Der Rundbrief
August 2016, Nr. 129

Davidstern
Flugtickets für Flüchtlinge
von Elizabeth Atteih, Kontaktperson zu christlich-syrischen Flüchtlingen in Jordanien.

Viele Flüchtlinge beginnen ihre "Reise", indem sie nach Jordanien fliehen. Doch Jordanien ist nur ein temporärer Aufenthaltsort. Sie möchten weiter und in einem sicheren Land wohnen.

Wenn eine Familie in Jordanien ankommt, melden sie sich bei der UNO an. Wenn die UNO ihre Bewerbung bearbeitet und genehmigt hat, sind sie frei, um Jordanien zu verlassen und ihr neues Leben zu beginnen. Um jedoch die Ausreisegenehmigung zu erhalten, müssen die Flüchtlinge unterstützt oder finanziert werden.

Es gibt drei Möglichkeiten, um eine Familie zu unterstützen:

1. Die UNO unterstützt die Familie. Das bedeutet, die UNO übernimmt das Flugticket sowie die Ausgaben für die Krankenkasse und den Start im neuen Land. Bevor die UNO diese Unterstützung zusagt, müssen die Personen einen Vertrag unterschreiben und bestätigen, dass sie den empfangenen Geldbetrag innert zweier Jahre zurück zahlen.

2. Eine Organisation oder Gemeinde/Kirche übernimmt diese Kosten und verzichtet auf eine Rückzahlung.

3. Privater Sponsor: Eine Privatperson kann das Angebot machen, eine Flüchtlingsfamilie zu unterstützen und — vorerst — für ein Zuhause, Lebensmittel und andere Notwendigkeiten der Familie aufzukommen.

Doch private Sponsoren übernehmen oft keine Flugtickets. Dies verursacht ein Problem. Obwohl eine Familie die nötigen Ausreisedokumente besitzt, um Jordanien verlassen zu können, haben sie selber nicht genügend Geld, um die Billette zu kaufen. Die Flüchtlinge sind arm. Oft wurde ihnen vor oder während der Flucht alles Wertvolle abgenommen. Selbst wenn es ihnen gelingt, etwas Geld anzusparen, reicht dies höchstens für das Ticket eines einzelnen Familienmitglieds.

Wir kennen mehrere Familien, die sich in der Situation dieser dritten Gruppe befinden. Sie haben schlicht die Mittel nicht, um aus Jordanien auszureisen. Wir möchten ihnen so gerne helfen, und daher kommen wir mit diesem Anliegen an Sie:

Wäre es Ihnen, liebe Brüder und Schwestern im Herrn, möglich, Flüchtlingsfamilien beim Kauf ihrer Flugtickets zu helfen, damit sie in ihrer neuen Heimat Fuss fassen können? (Es gibt natürlich auch irakische Flüchtlinge, die von Shmuel und Pamela Suran betreut werden, und die weiter reisen möchten). Preis pro Person ca. Fr. 1'200.-- je nach Land etwas mehr oder weniger.
Wenn ja, dann rufen Sie mich bitte an oder schreiben Sie mir. Kontaktdaten finden Sie im blauen Balken weiter unten...


 Gaben für diese wertvolle Aktion leiten wir sehr gern weiter. 

Ich will segnen, die dich segnen,
und in dir sollen gesegnet sein
alle Geschlechter auf Erden.
(1. Mose 12,3)

Bitte helfen Sie uns helfen!
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Oder, wenn Sie uns bei dieser Aktion unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.










Messianische Schule: Makor Ha Tikvah in Jerusalem

Cookie Schwaeber-Isson, Direktorin


Die Situation der Flüchtlinge in Jordanien ist schlimm. Durch die zahlreichen Gespräche mit ihnen haben wir viel über ihre Situation gehört und gelernt.

Syrien lässt sich unterteilen in reich und arm. Es gibt kaum einen Mittelstand. Menschen aus der oberen Schicht entscheiden sich entweder, im Land zu bleiben, weil sie ihren Status und Besitz nicht verlieren wollen, oder sie bezahlen viel Geld, um per Schiff oder Flugzeug in ein anderes Land zu emmigrieren.
           
Die ärmeren Syrer fliehen über Land, zu Fuss oder mit dem öffentlichen Bus. Darum gelangen viele von ihnen nach Jordanien. Unzählige werden dann aber ausgenutzt und müssen selbst für eine kleine Wohnung in einem schäbigen Quartier eine hohen Mietpreis zahlen.

In der Stadt Irbid, westlich von Amman, halten sich viele Flüchtlinge auf. Doch der Ort ist vernachlässigt, schmutzig, und einige Wohnquartiere sind gar gefährlich. Diverse Wohnungen, in denen Flüchtlinge hausen, befinden sich im Kellergeschoss und sind hässlich, klein und ungesund.

