Gründer und Präsident
KURT WENGER


 

Lebendiges Israel

 

INFO 03/11

Liebe Freunde,

Herzliche Grüsse schicken wir Euch zu dem bevorstehenden Osterfest. Wir wünschen Euch, dass die Auferstehungskraft unseres Herrn Jesus Eure Herzen erfüllt und ihr ermutigt und getröstet trotz aller Katastrophenmeldungen in die Zukunft sehen könnt. Mit diesem Informationsbrief möchten wir Euch wieder ein wenig Einblick nehmen lassen in das Leben unserer Gemeinde und Zeugnis geben davon, dass Gott nicht schläft!

Wir hatten uns im letzten Jahr wieder neu ins Bewusstsein gerufen, dass Lebendiges Israel nicht von Wachstumsmeldungen lebt, sondern vom Aufbau familienähnlicher Gemeinschaften, in denen Menschen ein Zuhause und Gottes Liebe ganz praktisch erleben. Ich habe noch gut in Erinnerung, wie neulich einer unserer Pastoren auf mich zukam und meinte: „Jetzt brauchen wir schon 4 Töpfe mit Borschtsch nach dem Gottesdienst“. Das trifft den Nagel auf den Kopf: Es ist besser, Suppentöpfe in der Gemeinde zu zählen als Köpfe.

Seit Beginn des Jahres laden wir zu zwei Gottesdiensten in der Stadt H. ein. Neben dem Gottesdienst im Kloster können Mitglieder der Gemeinde im unteren Teil der Stadt einen wöchentlichen Gottesdienst besuchen. Das ist eine grosse Erleichterung für viele, die Schwierigkeiten hatten, am Schabbatmorgen ins Kloster zu kommen, da der öffentliche Verkehr auch am Schabbat ruht.

Lebendiges Israel ist eine Russisch sprechende Gemeinde. Sie ist ein Spiegelbild der israelischen Gesellschaft, vor allem im Norden und Süden des Landes, wo bis zu 40 % Russisch im Alltag gesprochen wird. Wahr ist allerdings auch, dass die junge Generation Hebräisch perfekt spricht und das Russisch als Muttersprache verdrängt. Deshalb begrüssen wir die Initiative unserer Jugend, zweimal im Monat im Grossraum H. einen Jugendgottesdienst in Hebräisch anzubieten.

 

K., eine Ortschaft in der Nähe
Gerade feierten wir dort den ersten Gottesdienst. Auch hier ist die Freude gross, dass man nicht mehr fahren muss und mit Nachbarn zusammen Gottesdienst feiern kann. Dieser findet im Wohnzimmer eines unserer Mini-Rehazentren statt. Die Rehabilitanden werden dadurch ganz natürlich in unser kirchliches Leben einbezogen.

Negev
Gottesdienst in D., einer Stadt in Negev, in der es ausser viel Sand und dreckigen Häusern nicht viel gibt. Diese Stadt lag unseren Geschwistern in B. lange auf dem Herzen, da Hoffnungslosigkeit das Stadtbild prägt. Vor mehr als einem Jahr machten sich Botschafter der Gemeinde auf den Weg, um den Menschen Hoffnung in Jesus Christus zu bringen. Nach wenigen Monaten wurde eine Hauskirche gegründet und seither wird bei Fanny regelmässig Gottesdienst gefeiert. Seit November hat sie Verstärkung: Schwester Ola, die Gott vor ein paar Jahren bei einem Terroranschlag auf einen Bus vor dem Tod bewahrt hatte, zog jetzt auch nach D., um sich dort besonders um Neubekehrte zu kümmern. Interessant ist, dass dieser Ort, verlassen und von niemand geliebt, zu einem Segen für unsere Gemeinde im Süden wird. Neubekehrte aus D. erzählten die Gute Nachricht ihren Verwandten und Freunden in A., die sich dort ebenfalls bekehrten und heute Gemeinschaft mit Christen suchen.

Im Wohnort Jesu
Unser Hauskreis in N. entwickelt sich zu einem Anziehungspunkt für ehemalige Rehabilitanden, die die Nähe zu einer christlichen Gemeinde suchen. Es ist bereits absehbar, dass auch hier ein Predigtplatz eingerichtet wird. Interessant ist, dass unter den ehemaligen Rehabilitanden viele Frauen sind, die auf dem Herzen haben, ein Mini-Rehazentrum nur für Frauen aufzumachen. Dies wäre dann das zweite Mini-Reha für Frauen in ganz Israel. Das erste befindet sich auf den Golanhöhen und gehört auch zu unserer Arbeit.

