Gründer und Präsident
KURT WENGER


 


Messianische Schule: Makor Ha Tikvah in Jerusalem


Cookie Schwaeber-Isson, Direktorin

Wir brauchen jetzt Ihre Hilfe

Immer dann, wenn Dinge anfangen, sich positiv zu entwickeln und Fortschritte sichtbar werden, ist dies häufig der Punkt, wenn die grössten Herausforderungen, ja Schwierigkeiten auftauchen. Dieses Jahr ist so ein Jahr. Wir begannen wohl vorbereitet auf viele neu eingewanderte Schüler, die noch kein Hebräisch können; auch stellten wir einen dringend erforderlichen, spezialisierten Lehrer für Sonderfälle ein, sind gesegnet mit einem gläubigen Psychologen und — zum ersten Mal seit Jahren — kamen wir mit Zahlungen der überfälligen Steuerforderungen unserer Lehrergehälter zurecht. Kurz, die Zukunft sah besser aus als jemals zuvor, was uns dazu brachte, eine bauliche Erweiterung mit der Nutzung unseres an sich ungenutzten Atriums zu planen.

Jedoch aus spiritueller Sicht noch viel wichtiger ist, dass Schüler, die sonst nie zum Morgengebet kamen, nun dazu auftauchten. Es veränderte ihr Leben. Ich bin mir sicher, dass dies für Satan die ausschlaggebende Entwicklung war, weil er mit ansah, wie sein Griff auf unsere Schule ihm zu entgleiten drohte, und deshalb begann er, härter anzugreifen.

Aktuell waren wir schon so weit gekommen, dass wir zusätzlich zur Bezahlung unserer normalen monatlichen Steuern nur noch drei Monate im Rückstand waren. Wir entfernten uns leider von dem Erreichten wieder, als geringere Spenden bei uns ankamen. Nun haben wir noch immer den Dreimonats-Rückstand, waren jedoch nicht in der Lage, in den letzten zwei Monaten liquide zu bleiben. Ausserdem nähern wir uns den Sommerferien und die beiden Monate Juli und August sind finanziell immer die schwierigsten für uns. Mehr als jemals zuvor benötigen wir Ihre Hilfe, um durch diese Durststrecke zu kommen und weiter handlungsfähig zu bleiben.

Würden Sie uns bitte im Gebet gedenken und praktisch mit einer einmaligen Gabe unterstützen? Damit könnten wir den abzusehenden Verpflichtungen nachkommen. — Haben Sie herzlichen Dank für Ihren Beitrag, damit wir das Gelände halten können, welches der Feind uns ernsthaft wegzunehmen versucht.
Cookie Schwaeber-Issan, Direktorin



Wie Sie uns helfen können:

Sommer-Gehälter
Juli und August stellen immer die grösste finanzielle Herausforderung für MHT dar, weil dann keine Schulgelder der Eltern fliessen und auch viele Menschen im Urlaub sind. Falls Sie uns helfen wollen, in den Sommermonaten die Gehälter unserer Lehrer zu sichern, machen Sie dies bitte bei Ihrer Spende kenntlich.

Projekt Ausdehnung unseres Zeltes
Gott ist dabei, unsere Schule zu vergrössern: Daher ist die Zeit gekommen, unser Zelt zu erweitern. Mehr eingewanderte und hier ansässige Schüler haben sich für das nächste Schuljahr angemeldet. Wir verfügen über einen dritten Stock, einem Atrium gleich, der sich über die volle Länge des Gebäudes erstreckt. Er kann leicht zur Nutzung entwickelt werden, womit wir mehr Klassenraum bekommen. Kosten: 110'000 US Dollar.

Wären Sie bereit, in die Zukunft von Makor HaTikvah zu investieren, damit wir dieses Projekt zu Pessach beginnen können? Bitte helfen Sie uns, israelische messianische Kinder auszubilden — die zukünftige Generation von Israel.





