Rundbrief Nr. 127
Juni 2016


Messianische Schule Makor Ha Tikvah in Jerusalem
Direktorin: Cookie Schwaeber-Isson

Brief unserer Direktorin:
Wir sind zutiefst dankbar für so viele Verbesserungen, die in den letzten Monaten in unserer Schule sind. Jede Woche nehmen unsere Schüler in einer nahen Suppenküche aktiv teil, wo sie den weniger Begüterten dienen. Indem Kinder die Tugend lernen, anderen zu dienen, kommen sie aus sich selbst heraus und erkennen zugleich, wie wichtig es ist, jenen zu helfen, die nicht so gesegnet sind wie sie.

Auch sehen wir wunderbare Ergebnisse unseres Hebräisch-Kursus. Neu immigrierte Kinder sind schon dabei, einiges auf Hebräisch auszudrücken und integrieren sich so besser in die Schülerschaft. Unsere neu eröffnete Mathematik-Klasse nimmt auch Fahrt auf. Es gibt eine Menge einzelner Segnungen, für die wir dankbar sind. Wir danken dem HERRN, wie Er uns hilft, auf neuen und begeisternden Wegen unseren Schülern zu dienen. Wo immer Gott Seinen Segen gibt, fällt dieser überfliessend aus; genau das spüren wir dieses Jahr. Danke für Ihre treue und konstante Unterstützung, für Ihre Freundschaft und die Teilnahme am Leben dieser Schüler, die die Zukunft Israels darstellen.

In herzlicher Dankbarkeit,
Cookie Schwaeber-Issan
Direktorin der Makor HaTikvah messianischen hebräischen Schule,
zusammen mit allen Mitarbeitern




Eindrücke einer neuen Lehrerin
Aus Mangel an messianischen Lehrern stellen wir gelegentlich nicht-gläubige Lehrer ein, von denen wir annehmen, dass sie den besonderen Charakter unserer Schule verstehen und akzeptieren. Das war dieses Jahr der Fall. Hier folgt der persönliche Kommentar einer Lehrerin über ihre Eindrücke unserer Schule. Wir denken, er ist ein grossartiges Zeugnis, das laut aussagt, warum MHT so wichtig ist.

"Anfangs war es etwas gewöhnungsbedürftig, mich an der Schule einzuleben. Mit der Zeit jedoch begann ich mich besser an den Charakter der Schule und an die Art des Unterrichtens sowie des Umgangs miteinander zu gewöhnen. Und wenn ich die Kinder beten sehe, muss ich sagen, dass mir dies wirklich wundervoll erscheint und wert, es zu loben. Diese Art unterrichtlicher Rahmenbedingungen wünschte ich jeder israelischen Schule."


Schüler beten für Vater mit Krebs - die Mutter erzählt:
In letzter Zeit hatte unsere Familie traumatische Monate zu bestehen, nachdem mein Mann die Diagnose Krebs erhielt. In dieser Krisenzeit haben wir sehr deutlich die geistliche Stärke unserer Kinder erlebt. Wir wussten, dass ihre Kraft das Ergebnis der gläubigen Umwelt bei Makor HaTikvah war. Unser zwölfjähriger Sohn sagte: "Mama, weine nicht. Wir wurden gelehrt, dass in einer Situation, die zu 90% hoffnungslos aussieht, man beginnen soll, dem Herrn für die verbleibenden 10% zu danken und IHN dafür zu loben. Dann wird der Herr sie auf 15 % erhöhen usw."

Unsre siebenjährige Tochter Yael antwortete: "Mein Lehrer sagt auch, dass – wann immer du traurig bist – es einen Grund gibt, dem HERRN zu danken, und dies macht dich wieder glücklich."

Während jener schwierigen Wochen beteten Lehrer und Schüler regelmässig für die Gesundheit meines Mannes. Es war für unsere ganze Familie sehr kostbar, Gottes Liebe durch diese Gebete zu erfahren, ja, zu kosten. Sogar die Klassenkameraden meines Sohnes traten regelmässig im Gebet ausserhalb der Schule für das Anliegen meines Mannes ein. Für uns war es grösste Freude zu sehen, wie die Jungs dieses Alters so engagiert für ein Wunder beteten, wie sie sonst Fussball spielen.

Während der Wochen, als mein Mann zur Operation im Ausland war, setzte die Schule ein spezielles Programm auf. Wir blieben die ganze Zeit in Kontakt, und die Kinder versicherten uns ihrer Gebete.

Obwohl die Operation erfolgreich verlaufen war, zeigten nachfolgende Blutuntersuchungen einige alarmierende Veränderungen. Da wandte sich unser sechzehnjähriger Sohn Nethanel an mich und sagte: "Mutter, weine nicht! Wen der Herr ausgesucht hat, ihn zu segnen, den kann niemand verfluchen." Unser achtzehnjähriger Sohn David, der ausser Landes studiert und ebenfalls Makor HaTikvah besucht hatte, versammelte seine Kommilitonen an der Uni, um auch für seinen Papi zu beten.


Familienmuseum
Da unsere Schule aus Schülern von 15 Herkunftsnationen besteht, beschlossen wir, jede unserer Familien mit einem "Familien-Museum" zu ehren. Dieses gibt Einblick in die jüdische Geschichte dieser Länder und in die Lebensgeschichten der von dort kommenden Eltern. Das erste dargestellte Land ist Bulgarien – jenes Land, welches seine jüdische Bevölkerung davor bewahrt hatte, den Nazis ausgeliefert zu werden.

