Gründer und Präsident
KURT WENGER


 


Besuch bei "unseren" nach Jordanien geflüchteten syrischen Christen im Februar 2016


Ich, Elizabeth Atteih, und Widad, (Mitarbeiter-Ehefrau in unserer Gemeinde) hatten die Gelegenheit, wiederum Jordanien zu besuchen.

Wir freuten uns zu hören, dass einige der Flüchtlinge bereits in andere Länder weiterreisen konnten. Dort können sie ein neues Leben beginnen, eine Arbeit finden und ein neues Zuhause einrichten. Andere Flüchtlinge befinden sich noch in einem "temporären" Status und warten darauf, von der UNO mitgeteilt zu bekommen, welches Land sie aufnehmen wird.

Nachdem wir am Donnerstagabend angekommen waren, begannen wir die Flüchtlinge anzurufen. Einige antworteten, andere nicht. Was wohl passiert war? Unsere einheimische Helferin Samar wusste, dass jene bereits weitergereist sind.

Die Situation der Flüchtlinge ist noch immer dieselbe. Sie leben in einfach möblierten Wohnungen und bezahlen Miete. Die niedrigste Miete beträgt rund Fr. 500.- (300 jordanische Denare). In manchen Wohnungen hausen zwei Familien gemeinsam. Sie dürfen nicht arbeiten, und die Regierung schickt keine Hilfe. Wir vernahmen, einige Familien seien sogar nach Syrien zurückgekehrt, um Arbeit zu suchen, um ihre Familie ernähren zu können.

Wir freuten uns sehr, unseren bekehrten Bruder A. zu treffen. Wir sehen, wie er im Glauben wächst. Er erzählte uns eine Begebenheit, die uns sehr ermutigt.

Seine Nichte war verletzt durch Schuss-Splitter im Kopf und wurde in ein Krankenhaus in Jordanien eingeliefert. Ihr Ehemann war bei ihr, durfte jedoch mit seiner bewusstlosen Frau die Grenze nicht überschreiten. Bruder A. hörte von dieser Situation und entschloss sich, seine Nichte zu besuchen. Es war ein religiös-islamisches Spital. Der Anästhesie-Arzt stand am Bett und spritzte ihr von Zeit zu Zeit Medikamente gegen die Schmerzen. Der Arzt wollte wissen, wie er mit dieser Frau verwandt sei. Bruder A. antwortete, er sei ihr Onkel. Still stand er neben dem Bett seiner Nichte und betete innerlich. Da fragte der Heilige Geist ihn sanft, was für Ehre Gott bekäme, wenn er nur still im Herzen bete. ‚Herr, was soll ich tun? ', fragte Bruder A. den Herrn. In diesem Moment wurde der Arzt woanders hin gerufen. Nun konnte Bruder A. laut für seine Nichte beten, bis der Arzt zurückkam.

Einen Tag später wurde ihr Ehemann, der nur leicht verletzt schien, ebenfalls in ein Krankenhaus in Jordanien gebracht (nicht dasselbe) und nach einigen Tagen wieder entlassen. Die Nichte konnte nach zwei Wochen das Spital verlassen. Sie erholte sich und reiste zurück nach Syrien. Als sie nach Hause kam, musste sie vernehmen, ihr Ehemann sei an inneren Blutungen verstorben. Im Spital hatte man diese nicht festgestellt.

Dies teilte uns Bruder A. unter Tränen mit, meinte aber, Gott sei doch barmherzig. Nun betet er darum, seine Nichte eines Tages wieder zu treffen, um ihr das Evangelium und das Wunder, das Gott in ihrem Leben getan hat, bezeugen zu können.

Wir besuchten auch Frau H. und eine ihrer drei Töchter. Sie lud uns zum Essen ein und tischte uns eine feine Linsen-Suppe auf. Erneut weinte sie wegen der Situation ihrer Töchter. Eine hatte sie verlassen und lebt bei ihrem früheren Geliebten, eine andere verschwand mit einem Muslim.


Wir besuchten auch Frau R., ihren Mann und ihre kranke Tochter K.. Diese Menschen lieben den Herrn von ganzem Herzen und wachsen im Glauben. Sie baten uns um Gebet für ihre Familie, die Eltern und eine Schwester, die vor ihrem misshandelnden Ehemann floh.

Migration ist ein Prozess in verschiedenen Phasen. In der letzten Phase trifft man sich mit dem Botschafter des Landes, in das man ausreisen möchte. Nur er kann die Auswanderung genehmigen. Bis es so weit ist, dauert es manchmal lange.

