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Rundbrief Nr. 202
Juni 2022


Aliyah aus der Ukraine – ein Stück Hoffnung
(Aliyah = Rückkehr der Juden nach Israel / Olim = jüdische Rückkehrer)

Ein Bericht von Jael Mäder, Mitarbeiterin von Ebenezer Schweiz

Ebenezer Schweiz konnte am 13. April 2022 die Reise von 117 Olim von Budapest nach Tel Aviv finanzieren. Wunderbar! Dies war nur möglich aufgrund der grosszügigen Unterstützung von Rea Israel. Wir preisen den Herrn, wie er alles geführt hat, damit seine kostbaren Kinder nach Hause kommen.

Am Flughafen in Budapest befand sich eine riesige Menschenmenge vor dem Check-in-Schalter mit der Aufschrift „Tel Aviv“. Einige führten Gepäckwagen mit, die bis oben mit Koffern gefüllt waren. Sogar Katzen und Hunde warteten in der Reihe. Wieder andere hatten sehr wenig Gepäck – nur einen Rucksack. Einige waren schwarz gekleidet, andere trugen eine Kippa. Es befanden sich auffällig viele Frauen mit Kindern in der Menge. Etwas hatten alle diese Menschen gemeinsam: das mitgebrachte Gepäck war alles, was sie noch hatten. Viele Frauen und Mädchen mussten ihre Männer, Väter, Brüder und Söhne zurücklassen in der Hoffnung, sie irgendwann wieder in die Arme schliessen zu können. Alle waren sie geflüchtet aus einem Land, das bis vor Kurzem noch ihre Heimat war. Viele haben grausame Szenen gesehen. Nur ansatzweise können wir uns vorstellen, was diese Olim durchgemacht haben. Und nun waren sie auf dem Weg nach Israel, in eine neue Heimat. Trotz allem Schweren schienen sie erfüllt zu sein mit der Hoffnung auf eine neue Zukunft.

Roman mit seiner Familie.
Roman und seine Frau sind ursprünglich aus Minsk, Belarus. Aus politischen Gründen mussten sie vor zwei Jahren fluchtartig das Land verlassen. Mit einigen Koffern und ihrem Auto kamen sie nach Kiew, Ukraine. Knapp zwei Jahre später erfüllte ein heller Schein ihr Schlafzimmer, und ein lauter Knall riss sie aus dem Schlaf. Sofort realisierten sie, was los war. Sie überlegten nicht lange und packten erneut einige Koffer. Mit ihrem Söhnchen, gerade fünf Monate alt, und Hund flohen sie so schnell wie möglich in eine sicherere Region. Vier Tage lang steckte Roman in einer endlos scheinenden Autoschlange an der Grenze zu Polen. Seine Frau hatte mit dem Kind die Grenze zu Fuss passiert, wo sie auf der polnischen Seite sehnsüchtig auf ihn wartete. Für das junge Paar war klar, dass nun die Zeit gekommen war, um Aliyah zu machen. Allerdings hatten sie für ihren Kleinen noch keinen Pass. Um einen solchen zu beantragen, hätten sie nach Kiew zurückkehren müssen, doch wie? Wie durch ein Wunder machte der Staat Israel es möglich, dass sie trotzdem einreisen durften!

Olim nach der Ankunft in Israel am Flughafen Ben Gurion.
Danke, dass Sie mit Ihrer Unterstützung dazu beigetragen haben, dass Roman und seine Familie wie viele weitere Olim nun in Israel angekommen sind. Wir beten, dass sie im Heiligen Land eine neue Heimat, Zukunft und Hoffnung finden dürfen.

 Gaben mit Vermerk Aliyah - Rückführung von Juden leiten wir zu 100 % weiter. 


