Der Rundbrief
Juni 2017, Nr. 140

Davidstern

Echos aus Israel

Interesse an Israel
Jemand schrieb uns prompt: "Unsere Reise mit Kurt Wenger war fantastisch, und wir können nicht genug bekommen, noch mehr über das Heilige Land zu lesen. Wir haben die Nachrichten aus Israel schon seit vielen Jahren. Nun lesen wir sie mit noch viel mehr Interesse und einem besseren Hintergrundwissen." W.+V.F.

Wertvolle Begegnungen
Auf dem Rückflug von der Israelreise im April erwähnte ein Ehepaar, die Begegnungen mit den messianischen Glaubensgeschwistern und anderen israelischen Gästen seien für sie sehr kostbar gewesen – noch wertvoller, als das Erkunden des Landes. T.+V.F.

Anfrage
"Gestern Abend wurde bei uns in der Gemeindeleitung eine Spende für die messianische Schule in Jerusalem gesprochen. Wie sollen wir vorgehen? Gibst du uns die Bankverbindung, oder sollen wir den Betrag an dir überweisen?" T.+V.F.
Antwort: Am besten werden Gaben an Rea Israel überwiesen. Was zweckbestimmt ist, geht zu 100 % an jenes Projekt. Auf diese Weise können wir auch den Überblick behalten, wie viel Geld wohin fliesst. Zudem sind Gaben an unser christliches Hilfswerk steuerlich abzugsberechtigt.

Dankbarkeit
"Wir möchten euch von Rea Israel wissen lassen, dass die CHF 6'000.- auf dem Bankkonto eingetroffen sind. Wir sind so dankbar für diese wunderbare Gabe! Bereits haben wir jemanden beauftragt, den kaputten Zaun zu reparieren und eine zweite Gäste-Toilette zu erstellen. Wir freuen uns, dass wir nun in der Lage sind, diese Arbeiten zu bezahlen. Dank sei dem Herrn und euch für eure Grosszügigkeit!  In Liebe, Rachel & Gilad Netanel"

Tourismus-Rekord!
Das Tourismus-Ministerium berichtete am 9. Mai 2017, dass 349'000 Touristen im letzten Monat Israel besucht haben. Dies ist ein absoluter Rekord seit der Staatsgründung des modernen jüdischen Staates! Die Zahl liegt 38 % höher als die vom April 2016 und bedeutet eine Zunahme von 21 % im Vergleich zum Jahr 2015.
Zwischen Januar und April 2017 haben 1,09 Millionen Übernachtungstouristen Israel besucht, 28 % mehr als im selben Zeitraum 2016. Die Besucher kommen aus der ganzen Welt. Am meisten Touristen kamen in diesem Jahr aus den USA, Russland und Frankreich; Deutschland liegt auf Platz vier. Das grösste Wachstum verzeichnet China, das neu auf Platz sieben liegt – in den ersten vier Monaten des Jahres 2017 hat sich die Zahl der chinesischen Touristen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.

Für solche, die ihre Ferien schon sehr früh eingeben müssen – oder sich einfach schon jetzt darauf freuen möchten:

Gruppenreisen 2018 mit Kurt Wenger

20. – 27. Feb. Madeira. Die Insel, auf der das ganze Jahr Frühling ist.
bis 6. März Verlängerung auf Madeira.

8. – 19. April Israel. See Genezareth und Jerusalem. Ideal auch für Familien.
bis 22. April Verlängerung: Badeferien am Mittelmeer

4. – 11. Mai Rheinschifffahrt Basel – Amsterdam und Keukenhof.
Mit Charly und Sonja Reichenbach.
Das ganze Schiff ist für unsere Gruppe reserviert.

19. – 29. Mai Andalusien in Südspanien mit vielen Sehenswürdigkeiten.
Malaga – Granada – Cordoba – Ronda – Sevilla – Gibraltar.

7. – 18. Okt. Israel. See Genezareth. Ideal auch für Familien.