Am Tag nach unserem Besuch rief uns Frau R. freudig an, ihre Eltern hätten für den 28. Februar einen Termin beim Botschafter bekommen. Sie bedankte sich für unsere Gebete und bat weiter um Gebet für ihre eigene Familie. Ich ermutigte sie mit der Bibelstelle, wo Freunde einen Gelähmten zu Jesus trugen. Als Jesus den Glauben der Freunde sah, heilte er den Kranken. So dürfen wir uns auch gegenseitig zum Segen sein.

Dann besuchten wir eine Wohnung mit zwei Familien. In nur zwei Zimmern leben fünf Erwachsene und drei Kinder. Ein Bub ist seit seinem dritten Lebensjahr blind. Diese Familie ist katholisch, doch der kleine Blinde hat wirklich einen lebendigen Glauben an Jesus. Er freute sich über das, was wir aus der Bibel erzählten.

Wir spürten, dass bei einer der Ehefrauen etwas nicht stimmte, sie war so traurig. Unsere Helferin Samar lud sie zu unserem Frauen-Treffen für den nächsten Tag ein und bat den Ehemann, seiner Frau den Besuch dieses Anlasses zu erlauben. Schliesslich willigte er ein.

Als sie am nächsten Tag zum Treffen kam, wollte sie mit jemanden über ihren Schmerz sprechen. Unter Tränen erzählte sie, ihr Ehemann sei durch seine Mutter aufgestachelt gegen sie, er sei gewalttätig, sie könne nicht in Frieden leben. Sie hofft, wenn erst einmal in Amerika angekommen, vor ihrem Mann davonzulaufen und wieder bei ihren Eltern zu wohnen.

Die Situation anderer Familien ist oft ähnlich. Ohne Ausnahme gilt jedoch, dass es keine Arbeit und keine staatliche Unterstützung gibt. Einige Christen haben keinen lebendigen Glauben, einige sind hoffnungslos oder warten auf ein Wunder und die Barmherzigkeit des Herrn, um weit weg von ihrer Heimat ein neues Leben in einer noch unsicheren Zukunft beginnen zu können.

Elizabeth Atteih



Hilfe an Wohnungsmiete für christliche Flüchtlinge
Fr.   500.- für einen Monat
Fr. 3000.- für sechs Monate
Fr. 6000.- für ein Jahr





Christliche Flüchtlinge in der TÜRKEI

Wir möchten euch wissen lassen, dass die Situation der irakischen und syrischen Flüchtlinge in der Türkei ähnlich ist wie die im Nahen Osten oder in anderen islamischen Ländern. Da gibt es Leiden, Schmerz, Über-lebenskampf, tiefe Traurigkeit, Armut, Krankheit und eine ungewisse Zukunft. Sie brauchen das Evangelium Jesu, Hoffnung, Liebe, Unterstützung, offene Ohren – sie brauchen eine Umarmung und Liebe.

Letztes Mal besuchte ich (Pastor Najeeb Atteih, Foto nebenstehend) die Türkei mit zwei unserer evangelisti-schen Brüder. Wir suchten nach den Christen – nach gläubigen Flüchtlingen und auch nach Pastoren, die ihre Heimat verlassen mussten. Die meisten kennen jedoch den lebendigen Glauben an Jesus noch nicht. Erst kürzlich kamen weitere gut 40'000 Flüchtlinge aus Syrien in die Türkei. Dort verweilen sie temporär in einer Durchgangsphase, bis sie in ein anderes Land weiterreisen können. Bei einigen geht das schnell, bei anderen dauert es Monate und gar Jahre, bis sie die Immigrationserlaubnis der UNO bekommen.

Die Zeugnisse dieser Flüchtlinge sind herzzerreissend! Es braucht Zeit, all dem Leid zuzuhören. Sie berich-ten davon, wie sie Familienmitglieder verloren, wie Kinder auf der Flucht gestorben sind. Sie erzählen von Vergewaltigung und Totschlag. Wir nehmen Anteil an ihrem Ergehen und beten für sie. Wir erzählen ihnen, wie gross Gottes Liebe ist trotz all dem Leiden. Und der Hunger nach Gott ist gross!

Zusätzlich zu diesem Elend ist die Behandlung durch die Türken schmerzhaft. Sie erleben Rassismus und bekommen weder Hilfe noch Barmherzigkeit. Auch im Islam gibt es missionarische Tätigkeit: Arbeiter Sa-tans, die die ganze Welt zum Islam bekehren wollen. Ihre Haltung gegenüber Nichtmoslems ist degradie-rend. Christen haben keinen Wert, ganz einfach, weil sie keine Moslems sind.

