Der Rundbrief
Dezember 2016, Nr. 133

Davidstern

Liebe Israel-Freunde, liebe Beter und Spender

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen, und es ist mir einmal mehr ein grosses Bedürfnis, Ihnen ganz herzlich dafür zu danken, dass Sie die monatlichen Informationen lesen, dass Sie in der Fürbitte hinter der Arbeit von Rea Israel stehen und – besonders grossartig –  dass so viele von Ihnen finanziell mithelfen, die Nöte anderer Menschen zu lindern. In der Tat konnten wir noch nie so viel helfen wie in diesem Jahr, sei es in Israel wie auch christlichen Flüchtlingen in Jordanien. Dafür gebührt Ihnen ein riesiges Dankeschön, ein herzliches Vergelt’s Gott!

Jetzt steht Weihnachten wieder bevor. Das Pastorenehepaar Atteih möchte Ihre Patenfamilien in ein Restaurant einladen, dazu weitere Familien. Miteinander essen, Lieder singen, Gottes Wort hören, Gemeinschaft pflegen. Atteihs rechnen mit Kosten von Fr. 5‘000.-. Zusätzlich möchten sie jeder Familie als Weihnachtsgeschenk ein Nahrungsmittelpaket im Wert von Fr. 100.- bis Fr. 200.-, je nach Grösse der Familie, überreichen. Falls Sie dazu etwas spenden möchten, sage ich Ihnen im Voraus ein liebes Dankeschön!

Gerade an Weihnachten werden viele Flüchtlinge mit Wehmut an ihre Heimat denken, in welche viele von ihnen am liebsten so bald wie möglich zurückkehren möchten. Wann wird das sein? Wie werden ihre Häuser und Strassen aussehen?

Seit fünf Jahren ist Krieg in Syrien: über 500‘000 Tote, unzählige Verletzte, Schwerverletzte, zerbombte Dörfer und Städte, Millionen von Flüchtlingen und leider immer noch kein Ende in Sicht. Das ist eine unendlich traurige Geschichte, unbegreiflich, unverständlich. Ob es ein „Trost“ ist zu wissen, dass die Bibel solches Geschehen als Endzeitzeichen voraussah?

Vor einem Jahr haben wir mit Patenschaften für geflohene Christen aus dem Irak und Syrien begonnen. Erfreulicherweise sind 60 Patenschaften zustande gekommen. Einzelne Spender überwiesen gleich Fr. 2‘400.- für ein ganzes Jahr, andere zahlten jeden Monat Fr. 200.- ein. Die bedürftigen Familien erhielten genau diese Beträge, ohne jegliche Unkostenabzüge.

Wir hatten bewusst nur von einem Jahr gesprochen, nicht zuletzt in der Hoffnung, dass sich die Situation in Jordanien positiv verändere. Leider ist dies nicht der Fall – im Gegenteil: Der Versuch, Mosul vom IS zu befreien, wird weitere schwere Kampfhandlungen mit sich bringen. Es muss mit x-tausenden zusätzlichen Flüchtlingen gerechnet werden.

Mehrere Jahres-Patenschaften sind jetzt also am Auslaufen. Wir haben nirgendwo ein Versprechen abgegeben, und dennoch lässt mich das Gefühl von Verantwortung, die Unterstützungen um ein Jahr zu verlängern, nicht los.

Ich möchte die Spender, die spontan eine Patenschaft eingingen, nicht persönlich anschreiben, um sie nicht unter Druck zu setzen. Doch hier im Rundbrief mache ich den Vorschlag: Wer hilft – neu oder bisher – ein weiteres Jahr mit?

Diese Unterstützung wird wirklich gebraucht und ist auch mit viel Segen verbunden. Weil sie Christen sind, bekommen sie vom Staat Jordanien keine Hilfe. Arbeiten dürfen sie als Flüchtlinge aber auch nicht. Wovon sollen sie überleben? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und darum hoffe ich innigst, dass der Krieg in Syrien zu einem Ende kommt.