Einzigartigkeit der messianischen Schule Makor HaTikva
Grundsätze und Vision von Makor HaTikva:
Die Schule, sowohl die Grund- als auch die Mittelschule, strebt danach, ihre Schüler zu gottesfürchtigen Bürgern zu erziehen, die eine starke Verbindung zum Land Israel, seiner Kultur, dem zionistischen Traum, der hebräischen Sprache und dem Leib des Messias im Land Israel haben. Sie will ihren Schülern ein umfassendes Wissen über das Wort Gottes (sowohl Altes wie Neues Testament) und die Grundlagen des Glaubens an Jesus zu vermitteln. Zudem will sie es Schülern ermöglichen, sich nach dem Abschluss der Mittelschule sowohl akademisch als auch sozial in die öffentlichen High Schools in Israel zu integrieren.

Das Schulhaus von Makor HaTikva wird zu eng. Es wird nach einem grösseren Gebäude gesucht.
Das pädagogische Personal und seine Vision:
Die Lehrer und Lehrerinnen sind bestrebt, den ihnen anvertrauten gläubigen Schülern in ihrem Verhalten und ihrer Lehre ein persönliches Vorbild zu sein und ihren Glauben an Jesus in allem, was sie tun und sagen, zu leben. Sie erkennen und unterstützen sowohl die Stärken als auch die Schwächen eines jeden Schülers und ermutigen das Kind mit Gottes Hilfe, unabhängig, verantwortungsbewusst und selbstmotiviert zu werden. Das Personal engagiert sich für die Entdeckung und Umsetzung von Lehrtechniken und Strategien, welche die pädagogischen Ergebnisse verbessern. Die Lehrerschaft verpflichtet sich, als ein zusammenhängendes und einheitliches Team mit gegenseitigem Respekt füreinander zu arbeiten.

Fröhliche Schulkinder in der Makor HaTikva-Schule.
Die Makor HaTikva-Schule in Jerusalem (= Quelle der Hoffnung) in Jerusalem wurde 1991 gegründet. Seit 2018 ist sie staatlich anerkannt, erhält von diesem jedoch keine finanzielle Unterstützung. Das heisst, die Schüler bzw. deren Eltern bezahlen das Schulgeld selbst. Bedürftigen Familien wird mit Stipendien von Spendengeldern geholfen. Das Schulgeld pro Kind und Monat beläuft sich auf rund CHF 370.-.
Zu diesem Zeitpunkt besuchen 140 Kinder die Schule. Zwar möchten noch mehr Kinder kommen, doch der Platz fehlt. Darum hält die Schulleitung Ausschau nach einem grösseren Gebäude.

Helfen wir im Gebet um Gottes Führung, auch in dieser Angelegenheit, sowie für Lehrer und Schüler!

 Gaben für die messianische Schule Makor HaTikva leiten wir zu 100 % weiter. 


Michael und Marianne Yaron
Bericht von Marianne Yaron

Im Senioren-Hostel
In der Zeit vor dem Sederabend und während der Pessachwoche konnten wir viele Menschen erfreuen. Wir verteilten 86 Essensgutscheine in einem sogenannten Hostel, wo ältere Menschen, unter ihnen Josef, ein 103-jähriger Kriegsveteran, weitere Kriegsveteranen und auch wenige Holocaustüberlebende leben. Diese Personen sind vorwiegend russisch-sprachig. Sie waren sehr, sehr berührt und dankbar für dieses Liebeszeichen. Die “Mutter” des Hostels lebt selber dort, damit sie für jeden Fall gleich zur Stelle sein kann, und alle bezeugen, wie wohl und aufgehoben sie sich dort fühlen.

Ein tapferer Kriegsveteran.
Zwei Holocaustüberlebende aus Österreich
Ich, Marianne, besuchte zwei holocaustüberlebende Damen, und per Zufall waren sie beide in Österreich geboren worden, Rivka im Jahr 1925 und Miriam im Jahr 1935. Den Kontakt zu Rivka erhielt ich durch ihre Freundin, eine ältere Christin aus Deutschland. Rivka lebt ganz in unserer Nähe, in einer Alterssied-lung. Rivka, heute 97-jährig, kam 1939 mit einem Kindertransport nach Schweden und von dort 1940 nach Britisch-Palästina, nachdem ihr dort lebender Bruder ein Visum für sie beantragt hatte. Ihr Abschied von den Eltern auf dem Wiener Bahnhof war das letzte Mal, an dem sie ihre Eltern sah. Sie trägt ihre Trauer darüber noch heute in sich und möchte einfach nur sterben. Sie freute sich sehr über meinen Besuch.