Es fehlt nicht nur an Finanzen, sondern auch an Medizin, Kleidung, Öfen und grundlegenden Dingen für das tägliche Leben.

Und es fehlt an Mitarbeitern, die ein Ohr und Herz für diese Menschen haben. Um diesen Dienst beginnen zu können, brauchen wir vier Mitarbeiter. Es ist hier wirklich eine wunderbare Möglichkeit, die Botschaft der Erlösung von unserem Herrn Jesus Christus verkünden zu können.

"Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Mat. 28,19-20

Der Herr zeigt uns die Not. Er legt sie uns aufs Herz, und Er weiss, dass wir uns in diesem Dienst einsetzen und die uns anvertrauten Gaben dazu gebrauchen können.

In seiner Gnade, Pastor Najeeb Atteih im Februar 2016

Nachtrag von Kurt Wenger: Ich habe mich erkundigt, wie viel ein Mitarbeiter kosten würde und bekomme folgende Antwort: Für Reise (Flug), Versicherung, Essen, Übernachtung mit Frühstück, Durchführen von Anlässen, Reisen innerhalb des Landes = grob geschätzt rund CHF 7'200.- im Jahr.

Unterstützung pro Mitarbeiter:
1 Monat: Fr. 600.- / 6 Monate: Fr. 3'600.- / 1 Jahr: Fr. 7200.-
Auch Gaben für Öfen, Kleidung, Medizin usw. werden gerne weitergeleitet.






Die weltweite Rückwanderung der Juden nach Israel

Ebenezer — Operation Exodus
Ein christlicher Dienst, der jüdische Menschen bei ihrer Rückkehr nach Israel unterstützt.

Seit 25 Jahren besteht der internationale christliche Dienst von Ebenezer Operation Exodus und durfte bisher über 150'000 Juden bei der Rückkehr nach Israel behilflich sein. Das waren Menschen aus jeglichen Schichten und Altersgruppen. Ebenezer-Büros und Teams gibt es mittlerweile in über 50 Ländern.

Allein im vergangenen Jahr 2015 kehrten weltweit über 30'000 Juden zurück nach Israel. Die meisten kamen aus Frankreich (7'900), gefolgt von solchen aus der Ukraine (7'000) und Russ-land (6'600). Die israelische Regierung rechnet in diesem Jahr mit einer Rückwanderung aus Frankreich von ca. 10'000 Personen.

Die Gründe sind unterschiedlich. Angesichts des zunehmenden Antisemitismus sehen viele schlichtweg keine Zukunft mehr für sich. Und wiederum andere möchten einfach ihr Jüdisch-Sein in Friede leben können, in einem Land, das ihre Heimat ist.

Es ist Gott, der Allmächtige, der Sein Volk zurück nach Hause bringt und den göttlichen Wunsch dazu in ihre Herzen legt: "Und ich werde sie herausführen aus den Völkern und sie aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land kommen lassen"…Hesekiel 34,13.

Ebenezer unterstützt und hilft jüdischen Menschen beim Besuch zum Archiv, Konsulat, zur Do-kumentenbeschaffung, beim Transport zum Flughafen und vielem mehr und hilft auch finanziell wo nötig. Auch humanitäre Hilfe gehört dazu.

Gott braucht uns als nichtjüdische Nationen, um Sein Volk zu segnen und ihnen bei der Heimkehr nach Israel beizustehen: Jesaja 49,22. Interessant ist auch die Bibelstelle aus Jesa-ja 60,8-9:

"Wer sind diese, die wie eine Wolke geflogen kommen und wie Tauben zu ihren Schlägen … um deine Kinder aus der Ferne zu bringen"… Die "Tauben" sind die heutigen Flugzeuge – Erfüllung von Prophetie!

Es ist ein Vorrecht, sich vom Gott Israels in diesem göttlichen Auftrag gebrauchen zu lassen durch praktische und finanzielle Hilfe sowie im Gebet.
Zusammengestellt von Silvia Pfeil
                      
(Zusammengestellt von Silvia Pfeil)


Rea Israel unterstützt diesen kostbaren Dienst. Spenden für Ebenezer werden gerne weitergeleitet.