Noch einmal ein grosses, liebes Dankeschön für alle Ihre Hilfe in jeglicher Hinsicht im vergangenen Jahr. Ich freue mich, auch in Zukunft auf Ihre Freundschaft, Ihre Gebete und Ihre Gaben zählen zu dürfen. Gott segne Sie dafür!

Mit frohen Weihnachtsgrüssen
Rea Israel 

Kurt Wenger, Präsident



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Mit der ganzen Familie nach Israel – was für ein Erlebnis! Ein grosses Dankeschön!

Ja, wir wurden reich beschenkt und sind sehr dankbar dafür! Wir – das sind sechs Familien, die wir dank Sponsoren unsere Kinder bis 16 Jahre gratis und ältere Kinder zu einem reduzierten Preis auf die Herbst-Israelreise mitnehmen durften. 21 Jugendliche waren in Begleitung ihrer Eltern dabei. Unsere altersdurchmischte Reisegruppe bestand aus insgesamt 60 Teilnehmern.

Gerne geben wir an dieser Stelle ein paar Highlights von der wunderschönen Reise weiter:

• Unsere Unterkunft im Kibbuz am See Genezareth war super und das Buffet morgens und abends herrlich. Das Baden am See war genial; ein Morgenbad mit Blick zum Golan – einfach traumhaft!
• Zu den täglichen Höhepunkten gehörte auch das Mittagessen von unserem Buschauffeur Shraga. Er hielt den Bus immer an besonders schönen Plätzen an, und im Nu richtete er ein herrliches Buffet mit vielen Salaten und einer warmen Beilage, Pizzas oder echten Falafeln her! Einfach lecker!
• Beim Ausflug auf die Golanhöhen beeindruckten uns die Geschichten, die unser israelischer Reiseführer erzählte.
• Berührt sind wir von den biblischen Prophezeiungen, die sich sichtbar erfüllen wie zum Beispiel die Quellen und Teiche am Rande des Toten Meers, in welchen es wieder Leben mit Fischen und Krebsen gibt.
• Schwimmen im Toten Meer – das geht nicht. Toll, nur passiv obendrauf liegen zu können! Eine Schlammkur hilft gegen allerlei Leiden – oder macht einfach Spass!
• Beim Badeplausch im Naturpark Sachne in natürlichen Becken bei einer herrlichen Wassertemperatur von 28 Grad fanden es alle lustig, wie die Fische an unseren Füssen knabberten.
• Es ist ein Vorrecht, ins Ursprungsgebiet des Christentums zu reisen. Die Bibel liest sich jetzt ganz anders. Wir besuchten Orte, wo Jesus gelebt und gewirkt hat.
Jerusalem ist eine bemerkenswerte, multikulturelle Stadt. Wenn schon die Klagemauer so imponierend wirkt, wie beeindruckend war wohl der Tempel, der 70 Jahre nach Christus zerstört wurde?
• Es ist faszinierend zu sehen, wie die Israelis aus Wüstenlandschaften grüne Gärten und Felder gewinnen und reiche Ernte einbringen.
• Als Gruppe hatten wir viele interessante und anregende Gespräche untereinander. Auch die Jugendlichen genossen die Gemeinschaft mit ihresgleichen. Es war eindrücklich, wie gut auch gerade sie miteinander unterwegs waren.
• Last but not least: Wir wurden herrlich umsorgt, ja, richtig verwöhnt von unseren Reiseleitern Kurt, Gerhard, Dani und Shraga. Vielen Dank euch allen!

Ein paar Tage nach der Rückkehr erzählte eines Morgens eine Tochter ihrer Mutter: «Mir träumte von einem Nachtreffen mit der Reisegruppe, und zwar trafen wir uns wieder in Israel!» Wie lautet doch gleich der Schlusssatz beim Passahfest? „Nächstes Jahr in Jerusalem!“

Nun, für uns wird das wohl ein Wunschtraum bleiben - doch der Traum von einer Israelreise ist für unsere Familien Realität geworden. An dieser Stelle nochmals ein HERZLICHES DANKESCHÖN an unsere Sponsoren! Die Erinnerung an diese Reise begleitet uns und unsere Kinder wie eine Perle im weiteren Leben!