Wie mir die Makor Ha Tikva-Schule half


Bericht von Adam Bean, einem Schüler der messianischen Tagesschule in Jerusalem


Seit wir in Israel wohnen, war die Schule für mich schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Als wir einwanderten, wurde uns gesagt, dass die meisten Ulpan-Schulen (Hebräisch für Neuzugezogene) geschlossen hätten, weil es, wie sie sagten, keine Immigranten mehr gäbe. Der einzige Ort, wo meine Eltern einen Ulpan-Kurs ausfindig machen konnten, war in einer religiösen Schule in Modiin. Also zogen wir dorthin. Doch jener Sprachkurs dauerte nur ein paar Monate, und danach schickte man uns Schüler bereits in eine öffentliche Schule. Ich verstand überhaupt nicht, was gelehrt wurde. Die Klassen waren riesig, so dass sich die Lehrer keine extra Zeit nehmen konnten, um mir die Dinge besser zu erklären. Zwar organisierte der Lehrer für mich eine Lernhilfe. Doch jene Person kam nur einmal und danach nicht mehr. Die Schulleitung sagte meinem Vater, er solle sich nach einer Privatschule für mich umsehen, sonst würde ich die Schule nicht bestehen.

So fand mein Vater die Makor Ha Tikva-Schule in Jerusalem, eine messianische Schule mit dem Angebot eines Hebräisch-Sprachkurses, und ich durfte schon bald einsteigen. Der Anfahrtsweg von Modiin nach Jerusalem ist zwar weit, doch uns blieb nichts anderes übrig. Dafür habe ich dort das Gefühl, dazu zu gehören.

In der Makor HaTikva-Schule gibt es sehr gute Lernhilfen. Zudem sind die Schulklassen kleiner und übersichtlicher. Dadurch haben die Lehrer mehr Zeit für die einzelnen Schüler und können sich um sie kümmern. Ich darf sagen: Ich hätte keine bessere Schule finden können! Hier wurde und wird mir mit der neuen Sprache und in meinem Lernprozess liebevoll geholfen. Im vergangenen Jahr habe ich viel gelernt. Doch ebenso wichtig ist, dass diese Schule mir bei der Integration in mein neues Heimatland hilft. Es hat hier mehrere andere messianische Einwanderer, wie ich einer bin. Zudem wird mir in dieser Schule durch die täglichen Gebete und die Thora-Studien geholfen, mit Gott besser in Kontakt zu kommen.



Hier lernte ich Nathan Juster kennen. Jetzt sind wir dicke Freunde. Ich könnte Ihnen sogar ein "You Tube-Video" geben, das wir beide gemacht haben und anderes zeigen oder erzählen, das wir unternommen haben. Der Kontakt begann auf einer Heimfahrt von einem Schulanlass. Schon seit Jahren betete ich um einen guten Freund. In Nathan wurden meine Gebete erhört. Er versteht, wie es sich als Neueinwanderer fühlt.

Auf diese Art hat mir die Makor HaTikva-Schule in den letzten anderthalb Jahren sehr geholfen.


 Gaben für die messianische Schule leiten wir sehr gerne weiter.  




Schabbat-Feier bei Rachel und Gilad Netanel


Rachel ist eine messianische Evangelistin. Sie und ihr Mann Gilad wohnen in der Nähe von Jerusalem. Rachel hat ein grosses Einfühlungsvermögen, Israelis das Evangelium lebendig zu erklären. Während der Woche kontaktiert sie unermüdlich Freunde, Bekannte und Aussenstehende und lädt sie — Juden wie Araber — zu sich nach Hause ein, wo sie in familiärer Atmosphäre herzliche Gastfreundschaft geniessen, Gespräche führen und die Bibel studieren. Wöchentlich trifft sie sich mit verschiedenen Gruppen. Immer wieder finden dadurch Menschen den Weg zu Jesus.



Ein Höhepunkt ist jeweils die Schabbat-Feier am Freitagabend, im rustikalen Untergeschoss ihres Hauses. Mit Hingabe bereitet sie sich auf diesen Anlass vor. Ihr Mann Gilad steht ihr tatkräftig zur Seite.

Rachel erklärt: "Ich weiss nie, wie viele Gäste kommen. Wenn 20 Personen zusagen, dann erscheinen vielleicht 30, da manche gerne spontan ihre Freunde mitbringen." Sie ist flexibel. Als wunderbare Köchin kocht sie stets genug für ca. 40 Personen, damit auch unterwartete Gäste herzlich willkommen sind! Als marokkanische Jüdin versteht sie auch mit marokkanischen Spezialitäten zu überraschen!



