Rundbrief Nr. 112, April 2015

Liebe Israel-Freunde, liebe Beter und Spender


Wie schnell die Zeit doch vergeht! Heute, wenn ich dies schreibe, steht auf dem Kalender: 31. März. Vor zwei Tagen bin ich von der schönen Blumeninsel Madeira zurückgekehrt. 40 Reiseteilnehmer erlebten eine gesegnete, abwechslungsreiche Zeit mit kürzeren und längeren Ausflügen. Aber schon am 19. April geht es mit einer neuen Gruppe von 55 Leuten an den See Genezareth in Israel. Ich freue mich auf Sonne, Wärme und Gemeinschaft, aber noch mehr darauf, die vielen, vielen Spendengelder mitnehmen und weitergeben zu können an die verschiedenen Hilfswerke. Da wird wieder Freude herrschen, und die Teilnehmer unserer Reisegruppe haben erneut das Vorrecht, die Leiter und Pastoren persönlich zu sehen und aus ihrer Tätigkeit zu hören.

Bei dieser Gelegenheit eine wichtige Information: Unser Pastor Shmuel Suran aus Jerusalem, inzwischen 70-jährig, teilte mir mit, er könne seit dem letzten Gaza-Krieg nicht mehr in den Libanon gehen. Israel befürchtet einen neuen Krieg der Hisbollah aus dem Libanon. Darum ist es für Israelis verboten, dorthin zu reisen. Somit kann er auch nicht den syrischen Flüchtlingen mit Geld für Lebens- und andere Hilfsmittel helfen.

Aber er hat noch eine grössere Not, und das können Sie auf den nächsten Seiten lesen: Christen aus dem Irak, die vor den IS-Schlächtern nach Jordanien geflohen sind. Wir haben nun beschlossen, mit den Spenden, die für syrische Flüchtlinge eingegangen sind, diesen armen Christen in Jordanien zu helfen. Sie benötigen Lebens- und andere Hilfsmittel, christliche Literatur usw.

Paulus schreibt, wir sollen in erster Linie den Glaubensbrüdern helfen. Und diese irakischen Christen brauchen jetzt wirklich unsere Hilfe. Nie hätte ich gedacht, dass wir vom Hilfswerk Rea Israel auch einmal solchen Menschen helfen müssten, doch in dieser Situation tun wir das von Herzen gern. Wer Fragen hat, darf mir diese ungeniert stellen, sei es per Mail oder per Telefon.

Aber: Die Hilfe via Pastor Najeeb für die syrischen Flüchtlinge in der Zeltstadt in Jordanien, die funktioniert!

Ihnen, liebe Freunde, wünsche ich Gottes Nähe und Frieden in allen Ihren Lebensumständen. Ich grüsse Sie mit einem herzlichen Schalom,

Rea Israel

Kurt Wenger, Präsident
und das ganze Team

Bitte helfen Sie uns helfen!
Postkonto 60-730528-4




Hilfe für christliche Flüchtlinge aus dem Irak


Als im Juni 2014 die islamistische Organisation ISIS Mosul im Irak eroberte, schmierten die Kämpfer den arabischen Buchstaben „N“ an die Türen und Häuser der Christen (Halbkreis mit Punkt). Dies war der erste Buchstabe des Wortes “Nasrani” (Nazarener), ein arabisches Wort zur Bezeichnung der Christen. Somit hatte man ihre Häuser zur Enteignung markiert und die Menschen entweder zur „Bekehrung“ oder zur „Hinrichtung“ bestimmt. Die IS stellte ein Ultimatum: Alle Christen der Stadt sollten entweder zum Islam konvertieren, eine Steuer bezahlen oder getötet werden. Die meisten der noch 3000 verbleibenden Christen in Mosul flohen aus ihren Häusern. Dies bedeutete das Ende der christlichen Gemeinschaft, die es dort schon seit Jahrhunderten gab!

Diese irakischen Christen haben praktisch alles verloren und flohen aus ihren Dörfern und Städten nur gerade mit ihren Kleidern am Leib und was sie vielleicht sonst noch tragen konnten. Wer es schaffte, floh zuerst nach Kurdistan und danach nach Jordanien!

Ungefähr 14 Kirchen in und um Amman (Jordanien) haben die meisten dieser traumatisierten „christlichen Flüchtlinge“ aufgenommen.

Etwa 130 Flüchtlinge (Männer, Frauen und Kinder) aus Mosul wurden von Pater Ja’ar in die St. Mary-Kirche in Amman aufgenommen. Einige leben in der Kirche, andere in Wohnungen in der Nachbarschaft. Die Frauen wechseln sich beim Kochen ab. Die Zeit verbringen die Flüchtlinge im Innenhof der Kirche oder im gemeinsamen Wohnraum des Obergeschosses des Gotteshauses.

Pater Ja’ar ist ein besonderer Mann. Er kümmert sich um die Flüchtlinge in seiner Kirche und versucht, für die Kosten von Lebensmitteln, Medikamenten usw. aufzukommen. Dazu ist er dringend auf Spenden angewiesen.

Es gibt schätzungsweise 4000 christliche Flüchtlinge in Amman, und weitere 2000 werden noch erwartet.

Im Neuen Testament lesen wir folgende Verse:
„Einer trage des anderen Lasten, so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen“.
„Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden!“
„Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit.“

Gerne möchten wir unseren verfolgten und traumatisierten Glaubensgeschwistern aus dem Irak helfen, die sich nun in der Stadt Amman in Jordanien befinden. WER HILFT MIT?

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

Spenden mit dem Vermerk „Christliche Flüchtlinge Jordanien“, werden gerne an Pater Ja'ar für seine Schützlinge weitergeleitet!