Gründer und Präsident
KURT WENGER


 


Christen aus Irak — jetzt Flüchtlinge in Jordanien


"Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jeder-mann, allermeist aber an des Glaubens Genossen." (Galater 6,10)

Pamela und ich (Shmuel Suran) hatten im letzten Monat erneut das Vorrecht, viele unserer lieben christlich-irakischen Glaubensgeschwister und Freunde in Amman, Jordanien, zu besuchen.

Diese verfolgten Christen kommen hauptsächlich aus Mosul und den umliegenden Dörfern der Ninive-Ebene. Im Juli 2014, als die ISIS sie mit "Bekehrung zum Islam oder Hinrichtung" kennzeichnete, erlitten sie den Verlust ihrer Geschäfte, ihrer Grundstücke und persönlichen Dinge.

Doch sie entschlossen sich, den Glauben an ihren Herrn JESUS CHRISTUS nicht zu verleugnen und verliessen ihre Häuser und Städte. Sie flohen im Vertrauen auf Gott und ihre Glaubensgeschwister, mit der Hoffnung, Hilfe an einem sicheren Ort zu finden. Die meisten wohnen nun in Erbil, Kurdistan. Andere hatten das Glück, nach Jordanien zu gelangen.

Seit Oktober 2015 kennen wir ihre Situation und arbeiten mit unseren jordanischen christlichen Freunden und anderen zusammen, um diesen lieben, bedürftigen Flüchtlingsfamilien dienen zu können.

Familienpatenschaften

Pamela schreibt:

(auf dem Bild hinten rechts mit ihrem Mann Shmuel)


Während unseres kürzlichen Besuches in Jordanien trafen wir verschiedene Familien und hörten ihre Geschichten. Dabei spürten wir den Wunsch, ihnen nebst praktischer Unterstützung auch Hilfe zum Verständnis zu geben, wie die Liebe Jesu ihr Leben bestimmen möchte. Gewöhnlich sind die persönlichen Bedürfnisse eines Flüchtlings so riesig, dass es für ihn schwierig ist, über seine Vergangenheit und Gegenwart nachzudenken und dabei noch Hoffnung für die Zukunft zu schöpfen. Da wir selber in Jerusalem und im Kontext des Nahen Ostens leben, können wir ihre Situation eher verstehen und ihnen dabei behilflich sein, was Gott in ihrem Leben tut.

Im Oktober übernahmen wir die Patenschaft für eine Familie (Foto). Nun sind wir dabei, eine tiefere Beziehung zu ihnen aufzubauen. Der Vater ist 40 Jahre alt. Er war eine Säule an seinem früheren Wohnort in Mosul. Dort arbeitete er im Polizeiwesen und diente in einer speziellen Anti-Terror-Einheit seiner Stadt. Zudem war er im Sicherheitswesen für viele Kirchen jener Gegend engagiert, welche die ISIS nach ihrer Übernahme zerstörte.

Innerhalb von 24 Stunden flohen die meisten Christen vor der Verfolgung der ISIS nach Erbil, Kurdistan. Bereits hatte er seine Frau und die Kinder ins Auto seines Nachbarn gesetzt und ging nochmals ins Haus seiner Mutter, um zu sehen, ob sie schon geflohen sei. Als er sich im Haus befand, wurde er von der ISIS gepackt. Sie machten ihn zum Gefangenen, und während siebzehn Tagen schlugen und quälten sie ihn, liessen ihn hungern und zwangen ihn zu Sklavenarbeit. Dann, mitten in einer Nacht, wurde er von einem ISIS-Mitglied mitgenommen (welcher von ihm in früheren Zeiten einmal einen Dienst erwiesen bekam) und an der Grenze zu Kurdistan abgesetzt. Doch die Kurden glaubten, er sei ein ISIS-Mitglied und warfen ihn ins Gefängnis. Nach dreizehn Tagen wurde er vor das Gericht gestellt. Im Gerichtssaal erkannte ihn jemand und sagte dem Richter, er sei Christ. Daraufhin wurde er freigelassen.

