Gründer und Präsident
KURT WENGER


 


Projekt "Haus Ruth"


Wir besuchten das Dorf Ma'in im ländlichen Jordanien. Das ist ein spezieller Ort, denn dort befindet sich das Zentrum "Haus Ruth", wo man sich um Bewohner von umliegenden Dörfern kümmert, wo auch viele Flüchtlinge untergebracht sind. Mädchen und Frauen können Englisch lernen und sich praktische Fähigkeiten aneignen wie nähen, Perlstickerei, Schmuck herstellen oder einen Computer bedienen. Fern ihres gewohnten Alltags, leben sie in einer fremden Umgebung. Doch hier im Zentrum fühlen sich die Frauen wohl. Da finden sie neue Hoffnung durch das Miteinander mit anderen Frauen, und neue Freundschaften werden geschlossen. Das Haus wird von Rami, einem regionalen Feldleiter und seinem Team, geleitet. Rami freut sich zu beobachten, wie bei den Teilnehmerinnen Beziehungen entstehen, durch das Herstellen von hübschen Gegenständen das Selbstwertgefühl wächst und sie Fähigkeiten zu einem eigenständigen Einkommen entwickeln.

Im Januar 2016 wurde durch die Organisation "Global Hope" zusätzlich eine Klinik eröffnet. Dadurch werden die Dörfer mit medizinischer Hilfe versorgt. Viele der Patienten sind Flüchtlinge aus Syrien und Irak.

Das "Haus Ruth" hat zudem die Vision, eine zahnmedizinische Klinik auszubauen. Möchten Sie Dr. Bashar und die Frauen und Kinder unterstützen, die schon jetzt und in Zukunft von diesem Dienst des "Hauses Ruth" profitieren dürfen?

Projekt "Stephan"


Irakisch-christlicher Gottesdienst.
Wir sind dabei, ein neues Programm zu erstellen. Patenschaftsfamilien sollen die Möglichkeit bekommen, ihren eigenen vertriebenen Landsleuten zu helfen: "Iraker dienen Iraken."

Basierend auf Apostelgeschichte 6,1-7 werden wir dieses Programm "Projekt Stephan" nennen. Die Bekanntschaft mit Dr. Bashar und seiner Familie hat unser Leben verändert. Seit Januar kommen ständig frische Flüchtlingsströme nach Jordanien und die Situation wird schlimmer. Allein im Januar kamen 30'000 Syrer nach Jordanien, und Tausende mehr werden aus dem Nordirak folgen. Es besteht ein grosses Bedürfnis, die Iraker auszurüsten, damit sie ihren eigenen Leuten dienen können.

Wir wollen der Organisation "Global Hope" beim Aufbau dieses Projektes helfen und somit noch mehr Familienpatenschaften organisieren. Mit Jüngerschaftskursen wollen wir die Menschen zum praktischen Dienst ausrüsten im Blick auf die wachsende christliche Gemeinschaft. Wir arbeiten mit "Global Hope" zusammen, die sich nicht nur täglich um Flüchtlinge kümmern, sondern sich auch mit örtlichen Leitern und Gemeindeverantwortlichen treffen, um den Ärmsten in Jordanien helfen zu können. Wir glauben, dass durch dieses neu entstehende Projekt der Herr sein Werk segnen wird. Dadurch werden die Flüchtlinge verändert und zu Dienern des Herrn. So werden sie auch zur Bereicherung für jene Länder werden, in die sie später auswandern können.

Hilfe für irakische Christen

CHF 200.- monatlich pro Familie während 12 Monaten für Miete und Lebensmittel
CHF 2'400.- Familien-Patenschaft für ein Jahr
CHF 300.- für das Projekt "Haus Ruth" für arme Familien, Witwen, Waisen, Flüchtlinge, die es
sich nicht leisten können, in der Stadt einen Arzt zu besuchen.
CHF 200.- Projekt "Stephan"
CHF 100.- für Wolldecken
CHF 100.- für Heizöfen und Kleider
CHF 400.- Schulgeld für ein Kind für ein Jahr


Pamela Suran mit Witwe und ihren Kindern.
Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, diesen Bericht unseres Besuches in Jordanien zu lesen. In den kommenden Monaten möchten wir euch noch mehr mitteilen. Ihr dürft wissen, dass ihr unseren geliebten Freunden wirklich helft. Die meisten dieser vertriebenen Christen aus dem Irak und Syrien haben zu einem gewissen Grad "die Gemeinschaft seiner Leiden" erlebt.

Wir erachten es als Vorrecht, den Flüchtlingen Hilfe zu bringen. Wahrscheinlich werden sie nie mehr in ihre Häuser und Geschäfte zurückkehren können, wenn diese unter der Kontrolle der ISIS stehen. Nach Gottes Zeitplan werden sie hoffentlich in ein anderes Land auswandern können. Das wird aber viele Monate, vielleicht Jahre dauern.