Kriegsveteranin mit Michael Yaron und Hausmutter Lilia.
Miriam hatte ich schon einmal besucht. Leider ist sie vor einiger Zeit gefallen und braucht nun Hilfe in ihrer Wohnung. Sie flüchtete damals mit ihren Eltern nach Frankreich und wurde von ihnen getrennt, als sie fünf oder sechs Jahre alt war. Ihre Eltern kamen beide in Auschwitz ums Leben. Miriam wurde von einer französischen Familie im Burgund versteckt. Nach dem Krieg, 14-jährig, kam sie nach Israel. Sie bedauert es, dass sie sich kaum an ihre Eltern erinnern kann. Auch Miriam freute sich sehr über meinen Besuch. Sie leidet leider seit Jahren an Depression.

Sofia, eine Holocaustüberlebende, mit Marianne.
Diese zwei Frauen sind bestens versorgt, ohne finanzielle Not, aber sehr einsam. Ich hatte den Eindruck, dass sie zwar liebevolle Kinder haben, diese aber sehr beschäftigt sind. Beide benötigen nach einem Sturz eine Betreuerin und eine Gehhilfe. Das nächste Mal werden Michael und ich sie zusammen besuchen und dann auch ein Foto machen. Heute war es noch nicht angebracht.

Kriegsveteranin, sehr dement, wurde aber gesprächig.
 Gaben für Michael und Marianne und ihre vielseitigen Dienste werden zu 100 % weitergeleitet. 



Ebenezer dankt!
Géraldine Tribaudaut, Geschäftsleiterin von Ebenezer Schweiz, ist ganz gerührt über den Betrag unserer Spende:

„Uiiiii uiiiii, das ist ja wunderbar!!! Der Herr segnet uns so sehr, damit wir Sein Volk segnen können. Vielen Dank allen Spendern von Rea Israel! Ich bedanke mich bei jeder einzelnen Person für ihren grosszügigen Beitrag für die Aliyah-Arbeit. Vielen Dank, Bruder Kurt, für deine Unterstützung und dein wunderbares Herz für Israel und sein Volk!

Wir wollen den Herrn fragen, wo wir dieses Geld einsetzen sollen. Es wird für die Basis in Polen (jüdische Flüchtlinge) oder für einen Aliyah-Flug oder etwas anderes Dringendes gebraucht werden. Während diesen Tagen (im April) strömen die Flüchtlinge in Massen nach Moldawien! Vor zwei Wochen bezahlten wir einen Aliyah-Flug mit ukrainischen Flüchtlingen von Budapest, Ungarn, aus. Gott stellt so viele Ressourcen zur Verfügung…“



Israel-Gottesdienste mit Pastor Silas Wenger

Am Sonntag, 10. Juli 2022, um 9.45 Uhr
Im Christlichen Begegnungszentrum Ilfisbrücke, BewegungPlus Langnau,
Bernstrasse 35, 3550 Langnau i.E.
https://www.bewegungplus-langnau.ch/

Am Sonntag, 28. August 2022, um 9.30 Uhr
im Christlichen Zentrum Brig, Gliserallee 37, 3902 Brig-Glis
https://www.czbrig.ch/

Empfehlenswerte Online-Predigten von
Pastor Silas Wenger über Israel



Armenien

Diaconia Internationale Hilfe ist in verschiedenen Städten und Dörfern Armeniens tätig. Hier gibt uns Sargis Svaryan, wohnhaft in Tscharenzawan und vollzeitlicher Mitarbeiter von Diaconia, wieder einen Bericht über das Schicksal einer Kriegswitwen-Familie.