Mittlerweile war ein ganzer Monat vergangen, und seine Familie dachte, die ISIS hätte ihn getötet. Sie selbst waren in der Zwischenzeit nach Jordanien geflogen worden. Dort kamen sie zusammen mit ein paar Hundert Familien in der St. Mary Kirche in Ost-Amman an, wo sie noch heute wohnen. Im Laufe der Zeit fanden die Flüchtlingsfamilien Wohnungen im Quartier rund um diese Kirche. Erst im Dezember 2014 wurde der Vater wieder mit seiner Familie vereint.

Wir trafen ihn, als er seit zehn Monaten in Amman wohnte. Er litt an einer schweren Depression und unter dem Post-Trauma-Stress-Syndrom, an dem viele der Flüchtlinge leiden. Als wir seine Geschichte hörten und mit ihm und einem Pastor zusammensassen, entschlossen wir uns für eine Patenschaft für diese Familie. Der Pastor hatte den Eindruck, dieser Mann könnte ihm im Dienst an anderen irakischen Familien zur Seite stehen. In der Tat hilft ihm diese Aufgabe an der Seite des jungen, dynamischen Pastors der Freien Evangelischen Gemeinde enorm. So muss er nicht länger deprimiert zu Hause herumsitzen. Durch das Programm der "Familienpatenschaften" ist er in der Lage, die monatliche Miete zu bezahlen, hat eine sinnvolle Tätigkeit und wird durch den Pastor betreut und gefördert.

Shmuel und ich besuchten Jordanien kurz vor Weihnachten und brachten der Familie viel Notwendiges für die Gesundheit der Frau und Sachen für die Kinder, welche die irakische Schule in der St. Marys Kirche besuchen. Beim Vater ist eine erstaunliche Veränderung sichtbar. Es ist offensichtlich, wie wunderbar der Herr ihn vor der ISIS errettete und einen Plan für sein Leben hat. Wir werden weiterhin unsere Beziehung zu ihm, seiner Frau und den Kindern pflegen und stärken.

Bitte betet für ihn und die anderen Familien, die wir kennenlernten. Während unseres letzten Besuches in Jordanien trafen wir auch andere christlich-irakische Familien und hörten ihre Geschichten. Auch sie möchten wir in unser "Familienpatenschaftsprogramm" aufnehmen können in dem Masse, wie der Herr Seine Liebe und Sein Erbarmen ausgiesst.

Irakische Schule "Marka" für christliche Kinder

In Ost-Amman besuchten wir unseren Freund Pater Khalil in der St. Mary Kirche. Hunderte von christlichen Flüchtlingen wohnen unter Khalils zuverlässiger Obhut (im Bild links. Rechts wieder Shmuel und Pamela Suran) Er ist ein demütiger Priester, der ursprünglich aus Bethlehem kam. Hier, in dieser kleinen Kirche, bekommen die Kinder eine Ausbildung. Viele Flüchtlinge haben Familienmitglieder, ihr Zuhause und ihre gesamten Ersparnisse verloren. Und doch, mitten in Armut und Verlust, überwiegen Hoffnung und Glaube.



Die St. Mary Kirche befindet sich in einem Quartier der unteren Schicht in Ost-Amman. Und hier kümmert man sich um mehr als 500 Familien in ihren Nöten und dem Bedürfnis nach einem Obdach. Einige Flüchtlinge sehen Jordanien als Durchgangsland zu einem besseren Leben im Westen. War es doch eine Tragödie, die diese Familien schliesslich in dieses Marka-Quartier brachte. Dabei erkennen diese Menschen, dass trotz allem, was sie verloren haben, es auch Personen gibt, die sich um sie kümmern, so wie dieser Pater Khalil, der die Welt auf ihr Schicksal aufmerksam macht.

Pater Khalils schlichtes Büro ist mit Geschenkgegenständen des lokalen Wohnkreises gefüllt. Da gibt es Kleider, Spielzeug und kleinere Möbelstücke. Pater Khalil hat sein ursprüngliches Büro geräumt, um dort eine irakische Familie unter seiner Fürsorge auf dem Kirchenareal unterbringen zu können. Zurzeit leben neun Familien in Notunterkünften auf dem Kirchengelände. Die restlichen Flüchtlinge leben in Wohnungen im Marka-Quartier — oftmals zwei Familien in einer Wohnung.

