombardiert. 44 Christen kamen um, über hundert wurden verletzt. Die assyrischen Christen stehen gemeinsam mit der ägyptisch-kop¬ti-schen Kirche im Gebet und nehmen – wie auch wir – zutiefst Anteil am Geschehen.

«Und der Herr redete zu Mose und sprach: Rede zu Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die Kinder Israel segnen; sprecht zu ihnen: Der Herr segne dich und behüte dich! Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig! Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden! Und so sollen sie meinen Namen auf die Kinder Israel legen, und ich will sie segnen.» 4. Mose 6,22-27

«Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!» Mat 25,40

Im Namen der christlich-irakischen Flüchtlinge
Shmuel und Pamela Suran

Bruder Samer

Bruder Samer schrieb uns nach unserem Besuch voller Freude:
„Hallo, meine Lieben,
Ihr seid einfach wunderbare Leute! O, wie liebe ich euch so so so sehr!
Jedes Mal, wenn ich euch sehe, freue ich mich riesig. Vielen Dank für den Segen, den ihr seid! Unser Zusammensein war zwar nur kurz – aber die kostbare Gemeinschaft mit euch ist sowieso immer zu schnell vorbei!!!!!! Es ist jeweils eine solch strategisch-qualitativ wunderbare Zeit mit euch!“


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Was macht ein Israeli in Paraguay?
Israel-Predikt
Israel-Predikt in Filadelfia, Paraguay
Doron Schneider

Nur einen Tag vor Beginn der politischen Unruhen in Paraguay stieg ich ins Flugzeug und kehrte heim nach Israel. Dort, in dem exotischen südamerikanischen Kontinent, hatte ich in mehreren Kirchen über Gottes Heilsplan und Israel sprechen dürfen.

Von Paraguays Hauptstadt Asunción ging es weiter zur Bibelschule CEMTA in San Lorenzo und dann 500 km tief in den Chaco-Urwald, wo vor 90 Jahren die Mennoniten – ähnlich wie die Zionisten vor 70 Jahren – aus einem öden Land, geplagt von Mücken und wilden Tieren, ein fruchtbares Land aufbauten.
Israel-Predikt
Mit echten Indianern im Chaco, Paraguay

Das Interesse an Gottes Handeln in und an Israel war überraschend gross. In vollen Sälen sassen bis zu 1000 Zuhörer aufmerksam auf ihren hölzernen Kirchenbänken, um zu hören, was dieser Israeli und messianischer Jude von seinem Volk zu berichten hat.

Mein Freund Toni Wiens aus Filadefia (Fernheim-Kolonie in Paraguay) fragte mich bei seinem Israelbesuch vor fünf Jahren spontan, ob ich auch mal bereit wäre, nach Paraguay zu kommen, um dort Gottes Wort zu verkündigen. Meine Antwort war: „Klingt exotisch! Warum nicht?" Somit verdanke ich ihm, dass er die richtigen Personen und Gemeindeleiter ansprach und mir bzw. Israel damit die Türen für Paraguay geöffnet hat. Aber die grossen, giftigen Boa-Schlangen, die Pumas und die huckligen und buckligen Strassen auf der Fahrt durch den Chaco hatte er bei seiner Einladung nicht erwähnt…

Israel-Predikt

Die Mennoniten-Kolonien im Chaco wie Filadelfia, Loma Plata, Neuland und CEMTA in San Lorenzo zeigten eine grosse Liebe und ein offenes Herz für Israel. Ich freue mich schon auf meinen abenteuerlichen Besuch in Paraguay im nächsten Jahr.


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Holocaustüberlebende
Doron Schneider
Doron Schneider startet das Projekt der praktischen Nächstenliebe:

"Wir haben euch nicht vergessen" jetzt auch in der Schweiz 

Einsamkeit ist die grösste Not der noch 180'000 holocaustüberlebenden Juden in Israel. Die grösste Freude in ihrem oftmals eintönigen Dasein ist es, wenn sie Aufmerksamkeit durch Mitmenschen erfahren. Das haben wir erkannt und gehandelt – so entstand das Projekt

Damit ermöglichen wir Ihnen, diesen leidgeprüften Menschen Ihre Anteilnahme, Ihr Mitgefühl, Ihre Nächstenliebe ganz praktisch zu zeigen. Ob durch finanzielle Zuwendungen, die in Ihrem Namen für eine Person eingesetzt werden, oder bei beiderseitigem Wunsch auch durch persönlichen Kontakt, können Sie diesen Menschen signalisieren, dass sie nicht vergessen sind.

