Rundbrief Nr. 163
März 2019


Obdachlosenarbeit Ashdod
Eine Arbeit unter Obdachlosen, Alkoholikern, Drogenabhängigen, Prostituierten und Armen.
Internationaler Direktor: George Wehnes, USA, Hauptleiter in Israel: Genady Michaely
Ziel: Den allmächtigen Gott zu ehren, indem biblisch fundierte Wiederherstellungsprogramme für bedürftige Männer und Frauen im Land Israel entstehen.


Liebe Freunde, Brüder und Schwestern im Herrn

Zuerst ein herzliches Dankeschön für Ihr Mittragen dieser Arbeit auch im vergangenen Jahr. Als Gläubige an Jesus Christus stehen wir zusammen hier in Israel und Sie aus den Nationen von Amerika, Finnland, Deutschland, der Schweiz und anderen Ländern. Gemeinsam wollen wir ein neues Projekt vor den Herrn bringen und lancieren:
Ein Zufluchtshaus für Frauen, die in Süchten und im Menschenhandel gefangen sind. Die Reha-Arbeit unter den Männern in Tel Aviv, Ashdod, Sderot, Holon, Bat Yam und in anderen Städten laufen indes weiter, ebenso die Dienste für Bedürftige und Holocaust-Überlebende.
Für Ihre Unterstützung im Gebet und finanziell bin ich so sehr dankbar. Vielen Dank für Ihr einfühlsames Herz für diese „Verlorenen“ und „Geringsten der Geringen“. Vor Gott jedoch sind sie wertvoll! Der Herr segne Sie! In der Liebe Jesu
Gene Michaely, Israel

Danksagung
Am Montag, 21. Januar 2019, entschied der Vorstand der Obdachlosenarbeit in Israel einstimmig, dass wir ein Grundstück kaufen, um dort ein Frauenhaus zu errichten. Der Herr hatte uns dafür genügend Spenden aus Finnland, der Schweiz und Amerika zukommen lassen, sodass wir für das Projekt nun keinen Kredit aufnehmen müssen. Die Abwicklung des Kaufvertrages ist noch im Gang. Sobald diese abgeschlossen ist, wollen wir mit dem Bau des Hauses beginnen. Es werden uns Bauleute aus Deutschland und Amerika dabei helfen. Wir preisen den Herrn, der dies alles möglich macht.

Mit diesem ersten Rundbrief im neuen Jahr wollen zurückblicken auf das, was der Herr durch Ihre Gebete und Gaben bewirkt hat. Dann wollen wir auch einen Blick in die Zukunft tun.

Blick zurück
Die Obdachlosenarbeit „Rescue in Israel“ begann 2005. Im Jahr 2006 wurde der Dienst von „Ohel Avraham“ (Abrahams Zelt) gegründet. „Ohel Avraham“ ist ein Dienstzweig von „Rescue in Israel“. Dieser Arbeitszweig ist eine israelische Non-profit-Organisation. Dieser Status ist wichtig, damit wir in Israel arbeiten können. „Ohel Avraham“ und „Rescue in Israel“ bilden eine internationale gemeinsame Arbeit, die inzwischen über die Grenzen hinaus bekannt ist und von verschiedenen Nationen unterstützt wird.

2007 stellten wir Genady Michaely als Leiter bei „Ohel Avraham“ an. Genady (Gene) begann mit Strassenarbeit und half in einer bereits bestehenden Männer-Reha mit Lehrstunden und Seelsorge. Ende 2009 fiel der Leiter jener Männer-Reha zurück in den Alkohol. Der Pastor der Gemeinde, der im Reha-Dienst mithalf, fragte Genady und „Ohel Avrahem“ an, ob sie diese Arbeit völlig übernehmen wollten. Somit eröffneten wir im Januar 2010 unsere eigene Reha-Arbeit unter der Leitung von „Ohel Avraham“.

Anfang 2010 kam Sascha ins Reha-Zentrum. Dort kam er zum Glauben an Jesus, und seine Beziehung zu Anna, seiner Frau, wurde wiederhergestellt. Dadurch wurden ihnen auch ihre beiden Söhne von den Pflegefamilien wieder zurückgegeben. Sehr bald kam die ganze Familie zum Glauben an Jesus, und sie wurden Mitglieder einer lokalen messianischen Gemeinde. Allerdings starb einige Jahre später Sascha an den Folgen einer Diabetes-Komplikation. Eines Tages werden wir ihn im Himmel wiedersehen!

In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, wie Menschen zum Glauben kamen. Sie wurden von ihren Süchten befreit und kehrten als gottesfürchtige Männer zurück zur Familie und Gesellschaft. Einige dieser wunderbaren Zeugnisse hatten wir Ihnen in den vergangenen Jahren mitgeteilt.