Viele der irakischen Flüchtlinge sind gut ausgebildete Arbeiter, dürfen aber in Jordanien nicht arbeiten. Das zwingt viele, ihre wenigen Ersparnisse aufzubrauchen, die sie vor der ISIS retten konnten.

Pater Khalil hat ein einfallsreiches Hilfsprogramm eingerichtet mit der Absicht, dass Familien selber entscheiden können, was sie sich anschaffen. Dabei geht es vor allem um ein System mit Gutscheinen und lässt die Familien "ihre Würde wahren". Dadurch erkennt Pater Khalil, wo die Bedürfnisse liegen und wie interessierte Spender ihre Gaben investieren können.

 

Die Flexibilität der Familien, die in der St. Mary Kirche und Umgebung leben, ist offensichtlich. Am besten sichtbar wird das bei den Kindern unter der Obhut von Pater Khalil. Er ist entschlossen, den Flüchtlingskindern zu helfen, eine Zukunft zu bekommen. So hat er sehr daran gearbeitet, das Ausbildungssystem, mit welchem die irakischen Kinder vertraut sind, beizubehalten. Er organisierte Nachmittags-Schulstunden nach dem offiziellen Unterricht am Morgen. Dieser Zusatzunterricht ist freiwillig und wird durch Flüchtlinge erteilt, die selbst Lehrer in ihrem Heimatland waren. Durch Spenden stellt Pater Khalil Räume, Bücher, Material, Löhne und Imbiss für die Kinder zur Verfügung. (Foto: christlich-irakische Kinder singen das "Vaterunser" in Aramäisch, ihrer Kirchensprache in Irak).

Kurz nach Ankunft der ersten Flüchtlingswelle eröffnete Pater Khalil eine Schule für irakische Kinder. Sie werden so ausgebildet, dass sie jederzeit im Lernprogramm mit Kindern ihres Alters in einem anderen Land Schritt halten können. Pater Khalil nennt sie alle "Mein Volk", denn die irakische Gemeinschaft ist eine grosse Familie unter seiner liebevollen Führung.

Wir sehen diese Schule im Marka-Quartier in einer Schlüsselposition. Die irakische Gemeinschaft wird gefestigt. Die Kinder fühlen sich sicher in diesem Rahmen des Lernens und Wachsens. Pater Khalil, in seiner Leiteraufgabe, bringt Stabilität und Sicherheit in eine chaotische Situation von geflohenen Christen. Es wird ein langer Prozess sein, in der wir als Gläubige nach unseren Möglichkeiten helfen und unterstützen müssen und sie mit unseren Gebeten begleiten dürfen. Doch es lohnt sich. Der Glaube dieser Iraker wird in dieser schwierigen Zeit wachsen, und sie werden die Barmherzigkeit Gottes auf reale Weise erfahren.

Bei unserem zweiten Besuch in Jordanien stellten wir fest, dass so eine persönliche "Familienpatenschaft" sehr hilfreich ist. Man lernt ihre Geschichte kennen und versucht Wege zu finden, wo das Haupt der Familie an der Seite von jordanischen Pastoren eine Arbeit findet. Es ist dies eine sehr gesunde Strategie, die sich zurzeit abspielt.

Jede Spende für unsere Glaubensgeschwister, welche Verfolgung erlitten und nun in Jordanien leben, wird etwas bewirken! Vielen Dank für eure Gebete. Danke für eure Hoffnung und Hilfe an den vertriebenen Christen in Jordanien!



Hilfe für die christlich-irakische Schule "Marka" und Familien-Patenschaften

Dieser Dienst funktioniert nicht ohne treue Partner im Gebet und solche, die unterstützen. Der Winter ist da und viele unserer Glaubensgeschwister haben keine Heizung in ihren Wohnräumen. Es braucht zudem Winterkleider, Bücher und Schulmaterial. Es braucht auch Fahrgeld für die irakischen Kinder, die zur Schule fahren.

