Rundbrief Nr. 179
Juli 2020


Unter Tränen
Der Falafel-Verkäufer Yuval Carmi aus Rechovot machte unlängst Schlagzeilen, als er in einem Fernsehinterview über seine desolate wirtschaftliche Lage berichtete. Aufgrund der Corona-Krise war Carmi gezwungen, seinen Laden zu schliessen. Er brach in Tränen aus, während er darstellte, dass es ihm nicht mehr möglich sei, seine Kinder zu versorgen. Die Situation war offenbar derart bewegend, dass auch der ihn befragende TV-Journalist seine Tränen nicht unterdrücken konnte Nun machte Yuval Carmi erneut Schlagzeilen, musste er doch notfallmässig wegen einer Herzattacke ins Krankenhaus. Sein Arzt bestätigte, dass die Attacke mit dem Stress im Zusammenhang gestanden habe, den Carmi in den letzten zwei Monaten angesichts seiner finanziellen Probleme durchmachen musste. «Ich kann bestätigen, dass sich Carmi das alles ohne Zweifel zu Herzen genommen hat», sagte Kobe George, Direktor der kardiologischen Abteilung des Kaplan-Krankenhauses von Rechovot. Carmi, der sich bisher wegen des Coronavirus vor einem Krankenhausbesuch gefürchtet hatte, wurde nach der Ankunft unverzüglich notfallmässig katheterisiert. Er muss noch eine Weile im Bett bleiben, sollte dann aber wieder auf die Beine kommen und seinen Falafel anbieten können, vorausgesetzt er darf seinen Stand wieder öffnen. Fürs Erste aber bleibt dem TV-Publikum das Bild in Erinnerung, das Yuval Carmi zeigt, wie er unter Tränen der Kamera das leere Portemonnaie entgegenhält und klagt, seine Familie nicht mehr ernähren zu können – Corona-Alltag leider. Aus tachles vom 28. Mai 2020




Gottesdienst in der Chrischona Pratteln.
Am 16. August 2020, ab 10.00 Uhr. Thema: Israel
Ort: Chrischona-Gemeinde Pratteln, Vereinshausstrasse 9, 4133 Pratteln
Gottesdienst zum Thema ISRAEL, am 8. November 2020, um 10.00 Uhr
Ort: EMK Windisch, Kapellenweg 8, 5210 Windisch


Briefmarkensammlung aus Israel
Es besteht die Möglichkeit, eine seltene Briefmarkensammlung aus Israel zugunsten der Hilfsprojekte von Rea Israel zu kaufen. Die Sammlung umfasst zirka 900 Briefmarken (mit Stempeln, Couverts, Vermerken usw.). Sie beginnt bereits vor 1948 (!) und endet 1986. Der ungefähre Wert beläuft sich auf 15-20'000 Franken. Silas Wenger würde sich freuen, wenn diese kostbare Sammlung einen neuen Besitzer finden würde.


COVID-19 und die christlichen Flüchtlinge in Jordanien
Unsere Kontaktpersonen: Pastor Shmuel & Pamela Suran, Israel
Bericht von Juni 2020

Viele irakisch-christliche Flüchtlingsfamilien, welche 2014 vom Islamischen Staat aus ihrer Heimat vertrieben wurden und in Jordanien Zuflucht fanden, warten noch immer auf Asyl, um in ein anderes Land ausreisen zu dürfen. Doch jetzt erleben sie eine noch nie dagewesene Situation durch das gefährliche Coronavirus. Ihre Lage wird von Tag zu Tag schwieriger. Viele sind entkräftet, hungrig, traumatisiert, verletzlich und sehr verängstigt, und doch schuf die Krise auch eine Möglichkeit, dass sie im Glauben an Jesus wachsen und Gottes Liebe und Erbarmen erfahren.

Seit 2015, also während der letzten fünf Jahre, haben Pamela und ich am Leben und Leiden dieser Flüchtlinge Anteil genommen. Und wir haben sie so liebgewonnen, als ob sie zu unseren eigenen Familien gehörten. Wir sind davon überzeugt, dass es Gottes Absicht war, uns mit ihnen in diese herzliche Verbindung zu bringen.

Durch die Grosszügigkeit von Rea Israel beziehungsweise deren Spendern und Spenderinnen können wir diesen Familien praktische und geistliche Hilfe bringen. Zudem können wir ihnen im schwierigen Prozess der inneren Heilung und dem Warten auf Gottes Zeitpunkt auf ihre Ausreise ermutigend beistehen.

Während unseres letzten Besuches in Amman kamen wir mit einigen Nazarener-Kirchen in Kontakt. Diese hatten einen Weg gefunden, während der Corona-Krise zu helfen. Sie schufen einen Ort, wo die Flüchtlinge Gottes Liebe, Wertschätzung und Erbarmen erfahren können. Es gibt Programme für die Erwachsenen und die Kinder.

Die Gemeinden versuchen aber auch, vielen Flüchtlingsfamilien ganz praktisch beizustehen. Hunderte von Lebensmittelpaketen werden an Hungrige verteilt, welche durch die Corona-Krise noch mehr in Not geraten sind. Laut einem Pastor enthält ein solches Paket Reis, Öl, Zucker, Tee, zwei gefrorene Poulets, Mehl, Konserven-Büchsen, einen Karton voll Eier und anderes. Die beschenkten Familien werden von Gemeindegliedern besucht. Einige Kinder solcher Familien besuchen Gemeindeanlässe und helfen dadurch, dass eine Beziehung zwischen ihren Eltern und der Kirche entsteht.