Wie können Sie helfen?
Unterstützen Sie einen Überlebenden mit CHF 85.- im Monat, und wir lassen Ihnen ein schönes Foto mit Namen der von Ihnen unterstützten Person zukommen.
Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit, eine einmalige Spende in beliebiger Höhe zu geben, mit der dann nicht personengebundene Reparaturen in den Wohnungen von Bedürftigen durchgeführt werden.

Holocaustüberlebende

Wir versichern Ihnen, dass Ihre Spende ohne jeden Abzug in das Projekt "Wir haben euch nicht vergessen” fliesst.

"Dies ist ein angenehmer Gottesdienst, dass ihr Waisen und Witwen/Witwer besucht und ihr euch ihrer annehmt.“ Jak. 1,27

Aus Israelnetz 21.2.17:
Keine Stromsperre mehr für Holocaust-Überlebende
Holocaust-Überlebenden in Israel soll nicht mehr der Strom abgedreht werden, wenn sie ihre Rechnungen nicht begleichen können. Das hat die israelische Energieversorgungsgesellschaft „Israel Electric Corporation“ (IEC) bekanntgegeben. Menschen, die auf lebensrettende elektronische Geräte angewiesen sind, sollen ebenfalls weiter Strom erhalten, auch wenn sie diesen nicht bezahlen können. Die Initiative ist Teil eines neuen Programms, das die IEC zusammen mit dem Ministerium für Infrastruktur entwickelt. Es soll bessere Ratenzahlungen und neue Zahlungsmethoden ermöglichen. Der Strom soll nur dann abgedreht werden, wenn Menschen sich weigern, ihre Rechnungen zu begleichen.

 Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, kann ein Bild herauskopieren oder den Namen ablesen und uns an Rea Israel senden. Der Vermerk ist wichtig: Holocaustüberlebende in Jerusalem. Wir unterstützen nämlich seit Jahren Überlebende in Haifa, und wo keine Ortschaft vermerkt wird, geht der Betrag dorthin.  

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Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.


Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende



Beth Netanel News
Rachel und Gilad Netanel
Rachel und Gilad Netanel, im März 2017

Liebe Freunde und Partner

Endlich ist in Israel der Frühling gekommen, der uns mit neuer Hoffnung und Kraft an die Arbeit gehen lässt. Welch ein Segen, dass wir solch einem mächtigen Gott dienen und seine Botschaft all den Menschen, die er uns über den Weg schickt, weitergeben dürfen.

Ich staune immer wieder, wen oder was der Herr gebraucht, um Leute zu uns zu bringen, damit wir Gottes Wort mit ihnen teilen können. Er hat unseren Hund schon so oft dazu gebraucht, dass wir ihn zu unserem Team zählen. Sein Name „Netz“ bedeutet „Blüte“, und oft bringt er uns Personen, die nach Wahrheit dürsten, damit sie bei uns vom lebendigen Wasser bekommen und aufblühen. Viele Leute, die normalerweise nicht mit einem Fremden auf der Strasse sprechen würden, sagen Netz ein nettes Wort oder streicheln seinen Kopf. Daraus sind schon viele gute Gespräche und neue Beziehungen entstanden.

Eines Tages spazierten wir mit Netz durch Ein Kerem und gingen bei der berühmten Kirche vorbei, die zu Ehren von Maria gebaut wurde, die hier während ihres Besuchs bei ihrer Cousine Elisabeth aus der Quelle Wasser geschöpft haben soll. Wir sahen, wie eine Gruppe von Israelis die Kirche betrat. Einige aus der Gruppe waren religiös und blieben deshalb draussen stehen. Ich sprach sie darauf an, und weil ich den Eindruck hatte, dies sei eine von Gott geschenkte Begegnung, lud ich sie ein, mit uns zu kommen, damit ich ihnen einen anderen sehr interessanten Ort zeigen und ihnen seine Geschichte erzählen konnte. Tatsächlich kamen sie mit uns nach Hause. Auf dem Weg sprach ich über Ein Kerem, und dass man davon ausgeht, es handle sich um das Heimatdorf von Johannes dem Täufer. Ich erklärte ihnen, dass Johannes eigentlich Yochanan hiess und ein Jude war. Ich erzählte ihnen auch, dass ich aus der Familie des berühmten Rabbi Kabbetz stamme, der ein jüdisches Gebetsbuch geschrieben hat. Ihre Augen wurden gross, und sie meinten, es sei ihnen eine Ehre, mich getroffen zu haben. Diese Ehre gebühre weder mir noch dem Rabbi, gab ich zur Antwort, und ich würde ihnen auch gleich erklären, weshalb. Nun hatte ich ihre volle Aufmerksamkeit. Als ich von meiner erhaltenen Offenbarung erzählte, dass Jeschua der Messias sei, dachte ich, nach dieser Aussage würden sie schnell das Weite suchen, doch das taten sie nicht. Sie kamen mit uns, um sich das Haus anzusehen.