N.
Ähnlich zieht die Rehabilitationsarbeit in dieser Stadt gläubige Menschen aus der Region an. Auch hier beschäftigen wir uns mit der Frage, wann ein regelmässiger Predigtstandort aufgemacht werden soll.

Euer Pastor G.



Diese segensreiche Arbeit liegt Rea Israel sehr am Herzen und wird — von Ihren Gaben! — entsprechend grosszügig unterstützt.

Tourismus in Israel — 12 Millionen Passagiere abgefertigt

Israels Zivilluftfahrtbehörde gab Ende Januar bekannt, dass im Jahr 2010 am Ben Gurion-Flughafen 12‘160‘001 Passagiere auf 95‘170 Flügen abgefertigt wurden. Dies bedeute einen Anstieg um 9,37 % gegenüber dem Vorjahr. Die israelischen Fluggesellschaften EL AL, Israir, Sun d’Or und Arkia transportierten mehr als fünf Millionen Passagiere, etwa 43 % der Gesamtzahl der Fluggäste. Allein El AL beförderte auf Auslandflügen 3,8 Millionen Passagiere. Die deutsche Lufthansa beförderte 450‘000 Passagiere zwischen Israel und Deutschland. Es folgten die amerikanischen Gesellschaften Continental (366‘000), und Delta (337‘000). Touristen aus den USA stellten mit 1,5 Millionen Passagieren den grössten Anteil, gefolgt von Deutschland, Italien, Frankreich, Grossbritannien und Russland.

Der grösste Zuwachs im Luftverkehr von und nach Israel wurde bei Malta, Griechenland, Russland und der Ukraine registriert. Zweistellige Rückgänge gab es im Flugverkehr zwischen Israel und der Türkei, Serbien, Montenegro und Nigeria. Der August war 2010 der geschäftigste Monat des Flughafens mit 1,5 Millionen abgefertigten Passagieren bei 9677 Starts und Landungen. Die Frachtflüge über den grossen Flughafen des Landes nahmen um 10,4 % zu, das Frachtvolumen betrug 302‘903 Tonnen.

Rekordjahr für Tel Aviv
Das Jahr 2010 war ein Rekordjahr für Israels Mittelmeer-Metropole — zumindest, was das Medieninteresse angeht. Über 100 Fernsehteams und 200 Journalisten der schreibenden Zunft aus mehr als 30 Ländern waren in der „Stadt, die niemals schläft“ aktiv. Das gab jetzt der Tourismusverband Tel Aviv-Jaffa bekannt.

Für besonders wichtig halten die Tourismus-Fachleute einen Bericht des australischen „Lonely Planet“-Verlags. Er ist der weltweit grösste Herausgeber von unabhängigen Reiseführern und hatte Tel Aviv zu einem der „heissesten Reiseziele 2011“ erklärt. Auch das weltbekannte Magazin „National Geographic“ stufte Tel Avivs Strandregion als eine der besten der Welt ein. Nach Angaben des Tourismusverbands hat die weltweite positive Berichterstattung konkrete Auswirkungen. So seien die Übernachtungszahlen im vergangenen Jahr um 22 Prozent auf 2,2 Millionen gestiegen.

Virtuelle Touristenschwemme
Das israelische Tourismusministerium verzeichnete im vergangenen Jahr mehr als sechs Millionen Zugriffe aus aller Welt auf seine offizielle Webseite (goisrael.com). Das bedeutet einen Anstieg um 41 % gegenüber 2009. Die meisten virtuellen Besucher kamen aus den USA (1,2 Millionen), Russland (398‘000) und Deutschland (317‘999). Die 17-sprachige Webseite klickten auch 3981 Menschen im Iran an, ferner 2182 in Kuwait, 1293 in Pakistan und 176 im Irak.
(aus Israel heute, März 2011)

 

 

Gebefreudige Israel-Gebetsgruppe
in der Schweiz

 

Israel-Gebetsgruppe

Eine Israel-Gebetsgruppe in der Schweiz betet schon seit mehreren Jahren für verschiedene Personen, Gemeinden und Projekte in Israel. Über Rea Israel senden sie ihre Spenden an diese Projekte, wobei Rea Israel ihre Gaben jeweils verdoppelt oder gar vervielfacht hat! Auf unseren Israel-Reisen kommen diese Empfänger gerne ins Hotel und berichten den Reisegruppen aus ihrer Arbeit. Bei solchen Gelegenheiten werden auch die Liebesgaben der Gebetsgruppe persönlich übergeben.

