Gründer und Präsident
KURT WENGER

 

Immanuel-Gemeinde mit Buchladen, Haifa

Liebe Freunde,
wir grüssen euch alle herzlich, nachdem ihr lange nichts von uns gehört habt. Wir sind gerade aus Deutschland zurückgekommen, wo wir zwei Monate und zehn Tage lang dem Herrn unter arabischen Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak sowie aus Ägypten, Jordanien und anderen Arabisch sprechenden Völkern gedient haben.

Wachstum der Immanuel-Gemeinde in unserer Abwesenheit
Wir werden gleich erzählen, was wir in Deutschland erlebt haben, doch wir freuen uns auch festzustellen, dass unsere Gemeinde in unserer Abwesenheit wunderbar geführt wurde und gewachsen ist. Daniel führte den Buchladen, und eine Reihe unserer jungen Leute überraschten uns mit einer Frühlingsputz-Aktion, kurz bevor wir zurückkamen. Wir danken Gott für all dies und für eure Gebete für uns. Wir kehrten in ein grünes und ruhiges Israel zurück, das reich mit Regen und Schnee gesegnet worden war.

Segen in Deutschland
Wir erlebten Gottes Segen und Wunder in Deutschland. Wir kamen auf die Einladung von Thomas, der ursprünglich aus dem Irak stammt und dem wir schon im November geholfen hatten. Damals hatte Thomas Najeeb eingeladen, auf einer Konferenz zu sprechen, und als er sah, wie viele Leute zum Glauben kamen, einschliesslich einiger Muslime, fühlte er sich mit der Aufgabe überfordert. Danach besuchte er uns zusammen mit einem anderen Iraker, Aiman, in Israel und lud uns ein, für drei Monate nach Deutschland zu kommen. Nach Gebet und Rücksprache mit unserer Gemeinde flogen wir Ende Februar los.

Intensive Besuche
Thomas’ Gemeinde mietete eine Wohnung für uns. Als wir ankamen, luden wir alle Gläubigen zu einem Treffen ein und erklärten ihnen, dass wir als Erstes etwas Ordnung in die Gemeinde bringen wollten. Dazu baten wir alle, sich mit Namen und Telefonnummer in eine Liste einzutragen, damit wir die Übersicht bekamen. Dann begannen wir, die Leute zuhause zu besuchen, jeden Tag drei Familien. Thomas war sehr lernbegierig, und Najeeb erklärte ihm, wie wichtig es zum Aufbau einer Gemeinde sei, die Leute zuhause zu besuchen und ihnen das Evangelium zu erklären. Elizabeth arbeitete vor allem unter den Frauen, Najeeb unter den Männern, und wir wurden beide freundlich empfangen. Wir waren in Essen und Dortmund tätig, und Najeeb wurde dort als der „israelische Priester“ bekannt.

Widerstand bringt das Evangelium voran
Es gab auch einige sogenannte Christen, die uns als gefährliche Sektierer bezeichneten und uns vorwarfen, Israelis zu sein. Wir trafen einen katholischen Priester, der sich wunderte, dass Najeeb ausserhalb von Kirchengebäuden das Evangelium predigt. Am folgenden Sonntag warnte er seine „Schäfchen“ eindringlich vor Najeeb. Das machte viele Leute neugierig, so dass sie zu uns kamen um herauszufinden, was wir wirklich glauben. Wir verkündigten ihnen das Evangelium, und viele vertrauten ihr Leben dem Herrn an.

An einem Tag besuchten wir einen alten armenischen Mann, der im Sterben lag. Weil Elizabeth Armenierin ist und auch Armenisch spricht, konnte sie in seiner Muttersprache mit ihm sprechen und ihm das Evangelium weitergeben. Er nahm die Botschaft freudig auf und vertraute sein Leben dem Herrn an. Zwei Wochen später starb er, und die Familie bat Najeeb, auch zur Beerdigung zu kommen. Er zog dazu seinen Priesterkragen an, denn für orthodoxe Christen gilt nur als Geistlicher, wer entsprechend gekleidet ist. An der Beerdigung traf Najeeb auf einen anderen Priester, der sich als Pater Samuel vorstellte und Najeeb fragte, woher er komme. „Ich komme aus Israel“, antwortete Najeeb. „Warum sagen Sie nicht ‚aus Palästina’?“, fragte Samuel irritiert. “Weil ich kein Lügner bin”, entgegnete Najeeb. „Aber die meisten Leute bezeichnen sich als Palästinenser. Wie können Sie sagen, Sie seien Israeli?“, wollte Samuel wissen. „Weil ich dort geboren wurde. Ich habe einen israelischen Pass, eine israelische Identitätskarte, ich liebe Israel, und mein Sohn dient in der israelischen Armee“, antwortete Najeeb und zeigte seinen israelischen Pass und seine Identitätskarte.

