Rundbrief Nr. 164
April 2019


Ausflug mit Flüchtlingsfamilien
Unsere Kontaktpersonen für syrische Flüchtlinge in Amman, Jordanien: Najeeb & Elizabeth Atteih, Haifa, Israel
Bericht von Elizabeth Atteih

Liebe Freunde von Rea Israel

Nachdem letztes Jahr ein ähnlicher Ausflug mit Flüchtlingsfrauen ein grosser Segen war, möchten wir in diesem Jahr im Mai mit etwa dreissig Familien und Ehepaaren, also mit rund 150 Personen, einen Ausflug raus aus der Stadt ins Grüne machen.

Drei Reisebusse werden uns zu einem grossen Restaurant bringen. Dort gibt es einen Garten mit einem Spielplatz für die Kinder. Sogar Ponys hat es, auf denen Kinder reiten dürfen.

Wir wollen schon am Morgen losfahren und dort gemeinsam frühstücken. Danach möchten wir eine Bibelstunde halten und die Menschen in Gottes Wort fester verankern.

Nach dem Mittagessen sollen die Leute frei sein, die Natur und die Gemeinschaft geniessen und sich gegenseitig besser kennenlernen. Auch wir als Pastorenehepaar können so die Beziehung zu ihnen vertiefen.

Wir beten, dass dieser Anlass zur Erholung, zum Segen und zur Ermutigung für sie wird.

 Die Kosten für Bus, Mahlzeiten und Geländebenutzung belaufen sich auf rund CHF 45.- pro Person, total also CHF 6750.- 

Wir danken allen unseren Freunden im Voraus für Ihre Mithilfe! Gott sei mit Ihnen und segne Sie reichlich!

Mit einem herzlichen Schalom

Elizabeth und Najeeb Atteih

 Gaben für den Familienausflug werden sehr gern weitergeleitet. 

Bitte helfen Sie uns helfen!
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Oder, wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen und Einzahlungsscheine resp. Zahlscheine zu. Vielen Dank.

Neuigkeiten vom Bücherladen Haifa:
Die Bibelgesellschaft übernimmt den Laden samt Inventar und hat dem Besitzer den Mietvertrag bereits für die ersten fünf Jahre unterschrieben. Mit dem Erhalt des Erlöses kann die noch ausstehende Schuld beglichen werden. Daher werden keine Gaben mehr für den Bücherladen benötigt.




Besuch in Jordanien bei geflohenen Christen aus Syrien im Februar 2019
Kontaktpersonen: Najeeb & Elizabeth Atteih, Haifa, Israel
Ein Bericht von Elizabeth Atteih


Liebe Freunde

Bei unserem letzten Besuch in Jordanien spürten wir stark die Notwendigkeit der Ermutigung und geistlichen Begleitung unserer Flüchtlingsfamilien. Viele von ihnen wohnen im Jabal Hussein-Quartier. Das ist eine Gegend, wo Hunderte von Flüchtlingsfamilien günstige Wohnungen gefunden haben. Doch durch das lange Warten auf die Ausreisegenehmigung sind sie entmutigt und deprimiert. Da sie nichts zu tun haben, schlafen sie oft bis zum Mittag, um den trostlosen Alltag zu verkürzen. Die evangelischen Gemeinden tun zwar, was sie tun können, doch die Not ist grösser. Die Gemeinden haben ihren Gottesdienst am Sonntag und eine Bibelstunde während der Woche. Doch dies reicht nicht für die Familien. Sie bräuchten ein Jüngerschaftstraining. Die Mitarbeiter in den Gemeinden kennen die Flüchtlingsfamilien zu wenig und haben somit kaum eine Beziehung zu ihnen. Dies ist einer der Gründe, weshalb unser Dienst von «Herz zu Herz» notwendig ist. Wir haben die Möglichkeit, uns zu jeder Familie zu setzen, ihnen zuzuhören, ihre Herzen zu spüren, sie mit dem Wort Gottes zu ermutigen und für sie zu beten. Wir können sie in der Nachfolge Jesu anleiten. Gott segnet diesen Dienst, und viele Familien bringen dies mit Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck. Wiederholt kamen wir zu Familien, die niedergeschlagen und traurig waren. Doch beim Weggehen lächelten sie und hegten neue Hoffnung. Dieses Mal reisten Najeeb und ich gemeinsam nach Jordanien. Ich habe es gern, wenn er dabei ist. Der Herr gibt ihm wirklich Weisheit und füllt ihn mit seinem Geist. Wenn Najeeb mit den Familien spricht, hören alle aufmerksam zu. Auch unsere Helferin Samar aus der lokalen Gemeinde sitzt gerührt da und wird durch Gottes Geist ermutigt.