Bevor die Corona-Krise ausbrach, besuchten wir zwei christliche Schulen in Amman. Viele der Flüchtlingskinder hatten während der letzten Jahre keinen offiziellen Schulunterricht mehr. Wir entdeckten, dass die jordanischen Staatsschulen durch den Muslim-Rat geführt und nichtmuslimische Kinder vernachlässigt werden. Es ist für christliche Flüchtlingskinder offensichtlich gefährlich, eine muslimische Schule zu besuchen.

Die meisten christlichen Schulen in Jordanien und Amman sind katholisch und ziemlich teuer. Wir haben aber zwei Schulen gefunden, die von Nazarener-Kirchen gegründet und geführt werden. Wir bekamen den Eindruck, dass beide Schulen ein sicheres Umfeld bieten.

Darum haben wir uns entschlossen, eine dieser Schulen zu unterstützen. Es handelt sich um die Al Ashrafiyeh-Schule. Bereits haben wir einige der Lehrer und Mitarbeiter kennengelernt. Es herrscht an diesen Schulen eine warme, herzliche Atmosphäre, und die Kinder fühlen sich wohl. Kürzlich haben wir einen Beitrag an die Lehrer-Löhne überwiesen, weil die Corona-Krise auch diese Lehrer empfindlich getroffen hat.

Seit Anfang dieses Jahres unterstützen wir sechs irakisch-christliche Familien. Wir beten und vertrauen, dass wir ab Monat Juli weitere sechs Familien unterstützen können. Dank der Technik von Facetime und Zoom sind wir in der Lage, online mit ihnen in Kontakt zu stehen. Wir glauben, dass Gott will, dass wir weiterhin diesen lieben Familien im Prozess der Wiederherstellung beistehen. Sie haben Verlust und Vertreibung hinter sich – nun tut der Herr ein Werk der Zurüstung und wacht über ihnen.

Durch diese neue Aufgabe fühlen wir uns geführt, aus der jahrelangen Begleitung des Stephanus-Teams zurückzutreten. Mehrere von ihnen sind ohnehin bereits in ein anderes Land ausgereist. Dadurch werden wir frei, um den verbleibenden Familien (Assyrer) zu helfen, von denen sich mittlerweile viele der Nazarener-Kirche angeschlossen haben. Hunderte von ihnen besuchen den Gottesdienst am Mittwoch und Sonntag, und ihre Kinder gehen zur Nazarener-Schule.

Kindergottesdienst in einer Nazarener-Kirche in Amman.
Die schwierige Lage der vertriebenen irakischen Christen besteht weiterhin. Sie stehen immer noch unter dem Eindruck, dass sie um Christi willen alles verliessen, als sie sich weigerten, zum Islam zu konvertieren und daher vor dem IS fliehen mussten. Es ist für sie viel zu gefährlich, in ihre Heimat nach Mosul in der Ninive-Ebene im Irak zurückzukehren. Wie gut, haben bereits etliche die Möglichkeit erhalten, in Australien und Kanada ein neues Leben zu beginnen. Dem Herrn sei Dank für seine überfliessende Barmherzigkeit und Gnade! Auch diese christlichen Flüchtlinge sind Gottes geliebtes Volk. Wir wollen diesen Menschen helfen, ihre verzweifelte Situation zu überwinden.

Liebe Freunde von Rea Israel, bitte beten Sie darüber, wie Sie diesen Glaubensgeschwistern in Jordanien helfen könnten. Wir schätzen Ihre Gebete und Unterstützung zutiefst. Pamela und ich bedanken uns dafür sehr herzlich und wünschen Ihnen allen Gottes reichen Segen!

Im Namen der verfolgten irakisch-christlichen Flüchtlinge, und mit unseren Segensgrüssen in Christus, unserem König!

Schalom aus Jerusalem,
Pastor Shmuel und Pamela Suran


 Gaben mit Vermerk irakisch-christliche Flüchtlinge leiten wir gern an Shmuel und Pamela Suran weiter. 

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Rachel und Gilads Freundschafts-Evangelisation
Rachel ist eine grossartige Köchin für ihre Gäste, doch mangelt es ihr an einigen Geräten.
Auftakt zum Schabbat am Freitagabend: Kabbalat-Schabbat-Essen in Zukim, den Wüstenort. Freude und Vorbereitung gehören dazu. Rachel berichtet:

Diesmal waren das Ehepaar Jakov und Israela sowie der Nachbar Avner bei uns zu Gast.

Die Leute mögen es, wenn wir den Schabbat feierlich beginnen. Kerzen werden angezündet und auf Jesus, das Licht, hingewiesen. Die Gäste lieben die Atmosphäre und die dazugehörenden Schabbat-Gebete, wobei Gilad den Eingangssegen auf Hebräisch liest. Dadurch ist ein spürbarer Unterschied im Vergleich zu den anderen Wochentagen für sie feststellbar. Den Eingeladenen tut die Ruhe des Schabbats wohl.

Israela erzählte mir von einem Buch, das sie zurzeit liest. Ich merkte aber schnell, dass es sich dabei um ein okkultes Buch handelte. Die Autorin versucht den Leser dahin zu bringen, Wunder vollbringen zu können, so wie Jesus es tat, jedoch aus eigener Kraft. Fakten über Jesus werden dabei verdreht.