Hilfe für Witwe Nune Tonoyan

Im Jahr 2012 verheiratete sich Nune mit Arsen Tonoyan. Das junge Ehepaar wohnte im Haus von Arsens Eltern und sie hatten viele Träume und Ziele. Arsen liebte seine Frau sehr und tat alles, um ihr Leben noch glücklicher zu machen.

Die zwei kleinen Halbwaisen vermissen ihren Vater sehr. Hier tragen sie Bilder von ihm auf dem T-Shirt.
2014 bekamen sie ihr erstes Kind, Anahit, eine Tochter, welche mittlerweile acht Jahre alt ist. Die Freude der jungen Eltern war gross. Vater Arsen war im Militär angestellt und arbeitete als Vertragssoldat. Obwohl er dadurch oft von zu Hause fort war, tat er alles, um seine Familie bestmöglich zu versorgen.

Zwei Jahre später wurde Sohn David geboren. Vater Arsens Freude war riesig!

Im September 2020 wurde die friedliche Bevölkerung in Bergkarabach (Arzach) von Aserbaidschan angegriffen. Arsen diente im Militär. Er war sogar bereit, sein Leben einzusetzen, damit die rechtmässigen Landesgrenzen für Land und Familie bestehen blieben. Doch am 14. Oktober 2020 starb Arsen als Held während eines heftigen Kampfes.

Von Ehemann und Vater Arsen Tonoyan bleiben nur noch dieses Foto und viele schöne Erinnerungen an seine Fürsorge.
Der kleine David und seine Schwester Anahit warten noch immer auf die Rückkehr ihres Vaters. Mutter Nunes Herz ist voller Schmerz. Sie kümmert sich um die Kinder und denkt dabei nicht gross an sich selbst. Die drei wohnen in einer temporären Unterkunft.

Gemeinsam mit Rea Israel unterstützt «Diaconia Internationale Hilfe» monatlich diese Familie, wofür sie sehr dankbar ist.

 Spenden für Kriegswitwen und ihre Kinder in Armenien werden zu 100 % weitergeleitet. 



News von Rachel & Gilad Netanel
Mai 2022

Liebe Freunde

Shalom und herzliche Grüsse aus Israel! Wir hoffen, Sie hatten wunderbare Oster- bzw. Pessachtage. Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und wirkt täglich in unseren Herzen und unserem Leben. Preist den Herrn!

Doch nicht so tolerant
Der Alltag in Israel hat bereits im Idealfall seine Tücken, aber es hat mich schon überrascht, dass immer noch solche Vorurteile messianischen Juden gegenüber existieren. Wir suchten eine bestimmte Kanzlei auf, weil unser Verein einen neuen Rechnungsprüfer braucht. Dort mussten wir feststellen, dass es anscheinend normal ist, für orthodoxe Juden, Muslime, Atheisten und Hindus tätig zu werden – doch bei messianischen Juden wird man skeptisch. Trotzdem lassen wir uns davon nicht beunruhigen, denn der Herr wird dafür sorgen, dass uns das Ganze zum Besten dient.

Amid, der Enkel von Rachel.
Wozu ein Messias?
Nun zu etwas Erfreulicherem. Vorigen Monat packten Gilad und ich vorgekochtes Essen samt allen nötigen Utensilien für ein Sabbat-Begrüssungsmahl ins Auto und fuhren zum Armeestützpunkt, an dem mein Enkel seinen Wehrdienst leistet. Da seit dem letzten Mal einige neue Gesichter hinzugekommen waren, erklärte ich, dass unsere Art, den Sabbat zu feiern, sowie unsere Gebete etwas von der Tradition des rabbinischen Judentums abwichen. Daraufhin kamen zahlreiche Fragen aus der Gruppe, was die Unterschiede seien. Und vor allem wollten sie wissen, warum man überhaupt einen Messias brauche. Mit grossem Vergnügen beantwortete ich ihre Fragen. Später kam mein Enkel in die Küche, wo ich gerade hantierte, und verkündete mit einem strahlenden Lächeln, wie gut er das von mir Gesagte fand und dass er nun die Sache mit dem Messias begriffen habe.