Inzwischen ist eine wertvolle Freundschaft zwischen einheimischen Israelis und der Gebetsgruppe entstanden. Vielleicht sehen sich auch weitere Gebetsgruppen ermutigt, persönlich ein Projekt in Israel durch Gebet und Gaben zu unterstützen. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne eine Projekt-Liste zu.



"Denn das Heil ist aus Juden"

 

Mache dich auf...

Jesus ist der König der Juden. Er ist der Löwe aus dem Stamme Juda. Von „Juda“ leitet sich der Name „Juden“ ab. Wir Heidenchristen können nicht ein Ja zu Gott haben und gleichzeitig sein auserwähltes Volk, die leiblichen Brüder Jesu, ablehnen. Wir sind es Israel schuldig, dass wir es lieben und segnen. Was hätten wir denn ohne die Juden? Keine Patriarchen, keine Propheten, keine Apostel, keine Bibel und keinen Heiland!

Wir haben nicht ihren Platz eingenommen, sondern wir sind eingepfropft worden in den edlen Ölbaum. Wir tragen nicht die Wurzel, sondern die Wurzel trägt uns (Röm 11,19). Gott steht nach wie vor zu seinem Volk, handelt an ihm gemäss seinem Wort und kommt mit ihm zum Ziel — zur Errettung Israels (Röm 11,26). Das Wort Gottes ermahnt uns, das Beste für Israel und Jerusalem zu suchen: „Erbittet Heil für Jerusalem! Ruhe sollen die haben, die dich lieben!“ (Psalm 122,6). Wir Heidenchristen sind ausserdem aufgefordert, die Juden zur Eifersucht zu reizen. Das ist einer der Gründe, weshalb das Heil zu den Nationen kam (Röm 11,11).

Im Laufe der ganzen Geschichte und bis heute haben wir genau das Gegenteil getan. Anstatt dass Israel sehen konnte, wie wir in Liebe miteinander und auch mit ihm umgehen, sah es zahllose Splittergruppen von Christen, die einander das Leben schwer machten und sich sogar hassten, verfolgten und umbrachten. Das Einzige, was diese Christen immer wieder einte, war der Hass auf die Juden, die unmenschlichen Verfolgungen und das Abschlachten der Auserwählten Gottes, das daraus folgte. Es gibt genug Gründe dafür, für Israel zu beten und es zu segnen.

Aber was hat das mit uns zu tun, mit unserem Volk, mit der Schweiz? Wir dürfen nicht vergessen, dass das Gericht Gottes über allen Nationen (auch über der Schweiz) entscheidend davon bestimmt sein wird, wie sie sich den Juden gegenüber verhalten haben (Mat 25, 31-46). Da geht es um meine ganz persönliche Einstellung den Juden gegenüber, der Einstellung unserer Kirche den Juden gegenüber und der Einstellung unserer Regierung als Vertreter des ganzen Volkes den Juden gegenüber. Gerade in den letzten Jahren war Gott so gnädig und hat uns die Augen geöffnet und uns gezeigt, dass wir im Hinblick auf sein Volk eine ganze Menge Dreck am Stecken haben, auch wir Christen, die Kirche. Wir sind aufgefordert, Busse zu tun, denn davon hängen das Wohl und das Geschick unserer Nation in grossem Masse ab. „Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben, wer sie aber bekennt und lässt, wird Erbarmen finden.“ (Sprüche 28,13).

Die Bibel sagt uns, dass Juden und Heiden eins geworden sind in Christus. Die Voraussetzung dazu hat Jesus geschaffen, aber wir erkennen noch sehr wenig davon.

„Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen. Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei — Frieden stiftend — in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat.“ (Eph 2,14-17).

Wir sollen nicht nur friedlich nebeneinander her leben, sondern wir sind berufen, als neue Menschen in einem Leib (in Jesus) mit Gott versöhnt zu leben. Durch das Kreuz ist dies möglich geworden. Durch das Kreuz ist die Feindschaft zwischen Juden und Heiden getötet worden. Doch genau da hat Satans schändliches Werk eingesetzt. Das Kreuz ist für die Juden zum Fluch geworden durch die Kreuzritter und das Hakenkreuz. Sie spüren bis heute nichts davon, dass durch das Kreuz die Feindschaft getötet wurde. Dennoch ist es eine unumstössliche Tatsache.


Aus dem Buch von Werner Woiwode
„Mache dich auf ... und durchwandere das Land seiner Länge und
seiner Breite nach ...“ 1997