L. und A. P., E. und S. T., K. und A. B., S. und M. N., K. und CH. H., M. und S. L.


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Einzigartige Aktion in der Schweiz: Kinder gratis auf den Spuren Jesu in Israel

Schon seit einiger Zeit können ein paar wenige Kinder kostenlos mit nach Israel reisen, weil drei verschiedene Sponsoren dies ermöglichen. Doch jetzt ist etwas passiert, was ich in meinem Leben noch nie erlebt habe.

Im vergangenen Monat Oktober waren sechs Familien dabei, deren Kinder unentgeltlich mitkommen durften. Es war eine Freude, wie sie das Land Jesu anhand der Bibel kennenlernen durften, und sie waren so begeistert, dass sie – kaum zu Hause angekommen – Verwandte und Bekannte angeworben haben. Und so kam es, dass sich noch vor Drucklegung des Prospektes bereits acht Familien für die beiden Reisen 2017 angemeldet haben.

Das ist für die drei Sponsoren nun doch ein bisschen zu viel. Darum unterbreite ich das Anliegen unseren Rundbrieflesern: Ist jemand bereit, einer Schweizer Familie zu helfen, dass eines ihrer Kinder mit ins Land der Bibel reisen kann? Die Kosten für ein Kind belaufen sich auf rund Fr. 1‘500.-. Selbstverständlich sind auch Teilbeträge in beliebiger Höhe herzlich willkommen.

Weiter stelle ich mir vor, dass ich künftig auf jede Israelreise eine Familie mitnehmen möchte, die sich eine solche Reise sonst nie leisten könnte, selbst wenn die Kinder kostenlos mitkommen könnten. Es gibt ja je länger je mehr Menschen, denen es nicht einmal möglich ist, die Krankenkassenprämien zu zahlen. Darum würde ich gern je einer Familie das spezielle Erlebnis gönnen, Israel, das Land der Bibel, kennenzulernen.

Wer wäre bereit, auch die Kosten für eine erwachsene Person zu sponsern? Für eine erwachsene Person belaufen sich die Kosten auf rund Fr. 2‘500.-. Und wenn jemand ganz besonders tief ins Portemonnaie greifen möchte: 2 Erwachsene und 2 Kinder = rund Fr. 9‘000.- Israel ist verhältnismässig teuer. Und doch möchte ich diesen Versuch starten. Ich bin gespannt, wer bei dieser Aktion mitmacht.

Wichtig: Wenn Sie gern mithelfen, Freude zu bereiten, dann schreiben Sie auf den Einzahlungsschein: „Kind gratis“ oder „Erwachsener gratis“ oder „Familie gratis“, damit der Betrag entsprechend gebucht und eingesetzt werden kann.

Mit einer solchen Hilfe wird zugleich Israel selbst unterstützt! Unser Busfahrer, der jeweils auch die Salatbuffets vorbereitet, sagte mir, dass er pro Arbeitstag 200 Schekel verdiene. Das sind rund 65 Franken. Natürlich bekommen er und der Reiseleiter auch etwas Trinkgeld.

In den letzten Jahren konnte er jährlich rund 26 Gruppenreisen chauffieren. In diesem aktuellen Jahr sind es bisher nur 14. Also auch hier: Weniger Arbeit = weniger Einnahmen. Mit unseren Reisen ins Heilige Land unterstützen wir verschiedene Menschen.


 Mit Gaben unter "Kinder nach Israel" können Schweizer Kinder das Land Jesu erleben. 

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Rahel Wirz und der Kindergarten in Jerusalem

Rahel Wirz mit Sohn Noah

Unser Kindergarten ist eine Versöhnungsarbeit mitten in Jerusalem für arabische und jüdische Kinder. Wir sind der Organisation ‚Seeds of Hope‘ in Jericho unterstellt, die vom ehemaligen PLO-Scharfschützen Tass Abu Saada gegründet wurde.