Diese Menschen haben so viel durchgemacht und werden hier noch ausgenutzt. Immerhin sind sie hier in relativer Sicherheit. Doch sie brauchen die Hilfe Gottes und die Liebe des Leibes Jesu Christi.

Bitte beten Sie für uns im Dienst an diesen Glaubensgeschwistern, dass wir sie lieben, ermutigen und ihnen auch praktisch helfen können.


Ebenfalls in Irbid besuchten wir eine neue Familie mit drei Kindern, die wirklich Not leiden.. Die Kontaktperson der örtlichen Gemeinde hatte diese Familie über unseren bevorstehenden Besuch informiert. Als wir bei ihnen eintrafen, stellten wir uns vor, und der Mann sprudelte heraus: "Willkommen, willkommen! Wir freuen uns, dass ihr uns aus Palästina besucht. Das tut gut zu hören, dass ihr dort wohnt und euch für Palästina einsetzt. Wir hoffen, dass ihr für eure Rechte kämpft und auch anderen Personen in ihrem Kampf für ihre Rechte zum Leben in Palästina helft. Eines Tages wird Palästina aus den Händen der Juden entrissen und den Arabern gegeben werden..."




Begreiflicherweise wunderten wir uns über diese übereifrigen Aussagen, und ich musste den Mann etwas beruhigen. Auf meine Frage, ob er Christ sei, antwortete er: "Ja, natürlich, ich gehöre zur Griechisch-Orthodoxen Kirche." Ich fragte weiter: "Liest du in der Bibel?" "Manchmal lese ich darin, wenn ich zur Kirche gehe oder an einem Feiertag." "Hast du den Vers auch schon gelesen, welcher sagt, dass wir unsere Feinde lieben sollen?" "Ja ich glaube, ich habe ihn irgendwo gelesen." "Denkst du nicht, dass wir das befolgen sollten, was das Wort Gottes sagt? Wenn unser Erlöser Jesus uns sagt, dass wir unsere Feinde lieben sollen, sollten wir dann das nicht auch tun? Selbst wenn die Juden unsere Feinde sind, müssen wir sie lieben. Wir sollten ihnen Freundlichkeit und Liebe zeigen. Und wenn unser Feind hungrig und durstig ist, dann sollten wir ihm zu essen und zu trinken geben. Ich möchte dich daran erinnern, dass auch Jesus ein Jude war. Seine Mutter und die Jünger waren ebenso Juden. Gott gebrauchte das jüdische Volk, um Botschafter Gottes zu sein und aus ihm den Erretter erstehen zu lassen. Wir sollten also die Juden nicht hassen."

Seit Atteihs letztem Besuch in Jordanien im Frühling konnten zwei weitere Familien nach Australien ausreisen, die von Rea Israel als Patenschaften Unterstützung erhalten haben. Die verbleibenden Gelder kommen neuen Familien zugute.  

 Gaben für geflüchtete syrische Christen leiten wir sehr gerne an das Pastoren-Ehepaar Atteih weiter. 

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Be'ad Chaim ausgezeichnet

Die messianische Organisation Be'ad Chaim, die sich für den Schutz ungeborener Kinder einsetzt und die Mütter unterstützt, konnte von der israelischen Regierung eine Auszeichnung für ihren "bedeutenden Beitrag zum Schutz von Müttern und Kindern" entgegennehmen.

Es begann in den 1980er-Jahren, als Pastor Tony Sperandeo zusammen mit anderen die Initiative ergriff, etwas gegen das "Vergiessen von unschuldigem Blut" in Israel zu unternehmen. Sie begannen mit Gebetstreffen, Veranstaltungen in den messianischen Gemeinden und dem Verteilen von Flugblättern, in denen sie darauf aufmerksam machten, dass Abtreibung Sünde gegen Gott und gegen das eigene Volk ist.
Heute hat die Organisation einen bedeutenden Einfluss auf die israelische Gesellschaft, indem auch staatliche Sozialarbeiter und Beratungsstellen schwangere Mütter in Not an eines der zwölf Be'ad Chaim-Büros verweisen. Sandy Shoshani, die Leiterin, meint dazu: "Es ist von grosser Bedeutung, dass wir als messianisch-jüdische Organisation nun als bekannte, humanitäre Organisation in Israel anerkannt sind.

Aus Gebets- und Informationsmail der amzi

 Rea Israel unterstützt diese enorm wichtige Arbeit. Gaben für Be'ad Chaim werden gern weitergeleitet. 

