Rundbrief Nr. 135
Januar 2017


Messianische Karmel-Gemeinde, Haifa: Nach dem Feuer
Vielen Dank für alle Gebete für uns während der schlimmen Brände in der vergangenen Woche. In Haifa wurden bis zu 70'000 Personen evakuiert. 700 Häuser oder Wohnungen wurden beschädigt, die Hälfte von ihnen ist zurzeit nicht bewohnbar. Auch einige Familien aus der Kerem El- und der Karmel-Gemeinde mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen. Wir konnten sie im Beth Jedidja im Zentrum von Haifa, wo das Feuer nicht hinkam, und in unserem Gemeindezentrum Or HaCarmel auf dem Karmelberg aufnehmen.
Am vergangenen Donnerstag öffneten die Stadtbehörden das Haifa Auditorium, das ganz in der Nähe des Beth Jedidja liegt, um Evakuierte aufzunehmen. Wir brachten Matratzen und Decken dorthin, um zu helfen. Am nächsten Tag packten wir Wasser und Essenspakete, um die Leute dort zu trösten. Unsere arabische Tochtergemeinde unter der Leitung von Yousef Dakwar bereitete 350 Sandwiches zu und brachte sie den Feuerwehrleuten. Die anderen messianischen Gemeinden in Haifa halfen in unterschiedlicher Weise. Wir sammeln Informationen und prüfen, wie wir Familien (nicht aus unseren Gemeinden) helfen können, die durch die Feuer zu Schaden gekommen sind. Wir beten, dass sich durch diese schlimmen Ereignisse Herzen für Jeschua, seinen Trost und seine Erlösung, öffnen.
Aus: Gebets- und Informationsmail der amzi, 1. Dez. 2016

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Doron Schneider 50 JAHRE!
Mein Dienst für Israel und meine vielfältigen Hilfsprojekte
Durch Gottes Gnade kam ich vor 22 Jahren zum Glauben an Jesus Christus. Als elfjähriger Junge, geboren 1966 in Düsseldorf, wanderte unsere siebenköpfige Familie 1978 nach Israel ein. Nach der Schule diente ich drei Jahre in der Armee und habe viel für Israels Sicherheit tun können, u.a. Terroranschläge verhindern durch vorzeitige Festnahme von Terroristen, und habe auch zahlreiche Bewahrungen Gottes erleben dürfen.

Nach dem Studium (International Relations und Public Relations) gründete ich zusammen mit meinem Vater Ludwig Schneider das Israel-Heute Magazin, wo wir – als Pioniere in diesem Bereich – der Welt ein objektives und positives Bild von Israel berichteten und damit eine Alternative für die vielen anti-israelischen Medien anboten.

Bald danach heiratete ich Ziona, und wir wurden mit vier Kindern gesegnet. Pniel (19) dient seit einem Jahr in der israelischen Armee, Hodaya (16) geht in die 11. Klasse, in der sie am ersten Schultag vor der ganzen Klasse stand und ihren Glauben an Jesus verkündigte, Oz (13) hat letzte Woche Bar-Mitzwah gefeiert und Hallel (8) bringt viel Freude und Lobpreis in unsere Familie, gemäss der Bedeutung ihres Namens Halleluja. Alle Kinder wandeln voll und ganz mit dem Herrn.

Im Jahr 2000 diente ich bei der ICEJ als Sprecher und Öffentlichkeitsmann für die israelischen Medien, als Liaison zu den lokalen Gemeinden und als internationaler Redner weltweit für Israel. Ich betrachte es als Berufung Gottes, den christlichen Gemeinden korrekte Informationen über Israel zu berichten, wie auch über Gottes Heilsplan durch und mit Israel für die ganze Welt.

Irgendwann dazwischen gründete ich eine messianische Gemeinde in der Wüste Judäas, in der jüdischen Siedlung Maale-Adumim, wo wir viele Bekehrungen von Israelis erleben durften.

Aufklärungsdienst über Israel
Es gibt viele Stimmen in der Welt gegen Israel und Gottes Handeln im heutigen Israel, leider auch von Christen. Viele Kirchen und Gemeinden haben noch geschlossene Türen für das Thema Israel, obwohl es doch offensichtlich und greifbar ist, dass Gottes Verheissungen über Israel vor unseren Augen in Erfüllung gehen.

Heute bin ich selbständiger Publizist und Redner und verstehe mich als Dolmetscher zweier Kulturen, um Menschen zu inspirieren, indem ich ihnen eine neue Sicht von Israel, über die aktuelle Lage in Israel auf lockere, erfrischende Art vermittle, wobei ich gerne gleichzeitig ermutigende geistliche Impulse weitergebe.