Israela liebt die Erzählungen in dem Buch über die Eigenschaften und guten Taten Jesu, doch ich erklärte ihr, dass sie in erster Linie den Tanach (= das Alte Testament, die Bibel der Juden) lesen solle, denn darin könne sie mehr über den Messias erfahren. Ich stelle nämlich immer wieder fest, dass die Leute sich scheuen, die Bibel zu lesen. Viel lieber befassen sie sich mit irgendwelchen anderen Büchern. Sie meinen, durch das Bibellesen würden sie religiös, und das wollen sie nicht. Noch mehr aber befürchten sie, «Christen» zu werden durch das Lesen im Neuen Testament.

Die Nachbarin Adi schaut gern bei Rachel vorbei, wenn sie sich im südlichen Zukim aufhält.

So erklärte ich Israela die Bedeutung des Blutopfers, welches man schon ganz am Anfang der Bibel bei Adam und Eva erkennt. Nach dem Sündenfall machte Gott für Adam und Eva Kleider aus Fell, welche ihre offenbare Blösse, verursacht durch die Sünde, vor Gott bedeckte. Für das Fell musste ein Tier sterben. Es braucht ein Blutopfer zur Vergebung unserer Sünden. Israela war überrascht, solches zu hören. Dann erzählte ich ihr, wie Jesus für unsere Schuld starb.

Darüber will sie weiter nachdenken, und ich werde ihr einige Bibelverse aus dem Neuen Testament senden, welche über Jesus als unser Opferlamm sprechen.

Ein guter Kontakt besteht auch zur Nachbarin Adi, die oft zu Besuch vorbeikommt.

Aaron & Harela, unsere Nachbarn in Zukim – Schabbat-Essen am Samstag, nach dem Besuch der Synagoge

Unsere unmittelbaren Nachbarn besuchten uns am Schabbat. Dabei hatten sie ein Siddur-Buch bei sich, das sind Gebete von Rabbinern. Dieses Buch war in aramäischer Schrift verfasst. Den Text konnten sie wohl lesen, aber nicht verstehen. Ich wies darauf hin, dass durch jüdische Werte und Bräuche, wie zum Beispiel Gebetsbücher, das jüdische Volk im Exil zusammengehalten wurde. Doch weiter erklärte ich ihnen, dass sie aus eigener Kraft nie in der Lage sein würden, das Gesetz Gottes zu halten. In Jakobus 2,10 wird uns gesagt: Wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gesetze schuldig geworden.

«Darum bist du, Aaron, unter dem Fluch,» sagte ich und zeigte ihm die Flüche aus 5. Mose. «Du kannst nicht unter der Gnade Gottes sein. Weisst du, warum? Weil Gott in Jeremia 31,31 sagt, dass er einen neuen Bund schloss. Nur das Gesetz halten zu wollen, bringt uns nicht weiter. Jesus nahm den ganzen Fluch auf sich – auch deinen Fluch! Nur so stehst du unter dem echten Blutopfer. Jesus hat es auch für dich vollbracht!» Verwundert blickte Aaron mich an.

Oftmals denken die Menschen, es reiche, wenn sie einen Teil des Gesetzes halten. Sie meinen, damit Gott zu genügen und ihm zu gefallen.

Ich erklärte Aaron, an Gott zu glauben bedeute, an die ganze jüdische Bibel zu glauben. Und wenn er dieser glaubt, findet er Jesus darin. Er ist die Erfüllung der Prophetie. Er ist der Messias.

Als Aaron von mir wissen wollte, ob es auch vorkomme, dass ich Angst habe, musste ich bejahen, durfte aber ergänzen: «Wenn ich ängstlich bin, dann wende ich mich an Jesus. Er ist immer bei mir. Er ist mein Beschützer. Doch vorher, als ich Jesus noch nicht kannte und nur religiös war, da hatte ich manchmal richtig Angst. Man kann in keiner Religion genügen, das spürt und weiss man instinktiv, und darum läuft die Angst immer mit. Ich stamme aus einer religiösen Familie und kenne das sehr gut. Doch seit mein Leben in der Hand von Jesus ist, weiss ich, dass er die Strafe an meiner Stelle getragen hat. Und darum darf ich frei von Furcht sein.»

Mein Nachbar Aaron ist ein eifriger Jude. Ich sehe ihn oft beten, mit dem Gebetsmantel umkleidet. Ich spüre, dass er damit Gott sozusagen besänftigen möchte, um jeglicher Strafe zu entkommen. Ich werde weiterhin das freimachende Wort Gottes in sein Leben säen – und Gott wird das Wachstum schenken (1. Kor 3,6).

Oren, der Hunde-Coiffeur in der Wüste

Nez ist unser Hund. So lange ich in Jerusalem allein im grossen Haus wohnte, war er mein Wachthund, denn vorher war ein paarmal eingebrochen worden. Jetzt ist er alt, gehört aber einfach zur Familie. Sein etwas struppiges Fell benötigte einen Kurzhaarschnitt. So besuchte ich mit ihm einen Hunde-Coiffeur in der Nähe von Zukim. Natürlich kam auch hier sehr bald das Gespräch auf Jesus, und ich konnte ihm sagen, dass Gott ihn liebt und einen Plan für sein Leben hat. Das Gespräch war lebendig und zog sich in die Länge, doch Oren hatte Zeit. Schliesslich bat er mich, für ihn zu beten. Sein kleiner Sohn sass auf seinen Knien. Ich legte eine Hand auf Oren, eine auf seinen Buben und betete für beide. Oren ist empfänglich für das Wort Gottes und meinte: «Du hast mein Herz geöffnet, und wenn du sprichst, empfinde ich Freude. Vielen Dank, was du für mich getan hast! Gerne komme ich dich und Gilad einmal besuchen, um mehr darüber zu hören.»