Jerusalem-Marathon
Der sechste Internationale Jerusalem-Marathon fand am 18. März mit 2500 Teilnehmern statt. Zum ersten Mal war unsere Schule auch daran beteiligt mit 18 Schülern, vier Eltern und zwei Lehrern von Makor HaTikvah. Es gab zwei Strecken: 5 und 10 km. Einer unserer Lehrer lief tatsächlich 21 km. Wir können glücklich berichten, dass alle das Rennen erfolgreich beendeten und einige sich selbst überrascht haben. Ja, wir möchten nächstes Jahr wieder dabei sein und es zu einer jährlichen Tradition machen.
Wie Sie uns helfen können:
Ohne Ihre konstante Hilfe wären wir nicht in der Lage, den Bedürfnissen unserer Schüler nachzukommen.

Sommer-Gehälter
Juli und August stellen immer die grösste finanzielle Herausforderung für MHT dar, weil dann keine Schulgelder (der Eltern) fliessen und auch viele Menschen im Urlaub sind. Möchten Sie uns helfen, in den Sommermonaten die Gehälter unserer Lehrer zu sichern?

Extra-curriculare Aktivitäten
Unseren Mittelstufenschülern werden Wahlfächer zur Ergänzung des regulären Stoffs angeboten. Im letzten Semester boten wir Robotertechnologie sowie Schmuckherstellung an. In diesem Semester können die Schüler zwischen Fotografie und Hausbau wählen. Leider sind die Mittel für diese Aktivitäten durch die im vorigen Semester angebotenen Aktivitäten komplett verbraucht.

Kulturelle Veranstaltungen (Schulfahrten)
Wir brauchen Unterstützung bei Schulfahrten mit dem Car. Die Eltern zahlen zwar ihren Beitrag, aber die Buskosten sind so hoch, dass ohne weitere Hilfe manche Fahrt nicht zustande käme.

Neuester Stand zum Projekt Vergrößerung unseres Zeltes
Gott ist dabei, unsere Schule zu vergrößern: Daher ist die Zeit gekommen, unser Zelt zu erweitern. Mehr eingewanderte und hier ansässige Schüler haben sich für das nächste Schuljahr angemeldet. Wir verfügen über einen dritten Stock, einem Atrium gleich, das sich auf voller Länge des Gebäudes erstreckt. Es kann zur Nutzung umgebaut werden, womit wir mehr Klassenraum bekommen. Bitte helfen Sie uns, israelische messianische Kinder auszubilden – die zukünftige Generation von Israel.

Überwachungskameras
Wir beabsichtigen, mehr Kameras für die Schule anzuschaffen, um die Sicherheit für die Schüler und das Personal zu erhöhen.

Gaben für diese messianische Schule leiten wir sehr gerne weiter.


Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen im April 2016
Pastor Najeeb und Elizabeth Atteih aus Haifa, Israel, berichten:

Zu einigen jordanischen Gemeinden haben wir guten Kontakt. Diese kümmern sich um Flüchtlinge. Gewöhnlich werden wir durch sie informiert, wo es christliche Flüchtlingsfamilien gibt, die in Not sind. Dann können wir sie besuchen, ermutigen und ihnen helfen. In absehbarer Zeit werden wir fünf weitere Familien unterstützen können. Dann werden es 25 syrische Familien sein, denen Rea Israel hilft. (Anmerkung von Kurt Wenger: Mit den 32 Patenschaften für Pastor Shmuel Suran für irakisch-christliche Flüchtlinge unterstützt Rea Israel nun total 57 Familien).

Während unseres Jordanien-Besuchs im April erzählte uns die Gemeindemitarbeiterin Vivian über den Dienst der Lebensmittelverteilung, die ihre Gemeinde tut. Jeden Dienstag verteilen der Pastor, seine Frau und ein Team Lebensmittelpakete an 125 Moslem-Familien. Diese kommen ins Gemeindegebäude und holen die Pakete ab. Eine solche Verteilaktion konnten wir miterleben. Der Pastor jener Gemeinde bat Najeeb und mich, Elizabeth, für diese Familien zu beten und sie zu segnen, bevor die Pakete verteilt werden. Das wollten wir gerne tun. Der Pastor bat uns, weise vorzugehen, da es in Jordanien nicht erlaubt sei, Moslems zu evangelisieren.

Najeeb begann, der Gruppe von Gottes Liebe zu allen Menschen zu erzählen. Er erklärte, dass Gott keine Völkergruppen oder bestimmte Religionen bevorzuge. Für Gott sei jeder Mensch wichtig, weil er sie schuf. Als Najeeb für die Gruppe betete, streckten ein paar Moslemfrauen die Hände aus und sagten nach jedem Satz "Amen". Najeeb beendete sein Gebet im Namen unseres geliebten Herrn Jesus, des Messias, welcher für uns starb und auferstand. Diese Frauen sagten daraufhin: "Wow! Das war das schönste Gebet, das wir jemals hörten." Najeeb erzählte der Gruppe anschliessend von der Liebe Jesu Christi, die auch ihnen gilt.

