Gründer und Präsident
KURT WENGER


 

Ein Viertel der Senioren muss im Winter frieren

 

KEIN GELD
März 2012

Etwa 27 Prozent der Senioren in Israel können es sich in diesem Winter nicht leisten, ihre Wohnung genügend zu heizen. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts „Geocartography Group“ hervor, die von der christlich-jüdischen Organisation „International Fellowship of Christians and Jews“ (IFCJ) in Auftrag gegeben worden war.

IFCJ-Gründer Rabbi Jechiel Eckstein bezeichnete die Ergebnisse als „schockierend, aber nicht überraschend“. „Wir waren in den vergangenen zehn Jahren jeden Winter draussen und haben die Schwierigkeiten der Älteren gesehen, und wir haben Zehntausenden Menschen geholfen.“

Der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge will die IFCJ am heutigen Mittwoch an rund 15‘000 bedürftige Senioren Schecks im Wert von umgerechnet 100 Euro verteilen.

Laut dem Bericht haben sich die Strompreise seit dem 1. Februar in Israel um 6,6 Prozent erhöht. In den vergangen sechs Monaten seien sie um insgesamt 20 Prozent gestiegen.

Die meisten Senioren erhalten der Tageszeitung zufolge eine Grundrente von umgerechnet rund 300 Euro für eine Einzelperson und 450 für ein Paar. Diese Beträge reichten nicht aus, um alle Lebenshaltungskosten zu decken, so Rabbi Eckstein. Die Alten seien oft dazu gezwungen, zwischen dem Heizen der Wohnung und Lebensmitteln zu entscheiden.



Steht Israel vor einer Massenarbeitslosigkeit?

 

TACHLES
Nov. 2011

Im Tachles vom 18. November erschien ein zweiseitiger Artikel zum Thema:
Steht Israel vor einer Massenarbeitslosigkeit? Darin stellt das Exportinstitut fest: „Jeder Rückgang im Weltwirtschaftswachstum drückt im gleichen Ausmass auf die israelischen Exporte.“

Es ist schon so: Durch die Globalisierung ist die ganze Welt wie ein grosses Dorf geworden, alles hängt voneinander ab. Wenn z.B. Chinas Wirtschaft hustet, bekommen wir gleich eine Lungenentzündung. Auch die Eurostaaten sind stark vernetzt. Ein Land, das in Not gerät, zieht die anderen Länder mit sich. Obwohl die Schweiz nicht zur EU gehört, sind auch wir davon betroffen und leiden mit.


(Aus der Zeitschrift Tachles Nr. 48 vom  2. Dez. 2011 gebe ich nebenstehenden Text wieder.)


ARMUT

 

TACHLES
Dez. 2011

ZU WENIG ZU ESSEN
19 Prozent aller israelischen Familien, also fast ein Fünftel, sind besorgt darüber, nicht genug Essen auf den Tisch bringen zu können. Weitere zehn Prozent leiden effektiv Hunger, während weitere zwei Prozent schwere Hungerphänomene haben. Zu diesen Schlüssen gelangt eine Umfrage der Nationalversicherung, die am Dienstag anlässlich der Sderot-Konferenz zu sozialen Fragen veröffentlicht wurde. 19 bis 20 Prozent der Familien verdienen ein Einkommen, das sie unter die nationale Armutsgrenze drückt, und zwölf Prozent der Familien erhalten jeden Monat Hilfe von Verwandten oder Freunden. Alles in allem leiden in Israel derzeit rund 450‘000 Familien unter einer sogenannten „Nahrungsmittel-Unsicherheit“. Shelly Yechimovich nannte an der Konferenz die Zahlen der Umfrage einen „Warnschuss ins Gesicht von Netanyahu“. Die vom Regierungschef unterstützte „Dschungelwirtschaft“ verurteile die Aermsten zu einem Leben in Armut und zu einem Kampf ums blosse Ueberleben.