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

 Rachel und Gilad Netanel benötigen für ihr Haus im Süden dringend einige Gegenstände, vor allem, wenn sie für Besuchergruppen kochen:
Küchenmaschine CHF 385.-
Mixer CHF 582.-
Toaster/Ofen CHF 195.-
grosser Kochtopf CHF. 167.- (rostfrei)
Klimaanlage CHF 192.- (fahrbar auf Rädern)

Total CHF 1'481.- (also rund CHF 1'500.-) 


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Weg zur Heilung "Road to Recovery" – Das Jahr 2019 im Rückblick
Aus einem umfangreichen Jahresbericht geben wir hier die wichtigsten Informationen weiter, zum Teil wörtlich, zum Teil gekürzt.

Yuval Roth, der Gründer von «Road to Recovery». Sein Bruder wurde von Palästinensern ermordet, doch statt mit Hass reagierte Roth mit Freundlichkeit und Hilfe für kranke palästinensische Kinder.
Angesichts der Finanzierungsbeschränkungen für die medizinische Behandlung durch die Palästinensische Autonomiebehörde in diesem Jahr 2019 ist das Volumen der von "Road to Recovery" (RTR) durchgeführten Aktivitäten nicht gestiegen.

Die zurückgelegte Gesamtstrecke betrug ungefähr 1.260.000 km und umfasste 10.105 Fahrten für ungefähr 20.000 Patienten, hauptsächlich Kinder.

Wir brachten die Patienten in verschiedene Krankenhäuser im ganzen Land. Zum Teil handelt es sich um regelmässige 14-tägliche Transporte von Babys und ihren Begleitern zur Dialysebehandlungen.

Unser Kreis von Freiwilligen ist gewachsen. In diesem Jahr haben wir weitere 310 Freiwillige aufgenommen. Auf unserer Mailingliste sind jetzt 2200 Freiwillige registriert.

Im Norden (für Palästinenser aus der Westbank) konnten wir fast 100 % der Nachfrage nach Reisen decken, während wir im Zentrum und Süden von Hebron 98 % der Anfragen erfolgreich erfüllten. Wir konnten auch 90 % der Anfragen aus dem Gazastreifen beantworten. Bei den regionalen Koordinatoren gab es einigen Wechsel. Wir wurden mit Menschen gesegnet, die aussergewöhnliche organisatorische Fähigkeiten sowie unbegrenzte Geduld, Freundlichkeit, Wohlwollen und Mitgefühl besitzen, was die regelmässige tägliche Aktivität und Erweiterung der Organisation in den letzten Jahren erleichtert hat.

Ein neues Anwendungssystem, dessen Aufgabe es ist, die Koordination und Dokumentation von Fahrten wesentlich effizienter zu gestalten, sollte 2020 seinen vollen Betrieb aufnehmen. Im März fand im Kibbuz Shefayim eine Veranstaltung statt, bei der die Bemühungen aller an der Entwicklung Beteiligten gewürdigt wurden.

In diesem Jahr starben fünfzehn der Menschen, die von unseren Freiwilligen über lange Zeiträume zu medizinischen Untersuchungen und Behandlungen gefahren wurden. Gruppen von Freiwilligen gingen zu den Häusern der trauernden Familien, um ihr Beileid auszusprechen. Diese Besuche, die immer wieder das enge Beziehungsgeflecht zwischen den Freiwilligen und den Familien der Patienten hervorheben, ermöglichen es den Familien, ihre grosse Wertschätzung für die Hilfe und die tiefe Bedeutung der Freiwilligentätigkeit auszudrücken. Einige dieser Familien drückten ihre Bereitschaft aus, sich innerhalb der palästinensischen Gesellschaft freiwillig zu melden und sagten, dass sie auf diese Weise ihre Wertschätzung interpretierten.

Die jährlichen Ferien im Jugenddorf Nehar HaYarden fanden im Januar und Juli 2019 statt mit zwei Gruppen von 35 Kindern aus Gaza samt ihren begleitenden Eltern. Wie immer waren die Wochen voller Spass und Spannung.

Daneben wurden in verschiedenen Kibbuzim für die Patienten und ihre Angehörigen fast jeden Monat ein fröhlicher, bunter Tag organisiert. Zwischen sechzig und zweihundert Personen nahmen jeweils daran teil. Solche Erholungstage beinhalteten Aktivitäten am Strand, Bootfahrten, verschiedene Workshops, Mittagessen und Getränke sowie Clown-Auftritte der arabischen Gemeinschaft. Wie in den Vorjahren erhielten unsere Freiwilligen grosszügige Unterstützung von arabischen Jugendorganisationen.

Aber auch unsere vielen Freiwilligen wurden gewürdigt mit gemeinsamen Abendessen, Vorträgen oder Konzerten.

Eine Zirkusvorstellung und andere Anlässe dienten dazu, den Dienst „Weg zur Heilung“ einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, und die Einnahmen gingen an die Organisation.

Im Jahr 2019 wurde die Summe von 1.400.000 NIS (= CHF 381.453) für die Organisation aufgebracht. Die Ausgaben beliefen sich auf 1.100.000 NIS (= CHF 299.618). Das meiste Geld wurde für die Erstattung von Benzinkosten ausgegeben, die sich in diesem Jahr gegenüber 2018 um 20% erhöhten. Darüber hinaus übernehmen wir weiterhin die Kosten für einen Kleinbus, der viermal pro Woche vom Erez-Kontrollpunkt zu Krankenhäusern in Jerusalem fährt. Damit werden die meisten Anfragen nach Fahrten aus dem Gazastreifen gedeckt.