29. Okt. – 8. Nov. Badekur am Toten Meer
bis 14. od. 19. Nov. Wohltuende Verlängerung am Toten Meer.


Ein herzliches Schalom!
Rea Israel
Kurt Wenger, Präsident


„Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde.“ 1. Mose 12:3. Das sprach Gott zu Abraham, dem Urvater des jüdischen Volkes, und nach diesem Prinzip handelt Gott bis heute an Israel.

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Meir Panim hilft Hungrigen und Armen

Das Anliegen von Meir Panim in Israel ist es, über eine Reihe von Projekten den Ärmsten der Gesellschaft und Menschen in sozialer Problemlage tatkräftig zu helfen. Bei allen Aktivitäten steht die Würde der Betroffenen im Vordergrund.

Lebensmittelkarte
Zum Beispiel verteilt die Organisation Meir Panim in Absprache mit den Sozialämtern Lebensmittelkarten an Bedürftige, so auch an Holocaustüberlebende. Die Karten sind mit einem bestimmten Betrag aufgeladen und sechs Monate gültig. Danach kann sich der Inhaber um eine neue Karte bewerben. Auf diese Weise dürfen in den Supermärkten Lebensmittel bargeldlos eingekauft werden, jedoch keine Zigaretten und kein Alkohol. Meir Panim verteilt jährlich über 100'000 Lebensmittelpakete und gibt rund 5'300 Einkaufskarten ab. Die Situation eines Bedürftigen war so schlimm, dass er Esswaren stehlen musste, bevor er Meir Panim kennenlernte. Nun ist er von Herzen dankbar für die praktische Hilfe!

Die Organisation Meir Panim unterhält zurzeit sechs Gratis-Restaurants (Suppenküchen) im ganzen Land, in denen Bedürftige eine vollwertige warme Mahlzeit erhalten. Niemand wird nach Herkunft oder Glaubensrichtung gefragt. Alle sind willkommen. Durch verschiedene Projekte will Meir Panim mit seinen zahlreichen freiwilligen Helfern der steigenden Armut in Israel begegnen. 1'75 Millionen Israelis leben unter der Armutsgrenze. 817'000 davon sind Kinder.

Die Hilfsorganisation Meir Panim hilft Tausenden von Männern, Frauen und Kindern während des ganzen Jahres im Kampf gegen Armut und Hunger. Den Festtagen sehen Bedürftige oft mit Bangen entgegen. Für Pessach 2017 verteilte Meir Panim 2'500 Lebensmittel-Karten und 3'400 Essenspakete, gefüllt mit Mazzen, Öl, Festtagswein, Fisch, Poulet, Gemüse und Süssigkeiten. Zudem organisierte Meir Panim an drei Orten für mehr als 400 Personen das Pessach-Fest. Für weitere 600 Personen kümmerte sich Meir Panim darum, dass sie diesen Festanlass in einer Familie verbringen konnten. Die warme Atmosphäre vermittelte den Bedürftigen einen Ort der Geborgenheit, den sie im Alltag oft nicht kennen.

Meir Panim investiert auch in Israels Zukunft durch Jugend-Clubs. Zudem gibt es Schüler-Betreu­ungs­orte,wo kompetente Helfer die Kinder in ihrer Freizeit begleiten und fördern und sie auch mit ausgewogenen Mahlzeiten versorgen.

Zusammengestellt von Silvia Pfeil / Fotos mit Erlaubnis von Meir Panim

 Gaben für die lohnenswerte Arbeit von Meir Panim werden gerne weitergeleitet.  

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Holocaust-Zeitzeugin besucht unsere Reisegruppe in Israel

In Israel leben noch über 180'000 Überlebende. Jährlich werden es weniger.

Während der Israel-Frühlingsreise im April 2017 besuchte uns Chaya Caspi und erzählte eindrücklich aus ihrem Leben.

Chaya Caspi und Tami Sinar
Chaya Caspi und Tami Sinar
Chaya wohnt seit sieben Jahren im Heim für Holocaust-Überlebende in Haifa, welches auch von Rea Israel mit Spenden unterstützt wird. Ihre Begleiterin Tami Sinar ist selbst Tochter von Holocaust-Überlebenden und dient mit viel Einfühlungsvermögen, Verständnis und Liebe diesen kostbaren Menschen im Heim.