Wir wollen tun, was wir können, um unsere verfolgten Glaubensgeschwister zu unterstützen. Möge der Herr euch für eure liebende Anteilnahme und Grosszügigkeit segnen!

Der König wird zu ihnen sagen: "Was ihr getan habt einem dieser meiner geringsten Brüder, das habt ihr mir getan." (Matthäus 25,40).

Mit unserem Segen und Gebet, eure
Pastor Shmuel und Pamela Suran




Gaben für "Irakische Flüchtlinge" leiten wir sehr gern an Shmuel Suran weiter.



Die Geschichte der Bäume in Israel


von Doron Schneider

Das Neujahrsfest der Bäume beginnt im Februar

Tu bi Schevat bedeutet wörtlich "der 15. Schvat" (5.Monat im jüdischen Kalender). In moderner Zeit werden an diesem Tag Bäume angepflanzt. Es ist Brauch, an diesem Tag eine Frucht zu essen, die man in diesem Jahr bisher noch nicht verzehrt hat. Das Fest geht zurück auf die Mischna.

Dieser Termin markiert das Ende der Regenzeit und damit den Beginn der idealen Pflanzperiode in Israel. Das Datum ist wichtig für die Vorschriften für die Orla, d. h. Altersbestimmung der Bäume.

Das Fest gründet auf dem Verbot, Früchte von neu gepflanzten Bäumen unter drei Jahren zu geniessen, und dem Gebot, sie im vierten Jahr im Tempel darzubieten und erst im fünften Jahr zu essen. Tu bi Schevat zeigt das Ende des Winters an und symbolisiert das Blühen Israels, seine Besiedlung, die Schönheit der Natur und die guten Früchte, die seine Erde hervorbringt.


Auf israelischen Bergen wachsen dichte Wälder

Als vor über dreitausend Jahren Israels Stämme Einzug hielten ins gelobte Land Kanaan, waren sie zutiefst beeindruckt von dessen Forsten. Im Gebiet des Stammes Efraim ragten die besonders hohen Tabor-Eichen auf. Schätzungsweise 100'000 Hektar gross war dort der Wald. Auf dem Karmelgebirge standen die Wälder, die dem Stamm Manasse gehörten: 150'000 Hektar Laubbäume und Koniferen.

Doch die Waldesherrlichkeit war nicht von Bestand. Viele Jahrhunderte lang legten Römer, Byzantiner, Araber und Mongolen die Axt an die Bäume. Als die Kreuzritter kamen, fanden sie nur noch klägliche Überreste der einst gewaltigen Forste vor, die sie prompt niederhackten. Israel bot schon im Mittelalter jenes Bild vom Heiligen Land, das den Europäern seitdem vertraut ist: eine sonnenverbrannte, steppenartige Gegend mit kahlen Bergen.

Das Bild hat sich geändert. In rund 280 Forstrevieren wurden über 200 Millionen Bäume gepflanzt. Jedes Jahr kommen mehr als fünf Millionen Setzlinge dazu.

Gegen Ende des Jahrhunderts durfte Israel wieder das reich bewaldete Land früher biblischer Zeiten sein. Bei einer Bevölkerung von acht Millionen Menschen stehen 50'000 Hektar Wald zur Verfügung.


Die Erfolgsgeschichte der Wiederaufforstung Israels begann vor rund hundert Jahren.

Ende des 19. Jahrhunderts hatte ein Bericht der "Palestine Exploration Society" noch festgehalten: "Der Mensch, nicht die Natur, hat Wald und Boden zerstört. Nur der Mensch ist fähig, dem Boden seine Fruchtbarkeit wiederzugeben."

Damals bedrohten grosse Herden schwarzer Ziegen, die mit Vorliebe Baumrinden und junge Sprösslinge anknabberten, jeden grünen Trieb. Beduinische Nomaden fällten Bäume für Feuerholz. Was ihnen entging, holten sich die Türken im Ersten Weltkrieg. Die Lokomotiven der Transportzüge zu den Fronten am Suezkanal und im Hedschas wurden mit Holz befeuert. Damals fiel die letzte Tabor-Eiche.

Indes lief schon seit Ende des 19. Jahrhunderts ein bescheidenes Wiederaufforstungsprogramm. Anfangs pflanzten jüdische Siedler, aber auch die deutsche Templer-Gesellschaft Pinien von der iberischen Halbinsel und später australische Eukalyptusbäume.

Die Baumanlagen jener Templer, protestantischer Siedler, die im 19. Jahrhundert eingewandert waren, wurden im Zweiten Weltkrieg von den englischen Mandatsbehörden Palästinas beschlagnahmt und später von Israel übernommen.