In unseren Berichten schrieben wir bereits über die Christin Frau Halla Bei unserem letzten Besuch im April war sie sehr unruhig und wünschte unseren Rat. Sie erzählte uns, ihre jüngste Tochter habe in Jordanien einen Moslem kennengelernt und – gegen den Willen der Mutter – geheiratet. Am Muttertag wollte sie ihre Mutter besuchen. Doch als Halla die Tür öffnete und ihre Tochter sah, war sie schockiert. Sie hatte ihrer Tochter deren Schritt nicht vergeben. Diese Tochter umarmte ihre Mutter, wurde von ihr aber nicht in die Arme genommen. Darüber traurig, verliess die Tochter das Haus wieder. Nun bat uns Halla weinend um Rat. Vorher hatte sie einen christlichen Bruder ihrer Gemeinde gefragt, doch dieser riet ihr, die Tochter nicht mehr zu empfangen. Halla aber hatte darüber keinen Frieden. "Das ist doch meine Tochter, ich habe sie geboren und grossgezogen. Wie kann ich sie nicht willkommen heissen? Ich liebe sie!" Wir rieten ihr, ihre Tochter neu anzunehmen, sie einzuladen und zu umarmen. Jeder Mensch begeht Fehler. Jesus sagte den religiösen Leuten "Wenn jemand unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." Nun will Halla den Kontakt zur ihrer wieder Tochter aufnehmen.

In den letzten Monaten besuchten wir jeden Monat Jordanien, um uns um Flüchtlinge zu kümmern. Im April reisten wir in die Stadt Irbid, Nähe Amman. Als erstes besuchten wir ein sehr armes armenisches Ehepaar. Sie hatten kaum genügend Stühle in der Stube, um sich hinzusetzen. Auch waren sie nicht in der Lage, uns eine Erfrischung anzubieten. Der Familienvater ist sehr krank. Beim vorletzten Besuch fragten wir nach seinen Bedürfnissen und was wir ihm beim nächsten Mal mitbringen könnten. Er erwähnte eine Anzahl von Arzneien sowie ein Blutdruckmessgerät. All das brachten wir jetzt mit. Darüber war er sehr glücklich. Wir hörten ihnen zu, als sie uns von ihren Sorgen erzählten. Najeeb ermutigte sie, regelmässig die Gottesdienste und Bibelstunden der Gemeinde zu besuchen.

Dann erzählten sie uns von ihrer einzigen Tochter, die in der Nähe wohnt. Dort gab es Eheprobleme. Ob wir sie besuchen dürften, fragten wir. Mit ihrem Einverständnis machten wir uns auf den Weg. Die Tochter, ihr Mann und die beiden Kinder waren zu Hause und baten uns herein. Wir stellten uns vor und begannen vor allem, mit Elias, dem Ehemann, zu sprechen. Najeeb stellte ihm viele Glaubensfragen. Elias erzählte, als Junge habe er die Sonntagschule besucht, doch als es später im Leben Schwierigkeiten gab, wandte er sich von Jesus ab und machte die Kirche dafür verantwortlich. Najeeb korrigierte ihn, das sei seine eigene Verantwortung und nicht die der Kirche. Immer wieder versuchte Elias, sich zu verteidigen. Najeeb spürte, dass Elias etwas vor ihm verbarg und fragte ihn: "Wenn Jesus heute zurückkäme, oder wenn du sterben müsstest, weisst du, wohin du gehst?" Elias fühlte sich sichtlich gestresst, so fragte Najeeb, ob er privat mit ihm sprechen dürfe. Im Nebenzimmer begann Elias zu weinen und erzählte von seiner zerrütteten Ehe. Er bekannte, dass er seine Frau ein paarmal geschlagen habe und er selbst das Hauptproblem in der Ehe sei. Najeeb sagte ihm: "Dank sei dem Herrn, dass du die Kraft hast, die Wahrheit zu bekennen. Satan ist wie ein brüllender Löwe, der die Beziehung zu deiner Frau und den Kindern zu verschlingen versucht. Du bist mutig, indem du dies bekannt hast. Dank sei Gott, dass du zurück zu Jesus kommst." Als die beiden Männer aus dem Nebenzimmer kamen, ging Elias sofort auf seine Frau zu und umarmte sie herzlich.

Auf dem Weg zu unserer Nachtunterkunft sandte uns Elias ein sms. Er bedankte sich bei Najeeb für alle Ermutigung und dass er ihn zurück zu Jesus geführt habe. Und bei einem späteren Jordanienbesuch sollen wir doch wieder bei ihnen vorbeikommen. Wir sind dem Herrn so dankbar, dass Er Frieden in dieses Haus gebracht hat.

Diese christlich-syrische Familie (Foto) lebt seit 2 ½ Jahren in Jordanien. Mutter Khulood ist eine feine, gläubige Frau. In ihrer Heimat hatte der Mann eine gute Anstellung in einer Schokoladenfabrik. Als vor ein paar Jahren der Krieg ausbrach, machte sich der Vater Sorgen um seine Familie. Er wollte nicht, dass sie entführt oder vergewaltigt würden. Daher sandte er sie als Flüchtlinge voraus nach Jordanien. Er selber wollte zuhause noch Dinge erledigen, bis er auch nachreisen würde.