Nizar und Bahijah
Elizabeth zu Besuch bei Bahijah und ihren Kindern, während sich Najeeb mit Nizar unterhält.
Nizar und Bahijah begrüssten uns freudig. Nizar hat nur noch ein Bein, hohen Blutdruck und Diabetes. Kürzlich erlitt er ein gefährliches Blutgerinnsel in seinem Bein. Dadurch entstand eine Entzündung, und es bildete sich Eiter. Bahija machte sich Sorgen und wünschte, er würde ins Spital gehen. Nizar aber weigerte sich aus Geldmangel. Doch nach zwei Wochen hielt er den Schmerz nicht mehr aus. Weil es regnete, und Nizar schlecht zu Fuss ist, baten sie die Ambulanz, ihn holen zu kommen. Wie aber sollten sie die Rechnung bezahlen? Nazir wurde gut behandelt, und es stellte sich heraus, dass der Arzt Christ war! Und dieser behandelte ihn sogar kostenlos! Sie konnten es kaum fassen, was für ein Wunder Gott für sie getan hatte!

Najeeb und Nizar – Fragen und Antworten aus der Bibel.
Nizar muss nun nebst der Arznei für Diabetes und Bluthochdruck auch ein Blutverdünnungsmittel nehmen. Seine Medikamente kosten jeden Monat rund CHF 140.-, und sie sehen keine Möglichkeit, dieses Geld aufzubringen. Doch sie vertrauen dem Herrn, dass er sich um ihre Nöte kümmert.

Nach wie vor wohnen wie mit ihrer Schwiegertochter und deren drei Kindern zusammen. Die Schwiegertochter leidet unter der bedrückenden Lebenssituation. Das Warten auf ein Ausreisevisum scheint endlos zu sein.

Während unseres Besuches sass Najeeb mit Nazir zusammen, und sie unterhielten sich über Bibeltexte. Zudem hatte Nazir eine ganze Liste von Fragen, die Najeeb mit ihm besprechen konnte.

Munir und Nura
Nura und Elizabeth
Wir trafen eine neue Familie aus dem Irak, die schon seit 2017 in Jordanien lebt. Munir und Nura sind Gläubige und haben zwei Kinder. Ihre Verwandten sind bereits nach Australien und Deutschland ausgewandert. Wir baten sie, uns zu erzählen, wieso sie nach Jordanien kamen.

Sie erklärten uns, gemäss Gesetz müsse die irakische Bevölkerung alle zwei Jahre eine neue Identitätskarte beantragen. Diese ID beinhaltet detaillierte Infos wie Name, Name der Eltern, Beruf, Religion, Adresse usw. Als Munir und Nura das Innenministerium im Irak aufsuchten, um ihre Karten zu erneuern, schrieb der amtierende Angestellte, sie seien Muslime. Sie brachten die Korrektur vor, sie seien Christen. Doch der Angestellte sagte: «Wollt ihr zum Christentum übertreten? Möchtet ihr wie Christen behandelt werden?» Sie antworteten: «Nein, wir treten nicht über, wir sind schon Christen. Auf der alten ID ist dies notiert.» Doch der Angestellte glaubte ihnen nicht. Ein paar Tage später gingen sie mit den alten ID-Karten zum Amt zurück. Doch der Angestellte behauptete, es sei ein Registrierfehler, sie seien doch Muslime. Er weigerte sich, ihren religiösen Status zu ändern und informierte sie, dass sie sonst beim Gericht einen Antrag zu stellen hätten. Dort würde dann über den Fall entschieden.