(JU)


Ägypten: 75’000 Christen beten gemeinsam

 

AEGYPTEN



Auf der Kairoer Müllkippe leben Tausende von Menschen inmitten sich auftürmender, erbärmlich stinkender Müllhäufen. Diese Ärmsten der Armen leben von der Müllsortierung, und viele von ihnen sind gläubige Christen. Sie haben sich aus dem Berg eine Versammlungsstätte ausgehöhlt, diese weithin bekannte „Höhlenkirche“ hat 20‘000 Sitzplätze. In die Höhlenwände haben sie biblische Szenen und Bibelverse auf Arabisch eingraviert. Ein bewegender Anblick!


Hier fand am 11. November eine Gebetsnacht statt. 75‘000 Menschen aus dem gesamten christlichen Spektrum waren gekommen, um für ihr Land zu beten. Dies war das erste Mal überhaupt, dass Leiter aus allen Denominationen zu einem solchen Treffen zusammenkamen. Oben auf dem Berg waren Grossleinwände aufgestellt, so dass jeder Beter aktiv teilnehmen konnte. Mit erhobenen Händen und Tränen in den Augen, den Blick gen Himmel gerichtet, beteten sie Jesus an. Sehen Sie selbst: http://www.youtube.com/watch?v=q62ZcqIukfI

Hoffnung für Strassenkinder
Strassenkinder sind in Kairo ein enormes Problem. Christliche Geschäftsleute der Stadt setzen ihnen ein Zeichen der Hoffnung: Sie gründeten und finanzieren ein Haus, in dem Strassenkinder Hilfe finden. Leider kann nicht jedes heimatlose Kind aufgenommen werden, sondern nur „die schlimmsten Fälle“ – Kinder, die von der Mafia zum Betteln gezwungen werden. Einige dieser Kinder wurden als Baby aus ihren Familien „gestohlen“. Manchen von ihnen wurden die Beine gebrochen, um diese zu deformieren und so mehr Einkommen zu erzielen. Dazu haben die meisten dieser Bettelkinder Verletzungen und Brandwunden – die Strafe für zu geringen Bettelerfolg. Jetzt sind sie in der Obhut von Christen und erhalten Schulbildung.

Ägypten braucht Gebet.
Politisch und gesellschaftlich geht es in Ägypten zurzeit sehr chaotisch zu. Zwischen dem Militär und den Revolutionsführern tobt ein Machtkampf. Das Militär versucht, auch während der Wahlen noch einigermaßen die Kontrolle zu behalten; die Hardliner verlangten, dass das Militär sich noch vor Beginn der Wahlen am 28. November vollständig aus der Politik zurückziehen sollte.
Der International Prayer Council, eine weltweite Kooperative von Gebetsbewegungen, ruft zu ernstlichem und anhaltendem Gebet für Ägypten auf. „In dieser bewegten Zeit braucht Ägypten dringend unser ernsthaftes, anhaltendes Gebet. Wir beten um Gottes Frieden und dass
Seine Ordnung wiederhergestellt wird, dass integre, gute Politiker gewählt werden und dass nicht Extremisten und radikale Moslems an die Macht kommen. Beten Sie, dass böse Mächte (geistliche und menschliche) gebunden werden und um Schutz für die Nachfolger Jesu Christi inmitten des Tumults. Möge für Ägypten ein neuer Tag anbrechen – durch Gottes Gnade und Barmherzigkeit und unser vereintes Gebet!“
Quelle: Wolfgang Fernandez, John Robb, Andrew Jones

Im Internet ist zu finden, dass es Spendenorganisationen gibt, die Hunderte von Millionen Franken horten. Gemäss Andreas Blütsch haben am 5. Dezember 231 Personen einen Kommentar geschrieben, was sie über solche Organisationen denken, die Spendengelder in Cash oder Wertschriften für kommende schwierige Jahre anlegen.

Da dürfen wir von Rea Israel mitteilen, dass wir nie Reserven gebildet haben. Was an Geldern hereinkommt, wird laufend nach Israel weitergeleitet. In diesem Herbst fuhren sowohl Reichenbachs wie ich mit Reisegruppen ins Heilige Land und nahmen so gut wie alles vorhandene Geld mit, um es dort teils zweckbestimmt, teils unter der Leitung des Heiligen Geistes auszuhändigen.