Rückblickend sehen wir, wie der Herr seit Beginn diese Arbeit auch finanziell gesegnet hat. 2010 hatten wir einen Spendeneingang von $ 50‘204.- Im Jahr 2018 waren es bereits über $109‘000.- Von 2010 bis 2018 hatten wir einen totalen Spendeneingang von $ 879‘665.-

In Amerika (Startorganisation der Obdachlosenarbeit „Rescue in Israel“) haben wir Ausgaben für ein kleines Büro, wo Freiwillige arbeiten. Dazu kommen Kosten für Rundbriefe, Broschüren und andere Büroausgaben und Reisekosten. Im Team in Amerika erhält niemand einen Lohn. George Wehnes, Gründer und freiwilliger Direktor sowie verschiedene andere Vorstandsmitglieder reisen durchs Land, um die Arbeit von „Rescue in Israel“ in Amerika bekannt zu machen.

Unsere grössten Ausgaben im Amerika-Büro sind die Beträge, die wir nach Israel für die laufende Arbeit unter den Obdachlosen senden. Damit werden Gehälter für die Angestellten im Israel-Team „Ohel Avraham“ bezahlt, dazu Mieten, Lebensmittel, Strom, Wasser usw. sowie die Buchhaltungskosten (Non-profit-Organisationen in Israel müssen jedes Jahr ihre Buchhaltung überprüfen lassen).

Jährlich müssen wir für den Staat auch einen Finanzbericht schreiben. Dieser Bericht zeigt die Einnahmen und Ausgaben, aufgeteilt auf drei Kategorien:
• Programm: in den vergangenen Jahren investierten wir 89 % der Einnahmen ins Wiederherstellungsprogramm. Die Standard-Verpflichtung liegt bei 75 %.
• Administration: (Betriebskosten)
• Initiativen zur Geldbeschaffung

Blick nach vorne
Jetzt schauen wir voraus zum Beginn einer Frauenarbeit. Der Herr hat uns das nötige Geld zum Kauf eines Grundstücks geschenkt. Doch jetzt läuft die Bürokratie. Hoffen wir, dass diese nicht zu viel kostbare Zeit verbraucht. Aber dann werden Bauleute aus Israel zusammen mit solchen aus den Nationen das Haus erstellen.

In der Zwischenzeit schauen wir uns in Israel nach einer geeigneten Frau um, die das Frauenhaus – nach einer entsprechenden Ausbildung – leiten wird.

Wir sind also weiterhin auf viel Gebet und neue oder treue Spender angewiesen, denn mit dem zusätzlichen Haus werden auch unsere Ausgaben steigen.

Ihnen, liebe Freunde von Rea Israel, danken wir von Herzen für alle Hilfe, die Sie uns bis jetzt erwiesen haben, damit Obdachlose und Süchtige in Jesus ein neues Leben finden konnten. Möge der Herr Sie segnen, behüten und bewahren!

George Wehnes, USA

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Rachel und Gilad Netanal
Ein Bericht von Rachel

Liebe Freunde,

Ich begrüsse Sie mit einem herzlichen Schalom und wünsche Ihnen und Ihren Familien den vielfältigen Segen des Herrn. Gern erzählte ich Ihnen hier ein paar weitere Neuigkeiten:
Meine Enkelin, die Tochter meines Sohnes Chaim, hatte ernsthafte Probleme im emotionalen und geistigen Bereich und wurde mehrere Monate in einer Klinik behandelt. Chaim nahm sich den Zustand seiner Tochter so sehr zu Herzen, dass er kaum mehr arbeiten konnte. Er gab sich selbst die Schuld daran und litt sehr. Also sprach ich mit ihm über den Einzigen, der helfen kann; Yeshua. Chaim war so zerbrochen, dass er wirklich zuhörte, und nachdem er gebetet hatte, fasste er neue Hoffnung. Allerdings schämte sich seine Tochter so sehr für ihr früheres Verhalten, dass sie zögerte, ins Dorf Zukim zurückzukehren, wo sie wohnten. Darum wollte mein Sohn das Haus loswerden und sich anderswo niederlassen. Zukim ist ein Dorf im Süden Israels in der Negev-Wüste auf dem Weg nach Eilat. Ich fragte ihn, was er mit dem Haus vorhabe: es verkaufen oder vermieten.

Jetzt kommt der aufregende Teil dieser Geschichte. Vor fünfzehn Jahren, im Jahr 2004, hatten wir ein Festival organisiert und beteten um Gottes Beistand, weil die Menschen dort im Süden überhaupt nichts von Gott wissen. Damals empfing ich eine Vision. Sie zeigte mir, dass ich in den vielen Kibbuz-Dörfern im Süden Israels evangelisieren würde.

Und jetzt, im Zusammenhang mit Chaims Haus, war es, als ob ein Licht in meinen Gedanken angezündet würde. Das Tote Meer gehört zum Negev, und nun bot sich mir die riesige Chance, in Zukim, dem Zentrum des Negev oder der Aravah (Wikipedia: die Senke vom Toten Meer bis zum Golf von Akaba, in der die Grenze zwischen Israel und Jordanien verläuft), Gottes Liebe weiterzugeben.

Ich sagte Chaim, dass mich etwas umtrieb und ich darüber beten müsse. Beim Gedanken an Zukim war ich begeistert, doch ich bat den Herrn um ein Zeichen, da ich doch mit Gewissheit eine Berufung für Jerusalem habe. Wie sollte es möglich sein, an zwei Orten gleichzeitig zu dienen?