Eine Schabbat-Feier bei Rachel und Gilad ist feierlich und unkompliziert zugleich. Nach jüdischer Tradition werden die Schabbat-Kerzen zu Beginn des Abends entzündet, Gebete gesprochen, der Wein gesegnet und das Brot gebrochen. Danach geniesst man das Essen in fröhlicher Gemeinschaft. Ein Abend kann auch mit Liedern und Musik ausklingen — es kommt immer darauf an, was für Gäste anwesend sind.

Eines lässt sich Rachel aber nicht nehmen: Während des Abends erzählt sie gerne aus ihrem Leben, wie sie als Jüdin zum lebendigen Glauben an ihren jüdischen Messias Jesus Christus fand. Das kann zu angeregten Gesprächen führen, was etliche dazu bewegt, an einem anderen Tag wieder vorbeizukommen, um noch mehr über Jesus zu erfahren.

Zusammengestellt von Silvia Pfeil


 Wer diese feine, familiäre Art des Evangeliums unterstützen möchte, schreibe zu seiner Gabe: Rachel Netanel  




Christlich-syrische Flüchtlinge in Jordanien


Das Mitarbeiter-Ehepaar Esaam & Widad aus Pastor Najeeb Atteihs Gemeinde in Haifa besuchte die Flüchtlinge im Juni. Sie berichten:

Unser Dienst in Jordanien besteht aus Jüngerschaftsschulung und Ermutigung. Dabei gehen wir von Haus zu Haus und besuchen die Flüchtlinge. Wir hören ihren Erlebnissen zu, nehmen Anteil, zeigen Ihnen unsere Liebe, beten mit ihnen und unterrichten sie im Wort Gottes. Stets ermutigen wir sie, mit Jesus voran zu gehen. Bei jeder Reise nach Jordanien besuchen wir dieselben Patenfamilien und lehren und ermutigen sie mit der Liebe Jesu.

Nach einer gewissen Zeit solcher Besuche lernen wir jede Familie wirklich gut kennen und lieben. Irgendwann kommt aber der Moment, wo sie Jordanien verlassen können. Das sind jeweils "bittersüsse" Momente für uns. Wir haben sie ins Herz geschlossen und uns um sie gekümmert. Doch wir freuen uns, wenn sie anderswo ein neues Leben beginnen können. Und Jesus geht mit ihnen! In Jordanien verhalfen wir ihnen zu einer Grundlage im Wort Gottes. Darauf können sie am neuen Ort weiter aufbauen.


Armenisches Ehepaar (Mitte)
Khouren leidet am Grauen Star und braucht eine Augenoperation. Doch eine solche können sie sich nicht leisten. Der Vater seiner Frau verstarb kürzlich in Syrien. Sie war traurig, ihn nicht nochmals gesehen zu haben und dass sie nicht an der Beerdigung teilnehmen konnte. Das Verhältnis ihrer Tochter zu ihrem Ehemann hat sich verbessert. Beim vorletzten Besuch halfen Najeeb und Elizabeth bei ihrer Versöhnung mit. Jetzt erzählten sie, es herrsche wieder Frieden im Haus. Sie arbeiten weiter an ihrer Ehebeziehung.


Hytham und Inaas
Dieses Ehepaar freut sich auf ihr fünftes Kind, einen Jungen. Tochter Celine erholt sich von einem Beinbruch. Die Familie freut sich auf den nächsten Besuch von Najeeb und Elizabeth, denn sie bringen ihnen manchmal willkommene kleine Spielzeuge mit. Der schwangeren Mutter und den Kindern brachten wir Vitamine, die sie dringend brauchten.

Abed und seine Familie
Abed erzählte uns vom den Tod seines Neffen. Er hält Kontakt zu seiner Schwester, die über den Verlust ihres Sohnes sehr traurig ist. Nun kümmert sie sich um die junge Witwe. Es ist für alle eine schwierige Zeit. Trotzdem ist Gott gut zu Abed und seiner Familie. Ihre Dokumente wurden bearbeitet. Sie erhielten die Papiere für Kanada und sind kürzlich weggereist.