Chayas Geschichte
Quelle: Christliche Botschaft Jerusalem

Ich wurde 1934 in Rumänien geboren. Dort verbrachten meine Familie und ich ein ruhiges und angenehmes Leben. Wir freuten uns über die guten Beziehungen zu unseren Nachbarn. Dies änderte sich jedoch, als die Nazis kamen. Die Nachbarn wiesen die Deutschen an verschiedene Häuser und sagten: Dort leben Juden!

Erbarmungslos nahmen die Nazis meinen Vater und die ältesten beiden Brüder mit und steckten sie in die Todes-Züge. Die Reise dauerte acht Tage und Nächte. Es gab kein Wasser und nur dürftig Luft durch ein vergittertes Fenster. Jeden Tag wurde der Zug angehalten und den noch Lebenden befohlen, die Erstickten aus dem Waggon zu werfen. Zugleich wurde der freigewordene Platz mit neuen Juden aufgefüllt. Täglich starben auf diese Weise Unzählige. Im heissen Sommer wurden mehr als 5000 Juden in solche Züge gepfercht und durchs Land gefahren. Viele starben durch Ersticken, Verdursten oder Krankheit.

Endlich angekommen, nahm man die verbleibenden schwachen Menschen aus dem Zug und brachte sie ins Konzentrationslager Ilumitza. Junge Leute starben meistens bald. Die etwas Älteren hatten mehr Kraft, das Leiden zu überleben. Im Lager gab es kaum Kleidung und Nahrung.

Mein Vater überlebte das Konzentrationslager. Krank und schwach kam er nach Hause. Meine beiden Brüder, 17 und 19 Jahre, starben im Arbeitslager, in welchem sie schwer arbeiten mussten. Dort mussten sie manche ihrer lieben Bekannten in den Massengräbern begraben, die sie zuvor selber geschaufelt hatten. Viele Lagerinsassen starben an Unterernährung und Krankheit.

Während mein Vater und die Brüder im Arbeitslager steckten, war das Leben für uns übrige der Familie auch sehr schwer. Wir hatten fast kein Essen und grosse Angst. Meine Mutter versteckte uns Kinder im Keller. Dort wanderten wir von Keller zu Keller, von einem Versteck zum anderen. Der Kellergeruch folgt mir heute noch nach. Ich befürchtete auch stets, dass unsere Mutter, wenn sie auf Nahrungssuche ging,  eines Tages nicht mehr zurückkehren würde.
Als mein Vater endlich heimkam, war ich acht Jahre alt. Ich verübelte ihm, dass er ohne meine Brüder erschien und war der Meinung, er hätte zu wenig auf sie aufgepasst … Später lebten wir für ein Jahr in Holland. Dort ging es uns besser.

Nach dem Krieg
Nach der Staatsgründung Israels 1948 freuten wir uns, bald dorthin reisen zu können. Im September 1948 fuhr ich mit einem Bruder mit dem Schiff nach Israel. Dort angekommen, wurden wir zwei verschiedenen Kibbuzim zugewiesen. Später kam meine Familie einzeln nach. 1952 ging ich zum Militär. Nach dem Armeedienst heiratete ich und gründete eine Familie. Wir hatten zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Mein Mann starb bereits mit 46 Jahren. Mein zweiter Mann erlitt einen Schlaganfall und verbrachte zehn Jahre im Rollstuhl.

Heute
Jetzt habe ich vier Enkel. Meine Familie lebt auf der ganzen Welt zerstreut: in Israel, Guatemala, Brasilien und Australien. Mein Sohn besucht mich alle ein bis zwei Jahre. Zwar schmerzt es, an das Schlimme zu denken, das meine Familie und viele andere Juden durchmachen mussten. Aber wir nehmen all unsere Kraft zusammen, um weiter zu leben.

Es ist schwierig, alt und allein zu sein. Doch seit Oktober 2010 wohne ich im Holocaust-Heim in Haifa, wo es mir gut gefällt. Da meine Kinder nicht viel Zeit für mich haben, schätze ich den schönen Kontakt mit anderen Heimbewohnern. Ich bin mit liebenswürdigen Menschen zusammen und habe das Nötige – Nahrung und ein Bett. Die anfänglichen Bedenken, in einem Heim zu leben, sind verflogen. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer. Ich habe eine nette Nachbarin. Täglich begrüssen wir uns mit: "Guten Morgen, wie geht es dir? Hast du gut geschlafen?"
Dann gehen wir zusammen in den Speisesaal frühstücken.