An jedem Schabbat lesen wir die wöchentliche biblische Lesung, die im Judentum vorgegeben wird. Der Abschnitt in dieser Woche war Jesaja 40,1-3: „Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. Redet mit der Stadt Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat die volle Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden. Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!“

Dieser Vers traf mich so stark, dass ich Herzklopfen bekam: Ja, wir können beide Orte behalten. Gott wird einen Weg schaffen. Gilad war auch ganz begeistert von diesem Gedanken, und wir waren uns einig, dass wir auf dem Weg des Herrn sind. Ich rief also Chaim an und sagte ihm, wir selber wollten dieses Haus übernehmen. Das war im Herbst 2018.

So fuhren Gilad und ich mit dem Auto zweieinhalb Stunden in den Süden, um unser neues Missionshaus zu besichtigen. Was wir dort antrafen, war dann allerdings schon etwas schockierend, denn das Haus befand sich in sehr schlechtem Zustand. Böden, Küche, Badezimmer, elektrische Leitungen - alles müsste ersetzt oder instand gestellt werden. Ich rief im Gebet zum Herrn: „Herr, ich weiss, dass wir hier sein müssen, aber ich wünsche mir doch noch ein weiteres Zeichen von dir.“ Zunächst entschieden wir uns, unsere neuen Nachbarn zur Schabbat-Begrüssung einzuladen.

Lasst mich ein wenig erzählen von den Leuten, die in diesen Dörfern leben. Sie sind sehr säkular – bis dahin, dass sie nicht einmal ihre kleinen Söhne beschneiden lassen. Hier gibt es kein typisch jüdisches Leben, keine Mesusah, (Wikipedia: eine Schriftkapsel am Türpfosten, die im Judentum Bedeutung hat und Verwendung findet, sowie auch das darin enthaltene beschriftete Pergament), keine Kippas (Wikipedia: eine vornehmlich in Ausübung der Religion gebräuchliche Kopfbedeckung männlicher Juden. Dabei handelt es sich um eine kleine kreisförmige Mütze aus Stoff oder Leder, zuweilen reich verziert, die den Hinterkopf bedeckt), keine Beschneidung. Hier wird nicht einmal der Schabbat eingehalten. Dafür gibt es eine Menge New Age-Symbole, aber nichts orthodox Jüdisches.

Als wir die Leute am Schabbatbeginn zum Abendessen einluden, nahm ich erschrocken zur Kenntnis, wie begeistert sie waren und wie viele kommen wollten. Nun hatten wir also eine Herausforderung, denn das Haus war nicht dafür hergerichtet, dass man darin Platz nehmen konnte, aber immerhin hat es einen grossen Garten. Also bauten wir einen kleinen Pavillon und kauften viele Matten, auf denen sich die Leute überall im Garten niederlassen konnten. Wir installierten eine Menge Lichter, so dass man das Haus kaum verfehlen konnte, weil es sogar von der Hauptstrasse aus gesehen werden kann. Ich bereitete mein spezielles marokkanisches Couscous für etwa zwanzig Personen zu. Und die Leute kamen! Sie sassen auf dem Boden. Gilad trug seinen Gebetsschal und sprach die Segensgebete für die Begrüssung des Schabbats.

Die Leute waren sehr erstaunt. Das Ganze war so neu für sie. Manche waren sehr beeindruckt und sagten uns, es sei «eine gute Energie» hier. Ich sagte ihnen, dies sei nicht „Energie“, sondern der Heilige Geist. Dann gab ich eine Lehreinheit aus der Bibel. Alle waren gesegnet und fragten, wann sie wiederkommen könnten.

Doch vorerst arbeiteten Gilad, Chaim und andere Helfer daran, das Haus bewohnbar zu machen, ja, wir arbeiteten tagelang sehr, sehr hart. Die Böden wurden erneuert, ein neues Badezimmer eingerichtet, die Küche renoviert, Sitzmöbel aufgefrischt oder neu hergestellt … Wie wohltuend anders sieht es jetzt aus!

Zwei Wochen später, als in Zukim ein Freiluft-Film-Festival stattfand, zu dem auch die bekanntesten Schauspieler Israels kamen, bereitete ich genug Essen für sechzig Personen vor und wartete ab, wer wohl kommen würde. Zukim ist eine kleine Ortschaft mit nur ungefähr sechzig Familien. Darum dachte ich, ich hätte reichlich Essen vorbereitet. Aber schnell ging uns dieses aus. Dennoch erzählte ich am Abend von meinem Glauben und sprach davon, dass dieser Ort „Pinat ha Midbar“ („Perle der Wüste“) genannt wird und dass Gott uns hierher gestellt habe. Die Leute waren so beeindruckt, dass sie sich wie alte Freunde benahmen. Bereits gehören wir in Zukim zur „Familie“. Viele fragten nach den Kosten für das Essen, doch stets antworteten wir, es sei umsonst, ein Geschenk. Diese Geste öffnet dafür die Tür, dass wir von unserem Glauben erzählen können.