Das Ehepaar wusste nicht recht, was sie tun sollten. Ein solcher Antrag würde viel Zeit und Geld kosten.

Ein paar Tage später kamen fundamentalistische Muslime zu ihnen und drohten ihnen sie sollen beim Gericht keinen Antrag stellen, sonst würden sie verfolgt. Die Männer schrien sie an und versuchten ihnen klarzumachen, sie seien Muslime.

Wieder einige Tage später kamen die Männer zurück und schossen auf ihr Haus. Nora war daheim und wurde am Arm getroffen. Sie musste im Spital behandelt werden.

Nach diesem Vorfall merkten Munir und Nura, dass diese Fundamentalisten keine Ruhe gäben, bis sie das Land verlassen haben. Darum also verliessen sie ihre Heimat und flohen nach Jordanien, von wo aus sie in ein sichereres Land ziehen möchten.

Leider ist das nur einer von unendlich vielen Fällen. Christen aus dem Irak, Syrien und anderen islamischen Ländern wurden misshandelt, verfolgt und dazu gebracht, ihre Häuser und Länder zu verlassen. Bitte beten Sie mit uns für unsere Glaubensgeschwister, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden.

Bassam und Hadil
Najeeb gibt Bassam und Hadil samt ihren Kindern Bibelunterricht.
Bassam und Hadil haben einen Sohn und eine Tochter. Vor mehr als zwei Jahren flohen sie mit einer Gruppe Christen vor der Verfolgung aus dem Irak. Auch in die Stadt und das Quartier dieser Familie drangen IS-Leute vor, um Christen zu verfolgen. Hadil erzählte, vorher seien sie nur Namenschristen gewesen. Ihr Leben konzentrierte sich auf die Arbeit, die Familie, auf den Alltag. Zur Kirche gingen sie selten. Mit der Flucht nach Jordanien, verloren sie alles, ihr Land, ihr Zuhause, ihre Arbeit, auch ihre Vorstellungen vom Zweck ihres Lebens. Das einzige, das ihnen blieb, war Jesus. Mit grosser Dankbarkeit erzählte Hadil, wie die Gemeinde ihnen geholfen habe, und wie Jesus ihnen zum Felsen und zur Zuflucht wurde. Dadurch sind sie in ihrem Gottvertrauen gewachsen.

Während Hadil dies erzählte, sass Bassam, ihr Mann, mit traurigem Gesicht schweigend daneben. Najeeb bat ihn, uns sein Herz zu öffnen. So erzählte er, dass er um seinen verstorbenen Bruder trauere. Dieser war Arzt im Irak, und da Ärzte im Land gebraucht wurden, war es ihm und seiner Familie nicht erlaubt, zusammen mit Bassam und Hadil wegzugehen. Man zwang ihn, sich um Patienten zu kümmern, die unter dem IS gelitten hatten. Doch der Arzt hatte Krebs und starb kürzlich daran. Seine Familie bleibt schutzlos im Irak zurück. Bassam vermisst seinen Bruder und ist traurig, dass der Rest der Familie so weit weg ist.

Während unseres Besuches fragte Najeeb die sechzehnjährige Tochter, welche Bibelstelle sie kürzlich gelesen hätte. «In den Psalmen», sagte sie. Najeeb öffnete seine Bibel und las den Psalm 2 vor und sprach darüber.