Shoshanna Kolmer
Ergänzung
In den vergangenen Jahren hatte Shoshanna Kolmer, Holocaustüberlebende aus Tschechien, wiederholt unsere Reisegruppe besucht. Auch sie wurde jeweils von Tami Sinar zur Gruppe gebracht. Ihre Berichte waren herzzerreissend, wenn sie erzählte, wie sehr sie gequält worden war, einfach, weil sie Jüdin war!

Shoshanna wohnt ebenfalls im Haifa-Heim, ist aber mittlerweile 98-jährig und  kann den Besuchsdienst nicht mehr tun.

Die Heimleitung gab ihr nun ein grösseres Zimmer, damit eine Betreuerin rund um die Uhr mit ihr zusammenwohnen und sie liebevoll umsorgen kann.

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

Wenn wir mit den Reisegästen unserer Frühlings- und Herbstreisen in Haifa sind, dürfen wir jeweils eines dieser bewegenden Zeugnisse hören.

 Gaben für das Haifa-Heim leiten wir sehr gern weiter.  

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Jordan River Village – ein Freizeitdorf für kranke Kinder in Israel

Jordan River Village
Es war im Jahr 1988, als Paul Newman einen besonderen Dienst für Kinder mit lebensbedrohenden Krankheiten ins Leben rief. Inzwischen gibt es mehrere solcher Freizeitdörfer, welche sich unter dem Namen "Kindernetzwerk für Spass und Freude" zusammengeschlossen haben. Es sind Freizeitanlagen mit Unterkünften, die das ganze Jahr über in Betrieb sind.

Das Anwesen "Jordan River Village" liegt abgeschirmt auf einem riesigen, wunderschönen Grundstück hoch über dem See Genezareth im unteren Galiläa und wurde 2011 eröffnet.

Ein starkes israelisches Leitungsteam unter Chaim Topol begleitet Hunderte von freiwilligen Helfern aus dem In- und Ausland. Die Helfer haben alle dasselbe Ziel: Sie möchten das Leben der Kinder bereichern und ihnen eine sorglose Freizeit mit viel Vergnügen bereiten.

Jordan River Village
Hier geht es nur um die Kinder: Es soll ihnen ein Stück unbeschwerte Kindheit zurückgegeben und ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden.

Im Village gibt es viele Einrichtungen: Medizinische Betreuung rund um die Uhr, bequeme Freizeithäuschen, ein speziell gebauter Swimmingpool, Speisesaal, Theater, Freizeit-Center, Sportplätze, ein Gebäude für Kunst und Handwerk und vieles mehr. Die Kinder im Alter von 9-18 Jahren mit lebensbedrohlichen oder chronischen Krankheiten wie Krebs, zerebraler Lähmung, Blasenschwäche, Bluter, Nervenschwäche, Rheuma, Herzkrankheiten usw. fühlen sich hier gut aufgehoben und umsorgt. Das rollstuhlgängige Freizeitdorf ist das ganze Jahr durch offen.

Jordan River Village
Führende Spitäler und Volontär-Organisationen haben sich mit der Arbeit von "Jordan River Village" zusammengeschlos­sen. Sie erkannten die Wichtigkeit eines solchen Freizeitdorfes und dessen positive Auswirkung auf die leidenden Kinder. Oftmals blühen diese in der fröhlichen Atmosphäre regelrecht auf. Die Aktivitäten sind so konzipiert, dass alle Freizeitler trotz Behinderung und Krankheit ein Erfolgserlebnis haben. Ihr Selbstvertrauen wächst, und sie können die weitere medizinische Behandlung leichter ertragen.

Seit das Dorf im August 2011 seine Tore öffnete, haben schon über 7'700 Kinder die Anlage des "Jordan River Village" besucht, und über 4'000  Freiwillige halfen mit, auch Ärzte, Krankenschwestern, Seelsorger und solche, die bei Unterhaltsarbeiten anpacken.

