Gründer und Präsident
KURT WENGER

 

Israel im Frühling,
wenn alles grünt und blüht

Erlebnisreise

Erlebnisreise vom 19. — 30. April 2015 mit Ferienverlängerung bis zum 3. Mai


Teil 1


Zusammengestellt von Silvia Pfeil


Auch diesen Frühling führte Pastor Kurt Wenger, Gründer und Leiter des christlichen Hilfswerkes Rea Israel, die beliebte Erlebnisreise am See Genezareth mit abschliessenden Tagen in Jerusalem durch. Wer wollte, konnte sogar noch drei zusätzliche Tage in Netanya am Mittelmeer verbringen. Unser schönes Zuhause am See Genezareth war einmal mehr das Kibbutz-Hotel Nof Ginosar.

Unser langjähriger israelischer Reiseleiter Dany Walter (links im Bild) führte fachkundig und kompetent durch das Land der Bibel. Kurt Wenger (rechts)



hielt die tägliche Kurzandacht und las an den Orten der biblischen Geschehnisse die entsprechenden Texte aus der Heiligen Schrift. Lob und Dank sei Jesus Christus für das Gelingen dieser Freizeit mit all seinem Segen!


Begegnungen

Kontaktpflege

Seit Jahren gehören Begegnungen mit Israelis bei unseren freiwilligen Abendver­an­staltungen zum Programm. Die Referenten werden jeweils zum Nachtessen und zur Gemeinschaft mit den Reiseteilnehmern eingeladen und berichten danach über ihre verschiedenen Projekte, Hilfswerke und Organisationen. Auch unterwegs auf unseren Tagesausflügen gab es geplante Begegnungen mit Vertretern verschiedener Werke. Alle diese Kontaktpersonen erhielten eine Spende in bar gegen Quittung. Ich, Silvia Pfeil, pflege zudem während des Jahres Kontakte mit manchen dieser Freunde durch Briefe, Telefonate oder gar durch persönliche Besuche bei ihnen zuhause, wenn wir in Israel sind.

Ein paar besonders grosse Gaben an Direkthilfe konnten weitergegeben werden, ermöglicht durch unsere Spender und Gönner von Rea Israel. An dieser Stelle ein herzliches Vergelt‘s Gott allen Spendern!

Im Folgenden werden diese Projekte kurz vorgestellt, die regelmässig unterstützt werden oder erstmalig eine Spende erhielten. Auch einige Familien und Einzelpersonen bekamen eine beachtliche Gabe.

"Tröstet, tröstet mein Volk"
spricht der Herr.
(Jesaja 40,1)


Beth Netanel (Haus Netanel)

Die Vision
Rachel Netanel hat die Vision, eingeborene Israelis in ihrer eigenen,
hebräischen Sprache und Kultur mit der Botschaft der Bibel zu erreichen. Dazu lädt sie Menschen zu sich nach Hause ein. In familiärer Atmosphäre führt sie beim Essen Gespräche mit diesen Gästen und erzählt ihnen, wie sie aus einer jüdisch-religiösen Familie zum lebendigen Glauben an Jesus Christus fand. Sie liest die Bibel mit ihnen und erklärt ihnen das Evangelium. Mit ihrer Begeisterung und ihrem grossen Einfühlungsvermögen erreicht Rachel die Herzen von Israelis, ob Juden oder Araber, und immer wieder finden einige zum rettenden Glauben an Jesus Christus. Ihr Ehemann Gilad steht ihr dabei tatkräftig zur Seite. Ich hatte die Freude, einige Tage bei diesen wunderbaren Menschen zu verbringen und ihnen die Gabe von Rea Israel zu überreichen.




Hausgemeinde in Nord-Israel

Hausgemeinde
Vladimir (4.v.l.) leitet eine kleine Hausgemeinde 15 km von der libanesischen Grenze entfernt. Während der Woche arbeitet er in einem Supermarkt und leitet zudem eine wöchentliche Bibelstunde in zwei verschiedenen messianischen Rehabilitationshäusern für Drogenabhängige und Alkoholiker. Dies tut er mit grosser Freude und Hingabe. Seine Frau Nina (3. von links) arbeitet stundenweise bei drei Seniorinnen und hilft ihnen beim Kochen und im Haushalt. Diese kostbaren Glaubensgeschwister besuchten uns im Hotel, zusammen mit Genady, dem Leiter der Obdachlosenarbeit in Tel Aviv (Ehepaar links). Sie erzählten aus ihrer Arbeit und beglückten uns mit russischen und hebräischen Liedern. Vladimir dient zudem als Diakon in einer weiteren russischsprachigen Gemeinde.