CHF 150.-       Heizofen
CHF 200.-       Winterkleider, Bücher, Schulmaterial
CHF 200.-       Lehrer-Lohn
CHF 200.-       pro Familie für jeden Monat während 12 Monaten oder
CHF 2'400.-     für ein ganzes Jahr

Uns ist es ein Vorrecht, diesen christlichen Flüchtlingen Hilfe bringen zu dürfen. Wahrscheinlich werden sie nie mehr in die Städte ihres Heimaltlandes zurückkehren können, da sich diese unter der starken Kontrolle der ISIS befinden. Hoffentlich werden sie nach einer gewissen Zeit in den Westen immigrieren können, was jedoch ein Prozess von Monaten, wenn nicht von Jahren ist.

In der Zwischenzeit wollen wir tun, was wir können, um unsere jordanischen Geschwister zu unterstützen, die ihr Bestes geben, um diese Flüchtlinge in ihren Kirchen und Häusern zu ernähren.

Wenn ihr eure Herzen für diese verfolgten Geschwister öffnet, dann erfüllen wir gemeinsam die Anweisung des Apostels Paulus: "Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an Glaubensgenossen." Galater 6,10

Im Namen der vertriebenen Familien wünschen wir euch ein gesegnetes Jahr 2016.

Pastor Shmuel und Pamela Suran                           
(übersetzt von Silvia Pfeil)


Nachtrag von Kurt Wenger:

Im letzten Rundbrief brachten wir einen Bericht über die Weihnachtsfeier von geflohenen syrischen Christen, die vom Pastorenehepaar Najeeb und Elisabeth Atteih betreut werden. Dort unterstützen unsere Spender als Paten gut 20 Familien.
Ende Dezember konnten wir an das andere Pastorenehepaar Shmuel und Pamela Suran Fr. 24'000.- für zehn Familienpatenschaften für verfolgte irakische Christen überwiesen.
Laufend kommen neue Patengelder auf unser Konto herein. Gesamthaft können wir nun 38 Patenfamilien sowohl syrischer wie iraktischer Christen unterstützen. Welche Freude!
Zusätzlich haben wir in den vergangenen Monaten über Fr. 60'000.- Spenden zweckbestimmt erhalten, die wir inzwischen bereits weitergeleitet haben.
Beide Pastoren-Ehepaare, Suran und Atteih, setzen sich voll und ganz ein. Jeden Monat besuchen sie die Familien, führen Gespräche, halten Gottesdienste, tun Gutes.
Als ich im November 2015 mit einer Reisegruppe am Toten Meer war, kamen Surans zu uns. Sie berichteten uns aus ihrer bisherigen und nun neuen (Flüchtlings-) Arbeit, und wir konnten ihnen mehrere tausend Franken in bar übergeben. Dabei fragte ich sie: Wie viel darf ich euch für eure Spesen wie Fahrten, Visa, Hotelunterkunft usw. geben, die ihr in Amman ja braucht? Doch sie möchten keinen einzigen Spendenfranken für sich verwenden. Sie sehen die unglaubliche Not der Flüchtlinge und möchten bis auf den letzten Rappen das Geld für jene verwenden.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich unseren Spendern ganz herzlich danken im Namen dieser verfolgten Christen. Was Sie für diese tun, ist einfach grossartig! Sie dürfen gerne weitere Gaben tätigen oder Patenschaften übernehmen — wir leiten von Herzen gern alles weiter für unsere bedürftigen Geschwister, die Christen aus Syrien und Irak, die jetzt als Flüchtlinge in Jordanien ihr Leben fristen mküssen.
Die beiden Pastorenehepaare freuen sich riesig, dass wir den verfolgten Christen so sehr helfen – ganz nach dem Motto der Heilsarmee: Suppe — Seife — Seelenheil !



Unser Besuch in Israel


Mitte Oktober waren wir wieder in Israel, um diesen Auftrag Gottes wahrzunehmen. Heute möchte ich Ihnen von ganzem Herzen danken! Es sind Ihre Gebete und grosszügigen Spenden, die es uns ermöglichen, diesem Befehl nachzukommen.