Im Juni des Jahres 2019 erhielten Yuval Roth und Naeem Al-Bayda gemeinsam den "Victor J. Goldberg-Preis für den Frieden im Nahen Osten". Dieser Preis wird jährlich an zwei Personen vergeben, einen Juden und einen Araber, die gemeinsam daran arbeiten, den Frieden im Nahen Osten voranzutreiben. Dies kommt sowohl Juden als auch Arabern zugute und trägt dazu bei, die Barrieren des Hasses gegen "den anderen" abzubauen. Dem Preiskomitee gehören führende Wissenschaftler sowie internationale Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen an. Der Preis wurde in der Bildungseinrichtung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem verliehen. Vielen Dank an US-Mitglieder des "Project Rozana" für ihre Empfehlung von Yuval und Naeem.

2019 war äusserst aktiv, und die einzige Möglichkeit, mit dem hohen Aktivitätsvolumen umzugehen, war der Reaktion und Unterstützung von Hunderten von Freiwilligen zu verdanken.

Mehrere Personen arbeiten im Hintergrund mit: Organisation, Buchhaltung, Dankesbriefe für die Spender, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Übersetzungen, Verteilung von Sicherheitssitzen, denn die Wagen aller freiwilligen Fahrer müssen damit ausgerüstet sein usw.

Wir glauben, dass diese Aktivität zu gegenseitiger Versöhnung und einem Gefühl der Nähe zu unseren Nachbarn führt.

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ALIYAH AUS RUSSLAND BRICHT ALLE REKORDE
Bericht von Boris Vasjukov, Ebenezer-Leiter in Moskau

2019 war ein gewaltiges Jahr für unsere Leute im Moskauer Ebenezer-Büro! Sie hatten alle Hände voll zu tun, denn die Aliyah (Rückkehr der Juden nach Israel) aus Moskau ist so stark gewachsen, dass es unser Team nur mit grossen Anstrengungen schafft, alle Olim (Rückkehrer) zum Flughafen zu bringen. Wir haben dort drei eigene Fahrer; dazu helfen über 15 Ehrenamtliche aus christlichen Gemeinden den Olim und ihrem Gepäck bis zum Check-in.

Flughafen Moskau, jüdische Auswanderer zum Flug nach Israel.
Eines Morgens kam ich ins Büro und fand unseren Aliyah-Koordinator Oleg der Verzweiflung nahe. Vor ihm lag ein riesiger Stapel Anfragen von Olim – und sie alle wollten am nächsten Tag zum Flughafen gebracht werden. Mit Tränen in den Augen sagte Oleg: „Boris, wir haben 28 Anfragen von 28 Familien, zusammen sind das 70 Personen mit etwa 150 Koffern und 300 kleineren Gepäckstücken, und alle müssen am Abend am Flughafen Domodedowo sein – eine Fahrt durch ganz Moskau –, und das im Berufsverkehr. Dafür braucht man drei, vier, fünf Stunden, und morgen sind viele Ehrenamtliche verhindert. Ich weiss nicht, was ich tun soll!“

Wir riefen das Team zusammen und beteten – und der Herr tat ein Wunder: Er stellte genügend Fahrer und Fahrzeuge zur Verfügung. Gegen Abend stand ein realistischer Plan, und jeder Fahrer wusste Bescheid. – Alles klappte! Schon 2018 war ein Rekordjahr für die Aliyah aus Russland, und 2019 waren es noch einmal 24 % mehr! Auch sind es nicht mehr vor allem ältere Menschen, die Aliyah machen; heute sind unter den Olim viele junge, gut ausgebildete Leute. Einige von ihnen haben ihr eigenes Unternehmen, manche haben Kinder. Sie wollen nach Israel gehen, weil sie dort eine bessere Zukunft für sich und die Kinder und mehr Möglichkeiten sehen. Sie verstehen sich als Juden und freuen sich darauf, im Land ihrer Vorfahren zu wohnen und die jüdischen Traditionen zu bewahren.

Was ist die wahre Ursache für den starken Anstieg der Aliyah aus Russland? Viele meinen, der Grund sei die Verschlechterungen in Wirtschaft und Politik. Nun, ich bin seit 22 Jahren bei Ebenezer, und die Lage war schon viel schwieriger als heute! Nein, nicht die Probleme in Russland bringen diese jungen Juden nach Israel. Ich sehe für die gegenwärtige Aliyah-Welle aus Russland vier grosse Beweggründe:

● Gottes Ruf: Das jüdische Volk kennt die Stimme des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs. Sie können seine Stimme hören, nur haben sie lange nicht reagiert. Aber er ruft sie weiterhin nach Hause und jetzt fangen sie an, darauf einzugehen.
● Das „jüdische Radio“: Wer schon im Land wohnt, erzählt Freunden und Verwandten in Russland, wie gut es ihm dort geht. Das wirkt!
● Die harmonische und effektive Arbeit der Jewish Agency: Sie haben ihre Methoden geändert, setzen vermehrt auf Angebote für junge Leute.
● Die Gebete der Christen in Russland für Israel und deren mahnendes Holocaustgedenken.