Unser Team besteht aus arabischen und jüdischen Lehrkräften. Die Schulleiterin Kami ist aus Amerika gekommen und nun Israelin. Die festangestellten Lehrerinnen haben einen Lohn. Neben mir arbeitet noch eine andere Volontärin aus Amerika. Wir beide sind nicht berechtigt, in Israel Geld zu verdienen. Der Kindergarten ist privat und von Spenden getragen. Wir haben vorgeschriebene Lehrmethoden, dürfen aber auch frei basteln, malen und Spiele orga-nisieren. Leider können wir mit den Kindern sicherheitshalber nicht aus dem Areal heraus. Wir haben aber verschiedene Aussenspielplätze und im Sommer ein Schwimmbad.

Meine Aufgabe besteht darin, die Kinder beider Nationen gleichberechtigt zu unterrichten, zu lieben und freizusetzen für ihren Weg hier im Land. Dazu gehören Bibelunterricht, Lobpreis, Gebet, Spiele, Musik sowie gemeinsames Essen.

Von Reisegruppen werden wir auch immer wieder beschenkt mit Spielsachen, Plüschtieren, Süssigkeiten, Bastelsachen....

Ein Erlebnis im Kindergarten:
Die arabische Mutter eines unserer Jungen sagte uns, der Bub leide nachts unter starken Alb-träumen. Über den Mittag schlafen bei uns alle Kinder, und so haben wir angefangen, über dem Schlaf dieses Knaben zu beten. Hier im Kindergarten schlief er immer ruhig. Nach einigen Monaten berichtete uns die Mutter freudig, er hätte fast keine Albträume mehr, wodurch auch sie selber besser schlafen könne. Wir konnten ihr sagen, dass diese Ver-änderung durch das Gebet geschehen durfte.

Erlebnisse ausserhalb:
Immer wieder treffen wir arabische Mütter mit Kindern auf dem Spielplatz. Oft versuche ich sie mit einem freundlichen Lächeln zu begrüssen. Allein schon dies ist manchmal verwirrend für sie. Wir merken aber schnell, dass sie uns gegenüber offen und freundlich sind. So komme ich immer wieder ins Gespräch über Jesus. Fragt man sie, ob man für sie beten darf, sind einige erstaunt, andere unsicher. Doch Jesus berührt ihre Herzen jedes Mal.

Noahs Erlebnis:
Kürzlich fiel Noah, mein Sohn, in der Schule heftig aufs Gesicht. Es schwoll rot und blau an, und wir dachten, die Nase sei gebrochen. Wir fuhren mit ihm zum Notfall und wurden dort wunderbar von jüdischen Krankenschwestern und arabischen Ärzten versorgt. Dieses Erlebnis war für ihn besonders stark.


 Gaben für Rahel Wirz werden gerne weitergeleitet. 

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Israel brennt!!!

Von Doron Schneider

Seitdem ich vorgestern (23. Nov. 2016) aus Deutschland zurück nach Israel kam, brennt es ununterbrochen, bisher an zwanzig verschiedenen Orten. Über 80’000 Menschen mussten schon evakuiert werden. Acht verdäch¬tigte Palästinenser wurden bisher festgenommen. Während ich diese Zeilen heute Morgen schreibe, brennt es immer noch. Stehen wir vor einer neuen Feuer-Intifada? Bitte betet mit für Israel!

"Nur die, denen das Land nicht gehört, können es in Flammen setzen", so wie bei Salomons Gericht nur die Mutter, der das Kind nicht gehörte, bereit war, es zerteilen zu lassen (1 Kön 3,16-28).

Wie können wir Israel in dieser Not jetzt helfen?
Es gibt zwei Möglichkeiten:

1) ERSTE HILFE FÜR EVAKUIERTE
Zelte, Matratzen, Decken und Lebensmittel werden jetzt dringend für die evakuierten Israelis gebraucht. Mit jeden 100 Franken können wir die Not von 1-2 Israelis erleichtern.

2) ZWEI BÄUME FÜR EINEN
Für jeden verbrannten Baum wollen wir zwei neue Olivenbäume in Israel pflanzen. Bei unserer letzten Aktion haben wir 10.000 Bäume gesammelt und gepflanzt. Bitte helft mir diesmal, 20’000 neue Bäume für die verbrannten Bäume zu pflanzen.