Beth Netanel News


Liebe Freunde und Partner

Schalom und Gottes Segen! Es ist einige Zeit vergangen seit dem letzten Rundbrief, und ich möchte einige Geschichten weitergeben, die die Güte Gottes zeigen. Ich bin an jedem Ort, wohin ich gehe, offen für die Möglichkeit, von meinem Glauben zu erzählen – sei es im Kosmetikgeschäft, im Supermarkt, im Café oder natürlich bei uns daheim. Hier einige Beispiele.

Im vergangenen Monat kamen an einem Freitagnachmittag einige internationale Journalisten für ein Interview zu uns nach Hause. Das israelische Tourismus-Ministerium hat schon einige Male Reporter zu uns geschickt. Sie kamen aus Italien, Deutschland, Russland und Spanien und wollten mehr erfahren über unser ungewöhnliches Haus. Ich erzähle ihnen dann jeweils, dass es der Zeit Jesu nachempfunden ist, was sie erstaunt. Sie fragen dann, was das mit einer Jüdin zu tun habe. Das gibt mir die Gelegenheit, von meinem Glauben zu erzählen. Diesmal wurde die Gruppe von zwei Israelis begleitet, einem Wächter und einem Reiseleiter. Die beiden waren fasziniert, besonders als sie den schon gedeckten Schabbat-Tisch sahen. Sie wollten gar nicht mehr gehen, obwohl die Tour vorbei war und die Journalisten wieder in ihren Bus einstiegen. Deshalb lud ich die beiden ein, einmal mit ihren Familien zu uns zu kommen, wenn sie mehr Zeit haben.

Als Gilad und ich in einem Café in Ein Kerem sassen, zog unser Hund die Aufmerksamkeit von zwei Kindern auf sich, die mit ihm spielen wollten. Wir kamen mit ihrem Vater ins Gespräch. Er fragte, ob wir in Ein Kerem wohnten und was wir machten. Ich erklärte, dass wir ein Zentrum leiten, in dem über das Jude-Sein Jesu gelehrt wird. "Sie können mitkommen und es sich anse-hen, wenn Sie wollen", lud ich sie gleich ein. Alle drei kamen mit, und wir sprachen mehr als zwei Stunden lang miteinander. Mittlerweile hatte die Ehefrau ihre Einkäufe erledigt und rief ihren Mann an, wo er denn geblieben sei. Ich hörte, wie er ihr erklärte, er sitze im Garten Eden und höre Dinge vom Himmel, und sie müsse unbedingt auch kommen, weil all dies so etwas Besonderes sei.

Einmal gingen wir auf dem Weg zu meinem Bruder, der in Netanja wohnt, in einem Garten-center einkaufen. Wir waren erstaunt, als ein sehr freundlicher Mann uns anbot, die Einkaufstü-ten zum Auto zu tragen. Er sagte, es sei wunderbar, so nette Leute zu treffen, und fragte, woher wir kämen. Wir luden ihn zu uns nach Ein Kerem ein und sprachen noch eine Weile darüber, was es bedeutet, messianische Jüdin zu sein. Er will uns mit seiner Frau zusammen besuchen.

Wegen der verschiedenen Terroranschläge haben viele Geschäftsbesitzer weniger zu tun als üblich, weil die Leute aus Angst öffentliche Plätze meiden. Als ich deshalb in unserer örtlichen Apotheke vorbeiging und eine junge Frau recht gelangweilt herumstehen sah, begann ich mit ihr eine Unterhaltung. Als sie mich fragte, was ich mache, erklärte ich, ich sei messianische Jü-din. Sie wollte mehr darüber erfahren und fragte anschliessend, was ich von der Situation in der Welt halte und wie das wohl alles herauskomme. Eine andere junge Frau gesellte sich zu uns. Ich erzählte ihnen von den biblischen Prophetien, und wie Jesus viele von ihnen erfüllt habe, und dass er auch in der Endzeit relevant sein werde. Ich erklärte ihnen, wie wichtig Jesus in den vergangenen 2000 Jahren gewesen war, und dass dies noch verstärkt für die Zukunft gelte. Weil das Thema so weitläufig war, konnte ich es nicht fertig ausführen und lud sie zu uns nach Hause ein. Ich bete, dass sie kommen werden.