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde eine Eukalyptus-Art, die gewaltige Mengen Wasser benötigt und deshalb eine wichtige Rolle bei der Trockenlegung der Fiebersümpfe im palästinensischen Tiefland spielte, zum Symbol der jüdischen Pionierarbeit. Bei den Arabern hiessen Eukalypten bald nur noch "Judenbäume".

Schon lange bevor im Westen der Umweltschutz ein Thema wurde, propagierten zionistische Siedlungsverbände, die Wälder aufzuforsten, wichtigste Voraussetzung für Bodenschutz und Bodengewinnung.

Israels Wälder wuchsen auch deshalb, weil allenthalben Gedenkhaine angelegt wurden. So grünt zu Ehren des Zionismus-Pioniers Theodor Herzl ein Wald von 100'000 Bäumen. Hunderte von Forsten erinnern an Prominente, von Lord Balfour bis Kennedy, von Einstein bis Hermann Hesse. Im Januar soll Willy Brandt mit einem Hain geehrt werden.

Ein besonders grosser Wald ist zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus gepflanzt.
Israels Forstprogrammen kommt auch zugute, dass über 90 Prozent allen Landes dem Staat gehören und 15 Prozent des Staatsterritoriums ausschliesslich für Wälder vorgesehen sind. Vorzugsweise werden minderwertige Böden bewaldet.

Der dichte Forst bei Hanita, südlich der libanesischen Grenze, ist ein Beispiel für den Erfolg. "Als ich vor 40 Jahren hier zu arbeiten begann, wuchs praktisch nichts", sagte der aus Hamburg stammende Oberförster Elchanan Josephy, "jetzt gibt es schon Wälder, in denen man sich beim Spazierengehen verirren kann."

In fast allen jüdischen Familien stehen traditionell "blaue Büchsen" in der Küche — für Spenden, die zur Aufforstung und Bodenerschliessung bestimmt sind. Ausserdem werden Israelbesucher häufig dazu angehalten, ihrer Visite durch Pflanzen eines Baumes höheren Sinn zu geben. Früher wurden meistens nur Kiefern gepflanzt. Heute pflanzt der JNF (KKL) lieber Oliven- oder Feigenbäume, die ein viel längeres Leben haben. Olivenbäume brauchen in den ersten Jahren mehr Pflege und sollten beim Einpflanzen mindestens schon zwei Jahre alt sein, damit sie nachher selbständig weiterwachsen können.

Pflanzen auch Sie Olivenbäume in Israel zum Neujahrsfest der Bäume!
1 Baum = CHF 65.-, 2 Bäume 110.-, 3 Bäume 150.-, 4 Bäume 190.-, 5 Bäume 220.-


"Denn der HERR tröstet Zion, er tröstet alle ihre Wüsten und macht ihre Wüste wie Eden und ihr dürres Land wie den Garten des HERRN, dass man Wonne und Freude darin findet. Dank und Lobgesang." Jesaja 51.3



Gaben für "Olivenbäume" leiten wir gern an Doron Schneider weiter.







Heim für christliche Soldaten


von Najeeb Atteih

Liebe Freunde
In den vergangenen Jahren hat sich die arabisch-christliche Gesellschaft in Israel zu verändern begonnen. Zurzeit dienen über 500 arabische Christen in der israelischen Armee, und vor kurzem trugen sich unter meiner Schirmherrschaft weitere 162 in die Meldelisten ein. Unser Sohn Tino schliesst bald seine Ausbildung zum Offizier ab. Die Armee liebt ihn und seinen Vater.

Wir hatten es schon länger auf dem Herzen, ein Zentrum für arabisch-christliche Soldaten in der israelischen Armee zu gründen. Viele dieser Soldaten kommen aus Familien oder Dörfern, die nicht hinter ihrem Entscheid stehen, in der israelischen Armee zu dienen. Die jungen Männer brauchen geistliche, emotionale und finanzielle Hilfe. Deshalb haben wir dieses Zentrum gegründet, bestehend aus zwei Wohncontainern, in denen zurzeit zwei junge Männer wohnen, die vor ihrem Armeedienst stehen.

Das Zentrum für christliche Soldaten ist ein eigenständiger registrierter Verein. Ich stehe in regelmäßigem Kontakt mit der Armee. Das Projekt steht erst am Anfang und benötigt weitere Unterstützung. Besonders fehlt uns noch ein Schutzbunker, der rund 150'000 Schekel (CHF 38'000/ EUR 34'600) kostet. Wir vertrauen auf Gottes Hilfe.