Dann kam der Tag seiner Abreise. Der Taxifahrer war Moslem. Bis zur Grenze gab es ein paar Check-Points. An einem der Kontrollpunkte wurde das Taxi angehalten und beide Männer wurden befragt, ob sie Moslems seien. Der Fahrer antwortete: "Ja, ich bin Moslem." Der Reisegast sagte: "Ich bin Christ." Da bat ihn der Wachmann auszusteigen. Der Taxifahrer wurde angewiesen zu warten. Während zwei Stunden stellte ihm der Wachmann Fragen und versuchte, ihn zum Islam zu bekehren, da sonst der Tod die andere Variante sei. Doch der christliche Syrer antwortete mutig: "Nein, ich werde mich niemals zum Islam bekehren. Ich wurde als Christ geboren und werde als Christ sterben. Wenn dies der Weg Gottes ist, dass ich jetzt sterbe, dann soll es so sein. Auch wenn ihr mich enthaupten wollt – ich werde nicht zum Islam konvertieren." Darauf der Wachmann: "O.k., du hast dein Schicksal besiegelt, wir werden dich köpfen."

Der Mann rief die Leiter seiner Organisation zusammen, um zu beraten, wann die Enthauptung stattfinden solle. Vorerst stellte ihm der Hauptleiter nochmals Fragen und versuchte ebenfalls, ihn zum Islam zu bekehren. Doch der Christ blieb standhaft. Während dieser Debatte kam eine weitere Terrorgruppe dazu und verwickelte sich in einen Streit mit den anwesenden Männern. Das war der Moment, um zu fliehen. Schnell stieg der Christ ins Taxi und bat den Fahrer, ihn zur Grenze zu bringen. Ein paar Stunden später war er in Jordanien glücklich vereint mit seiner Familie.

Doch sie sind sehr arm und haben kaum die Möglichkeit, das Geld für Wohnungsmiete und Lebensmittel aufzubringen. Sie hängen von der Barmherzigkeit derer ab, die ihnen Erbarmen zeigen. Najeeb und ich (Elizabeth) haben für diese Familie gebetet und sie ermutigt. Wir halfen ihnen mit Unterstützungsgeld von Rea Israel.

Eine andere syrische Familie besteht aus Mutter, Sohn und Tochter. Diese Familie ist neu im Patenschaftsprogramm, und wir besuchten sie zum ersten Mal.

Der Sohn heisst Isho Azar Israel. Sein Vater wurde in Syrien getötet. Nun ist er der Verantwortliche seiner Familie. Sie flohen nach Jordanien und wohnen in einer sehr kleinen Wohnung. Darin gibt es nur eine schmale Küche und eine enge Wohnstube. Isho schläft auf dem Sofa, Mutter und Schwester auf Matratzen in der Küche. Seine Schwester ist 16 Jahre alt. Das Kriegstrauma, der Tod des Vaters und die Flucht nach Jordanien hinterliessen tiefe Spuren in ihrer Seele. Isho erzählte uns, dass seine Schwester das Haus nicht verlassen wolle. Sie will auch nicht zur Schule gehen oder sonst etwas unternehmen. Sie spricht mit niemandem ausser mit Mutter und Bruder. Sie hält sich sehr zurück und ist anderen Menschen gegenüber äusserst scheu. Als wir ihre Familie besuchten umarmte ich (Elizabeth) sie und sagte ihr: " Der Herr hat dies alles zugelassen, aber er ist gut. Wir können wohl nicht verstehen, warum das alles geschah, aber vielleicht werden wir es in der Zukunft verstehen. In dieser Zwischenzeit müssen wir uns nahe an Jesus halten und von ihm abhängig sein."

Wir erkundigten uns auch über Ishos speziellen Namen und fragten, ob er deswegen nie verfolgt worden sei. Er antwortete: "Doch, ständig! In Syrien, in Jordanien, in der Schule und vielen anderen Orten. Man frage ihn oft wegen seinen drei jüdischen Namen (Isho, Azar, Israel = Yeshua, Lazarus, Israel). Wir sagten ihm, dass er sich seines jüdischen Namens wegen nicht zu schämen brauche. Das sei ein guter Name, und der Herr werde ihn zu seiner Ehre gebrauchen!

Ergänzung von Silvia Pfeil:
Es war mir ein grosses Vorrecht, Pastor Najeeb und Elizabeth Atteih im April auf ihrem Einsatz in Jordanien begleiten zu dürfen. Wir besuchten 19 Familien und brachten ihnen die Spendengelder von Rea Israel für ihre Wohnungsmieten. Dabei durften wir auch Trost und Ermutigung weitergeben.

Das Pastoren-Ehepaar hat ein grosses Herz für diese christlich-syrischen Flüchtlinge. Für jede Familie nehmen sie sich ausreichend Zeit, um von den grossen Nöten und Anliegen zu hören und daran Anteil zu nehmen. Da sie arabisch sprechen, können sie sich ohne Übersetzung mit den Flüchtlingen unterhalten, was ein grosser Vorteil ist und Vertrauen schafft.

Pastor Najeeb ermutigt die Menschen gerne mit dem Wort Gottes und liest ihnen auch Texte aus der Bibel vor. Wo nötig, ermahnt er einfühlsam zum Besuch der Gemeinde, der Gottesdienste und Bibelstunden und erteilt in Gesprächen seelsorgerlichen Rat. Er und Elizabeth lieben es, für diese Menschen zu beten. Man spürt, wie zwischen ihnen und diesen Familien in den vergangenen Monaten ein kostbares Vertrauensverhältnis aufgebaut wurde. Die Leute freuen sich über ihre Besuche. Jede Familie hat ihre eigene Geschichte, aber auch ihr Leid.