Im letzten Rundbrief schrieb ich über die Leute, die Gilad und mich an Jom Kippur aus der Synagoge geworfen haben. Vor ein paar Wochen trafen wir uns mit dem Leiter der Yeschiwa (Bibelschule), die zu dieser Synagoge gehört. Er fragte uns, weshalb wir nicht mehr zur Syna-goge kämen. Als wir ihm den Grund nannten, war er schockiert. Er sagte, er wolle mit all seinen Yeschiwa-Studenten zu uns nach Hause kommen. So kamen sie an einem Dienstag zum Mit-tagessen zu uns, und ich erzählte ihnen von Jesus. Die meisten Studenten waren sehr jung und sehr interessiert an allem, was ich sagte. Sie luden uns zu einem ihrer Feste ein, damit sie sich für unsere Gastfreundschaft revanchieren und noch ausführlicher mit uns sprechen könnten.

Vor kurzem führte eine religiöse Familie in unserem Haus eine Bat Mizwa-Feier mit 26 Gästen durch (Feier der religiösen Mündigkeit eines 12-jährigen Mädchens). Die Grossmutter des Mäd-chens ist Innenarchitektin und war fasziniert von unserem Haus. Sie will nochmals vorbeikom-men und einige Freunde mitbringen.

Eine Schwiegertochter arbeitet in einer High-Tech-Firma in Haifa. Mit einigen Arbeitskollegen musste sie an einer Sitzung in Jerusalem teilnehmen und fragte mich, ob sie zum Mittagessen zu uns kommen könnten. Ich bereitete eine ganz besondere Mahlzeit vor und dekorierte den Tisch festlich. Während sie dann assen, erzählte ich von meinem Glauben. Ein junger Mann wurde davon so berührt, dass er mit seiner Frau wiederkommen will. Liebe Freunde, es ist wirk-lich erstaunlich, welch besondere Atmosphäre beim Essen entsteht, so dass viele Leute mit of-fenem Herzen zuhören.

Wie ihr bestimmt alle wisst, leiden wir hier unter den Terroranschlägen. Aber nicht nur die Ju-den leiden, sondern auch die Araber, denn sie sind wirtschaftlich betroffen, und auch sie haben Angst. Ein Araber, der seit etwa zehn Jahren immer wieder Unterhaltsarbeiten für mich aus-führt, fürchtete sich wegen der Gewalt, zu mir zu kommen um zu arbeiten. Deshalb musste ich ihn an der Grenze zu Bethlehem abholen. Er arbeitete drei Tage lang am Haus und übernachte-te hier. Er kannte meine Bedingung, dass wir zusammen in der Bibel lesen. Wir studierten das Matthäus-Evangelium und sahen uns den Jesus-Film auf Arabisch an. Eines Tages schaute er mich mit einem überraschten Gesichtsausdruck an und meinte: "Ich will nicht mehr Muslim sein! Ich wurde als Muslim geboren, aber weshalb muss ich Muslim bleiben?" Ich sah, dass etwas wirklich sein Herz berührt hatte. Ich weiss, wie sehr er sich fürchten muss, denn ein Muslim, der sich einer anderen Religion zuwendet, steht unter Lebensgefahr, deshalb ist das für ihn eine extrem schwierige Entscheidung. Ich fragte ihn, ob er glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Denn im Islam gilt das Dogma, dass Gott keinen Sohn hat, dies darf nicht einmal ausgesprochen werden. Er antwortete, wenn Jesus nicht von einem Mann gezeugt worden sei, dann müsse er wohl Gottes Sohn sein. Dann sei es für Gott auch ein Leichtes gewesen, Jesus von den Toten aufzuerwecken. In seinen Augen sah ich, wie Gottes Licht zu leuchten begann. Deshalb schlug ich ihm vor, mit ihm zusammen eine arabische Gemeinde in Bethlehem zu besuchen, und er stimmte zu.

Vor einiger Zeit traf ich in Tel Aviv eine Freundin, die ich schon lange nicht mehr gesehen hat-te. Sie besuchte mich dann mit zwei Freundinnen in Ein Kerem, und ich erzählte von meinem Glauben. Nach dem Abendessen blieben sie noch bis spät in die Nacht. Sie luden mich ein, sie an einem Freitag in Tel Aviv zu besuchen, um noch mehr von ihren Freunden kennen zu lernen. Natürlich nahm ich diese Einladung gerne an. Es waren acht weitere Personen dort. Ich sah ihnen an, dass sie sich danach sehnten, die Leere in ihren Herzen zu füllen. Wir unterhielten uns sechs Stunden lang, und danach lud ich sie in die messianische Gemeinde von Pastor Asher in Tel Aviv ein. Sie kamen gleich mit und fühlten sich in einer anderen Welt. Sie waren richtig glücklich dort. Ich lud sie ein, an einem Schabbat zu uns nach Hause zu kommen. Sie kamen dann mit zwei weiteren Freundinnen, also zu zehnt. Ich kochte marokkanisches Essen für sie, und wir hatten eine besondere Zeit zusammen. Während Chanukka kamen sie noch-mals, diesmal waren es 15. Ich lehrte über die Bedeutung von Chanukka und schlug den Bogen zum Glauben an Jesus.