Es ist wichtig, dass man die hiesige mediterrane Kultur versteht. Sie dreht sich in hohem Mass um das Essen. Davon berichtet schon das 1. Buch Mose in Kapitel 18, als Abraham drei Männer erkannte, ihnen entgegenlief und zu ihnen sagte: „Herr, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber. Man soll euch ein wenig Wasser bringen, eure Füsse zu waschen, und lasst euch nieder unter dem Baum. Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labt; danach mögt ihr weiterziehen. Denn darum seid ihr bei eurem Knecht vorübergekommen.“

Das gehört hier noch immer zur Kultur, besonders in der Wüste, und zwar bei Arabern, Beduinen und Israelis gleichermassen. Sie alle reden erst nach dem Essen. Im Hebräischen wird für Wüste das Wort „Midbar“ gebraucht. Wenn man in diesem Wort andere Selbstlaute einsetzt, wird daraus „Medaber“ und bedeutetet „sprechen“. Das hebräische Wort ist auch abgeleitet vom Ausdruck für „Wort“. So hat also mein Dienst immer darin bestanden, Menschen zu essen zu geben und anschliessend das Wort auszuteilen. Essen stellt die Verbindung her, welche die Herzen dafür öffnet, das Wort zu empfangen.

Nach weiteren zwei Wochen rief mich der Bürgermeister der fünf Dörfer in der Aravah an und meinte, er habe gehört, dass ich ganz köstlichen Couscous zubereite. Er fragte an, ob ich für die Verpflegung beim bevorstehenden Fest „Hankukah“ sorgen könne. Diese Anfrage überraschte mich, und ich fühlte mich geehrt. Der Bürgermeister erwähnte uns sogar in der Lokalzeitung. So bereitete ich also die aus-reichende Menge für hundert Portionen vor. Wir staunten, dass diese Menge nach nur einer Stunde schon aufgegessen war. Doch dies hielt mich nicht davon ab, den ganzen Abend über meinen Glauben zu bezeugen. Eine Frau war so beeindruckt, dass sie uns mit ihrem Mann, einem Archäologen, in Ein Kerem bei Jerusalem besuchte. Es war mir eine Freude, davon zu sprechen, dass Gott uns nach 2000 Jahren Exil ins Land zurückgebracht hat und wir nun wieder eine Nation sind. Wie kann jemand nicht an unseren grossartigen Gott glauben, der so viele Wunder tut und von den Tagen, in denen wir heute leben, prophetisch gesprochen hat?

Ich könnte noch viel mehr erzählen,
aber ich will hier zum Schluss kommen. Bitte beten Sie für diese neue Aufgabe, die uns Gott gestellt hat. Wir möchten mit der Arbeit in Ein Kerem weitermachen und zumindest zweimal monatlich einen Anlass in Zukim gestalten. Es ist ein gewaltiges Vorhaben. Wir hatten begonnen, indem wir für zwanzig, dann für sechzig und schliesslich für hundert Personen gekocht haben. Diese Zahlen hören sich an wie diejenigen im Gleichnis vom Sämann. Beten wir darum, dass diese Arbeit zwanzigfache, sechzigfache und sogar hundertfache Frucht bringen möge, wenn wir treu darin sind, die Gute Nachricht an diejenigen weiterzugeben, die Gott uns in den Weg stellt.

Dies ist unser Gebet auch für Sie, liebe Freunde, dass Sie bis zu hundertfach ernten dürfen von dem, was Sie für den Herrn tun. Was für ein gewaltiges Vorrecht, einem solch mächtigen Gott dienen zu dürfen! Danke für alle Ihre Gebete und Unterstützung in der lohnenden Aufgabe, in der wir stehen. Dadurch haben Sie in hohem Mass Anteil an diesem Dienst.

In der nicht endenden Liebe unseres Messias Yeshua, grüsst Sie alle

Rachel und Gilad

„Um Zions willen will ich nicht schweigen und um Jerusalems nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgeht wie ein Glanz und sein Heil brennt wie eine Fackel.“ (Jesaja 62,1)

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Ein Traum wird wahr – 83 äthiopische Juden in Israel gelandet
Wiedersehen in Israel. Nach jahrelanger Wartezeit ist diese Familie wieder vereint. (Foto: ICEJ)
Am Montagabend haben Mitarbeiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) die ersten 83 von 1’000 äthiopischen Neueinwanderern, die 2019 nach Israel kommen sollen, am Flughafen von Tel Aviv begrüsst. Dank der Unterstützung von christlichen Freunden aus aller Welt, darunter Deutsche, Österreicher und Schweizer, konnte die ICEJ ihre Flüge finanzieren und wird auch die Integration der Neueinwanderer unterstützen.

Durchschnittlich mussten die Neuankömmlinge 15 Jahre warten, um ihre Kinder und Familienangehörigen, die bereits in Israel leben, wieder in die Arme schliessen zu können. Entsprechend emotional waren die Begegnungen bei diesem Wiedersehen!