Diese Familien werden Atteihs von örtlichen Gemeinden vermittelt. Oftmals kommt eine Gemeindemitarbeiterin zu den Besuchen mit als Kontaktperson zwischen der Gemeinde und den Flüchtlingen.

Elizabeth Atteih führt genau Buch, welche Familie wann welche Spendengabe von Rea Israel bekommt. So wird auch niemand übersehen. Die Empfänger unterschreiben eine Quittung. Sie hat auch ein Herz für Kinder. Daher schleppt sie meistens einen grossen Plastiksack voller Stofftiere mit, aus denen sich die Kinder etwas aussuchen dürfen. Auch Süssigkeiten hat sie dabei. Ebenfalls sehen sie, wo jemand dringend ein paar neue Hosen oder ein neues Kleid braucht. Stets überlegen sie sich, was sie bei ihrem nächsten Besuch "ihren" Flüchtlingsfamilien mitbringen können.

Wir besuchten Johnnys Familie (Foto rechts, Johnny links neben Elizabeth und Najeeb. Gemeindemitarbeiterin Vivian ganz links). Johnny selbst ist ein reifer Gläubiger und besucht die Evangelische Gemeinde in Amman. Gerne würde er arbeiten, doch dies ist ihm als Flüchtling in Jordanien nicht erlaubt. Die Ausreise in ein Gastland legt er getrost in Gottes Hände. Er bedankte sich sehr herzlich für die Spende von Rea Israel und meinte: "Diese Gabe ist gefüllt mit Liebe!" Die Flüchtlinge sind erstaunt und erfreut, dass Christen in der Schweiz an sie denken!

Es ist sehr wertvoll, dass Najeeb und Elizabeth als Israelis diesen Dienst tun. Dadurch werden nicht nur Wohnungsmieten bezahlt, sondern auch Denkweisen über Israel geändert, wie z.B. Rita, eine junge syrische Ehefrau erzählte: "In der Schule in Syrien und überall wurden wir gelehrt, dass Israel unser Feind sei. Auch als Gläubige glaubten wir dies! Doch seit ihr Israelis zu uns kommt mit Hilfe und Liebe, hat dies unsere Herzen und die Meinung über Israel geändert."

Haiten und Ines haben vier Kinder (Foto: Familie mit Silvia Pfeil rechts). Diese an Jesus gläubige Familie wohnt seit 1 ½ Jahren in einer möblierten Mietwohnung in Amman. (Die meisten Flüchtlinge wohnen sehr bescheiden möbliert, da sie selber nichts mehr haben). Oftmals teilen sie die Wohnung mit einer zweiten Familie oder mit Eltern und Verwandten, um die Miete aufteilen zu können. Auch diese Familie hofft, bald in ein Gastland ausreisen zu können. Die Wahl von Ort und Land überlassen sie dem Herrn. Sie erzählten uns, wie sie in Jordanien durch die Evangelische Gemeinde zum lebendigen Glauben an Jesus fanden.

Es gibt manche syrische Flüchtlingsfamilie in Jordanien, die durch ihr erlebtes Leid zum lebendigen Glauben kommen. So auch Sared und Naram mit ihren drei Buben.

Vater Sared erklärte: "Wir kamen als Katholiken aus Syrien. Hier in Jordanien kamen wir zum wahren Glauben an Jesus Christus. Wir gehen zur Gemeinde und verpassen auch die Bibelstunden nicht. Wir hören viel Bibeltext auf unserem MP3-Abspielgerät." Auch sie sind sehr dankbar für die Unterstützung von Rea Israel.

Gaben für syrische Flüchtlinge werden sehr gern entgegengenommen und weitergeleitet.


Beth Netanel News
Von Rachel Netanel

Liebe Freunde und Partner,

Schalom und herzliche Grüsse aus dem sonnigen Ein Kerem (Nähe Jerusalem)

Vielen Dank, dass ihr weiterhin für unsere Arbeit betet. Eure Gebete sind entscheidend für diesen Dienst, und ich weiss, dass alles, was ich hier zu erzählen habe, ein Resultat eurer Fürbitte ist.

Die vergangenen Monate waren so ausgefüllt wie immer. Einmal luden uns ein paar Freunde ein, das Wochenende mit ihnen in einem Hotel in Nazareth zu verbringen. Als wir im Hotelrestaurant sassen, bemerkte ich, dass eine Frau das genau gleiche Kleid trug wie ich. Ich ging zu ihr und sprach sie an. Lachend sagte ich, das sei mir noch nie zuvor passiert, da mein Geschmack eher aussergewöhnlich sei. "Ich glaube, dass das kein Zufall ist. Gott wollte, dass wir uns kennen lernen", fügte ich an. Sie reagierte sehr neugierig und wollte mehr von mir wissen. Ich setzte mich eine Weile an ihren Tisch und unterhielt mich mit ihr und ihren Freunden. Ich sprach aber noch nicht über meinen Glauben, sondern lud sie zu uns nach Ein Kerem zum alljährlichen Mandelblütenfest ein. Sie meinte, sie wolle gerne kommen. Wir umarmten und verabschiedeten uns.

