Hilferuf Aliyah für
ukrainische Juden

Wer ist mein Nächster?
Ein Gesetzeslehrer stand auf, um Jesus eine Falle zu stellen. «Lehrer», fragte er, «was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?» Jesus erwiderte: »Was steht denn im Gesetz Gottes? Was liest du dort?» Der Gesetzeslehrer antwortete: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand. Und auch deinen Mitmenschen sollst du so lieben wie dich selbst.» «Richtig!», erwiderte Jesus. «Tu das, und du wirst leben.»

Aber der Mann wollte sich verteidigen und fragte weiter: «Wer gehört denn eigentlich zu meinen Mitmenschen?» Jesus antwortete ihm mit einer Geschichte: «Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho. Unterwegs wurde er von Räubern überfallen. Sie schlugen ihn zusammen, raubten ihn aus und liessen ihn halb tot liegen. Dann machten sie sich davon. Zufällig kam bald darauf ein Priester vorbei. Er sah den Mann liegen und ging schnell auf der anderen Strassenseite weiter. Genauso verhielt sich ein Tempeldiener. Er sah zwar den verletzten Mann, aber er blieb nicht stehen, sondern machte einen grossen Bogen um ihn. Dann kam einer der verachteten Samariter vorbei. Als er den Verletzten sah, hatte er Mitleid mit ihm. Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in den nächsten Gasthof, wo er den Kranken besser pflegen und versorgen konnte. Am folgenden Tag, als er weiterreisen musste, gab er dem Wirt zwei Silberstücke aus seinem Beutel und bat ihn: ‘Pflege den Mann gesund! Sollte das Geld nicht reichen, werde ich dir den Rest auf meiner Rückreise bezahlen!’»

«Was meinst du?», fragte Jesus jetzt den Gesetzeslehrer. «Welcher von den dreien hat an dem Überfallenen als Mitmensch gehandelt?» Der Gesetzeslehrer erwiderte: «Natürlich der Mann, der ihm geholfen hat.» «Dann geh und folge seinem Beispiel!», forderte Jesus ihn auf.

Lukas 10,25-37 nach ‘Hoffnung für alle’

So wie dieser Mann überfallen und zusammengeschlagen worden ist, so ergeht es momentan dem Land Ukraine.

Sollen wir hinschauen oder wegschauen? Sollen wir Augen und Ohren verschliessen? Wir haben uns entschieden: Wir schauen hin, wir öffnen unsere Augen, Ohren, Herzen und Hände.

Krieg in der Ukraine
Was vor wenigen Wochen noch niemand für möglich gehalten hat, ist Realität geworden: Krieg in Europa, nur zwei Flugstunden von unserer Schweiz entfernt! Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Drohungen wahr gemacht und die Ukraine überfallen.

Der Schock und die Angst sind gross. Wem es möglich war, hat die umkämpften Gebiete verlassen und sich in sicherere Gegenden zurückgezogen oder gar das Land verlassen.

Aliyah für jüdische Ukrainer
Schon vor Tagen wurde ich angefragt, ob wir von Rea Israel Geld spenden könnten, damit jüdische Ukrainer nach Israel geflogen werden können. Doch ich musste eine Absage erteilen, da wir über keine Reserven verfügen. Unser Prinzip ist es: Die Spenden, die hereinkommen, leiten wir so bald wie möglich weiter.

Aber jetzt, bei diesem Spezialrundbrief, haben Sie die Möglichkeit, jüdischen Ukrainern zur Reise nach Israel zu verhelfen. Wie ich gelesen habe, trifft Israel Vorbereitungen, um diese neuen Menschen aufzunehmen.

In der Bibel steht geschrieben, dass Gott in der Endzeit Fischer und Jäger schickt, damit Juden aus der ganzen Welt in ihr Heimatland zurückkehren. Leider dient auch diese neue Not dazu, dass viele von ihnen heim «gejagt» werden.