Möchten Sie mir helfen, ein Botschafter Gottes für sein Volk zu sein? Wenn Sie es für wichtig halten, dass die Wahrheit über Israel und Gottes heutiges Handeln ebenfalls in die Gemeinden gehört, dann dürfen Sie diesen Dienst unterstützen und mir dadurch ermöglichen, weiterhin Israel-Vorträge zu halten.

“Wir haben euch nicht vergessen” - Projekt für holocaustüberlebende Juden
Einsamkeit ist die grösste Not der noch 180‘000 Überlebenden in Israel. Mein Team von fünf jungen Israelis besucht etliche dieser wertvollen Menschen wöchentlich und repariert ihre kaputten Möbel, Wasserhähne oder klappernden Fenster; die Friseuse macht ihnen einen schönen Haarschnitt, und ich selber lade jede Woche jemanden in ein Cafe ein und schenke ihm Aufmerksamkeit. Dass jemand an sie denkt und auch mal vorbeischaut, freut sie am meisten. Es sind wohl nur noch 5-10 Jahre, wo wir ihnen das Leben ein wenig verschönern können. Unterstützen Sie uns hierbei?

Lebensmittel für arme Familien

Als ich einmal meinen Sohn in der Schule besuchte und dort ein weinendes Mädchen fragte, was los sei, kamen auch mir fast die Tränen, als sie sagte: “Ich habe Hunger! Alle Kinder haben Butterbrote, aber ich bekomme nie eins mit.” Da konnte ich nicht passiv bleiben. So begann das Einkaufswagen-Projekt! Wir füllen einen Einkaufswagen mit feinen Lebensmitteln und geben diese persönlich mit einem Gruss an bedürftige Familien weiter. Ein voller Einkaufswagen kostet rund CHF 200.

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Mittragen. Mit einem herzlichen Schalom
Doron Schneider


 Gaben für Doron Schneider persönlich oder seine Projekte werde weitergeleitet. 

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Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.


Meir Panim Suppenküchen in Israel
Die Hilfsorganisation “Meir Panim” unterhält zurzeit sechs Gratisrestaurants (Suppenküchen) im ganzen Land. Das Werk wurde im Jahr 2000 gegründet. Diese Organisation kümmert sich um bedürftige Menschen. Dabei ist man bedacht, deren Würde zu wahren.

Goldie Sternbuch, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit von Meir Panim, besuchte unsere Reisegruppe im November 2016 am Toten Meer und erzählte eindrücklich aus ihrem Dienst. Kurt Wenger (Gründer und Leiter von Rea Israel und unser Reiseleiter) übergab Goldie Sternbuch einen beachtlichen Betrag für die Arbeit von Meir Panim.

Goldie Sternbuch berichtet:
Israel ist bekannt für seine Ausfuhrprodukte, seine wissenschaftlichen Errungenschaften, Erfindungen usw. Doch da ist auch eine dunkle Seite, die es zu beachten gilt.

Offizielle Zahlen:
Israel hat 8’500’000 Einwohner. Davon leben 760'000 Kinder (= zwei von fünf) und 1'780'000 Erwachsene (einer von drei) unter der Armutsgrenze.

Was bedeutet Armut? Wie zeigt sich diese im Alltag?
Armut kann man nicht nur in Zahlen erfassen. Sie hat auch eine emotionale Seite. Menschen werden dadurch sozial, gefühlsmässig, körperlich und geistlich betroffen. Armut drängt diese Leute an den Rand der Gesellschaft und vermittelt ihnen das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Dies wiederum isoliert sie noch mehr.

Beispiele der Armut in der israelischen Gesellschaft:
Eine alleinerziehende Mutter mit fünf Kindern hat ein krankes Kind. Sie vermag jedoch nicht, das Geld aufzubringen, um täglich mit ihm zum Spital zu fahren.
Ein älterer Mann ist so einsam, dass er zum Restaurant kommt, nur um Kontakte mit anderen Menschen zu pflegen.
Eine Mutter ist tieftraurig, da sie wegen finanzieller Not ihre Kinder ohne Vesperbrote in die Schule schicken muss.
Ein Kind kann sich im Schulunterricht nicht konzentrieren, weil der Hunger es plagt und auch nach Schulschluss kein Essen zu Hause wartet.