Am nächsten Morgen regnete es in Strömen, so dass niemand das Hotel verliess. Ich dachte: "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um über den Glauben zu sprechen." Die Hotellobby war voller Leute. Gilad und ich gingen zu denen, die wir am Abend zuvor kennen gelernt hatten, und ich begann gleich über Jeschua zu sprechen. Gilad brachte mir meine Bibel und unterstützte mich in stillem Gebet. Viele Leute hörten mir zu.

Jemand aus der Menge fragte mich, weshalb die Rabbiner nichts von meinem Glauben wüssten und was sie wohl sagen würden, wenn sie mich so reden hörten. In diesem Moment ging der Rabbiner des Hotels vorbei, und ich bat ihn, zu uns zu kommen. Ich fragte ihn, worauf sich seiner Meinung nach Jesaja 53 beziehe. Er erklärte, es gehe dabei um das leidende Israel. Darauf fragte ich: "Und worum geht es in Jesaja 9,5?" Er antwortete, er wisse nicht auswendig, was dort stehe. Ich las die Stelle vor: "Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst. Was ist das für ein Kind mit diesen vier Namen? Warum muss er als Sohn geboren werden? Weshalb lautet sein Name ‚Gott'? Niemand nennt seinen Sohn ‚Gott'. Und was ist gemeint in Psalm 2,7: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt." Ich sprach über weitere Bibelstellen, aber der Rabbiner wurde allmählich ärgerlich und sagte, er habe seit seiner Bar Mitzwa (mit 13 Jahren) nicht mehr im Tenach (AT) gelesen. Ich fragte ihn, was er denn lese. Darauf erklärte er, dass er nur Bücher über den Tenach lese, Gemara, Zohar und Talmud. Ich fragte ihn, wie er denn wissen könne, wo der Messias herkomme. Er meinte, wenn Er komme, würden wir es dann schon wissen. "Aber Rabbi", fuhr ich fort, "wir können aus Micha 5 wissen, dass der Messias in Bethlehem geboren sein muss. Und heisst es nicht im Buch Daniel, dass der Messias in der Mitte seines Lebens sterben muss, nicht im hohen Alter? Nicht wie Rabbi Schneerson, den die Lubawitscher als Messias verehren, der in Russland geboren wurde, gar nie nach Israel kam und im hohen Alter starb." Nun wurde der Rabbiner wütend, nannte mich eine Missionarin und ging weg.

Alle Leute im Raum hatten gespannt dieser Diskussion zugehört. Nun wandte ich mich an sie: "Erkennt ihr den Unterschied zwischen rabbinischem Judentum und dem Judentum aus dem Tenach? Der Tenach spricht über den Messias, wo und wie er geboren wird und was sein Ziel sein wird, wann er kommen und wie er sterben wird, nämlich während Pessach." Manche Zuhörer fragten danach, weshalb sie einen Messias bräuchten. Mir war klar, dass es wichtig war, dass sie das verstanden. Der Herr liess es heftig weiterregnen, so dass ich mehr als vier Stunden lang zu diesen Leuten sprechen konnte. Bevor wir uns verabschiedeten, lud ich sie ein, uns am bevorstehenden Mandelblütenfest zu besuchen.

Dieses Fest findet jedes Jahr in Ein Kerem statt, um den Beginn der Mandelblüte zu feiern, denn in der Umgebung von Ein Kerem gibt es viele Mandelbäume. In Jeremia 1,11-12 heisst es: Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Was siehst du, Jeremia? Und ich sagte: Ich sehe einen Mandelzweig. Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, es auszuführen.

Dies ist auf Hebräisch ein Wortspiel: ‚Mandelbaum' heisst ‚schaked' und ‚wachen über' ‚schoked'. Der Mandelbaum ist in Israel der erste, der blüht, und der letzte, der Früchte trägt. Dies ist auch ein Symbol für Israel. Uns wurde die Torah als erste gegeben, und eines Tages wird ganz Israel den Herrn erkennen.

An diesem besonderen Tag im Jahr kommen Leute aus dem ganzen Land nach Ein Kerem, um die wunderschönen Blüten zu sehen. Zu diesem Fest hatte ich viele Leute zu uns eingeladen. Ich hatte einen israelischen Sänger/Musiker eingeladen, jüdische Volkslieder für uns zu singen, ganz viel Essen vorbereitet und zusammen mit Gilad unermüdlich gearbeitet, um Platz zu schaffen für viele Menschen. Es kamen rund 30 Personen aus dem ganzen Land zu uns, darunter auch eine Gruppe aus Nazareth. Das waren weniger Gäste, als wir erwartet hatten, aber wir vertrauten Gott, dass er uns genau die richtigen geschickt hatte. Wir sangen, tanzten, und ich erzählte von meinem Glauben. Der Sänger fragte mich, wie eine marokkanische Jüdin wie ich an Jeschua glauben kann. Das erklärte ich natürlich gerne. Alle Gäste blieben bis nach Mitternacht, einige noch deutlich länger. Diese übernachteten schlussendlich bei uns. Am nächsten Morgen studierten wir beim Frühstück die biblischen Prophetien. Eine junge Frau, die sehr von "New Age" geprägt war und glaubte, alle Religionen seien eigentlich gleich, bereitete mir etwas Mühe. Ich erklärte ihr, sie solle sich unsere Fingerabdrücke anschauen. Keiner ist gleich wie der andere. So ist es auch mit Gott. "Wohin führt dich dein Glaube?", fragte ich sie.

