Gründer und Präsident
KURT WENGER


 

Liebe Frau Reichenbach,
lieber Herr Reichenbach

HILFERUF

Ich möchte Sie dringendst anfragen, uns zu helfen, ja zu retten vor der Krise, in die wir hineinrennen. Wie Sie ja wissen, wirkt Beit-Raphael dank der Unterstützung von Freunden wie Sie und verteilt Mahlzeiten an die Bedürftigsten. Durch unvorteilhafte Umstände ist uns das Übernehmen von Nahrungsmitteln von Spendern (Hotels und Restaurants) verunmöglicht worden.

Das bedeutet: Wir können nicht mehr helfen. Auch vor dieser Katastrophe waren wir knapp an Geld und mussten von Tag zu Tag einteilen, doch jetzt ist das Risiko sehr gross, dass wir unsere so wichtige Hilfe einstellen müssen. Wir bitten um Ihre Unterstützung, um Beit-Raphael zu retten. Jede Hilfe ist dringend notwendig und wird geschätzt.

Ich danke Ihnen! Wir wissen, wir sind nicht allein, und wir können weiterfahren…

(Übersetzt aus dem Englischen)                                                                                
Zilpa N.

 

PS. Wir kennen diese Frau, deren Herz für die Ärmsten schlägt. Ehrenamtlich sammelt sie Geld und speist mit Hilfe ihres Teams hungrige Menschen in der Stadt Eilat. Wir sahen diese Leute Schlange stehen für eine tägliche warme Mahlzeit. Wir unterstützen diese reale Arbeit seit Jahren. Mit Ihrer Hilfe können wir bestimmt auch in der jetzigen grossen Not helfen.


Gaben unter dem Vermerk „Eilat“ werden sehr gerne an Zilpa weitergeleitet.


Zerstört

Baruch Kogan

Nur 15 Sekunden bleiben den Einwohnern der 24‘000-Seelen-Stadt Sderot, knapp einen Kilometer vom Gazastreifen entfernt gelegen, um sich beim Ertönen des Raketenalarms in Sicherheit zu bringen und auf die optimale Arbeit des Abwehrsystems „Iron Dome“ zu hoffen. Für die Firma Denber, die Farben herstellt, reichte es aber nicht mehr. Weite Teile der Produktions-stätte wurden von zwei Kassem-Raketen der Hamas und dem anschliessenden Grossbrand zerstört. Der Schaden, der nur teilweise gedeckt wird, liegt bei 10-15 Millionen Schekel. Baruch Kogan, einer der Besitzer von Denber, lässt sich aber nicht unterkriegen. „Wir machen weiter“, erklärte der Mann. Boss von rund 30 israelischen Arbeitern. Ein Grossteil der Produktion läuft bereits wieder. An einen echten Frieden glaubt der heute im relativ sicheren Rishon Lezion lebende Kogan aber nicht: „Für jeden Terroristen, den wir töten, kommt ein neuer hinzu“, meint er resigniert.
 
(aus: tachles, 18. Juli 2014)