 Gaben für Evakuierte Israelis oder für neue Bäume (1 Olivenbaum Fr. 65.-, 10 Bäume Fr. 500.-) leiten wir sehr gern an Doron Schneider weiter. 

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Christlich-irakische Flüchtlinge in Jordanien

Von Shmuel und Pamela Suran, unseren Kontaktpersonen

„Lasst uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens!“ (Galater 6,10)

Dankesbrief an die Spender von Rea Israel

Dem Herrn und dem christlichen Hilfswerk Rea Israel ein grosses Dankeschön für die Hilfe an den christlich-irakischen Flüchtlingen in Jordanien während des Jahres 2016. Unsere Glau-bensgeschwister hatten alles verloren als Folge der Verfolgung und Vertreibung durch den ‚Islamischen Staat‘ (IS). Dadurch mussten sie aus ihren Häusern, Dörfern und Städten aus der Ninive-Ebene fliehen.

Während dieses vergangenen Jahres konnten wir durch grosszügige Spenden der Rea Israel-Freunde und deren Gebete christlichen Familien in ihrer grossen Not helfen. Wir verteilten Le-bensmittel, Kleider, Decken, Matratzen, Heizöfen, Ventilatoren, medizinische Hilfe und unter-stützten sie bei den Wohnungsmieten. Dies alles geschah durch das Programm der Familien-patenschaften, mit welcher man eine Familie für ein Jahr unterstützen konnte.

Zusätzlich konnten wir ein Jahr lang die Marka-Schule in Amman für christlich-irakische Flüchtlinge unterstützen. Dies geschah durch Schulgelder, Bücher, Schulmaterial für die Schü-ler, um diese Kinder für ihre Immigration in ein anderes Land vorzubereiten.

Dank der Hilfe von Rea Israel entstand der Dienst des «Stephanus-Projektes». Dadurch werden Iraker mit speziellen Talenten für besondere Dienste ausgerüstet. Das sind Gläubige, die zu den Familienpatenschaften gehören. Der lokale Pastor dient zudem als ihr Mentor, der sie begleitet und ermutigt. Dadurch sind sie in der Lage, anderen Flüchtlingen in Amman zu helfen. Das ist ein sehr erfolgreiches Programm, und wir haben bereits erstaunliche Resultate im Leben dieser Teamleute gesehen.

Wir danken Ihnen, liebe Freunde, sehr herzlich für all das, was Sie tun und weiterhin tun kön-nen, um unseren geliebten verfolgten Glaubensgeschwistern auch im Jahr 2017 zu helfen.

Schalom mit unserem Segen und unseren Gebeten.

Shmuel and Pamela Suran


 Dieser Dank gilt allen treuen Spendern, die bisher die christlich-irakischen Flüchtlinge unterstützt haben, aber auch denen, die in Zukunft mithelfen können. 

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Christlich-irakische Flüchtlinge, Terror des IS und Kampf um Mosul

Bericht von Shmuel und Pamela Suran, unseren Kontaktpersonen

Im 1. Korintherbrief 12,26 lesen wir, dass wir alle zusammen ein Leib sind. „Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; oder wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit.“

Liebe Freunde und Gebetspartner

Auch hier in Israel steht Weihnachten vor der Tür. Aus Jerusalem senden wir Ihnen unsere herzlichsten Grüsse und Segenswünsche zum Ende dieses Jahres 2016 und zum Fest von Chanukka und Weihnachten.

Hintergrund und Not der vertriebenen Christen

Christen lebten schon seit dem ersten Jahrhundert in Mosul und der Ninive-Ebene. Ihre Spra-che ist ein aramäischer Dialekt, und ihre Bibel, die Peshitta, ist eine der frühesten Übersetzun-gen der Heiligen Schrift auf Aramäisch. Diese lieben Menschen besitzen eine starke Identität und Geschichte, die zurück auf apostolische Zeiten geht, als sie das Evangelium durch Thomas und andere Apostel hörten. Ihr Wissen um ihre christlichen Wurzeln ist sehr stark.
Bestimmt erinnern Sie sich an den 7. August 2014, als der IS den Christen ein Ultima-tum stellte, zum Islam überzutreten, eine hohe Steuer zu zahlen oder umgebracht zu werden. Deshalb flohen beinahe 200‘000 assyrische Christen.