Der Priester wurde wütend und begann, hässliche Dinge über Israel zu sagen, und die Leute hörten es. Najeeb entgegnete: „Wussten Sie, dass Gott uns auffordert, unsere Feinde zu lieben und zu segnen? Sie sollten für sie beten. Und sie sind gar nicht unsere Feinde!“ Darauf fragte der Priester, ob Najeeb ein Zionist sei, und Najeeb fragte ihn zurück, was er darunter verstehe. „Zionisten sind die, die die ganze Welt zerstören wollen“, antwortete er. „So legen Sie Gottes Wort aus?“, wunderte sich Najeeb. „Ich sage Ihnen, was Zion ist. Zion ist ein Berg. Von Zion geht das Gesetz aus. Rettung kommt von den Juden. Jesus war jüdisch und ebenso alle Jünger. Wer brachte uns das Evangelium? Juden. Und jüdische Babys waren die ersten Märtyrer, als Herodes die Kinder töten liess. Gott liebt die Juden und erwählte sie.“
Die Leute waren sehr interessiert und wollten mehr hören, sie waren eher auf Najeebs Seite als auf der des Priesters. Sie baten Najeeb, Treffen in den Häusern abzuhalten, doch da wir schon völlig ausgebucht waren, luden wir sie ein, nach Essen oder Dortmund zu den Treffen zu kommen. Wo sind die Arbeiter, die in dieses Erntefeld gehen können?

Dies ist nur ein Anfang. Aber wir liessen eine besser organisierte und stärkere Gemeinde zurück mit vielen Gläubigen, die die Arbeit fortsetzen wollen. Viele haben ihre Ansichten über Israel geändert und wünschen sich, das Land einmal zu besuchen. Bitte betet, dass der Heilige Geist unter diesen Leute wirkt.

Haus für christliche Soldaten

Unsere neue Organisation für das „Haus für christliche Soldaten“ wurde nach viel Gebet gegründet, um christliche Araber zu ermutigen, Militärdienst zu leisten, denn dieser ist für sie freiwillig. Es ist unser Herzensanliegen, diesen jungen Männern Gottes Botschaft weiterzugeben, damit sie ihr Leben Ihm anvertrauen und Sein Licht in der Armee weitergeben.

Im vergangenen Monat, während wir in Deutschland waren, meldeten sich fünf junge Männer durch unsere Organisation für den Militärdienst an, und wir kauften ihnen die Ausrüstung für ihren Dienst. Wir beteten mit ihnen und versorgten sie mit Bibeln. Wir wollen diese Soldaten weiterhin betreuen, uns mit ihnen treffen, wenn sie frei haben, und sie dadurch als Jünger Jesu fördern. Zurzeit treffen wir uns auch mit einer anderen Gruppe von Jugendlichen, um sie zum Militärdienst zu ermutigen. Wir wollen bald eine Konferenz für sie organisieren, bitte betet dafür, auch für das Haus für arabisch-christliche Soldaten. Die Vorarbeiten sind beendet, und wir haben die Miete für die nächsten drei Monate bezahlt. Nun fehlen noch die zwei Wohncontainer, die je rund 5300 Euro kosten. Bitte betet, dass wir sie bald kaufen können.

Unser Sohn Tino ist an der Grenze zu Gaza als Soldat im Einsatz und arbeitet hart. Er und andere sind Zeugen des Herrn mitten in der Armee. Bitte betet für die Soldaten, besonders für die gläubigen. Und vergessen wir die Flüchtlinge in Deutschland nicht. Vielen Dank für eure Liebe, eure Gebete und Gaben.
In der Liebe zu unserem Herrn Jesus verbunden,

Rev. Najeeb und Elizabeth Atteih


Facebook: Immanuel B-shop Haifa



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