Es ist ein Erlebnis, die vielen äthiopischen Kinder zu sehen, die lesen und schreiben lernen, ein Zuhause finden, betreut werden und Hebräisch lernen. Sie erfassen alles sehr schnell, und oftmals übersetzen sie diese neue Sprache ihren Eltern, die mit dem Lernen mehr Mühe haben. Auch sie werden betreut, um "bessere Eltern zu werden" und diese für sie so andere Welt begreifen zu lernen. Wir durften helfen! Jedoch sollten noch 50 Kinder dringend aufgenommen werden können.

Wir lernten einen Mann kennen, der schon 60 Jahre blind ist. Als junger Soldat hat er sein Augenlicht bei der Verteidigung seiner Heimat verloren. Ein aufgestellter, zufriedener Mensch erzählte uns aus seinem Leben: "Es ist kompliziert – ich arbeite jetzt mit meinem zwölften Blindenhund. Er gewöhnt sich an mich und ich mich an ihn, und so werden wir ein Team."

Sieben bis acht Jahre lang ist so ein Tier Lebensgefährte und lieber Kumpel, dann ist er im Pensionsalter und kommt zu einem älteren Ehepaar, wo er seine letzten Jahre verbringt.

Im Moment werden ungefähr 100 Hunde in diesem "Dog Center" geschult und als treue Gefährten für blinde Menschen erzogen.

So ein vierbeiniger Lebensgefährte kann einem schwergeprüften Menschen wieder Mut und Lebensqualität schenken. Diese feine Organisation wird durch Spenden getragen. Sie geben die Tiere kostenlos ab und kümmern sich um den Blinden und seinen Hund. Wir durften grosszügig helfen.

Ein ganz besonderer Besuch war der beim unvergleichlichen Verein "Schutz der Frau und des ungeborenen Kindes". In ganz Israel gibt es in grösseren Städten zurzeit zwölf Stationen. Es ist alarmierend: Ungefähr zwanzigtausend Abtreibungen pro Jahr werden vom Staat bezahlt, und noch einmal die gleiche Zahl wird selbst finanziert. Davon sind 45 Prozent verzweifelte, verheiratete Frauen. Im Moment werden 450 von solchen betreut, die nicht abgetrieben haben!

Einigen sind wir begegnet. Sie sind froh und glücklich mit ihren Babys. Man ermutigt sie und hilft ihnen auf mannigfaltige Weise: Wir sahen viele grosse Taschen voll mit Babynahrung und allem erdenklichem Nützlichen. Sie werden abgeholt – und dann werden diese Mütter betreut. 18 Frauen haben allein in Tel Aviv die Berufung bekommen, diese seelsorgerliche Arbeit ehrenamtlich wahrzunehmen.

Doch nun das Wichtigste – Ein heller Raum mit vielen Stühlen wird uns gezeigt. Jeden Montagmorgen kommen hier gläubige Menschen zu einer Gebetsstunde zusammen, um für diese armen, angefochtenen Frauen zu beten. Ora et labora – bete und arbeite! Hunderte von Kinderkleidchen hängen in einem Raum, von gläubigen Menschen gespendet. Bei diesem Anblick schlägt jedes Mutterherz höher. Es darf ausgesucht und kostenlos mitgenommen werden. Durch diese gesegnete Arbeit dürfen Hunderte von Menschlein leben und werden nicht ermordet. Wir durften grosszügig unterstützen!

Judäa und Samaria — Eretz (Land) Israel
Die Israelis sind zurückgekommen ins Land ihrer Vorväter! Und sie schlagen hier wieder Wurzeln. Vielen Arabern gefällt das nicht, obwohl brachliegendes Land in Fülle vorhanden ist. Die Israelis festigen jedoch ihren Stand in diesem Land! Wir erlebten nun aber in dieser grossen Siedlung, die wir besuchten, wieder etwas Ermutigendes – etwas, was wir zwar schon oft mit Freuden wahrgenommen haben: Palästinensische Araber bauen den Israelis ihre schönen Häuser! Sie verdienen dabei gutes Geld und sind zufrieden! Beide verstünden sich eigentlich gut, wenn doch nur diese Hasshetze der Extremisten nicht wäre.