Tragendes Netzwerk
Vor Kurzem hatten wir in Zukim (im Süden Israels) eine Bekannte zu Gast, die ich jahrelang nicht mehr gesehen hatte. Gemeinsam mit ihr und einer mitgebrachten Freundin feierten wir den Sabbat. Ich hatte meiner Bekannten seinerzeit in ihrer schwierigen Lage als alleinerziehende Mutter geholfen und mein altes Auto zur Verfügung gestellt. Nun versicherte sie mir, sie würde mir meinen Beistand in ihrer Not nie vergessen. Während ihres Besuchs vertraute sie mir an, dass ihre inzwischen 17-jährige Tochter schwanger sei, und sie als Mutter ihr zu einer Abtreibung rate. Ich gab meiner Bekannten deutlich zu verstehen, dass sie dies nicht tun dürfe, da es im Widerspruch zum Wort Gottes stehe. Nach tiefen Gesprächen – sie blieben bis Sonntag – willigte sie ein, sich mit Sandy, einer lieben, messianischen Freundin, die sich in einer Organisation zum Schutz des ungeborenen Lebens (Be’ad Chaim) engagiert, zu treffen. Wir loben Gott dafür! Nach der einige Zeit später stattfindenden Begegnung war die Tochter sehr glücklich, aufgrund der Unterstützung des Werkes keine Abtreibung vornehmen lassen zu müssen. Ich freue mich, dass ich diese Verbindung herstellen und helfen durfte, das Leben dieses Babys zu retten. Gott ist wunderbar!

Auch mit der mitgebrachten Freundin dieser Bekannten ergaben sich gute Gespräche. Ich versuchte der lesbisch orientierten Frau anhand der Bibel aufzuzeigen, dass das Wort Gottes diesen Lebensstil nicht gutheisst. Sie erwiderte, die angesprochenen Verse richteten sich an Männer. Daraufhin konterte ich, Gott habe Mann und Frau erschaffen, und das erste Gebot sei, fruchtbar zu sein und sich zu mehren, was bei zwei Frauen unmöglich sei. Sie wollte darüber nachdenken und bemerkte dann, sie würde sich ändern, wenn ihr ein netter Mann über den Weg laufe. Da wurde mir bewusst, dass sie wohl nur einem Trend dieser Zeit folgte und sie im Innersten nicht war, was sie vorgab zu sein. Es ist traurig, wie unser Volk mangels Kenntnis von Gottes Wort zugrunde geht.

Pessach und Mimuna
Natürlich feierten wir Pessach zuhause in Ein Kerem so, wie es unsere Art ist: gross! Mein Sohn kam dazu mit seiner Frau, deren Eltern und Schwester mit Familie und meinen Enkelkindern. Insgesamt waren wir etwa 16 Personen. Was für eine Freude! Gilad war in seinem Element, während er aus 5. Mose samt Auslegung vorlas und lehrte, dass jemand Grösseres als Mose kommen würde, nämlich Jesus Christus! Halleluja!

Pessach-Sederabend – feiern wie in biblischen Zeiten!
Am letzten Pessach-Abend feiern marokkanische Juden – zu denen ich ja auch gehöre – Mimuna mit einem Festmahl mit besonderen Speisen, u. a. marokkanischen Mufletas (eine Art Crêpes). Anlässlich der Feier tragen die Männer eine Dschellaba (traditionelles, langes Gewand), ein Brauch, den Gilad liebt!

Liebe Freunde, mögen diese Frühlingsfeste auch eine Zeit der Erneuerung Ihrer Hingabe und Berufung in seinen Dienst sein. Wir sind so dankbar für Sie sowie für Ihre Gebete und alle Unterstützung. Der Herr segne Sie und Ihre Familie reichlich. Wir haben Sie lieb!

In der unvergänglichen Liebe unseres Messias Jesus,

Rachel und Gilad Netanel

Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel. Jesaja 62,1

 Gaben für den evangelistischen Dienst von Rachel & Gilad Netanel werden zu 100 % an sie weitergeleitet. 