Liebe Spenderinnen, liebe Spender. Sie sind bei uns am richtigen Ort. Wir horten kein Geld, legen nichts an der Börse an –  wir geben es weiter. Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.
Wir wünschen jedem Leser trotz der weltweiten Not, die uns tagtäglich durch die Medien in die Häuser geliefert wird, eine besinnliche und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Jesus ist Sieger! Halten wir uns weiter an IHN!
Bleiben Sie gesund und erfahren Sie Gottes reichen Segen im neuen Jahr!

Rea Israel

Kurt Wenger, Präsident


Das jüdische Volk kehrt heim nach Israel!

 

HEIMKEHR



Ebenezer — Operation Exodus ist ein christlicher Dienst, der jüdische Menschen bei ihrer Rückkehr nach Israel unterstützt: www.operation-exodus.org

Während der Herbstreise 2011 mit Kurt Wenger besuchte Shirley Lawrenson unsere Reisegruppe, und sie erhielt von Rea Israel auch eine Spende. Sie ist Mitarbeiterin im Ebenezer-Büro in Jerusalem. Anschaulich und packend erzählte sie aus ihrer Arbeit mit den Neueinwanderern, denen sie mit Rat und Tat zur Seite steht, damit sie im Land Wurzeln schlagen können. Seit Gründung des Dienstes von Operation Exodus im Jahre 1991, konnte die Organisation mit Gottes Hilfe über 130‘000 Juden bei ihrer Rückkehr in ihr Heimatland helfen.

„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Vom Sonnenaufgang her werde ich deine Nachkommen bringen, und vom Sonnenuntergang her werde ich dich sammeln. Ich werde zum Norden sagen: Gib her! Und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring meine Söhne von fern her und meine Töchter vom Ende der Erde!“  Jesaja 43:5-6

In unseren Tagen gehen diese Worte des Propheten in Erfüllung. Doch Gott braucht Menschen dazu, die mit ihm in dieser Rückführung zusammenarbeiten. Ebenezer — Operation Exodus ist aktiv dabei, die Juden aus allen Nationen nach Hause zu bringen. Die Organisation hat Vertreter und Büros in über 40 Ländern, die die jüdischen Menschen aufsuchen, sie über Gottes Pläne der Rückführung nach Israel informieren und ihnen bei der Dokumentenbeschaffung, bei den Besuchen zum Konsul, beim Transport und vielem mehr beistehen. Seit 2006 gibt es auch ein Büro in Jerusalem!

 

 



Im Eingliederungsprozess in Israel benötigen die jüdischen Neueinwanderer oft Rat und Ermutigung oder eine materielle Unterstützung. Ebenezer ist gesegnet mit einem kleinen, aber sehr engagierten Team in Jerusalem, das auf diese Hilferufe reagieren kann (Foto links: Shirley Lawrenson tröstet eine Frau in Not; Foto rechts: Shirley besorgte Schultaschen für die Kinder einer bedürftigen Familie).

Mitarbeiterin Shirley erlebte auch damals die Ankunft von 28 Olim (Rückkehrer) aus Georgien in Tel Aviv (siehe 1. Foto oben). Einige dieser Familien hatten im Georgienkonflikt 2009 alles verloren. Die Ebenezer-Mitarbeiterin berichtete: „Es ist wohl einer der lohnendsten Augenblicke in der Aliyah-Arbeit (Rückführung), wenn wir miterleben können, wie wieder jemand seine ersten Schritte in Israel unternimmt. Jede neue Gruppe von Olim, die hierher zurückkehrt, hinterlässt in mir Spuren, die ich wohl mein Leben lang nicht vergessen werde. Welch ein gewaltiges Vorrecht, Gottes Volk aus allen Nationen heimkehren zu sehen! Es war eine Freude, die Ankunft besonders der jungen Leute zu sehen und zu wissen, dass sie Israels Zukunft mitgestalten würden. Wir konnten mit einigen sprechen, die ausdrückten, wie glücklich sie waren, nun in Israel zu sein. Eine Frau erzählte, dass sie nach zwölf Jahren endlich wieder mit ihrer Schwester in Israel vereint sein werde.