Ukrainischer Präsident ist jüdisch und zeigt Mut
Sowohl der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, als auch der Ministerpräsident Denys Schmyhal, wurden in einer jüdischen Familie geboren. Das ist einmalig und gibt es sonst wohl nirgendwo. Der Präsident Selenskyj hat Israel um Hilfe gebeten, und Israel ist bereits aktiv!

Beide Präsidenten wollen auf keinen Fall ihr Land verlassen. Das ist mutig von ihnen. Amerika hatte angeboten, sie auszufliegen. Doch sie wollen nicht fahnenflüchtig werden, sondern mit ihrem Volk zusammen kämpfen. Und notfalls sind sie auch bereit, dafür zu sterben. Gott segne diese ihre mutige Entscheidung!

Am Samstag gegen Abend hörte ich bei RTL eine Spezialsendung. Gemäss dieser sind über 100'000 russische Soldaten in der Ukraine. Leider gibt es schon sehr viele Tote auf beiden Seiten und auch schon viele zivile Opfer. Da die Bevölkerung nicht viele Luftschutzkeller und Bunker hat, gehen sie zu Hunderten in die U-Bahnstationen, um sich dort vor den Raketen zu schützen. Es ist ein brutaler, katastrophaler Krieg, der Not, Angst, Tränen, Verletzte und Tote fordert.

Alle Spenden für Juden aus der Ukraine leiten wir an Ebenezer Schweiz weiter, und die dortigen Mitarbeiter sind dafür besorgt, alles das auszurichten, wofür die Spenden gedacht sind, denn dafür sind sie eingerichtet und ausgerüstet. Ich denke, das ist für Sie als Spender und Beter wichtig zu wissen.

Spenden sind steuerlich abziehbar
Gaben an Rea Israel sind in der ganzen Schweiz steuermässig vollumfänglich abziehbar. Gelegentlich kommt es vor, dass eine Gemeinde sich weigert. Bitte melden Sie uns solches sofort, dann schicken wir Ihnen eine Kopie der Bewilligung ihres Wohnkantons.

Danke
Im Namen der so plötzlich aus ihrem Alltag und ihrer Heimat gerissenen ukrainischen jüdischen Flüchtlinge spreche ich Ihnen schon jetzt ein grosses, herzliches Dankeschön für Ihre Fürbitte und Spenden aus! Gott sei Ihnen ein treuer Vergelter! Ob Sie einmal oder wiederholt etwas geben möchten – jeder Franken ist herzlich willkommen!

Mit einem herzlichem Schalom
Rea Israel
Kurt Wenger, Präsident


 Gaben für jüdische Aliyah aus der Ukraine werden entsprechend weitergegeben. 





 
 
 
 
Dankesworte von
Ebenezer


Im Namen von Ebenezer Schweiz danke ich Ihnen, liebe Spender von REA Israel, von Herzen für die grosszügige Gabe für die Unterstützung der Aliyah aus der Ukraine. Ihre Spende ermöglicht es uns, jüdische Flüchtlinge, die mit praktisch nichts in Polen, Ungarn oder Moldawien ankommen, mit Kleidung, Hygieneartikeln, Schuhen, Koffern und Nahrung zu unterstützen. Es wird erwartet, dass in nächster Zeit zwischen 5'000 und 10'000 Olim die Nachbarstaaten der Ukraine pro Monat verlassen werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, um Sein Volk zu trösten. Jesaja 40,1.

Géraldine Tribaudaut, Geschäftsleiterin Ebenezer Schweiz


 

Vermerk: Rückführung ukrainischer Juden nach Israel!
Spenden sind in der ganzen Schweiz abziehbar.

Spendenkonto Schweiz:
Postkonto 60-730528-4

Spendenkonto Deutschland:
Volksbank Hochrhein eG
79761 Waldshut-Tiengen
IBAN: DE64 6849 2200 0004 0067 04
BIC: GENODE61WT1
KtoNr.: 400 670 4