Mutter Halla

Halla und Elizabeth
Dieses Mal besuchten wir auch Halla wieder. Sie macht sich stets Sorgen um ihre Töchter. Tochter E., die mit einem Muslim verheiratet ist, besucht ihre Mutter öfters. Zwar bestätigt sie, es gehe ihr gut, doch sie spürt in ihrem Herzen, dass ihre Tochter mit etwas ringt.

Die zweite Tochter, L., leidet an Depression und Schizophrenie und nimmt Medikamente dagegen. Wir kennen Halla seit über drei Jahren, doch erst jetzt sprach sie offener darüber. Die Krankheits-Symptome stammen aus L’s Jugendzeit. Ihr Vater (inzwischen verstorben), war sehr streng und grob mit der Familie und misshandelte seine Frau und manchmal auch die Töchter. Es bricht uns das Herz, wenn wir das Leid dieser Familie sehen. Wir danken dem Herrn, dass Mutter Halla den Herrn kennt und mit ihm wandeln will. Leider sind die Töchter nicht mit Jesus unterwegs. Sie brauchen wirklich unser Gebet.

Ammar und Zayna
Familie Ammar mit Elizabeth und Najeeb
Das ist ein liebenswürdiges Ehepaar mit drei Buben. Sie sind fest verwurzelte Gläubige in Jesus, und es ist eine Freude, mit ihnen zusammen zu sein. Vater Ammar besucht treu die Gottesdienste in der Gemeinde und liebt Jesus.

Doch als wir diesmal zu ihnen kamen, spürten wir eine bedrückte Stimmung. Im Gespräch teilte uns Zayna mit, wie schwierig ihr das Leben hier in Jordanien vorkomme: Keine Arbeitsstelle, kein Schulbesuch für die Kinder, nichts zu tun als zu warten. Tage und Nächte fliessen ineinander, einzig der Schlaf wird zum Mittel, um die Zeit zu überwinden. Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Najeeb ermahnte Ammar, die Verantwortung als Haupt der Familie zu übernehmen und sie geistlich und praktisch zu führen. Wir ermutigten das Ehepaar, Struktur in den Tag zu bringen, die Mahlzeiten gemeinsam einzunehmen, die Bibel zusammen zu lesen, gemeinsam spazieren zu gehen und die Gemeinde-Anlässe zu besuchen, auch mit anderen Gläubigen Gemeinschaft zu pflegen. Dadurch kann Gott ihnen neue Hoffnung, Ermutigung und Freude zukommen lassen. Durch die Gnade Gottes verstanden sie, was wir sagten und akzeptierten unsere Ermahnung.

Nach dem Gebet standen wir auf, um zu gehen. Najeeb, Ammar und unsere Helferin Samar hatten das Haus bereits verlassen. Ich, Elizabeth, wurde irgendwie noch zurückgehalten, ich spürte, dass etwas noch nicht heil war. Tatsächlich zog mich jemand am Arm und umarmte mich. Es war Zayna, und schluchzend gestand sie, sie sei einfach müde, verwirrt und unglücklich und habe das Gefühl, für immer in Jordanien bleiben und schliesslich hier sterben zu müssen. Ich versuchte, sie zu trösten: «Sag nicht solche Sachen. Gott hat dich hierhergebracht, um dich näher zu ihm zu ziehen. Er ist daran, dich auf etwas vorzubereiten. Er wird dich nicht verlassen. Er hat gute Pläne und Absichten für dein Leben. Solange du hier bist, halte dich an die Gemeinde und hilf deinen Kindern, mit Jesus zu wandeln.» Wir beten, dass der Herr diese Familie ermutigt und sie stets näher zu sich hinzieht.

Narso und Familie
Wir besuchten auch den autistischen Jungen Narso und seine Familie. Wie bei den anderen Flüchtlingen, herrschte auch hier Entmutigung. Narsos Situation ist noch immer dieselbe. Er bräuchte eine Langzeit-Behandlung mit täglichen Lektionen, mit besonderer Fürsorge und Hilfe, doch eine solche Spezialschulung ist sehr teuer.