Wir besuchten eine neue Familie. Das Ehepaar ist um die 60 Jahre alt. Seit drei Jahren befinden sie sich in Jordanien. Der linke Lungenflügel des Mannes ist beschädigt. Er bräuchte eine tragbare Sauerstoff-Flasche, um besser atmen zu können. Eine solche Flasche ist teuer, das Geld dazu fehlt ihnen. Sie erzählten uns ihre Geschichte. Ihre Tochter und ihre Schwiegertochter waren in Syrien auf einem Spaziergang, als neben ihnen eine Bombe explodierte und beide tötete. Das war eine Tragödie für die ganze Familie. Darum flohen sie nach Jordanien. Schon zwei Monate später konnten ihr Sohn und Enkel nach Schweden weiterziehen. Für diese älteren Menschen ist es schmerzharft, ohne ihre Familie zu leben. Auch sie haben einen Ausreiseantrag nach Schweden gestellt, warten aber immer noch auf die Genehmigung. Sie baten uns um Gebet.


Halla
Halla (links) mit einer ihrer Töchter (3.v.l). Mutter Halla hat zwei Töchter. Die eine blieb in Damaskus und will demnächst heiraten. Sie wünscht sich ihre Mutter beim Fest und auch, dass diese nachher in ihrer Nähe wohnt. Die andere Tochter hat in Jordanien einen Moslem geheiratet. Halla ist hin- und hergerissen. In der Nähe welcher Tochter soll sie wohnen? Sie versucht, den Willen Gottes zu erkennen.


Hirib und Familie
Frau Hirib (rechts) erzählte uns von einer Gebetserhörung. Sie erwähnte ihren finanziellen Engpass. Ihr Ehemann (neben ihr) ist krebskrank und bekam Chemotherapie. Die Behandlung ist sehr teuer. Unser Unterstützungsgeld hat sie daher für diese Medikamente eingesetzt. Doch leider konnte sie dadurch die Miete für die letzten neun Monate nicht bezahlen. Der Vermieter drohte mit Kündigung. Im Mietvertrag steht, bei Beschädigung der Wohnung oder bei Nichtbezahlen des Mietzinses müsse eine Busse von 5000.- jordanischen Denare (ca. Fr. 7000.-) entrichtet werden. Durch den Rechtsanwalt bekam sie eine Rechnung für die ausstehende Miete plus diese Busse. Aber zahlen konnte sie nicht. Schliesslich kam der Vermieter persönlich vorbei. Als er den Mann sah und wie die Chemo ihm zugesetzt hatte, erweichte der Herr sein Herz. Nun verzichtet er auf die hohe Busse, doch die Mieten muss sie zwingend zahlen. Wir fragten sie: "Ist es dir bewusst, dass Jesus Christus um deine Situation weiss? Er sieht dein Herz und kennt deine Bedürfnisse. Wir wollen diese finanzielle Situation Gott übergeben und ihm vertrauen, dass er eingreift."

 Wir wollen für diese syrischen Flüchtlinge und ihre Nöte beten. Gaben leiten wir sehr gerne weiter.  


Hilfe für christlich-irakische Flüchtlinge in Jordanien


von Shmuel und Pamela Suran

"Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft." Römer 12,13

Die Notlage der vertriebenen irakischen Christen, die sich zurzeit in Jordanien aufhalten, dauert weiter an. Es gibt für diese Menschen keine Möglichkeit, zurück nach Hause zu gehen. Dort steht ihr Leben in Gefahr. Sie haben den Eindruck, dass sie um Jesu Christi willen alles verliessen und vor dem IS flohen und dabei keine Kompromisse schlossen, um zum Islam zu konvertieren. Täglich werden es mehr Flüchtlinge, und ihr Alltag ist äusserst beschwerlich. Sie kämpfen gegen Verzweiflung und Depression. Diese Christen sind wunderbare Menschen. Die Medien aber konzentrieren sich auf die MoslemFlüchtlinge, die nach Europa strömen. Die UNO sowie die Medien ignorieren schlichtweg diese besondere Menschengruppe der Christen. Die UNO weigert sich, den Christen zu helfen und bevorzugt die Moslem-Flüchtlinge. Die christlichen Iraker dürfen in Jordanien nicht arbeiten. Somit warten sie einfach auf ihre Ausreisevisa für ein anderes Land. Die Gemeinde Jesu allein ist in der Lage, diesen Menschen in ihrer verzweifelten Situation und in ihrem Überlebenskampf beizustehen.