Aufregung und Vorfreude

Vorfreude erfüllte die Wartehalle. Dicht gedrängt, Blumen, bunte Ballons, Fähnchen und „Willkom-men!“-Schilder haltend, warteten äthiopische Juden, die bereits mit einer der früheren Einwanderungswellen nach Israel gekommen waren, voller Sehnsucht auf ihre Lieben. „Meine Mutter kommt mit diesem Flug, ich habe sie seit zwanzig Jahren nicht gesehen“, erzählte eine Frau dem ICEJ-Team. „Ich bin heute Morgen aufgewacht und konnte nur noch daran denken, dass ich ihr heute wieder einen Kuss geben kann!“ Kafala, ein junger Mann, freute sich darauf, seine Tante zu begrüssen, die er vor elf Jahren das letzte Mal gesehen hatte. „Ich bin sehr aufgeregt! Voller Dankbarkeit gegenüber Gott für diesen Tag bin ich aufgewacht!“, strahlte Kafala.

2019 dürfen gut neunhundert weitere äthiopische Juden nach Israel kommen. Die ICEJ hat sich verpflichtet, auch ihre Flüge zu sponsern. Ein Flugticket nach Israel kostet zirka 800 Euro pro Person.

 Helfen wir ICEJ, den äthiopischen Juden die Heimkehr nach Israel und das Wiedersehen mit ihren Familien zu ermöglichen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah Äthiopien“ angeben. Herzlichen Dank. 

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Be’ad Chaim
Ein Gott der Wunder, der Versöhnung und der überströmenden Liebe

Sandy Shoshani, Be'ad Chaim, Jerusalem

Vor wenigen Monaten habe ich über eine Frau namens Mary berichtet, einer Alkoholikerin, deren Leben aber Dank der Liebe unserer Beraterin und einem wunderbaren Reha-Zentrum verändert wurde. Als Folge davon, dass Mary die Liebe Gottes entdeckte, sind weitere Menschenleben mit Gott in Kontakt gekommen.

Avia, die Schwester von Mary, hatte damals das Sozialhilfe-Büro angerufen und berichtet, dass Mary Alkoholikerin sei und ihre Kinder vernachlässige. Marys Kinder wurden in Pflege gegeben und sie, wieder schwanger, wurde zu uns vermittelt. Mary war wütend auf Avia und sagte, sie würde ihr niemals vergeben und wolle sich rächen. Unglaublich, aber durch die Liebe und Fürsorge von Larissa, ihrer Beraterin von Be’ad Chaim, welche sie an eine glaubensbasierte Rehabilitation vermittelt hatte, hat Mary nicht nur ein gesundes Baby geboren, sondern ist auch von ihrer Sucht frei geworden und hat ihr Leben Gott übergeben. Und in Folge dieser totalen Veränderung hat sie jetzt auch ihre Kinder zurückbekommen.

Als Avia die Verwandlung in ihrer Schwester sah, erkannte sie Gottes Liebe und Macht. Avia kam selbst zu Be’ad Chaim und bat um Hilfe, als sie schwanger war. Ihr Partner ist behindert und arbeitet teilzeitlich in einem Lebensmittelgeschäft. Sie hatten Angst davor, ein Kind zu haben, da sie nicht wussten, wie sie das finanziell schaffen würden. Doch, o Wunder, als Marys hartes Herz durch Gottes Liebe verwandelt worden war, vergab sie Avia, und die beiden versöhnten sich nach der Geburt von Avias Baby Ortal. Die beiden Familien leben jetzt in harmonischer Wohngemeinschaft, um Kosten zu sparen. Auch Avias Partner hat die Liebe Gottes gefunden.

Ortal hat Ende November ihren ersten Geburtstag gefeiert. Sie ist eine kleine Schönheit. Wenn wir ihr lächelndes Gesicht betrachten, werden wir daran erinnert, dass unser Gott ein Gott der Wunder, der Versöhnung und der überströmenden Liebe ist. Im Rückblick auf das vergangene Jahr sehe ich voller Freude, in wie vielen Leben Gott Wunder gewirkt hat. Es wurden beinahe 300 Babys in die Be'ad Chaim-Familie geboren, und mehr als hundert Frauen sind derzeit an verschiedenen Orten in unserem Land schwanger. Viele dieser Krisenschwangerschaften haben mit dem Gedanken begonnen, dass ihnen nichts Schlimmeres hätte passieren können.

Aus Gnade sind heute Babys am Leben, welche ansonsten abgetrieben worden wären. Und deren Mütter freuen sich jetzt, statt dass sie um ein Kind trauern müssen. Ich habe schon oft beobachtet, wie ein neues Baby als Katalysator dient, um die Mutter zu motivieren, wieder Sinn, Hoffnung und Ausrichtung für ihr Leben zu finden.

Unsere Gemeinschaften müssen solche Frauen hereinnehmen, unterstützen und glauben, dass Gott in der Lage ist zu verändern, zu erlösen und Leben wiederherzustellen durch seine Barmherzigkeit und Gnade.

Quelle: Gebets- und Informationsmail von Amzi 10.Jan.19

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Yaacov Waldman
Geboren: 1928
Geburtsland: Polen

Während des Krieges
Als die Nazis nach Polen kamen, hatten sie freie Hand, um uns Juden zu missbrauchen.