Foto: Boris (73) lebte 200 km von Moskau entfernt. In seine Wohnung wurde eingebrochen, deshalb packte er alle seine Dokumente und ging. Unser Fahrer brachte ihn in ein günstiges Hotel, Ebenezer übernahm die Kosten. Nach nur drei Tagen fuhren wir Boris zum Flughafen, und er flog nach Israel. Jetzt ist Boris wirklich zu Hause.
Immer mehr evangelikale Gemeinden in Russland erhalten göttliche Offenbarung im Blick auf Israel und das jüdische Volk.

Am 30. Januar 2020 hatten wir den ersten „Allrussischen Gebetsmarathon für Israel“ mit über 350 Gemeinden von Kamtschatka bis Kaliningrad. Er dauerte 13 Stunden, und via Internet beteten über 20’000 Menschen mit!

Diese Gebete bewegen den Herrn dazu, die Juden aus Russland in ihre angestammte Heimat zurückzuführen – daran glauben wir.

Copyright: mit freundlicher Erlaubnis von Ebenezer Operation Exodus (www.ebenezer-international.org)

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Kurzbericht von Be’ad Chaim, Jerusalem (= Ja zum Leben)

Es ist für uns alle eine ungewöhnliche Zeit während dieser Pandemie. Wir mussten bisher alle flexibel sein, kreativ und offen, neue Wege zu finden um anderen zu dienen. Unsere grosszügigen Spender sind uns weiterhin treu geblieben und haben uns ermöglicht, die Unterstützung der 350 Mütter, die bei dem Operation Moses Projekt dabei sind, beinahe zu verdoppeln. Viele unserer Familien haben ihre Arbeitsstellen verloren, müssen um ihre Existenzgrundlage bangen, und besonders diejenigen mit Kindern kommen an ihre Grenzen. Im März fragten wir uns noch, wie wir die monatlichen Gutscheine verteilen können, doch unsere Beraterinnen waren sehr kreativ und die Mütter diszipliniert. Sie kamen immer rechtzeitig zu den vereinbarten Terminen, behielten Abstand und waren sehr dankbar. Diesen Monat half unser kreatives Team den Müttern, indem sie ihnen eine App, die sie für die lokalen Supermärkte zum Einkaufen benutzen können, erklärten. Wir laden dann Kredit auf ihr Handy, mit dem sie Einkäufe für Babyartikel machen können. – Wegen der Verordnungen machen auch viele Krankenhäuser keine Abtreibungen mehr, was bei vielen Frauen Panik auslöst. Wir haben unsere Werbung per Sozialmedien erweitert und schickten Sozialarbeitern im ganzen Land Briefe, um unsere Hilfe für Frauen in Krisenschwangerschaften anzubieten. Viele nehmen unser Angebot an.



Gemeindebewegung «Living Israel»
Bericht von Venjamin Sadovsky

Wir haben Neuigkeiten, die wir gern mit Ihnen teilen möchten. Anfang Mai begann Israel langsam, die Quarantäne zu lockern. Mit jeder Woche gibt es mehr Öffnungen. Kindergärten und Grundschulen, Geschäfte und verschiedene Dienstleistungen haben ihre Arbeit wieder aufgenommen, die Menschen kehren zu ihrer Arbeit zurück. Für uns als Gemeinde war die Hauptfreude jedoch die Lockerung der Beschränkungen für die Anzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen. Wir haben viele Möglichkeiten, die wir sorgfältig nutzen. Trotz aller Erlaubnis muss das Tragen von Masken und die soziale Distanz zwischen Menschen respektiert werden, um die Situation nicht wieder zu verschlimmern Unser Volk schätzt die Bewegungsfreiheit und erfüllt daher alle möglichen Anforderungen.

Die Gemeinschaft von Slava und Irina
In der grossen Gemeinde von Living Israel versehen verschiedene Gemeinschaften diverse Dienste. Heute möchte ich die Geschichte einer dieser Gemeinschaften erzählen. Es ist die Familie Slava und Irina Snovskij und ihre Kinder. Vor drei Jahren zogen sie nach Tel Aviv, aber ihr aktiver Dienst begann erst, als Gott sie im September 2019 in die Stadt Rishon Le Zion brachte. Hier mieteten sie ein Haus und eröffneten eine Gemeinde. Gott füllte dieses Haus schnell mit wunderbaren Menschen, die ihnen wiederum zur Seite stehen.

Das Erste, wofür sie verantwortlich sind, sind die Holocaustüberlebenden. Für sie organisieren sie Wohltätigkeitskonzerte. Sie helfen bei den Lebensmittelpaketen und halten den fürsorglichen Kontakt mit diesen Menschen aufrecht.

Dann ist da die Jugend der Gemeinde, die sich einmal pro Woche abends mit ungläubigen Freunden zusammenschliesst. Sie bereiten Mahlzeiten vor, fahren damit nach Tel Aviv, verteilen sie dort den Hungrigen und erzählen ihnen von Jesus, dem Messias.

Ein dritter Bereich, für den Slava und Irina zuständig sind, ist das Erreichen von Ungläubigen durch soziale Projekte, zum Beispiel ein Sporttraining. Oder sie organisieren spezielle Treffen. Kürzlich feierten sie gemeinsam den israelischen Shavuot-Feiertag in einer angenehmen, offenen Atmosphäre, in der alle Gäste ihre Talente zeigen konnten. Jemand spielte Geige, jemand anders Klavier, jemand Saxophon und wieder andere zeigten japanische Kampfkunst.