Hilfe für syrische Flüchtlinge in Jordanien: Patenschaft für eine Familie im Jahr: Fr. 2'400.- oder monatlich Fr. 200.-.
Auch einmalige, freie Beträge sind herzlich willkommen.


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Deutsche Handwerker renovieren bei Holocaust-Überlebenden in Israel
Viele Holocaust-Überlebende haben von Deutschen schreckliches Leid erfahren. Ein sächsischer Verein leistet einen kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung: Handwerker renovieren in Israel gratis die Wohnungen von Überlebenden.

Im Haus von Issachar Ilan weichen die Wände auf: Im Bad tritt Wasser aus den Rohren, die Farbe splittert ab, die Kacheln sind lose. Das Haus ist aus dem Jahr 1944 – und damit 18 Jahre jünger als Ilan selbst. Der 92-jährige Holocaust-Überlebende, der aus dem Raum Aachen stammt, wohnt in Jerusalem nahe des Herzlbergs. Geld für Renovierungen sei knapp, sagt er.

Doch seit zwei Tagen wird in Ilans Badezimmer fleissig gespachtelt, gefliest und gestrichen. Denn ein sächsischer Verein schickt deutsche Handwerker nach Israel, um kostenlos Wohnungen von Holocaust-Überlebenden zu renovieren. „Was sie hier machen, ist unglaublich“, sagt Ilan auf Deutsch. „Vor einigen Jahren kamen sie bereits und fällten einen Baum, der gefährlich gegen das Haus kippte.“

Seit 2003 kommen für zwei Wochen im Monat Helfer der „Sächsischen Israelfreunde“ nach Israel. Sie sind Handwerker, Gärtner, Maurer, Rentner oder einfach nur Freiwillige, die bereit sind zu helfen. „Sie opfern Kraft, Geld und Urlaub“, erzählt Jochen Peter, der Koordinator vor Ort. Die meisten seien berufstätig und gäben Urlaubstage für das Projekt her. Zudem müssten sie 950 Euro selbst zahlen. Die Spendengelder des Vereins seien knapp. Das Geld reiche kaum für die Miete des Hauses, in dem die Freiwilligen wohnen, für alle Materialien, die Verpflegung und die Gehälter der Koordinatoren.

800 Freiwillige in 15 Jahren
In 15 Jahren waren bereits 800 Freiwillige bei 600 Menschen im Einsatz. Die meisten sind Holocaust-Überlebende, jedoch helfen die Handwerker auch Armen oder renovieren Suppenküchen. „Diese Menschen haben Leid von den Deutschen erfahren. Ihr letzter Gedanke an Deutsche soll nicht schlecht sein“, sagt Gärtner Uwe Wenzel über seine Motivation. Er ist bereits zum dritten Handwerker-Einsatz in Israel. „Die Dankbarkeit der Menschen berührt mich immer wieder.

Ilan bereitet in der Küche mittlerweile das Mittagessen für sich und das Team vor. Ilan sagt, er sei „für alles im Haus verantwortlich“. Seine Frau Tirza ist immer noch als Sozialarbeiterin tätig. Ilan erzählt seine Lebensgeschichte: Er ist noch ein kleines Kind, als seine Eltern in den frühen 1930er Jahren vor den Nazis aus Aachen nach Belgien fliehen. In den folgenden Jahren verliert sich auf der weiteren Flucht die Spur der Eltern. Sein Bruder wird mit anderen Kindern in die Schweiz geschmuggelt. Ilan bleibt in Frankreich, kommt in ein Kinderheim und erhält französische Papiere. Er beginnt eine Kochausbildung in einem Hotel. 1944 wird das Gebäude in der französischen Provinz von der deutschen Wehrmacht für ihre Offiziere beschlagnahmt. „In diesem Moment wusste ich: Es ist zu gefährlich“, erinnert sich Ilan.