Mittlerweile haben wir Kontakt zu 26 Patenschaftsfamilien. Dadurch bekommen sie Unterstützung für ihre grundlegenden Bedürfnisse wie Lebensmittel, Miete, Medikamente und persönliche Belange. Einige dieser Familien wurden für das "Stephanus-Projekt" ausgesucht. Dadurch bekommen sie ein Training zum Dienst und zur Jüngerschaft mit der Möglichkeit, danach an der Seite von Pastor Rami von der Freien Evangelischen Gemeinde Amman bedürftigen Familien zu dienen. Sie werden bei Verteilaktionen mithelfen und sich auch im pastoralen Dienst engagieren.


Familienpatenschaften

Die leiblichen Geschwister Maher (Bruder) und seine Schwester Maha (Foto: junge Leute in der Mitte, Surans im Hintergrund) kommen aus einer Familie, die früher zu den irakisch-assyrischen Christen aus Bagdad gehörte. Ihre Familie floh aus dem Irak, da die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Ursache waren schon damals die Grausamkeiten von Saddam Hussein und jetzt die des IS. Als sie in Amman ankamen, erholten sie sich allmählich von den Schrecken. Doch ihr Vater wurde durch das emotionale Trauma sehr krank und starb in Amman. Er hinterliess Frau und zwei Kinder. Diese beiden jungen Leute sind uns sehr lieb und kostbar geworden.

Im letzten Monat stiessen die Schwester der Frau mit ihrem Mann und zwei Söhnen aus Bagdad hinzu. Auch sie hatten unter der Gewalt gegen Christen gelitten und hoffen hier auf Asyl und einen sicheren Ort.

Das freudige Wiedersehen fand statt, als wir bereits nach Jerusalem zurückgekehrt waren. Doch noch in derselben Woche kollabierte der Vater der neuangekommenen Familie und starb ebenfalls als Folge des jahrelangen Stresses. Die Hinterbliebenen trauern! Eine weitere Familie ohne Mann und Vater! Wenn Flüchtlinge in Jordanien nicht arbeiten dürfen — wie soll man da überleben? Nun wohnt die Grossfamilie unter dem selben Dach und weiss nicht, wie es weitergehen soll. Wir fragen den Herrn, beten und hoffen, ihnen Hilfe bringen zu können. Wir möchten sie so bald wie möglich in die Patenschaften aufnehmen. Tochter Maha ist eine begabte Übersetzerin und dient gern. Ihr Bruder Maher hilft bereits anderen Flüchtlingen. Wenn er eine Ausbildung bekäme, würde er eines Tages sicher im pastoralen Dienst tätig sein können. Wir brauchen dringend eure Gebete und Hilfe für diese kostbare Familie!

Stephanus-Projekt

Bei unserem letzten Besuch trafen wir das Stephanus-Team bei der Arbeit. Dank dieses Programms haben sich die Teilnehmer positiv verändert. Sie bekamen Hoffnung und Unterstützung und dienen nun selber der irakisch-christlichen Gemeinschaft. Einige arbeiten als Übersetzer für Missions-Teams, die nach Amman kommen, um Flüchtlingen zu dienen. Andere betätigen sich als Fahrer oder halten Ausschau nach bedürftigen Familien und bringen ihnen Lebensmittel. Wieder andere arbeiten als Volontäre in Gemeinden und verteilen Hilfsgüter nach den Versammlungen. Die Gemeinde befindet sich im ältesten Teil Ost-Ammans. Jeden Mittwochabend gibt es dort eine Versammlung für Iraker. Gott hat diese Treffen gesegnet, die Versammlungen wachsen. Die meisten dieser Christen kommen aus der alten assyrischen Kirche, wo sie Aramäisch sprechen und die Peshitta (aramäische Bibel) im Gottesdienst lesen. Viele sind Neugläubige in Jesus. Das Stephanus-Team hilft dem Pastor, wo immer nötig: in der Verwaltung, beim Verteilen von Hilfsgütern oder beim Weitergeben des Evangeliums.