Die vierte und auch die Haupt-Richtung ihrer Gemeinschaft ist die Eröffnung des Hauses, das für weibliche Opfer häuslicher Gewalt gedacht ist. Vorläufig funktioniert nur eine Etage des Hauses. Wir haben schon erwähnt, dass momentan eine Frau mit zwei kleinen Kindern dort wohnt. Es ist unübersehbar, wie Gott geistliche und körperliche Wiederherstellung gebracht hat. Die Frau ist in das Gemeinschaftsleben involviert. Sie trifft Gäste, betet, und die Ergebnisse ihres Glaubens sind sichtbar. Auf wunderbare Weise wurden Dokumente angefertigt, der Staat begann Unterhalt für die beiden jüngeren Kinder zu zahlen, und das dritte Kind, das in einem Internat ist, kann häufiger die Mutter besuchen. Zuvor sahen sie sich zwei Jahre lang sehr selten und aufgrund unangemessener Wohnbedingungen nur während ein paar Stunden, eine Übernachtung war verboten. Die Wunder in ihrer Familie gehen weiter.

Alle Ehre und Dankbarkeit geht an Gott für die Wunder im Leben der Menschen, denen dieses Team dient. Wir danken aber auch dem Team für ihre offenen Herzen, ihre Bereitwilligkeit im Dienen, für ihre neuen Ideen und deren Umsetzung.

Wiederherstellungshaus für gestrandete Männer
Das Wiederherstellungshaus ist überfüllt. Aufgrund der Ankunft neuer Männer wurden gewöhnliche Betten in zweistufige Betten umgewandelt. Das Problem der Eröffnung eines zweiten Hauses ist akut. Viele der Mitarbeiter gehen arbeiten, und daneben beteiligen sie sich aktiv in verschiedenen Diensten.

Die Hilfe für die Hungrigen ist inzwischen wieder möglich, sodass die Jungs zweimal pro Woche in einem Café in Tel Aviv Mahlzeiten ausgeben. Sie beteiligen sich weiterhin an städtischen sozialen Projekten und helfen bei der Lieferung von Lebensmittelpaketen an Holocaust-Űberlebende.

Während der Quarantäne-Zeit bepflanzten die Jungs kleine Grundstücke auf dem Hausgelände mit Tomaten, Melonen und Kürbisse.

In der Gemeinde, deren Pastor Venjamin Sadovsky ist, wurden die Schabbatministerien wieder aufgenommen. Während den Online-Meetings im Zoom haben sie keine Menschen verloren, sondern im Gegenteil viele neue dazugewonnen, und bei diesen Meetings lernten sie sich live kennen. Der Dienst richtet sich jedoch auf das Wiederherstellungshaus aus, in welchem sich auch die Gemeinde trifft.

Wir bitten Sie, uns im Gebet zu unterstützen:
1. Für die Neubekehrten und ihre bevorstehende Taufe.
2. Dass der Herr die Grenzen des Hauses erweitert und uns mit einem zweiten Haus der Wiederherstellung segnet.
3. Für materielle Unterstützung für das Frauenhaus.
4. Dass sich das Frauenhaus mit Bedürftigen füllt und die Frauen sich körperlich und geistig rasch erholen und sie eine volle Hingabe ihres Lebens an Gott vollziehen.

Alles, was wir tun, ist nur dank Unterstützung möglich. Vielen Dank für Ihr freundliches Herz, für Ihre Gebete und Ihre materielle Hilfe. Auch wir beten für Ihre Gesundheit und die ihrer Familien, weil wir wissen, wie notwendig das ist. Amen.

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Armut in Israel – Meir Panim
Am 31. Dezember 2019 veröffentlichte Israels nationales Büro für Sozialversicherung und Fürsorgeunterstützung (Bituach Leumi) seinen Jahresbericht über die Armut in Israel. Der Bericht zeigt die Analyse über Armut in der israelischen Gesellschaft von 2017/2018. Gemäss diesem hat die Armut von Kindern um 0,4 % zugenommen, der von Senioren gar um 1,6 %.

Die Organisation Meir Panim engagiert sich an vorderster Front in diesem Kampf gegen Armut, Einsamkeit und Vernachlässigung.

Seit 2000 leitet die Organisation Meir Panim ein Netzwerk von Gratis-Restaurants in Israel. Jeder Gast ist herzlich willkommen! Religion, Geschlecht, Rasse oder Herkunft spielen keine Rolle. Die kostenlosen Mahlzeiten werden in einer warmen Restaurant-Atmosphäre serviert und man achtet darauf, die Würde und Selbstständigkeit der Menschen zu bewahren. Doch Meir Panim offeriert ein ganzes Spektrum an Diensten und Programmen für Bedürftige:

Netzwerk der Restaurants – jährlich werden über 500’000 warme, ausgewogene, nahrhafte Mahlzeiten kostenlos serviert
Mahlzeiten für Kinder/Schüler
Mahlzeiten «auf Rädern” für ältere Menschen, die behindert oder ans Haus gebunden sind
Spezielle Lebensmittel-Paket-Verteilung vor Feiertagen. Das bringt Essen auf den Tisch und ein Lächeln aufs Gesicht!
Austeilung von Geschenk-Einkaufskarten. Über 10'000 Stück werden jährlich an bedürftige Familien weitergegeben
Jugend-Programme/Freizeit-Betreuung (nach der Schule) für über 200 Jugendliche

Meir Panim ist bestrebt, weiterhin Hand in Hand mit den politischen Gemeinden Israels zusammenzuarbeiten, Armut zu bekämpfen und den Bedürftigen mit Würde und Anteilnahme zu helfen.