Liebe Freunde, ich sende euch viele Segensgrüsse. Möge das Jahr 2016 gefüllt sein mit göttli-chen Begegnungen, Licht, Frieden und Erfolg in allem, was ihr tut. Möge Jesus euer Licht sein und allen Menschen offenbar werden, die euch begegnen.

In der Liebe des Messias Jeschua verbunden,

Rachel und Gilad


Gaben unter "Rachel Netanel" geben wir sehr gern an sie weiter.






Ofen, Lampen, Strom = wertvolle Bestandteile der Evangelisation im Haus Netanel


Rachel und Gilad Netanel bewohnen ein Haus in Jerusalem. Rachel stammt aus einer religiösen jüdischen Familie. Doch sie erlebte Jesus und versteht es nun grossartig, den Israelis – Juden und Arabern – die Bibel in ihrem kulturellen Kontext weiterzugeben. Sie ist Evangelistin mit Leib und Seele und lädt viele Menschen zu sich nach Hause ein. Wöchentlich treffen sich verschiedene Gruppen im Beth (Haus) Netanel. Neben der Schabbatfeier gibt es eine Bibelstudiengruppe, kleinere Treffen und persönliche Gespräche. Üblicherweise gibt es bei diesen Treffen auch etwas zu essen.

Das Bild oben zeigt den Ofen im Untergeschoss. Dieser wurde vor ein paar Jahren von Rea Israel (durch Sponsoren) finanziert. Das ist eine ganz tolle Sache, denn das Untergeschoss wäre im Winter sonst zu kalt für Anlässe. Rachel und Gilad freuen sich immer wieder über die wohlig warme, gemütliche Atmosphäre.

Zusätzlich musste die elektrische Einrichtung im rustikalen Untergeschoss erneuert werden, da das Netz vorher oft zusammenbrach. Auch da half Rea Israel durch Sponsoren tatkräftig mit.

Durch das neue Stromnetz können nun die Räume geschmackvoll beleuchtet und ebenfalls der Kochherd für die Gäste in Betrieb genommen werden. Die Schabbat-Treffen erleben nun keine Strompannen mehr. Auch dafür sind Rachel und Gilad sehr dankbar.


Zusammengestellt von Silvia Pfeil





Messianische Schule: Makor Ha Tikvah in Jerusalem
Cookie Schwaeber-Isson, Direktorin


Betet um Frieden für Jerusalem — wir stehen unter Angriffen!
Viele von Ihnen werden von den wiederholten Terrorattacken gelesen oder gehört haben, von denen einige ganz dicht bei unserer Schule geschehen sind. Eine erhebliche Anzahl dieser Angriffe wurde von palästinensischen Jugendlichen begangen, die zuvor tief indoktriniert worden sind, Juden zu verletzen oder gar zu töten, sei ihre höchste Berufung. Die wahre Tragödie liegt darin, dass diese jungen Menschen ihre Energie zum Zerstören und Morden einsetzen und wenn nötig auch ihr eigenes Leben dabei opfern. Welch ein fundamentaler Unterschied zum überfliessenden Leben, das unser Heiland uns durch seinen eigenen Tod gab! Wenn Sie für den Frieden Jerusalems beten, der hier wieder einkehren möge, sowie für unsere Mitbürger, damit sie wieder in Frieden und Ruhe leben können, bedenken Sie, dass die Prophezeiung aussagt, dass das Wort des HERRN von JERUSALEM ausgeht und weltweite Errettung bringen wird. Vielleicht ist dies der Grund dafür, dass Satan diese Stadt so heftig angreift. Bitte beten Sie um Frieden für Jerusalem. Möge Gott barmherzig sein mit seinem Land, seinem Volk und seiner geliebten Stadt.