Er flieht in die Schweiz und trifft seinen Bruder wieder. Nach dem Krieg wandern beide gemeinsam ins damalige Palästina aus. 1946 heiratet Ilan seine Tirza. In der Wohnung nahe des Herzlbergs, wo sie heute noch wohnen, ziehen sie drei Kinder gross. Mittlerweile haben sie auch 15 Enkel und 40 Urenkel, wie Ilan sagt.

Jochen Peter, der seit zwei Jahren die Einsätze des christlichen Vereins vor Ort koordiniert, sagt: „Die Menschen, denen wir helfen, leben oft von kleinen Renten.“. Sie könnten sich keine umfassenden Renovierungen leisten. Peter erinnert sich an Momente, in denen die Menschen nach Jahrzehnten plötzlich wieder anfingen, Deutsch zu sprechen. „Dann geschieht Versöhnung“, sagt er, „die Menschen öffnen sich, wenn sie sehen, dass wir es gut meinen“.

Von: dpa / aus israelnetz 12.03.2019

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Pastor Silas Wenger ist für Rea Israel unterwegs
Als aus Jakob Israel wurde – eine Geburtsstunde
Sonntag, 12. Mai 2019, um 10.00 Uhr
Chrischona-Gemeinde
Vereinshausstrasse 9
4133 Pratteln

Die Ausgiessung des Heiligen Geistes in Jerusalem
Sonntag, 9. Juni 2019, um 10.00 Uhr
Chrischona-Gemeinde
Vereinshausstrasse 9
4133 Pratteln

Als aus Jakob Israel wurde – eine Geburtsstunde
Sonntag, 23. Juni 2019, um 10.00 Uhr
Heilsarmee Basel 1
Erasmusplatz 14
4057 Basel

Rebecca - Eine Geburtsstunde und Ihre Auswirkungen
Sonntag, 11. August 2019, um 9.30 Uhr
Christliches Zentrum Brig
Gliserallee 37
3902 Brig-Glis

Die Berge der Bibel und ihre Bedeutung: Morija, Sinai, Golgatha, Ölberg, Zion
Sonntag, 18. August 2019, um 10.00 Uhr
Evangelische Gemeinde Muri
Aarauerstrasse 26
5630 Muri AG

Israel
Sonntag, 3. November 2019, um 10.00 Uhr
Christliches Zentrum Rheinfelden
Flossländeweg 12
4310 Rheinfelden

Zu diesen Gottesdienst-Vorträgen ist jedermann/frau herzlich eingeladen!


Bibelschule "Living Israel" in Israel
Von Venjamin Sadovsky

Im Jahr 2017 erkannte die Führung der "Living Israel"-Gemeinden-Union die Notwendigkeit, in den nächsten sieben Jahren in verschiedenen Städten des Zentrums und im Süden Israels neue Gemeinden zu gründen. Um diese Vision umzusetzen, wurde beschlossen, eine Bibelschule in der Stadt Rishon Le Zion zu eröffnen. Das Ziel ist, geeigneten Menschen eine umfassende geistliche und praktische Schulung zu geben, sie zu Zeugen Jesu auszubilden und ihnen das geistliche Werkzeug zur Gründung von Teams und Gemeinden zu vermitteln. Die Städte, in denen diese Vision umgesetzt werden soll, sind Tel Aviv, Bat Yam, Petah Tikva, Holon, Rishon Le Zion, Beer Sheva, Eilat sowie in Jerusalem.

Diese Bibelschule besteht nun seit Mai 2018. Studenten aus verschiedenen Städten des Landes erhielten Wissen zu folgenden Themen:
Heiligung / Glaube für den Dienst / Teamarbeit / Die Gemeinde Jesu / Erfolgreiche evangelistische Strategie / Grundlagen der geistlichen Planung / Organisation der Struktur von Hauskreis in einer neuen Gemeinde / Standardfehler im Startministerium / Heranbildung neuer Mitarbeiter / Entwicklungsstufen einer neuen Gemeinde.