Unglaublich sind oft die Geschichten, wie Gott Seinem Volk einen Weg nach Israel bahnt, da, wo es menschlich gesehen keinen mehr gibt!
Dies zeigt auch folgendes Erlebnis:

Als Mark und Nadjeschda in der Ukraine hörten, dass Gott Sein Volk nach Israel zurückbringt, und wie Ebenezer – Operation Exodus dabei helfen will, sprangen sie förmlich von ihren Sitzen auf: „Wir wollen gehen!“ Doch dann, nach dem Empfang beim israelischen Konsul in Kiev, hiess es: „Ihnen fehlen einige wichtige Dokumente!“ Das war vor vielen Jahren. Woche um Woche, Monat um Monat suchten sie nach den geforderten Papieren. Die Frustration wuchs Jahr für Jahr. Es schien hoffnungslos, aber der Wunsch „nach Hause“ zu gehen, wurde stärker und stärker: „Wir werden gehen; wir werden nach Israel gehen“, wurde Mark nicht müde zu sagen. Sie setzten die Suche nach den wichtigen Papieren fort und begannen auch, Hebräisch zu lernen. Als sie eines Tages ihre Wohnung neu strichen, öffneten sie einen schon lange nicht mehr benutzen Schrank und entdeckten darin diverse Papiere. Darunter fanden sie zu ihrem grossen Erstaunen die Dokumente, die der Konsul verlangte! Gross war die Freude! Danach ging alles sehr schnell mit der Reise nach Israel. Dankbar waren sie auch gegenüber den Mitarbeitern von Ebenezer. Jene hatten ihnen das Wort Gottes weitergegeben, sie jahrelang unterstützt und immer wieder ermutigt, nicht aufzugeben. Ebenezer ist auch ein Gebetsdienst, und weltweit wird konkret für solche Anliegen gebetet — und so erhörte der Herr auch damals und schaffte einen Weg!

Einmal sollte Shirley dringend einen Telefonanruf von Jerusalem nach Tadschikistan tätigen, um bei der Ausreise einer Familie zu helfen. Die Nummer war jedoch falsch. Am nächsten Tag gab Gott Shirley die Idee, die Zahlen zu mischen. So entstand eine neue Nummer. Shirley betete — und siehe da, die richtige Verbindung konnte hergestellt werden! Und wiederum: Gott schaffte einen Weg!

In Jerusalems Ebenezer-Büro wird es nie langweilig. Täglich gibt es Begegnungen mit Rückkehrern, die Hilfe oder einfach ein offenes Ohr brauchen. Es gibt auch solche, die sich im Ebenezer-Büro melden, weil sie ein Lebensmittelpaket benötigen. Die Tür steht immer offen – und wer nicht selber ins Büro kommen kann, der wird gerne zu Hause besucht. Ältere Menschen, alleinerziehende Mütter und Witwen brauchen die Hilfe am dringendsten. Oft kommen Ratsuchende mit einem schweren Herzen, aber verlassen dann das Büro mit einem Lächeln und einer neuer Hoffnung.



Das Ebenezer-Team ist oft auch dabei, wenn Gruppen von Neueinwanderern in Israel ankommen und man sie feierlich begrüsst. Bereits besteht eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Jüdischen Agentur und Ebenezer, die sich als ausserordentlich hilfreich erweist. Dank der Bemühung der Jüdischen Agentur werden den Neueinwanderern, die als Gruppe anreisen, die ersten Schritte im Land sehr vereinfacht. Zum Beispiel schon 24 Stunden nach Ankunft in Israel halten die jüdischen Einwanderer ihre Identitätskarte in der Hand (Foto links), die sie als israelische Bürger ausweisen! Ja, der Gott Israels pflanzt Sein Volk wieder ein in dem Land, das Er ihnen mit Schwur und Eid verheissen hat!

Bericht von Silvia Pfeil