Wir sprachen stundenlang miteinander. Dann machten wir einen Spaziergang, um uns die Mandelblüten anzusehen. Dabei trafen wir auf einen Mann, der ganz begeistert von unserem Hund ‚Netz' war. Ich lud ihn und seine Freunde ein, zu einem marokkanischen Tee zu uns zu kommen. Auf dem Rückweg sah ich, dass unsere Gruppe um acht Personen gewachsen war und machte mir Sorgen, wo ich das Essen für sie alle hernehmen sollte. Doch so wie der Herr die Fische und Brote vermehrt hatte, so schien sich auch bei uns das Essen zu vermehren, so dass schliesslich mehr als genug für alle da war. Die neuen Gäste waren überrascht, dass wir Fremde zum Essen einluden. – Ich habe einfach festgestellt, dass beim Essen alle Leute entspannt und offen sind. Das macht es viel leichter, ihnen vom Glauben zu erzählen. So war es auch diesmal. Als ich über Jesus sprach, meinte einer der Gäste, er habe so etwas noch nie gehört. Aber es gefiel ihm so gut, dass er gar nicht mehr weggehen wollte: "Bitte versprich uns, dass du uns auch besuchen kommst. Ich kann mich nicht erinnern, je so gesegnet worden zu sein." Leute, die sich vorher noch nie begegnet waren, wurden an diesem Tag Freunde.

Ich lud diesen Mann und seine Familie zum Kabbalat Schabbat (Schabbatbeginn) eine Woche später ein. Er fragte, was es kosten würde, worauf ich antwortete, dass sie natürlich unsere Gäste seien. Darauf meinte er: "Wir sind Kurden und haben eine grosse Familie. Zuerst müsst ihr uns bei uns zuhause besuchen kommen." Mittlerweile war es Abend geworden, wir hatten uns im rustikalen Untergeschoss des Hauses zurückgezogen und genossen das wärmende Feuer. Die Gäste wollten noch nicht gehen. Das erinnerte mich daran, wie es war, als ich Jesus kennen lernte: Ich besuchte meinen Pastor und seine Frau und wollte auch nicht mehr nach Hause gehen. Später rief der Mann uns an und dankte uns für unsere herzliche Gastfreundschaft.

Wir hatten mehr als 24 Stunden lang Gottes Botschaft mit den Menschen geteilt. Doch statt mich müde und ausgelaugt zu fühlen, fühlte ich mich erfrischt. Mein Herz war voller Freude. Das ist meine und Gilads Berufung: den Leuten Gottes Liebe weitergeben, indem wir den Shabbat mit ihnen verbringen und mit ihnen über Gottes Wort sprechen.

Die Errettung der Israelis ist immer in meinem Herz und Sinn. Wie ihr wisst, habe ich mein Leben dieser Aufgabe verschrieben. Manchmal bin ich enttäuscht, wenn Menschen ihren Messias ablehnen, aber wenn nur eine Person den Herrn annimmt, wird meine Seele mit unaussprechlicher Freude erfüllt, die lange anhält. Deshalb will ich euch hier von jemandem erzählen, den der Herr vor kurzem berührt hat.

Meine Nichte besitzt eine sehr erfolgreiche Kleiderboutique in Rishon LeZion. Sie ist bei vielen Leuten beliebt. Sie kommen nicht nur, um Kleider zu kaufen, sondern auch, um einfach ein wenig bei ihr zu sein.
Vor einiger Zeit besuchte ich sie in ihrem Geschäft und sagte ihr, wie sehr es mich freut, dass sie mit ihrer Boutique solchen Erfolg hat. Da machte sie plötzlich ein langes Gesicht und meinte: "Rachel, dieses Geschäft erfüllt mich nicht. Ich habe alles, was ich je wollte, aber ich fühle nichts – nur eine grosse Leere im Herzen." Ich sah ihr in die Augen und erklärte ihr, sie verdiene etwas Echtes: "Geld kann das Loch in deinem Herz nicht ausfüllen. Du bist so, wie ich war. Ich war erfolgreich im Fernsehen und als Kleiderdesignerin, aber es erfüllte mich nicht. Jeder liebte mich, aber es brachte mir keine Freude."

Und dann erzählte ich ihr, wie ich Jesus entdeckt hatte. Dadurch veränderte sich mein Leben total. Ewiges Leben zu haben, ist das Einzige, was mir tiefe Freude bringt. Alles andere ist vergänglich. Jesus hat die Leere in meinem Herzen ausgefüllt.

Sie griff nach meinem Arm und meinte: "Es wird Zeit. Ich bin bereit, es zu hören. Kannst du am Montag zu mir kommen?" Ich versprach es, gab ihr aber den Auftrag, bis dahin alle ihre Fragen aufzuschreiben. Ich würde dann versuchen, sie zu beantworten.

In den folgenden Tagen rief sie mich jeden Abend an, um mich an unsere Verabredung zu erinnern. Sie sagte, sie wolle unbedingt ihr Leben verändern. Ich jubelte laut vor Freude. Seit 15 Jahren erzählte ich ihr von meinem Glauben, doch sie hatte nie Interesse daran. Und jetzt war sie plötzlich bereit zuzuhören! Danke, Gott! Danke, Jesus! Danke, Heiliger Geist, dass du an ihrem Herz gewirkt hast, als ich schon fast aufgegeben hatte.