In Zusammenarbeit mit unseren jordanischen Freunden entstand das Motto: "Irakische Christen kommen als Flüchtlinge nach Jordanien, aber verlassen das Land als potenzielle Diakone und Missionare, um ihrem Gastland zu dienen."

Wir brachten aus Jerusalem auch persönliche Geschenke mit, zum Beispiel Malbücher zum Thema: "Flüchtlinge in der Bibel". Pamela hat sie bebildert, und wir liessen sie in Israel drucken. Auch ein Andachtsbuch mit Beiträgen von messianischen Juden sowie palästinensischen, israelischen und arabischen Christen brachten wir mit.

Hilfe für die Marka-Schule

Nebst den Familien besuchten wir die besondere christliche Schule für Iraker im Marka-Quartier. Sie führten eine spezielle Sommerschule ein. Zudem bestehen Pläne, vormittags auch syrische Flüchtlinge zu unterrichten. Die Schulleiterin erzählte, 200 Schüler hätten sich eingeschrieben. Es gäbe aber weitere 250 Kinder, die dieses Jahr nach Jordanien kamen und gerne an dieser Schule lernen möchten.

Die Kosten für einen Schüler beinhalten das Schulgeld, Hefte, Schreibzeug, Malstifte, Bücher, Uniformen und Transport. Wir danken dem Herrn für diese Schule, wo sie ihr Lernen in den wichtigen Fächern wie Mathematik, Englisch und Wissenschaft wachhalten und weiterführen können. So der Herr will und sie in ein anderes Land ausreisen, werden diese Kinder gut in einer anderen Schule mithalten zu können.

Hilfeleistung für irakische Flüchtlinge

CHF 2'400.- Familienpatenschaft für ein Jahr
CHF 200.- monatlich pro Familie für Miete und Lebensmittel
CHF 200.- an das Projekt "Stephanus"
CHF 100.- bis 150.- für Ventilatoren (Sommerhitze in Jordanien)
CHF 400.- Schulgeld für ein Kind in der Marka-Schule

In der Nacht vom 6. August 2014 hatte der IS die Christen in Mosul vor die Wahl gestellt, zum Islam zu konvertieren, den Ort zu verlassen oder innerhalb von 24 Stunden hingerichtet zu werden. Die Flüchtlinge werden wohl nie mehr in ihre Häuser und Geschäfte zurückkehren können.

Bitte helfen Sie, diese vertriebenen Glaubensgeschwister zu unterstützen. Möge unser Herr Sie für Ihre Barmherzigkeit und Anteilnahme an diesen kostbaren Menschen segnen.

"Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten." Jakobus 1,27



 Gaben für Irakische Flüchtlinge sind sehr willkommen und
bewirken viel Segen!  




Pniel-Gemeinde (Tiberias)


Und Jakob gab dem Ort den Namen Pniel: Denn ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden! 1.Mose 32:30


Eine Einladung zum Bau des Reiches Gottes in Israel


Das Erwachen der Gemeinde

Ich erinnere mich, dass es 1966 nur eine Handvoll kleiner Gemeinden in Israel gab. Nach meiner Schätzung lebten damals gesamthaft nicht mehr als 100 lokale jüdische Gläubige in Israel. Wir kannten uns alle. In den späten 70er-Jahren hat Gott Gläubige an Jesus nach Tiberias gebracht, das am Ufer des Sees Genezareth liegt. Aus dieser Versammlung entstand im Jahr 1982 die Pniel-Gemeinde. Schwere Verfolgungen waren in diesen frühen Tagen ein Teil unseres täglichen Lebens. Die gleichen religiösen Kräfte, welche gegen Jesus waren, kamen nun gegen uns. Unsere Versammlungen wurden mit Steinen beworfen, Fenster eingeschlagen und schliesslich der Versammlungsort in Brand gesteckt. Verleumderische Artikel sind über uns geschrieben worden. Für die folgenden Jahre waren wir eine obdachlose Gemeinde, die auf denselben Bergen zusammenkam, wo unser Herr vor 2000 Jahren den Volksmengen gedient hatte.

Unsere Gemeinde ist in 22 Jahren neunmal umgezogen.