Zehn Jahre sind nun schon vergangen, seit die Menschen aus Gush Katif im Gazastreifen brutal vertrieben wurden. Und noch immer gibt es Familien, die in provisorischen Unterkünften hausen müssen. Ein erbarmungswürdiges Bild. Es fehlt am Geld! Wir durften Mut machen und etwas helfen.

Freunde, mit Leib und Seele können wir uns doch darüber freuen, was Gott an seinem Land Israel in den letzten Jahrzehnten getan hat! Lob und Dank! Weiterhin wollen wir gemeinsam unsern Auftrag erfüllen! "Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohl gehen denen, die dich lieben!"

Vielen Dank, Ihr
Charles Reichenbach


Messianische Schule Makor Ha Tikvah in Jerusalem


Cookie Schwaeber-Isson, Direktorin

Früherer MHT-Schüler von Terrorist mit Messer verletzt

Es war gerade 7 Uhr früh am Sonntag, dem 27. Dezember, als im Radio durchgegeben wurde, dass ein israelischer Soldat in eine Messerattacke am Jerusalemer Zentralbusbahnhof verwickelt war. Wer hätte je gedacht, dass es Seth war, ein vormaliger MHT-Schüler, der uns ein Jahr lang als Sicherheitsperson gedient hatte, bevor er vor wenigen Wochen in die Armee eingezogen wurde?


Gerade hatten wir eine Abschiedsparty für ihn gegeben, zu der wir alle gekommen waren, und ihm warme Socken und andere warme Kleidung gegeben hatten, die er während seiner Grundausbildung sicherlich nötig haben würde.

Seth ist ein Gott ergebener junger Mann, der in allem, was er tut, so gründlich ist; daher war es erwartet, dass der HERR ihn in diesem überraschenden Angriff schützen würde, durch den er nur einige Stichwunden an der Schulter davontrug, im ganzen aber relativ o.k. blieb. Bitte begleiten Sie Seth in Ihren Gebeten während seines Armeedienstes. Mögen himmlische Kräfte ihn umgeben und über jeden seiner Schritte wachen.

Brief unserer Direktorin:

Mit dem Beginn des neuen Jahres kommen Gedanken über das, was wir getan haben und wohin wir streben.

Wie Sie dem vorigen Newsletter entnehmen konnten, freuen wir uns auf die Erweiterung unseres Gebäudes und auf unsere Anerkennung (Registrierung) im kommenden Jahr.

Kürzlich erschien ein Zeitungsartikel von einem prominenten früheren Berater des Ministerpräsidenten, der ausdrückte, dass er für die nächsten Jahre eine Flut neuer Immigranten erwarte. Wir denken, dass er Recht hat, weswegen wir unser Zelt in dem Wissen ausdehnen, dass unter den Kommenden jüdische Gläubige sein werden, die Wert darauf legen, dass ihre Kinder Makor HaTkvah besuchen.

Mit dieser Aussicht geben wir uns Mühe, unsere Ansprüche ans Lernen anzuheben, indem wir dafür sorgen, dass unsere Lehrer die modernsten Methoden bekommen, mit denen sie Schüler unterweisen können und ihnen selbstverständlich täglich biblische Prinzipien vorleben, mit denen sie gut für die Zukunft gerüstet sind.

Auch Sie investieren in die Gemüter und Seelen dieser kostbaren israelischen gläubigen Schüler durch Ihre Gebete und die finanzielle Unterstützung, für die wir so dankbar sind. Gemeinsam, so glaube ich fest, werden wir viele wundervolle Dinge in diesem Jahr sehen, da der HERR uns weiterhin segnen und unsere Anstrengungen voranbringen wird.

In herzlicher Dankbarkeit,
Cookie Schwaeber-Issan
Direktorin der Makor HaTikvah messianischen hebräischen Schule,
zusammen mit allen Mitarbeitern