Die israelische Regierung hat das Freizeitdorf-Projekt offiziell anerkannt und ist bereit, finanziell im Aufbau, in der Durchführung und im Unterhalt mitzuhelfen. Trotzdem: Da das Angebot für die Kinder kostenlos ist, sind die Leiter des Dorfes auf die Grosszügigkeit von Spendern und Hilfswerken angewiesen.

Jede Unterstützung kann ernsthaft erkrankten Kindern helfen, eine medizinisch gut überwachte Urlaubszeit mit viel Fun und Abwechslung zu erleben.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von "Jordan River Village"

 Spenden für das "Jordan River Village" leiten wir sehr gern weiter.  


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Besuch bei christlich-syrischen Flüchtlingen in Jordanien im Mai 2017

Pastorenehepaar Atteih
Pastorenehepaar Najeeb und Elizabeth Atteih, Haifa

Bericht von Elizabeth Atteih


Abdalla, Miriam und zwei Kinder
Diesmal besuchten wir als erste Familie Abdalla und Miriam. Dieses Ehepaar macht wirklich Fortschritte im Glauben. Sie erziehen ihre beiden intelligenten, liebenswürdigen Kinder in der Gnade Gottes. Als sie vor ein paar Jahren in Jordanien ankamen, waren noch weitere Verwandte dabei, die inzwischen in ein Gastland weiterreisen durften. So fragen sie sich, wieso Gott sie noch länger in Jordanien zurückbehält.

Ich bin der Meinung, dass der Herr sie hier noch gebrauchen will. Bevor sie in Jordanien eintrafen, kannten sie Jesus nicht – doch hier kamen sie mit Gläubigen in Kontakt und nahmen Jesus an. Seither besuchen sie die Gemeinde und werden im Glauben gefestigt, ja sie sind treue Diener Gottes geworden. Inzwischen kann Abdalla in der Gemeinde einen Theologie- und Bibelkurs besuchen, was ihn in der Nachfolge Jesu wirklich stärkt und weiterbringt. Das ist ein wunderbarer Dienst, den der Herr den Gläubigen in Jordanien anvertraut hat: den Verlorenen die gute Nachricht zu verkündigen und sie zu Jüngern zu machen. Die Ernte ist reif. Erheben wir unsere Häupter, um es zu sehen und mitzuarbeiten!
Miriam leidet an Gallensteinen. «Wie hast du diese Schmerzen ausgehalten? Hattest du eine Operation?» wollte ich wissen, doch sie verneinte. Ob es andere Möglichkeiten gebe, um das Problem zu beheben, fragte ich weiter, doch sie meinte: «Was ich bis jetzt ausprobiert habe, hat mir wenig geholfen. Ich bräuchte wirklich die passenden Medikamente.»
Wir preisen den Herrn für diese wunderbare Familie und ihre Nachfolge im Herrn. Wir danken Jesus, dass er sich um ihre Bedürfnisse kümmert und sie ihm für seine Führung vertrauen.