Brief unserer Direktorin:
Wenn ich an die vielen neu eingewanderten Kinder denke, die wir dieses Jahr aufgenommen haben, bin ich oft überrascht, wie gut sie empfangen und akzeptiert werden und auch in unserer Schule integriert werden. Als junge Lehrerin — mehr als 20 Jahre ist es her – erinnere ich mich an mein Unterrichten an einer israelischen Schule, in der fast die gesamte Schülerschaft aus geborenen Israelis bestand, deren Sprache Hebräisch war. In jenem Jahr kam neu zu uns ein zehnjähriges russisches Mädchen namens Anna, das noch kein Hebräisch sprach. Sie war ein wunderbares, süsses Kind, aber sie wurde gemieden und verbrachte ihre ganze Schulzeit allein. Niemand wollte etwas mit ihr zu tun haben.
Hier an Makor HaTikvah werden Kinder, die neu in die Schule kommen, vom ersten Tag an von anderen Kindern angesprochen. Man möchte mit ihnen spielen und interessiert sich für sie. Ich sehe das jeden Tag in den Pausen. Es ist so erfreulich zu sehen, wie diese neuen Kinder sich sofort zuhause fühlen, was ihnen die nötige Motivation gibt, die Sprache und Kultur zu lernen.
Die Akzeptanz von so viel Neuem setzt bei unseren Schülern freilich ein gewisses Selbstwertgefühl voraus. Wenn Schüler sich gut fühlen, können sie andere grosszügig annehmen, die anders sind als sie selbst. Tatsächlich betete heute Morgen ein Schüler für eines der neu eingewanderten Kinder, es möge schnell Hebräisch lernen. Genau dieses Sich-umeinander-Kümmern ist die Saat, die wir in unsere Schüler säen.
Es ist aber auch die Frucht Ihrer Arbeit, da Sie weiterhin in Makor HaTikvah investieren. Sie helfen damit, diese Atmosphäre zu ermöglichen. Welch ein Segen für diese Kinder!

Mit grosser Dankbarkeit
Cookie Schwaeber-Issan Direktorin,
Makor HaTikvah - messianische hebräische
Tagesschule, und alle Mitarbeitenden


Mehl und Öl wurden nicht alle — das Elia-Prinzip gilt noch!
Es ist kein Zufall, dass wir in unserer Morgenandacht das Leben des Propheten Elia studieren. Als die Geschichte von seiner Bitte an die Witwe erzählt wurde, sie möge zuerst ihm ein Mahl aus dem kleinen Rest von Mehl und Öl bereiten sowie ihr prophezeiend, es würde ihr bis zum Ende der Dürre nicht an Mehl und Öl mangeln, konnte ich nicht anders, als dieses Prinzip auch für unsere Schule anwenden.

Während fünfzehn Jahren segnete uns Marsha Smith, eine begabte Beraterin und Sozialarbeiterin. Sie schenkte uns von ihrer Zeit, indem sie Schülern half, die vor schwierigen Herausforderungen oder Situationen standen. Dieser kostenlose Dienst kam nun aufgrund gesundheitlicher Probleme und Pensionierung zu einem plötzlichen Ende.
Doch unser Herr sorgte bereits für einen wundervollen Ersatz in Person von Dina. Sie ist eine gläubige Psychologin und wurde dieses Jahr Mitglied unseres Kollegiums. Gottes Fürsorge ist eine unübersehbare Erinnerung daran, dass Er uns niemals unversorgt lässt.
Wir möchten hier Marsha danken für die vielen Jahre ihres hingebungsvollen Dienstes, den sie Makor Ha Tikvah geschenkt hat und wünschen ihr Gottes reichsten Segen in ihrem nächsten Lebensabschnitt.

Wie lernen neu immigrierte Schüler Hebräisch?
In den meisten israelischen Schulen sitzen neu eingewanderte Schüler hilflos in den Klassenzimmern und lauschen einer ungewohnten, fremden Sprache mit wenig Hilfe oder gar keiner persönlichen Aufmerksamkeit, die ihren Anfang in der Welt der hebräischen Sprache ein bisschen freundlicher gestalten würde.
So ging es auch Sharon, unserer Lehrerin der ersten Klasse, die im Alter von zehn Jahren nach Israel eingewandert war. Ihre Schule im Tel Aviver Stadtteil Bat Yam bot keine Ulpan-Klasse an (intensiver Hebräisch-Unterricht), weshalb sie gegen die zwei Jahre brauchte, um im Unterricht mitzukommen. Wie anders ist hier Makor HaTikvah, wo nicht nur die Klassen kleiner sind, nämlich 6 – 12 Kinder, sondern wo wir zusätzlich einen Hebräisch-Unterricht anbieten.
Wir sind begeistert, seit diesem Jahr Hodaya bei uns zu haben, eine ausgebildete Lehrerin, die sich um die Schwierigkeiten dieser neu eingewanderten Schüler kümmert.