In Sicherheit, aber ohne Vater

Ein Bericht von Stephan Schneider, Geschäftsführer von Diaconia Internationale Hilfe

Beinwil am See, im Mai 2022

Liebe Freunde

Fassungslos rechnen wir zurück und stellen fest, dass seit dem Beginn des Ukraine-Krieges bald drei Monate vergangen sind. Die Situation der Menschen in den belagerten Städten macht uns tief betroffen. Und doch können wir nur zuschauen, spenden und beten.

Konnten aus Mariupol fliehen: Eine junge Mutter mit ihrem Söhnchen Ivan.
Längst sind es Millionen von Menschen, die durch den Krieg gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen. Unzählige sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Wer die Möglichkeit hatte, ist ins Ausland geflohen. Ohne Unterbruch passieren täglich tausende Menschen die Grenze nach Rumänien und Moldawien, wo Diaconia schwerpunktmässig tätig ist.
Allein nach Moldawien, Ukraines kleinstes Nachbarland mit nur rund 2,6 Millionen Einwohnern, sind seit Kriegsausbruch rund 400’000 Ukrainerinnen und Ukrainer eingereist, 100’000 von ihnen blieben, davon 50’000 Kinder. Was das für dieses von Armut gebeutelte Land bedeutet, liegt auf der Hand: Moldawien sowie auch Rumänien, wo die Lage ähnlich dramatisch ist, brauchen weiterhin schnelle und unbürokratische Hilfe.

Für unsere Mitarbeitenden vor Ort bleibt es eine Herkulesaufgabe, die laufend ankommenden Menschen zu unterstützen und sie mit dem Notwendigsten zu versorgen. Glücklicherweise ist die Nothilfe seit Jahren die Kernkompetenz von Diaconia. So konnten wir dank zahlreicher, äusserst grosszügiger Spenden unsere Stärke in diesem entscheidenden Moment nutzen, um unzähligen Flüchtenden eine helfende Hand zu reichen.

So auch Ivan und seiner jungen Mutter, die über einen humanitären Korridor aus der hart umkämpften und inzwischen komplett verwüsteten Hafenstadt Mariupol im Südosten des Landes geflüchtet waren. Wir trafen die beiden in einer Flüchtlingsunterkunft in Suceava, an der rumänisch-ukrainischen Grenze, wo wir mit unserem Diaconia-Bus im Einsatz standen.

Sie waren seit Kurzem in Sicherheit, doch voller Ungewissheit darüber, wie es Ivans Vater ging und wohin sie gehen sollten. Ihre Situation berührte unsere Mitarbeitenden vor Ort zutiefst.

«Seit wir auf der Flucht sind, zittert Ivan im Schlaf, wacht plötzlich auf und weint – jede Nacht. Ich selbst tue kein Auge zu und kann mich am Tag nicht auf die geplante Weiterreise konzentrieren. Mein Mann hatte mir immer geholfen, nun frage ich mich, was aus uns wird …»

Ivan nahm den ganzen Tag an unseren Aktivitäten im Bus teil. Es wurde gebastelt, geknetet, gegessen und musiziert. Am Abend sei er ganz erschöpft gewesen, sodass er zum ersten Mal wieder durchschlief, berichtete uns seine Mutter am nächsten Tag. Auch sie selbst habe etwas Ruhe gefunden, um während des Tages herauszufinden, wie sie mit ihrem Sohn nach Grossbritannien gelangen konnte.

Inzwischen ist Ivan mit seiner Mutter weitergezogen, so wie wir mit dem Diaconia-Bus auch, weil es uns auch an anderen Orten braucht, wo ständig neue Menschen ankommen. Sie alle benötigen Schutz, guten Rat und Beistand.

Beispieleinsatz mit dem Diaconia-Bus in Zahlen:
- 17 Tage in Suceava
- 800 Kinder aus 2 Flüchtlingsunterkünften
- 14 Diaconia-Mitarbeitende im Einsatz

Wir hoffen, dass das Leid bald ein Ende nimmt. Doch bis dahin machen wir weiter und helfen den ukrainischen Flüchtenden so, wie es die Entwicklung der Situation erfordert.