Die Bibelstudenten bestehen aus zwei Gruppen: Pastoren und Mitarbeiter / Gemeindemitglieder. Sie kommen aus verschiedenen Teilen Israels. Die meisten von ihnen sind berufstätig. Die Schule findet abends und am Freitagvormittag statt.

Als Frucht der Arbeit dieser Schule sind bereits neue Ministerien in Petah Tikva, Holon, Rishon Le Zion sowie im Süden des Landes in der Stadt Beer Sheva entstanden. Ein weiteres Team wird im Frühjahr 2019 eine neue Gemeinde in Tel-Aviv eröffnen.

Im Februar 2019 wurde ein neues Modul der "Pastoral Ministry" School eröffnet, dessen Ziel es ist, die Dienstfähigkeiten der Pastoren der neuen Gemeinden zu verbessern.

Unsere Schule ist ein sehr wichtiger Dienst, der zur Erfüllung des Willens Gottes in seinem Volk beiträgt. Für die volle Funktionsfähigkeit der Schule mieten wir einen Saal und tragen auch andere Kosten in Höhe von 14’000 Schekel pro Monat (knapp CHF 4’000.-). Um das, was wir begonnen haben, fortzusetzen, brauchen wir dringend finanzielle Unterstützung und Gebet.

Wir laden Sie ein, Partner unserer Schule in Rishon Le Zion zu werden. Wenn Sie an der Ausführung des Willens Gottes in Israel teilnehmen möchten, sind wir ihnen sehr dankbar! Lasst uns dieses Werk gemeinsam tun, und möge der grosse Gott Israels uns alle segnen!

Viele Grüsse

Venjamin Sadovsky (Bruder von Michael Sadovsky, dem Leiter des Reha-Klosters in Haifa)

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Ferien auf der griechischen Insel Kreta
Drei Kommentare von Reiseteilnehmern vom Herbst 2017:

1. Das Hotel «Apollonia Beach» in der Nähe von Heraklion ist traumhaft schön. Eine Freizeit dort ist schlichtweg ein Volltreffer! Es stimmt einfach alles: Tolles und sauberes Hotel, freundliches Personal, fantastisches Essen mit grossartigen Buffets, einladende Parkanlage, direkter Zugang zum Strand am Meer und gratis Liegebetten und Sonnenschirme. Dann die Gruppenausflüge durch Kretas wunderschöne Landschaft. Alles in allem ein Genuss für Leib, Seele und Geist!

2. Einfach «s Wunder»! Wunderbare Reiseleitung, wunderschöne Hotelanlage direkt am Meer. Wunderbares Essen. Aufbauende und gesegnete Andachten und Vorträge. Kurz: Herrliche Ferientage! Ein herzliches Dankeschön an das ganze Team!

3. Kreta ist eine der schönsten Inseln im Mittelmeer! Das grosszügig angelegte Hotel Apollonia in Amoudara wird seinen Sternen gerecht. Angenehm sind die freundliche Atmosphäre und die Sauberkeit. Die aussergewöhnlich reichhaltigen Buffets waren für Auge und Gaumen eine Freude. Von den Inputs und interessanten Vorträge nahmen wir viel Gutes mit auf den Weg. Neben den Ausflügen blieb genug Zeit zum Wandern, Lädelen oder einfach, um Sonne, Sand und Meer zu geniessen. Dieser Aufenthalt war ein Ferienerlebnis, das viel Freude und Zufriedenheit hinterlässt!

Auf vielseitigen Wunsch von Teilnehmern der letztjährigen Gruppe wiederholen wir diese Reise.

vom 30. September bis 11. Oktober 2019.

Es hat noch einige Plätze frei, doch dies wird meine letzte Reise zur Insel Kreta sein.

Kurt Wenger


rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.