Sie nahmen uns mit in eine kleine Stadt. Die Erde war gefroren und vereist, und wir mussten das Eis mit unseren Füssen aufbrechen und Steine von einer Seite zur anderen schleppen. Am nächsten Tag mussten wir die Steine wieder zurückbringen. Waren wir nicht schnell genug, schlugen uns die Deutschen mit Stöcken auf den Rücken. Es war wirklich die Hölle. So mussten wir jeden Tag arbeiten, vom Morgen bis zum Abend. Der Zweck war, uns zu schlagen, zu erniedrigen und letztendlich, uns umzubringen. Diejenigen, die wagten, etwas zu sagen, wurden erst recht geschlagen. Es herrschte eine schreckliche Angst.

Zu essen hatten wir nur am Anfang etwas, dann kaum mehr etwas. Die nichtjüdischen Einwohner getrauten sich nicht, uns irgendetwas zu verkaufen. Wenn es etwas zu essen gab, mussten wir in eine lange Warteschlange einstehen.

Für die letzten war oft nichts mehr übrig.

Plötzlich beschlossen sie, uns in eine Stadt namens Ornaagen zu schicken. Wir mussten mit dem Zug drei Tage lang fahren, ohne Wasser, ohne Essen. Ich weiss nicht mehr, wie wir das überlebten. Am dritten Tag starb jemand, der direkt neben uns im Zug stand. Es war ein Alptraum. Einige Tage später brachten sie uns wieder zurück nach Lodz, weil in der Stadt Ornaagen nicht genügend Platz für uns war.

Im Jahr 1940 wurde in Kosmink ein Ghetto eröffnet. Dort erhielten wir einmal pro Woche etwas zu essen. Wir bemerkten aber kaum, wie viele Probleme es dort gab.

1941 erhielten wir eine Liste, auf der alle Erwachsenen aufgeführt waren. Diese sollten sich für einen ‚Ausflug‘ versammeln. Unter ihnen war auch meine Grossmutter. Sie mussten in einen schwarzen Bus einsteigen. Natürlich wussten sie nicht, dass in dem Bus Gas war. Dort endete ihr Leben.

Dann gab es eine neue Liste mit den Namen aller Kinder zwischen elf und vierzehn Jahren. Mein Bruder war auch darunter. Er kam nie wieder aus Auschwitz zurück. Ich bin am Leben geblieben, habe geputzt und manchmal dafür eine Schnitte Brot bekommen. Jeden Tag kam ich zur Arbeit.

Ende 1942 wurden wir in das Ghetto von Lodz gebracht. Doch viele hatten keine Lebenskraft mehr und starben, der Rest wurde in andere Lager abtransportiert. Wir mussten ständig arbeiten und erhielten nur wenig Nahrung. Einmal im Vierteljahr erhielten wir etwas Gemüse. Die Leute starben wie die Fliegen.

1943 wurden alle Arbeitsplätze geschlossen, und die Juden sollten nach Auschwitz geschickt werden. Täglich suchten sie nach Juden. Irgendwie haben wir es geschafft zu überleben, und am Ende des Krieges habe ich sogar meine Eltern wiedergefunden!

Nach dem Krieg
Als der Krieg zu Ende war, fanden wir Kontakt zu einer Organisation, die uns half, Alijah zu machen. So kamen wir nach Israel. Irgendwie ging das Leben weiter. Später heiratete ich und wir wurden eine Familie.

Quelle: Internationale Christliche Botschaft Jerusalem


Sarah Leibovitch
Geboren: 1927
Geburtsland: Rumänien

Während des Krieges
„Ich wurde 1927 in Bok, Bina, Rumänien geboren. Eines Morgens im Jahr 1941, wir waren gerade aufgestanden, hiess es, dass wir das Haus nicht verlassen durften. Wir mussten uns vorbereiten, in drei Stunden am Bahnhof zu sein. Sie steckten uns für den Transport nach Transnistiren* in Viehwaggons. Abends waren wir immer noch unterwegs in diesen – ohne Wasser, ohne etwas zu essen und ohne WC. Es gab Menschen darunter, die erstickten und starben.

Ich weiss nicht mehr, wie lange es dauerte, bis wir an einen Ort kamen, wo eine Synagoge stand. Es war Nacht, sie trieben uns aus dem Wagen und hinein in die Synagoge. Dabei schlugen sie uns und töteten einige. Familien wurden getrennt, wir konnten uns nicht wiederfinden. Am nächsten Morgen brachten sie uns zu einem Fluss, wahrscheinlich war es der Dnister, und wir mussten ihn auf Holzflössen überqueren. Dabei fielen Menschen ins Wasser und ertranken.

Vom anderen Ufer mussten wir lange Tage und Nächte zu Fuss bis zu dem Ort Lutzintzik marschieren. Dort pferchten sie uns in eine Scheune. Es war ein kalter, schneereicher Winter, doch man gab uns weder zu essen noch zu trinken und auch keine Unterlage, auf die wir uns hätten legen können. Es war wirklich ein sehr harter Winter mit Minustemperaturen von bis zu minus 20°C. Viele wurden krank und starben, häufig an Typhus. Die übrig gebliebenen wurden tagsüber in ein Arbeitslager gebracht und kamen abends zurück. Im Jahr 1944 wurden Kinder bis 16 Jahre frei gelassen. Man brachte sie in verschiedene Institutionen.“

Heute
Sarah wohnt im Haifa-Heim, ebenso ihre jüngere Schwester Chava. Sie ist glücklich, dort wohnen zu können.