Es war eine harte Zeit, aber Gott hat sie verwendet, um uns zu reinigen und zu formen. Unsere Gemeinde ist über einen Zeitraum von 22 Jahren neunmal umgezogen. Schliesslich haben wir dann im Jahr 2000 einen Versammlungsort mit 300 Sitzplätzen erwerben können. Die Gemeinde ist allerdings heute auf mehr als 550 Mitglieder angewachsen. Alles Lob gehört dem Herrn! Gott ist in Bewegung. Er sammelt Israel zurück in unser Land, aber er ist auch daran, uns geistig wieder zu beleben.


Treue und Wachstum im Segen

Wir möchten all unseren Freunden, die über die Jahre treu zu uns gestanden sind, unsere tiefe Wertschätzung und unseren Dank aussprechen. Ihre Investitionen haben eine grosse Rendite für das Reich Gottes gebracht. Nun stehen wir wieder vor der Herausforderung, einen grösseren Versammlungsort zu kaufen. Allein im vergangenen Jahr wurden 19 Kinder in unserer Gemeinde geboren. Wir haben mehr als 150 Kinder in der Altersgruppe von 0 – 13 Jahren. Die Räume, welche wir für sie haben, sind alle zu klein. So sitzen sie auf dem Flur und in der Küche. Jesus kommt bald zurück, um seine Braut zu sammeln und seine geliebte Nation Israel zu retten. Ich glaube fest daran, dass das, was im Leib in Israel passiert, Gott sehr auf dem Herzen liegt. Jetzt ist die Zeit, in den Aufbau des Reiches Gottes in Israel zu investieren. Es ist schön, für das Pflanzen von Bäumen im Land zu spenden, aber ich habe keinen Zweifel daran, Jesus ist noch viel mehr daran interessiert, dass wir in Pflanzungen von gerechten Männern und Frauen investieren.


Ein Wunder!

(aus einem Folgebricht)
Zu allererst ganz besonderen Dank für Ihre Gebete! Es ist ein Wunder vor unseren Augen, dass wir Ihnen die freudige Mitteilung machen können, dass durch die Gnade Gottes unser Suchen nach einem grösseren Zuhause für unsere wachsende Gemeinde einige Fortschritte gemacht hat. Der Herr hat neue Türen geöffnet. Aber es gibt noch manche Hürden zu überspringen. Dafür brauchen wir weiterhin Ihre Gebete. Beter sind Wundervollbringer! Bis jetzt konnten wir für unseren Baufonds etwa 60% der Summe sammeln, die zum Abschluss dieses Projekts nötig ist. Doch wir benötigen weitere Mittel. Wir laden Sie ein zur Teilnahme, in diesen Bereich Gottes zu investieren. Das Wort Gottes offenbart uns, wie sehr Er sein Volk Israel liebt und dass Er gute Pläne zur Wiederherstellung für Israel hat. Ebenso erkennen wir aus der Schrift, welch grosser Segen es für die gesamte Schöpfung sein wird, wenn Israel schliesslich als ganze Nation die Errettung erfährt (Röm.11,11-15.25-26).


Eine wertvolle CD

Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass wir kürzlich eine weitere CD mit Lehreinheiten für die Kinder-Sabbatgruppen fertig stellen konnten. Dies ist die vierte CD einer Serie von original hebräischem Lehrmaterial, das wir ursprünglich für den Bedarf in unserer eigenen Gemeinde entwickelt haben. Sie enthält 73 Bibelstunden für Kinder zwischen 5 und 7 Jahren, einen Stundenentwurf für den Lehrer, Seiten zum Ausmalen und Gestalten, die sich leicht ausdrucken lassen, ausführliche Anleitungen zur künstlerischen Gestaltung, Seiten mit Spielen, zusätzliche Bilder usw. Diese speziellen Kinderstunden lassen sich bei Bedarf problemlos "strecken", um sie für Gruppen mit gemischtem Alter zu verwenden, wenn die Kinder also etwas jünger oder älter sind. Wir bieten diese Lehreinheiten auf CD jetzt kostenlos zum Gebrauch in anderen Gemeinden an. Die vier CDs enthalten insgesamt 208 Kinderstunden für Gruppen unterschiedlichen Alters von 3 – 12 Jahren. Sie sind das Ergebnis von 13 Jahren Arbeit.