Nun, zwei Jahre später, am 17. Okt. 2016, begann die irakische Armee, zusammen mit den alliierten Streitkräften eine grosse Offensive gegen Mosul, um die Stadt aus den Klauen des IS zu befreien. Doch diese „Befreiung und Wiederherstellung“ Mosuls wird Monate oder Jahre dauern. Die einst blühende Stadt liegt in Schutt und Asche, zerstört durch die IS-Scher-gen. Häuser und Kirchen der Christen bestehen nur noch aus Schutthaufen, ganze Wohnquar-tiere sind eingeäschert.

Wir sind davon überzeugt, dass der IS in Mosul besiegt wird. Trotzdem zögern die meisten irakischen Christen, die zurzeit in Jordanien leben, wieder zurückzukehren. Es scheint uns, dass sie für sich wenig Hoffnung auf eine Zukunft im Nahen Osten sehen. Der Schrecken der Flucht aus der Heimat, das Zurücklassenmüssen von Hab und Gut hat tiefe Spuren hinter-lassen. Nun sind sie ohne Hoffnung, ohne Arbeit, ohne Zuhause. Flüchtlinge haben in Jorda-nien keine Arbeitserlaubnis. Das erschwert ihr Leben sehr. Darum sind sie auf unsere Hilfe angewiesen.

Die meisten irakischen Christen haben den Eindruck, dass sie „alles für Christus“ auf-gegeben hätten, indem sie sich weigerten, zum Islam zu konvertieren und lieber flohen. Doch diese Situation hat auch ein geistliches Erwachen bewirkt, und viele werden dadurch wieder-geboren und in ihrem Glaubensleben gefördert.
Vielleicht gibt es eine Handvoll Christen, die in den Irak zurückkehren werden. Die Mehrheit jedoch möchte in ein anderes Land ausreisen wie Australien, Europa oder Amerika, wo es bereits grosse Gemeinschaften von Irakern bzw. Assyrern gibt. Dort werden ihre Kinder in Sicherheit aufwachsen können. Ihr momentanes Anliegen ist zu überleben und auf ein Aus-reisevisum zu warten. Beten wir weiter für diese Menschen, die wir in unser Herz geschlossen haben.

Neue Flüchtlingswellen
In unserem letzten Bericht erwähnten wir, dass seit dem Januar 2016 viele neue Iraker-Chris-ten in Jordanien eintreffen. Sie alle wünschen sich eine sichere Bleibe und warten auf ein Aus-reisevisum. Beten wir für sie und helfen wir diesen Familien bis zum Zeitpunkt ihrer von der UNO erlaubten Ausreise.

Stephanus-Projekt
Dieses Projekt wurde vor einigen Monaten ins Leben gerufen, basierend auf Apostelge-schichte 6,1-7. Dort beriefen die Apostel sieben Männer, die sich den Nöten von Witwen und Waisen annehmen und weitere Hilfsdiens¬te übernehmen sollten. Der bekannteste jener Diakone war Stephanus.

Jetzt werden irakische Christen geistlich und praktisch zugerüstet, um ihrem eigenen Volk in der stets wachsenden irakischen Gemeinschaft zu dienen. Wir arbeiten mit einer Freien Evangelischen Gemeinde in Amman zusammen. Das Training soll eine Grundlage für die Teammitglieder des „Stephanus-Projektes“ sein. Und reisen sie in ein neues Gastland weiter, können sie dort ihren Dienst fortsetzen. Im Gespräch mit unseren jordanischen Partnern entstand das Motto, dass die Iraker als Flüchtlinge nach Jordanien kommen, dieses aber als Missionare für ihre Leute in einem anderen Land verlassen. Zum Projekt gehören momentan zwölf Personen. Sie dienen teil- oder vollzeitlich. Als Gegenleistung bekommen sie Lebensmittel und ihre Wohnungsmiete bezahlt. Sie werden im Wort Gottes und für den praktischen pastoralen Dienst ausgebildet. (Foto: Ein Teammitglied wird ausgesandt)