Klein-Ivan beim Spielen im Diaconia-Bus.
Auf unserer Webseite www.diaconia.org informieren wir Sie regelmässig über die neusten Einsätze, die neben der Kinderbetreuung bisher auch Hilfsgüter-Transporte und die Ausstattung von Flüchtlingsunterkünften umfassen. Wir versuchen, den geflüchteten Menschen während unseres kurzen Kontakts eine möglichst grosse Entlastung zu bieten und fragen uns jeweils, wie es ihnen auf ihrer Weiterreise ergeht. Wir beten für eine gute Integration all dieser Menschen in eine neue, ihnen fremde Gesellschaft und hoffen auf einen möglichst baldigen Frieden und Beginn des Wiederaufbaus ihres Landes.

Von ganzem Herzen danken wir für all Ihre bisherigen und zukünftigen Spenden und Gebete.

Stephan Schneider

Anmerkung von Kurt Wenger: Die grossherzigen Spender von Rea Israel legten bisher durch viele Gaben eine grosse Summe für die Ukraine-Flüchtlinge zusammen. Dieser Betrag ging bereits an Diaconia und wiederum zu 100 % an die Einsatzorte weiter.

  Spenden für ukrainische Flüchtlinge leiten wir gern vollumfänglich an Diaconia weiter. 



Grandpa Jack Reitfarm
Das therapeutische Zentrum von «Grossvater Jack» in Jerusalem bietet Reit-Therapien sowie tierbegleitende Therapien für momentan 550 Kinder, welche an körperlichen Gebrechen oder an Verhaltensstörungen leiden. Das Programm fördert den ganzen Menschen. Die körperliche Aktivität des Reitens verbindet sich mit den nonverbalen Ausdrücken des Kindes. Das führt zu Emotionen, die schliesslich dazu helfen, diese auch ausdrücken zu können.

Eine Schulleiterin schreibt: Vier unserer Kindergartenkinder nehmen am Programm dieser Reittherapie teil. Jede Woche treffen sie sich mit zwei fantastischen Therapeuten. Auf der Farm lernen die Kinder vieles über die «Welt der Pferde» und wie man mit den Tieren kommuniziert. Wir stellen fest, dass die Reittherapie die Motorik der Kinder stärkt. Dabei lernen sie, mit schwierigen Situationen umzugehen, aber auch Erfolge zu erleben.

Diese Aktivitäten mit den Pferden helfen den Kindern, in ihrer Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeit weiterzukommen, was sie so dringend brauchen! Die Kids besuchen freudig die Farm und kehren jeweils neu gestärkt zurück!

Eine therapeutische Reitstunde kostet Fr. 52.-, eine normale Reitstunde CHF 48.-. Es wird jedoch empfohlen – wie in der Physiotherapie – einen Kurs von neun Stunden zu besuchen. Wenn es Eltern gibt, die diesen Betrag nicht oder nur teilweise aufbringen, wird die Differenz mit Spenden gedeckt.

 Gaben für die therapeutische Grandpa Jack-Reitfarm leiten wir zu 100 % weiter. 


JESUS CHRISTUS als FUNDAMENT im Leben und im Dienst des Christen
Prof. Dr. Svilenov
(Auszug aus der gleichnamigen Schrift von Prof. Dr. Detschko Svilenov)

Warum soll Jesus das einzige Fundament unseres Glaubens sein? In der Weltgeschichte gibt es so viele andere Autoritäten, welche ohne weiters in vielen Bereichen als Fundament geeignet sind; aber können sie auch im geistlichen Bereich angenommen werden? Warum muss es ausgerechnet Jesus sein?

Die Geburt, das Leben, die Lehre, die Auferstehung und das Werk Jesu Christi unterscheiden ihn von jeder anderen Person, die jemals in dieser Welt gelebt hat. Mehr als 300 Prophetien sind im Lauf von 4000 Jahren seinem Kommen vorausgegangen.