Gebet für unsere Nation

Wir bitten Sie, weiter für die Errettung von Gottes Volk zu beten. Wir erkennen eine wachsende Offenheit unter den Menschen, aber nach wie vor ist da der Schleier, der ihnen von den Augen gezogen werden muss. Vor kurzem ergab sich eine wertvolle Gelegenheit, mit einer Gruppe von etwa 20 jungen Leuten zu reden, die mehr über Messianische Juden erfahren wollten — wer wir sind, was wir glauben, usw. Sie sprachen uns an und baten um ein Treffen. Sie kamen, um zu hören, was wir glauben. Eine ganze Stunde lang hörten sie zu, und am Schluss dankten sie uns fanden alles sehr interessant.



Gott segne Sie,
Daniel Yahav, Gemeindeleiter


Nachsatz von Kurt Wenger: Unsere Reiseteilnehmer haben jedes Jahr die Gelegenheit, an einem Gottesdienst in Tiberias teilzunehmen. Ebenfalls überbringen wir jeweils die für diese Gemeinde erhaltenen Spenden. Wer die lebendige messianische Gemeinde unterstützen möchte, kann dies unter dem Stichwort Pniel-Gemeinde tun.



Ein Wechsel bei Doron Schneider


In den letzten 16 Jahren hatte ich das Vorrecht, dem Herrn über die ICEJ zu dienen. Angefangen mit der Umgestaltung des Wortes aus Jerusalem im Jahr 2000, dann als Direktor für Öffentlichkeitsarbeit, Liaison für die lokalen Gemeinden und als internationaler ICEJ-Sprecher für Israel.

Ich bin Augen- und Ohrenzeuge über die vielen christlichen Zeugnisse, die durch die ICEJ-Projekte in Israel wie Samen verstreut wurden, womit Jesus verherrlicht wurde. Als Israeli, der unter seinem Volk lebt und es gut kennt, kann ich bezeugen, dass die Hilfswerke der ICEJ sehr wertvoll für das jüdische Volk sind.

Mit jedem Juden, der nach Israel einwandert, mit jedem Baum, der in der Wüste gepflanzt wird und mit jedem Haus, welches wir in Israel bauen, wird Israel wiedehergestellt. So verhiess es Gott durch seine Propheten, und es geschieht in unseren Tagen. Damit beweist Israel, dass die Bibel recht hat und dass es einen Gott gibt. Aber da, wo Sonnenschein ist, gibt es auch Schatten, und die Aktivitäten von anti-israelischen Bewegungen bis BDS, wie auch aggressive Medienangriffe gegen Israel werden immer stärker. Daher wurde es Zeit für eine strategische Veränderung, damit ich meine Berufung: den Vortrags- und Predigtdienst für Israel und den Heilsplan Gottes intensiver durchführen kann. Somit habe ich meinen Dienst bei der ICEJ beendet und werde ab jetzt selbständiger Referent im deutschsprachigen Raum halten.

Wir befinden uns in einem geistlichen Kampf, und gegen geistliche Angriffe helfen nur geistliche Abwehrwaffen, daher möchte ich Sie bitten, für mich und meinen Dienst wie auch für meine Familie regelmässig zu beten.

Und ein Dankeschön: Vielen Dank für Ihre so treue Unterstützung in den letzten Jahren! Wir konnten damit viele jüdische Menschenseelen in Israel ermutigen. Die modernen Israelis haben das Gefühl, die ganze Welt sei gegen sie. In den Medien werden sie beschuldigt, Demonstrationen werden gegen Israel geführt. Dazu kommen die feindlichen Nachbarstaaten und die täglichen Lebensbedrohungen auf den Strassen Jerusalems. Zu alldem kommt noch ein sehr hoher Lebensunterhalt in Israel, weil viel (ungefähr 30 % vom Staatsbudget an Sicherheit abgeht. Deswegen ist jede Spende eine Ermutigung und ein Trost!

Vielen Dank und liebe Grüsse aus Jerusalem!
Doron Schneider


 Wenn es jemand auf dem Herzen hat, Doron Schneider, seine Familie und seinen Dienst zu unterstützen,
schreibe er zu seiner Gabe: Doron Schneider.