Unterstützung der Marka-Schule
Diese spezielle Schule für irakisch-christliche Flüchtlingskinder wurde von Pater Abuna Khalil in der St. Marys Kirche im Marka Quartier in Amman gegründet. Sie begann mit 135 Kindern und umfasst derzeit 350 Kinder im Alter zwischen 5 bis 14 Jahren. Die Lehrkräfte sind Mütter, ebenfalls Flüchtlinge aus Ninive. Die Väter helfen beim Saubermachen der Kirche und der Schule und begleiten die acht Autobusse, die die Kinder zur Schule fahren. Pater Abuna Khalil (Foto), vom Team „Messengers of Peace“ (Team der Botschafter des Friedens) schrieb einen Dankesbrief nach unserem letzten Besuch.

Lieber Shmuel, liebe Pamela
euer letzter Besuch war ein wunderbares Zeichen eurer Liebe und Ermutigung an den vertrie-benen christlich-irakischen Familien. Eure Anwesenheit brachte Freude in unsere Herzen und tröstete uns nebst den täglichen Herausforderungen und Kämpfen, die uns manchmal nach unten ziehen. Eure Besuche und Unterstützung sind ein Zeugnis von Gottes Werk. Sie sind eine Erinnerung, dass unser Herr uns nie verlassen wird. Als Antwort auf eure letzten Spen-den an das „Messengers of Peace-Team“ (Team der Botschafter des Friedens) sage ich ge-meinsam mit den Flüchtlingsfamilien ein liebes „schukran“ (Dankeschön) für eure Grosszü-gigkeit. Es ist uns eine grosse Freude zu sehen, wie ihr an uns denkt und im Gebet hinter uns steht. Möge der Herr euch reich dafür belohnen, dass ihr an die Vertriebenen und Bedürftigen denkt. Mit anderen Worten, wenn es keine solche treuen Unterstützer wie euch gäbe, dann wäre alles für uns viel schwieriger. Die Bibel sagt, dass der Herr einen freudigen Geber liebt. Auch wir lieben euch!

Herzlichen Dank für eure freundliche Gabe für die Schule der vertriebenen irakischen Kinder. Wir staunen und sind berührt von eurem Dienst, der unseren Dienst unterstützt. Möge Gott euch weiterhin reich segnen und euch als lebendige Zeugnisse der Liebe und Hoffnung ge-brauchen.

Mit freundlichen Grüssen,
Pater Abuna Khalil JAAR, Direktor von „Messengers of Peace Association“
(Vereinigung der Botschafter des Friedens).

Wie können Sie Flüchtlingen helfen?

Dank Ihrer Grosszügigkeit können die vertriebenen Christen Unterstützung für ihre Woh-nungsmiete, Lebensmittel und persönlichen Notwendigkeiten bekommen. Ihre wunderbaren Spenden werden äusserst geschätzt.

CHF 2‘400.- Jahrespatenschaft für eine Familie
CHF 250.- monatlich an das Stephanus-Projekt für eine Familie
CHF 200.- monatlich für die Marka-Schule (Lehrer-Löhne, Bücher, Schulmaterial, Winterkleider)
CHF 200.- Winterzeit: Heizöfen, Kleider, Wolldecken
CHF 100.- an den Fonds für medizinische Notfälle

Auch am Ende des Jahres kann man den Flüchtlingen helfen. Bitte beten Sie doch darüber, ob und wie Sie unseren irakischen Glaubensgeschwistern helfen können. Jesus sagt uns in Mat-thäus 25,40 „Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Der Gott des Friedens aber, der den grossen Hirten der Schafe aus den Toten heraufge-führt hat durch das Blut eines ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus, vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefäl-lig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (Hebr. 13,20-21)

Im Namen der christlichen Flüchtlinge, mit Liebe und Segen

Shmuel und Pamela Suran



 Wofür dürfen wir Ihre Gabe einsetzen? / Patenschaft irakische Flüchtlinge / Marka-Schule / Winterbedarf irakische Flüchtlinge 

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Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.