Hier erzählte ich, wie ich die Vision hatte, dieses Haus ähnlich wie zur Zeit von Jeschua zu gestalten, und dass ich im grossen Raum im Kellergewölbe Gottes Wort weitergebe. Statt jetzt aber wegzurennen, fragten sie nur: „Wie können Sie an Jeschua glauben und mit Rabbi Kabbetz verwandt sein?“ „Ich habe Gott immer geliebt. Ich war religiös wie Sie. Glauben Sie, dass Gott nur für Juden da ist, oder sogar nur für religiöse Juden? Wissen Sie nicht, dass jede Sünde Sie von Gott trennt? Auch der religiöseste Jude hat gesündigt. Darüber müssten sie erst einmal nachdenken, meinten sie.

Nun erklärten Gilad und ich unseren Besuchern den Unterschied zwischen biblischem und rabbinischem Judentum, zwischen dem messianischen Glauben und dem Katholizismus der Kirche, die sie nicht betreten wollten. Gilad war Katholik, als er zu glauben begann, dass Jesus der Messias ist und der Gott Israels der wahre Gott. Er wurde wiedergeboren, und sein Leben veränderte sich dramatisch. Die hebräische Bibel (AT) war die Schrift, aus der Jesus und seine Jünger lehrten. Damals gab es noch kein Neues Testament.

Noch immer hörten uns diese Männer zu, ja, wir staunten, als sie den Organisator der Tour anriefen und ihm sagten, sie hätten etwas Interessanteres als die Kirche gefunden. Als sie sich verabschiedeten, äusserte einer von ihnen den Wunsch, uns mit seiner ganzen Familie besuchen zu kommen. Er wollte sogar zum Kabbalat Schabbat (Schabbatmahl am Freitagabend) kommen. Da er nahe genug wohnt, um zu Fuss kommen zu können, ist das kein Problem, denn am Schabbat würde ein religiöser Jude nie Auto fahren.

Mir ist bewusst, dass unsere Worte für sie sehr herausfordernd waren und sie zum Nachdenken anregten. Sie mochten Gilad, obwohl er kein Jude ist, denn die Liebe, die er ausstrahlt, gewann ihre Herzen. Und als er ihnen ganz professionell marokkanischen Tee einschenkte (aus grosser Höhe), waren sie erstaunt und erfreut. Bitte, beten Sie für unsere Gäste.

Es gäbe noch viel zu erzählen. Doch nun möchte ich Sie um Gebet für ein persönliches Anliegen bitten, das mir sehr auf dem Herzen liegt. Meine Enkelin Ophir leidet unter einer Zwangsstörung, die in letzter Zeit so stark geworden ist, dass sie das Haus nicht mehr verlässt. Sie ist erst siebzehn Jahre alt. Dauernd trägt sie Handschuhe, weil sie fürchtet, sich zu verunreinigen. Sie isst nur noch Vitamine und ist gefährlich dünn geworden. Mein armer Sohn Chaim ist so besorgt um sie, dass er nicht mehr arbeiten kann und bei ihr zu Hause bleiben will, um für seine Tochter zu sorgen. Ich mache mir um beide grosse Sorgen. Sogar meine Schwiegertochter, Ephrat, die vehement gegen meinen Glauben ist, hat mich gebeten, Leute um Gebet für Ophir zu bitten. Ich habe früher auch schon über Ephrat geschrieben. Ihr Bruder nahm sich das Leben, und sie gab mir die Schuld dafür, weil er drei Monate bei mir gelebt und dabei sein Leben Jesus anvertraut hatte, bevor er sich wenig später umbrachte. Ephrat ist sehr in New Age und Zauberei verstrickt und glaubt dem Lügengeist. Sogar der Psychiater, der ihnen zu helfen versucht, meinte, Chaim solle sich von ihr scheiden lassen. Nun, dies ist sicher nicht Gottes Wille. Ich bete, dass sie alle durch diese grosse Not zum Glauben an Jesus als Herr und Retter kommen. Danke, wenn Sie diese drei Menschen in Ihr Gebet mit einschliessen.