In der Person Jesu Christi, der als Gott und Mensch zu uns kam, ist Gott selbst in der Welt erschienen. Jesus ist die Offenbarung Gottes, welche für die Menschen eine durch das Herz, den Verstand und den Willen erfahrbare Form angenommen hat. Den Willen Gottes hat er in einer verständlichen Form geoffenbart.

Jesus besitzt gewaltige geistliche und moralische Kraft, unvergleichbare Weisheit und Macht über die Naturgewalten sowie eine absolute Vollkommenheit. Er ist die einzige Person in dieser Welt, die ohne Sünde ist. Das Wort von Jesus ist so grossartig, dass es mit der Seele des Menschen kommunizieren kann, weil es «Geist und Leben ist». Seine Worte werden nicht vergessen, sondern als kostbarer Schatz aufbewahrt und in mehr als 4000 Sprachen gelesen. Nach diesem Wort wollen Millionen von Menschen ihr Leben gestalten.

Jesus ist unvergleichbar in seinen Werken. Diese einzigartigen Werke nennen wir Wunder.

Keine andere Person erhebt den Anspruch, Gottes Sohn zu sein und er sagt von sich selbst: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben»

Jesus besitzt persönliche Charakterzüge wie Güte, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Demut, Gehorsam, Kompromisslosigkeit und besonders eine göttliche, sich selbst aufopfernde Liebe zu allen Menschen. Aus Liebe zu den Menschen ist Jesus Christus in die Welt gekommen.

Als Gott besitzt Jesus Christus das Recht, Sünden zu vergeben, macht für den Menschen den Weg zu Gott frei und ist auf diese Weise der Einzige, welcher das ewige Leben verschenken kann. Und noch etwas äusserst Wichtiges: Die Bibel sagt, dass Jesus Christus unersetzbar ist: «in keinem anderen ist das Heil, es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.» Deshalb ist er der Mittelpunkt der Menschengeschichte, und mit seiner Geburt beginnt die Zeitrechnung. Jesus ist die einzige Person, mit welcher jeder Mensch zu jeder Zeit eine persönliche lebendige Beziehung haben kann; ihm kann er alles sagen, was ihn bewegt. Jesus kennt die Gedanken des Menschen. Und wenn im Leben eines Menschen alles durcheinandergeraten ist oder dieser Mensch in tiefer Hilf- und Hoffnungslosigkeit steckt, ist Jesus der Einzige, der «alles neu machen kann». Jesus nimmt den Menschen so an, wie er ist und bietet Loslösung von den ewigen Feinden des Menschen: Sünde, Leid, Tod, Gericht.

Im Leiden Jesu zeigt sich die höchste Majestät seiner Person. Er ist der grösste Leidende in der Menschengeschichte, der das Böse mit Gutem vergilt, von den Seinen verworfen, geschlagen, erniedrigt, verraten und gekreuzigt.

Sein Kommen betrifft die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des einzelnen Menschen, wenn er sich für Jesus entscheidet. Jesus ist das Fundament der christlichen Ethik. Die Geschichte kennt keine andere Person, welche aus einem Verbrecher einen Heiligen machen kann, aus einem Sünder einen Gerechten, aus einem Verfolger einen Missionar, aus einem Machthabenden einen demütigen Menschen und aus wilden Stämmen friedliche und gottesfürchtige Völker. Durch Jesus Christus sind neue Phänomene in der Geschichte entstanden: «der Glaube, welcher die Welt überwunden hat», und seine Gemeinde, welche eine Glaubensgemeinschaft von hingegebenen Nachfolgern Jesu ist, mit welcher er sich persönlich identifiziert.

Die Person, die Lehre und das Werk Jesu Christi haben der Menschengeschichte im Sozialbereich sowie im Bereich der Kunst und Kultur neue Richtungen gegeben. Vor der Person Jesu Christi haben sich die Grössten der Welt gebeugt.



rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.