Echos von Menschen, denen durch Meir Panim geholfen wurde:
Meir Panim half mir, Essen auf den Tisch zu bringen. Ich habe eine grosse Familie und bin arbeitslos. Doch diese «Engel» von Meir Panim halfen mir, meine Kinder zu ernähren und nachts schlafen zu können.
Als ich krank wurde, war ich nicht arbeitsfähig und konnte daher keine Lebensmittel und Medikamente kaufen. Meir Panim kam zu Hilfe und zwar auf eine Weise, wie ich es mir nicht hätte vorstellen können.
Als meine Eltern zur selben Zeit krank wurden, kam so vieles auf mich zu mit Rechnungen, dazu Angst und Bedrückung. Ich kann den Leuten von Meir Panim nicht genug danken für all das, was sie für mich und meine Familie getan haben.

Quelle: Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Meir Panim, Israel

 Spenden für Notleidende in Israel leiten wir gern an Meir Panim weiter. 

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Land – verwüstet und gesegnet
Ist das biblische Land der Verheissung ein Märchenland oder ein fester Flecken Erde auf diesem Globus? Beschreiben die prophetischen Landzusagen eine sichtbare Heilszusage? Der Prophet Hesekiel sieht das Land verheert und verwüstet und am Ende neu gesegnet.

Der biblische Glaube ist in dieser Welt verwurzelt und verwachsen. Juden und Christen glauben nicht an einen Mythos, an Geschichten aus dem Jenseits, an Träume oder das Nirvana. Der Glaube an den Gott der Bibel ist geerdet. Dieser Glaube hat Halt in Raum und Zeit. Darum sind Jahreszahlen nicht Schall und Rauch, sondern Meilensteine der Heilsgeschichte. Und deshalb sind Verheissungen für das Land als wirkliche Zusagen zu verstehen. In Hesekiel 36 sind zuerst Heilsworte für das Land zu finden, danach wird die Heimkehr des Volkes angesagt.

„Das verwüstete Land soll wieder gepflügt werden, nachdem es verheert war vor den Augen aller, die vorübergingen. Und man wird sagen: Dies Land war verheert und jetzt ist‘s wie der Garten Eden, und diese Städte waren zerstört, öde und niedergerissen und stehen nun fest gebaut und sind bewohnt. Und die Völker, die um euch her übriggeblieben sind, sollen erfahren, dass ich der HERR bin, der da baut, was niedergerissen ist, und pflanzt, was verheert war. Ich, der HERR, sage es und tue es auch.“ (Hesekiel 36,34–36)

Zeichen der Güte Gottes
Gott verspricht, dass er sich neu dem Land zuwenden wird. Das Land soll wieder gepflügt und besät werden. Die verwüsteten und verbrannten Berge sollen wieder grünen. Nicht für die Feinde, sondern für die Kinder Israel, denn bald sollen sie heimkehren. Die siebzig Jahre in Babylon fanden ab 539 vor Christus ein Ende. Die Perser eroberten Babylon. Eine neue Grossmacht beherrschte den Orient. Und ein neuer Regierungsstil prägte Land und Leute. Besiegte Völker wurden nicht mehr als Sklaven quer durch den Nahen Osten getrieben, um in der Fremde zu schuften und ihr Dasein zu fristen.

Die Perser gaben die Völker frei. Natürlich nicht völlig. Sie ermöglichten verschleppten Völkern die Rückkehr in die Heimat und erhoben Steuern. Schlicht gesagt, wer auf seinem heimischen Acker arbeitet, wird Interesse haben, dass alles gedeiht und blüht. Die Berge und Täler Israels wurden grün und brachten Frucht dem Volk, das nun neu im alten Land der Verheissung wohnte. In der ersten Linie hatte sich Gottes Zusage erfüllt. Es war die Wiederherstellung Judas und Jerusalems nach der babylonischen Gefangenschaft. Doch in der zweiten Linie gehen die Verheissungen Hesekiels über diese Zeit hinaus. Erfüllen sich die Zusagen Gottes in unseren Tagen?

Wunder in der Wüste Israels
War es anfangs die Tröpfchen-Bewässerung, so sind es heute Intensiv-Landwirtschaft und optimale Wassernutzung. Wunder werden Wirklichkeit vor unseren Augen. Im Wüsten-Kibbuz Jodvata stehen kräftige Milchkühe. Viele Kilometer weiter in Sde Boker entstanden neben einem Kibbuz eine Feldschule und eine Niederlassung für Solarforschung. Nahebei in einem liebevoll gestalteten Park ruhen Israels erster Premier David Ben-Gurion und seine Frau Paula.

1973 in Israel gestorben, prägte Ben-Gurion das Motto: Israels Zukunft liegt in der Wüste. Die Zukunft hat begonnen. Nördlich von Eilat am Roten Meer werden Tafeltrauben geerntet und Mini-Tomaten gepflückt. Unter weiten mit Folie bedeckten Flächen wächst Gemüse. Zwischen den Feldern schimmern künstliche Seen, die vielen Pflanzen und Tieren Heimat geben. Schwärme von Vögeln haben sich niedergelassen. Flamingos ziehen am seichten Ufer entlang. Es sieht alles so normal aus, und gerade das ist das Wunder vor unseren Augen. Israel schlägt neue Wurzeln im Land der Verheissung.

„Und ich will euch wieder bewohnt sein lassen wie früher und will euch mehr Gutes tun als je zuvor, und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin.“ (Hesekiel 36,11).

Von Egmond Prill, aus Israelnetz vom 18.6.20


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