Als wir sie am Montag besuchten, hatte sie unzählige Fragen. Bis zwei Uhr nachts versuchte ich, so viele wie möglich zu beantworten. Da nach so langer Zeit der Groschen gefallen war, konnte sie nicht genug erfahren.
Am nächsten Morgen rief sie mich an und erzählte, ihre Traurigkeit sei verflogen. Sie fühle sich voller Energie und unaussprechlicher Freude. Sie wisse gar nicht, was mit ihr geschehen sei. Sie wollte noch mehr erfahren und fragte, wann ich wiederkommen könne. Ich entschied, sie jeden Montag zu besuchen. Sie wollte noch andere Leute dazu einladen, doch ich bat sie, dies noch nicht zu tun, weil ich den Eindruck hatte, dass es zum jetzigen Zeitpunkt wichtig für sie war, zuerst ihre ganz persönlichen Fragen zu besprechen.

Am folgenden Montag studierten wir die Prophetien über Jeschua. Sie war sehr überrascht, dass in Daniel 9 ein Messias verheissen ist, der nicht eines natürlichen Todes sterben würde, der aber sterben müsse. Juden verstehen das in der Regel nicht. Sie war so wissbegierig, dass wir wieder bis spät in die Nacht zusammen sprachen. Ich fragte sie, ob sie sich bewusst sei, dass sie Sünde in ihrem Leben habe, und ob sie wolle, dass der Heilige Geist in ihr Raum einnehme und sie leite. Darauf erzählte sie von einem Traum, in dem Jeschua zu ihr gesagt habe: "Folge mir nach." Als ich sie fragte, ob sie bereit sei, Ihn in ihr Leben einzuladen, sagte sie: "Ja!" Im Gebet bat sie um Vergebung ihrer Sünden und bat Jeschua, in ihr Herz zu kommen. Ich war aufgeregt vor Freude. Auch sie jubelte danach laut und versicherte mir, sie wolle nun ihre Familie im Glauben unterweisen. Sie war so glücklich!

Eine Anmerkung: Manchmal vergesse ich zu erwähnen, dass Gilad bei diesen Diensten dabei ist. Seine Unterstützung ist mir sehr wichtig. Während ich auf Hebräisch mit meiner Nichte sprach, putzte er ihre Wohnung und kümmerte sich um die Kinder. Die ganze Zeit über betete er leise für uns. Gilad ist ein echter Diener Gottes, der die Liebe des Herrn dauernd weitergibt. Die Leute spüren das, selbst wenn er nicht ihre Sprache spricht. Gott hat mir den besten Ehemann und Partner für diesen Dienst gegeben!

An einem Freitag brachte Pinina, die Reiseleiterin, eine Gruppe von 50 Ärzten, Managern und anderen Berufsleuten zu uns, damit ich ihnen etwas über unser 200 Jahre altes Haus, aber auch über mein Leben und seine Veränderung erzähle. Die Gäste assen und hörten zu, doch sie hatten auch viele Fragen. Manche von ihnen glaubten überhaupt nicht an Gott. Deshalb wies ich sie auf die verschiedenen Prophetien über den Messias hin. Einige Leute waren sehr interessiert und wollen wiederkommen.

Pinina fragte mich auch, ob ich eine Geburtstagsparty für eine 80-jährige Frau organisieren würde. So kamen dann 35 Gäste an einem Schabbat zum Mittagessen. Natürlich erzählte ich auch ihnen von Jeschua. Wir sangen zusammen, und alle genossen die Party.

Eines Tages bat mich der Offizier, der sich in der örtlichen Jeschiwa um die jungen Soldaten kümmert, einigen von ihnen meinen Glauben zu erklären. 30 junge Männer einer Sondereinheit kamen zu uns; ich hatte ein Mittagessen für sie vorbereitet. Der Offizier bat mich, von meinem Glauben zu erzählen. Ich sah, dass viele Soldaten eine Kippa trugen, was vermuten liess, dass sie religiös sind. Deshalb begann ich, den Unterschied zwischen messianischer und rabbinischer Lehre zu erklären. Die Gäste stellten viele Fragen. Einige waren sehr skeptisch. Ein junger Mann fragte mich, ob ich erwarte, dass einer von ihnen zu glauben beginne, was ich glaube. Ich antwortete: "Ich warte darauf, dass ganz Israel das glaubt, was ich glaube."
Es gibt immer so viel zu erzählen. Ich schätze es, dass ihr euch die Zeit nehmt, dies zu lesen. Bitte betet weiter für uns, wir brauchen es. Betet, dass viele Israelis sich darüber Gedanken machen, wie sie Vergebung bekommen können, und sich mit Jeschua auseinandersetzen. Betet auch, dass der Widersacher den guten Samen, der ausgestreut wurde, nicht rauben kann, sondern dass der Same Frucht bringt.

Es ist für uns so ermutigend und tröstend, dass wir nicht alleine in diesem Dienst des Herrn stehen, sondern unterstützt von Partnern in der ganzen Welt. Der Herr segne euch reich. Er gebe euch, was euer Herz sich wünscht und schenke euch Früchte eurer Arbeit.

Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. (Phil. 4,19)

In der Liebe des Messias Jeschua verbunden,
Rachel und Gilad

Gaben für Rachel Netanel werden sehr gerne weitergeleitet.

rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.

IMPRESSUM
WEITERE LINKS:

E-MAIL AN REA ISRAEL
SPENDEN