Jamil (Name geändert) ist einer der Soldaten, die wir betreuen. Jamil, dessen Vater traditioneller Christ war, stammt aus dem gleichen Wohnviertel wie ich. Als er von unserer Organisation hörte, kam er zu uns, um Hilfe zu bitten. Er hatte viele jüdische Freunde und interessierte sich dafür, in der israelischen Armee zu dienen. Ich verkündete ihm gleich Gottes Botschaft und erklärte ihm den Heilsweg. Beim nächsten Besuch brachte Jamil seine Mutter mit, die mich gleich erkannte und mich daran erinnerte, dass wir aus dem gleichen Viertel stammen.

Jamils Vater hatte sich vor zwei Jahren das Leben genommen, was für den Sohn eine grosse Tragödie war. Eine Welt brach ihm zusammen. Er fühlte sich für seine Familie verantwortlich, wusste aber nicht, wie er seiner Mutter und der jüngeren Schwester helfen konnte, mit der Armut und den Schwierigkeiten fertig zu werden. Ich durfte Jamil zum Herrn führen. Seither besucht er unsere Gottesdienste und liebt den Herrn sehr. Trotz aller Probleme hat er immer ein Lächeln auf dem Gesicht.

Seine Familie lebt in grosser Armut. Die Mutter kam vor mehr als 20 Jahren als muslimische Palästinenserin nach Haifa. Sie darf hier leben, bekommt aber keine Unterstützung vom Staat, nicht einmal Gesundheitsversorgung. Jamil tut alles, um ihr zu helfen, und wir haben einen Anwalt beauftragt zu versuchen, ihr als Mutter eines israelischen Soldaten eine gewisse staatliche Anerkennung zu verschaffen. Sie kann ihr Heimatdorf nicht besuchen, weil ihr die nötigen Papiere fehlen, um wieder nach Israel einreisen zu können.

Als sie uns zum ersten Mal mit ihrem Sohn besuchte, fragte ich sie, wie sie als Palästinenserin ihren Sohn ermutigen könne, in der israelischen Armee zu dienen. Ihr Antwort war: "Ich lebe seit 20 Jahren hier und hatte nie Probleme, obwohl ich keine Rechte habe. Aber Israel hat mich nie vertrieben und wurde sogar zu einem Zufluchtsort auf der Flucht vor meinen Eltern. Sie wollten mich umbringen, weil ich einen Christen geheiratet hatte."

Jamil wollte unbedingt in der Armee dienen — eine Entscheidung, die ihm viele Probleme bescherte. Einige seiner arabischen Freunde wandten sich von ihm ab, weil sie ihn für einen Verräter halten. Kommt hinzu, dass er an seinen Freitagen in einer sehr armseligen Wohnung lebt, die die meisten Annehmlichkeiten vermissen lässt, die wir für selbstverständlich halten.

Deshalb verbringt er seine Freitage gerne mit mir, der ich für ihn wie ein Vater und Mentor geworden bin. Er geniesst die warme Atmosphäre und das Essen in unserer Familie. Wir freuen uns, dass er Jesus nachfolgt und ein exzellenter Soldat ist, den sein Vorgesetzter überall hin mitnimmt.

Walid ist ein liebenswerter junger Mann. Seine Eltern haben sich vor vielen Jahren scheiden lassen. Er hat einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester, die jeden Sonntag in unsere Sonntagsschule kommt. Die Familie lebte früher in Nazareth, doch nach der Scheidung zog die Mutter in die Nähe ihrer Familie. Walid hörte von einem Freund von unserer Organisation und kam für ein Beratungsgespräch zu mir. Er fand ein offenes Ohr und ein grosses Herz. Ich fragte ihn, warum er sich zur Armee melden wolle. "Als ich in Nazareth aufwuchs, hatte ich keine jüdischen Freunde und konnte nicht gut Hebräisch. Doch als uns unsere Situation nach Haifa brachte, sah ich, wie die Leute hier in Harmonie zusammenleben. Durch meine Arbeit lernte ich jüdische Freunde kennen.
Als ich mich entschied, zur israelischen Armee zu gehen, war mein Vater der erste, der mir drohte: ‚Wenn du deine Meinung nicht änderst, werde ich dich vor Verwandten und Freunden verleugnen!' — Was soll's, das hat er schon getan, als er uns verliess, als wir noch kleine Kinder waren und ihn dringend gebraucht hätten. Deshalb habe ich mich zum Armeedienst gemeldet, und ich bin froh, dass ich es getan habe."

Bitte betet für all diese Leute. Bitte betet um Weisheit für uns, wenn wir mit so schwierigen Schicksalen konfrontiert sind.

Der Herr segne euch!
Rev. Najeeb und Elizabeth Atteih
                      


Gaben für "Soldatenheim" leiten wir gern an Rev. Najeeb weiter.