Gründer und Präsident
KURT WENGER


 

Erlebnisreise nach Israel
vom 4. - 15. Mai 2014

Erlebnisreise nach Israel Mai 2014
Teil 2

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

Teil 1 dieses Reiseberichts...


Im Folgenden stellen wir Ihnen weitere Projekte vor, die Rea Israel regelmässig, sporadisch oder zum Teil nur einmalig unterstützt. Die Teilnehmer der Israel-Früh­lingsreise 2014 hatten das Vorrecht, Mitarbeiter dieser Dienste kennenzulernen. Die Spenden setzen sich aus vielen Gaben unserer Leser, Freunde, Gönner und Beter zusammen, die dann wiederum Pastor Kurt Wenger, Gründer und Leiter des christlichen Hilfswerkes Rea Israel, vor Ort an die Werke verteilte.


Makor HaTikva
(Quelle der Hoffnung)

Dies ist eine messianisch-jüdische Grund- und Mittelstufenschule in Jerusalem. Zurzeit lernen dort 87 israelische und internationale Schüler. Die Vision für eine messianische Alternative im israelischen Schulwesen entstand 1990.
    
Die Mitarbeiter sind engagierte Lehrer, die auf bestimmte Fächer spezialisiert sind.
Die täglichen morgendlichen Andachten beinhalten auch Elemente der israelischen Kultur und bieten den Schülern eine optimale geistliche Vorbereitung für das Leben als gläubige Menschen in Israel.

 

„Gewöhne den Knaben an den Weg, den er gehen soll.“  Sprüche 22,6

Milana war einst ein schüchternes Kind und darauf bedacht, bloss keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Durch die Schulausbildung an der messianischen Grundschule „Makor HaTikva“ in Jerusalem wurde diese Neunjährige zu einer selbstsicheren kleinen Person. Wie ist das geschehen?
    
Eines Abends sass Milana beim Abendessen und erzählte ihrer Mutter: „Mein Lehrer hat mein Leben verändert!“ Die Mutter fragte nach, wie sie das meine, und bekam die Antwort: „Ich war so schüchtern, dass ich jeweils einen Mitschüler bat, an meiner Stelle dem Lehrer zu antworten. Aber jetzt kann ich vor der ganzen Klasse sprechen. Der Lehrer hat mich ermutigt. Er versteht es, ein positives Lernklima zu schaffen.“ So lernte Milana sich mehr und mehr selbst zu äussern!
    
Ihre Mutter ist überwältigt von diesem Lernerfolg und der Veränderung ihrer Tochter. Milana nimmt nun aktiv am Schulleben teil. Es ist kaum vorstellbar, dass sich dieses Mädchen früher in den Schlaf geweint hat aus purer Angst, am morgigen Schultag in der Klasse zu einer Antwort aufgerufen zu werden.
    
Die Eltern sind äusserst dankbar für diese messianische Schule, in der eine Atmosphäre des Friedens und der Ruhe herrscht, wo der Glaube an Jesus/Jeshua die Grundlage ist und die Bildung eines gottesfürchtigen Charakters Priorität geniesst.


Meir Panim —
Gratis-Restaurant

Die Hilfsorganisation Meir Panim unterhält zurzeit sechs „Gratis-Restaurants“ (Suppenküchen) im ganzen Land. Mitarbeiterin Goldie Sternbuch sprach zu uns über diesen Dienst.
Foto: Goldie rechts mit Silvia Pfeil


Das Werk wurde im Jahr 2000 gegründet. 1,75 Millionen Israelis, Familien mit vielen Kindern, Alleinerziehende, Neueinwanderer, ältere Menschen, Behinderte, aber auch andere Bevölkerungsgruppen leben heutzutage unter der Armutsgrenze, und jedes dritte Kind hat nicht genügend zu essen.
Die Organisation Meir Panim kümmert sich um diese Not, und dabei ist man bedacht, die Würde dieser Menschen zu wahren.

Meir Panims „Suppenküchen“ nennen sich nun Gratis-Restaurants und sehen aus wie normale Gaststätten. Die täglichen Mahlzeiten enthalten alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe. Freiwillige Helfer servieren nicht nur das Essen, sondern leihen den Gästen gerne ein offenes Ohr und wo nötig auch eine helfende Hand. Tausende von Mahlzeiten werden täglich durch Meir Panim ausgeteilt, und dies begleitet von einem Lächeln!


Das Gratis-Restaurant in Jerusalem, Nähe Bushof, bereitet täglich um die 300 Mahlzeiten zu. Willkommen ist jede Person. Der soziale, religiöse oder ethnische Hintergrund spielt dabei keine Rolle. Somit sitzen an einem Durchschnittstag russische Einwanderer gemeinsam mit in Israel geborenen Israelis und Arabern am selben Tisch. Die Gäste schätzen die gute Qualität des Essens sowie die Herzlichkeit der Mitarbeiter und Volontäre.
Eine Mahlzeit pro Person kostet Meir Panim etwa Fr. 16.-, und die täglichen Essenskosten im Jerusalemer „Gratis-Restaurant“ belaufen sich auf Fr. 4‘500.-.
Vor Festtagen dürfen die Gäste nach der Mahlzeit noch zusätzliches Essen mit nach Hause nehmen.
Dies ist eine lohnenswerte Arbeit, die Rea Israel gerne unterstützt!