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Freiwillige Helfer unterstützen Meir Panim


Die israelische Hilfsorganisation Meir Panim hilft Tausenden von Männern, Frauen und Kindern im Kampf gegen Hunger. Um Spendengelder für das Wesentliche einsetzen zu können, legt die Organisation grossen Wert auf Freiwilligenarbeit.

Goldie Sternbuch, Mitarbeiterin bei Meir Panim und zu­ständig für die internationale Öffentlichkeitsarbeit meinte: "Unsere Restaurant-Leiter zählen auf die zuverlässige Mitarbeit vieler Freiwilliger. Wir möchten weiterhin hungrige Menschen in einer angenehmen Atmosphäre mit Respekt und Würde bedienen. Unsere Helfer investieren Zeit und Energie. Dadurch werden viele Herzen ermutigt."


Sara Cohen, 45, (Name geändert) reist seit drei Jahren regelmässig nach Israel und macht dort nebst zwei Wochen Ferien einen dreiwöchigen Einsatz. Jetzt plant sie sogar, Alliyah zu machen und ganz im Land zu wohnen. Sara liebt diese Arbeit und will künftig regelmässig bei Meir Panim mithelfen. In ihrem Tagebuch hielt sie fest, dass Israel nicht nur gegenTerror zu kämpfen habe, sondern auch gegen Armut.

Die Freiwilligen kommen aus Israel und der ganzen Welt, z.B. eine Mädchengruppe einer höheren Abschlussklasse, eine ganze Familie oder eine Gruppe leicht behinderter junger Männer. Diese werden jeweils von einem Betreuer für einen Tag gebracht. Sie rüsten Gemüse und Salat, bringen den Gästen das Essen auf dem Tablett, helfen einem blinden Stammgast, leeren und reinigen Tabletts. Für Mitarbeiter und Freiwillige ist die Zusammenarbeit stets eine Bereicherung.


Sara stellt fast, dass das Essen einen hohen Nährwert hat und heiss serviert wird. Gemüse und Früchte kommen von Feldern, die ein reicher Kanadier gekauft hat mit der Absicht, den Ertrag an Arme zu spenden. Auch hier helfen Freiwillige aus der ganzen Welt bei der Ernte mit.

Die Restaurantgäste sind jung und alt, Juden und Araber, Russen und geborene Isra­elis, Äthiopier und andere. Einige sind religiös, andere nicht. Einige bedanken sich, andere nicht. Aber alle kommen sie, weil sie Hunger haben.
(Quelle: Text und Bilder mit freundlicher Erlaubnis von Meir Panim USA verwendet).

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

 Rea Israel unterstützt diese lohnenswerte Arbeit. Gaben für Meir Panim werden gerne weitergeleitet. 

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Aus einem Mail von Elizabeth Atteih, Israel:

Junge Flüchtlinge baten sie um Bibeln. Sie freute sich sehr, dass diese jungen Menschen offen und suchend nach der Wahrheit in Jesus Christus sind.
Der Soldaten-Container, ein grosses Anliegen von Pastor Najeeb Atteih, steht im Einsatz und wird rege gebraucht. Najeeb konnte schon manch ein hilfreiches Gespräch mit Soldaten führen.
Doch wegen des heissen Sommers werden noch drei Klimaanlagen gebraucht.
Dann sind da aber noch offene Rechnungen für die Betten (Fr. 2000.-), und für die Miete von nächstem Monat (Fr. 500.-), dazu kommen Steuern, Strom, Gas, Wasser usw. Das bringt ein Total von rund Fr. 5000.-
Diese Schulden sind Atteihs eine schwere Last. Die Soldaten verdienen fast nichts, daher können sie von ihnen keine Gebühren verlangen. Das Soldatenzentrum muss daher mit schwerem Herzen vorübergehend geschlossen werden.












Ein spezieller Geburtstagswunsch

Eine liebe Rea Israel-Rundbriefleserin schrieb uns Folgendes:
Bitte schicken Sie uns doch noch sieben Rundbriefe von Rea Israel. Möchte an meinem Geburtstagsfest diese auflegen und dabei auf Geschenke verzichten. Danke für alle Bemühungen und Gottes Segen weiterhin.

Was für eine gute Idee! Fast möchte ich sagen: "Zur Nachahmung empfohlen!"

Wem Frieden mit anderen ein Anliegen ist,
liegt gut.
Wer Möglichkeiten zum Gutestun sieht,
sieht gut.
Wer sein Vertrauen auf Gott setzt,
sitzt gut.
Wer Gottes Liebe spürt und seinen Ruf hört,
hört gut.
Wer Jesus Christus zum Freund hat,
hat's gut.
Wessen Name im Buch des Lebens steht,
steht gut.
Wer Gott und seine Mitmenschen von Herzen liebt,
macht's gut.

Leni Furrer