Meir Panim ist ein Teil der Lösung dieses Problems und hilft mit Mahlzeiten (Gratisrestaurants), Lebensmitteln und sogar mit Berufsausbildung.
Nahrung ist eine sofortige SOS-Lösung bei Hunger. Alle Personen, die einen “Magen” haben, sind willkommen in unseren Suppenküchen. Es werden keine Fragen gestellt. Uns wird oft die Frage gestellt, ob wir dadurch ausgenützt werden. Darauf antworte ich immer: “Du und ich betreten keine Suppenküche, selbst wenn wir hungrig sind. Wir gehen nach Hause, weil wir dort unser Essen finden. Wir haben Familie und Gesellschaft. Doch die Personen, die zu uns kommen, haben Nöte."

Ausbildung ist ein Schlüssel, um die Menschen aus dem Kreis der Armut herauszuziehen. Sie wirkt wie ein Ticket für eine bessere Zukunft. Daher investiert Meir Panim grosszügig in Kinder- und Jugendclubs für 6 – 23-Jährige. Jede Altersgruppe bekommt ihre Begleitpersonen. Die jungen Menschen werden dadurch ermutigt. Zudem werden ihnen praktische Fähigkeiten vermittelt, damit sie eine bessere Zukunft gestalten können.

Es gibt die Geschichte einer Frau, die missbraucht wurde, sofortige Hilfe benötigte und in ihrer Not eine unserer Suppenküchen betrat. Diese Hilfesuchende sagte, unser Lächeln und unsere Herzlichkeit hätte sie davor bewahrte, sich selbst etwas anzutun, als sie allein und ohne jegliches Geld ganz unten angekommen war und nicht mehr weiter wusste.

Wir sind Kinder Abrahams und bemühen uns, seine Freundlichkeit von Herzen an alle weiterzugeben. Abraham hatte ein Zelt mit vier Öffnungen, auf jede Seite eine. Er hatte ein offenes Herz für jedermann und eine warme Mahlzeit für alle Vorbeikommenden. Genauso wollen auch wir es handhaben und den Bedürftigen helfen.

Meir Panim hat nur 16 Angestellte, aber 1500 ehrenamtliche Mitarbeiter. Täglich werden 1800 Mahlzeiten kostenlos abgegeben. In diesem Jahr verteilte die Organisation 5200 Lebensmittel-Kreditkarten im Wert von 50 Euro, die monatlich mit diesem Betrag neu geladen werden dürfen. Damit können bedürftige Familien in Würde einkaufen, jedoch keinen Alkohol und keine Tabakwaren beziehen.


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Beth Netanel – ein Dankesbrief von Rachel und Gilad Netanal an die Spender
Wir beide von «Beth Netanel» danken herzlich für die vielen Spenden, die wir in den letzten Jahren von Ihnen erhalten haben und ganz besonders jetzt für die Liebesgabe von Fr. 5'000.-, welche uns für unsere Evangelisationsarbeit an Juden und Arabern zur rechten Zeit erreichte. Vielen herzlichen Dank auch für alle Ihre Gebete. Dies alles ist uns eine riesige Ermutigung. Dank sei dem Herrn! Er sei Ihr treuer Vergelter!

Anliegen und Zukunftspläne:
Die Einkaufskosten für ein durchschnittliches Schabbat-Essen mit ungefähr zehn Personen belaufen sich auf Fr. 150.- bis gut Fr. 200.-.
Weiterhin sind wir auch dankbar um jegliche Unterstützung für die Instandhaltung des Hauses, z.B. der Erneuerung eines Teils der Gartenmauer mit Zaun.
Eine zusätzliche Gästetoilette wird benötigt.
Das alte Auto hat ausgedient, wir brauchen ein anderes.
Wir benötigen eine bezahlte Mitarbeiterin (stundenweise) für Reinigungsarbeiten und die Mithilfe bei den wöchentlichen Haustreffen.

Gott sei mit uns und sei mit Ihnen und segne alles, was wir für Ihn tun!
Ihre Rachel und Gilad


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Ein Dankesbrief von Najeeb und Elisabeth Atteih
Liebe Freunde von Rea Israel

Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre treue Unterstützung unseres Dienstes an den christlichen Flüchtlingen in Jordanien. Ihre Partnerschaft ist uns wichtig und wertvoll. Ihre Spenden sind für die syrischen Flüchtlingsfamilien ein grosser Segen.

Viele von ihnen kamen mit wenig oder gar keinem Geld nach Jordanien. Sie wären nicht in der Lage gewesen, für die Mietwohnungen und ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Doch dank Ihrer Gaben spüren sie jeden Monat Ihre Liebe, wenn Schulmaterial, Jacken, Decken, Heizöfen, Ventilatoren, einige Flugtickets und viele andere Dinge, die sie brauchen, bezahlt werden können.