Obdachlosenarbeit in
Tel Aviv


„Der Geist des Herrn ist auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, auszurufen das Gnadenjahr des Herrn.“  Jesaja 60,1
Rehaleiter Gene spürte deutlich Gottes Berufung zu dieser Arbeit, die er im Jahre 2007 begann.    
In Jaffa/Tel Aviv leitet Gene eine Männer Reha-Arbeit mit 10-12 Teilnehmern. Durch diese Arbeit durfte bereits eine Anzahl Menschen Wiederherstellung durch Jesus Christus erleben! Tägliches Bibelstudium gehört zum Reha-Programm. Im Leben dieser Obdachlosen bekommt das Wort Gottes Anwendung und hilft ihnen, zu der Person zu werden, wie Gott es für sie geplant hat. Auch eine zweimal wöchentliche Mahlzeitenausgabe in Tel Aviv gehört zu dieser Obdachlosenarbeit.



Messianisches Reha-Zentrum in Haifa


2500 Personen (Alkoholiker,

Drogenabhängige und Prostituierte) sind seit Beginn der Arbeit vor sieben Jahren durch diesen Dienst gegangen. Sie alle haben die gute Botschaft gehört. Davon haben ungefähr 400 Menschen ihr Leben Jesus anvertraut. Ohne rückfällig geworden zu sein, gehören diese nun zu einer der Reha-Gemeinden.
Die Mitarbeiter laden Bedürftige ins Kloster ein, wo sie die „Pufferzone“ ohne Drogen und Alkohol durchlaufen. Die Rehabilitation selbst geschieht in einem familiären „Mini-Reha-Haus“. Nachher sind sie frei, Mitarbeiter zu werden oder die Kloster-Schule (biblisches Training) während vier Monaten zu besuchen. In Israel gibt es über 100‘000 Russisch sprechende Süchtige! Viele kommen schon als Drogenabhängige aus Russland nach Israel. Mitarbeiter Michael (rechts im Bild) versuchte hundertmal, selber aus den Drogen frei zu kommen, schaffte es aber nicht. Zehn lange Jahre war er abhängig, und erst, als er Jesus fand, wurde er davon befreit!
Der Erfolg des Zentrums spricht sich im Land herum, und viele Abhängige sehen hier ihre letzte Chance, zu einem normalen Leben zurückzukehren. Es ist tief beeindruckend, wie Jesus durch diese Arbeit Leben verändert und wiederherstellt!

 

 

Gemeindearbeit in Israel

Zwei Pastorenfamilien besuchten unsere Gruppe an einem Abend im Hotel.
Pastor Rostik berichtete über seine Gemeindearbeit, die damals vor 15 Jahren in seinem Wohnzimmer begann, bestehend aus seiner Frau, seiner Tochter und ihm selber. Durch Gebet und Gottes Segen durfte daraus eine Gemeinde entstehen (Nähe Haifa) die nun bereits eine Tochtergemeinde in einem anderen Ort plant.
Dringend benötigt wird ein Mini-Bus, um die Menschen der werdenden Tochtergemeinde zum Hauptgottesdienst fahren zu können. Kurt Wenger hatte die Freude, genau den gewünschten Betrag von Fr. 5‘000.- zum Kauf eines solchen Gebrauchtwagens beizusteuern.
Vladimir unterstützt Pastor Rostik als Diakon und leitet zudem selber eine Hausgemeinde. Er und seine Familie dienten der Gruppe mit hebräischen und russischen Liedern (Foto: messianische Pastorenfamilien).



Weg zur Heilung
(Haderech Lehachlama)

Die Stiftung „Weg zur Heilung“

wurde vom Israeli Yuval Roth (links im Bild mit Kurt Wenger) gegründet.
Seine Organisation fördert Versöhnung zwischen Juden und Palästinensern. Mittlerweile helfen 500 Volontäre mit, indem sie kranke Kinder aus dem Gazastreifen und dem Kernland zu Spitälern fahren. Täglich transportieren die Helfer ungefähr 50 solcher Kinder, die sonst keine Möglichkeit zur medizinischen Behandlung hätten. Yuval Roth bedankte sich für unser Interesse an seiner Organisation sowie für die finanzielle Hilfe, die zur Deckung von Benzin-Kosten sehr willkommen ist. Allein im vergangenen Jahr 2013 wurden für diesen Dienst 350‘000 km gefahren!

Einige Reiseteilnehmer sind manchmal aus ganz speziellen Gründen dabei. Dieses Mal:

  • Eine Grossmutter wollte ihrem Enkel eine Freude bereiten
  • Ein Ehepaar feierte seine silbrige Hochzeit
  • Zwei Arbeitskolleginnen gedachten ihres Arbeitsjubiläums
  • Eine Teilnehmerin wollte ihren 70. Geburtstag in Israel erleben
  • Und Sie? Israel ist immer eine Reise wert!

Vielen Dank an alle neuen und treuen Rea Israel-Spender und Beter. Sehr gerne darf man diese hier beschriebenen Dienste und weitere Projekte von Rea Israel auch während des Jahres unterstützen. Wer möchte, darf das Projekt angeben, dem seine Spende zufliessen soll. Spenden an Rea Israel sind in der Schweiz steuerlich abziehbar.