In den letzten Jahren hat Rea Israel Vladimir und seine Familie vielfach unterstützt und ihr mit Schulgeldern für die Söhne geholfen. Auch in diesem Frühling durften sie eine Gabe entgegennehmen. Vladimir kam 2003 aus der Ukraine nach Israel. Hier fühlen sie sich glücklich und „eingepflanzt“ und möchten nirgendwo anders leben! Israel ist ihr Zuhause!


Immanuel-Gemeinde in Haifa

Immanuel-Gemeinde
Pastor Najeeb und seine Frau Elizabeth leiten die arabische Immanuel-Gemeinde sowie den Buch- und Bibelladen (Foto) in Haifa. Zwei weitere Gemeinden gründeten sie in Nazareth und Jaffa. Das Pastorenehepaar besuchte unsere Gruppe während den Verlängerungstagen in Netanya und sprach über ihren Dienst. Die Gabe, die sie dieses Mal erhielten, wird vor allem für ihren Buchladen eingesetzt. Siehe auch Pastor Najeebs Engagement für Flüchtlinge in Jordanien unter dem Titel „Hilfe für Flüchtlinge in Jordanien“ am Ende des Berichtes im August.




Obdachlosenarbeit in Tel Aviv, "Rescue in Israel"

Tel Aviv

Dies ist eine Arbeit unter Obdachlosen, Alkoholikern, Drogenabhängigen,

Prostituierten und Armen in Israel. Dazu gehört eine Männer-Reha in Tel Aviv, wo solchen Menschen geholfen wird. Anton erzählt: „Ich war über zehn Jahre lang drogenabhängig. Vor sechs Jahren führte mich der Leiter Genady anlässlich des Mahlzeitendienstes zum Glauben an Jesus. Meine Frau Sonja öffnete sich einen Monat später ebenfalls für den Messias. Sie hat mir zwei kostbare Kinder geboren, trotzdem fiel ich wieder in den Alkohol zurück. Und wiederum war es Genady, der mir half und mich in das lange Wiederherstellungsprogramm integrierte. Vielen Dank, dass ihr diese Arbeit unterstützt. Danke auch für eure Gebete. Dankeschön! Dankeschön! Möge der Herr euch reich segnen!“

Tägliches Bibellesen ist ein wichtiger Bestandteil des Reha-Programms. Genady und seine Mitarbeiter beten zudem für die Realisierung eines Frauenhauses, wo misshandelte und geschundene Frauen Zuflucht finden können. Die Leiter sind dankbar für alle Gebetsunterstützung. Unsere Gabe wurde mit grosser Freude entgegengenommen.


Holocaust-Heim, Haifa

Haifa

In Israel leben noch etwa 189‘000 Holocaust-Überlebende. 45‘000 von ihnen unter der Armutsgrenze. Zwei Drittel davon sind Frauen, und 40 Prozent älter als 86. Dies hat die Stiftung für das Wohl der Scho‘ah-Überlebenden in Israel mitgeteilt. Doch diese Menschen werden älter und immer weniger.


Als Reisegruppe hatten wir das grosse Vorrecht, die 95-jährige Shoshanna Kolmer (Foto), gebürtige Rumänin, in Haifa zu treffen. Dort wohnt sie seit zwei Jahren im Heim, das seit 2010 besteht und von der Christlichen Botschaft unterstützt wird. In fliessendem Deutsch sprach sie herzbewegend über ihre Erlebnisse in Auschwitz. Noch täglich träumt sie von diesen Gräueltaten und befürchtet, dass man ihr ihre Kinder wegnehme. Shoshanna kam vor über 50 Jahren nach Israel. Es ist ihr ein Anliegen, dass die Nazi-Verbrechen und Konzentrationslager nicht vergessen gehen. Darum ist sie bereit, darüber zu berichten. Natürlich erhielt auch dieses Heim einen angemessenen Betrag.


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