Filwan, Rivan und Bub
Vater Filwan leidet an einer vererbten Augenkrankheit, die ihm schon viele Schwierigkeiten bereitet hat. Sein Vater ist durch diese Krankheit fast erblindet, seine Mutter und zwei Brüder leiden ebenfalls an dieser Augenschwäche. Durch die Flucht nach Jordanien verschlechterte sich der Zustand seiner Augen. Er benötigt eine teure Operation. Dazu bat er eine Organisation um finanzielle Hilfe, die er auch teilweise bekam. Das Ehepaar hat einen katholischen Hintergrund. Noch sind sie keine wiedergeborenen Gläubigen. In ihrer Heimat wurden sie in ihrer Kirche gelehrt, die Evangelischen seien keine rechten Gläubigen, man dürfe ihnen kein Gehör schenken und müsse sich vor ihrer Religion hüten.
Ich fragte: «Filwan, was ist das Schlimmste, das du erlebt hast, seit du in Jordanien bist?» Er antwortete: «Vom Rest meiner Familie getrennt zu sein sowie die Ungewissheit der Zukunft. Meine Verwandten sind durch diesen Krieg überall zerstreut. Alle versuchen wir, in ein Gastland auszuwandern, wissen aber nicht, wann und wohin, und ob wir uns einst wiedersehen werden.» Dann fragte ich: «Und was ist das Schönste, das du hier in Jordanien erlebt hast?» «Die Gläubigen und die Evangelische Gemeinde. Sie haben uns aufgenommen, sich um uns gekümmert und uns besucht. Ohne sie wären wir nicht in der Lage weiterzumachen. Wir sind wirklich so sehr dankbar für sie.»
Dann wandte ich mich an die Frau: «Rivan, hast du etwas mit Jesus erlebt?» Sie schaute mich nur lächelnd an. Ich fragte weiter: «Du darfst es mir ohne Scheu sagen. Wie steht es um dich? Seit vier Monaten lebst du nun hier in Jordanien. Was hast du erlebt, seit du die Gemeinde besuchst, seit diese Menschen sich um euch kümmern?» Sie meinte: «Ich weiss es nicht. Ich bin in einem fremden Land und fühle mich verloren. Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben.» «Weisst du Rivan, sogar wenn mein Vater und meine Mutter mich verlassen, so ist doch Jesus da, der mich trösten und in seine Arme schliessen kann. Nur er kann dir in dieser schwierigen Zeit richtig beistehen und dein Herz mit Liebe, Freude, Frieden und Hoffnung füllen. Vertraue ihm, dass er dir Geduld schenkt und dich mit deiner Familie wieder zusammenbringen kann.»
Bitte beten Sie für diese Familie um ihre Errettung. Ihre Familienbande sind sehr stark, und die Trennung ist für die meisten das Schwierigste, das es zu ertragen gibt.

Thaeir und Rahed mit zwei Töchtern
Wir trafen eine neue Familie, die erst seit zwei Monaten in Jordanien ist. Aus dem Krieg in Syrien flohen sie in die Türkei. Dort lebten sie zweieinhalb Jahre. Die Unterkunft war kalt, das Leben schwierig. Thaeir arbeitete fast Tag und Nacht und sah seine Familie kaum. Trotz des verdienten Geldes war das Leben schwer und teuer, sie konnten kaum Erspartes auf die Seite legen. Schliesslich gingen sie zurück nach Syrien und flohen nach Jordanien. Die Gemeinde in Amman erfuhr von ihrer Ankunft, somit gingen wir sie besuchen. Wir stellten uns vor und sagten: «Wir kommen von der Evangelischen Gemeinde. Der Herr Jesus hat uns aufgetragen, die Verlorenen zu suchen und sie zu ihm zu bringen. Gott liebt euch. Er hat einen Plan für euer Leben. Wir sind überzeugt, dass es kein Zufall ist, dass ihr hier seid. Wir sind von weit hergekommen, um euch zu helfen.»

Wir stellten fest, dass dieses Ehepaar noch nichts über Jesus und die Gemeinde wusste. Durch Bibelverse und Erzählen von dem, was Jesus in unseren Leben getan hat, konnten wir einen Samen in ihr Herz streuen.
Bitte beten Sie um die Errettung dieser Familie sowie um Gottes Weisheit für uns, wie wir ihnen das Evangelium erklären.

Frau Hirib
Vor einem Monat verlor Frau Heirip ihren Ehemann, der an Krebs gelitten hatte. Als sie uns sah, begann sie zu weinen. Ihr Schmerz war gross. Sie erzählte: «An jenem Morgen war mein Mann sehr unruhig. Ich fragte ihn, was ich für ihn tun könne. Sprechen konnte er nicht mehr, doch durch seine Zeichen verstand ich, dass er aufstehen und aus dem Fenster schauen möchte. Also setzte ich ihn im Rollstuhl dorthin. Doch dann wollte er wieder zurück ins Bett. Ich merkte, wie verwirrt er war. Er verlangte nach verschiedenen Dingen, die ihn trotzdem nicht beruhigten. Ich verbrachte den Tag in seiner Nähe. Dann begann sich seine Atmung zu verschlechtern. Ich versuchte, Hilfe von Nachbarn zu bekommen, aber niemand hatte Zeit. Schliesslich hörte er einfach auf zu atmen und starb.