Wir danken stets dem Herrn für Sie und Ihre treue Unterstützung dieses Projektes. Der Herr segne Sie alle reichlich!

Ebenfalls bedanken wir uns für alle Spendengelder für das christliche Soldatenheim. (CHF 5‘000.- in der Vergangenheit und CHF 5‘000.- kürzlich). Das Foto zeigt die Erweiterung des Heims: Ein Esszimmer wird angebaut.

Vielen Dank auch für die Unterstützung unseres christlichen Buchladens in Haifa.

In herzlicher Verbundenheit und Wertschätzung
Pastor Najeeb und Elizabeth Atteih
Immanuel Gemeinde, Haifa


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Besuch bei christlich-syrischen Flüchtlingen in Amman, Jordanien, im November 2016
Bericht vom Pastorenehepaar Najeeb und Elisabeth Atteih, Israel

Am Sonntag nach der grossen Feuersbrunst in Israel reisten wir nach Jordanien. Am Abend kamen wir müde in Amman an. Doch gleich am nächsten Morgen begannen wir, die Familien zu besuchen. Dieses Mal trafen wir viel Leid und Traurigkeit an. Mehrere Menschen sind krank, es fehlt an Geld für die Behandlung, und viele verlieren die Hoffnung. Einige sind sogar am Sterben. Die Situation ist traurig!

Janan und ihre Verwandten
In Amman wollten wir Janan, Fadis Witwe, besuchen, doch wir konnten sie nirgends finden. So gingen wir zu ihren Schwiegereltern und erfuhren, dass Janan nicht in der Lage war, eine Wohnung für sich und ihr Kind zu bezahlen. Die Schwiegermutter hätte sie gern zu sich geholt, doch ihr Mann gibt die Schuld am Tod seines Sohnes nach wie vor seiner Schwiegertochter. Er ist bitter und zornig und meint, sie hätte mit Fadi schon früher nach Jordanien kommen sollen, um ihn medizinisch behandeln zu lassen. Janan kann jetzt bei einem Hilfswerk mitarbeiten und bekommt dafür Kost und Logis für sich und ihren Sohn.

Ich, Elizabeth, konnte mit ihr am Telefon sprechen. Janan fühlt sich dort zwar sicher, ist aber ohne ihren Mann traurig. Sie fühlt sich allein und unbeschützt.

Fadis Bruder erhielt von der amerikanischen Regierung einen Brief und hoffte auf guten Bescheid in Sachen Ausreise nach Amerika. Doch Englisch kann er noch nicht, darum las ich die Nachricht. Leider benötigt man noch mehr Zeit, um seine Bewerbung zu bearbeiten. Es könne bis zu einem Jahr dauern bis zur definitiven Antwort. Begreiflicherweise ist die Familie dadurch niedergeschlagen. Beten wir, dass der Herr ihre Herzen ermutigt, hoffnungsvoll die schwierige Zeit durchzustehen.

Muneer mit Familie und seinem blinden Bruder
Wir besuchten auch Muneer und seine Familie. Sie sind überglücklich und dankbar, denn sie dürfen bald nach Amerika ausreisen. Die UNO hat einen Ort für sie bestimmt und übernimmt auch die Flugkosten.

Sie bedankten sich für unsere Ermutigung und die treue Unterstützung im vergangenen Jahr. Ein grosses Anliegen war ihnen noch, hier noch Kinderkleider zu kaufen und Gepäckstücke nach Amerika zu senden, dafür aber fehle ihnen das Geld. Wir konnten ihnen in beidem behilflich sein, was sie sehr schätzten. Dies war unser letzter Besuch bei ihnen, bevor sie auswandern. Wir hatten eine wirklich gute Zeit zusammen.

Dina und ihre Eltern

Diese Jesus-gläubigen Leute und wohnen seit vier Monaten in Jordanien. Sie wissen von einer Tagesstätte in Amman für behinderte Menschen, doch es kann dort nur eine begrenzte Anzahl Personen aufgenommen werden. Die Eltern möchten Dina, ihre stark behinderte Tochter, tagsüber dort betreuen lassen. Doch bei der Anfrage muss das Empfehlungsschreiben eines Arztes vorliegen. Der Vater wusste, dass eine ärztliche Begutachtung 120 Denare kostet (ca. Fr. 170.-), was er nicht aufbringen konnte. Wir überreichten ihm diesen Betrag und hoffen, dass alles klappt und die Tagesstätte Dina aufnehmen kann. Dies wäre für ihre Eltern eine enorme Entlastung.

