Gründer und Präsident
KURT WENGER


 

Erlebnisreise nach Israel
vom 4. - 15. Mai 2014

Erlebnisreise nach Israel Mai 2014
Teil 1

Zusammengestellt von Silvia Pfeil


Zwei Standorte: See Genezareth und Jerusalem

Schon zum elften Mal führte Pastor Kurt Wenger, Gründer und Leiter des christlichen Hilfswerkes „Rea Israel“, die beliebte Israel-Freizeit am See Genezareth mit abschliessenden Tagen in Jerusalem durch. Die 43 Teilnehmer freuten sich über das gediegene Kibbuz-Hotel Nof Ginosar am See Genezareth, die feine israelische Küche und das individuelle Reiseprogramm mit zahlreichen Ausflügen à la carte. Dabei konnte man sich selbst am Tag des Ausfluges noch kurzfristig zur Teilnahme entschliessen.


Unser langjähriges Team führte durch die Freizeit. Dazu gehören (Foto v.l.n.r.): Dany Walter, israelischer Reiseführer, Busfahrer Shraga und Reiseleiter Kurt Wenger. Diese drei „Helden“, trugen — nebst freiwilligen Helfern — kompetent zum Gelingen der Reise bei.


Eine erfreulich grosse Anzahl Teilnehmer war zum ersten Mal dabei.


Begegnungen

Zahlreiche Begegnungen mit Israelis fanden auch dieses Mal bei unseren Abendveranstaltungen im Hotel und teilweise unterwegs statt. Die Gäste berichteten über ihre Hilfswerke und Organisationen und erzählten aus ihrer Arbeit. Dies trug zu einem besseren Verständnis für die Realitäten im Land bei. Alle diese Mitarbeiter bekamen eine finanzielle Direkthilfe von Kurt Wenger. Dabei gab es ein paar erfreulich grosse Gaben, ermöglicht durch unsere Rea Israel-Spender und Gönner.

Im Folgenden werden diese Projekte kurz vorgestellt, die regelmässig von Rea Israel unterstützt werden oder erstmalig eine Spende erhielten.



Aktion „Einkaufswagen“

Doron Schneider, Mitarbeiter bei der Christlichen Botschaft Jerusalem, leitet ein eigenes Projekt, das er „Aktion Einkaufswagen“ nennt. Die Idee ist die, dass Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt werden. Die Armut ist steigend. Voller Freude schrieb er anschliessend: WOW! Ich bin immer noch überrascht über die grosse Spende für die Einkaufswagen, die wir verteilen dürfen! Mit dieser Summe können wir mindestens 50 armen Familien in Israel jeweils mit einem vollgepackten Einkaufswagen helfen. Wir werden den Herrn um Führung bitten und dann in den Supermarkt gehen und die Wagen mit vielen schönen und leckeren Sachen füllen. Ihr habt genau das getan, was Gottes Wort sagt:

"Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose bei euch auf, und wenn ihr einem begegnet, der in Lumpen herumläuft, gebt ihm Kleider! Helft, wo ihr könnt, und verschliesst eure Augen nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen!"esaja 58,7

Doron sprach auch über die aktuelle Situation in Israel und betonte, wie Gott uns zuruft, das jüdische Volk zu trösten: „Tröstet, tröstet mein Volk“ (aus Jesaja 40,1).



Stiftung "Yeelim"

Isi Knaan ist Gründer und Leiter der Stiftung Yeelim, die 1999 gegründet wurde. Seine Organisation kümmert sich vor allem um russische und äthiopische Jugendliche, die aus sozial schwachen Familien stammen. Es ist ihm ein Anliegen, sie in ihrer Ausbildung zu fördern. Viele freiwillige Helfer stellen ihnen in ihrer Freizeit ihr Wissen unentgeltlich zur Verfügung, so auch unser Reiseleiter Dany Walter.
Isi Knaan zeigte uns Bilder, wie seine Stiftung diesen jungen Menschen die Möglichkeit bietet, ein Kleinflugzeug steuern zu lernen. Zudem werden diese 16-18-Jährigen mit Uniformen ausgerüstet. Diese Fliegerfähigkeit fördert ihr Selbstbewusstsein — werden doch gerade oft

äthiopische Jugendliche wegen ihrer Hautfarbe verächtlich behandelt und ausgegrenzt. Nun aber werden sie plötzlich zu Helden, weil sie ein Kleinflugzeug steuern können! Zudem öffnen sich dadurch neue Horizonte und Türen, und im Militär versucht man, diese jungen Leute in eine technikorientierte Ausbildung zu integrieren. Isi Knaan meinte: „Ohne Kurt Wenger und ähnliche Gruppen könnte dieses Projekt nicht bestehen“.

 

 

Ebenezer Operation Exodus

„Bringt meine Söhne von fernher und meine Töchter vom Ende der Erde“ (aus Jesaja 43,6).