Elizabeth Atteih und Hirib
Elizabeth Atteih und Hirib
«Hirib, wie geht es dir jetzt?» wollte ich wissen. «Sein Tod schmerzt mich sehr, aber ich bin dem Herrn so dankbar, dass er ihn zu sich genommen hat. In den letzten beiden Monaten hat mein Mann doch sehr gelitten. Ich betete um Ruhe für ihn. Die hat er nun bekommen.»
Hirib ist eine feine, gläubige Frau. Ihre Kinder leben in Deutschland. Ihr selber war es nicht möglich, auch dorthin auszureisen. So bewarb sie sich um die Ausreisemöglichkeit nach Amerika, denn andere Verwandte leben dort. Noch weiss sie nicht, wann das der Fall sein darf. Sie harrt auf den Herrn in Bezug auf ihre unsichere Zukunft. Ich ermutigte sie: «Der Herr ist mit dir, Hirib. Du bist nicht allein. Gott wird immer bei dir sein und dir helfen. Ich möchte dich jedoch ermutigen, nicht zu Hause herumzusitzen. Geh zur Gemeinde und lass dich dort in einen Dienst integrieren. Falls es eine Möglichkeit zum gemeinsamen Dienst mit anderen Frauen gibt, schliesse dich ihnen an. Erzähle den Menschen, wie der Herr dir die Kraft gibt, um mit Gottes Gnade Schwierigkeiten in deinem Leben durchzustehen. Dabei kannst du helfen, trösten und andere ermutigen, die sich ebenfalls in schwierigen Situationen befinden. Erzähle, was der Herr in deinem Leben getan hat.» Sie sagte: «Danke für deine Ermutigung. Genau das wünsche ich mir. Ich werde auf den Herrn harren und sehen, wie er mich führt.»
Bitte beten Sie für Hirib, diese gottesfürchtige Witwe.

Ossama und Hined mit Teenagern

Dieses Ehepaar war schon gläubig, bevor es nach Jordanien kam. Anfänglich waren noch andere Familienmitglieder dabei, die inzwischen in andere Länder ausreisen konnten. Ihre Ausreise-Bewerbung für Australien wurde abgelehnt. Ich sagte ihnen: «Seid nicht traurig. Der Herr will euch vorerst hier gebrauchen und in eurem Leben noch Dinge tun, bevor ihr weiterreist.» Diese Ermutigung tat ihnen offensichtlich wohl. Dann fragte ich sie: «Was ist das Schwierigste, das ihr zurzeit erlebt?» Ossama meinte: «Hier zu leben ist für uns sehr schwierig, besonders für unsere Teenager. Sie können nicht viel unternehmen, und wir können ihnen kaum helfen.» Dann wollte ich wissen: «Was ist das Beste und Schönste, das ihr kürzlich erlebt habt?» «Die Gläubigen, die uns umgeben, sind uns ein grosser Segen.» Wir danken Gott, dass wir auf der Suche nach Christen diese lieben Menschen mit einem Dienerherzen gefunden haben. Es ist eine Freude, mit ihnen Gemeinschaft zu haben.

Adel, Sana und Faris

Auch diesmal besuchten wir Adel mit seiner Frau Sana und dem behinderten Faris. Letzterer schien weniger Energie zu haben als letztes Mal. Trotz seines Down Syndroms reagiert er sehr einfühlsam auf seine Umgebung. Sana war voller Freude. Es geht ihr wieder viel besser, und bald scheint sie von ihrem Lungenkrebs geheilt zu sein. Einige Behandlungen stehen noch an. Man sieht förmlich, dass es bei ihr körperlich und seelisch vorwärtsgeht. Auch die Haare spriessen wieder. Sie war überglücklich, uns zu treffen. Sie küsste mich und bedankte sich sehr für alle empfangene Hilfe. Ich erzählte ihr, diese Unterstützung käme nicht von mir, sondern von der Organisation Rea Israel aus der Schweiz. Sie ist so froh, dass sie weiterhin für ihren Mann und den behinderten Schwager sorgen kann.
Während unseres Gesprächs rief ihr Arzt, der über Sanas schwierige Situation Bescheid weiss, an und sagte, sie würde die Medikamente für die letzten drei Monate kostenlos erhalten, sie solle diese am nächsten Tag abholen. Erneute Freude! Sana weiss nämlich, dass diese Medikamente importiert werden müssen und teuer sind. «Dieser Arzt ist wirklich eine Gebetserhörung, obwohl er noch kein Gläubiger ist!«
Ich fragte Sana: «Was ist das Schwierigste, das du zurzeit durchlebst?» «Es fällt mir schwer, Zeit alleine mit dem Herrn zu verbringen, da ich mich um Adel und Faris kümmern muss.» «Und was ist das Beste, das zurzeit geschieht?» «Das ist der Herr, und all das, was er an mir tut und wie er mich segnet. Dankbar bin ich auch für die Gläubigen und ihre Liebe zu uns.»