Sana
Am Mittwoch besuchte ich Sana und ihren Ehemann. Sie hatte ihre Tochter in Syrien durch eine Strassenbombe verloren – genau in der Woche, als sie heiraten wollte. Sana sass auf dem Sofa, in eine warme Decke gehüllt und mit einer Mütze auf dem Kopf. Sie schaute mich an und sagte: „Schau mal, was mit mir passiert ist!“ Als ich mich nach ihrem Ergehen erkundigte, begann sie zu weinen. „Ich habe Lungenkrebs und musste mit Chemotherapie beginnen.“ Sie nahm ihre Mütze ab: „Schau mal, ich habe keine Haare mehr.“ Da weinten wir zusammen. Ich versuchte, sie zu trösten und fragte nach ihren Bedürfnissen. Ihre grösste Hoffnung ist, dass ihre zweite Tochter fliehen und nach Jordanien kommen kann.

Weil es Sana an Geld für die monatliche Chemotherapie fehlte, gab ich ihr 800 Denare (ca. Fr. 1’200.-) für ihre
letzte Behandlung sowie die Arztbesuche und versicherte ihr, dass wir ihr auch die nächste Chemotherapie bezahlen würden.

Dann sagte ich ihr: „Sana, ich weiss, dass du an Jesus gläubig bist und den Herrn liebst. Auch er liebt dich und kümmert sich um dich.“ Da meinte sie: „Wenn der Herr nicht mit mir wäre, könnte ich meine Situation und Krankheit nicht ertragen. Auch während meiner Krankheit möchte ich für Faris, meinen Schwager, stark sein. Er hat das Down-Syndrom. Ich bin diejenige, die ihm hilft, das Essen einzugeben, seine Kleider zu wechseln usw. Ich brauche weiterhin Gottes Gnade, um ihm helfen zu können.“

Als ich zu Sana sagte: „Komm, wir wollen beten.“ rief der behinderte Faris: „Ich, ich, ich möchte beten!“ Er stand auf und begann das Vaterunser zu beten, so gut er konnte. Dann dankte er für Sana und bat Gott, er möge ihr helfen und sie heilen. Sein kindliches Gebet berührte mich so, dass ich meine Tränen nicht zurückhalten konnte, und auch Sana weinte vor Rührung und Dankbarkeit. Bitte denken Sie im Gebet an diese lieben Menschen.

Hirib und ihr Ehemann

Beim Besuch dieses Ehepaars machte es uns traurig zu sehen, wie das Krebsleiden des Mannes sich verschlimmert hatte. Gemäss der Ärzte könnte wohl der Krebs operativ entfernt werden, doch mit dem Risiko bleibender Folgen.

Man müsste Teile des Mundes entfernen, was ihm grosse Schwierigkeiten beim Sprechen und Essen brächte. Zudem ist eine solche Operation teuer, ca. 15‘000.- Denare (ca. Fr. 21‘000.-). Der Mann hofft, dass er noch nicht so bald stirbt, ja, dass der Herr ihn vielleicht sogar heilt oder dass das nötige Geld für die Operation zusammenkommt. Nachdem wir von den Risiken der Operation hörten, fragten wir seine Frau: „Hirib, denkst du, dass sich eine solche Operation lohnt?“ Sie antwortete: „Wenn es einen Weg gibt, um sein Leben zu verlängern und ihm zu helfen, dann bin ich dafür. Doch es gibt keine Möglichkeit, dass wir diese Operation bezahlen können. Selbst wenn ich auf der Strasse nach Geld bettelte, könnte ich diesen Betrag niemals zusammenbringen.“

Beten wir für unsere liebe Schwester Hirib und ihren Mann! Wir konnten ihnen etwas Geld schenken, damit sie den nächsten Arztbesuch bezahlen können. Doch ihre Bedürfnisse übersteigen unsere Möglichkeiten. Beten wir, dass der Herr ihnen Weisheit schenkt, was sie tun sollen, und dass er für ihre Nöte sorgt.

Najeeb und ich, Elizabeth, bedanken uns bei Rea Israel und allen Spendern für Ihre Liebe und Anteilnahme sowie Ihre Unterstützung für die christlichen Flüchtlinge in Jordanien.

Mit Liebe und Wertschätzung
Najeeb und Elizabeth Atteih


 Gaben für christlich-syrische Flüchtlinge werden gern an das Ehepaar Atteih weitergeleitet. 

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Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.

rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

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