Vielen Dank, liebe Freunde, für Ihre Liebe und Unterstützung. Sie sind ein entscheidender Teil dieses Dienstes, und ich schätze Ihre Gebete sehr.

Ich möchte enden mit einem Segen, der zu diesem Frühlingstag passt:

„Lasst uns darauf achthaben und danach trachten, den HERRN zu erkennen. So gewiss wie die schöne Morgenröte bricht er hervor und kommt über uns wie der Regen, wie Spätregen, der das Land feuchtet“ (Hosea 6,3).

In der Liebe des Messias Jeschua verbunden,

Rachel und Gilad


 Gaben für die evangelistische Arbeit von Rachel und Gilad Netanel geben wir ihnen gerne weiter.  

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Makor Ha Tikvah: Messianische Schule in Jerusalem
Cookie Schwaeber-Isson, Direktorin

Die grosse Schulerweiterung – ein Traum wird wahr

Makor Ha Tikvah

Seit Monaten informieren wir unsere Freunde über unser Erweiterungsprojekt der Nutzung unseres Atriums als Klassenräume. Die Kosten dafür wurden auf CHF 110’000 geschätzt. Eine grosse Spende in Höhe von 60’000 Euro kam von einer holländischen Organisation, die unsere Vision einer messianischen Schule im Herzen Jerusalems teilt. Daher sind wir nun schon auf halbem Wege... Falls Sie oder Ihre Gemeinde in dieses Projekt investieren möchten, könnten wir mit den Arbeiten schon in diesem Sommer beginnen. Dies wird dazu führen, dass wir über mindestens drei zusätzliche Klassenräume oder eine Versammlungshalle für die ganze Schule verfügen werden, je nachdem, wie wir den zu schaffenden Raum nutzen werden. Wir glauben, dass der Herr für den ausstehenden Teil zur Erweiterung unseres Zeltes sorgen wird.

Unsere Direktorin schreibt:

Cookie Schwaeber Issan

Seit zwei Monaten muss ich mich zu Hause von einem schweren Sturz erholen. Mein rechter Arm war gebrochen und musste operiert werden. Nun hofft die Ärztin, dass ich nach den Pessach-Ferien wieder an meine Arbeit zurückkehren kann – eine wundervolle Nachricht für mich! Ich bin auf Gebete angewiesen, dass meine Hand wieder zu 100 % funktioniert, denn von Seiten des Chirurgen wird dies bezweifelt. Doch Gott tut auch heute noch Unmögliches. Wenn ich sehe, wie der Herr während der Zeit, in der ich vorhatte, Fundraising zu betreiben, die Schule durchgetragen hat, fällt es leicht, an ein weiteres Wunder zu glauben. Er handelt weit über unsere Erwartungen hinaus – weshalb sollte das nicht auch für meine Hand gelten?
Dies ist schon das vierte Jahr, in dem unser Robotik-Team am LEGO-Wettbewerbe teilgenommen hat. Dieses Mal haben wir den zweiten Platz für das Design unseres Roboters gewonnen. Das Design der Maschine ist ausschlaggebend für den erfolgreichen Einsatz in den geplanten Anwendungen. Letztes Jahr gewannen wir den Preis für die beste Präsentation und das Jahr davor für die beste mechanische Planung. Wir könnten nicht stolzer sein auf unsere Schüler!
Haben Sie vielen Dank für Ihre guten Wünsche, Gebete, Ermutigung und finanzielle Unterstützung. Gemeinsam gehen wir weiter in dem Werk, das der HERR uns zugeteilt hat.
Cookie Schwaeber-Issan

MHT-Abgänger erzählen uns ihre Geschichte.