Die Zahl der Flüchtlinge in Jordanien nimmt zu. Jede Familie hat Schlimmes erlebt, was sie zur Flucht aus ihrer Heimat bewog. Jetzt versuchen sie zu überleben und fragen Gemeinden um Hilfe. Die Bedürfnisse – seelisch, körperlich und geistlich – sind gross und nehmen zu. Ein wenig können wir zur Linderung beitragen, doch gern würden wir noch mehr Flüchtlingen helfen. Aber allein schaffen wir dies nicht. Bitte beten Sie darüber, ob und wie Sie uns dabei helfen können durch Gebet und Unterstützung. Der Herr segne Sie!  

Herzliche Grüsse in Jesu Namen.
Najeeb und Elizabeth Atteih
Immanuel Gemeinde, Haifa


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"Ich möchte auch an Yeshua glauben. Was muss ich tun?"

Mit genau diesen Worten überraschte uns Esther, eine holocaustüberlebende Jüdin aus Jerusalem, kurz bevor wir ihre Wohnung verlassen wollten. Wir hatten ihr – wie diversen anderen – Blumen und ein paar Leckereien zum Schabbat vorbeigebracht. Natürlich kehrten wir sofort in Esthers Wohnung zurück und erzählten ihr noch mehr über das Evangelium, lasen aus der Bibel vor und beteten mit ihr. An diesem Tag hat Esther ihr Herz Jesus übergeben! Eine grosse Freude für uns und im Himmel!
Danke, dass Sie uns mit diesem Projekt so treu unterstützen! Jetzt beginnen wir die Früchte zu ernten. Gott sei Lob und Dank! Pfingsten steht vor der Tür und wir organisieren wieder eine grosse Schawuot-Feier für die Holocaustüberlebenden in ihren verschiedenen Heimen. (Doron Schneider)










Freiwilligenarbeit in Israel

Zum Internationalen Tag des Ehrenamts veröffentlichte das israelische Statistikamt eine Studie zum Umfang der Freiwilligenarbeit durch Israelis. Während des vergangenen Jahres waren 1,1 Millionen Israelis in irgend einer Weise freiwillig sozial aktiv. Das sind rund 21 Prozent der Gesamtbevölkerung. In der Statistik stechen die Ultra-Orthodoxen positiv hervor. 39 Prozent von ihnen leisteten in irgendeiner Form 2015 Freiwilligendienst. Im Vergleich dazu machte jeder Dritte national-religiöse Jude (33 Prozent) eine soziale Arbeit. Bei den traditionellen Juden waren es 22 Prozent und bei den säkularen Juden war es jeder Fünfte. Insgesamt beteiligten sich damit rund 23 Prozent der israelischen Juden an einem freiwilligen sozialen Dienst. Bei den israelischen Arabern waren es 8 Prozent. (amzi)










Soldaten vor fünfzig Jahren

Heuer feiert Israel das 50-Jahre-Jubiläum der Wiedervereinigung der Stadt Jerusalem. Dies geschah im Juni 1967 im Zusammenhang mit dem Sechstagekrieg.

Das Foto mit den drei staunenden israelischen Soldaten ging damals um die Welt. Jene Soldaten leben noch. So sehen sie heute aus!



Israel feiert

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