*Anmerkung: Transnistrien ist ein künstlicher geographischer Begriff, der im II. Weltkrieg erfunden wurde. Er bezeichnete den Teil der Ukraine, der im Sommer 1941 von deutschen und rumänischen Truppen erobert wurde.

Transnistrien wurde benutzt als Todeslager, um Juden zu vernichten. Über 200.000 rumänische Juden aus Bessarabien, der Bukowina und dem Dorohoi-Gebiet sowie rund 24.000 Roma wurden dorthin deportiert. Etwa 100.000 ukrainische Juden waren zum Teil zuvor ermordet oder vertrieben worden.

Einige Überlebende sagen, dass im Vergleich zum Holocaust des Nazi-Deutschland, wo die Deportationen sorgfältig geplant wurden, die rumänische Regierung überhaupt nicht bedacht hatte, Tausende von Menschen in Transnistrien unterzubringen, wo die Deportierten bleiben sollten. Stattdessen wurden die Leute in primitiven Baracken untergebracht, ohne fliessendes Wasser, ohne Strom oder Latrinen. Wer nicht mehr laufen konnten, den liess man liegen und sterben.

Die Deportationen nach Transnistrien bedeuteten den Tod für Hunderttausende. Auf den Strassen lagen tote Körper herum. Manchmal töteten die Wachen solche Juden, die noch gute Kleider am Leib hatten. Dann verkauften sie die Leichen wegen der Kleidung an Bauern in der Nähe. Von den deportierten Juden starben schätzungsweise 60 % in Transnistrien.

Quelle: Internationale Christliche Botschaft Jerusalem


Pniel-Gemeinde (Tiberias)
Und Jakob gab dem Ort den Namen Pniel, denn ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden! 1.Mose 32:30

Daniel Yahav 
Wieder ging ein Jahr zu Ende. So vieles ist geschehen im In- wie im Ausland, und wenn wir die Nachrichten hören, staunen wir oft, wie exakt die Bibel ist und wie sich viele der Prophetien, die vor tausenden von Jahren gegeben wurden, vor unseren Augen zu erfüllen scheinen. Es ist eine Schande, dass die Menschen die zuverlässigste aller Informationsquellen missachten und sich stattdessen allem Möglichen zuwenden und lieber Lügen als dem Wort Gottes Glauben schenken. Aber wer immer zu Gott kommt, den wird die Wahrheit frei machen.

Wie Gott ein Menschenkind verwandeln kann
Diese Wahrheit wurde deutlich sichtbar im Leben von Lis (Name geändert), die das erste Mal vor zehn Jahren in unsere Versammlung kam. Damals war sie eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern, sie rauchte und war alkohol- und drogensüchtig. Eines Morgens war sie völlig am Boden, weil ihr Freund ihr gerade mitgeteilt hatte, er liebe eine andere Frau und wolle diese heiraten. Lis wollte nicht alleine zu Hause bleiben und rief ihre Nachbarn an, die erst vor kurzem eingezogen waren. Die Familie schickte sich aber gerade an, zum Sabbat-Gottesdienst zu gehen, also fragte Lis, ob sie mitkommen dürfe. Es war das erste Mal, dass diese Familie einen Gottesdienst der Pniel-Gemeinde besuchen wollte, daher zögerten sie zunächst. Aber Lis bestand darauf, sie zu begleiten, egal wohin sie gehen würden.

Heute erzählt Lis, als sie in die Gemeinde kam, hörte sie als erstes Musik. Damals hatte sie keine Ahnung von Lobpreis – und wurde sofort von einem unerklärlichen Frieden erfüllt. Sie vergass alle Probleme und ihren Kummer und hatte einen Frieden, den sie nie zuvor gespürt hatte. Zwar verstand sie kein Wort von der Predigt, aber die Erfahrung der Gegenwart Gottes war so schön, dass sie bei sich selbst dachte: „An so einem Ort möchte ich den Rest meines Lebens verbringen“.

Auf dem Weg nach draussen nahm sie zwei Bücher vom Büchertisch mit. Eines war das Lebenszeugnis eines treuen Gottesmannes, das andere ein Büchlein mit dem Titel „Haben Sie eine Beziehung zu Gott?“

Noch am selben Abend las sie beide Bücher und erkannte, dass ihr diese Beziehung fehlte – im Gegenteil! Doch nun sagte sie von ganzem Herzen zu Gott: „Ich will nicht in die Hölle! Hier bin ich, hier ist mein Leben, mach mit mir, was immer Du willst!“

Dann ging sie zu Bett. Am nächsten Morgen konnte sie keine Zigarette mehr rauchen. Erst dachte sie, irgendwas stimme mit den Zigaretten nicht. Doch dann merkte sie, dass sie auch kein Verlangen mehr nach Drogen und Alkohol hatte, nicht einmal mehr nach ihrem untreuen Freund.

Lis ging zu ihren Nachbarn und erzählte ihnen, was gerade mit ihr passierte. Nach einer Weile fragte ihr Nachbar: „Merkst du etwas? Wir reden seit zehn Minuten, und du hast noch kein einziges Mal geflucht!“ Normalerweise waren bei ihr sieben von zehn Wörtern Schimpfwörter. Lis hatte ein neues Herz bekommen, und ihr Leben war durch die Kraft Gottes völlig verwandelt worden.