 

Unsere neuen Mitarbeiter

Tamir ist geprüfter Sonderschullehrer, der seit diesem Jahr zu uns gehört. Er wird im Einzelunterricht mit besonderen Schülern arbeiten. Tamir ist seit 16 Jahren stark im Glauben und Vater von vier Kindern. Zurzeit arbeitet er an seinem Master über Lernschwächen. Wir sind sicher, dass er eine grosse Bereicherung für unsere Schule sein wird.

 


Dina In unserer Suche nach einer geeigneten Person für unsere Psychologenstelle wurden wir mit Dina gesegnet, die seit fünf Jahren ihr Leben in Israel führt, nachdem sie einen Israeli geheiratet hat. Sie hat selbst zwei Mädchen. Wir glauben, dass Dina eine grossartige Ergänzung unseres Teams sein wird und auch die Bedingungen des Erziehungsministeriums erfüllt, gemäss welchem wir eine voll ausgebildete Psychologin an unserer Schule haben müssen



Yael ist unsere neue muttersprachliche Englischlehrerin. Sie emigrierte mit ihrer Familie vor fünf Jahren aus den USA, wo sie als Grundschullehrerin gearbeitet hatte. Zudem verfügt sie über ein Diplom in Psychologie. Sie und ihre Familie in unserem Team zu haben, betrachten wir als Segen.




Zweimal abgelehnt, zweimal erwählt
Eine ergreifende, schöne Geschichte, geschrieben von einem unserer Elternpaare über den Segen der Adoption von Kindern, kann über unsere Webseite www.makorhatikvah.org eingesehen werden. Klicken Sie dazu auf "Articles".

Patenschaft für Schüler
In diesem Jahr haben wir mindestens zwölf Schüler, deren Familien nicht in der Lage sind, ihre monatliche Schulgebühr von CHF 210.- zu bezahlen. Vor einigen Jahren starteten wir unseren Joseph Reserve Scholarship Fonds für diesen Zweck. Leider sind die Mittel des Fonds fast verbraucht. Falls Sie sich angesprochen fühlen, einer dieser leidenden Familien zu helfen, wäre dies wunderbar, damit ihr Kind weiterhin die Schule besuchen kann.

Ganz besonderen Dank sprechen wir der Internationalen Christlichen Botschaft (ICEJ) aus für die Überlassung von 10 Laptops, die nun bei uns eingesetzt werden. Das ist wirklich ein grosser Segen für uns, und wir sind auch dankbar für Ihre beständige Hilfe, die Sie uns jedes Jahr zukommen lassen.

Wie Sie uns helfen können:

Ohne Ihre konstante Hilfe bei Projekten wären wir nicht in der Lage, den Bedürfnissen unserer Schüler nachzukommen.

Patenschaften
Zwölf Kinder benötigen finanzielle Hilfe: Fr. 210.- pro Kind/Monat oder jährlich Fr. 2520.-

Überwachungskameras
Wir beabsichtigen, mehr Kameras anzuschaffen, damit die Sicherheit für Schüler und Personal erhöht wird. Oben im Computerraum bestand bereits eine Kamera, nur installierten wir auch eine unten beim Eingang.

Schul-Ausflugsfahrten
Es gibt den Bedarf an Schulfahrten, doch jede Busfahrt ist mit Kosten von womöglich mehreren Tausend Shekeln verbunden, besonders wenn das Fahrziel weit weg ist.

Steuerschuld
In den vergangenen Jahren hatten wir eine ständige Steuerschuld, die auszugleichen wir uns anstrengten. Bisher schafften wir es, beinahe die Hälfte davon abzutragen, so dass nur noch etwa CHF 29'000.- offen sind. Wir freuen uns auf den Tag, an dem wir völlig schuldenfrei sind!

Renovierung der Elektroinstallation
Wir müssen einige Arbeiten an der Elektroinstallation ausführen lassen, damit unsere Schule weiterhin den Vorschriften entspricht und für unsere Schüler sicher ist.

Renovierungen im Schuljahr 2016
Wir begrüssen jede Unterstützung für die in jedem Jahr unvermeidliche Arbeit.

Medienraum und IT-Abteilung
Wir mussten für unsere Medien/IT-Abteilung einen Raum bereitstellen, bevor das Schuljahr 2015/16 anfängt. Helfen Sie uns bitte, die Kosten zu tragen.




Gaben für diese messianische Schule leiten wir sehr gerne weiter.