Makor Ha Tikvah

Michael:
Die Schule Makor HaTikvah war ein wichtiger Teil meines Lebens. Gerade die ersten sechs Schuljahre sind wesentlich für die Formung der Identität und des Glaubenswachstums. Makor HaTikvah bot mir ein ausgezeichnetes Klima für mein glaubensmässiges Grundvertrauen, dazu erhielt ich ein gutes Rüstzeug im Lernen. Meine Lehrer waren sehr fürsorglich und kümmerten sich um alle Bedürfnisse der Kinder. Ich kann mich gut erinnern, wie Lehrer sich zusätzliche Zeit nahmen, um Dinge mit uns Schülern zu besprechen, die uns gerade wichtig waren. Diese Aspekte sehe ich positiv, denn Erziehung ist ja niemals nur reine Wissensvermittlung. Nun bin ich Forscher an der Hebräischen Universität und habe die Bedeutung von Gebet und Gottes Leitung in meinem Leben nicht vergessen. Hätte ich nicht Makor HaTikvah besucht, wäre ich höchst wahrscheinlich nicht da, wo ich heute bin.

Makor Ha Tikvah

Shoshie:
Ich bin sehr dankbar für meine Zeit in der Makor HaTikvah-Schule und vermisste sie während meines anschliessenden Studiums sehr, denn sie war mein zweites Zuhause. Als Zugewanderte erlernte ich dort die hebräische Sprache, die mir im weiteren Leben sehr nützlich war. Auch lernte ich hebräische Lieder und Gebete für die jüdischen Feiertage, ja, auf Hebräisch zum Herrn zu beten, was mir sehr wichtig wurde. Diese Schule bereitete mich auf vielfältige Weise für meine späteren Studien vor, fürs Leben überhaupt. In akademischer Sicht erhielt ich dort das notwendige Werkzeug zum Erfolg, denn ich wechselte zur Universität über, von der ich mit Auszeichnung abging. Später hatte ich das Privileg, den Bachelor an der Hebräischen Universität machen zu können und bin nun in den Vereinigten Staaten dabei, meinen Master im Bereich Persönlichkeitsberatung zu machen. Makor HaTikvah lehrte mich, zielgerichtet zu arbeiten, andere Menschen zu respektieren, freundlich und verlässlich zu sein. Sie half mir auch, meinen Glauben zu leben und zu wissen, dass ich nie allein bin.

Makor Ha Tikvah

Tirza:
Für mich war Makor HaTikvah oft wie mein Zuhause. Die Lehrer ermutigten mich mit grossem Einsatz, zu lernen, sauber zu schreiben und auch darin, meine Hausaufgaben gründlich zu machen. Sie führten mich auf ein Niveau, von dem aus ich zur Universität wechseln konnte und gut klarkam. Aber auch in sozialer Hinsicht half mir Makor HaTikvah. Ich hatte dort zuverlässige Freunde, und wir halfen uns gegenseitig, im Glauben zu wachsen. Sogar jetzt, fünf Jahre später, stehe ich in Kontakt mit ihnen. Wann immer ich die Schule wieder mal besuche, kommen wundervolle Erinnerungen hoch, und ich bin von Neuem begeistert. Heute diene ich in der IDF als Fahrzeug-Elektronikerin.

Wie Sie helfen können:
Ohne Ihre beständige Hilfe zu diesen speziellen Fonds und Projekten wären wir nicht in der Lage, den Bedürfnissen unserer Schüler zu entsprechen.

Joseph Reserve Scholarship Fund
Dieser Fonds ermöglicht es finanziell schwachen Schülern, unsere Schule zu besuchen. Es handelt sich um Kinder, deren Eltern schlicht die Mittel fehlen, um die Schulgebühren aufzubringen. Die Adoption eines Schülers ist ein Weg, sicherzustellen, dass keiner aus Geldmangel abgewiesen werden muss. Bitte, beten Sie für diese bedürftigen Schüler.

Kulturelle Veranstaltungen (Schulfahrten)
Wir brauchen Unterstützung für Schulfahrten. Eine durchschnittliche Busfahrt kostet um die CHF 165.- (innerhalb Jerusalems) oder CHF 550.- für grosse Distanzen. Die Eltern zahlen zwar einen Schulbeitrag, aber wenn wir ihnen zusätzlich die Reisekosten zumuten würden, käme manche Fahrt nicht zustande. Wenn Sie eine der Fahrten sponsern möchten, machen Sie bitte Ihre Gabe für diesen Zweck kenntlich.


 Gaben für diese wunderbare Schule leiten wir sehr gern an Makor Ha Tikvah weiter.  

Bitte helfen Sie uns helfen!
Postkonto 60-730528-4


Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.


rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.

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