Von da an besuchte sie regelmässig die Gemeinde und wuchs im Glauben. Sieben Jahre später schenkte ihr Gott einen gläubigen Ehemann, und vor kurzem nahm ihre Schwiegertochter Jesus als ihren Erlöser an. Ihre eigenen Kinder sind bis jetzt noch nicht gläubig, aber Lis betet weiter für sie im festen Glauben, dass Gott auch sie zu sich ziehen wird.

Pniel-Schule
In unserem letzten Rundbrief hatten wir erfreut über den Abschluss der Renovierungsarbeiten an dem Gebäude berichtet, das wir seit dreissig Jahren für die Pniel-Schule nutzen.

Zu unserer grossen Bestürzung erhielten wir vor einigen Wochen eine Mitteilung von der schottischen Behörde, der dieses Haus gehört, dass wir unsere Schule dort nicht länger betreiben dürfen und dass dies unwiderruflich unser letztes Jahr dort sein werde. Davon wurden wir wirklich überrascht, und so beten wir, um zu erfahren, was Gott vorhat. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie mit uns beten, dass wir erkennen, wie und an welchem Ort es mit der Schule weitergehen soll. Die Schule war und ist ein grosser Segen für die Kinder, die in einer vom Glauben geprägten, sicheren und friedlichen Atmosphäre viel besser als in der sehr rauen Umgebung der öffentlichen Schulen lernen können.

Auch möchten wir Gott für seinen vielfältigen Schutz während dieses ganzen verflossenen Jahres danken. Beispielsweise trafen am 25. Juli zwei syrische Raketen den See Genezareth, überraschenderweise ohne dass Alarm ausgelöst wurde. Menschen badeten im See, aber niemand wurde verletzt. Ausserdem hatten wir hier im Juli eine ganze Serie von Erdbeben, wie Sie vielleicht wissen. Eines Morgens erwachten wir um fünf Uhr, weil die Fensterscheiben zitterten. Auf das erste Beben folgten in den Wochen danach hunderte weitere, zehn davon so stark, dass die Leute in Tiberias und Umgebung sie wahrnahmen. Zu der Zeit veranstalteten wir gerade den Sommer-Kinderklub in Tiberias, und so beteten wir jeden Tag mit den Kindern, dass es in dieser Zeit kein Erdbeben geben würde. Wenn alle 45 bis 50 Kinder gleichzeitig aus dem Gebäude laufen müssten, würde das ein ziemliches Durcheinander geben. Und – Gott sei gepriesen! – wir hatten kein Erdbeben während der Klubtreffen, und niemand wurde bei den Spielen und Sommeraktivitäten verletzt.

Neues Gebäude für die Gemeinde

Wir danken dem Herrn und unseren treuen Freunden und Unterstützern, dass der Gebäude-Fonds weiter wächst. Es ist allerdings Realität in Israel, dass messianische Gemeinden auf den Widerstand derer stossen, die Jesus und seine Nachfolger verfolgen.

Eine Gemeinde im Süden Israels kaufte ein Versammlungshaus, das renoviert werden musste. Mehrere Jahre arbeiteten sie hart, um das Projekt fertig zu stellen. Doch jetzt, wo es fertig ist, verbietet ihnen die Gemeindeverwaltung, das Gebäude zu benutzen und droht andernfalls mit rechtlichen Schritten.

Mehr als einmal mussten wir in den letzten Jahren ähnliche Vorgänge beobachten. Eine Gemeinde wurde achtzehn Jahre lang am Betreten ihres Gebäudes gehindert, eine andere durfte ihr gekauftes Gebäude neun Jahre lang nicht betreten. Daher bitten wir Sie, mit uns um Gottes Schutz, Weisheit, Führung und Versorgung zu beten. Jede Macht, die sich gegen den Gott Israels und seinen Messias Jeshua erhebt, wird zerstört werden. Wir harren aus im Glauben an seinen Sieg und bitten Sie, uns zur Seite zu stehen. So wie Aaron und Hur Moses erhobene Hände stützten (2.Mose 17,12), können auch Sie unsere Hände des Glaubens stützen. Lasst uns nicht müde werden, das zu tun, was gut in den Augen Gottes ist, und mögen wir alle vor Jesus als treu erfunden werden, wenn er wiederkehrt.

 Gaben für die Pniel-Gemeinde werden sehr gern weitergeleitet. 

Bitte helfen Sie uns helfen!
Postkonto 60-730528-4


Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.

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2018: 20’000 palästinensische Patienten in Israel versorgt
Mehr als 20’000 Palästinenser aus dem Westjordanland (Judäa und Samaria) haben 2018 eine Einreisegenehmigung für eine medizinische Behandlung in Israel oder für die Begleitung eines Patienten nach Israel erhalten. Das berichtet die Jerusalem Post am heutigen Mittwoch. Das sind 3’000 Genehmigungen mehr als im Vorjahr. Seit 1995 besteht die medizinische Abstimmung zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Aus ICEJ-Nachrichten, 13. Februar 2019



rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.