Viele Schriftstellen sprechen darüber, dass Gott in den letzten Tagen das jüdische Volk nach Hause bringen wird. Wir leben in einer Zeit, wo wir die Erfüllung dieser Verheissung mit eigenen Augen sehen können! Ebenezer Operation Exodus ist ein christlicher Dienst, der in 50 Ländern arbeitet und jüdische Menschen bei ihrer Rückkehr nach Israel unterstützt. Seit der Staatsgründung 1948 kehrten bereits über drei Millionen Juden nach Israel heim. Dabei durfte das Hilfswerk, gegründet 1991 vom Schweizer Gustav Scheller, schon über 135‘000 jüdischen Menschen behilflich sein. Iris arbeitet als Sekretärin im Büro von Operation Exodus in Jerusalem. Dort hilft sie den Neueinwanderern praktisch mit Rat und Tat. Sie erzählte unserer Reisegruppe von Gottes Treue in ihrem Dienst und wie sie selbst als Jüdin aus Amerika nach Israel eingewandert ist.


Jüdische Neueinwanderer aus Nordindien

 

 

Heim für Holocaust-Überlebende in Haifa

Eine besonders grosse Spende durfte Rea Israel dieser lohnenswerten Arbeit zukommen lassen. Im Vorfeld hatte Kurt Wenger in seinem Rundbrief über diesen Dienst berichtet, und viele Gaben wurden als Folge dessen für diese Arbeit einbezahlt. Das grosse Altersheim wurde im Jahr 2010 bezogen und bietet 84 Holocaust-Überlebenden einen Lebensabend in Würde und Gemeinschaft. Wir hatten das Vorrecht, Shoshanna, 94, in der Reisegruppe willkommen zu heissen. Sie selbst hatte Auschwitz und andere Orte des Grauens überlebt. Sie sprach Deutsch und erklärte, sie habe eine Nummer an ihrem Arm eintätowiert. Freudig erzählte sie, wie wohl sie sich in diesem neuen Heim fühle. Es war ihr jedoch ein Anliegen, dass das Geschehen des Holocausts nie vergessen geht, und daher war sie auch bereit, darüber zu sprechen. Begleitet wurde sie von der Mitarbeiterin Tami. Ihre Aufgabe besteht darin, diesen Menschen viel Liebe zukommen zu lassen.





Liebe macht erfinderisch

Mit viel Liebe haben in der Schweiz fleissige Frauenhände Pullover, Mützen, Halstücher und Socken für bedürftige Kinder in Israel gestrickt. Diese Liebesgabe wurde nach Israel mitgenommen. Heidi Studer, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Rea Israel, hatte die Freude, diese Strickwaren vor Ort verantwortlichen Personen zukommen zu lassen, die sie wiederum verschiedenen Familien austeilen werden.
„Was ihr einem meiner Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“! Matthäus 25,35-40

 

 

Reiseimpressionen



 

 

 

Kommentare von Reiseteilnehmern

Vittorina F., (Erstes Mal in Israel): „Ich schätzte die abendlichen Veranstaltungen mit Einheimischen. Ich höre und entdecke so viel Neues!“

Florian M., (Erstes Mal in Israel): „In der Religionsstunde der Schule hörte ich biblische Geschichten. Beim Besuch des Nazareth-Village wurde mir das biblische Leben anschaulich und eindrücklich vor Augen geführt.“

Othmar S. (Erstes Mal in Israel): „Ich wurde 79 Jahre alt, bis ich endlich meinen Wunsch, Israel zu besuchen,in die Tat umsetzen konnte. Meine Erwartungen wurden durch meine Erlebnisse übertroffen Mein tiefster Eindruck war an der Klagemauer, gemeinsam mit den inbrünstig betenden Juden dort sein zu können.“

Lamphai S. (Erstes Mal in Israel): „Einmal Israel zu besuchen, ist zu wenig – ich komme wieder!“

Alice V.: „Ich habe mich sehr über die Bootsfahrt auf dem See Genezareth gefreut. Für mich war dies einer der Höhepunkte der Reise – die Gegend, wo Jesus wirkte. Auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem berührte mich tief: zu sehen, was die Juden leiden mussten. Ich bin froh, vieles mit eigenen Augen gesehen zu haben, und nicht nur das zu glauben, was die Medien sagen. Für mich war es eine eindrückliche Reise. Das gibt mir „eine Stimme“, um über das reden zu können, was ich selber erlebt habe.“


Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht hegen auch Sie den Wunsch, Israel zum ersten Mal oder wieder einmal zu besuchen, sei es allein oder mit Familie oder Freunden. Sie sind bei unseren weiteren Reisen herzlich willkommen – zu einem Erlebnis, das prägt und unvergesslich bleibt!

Fortsetzung des Reiseberichts...