Rundbrief Nr. 153
Mai 2018


Dankesschreiben
Dank von Shmuel und Pamela
für die Unterstützung für ihre Flüchtlingsschützlinge: «Du liebe Zeit! – Manna vom Himmel! Wir sind zutiefst dankbar für die Freunde von Rea Israel! Möge Gott Kurt Wenger und Sie alle 10’000-mal segnen! Danke für solch ein anteilnehmendes und grosszügiges Geschenk!» Wir konnten ihnen Fr. 10'000.- für die Weihnachtsfeier mit allem Drum und Dran überweisen sowie Fr. 4'800.- für zwei Jahrespatenschaften. (Nachträglich nochmals Fr. 10'000.- und vier Patenschaften)

Dank von Cookie Schwaeber-Issan
(Makor HaTikvah, messianische Schule in Jerusalem) Ehre sei dem Herrn!!! Ich bin so begeistert, Ihnen mitteilen zu können, dass unsere Schülerliste für dieses Jahr vollständig abgedeckt wurde. Wir brauchen heuer keine weiteren Stipendien mehr. Gott hat treu versorgt, und ein Grossteil des Geldes kam von Rea Israel. Es ist für uns solch ein Segen, mit Leuten in Verbindung zu sein, die an unseren Schülern in Israel so sehr Anteil nehmen. Wir beten für Sie, dass der Herr Ihre Investition vielfach in Ihrem Leben vergelten möge!

Im internationalen Rundbrief der Schule schrieb die Schulleiterin Cookie: Take the Swiss Challenge! Nachdem wir von bedürftigen Schülern, die Hilfe in ihrem Schulgeld benötigten, eine Liste an eine Schweizer Organisation von Gläubigen sandten (die uns schon bisher regelmässig unterstützten) haben sie zehn Schüler adoptiert. Ihnen wird von generösen Schweizer Unterstützern in diesem Jahr das Schulgeld bezahlt.

Dank von Rachel Netanel
Auch Rachel ist sprachlos vor Dank für die erhaltenen Fr. 5'000.- für ihren Evangelisationsdienst. Sie telefonierte mit Silvia Pfeil, jubelte und sagte, sie sei vor Freude gehüpft! Nun konnte sie Gäste zum Chanukka-Fest einladen und ihnen wieder vom wunderbaren Messias erzählen, der das wahre Licht ist. Das Geld wird auch reichen, um einen Gärtner zu bestellen, der in ihrem grossen Garten etwas Pflege reinbringt und die Winterpflanzen setzt, die dann im Frühling blühen werden. Und natürlich gibt es in ihrem Dienst noch andere Ausgaben, für die sie nun etwas Reserve hat. Rachel ist glücklich und lässt die Spender herzlich grüssen.

Dank von Sam und Ella
Shalom, lieber Gerhard und Silvia. Heute haben wir die Information von der Bank erhalten. Eure Liebesgeschenk ist bereits auf unserem Konto. Danke! Preis dem Herrn! Herzliche Grüsse und Dank an die Gebetsgruppe, an Bruder Kurt, an alle Freunde in der Schweiz! Seid alle reich gesegnet! Eure israelischen Freunde Sam und Ella.

Leider blieb dieses Blatt mit den freudigen Dankeschöns versehentlich liegen. Es hätte im Januar oder Februar unsere treuen Spender und Spenderinnen erfreuen sollen!


Bitte helfen Sie uns helfen!
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Mutter und ihr ungeborenes Kind
Eine Syrerin hat vor einigen Tagen im Rambam-Krankenhaus in Haifa ihr Kind zur Welt gebracht. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Demnach war es in der Schwangerschaft zu massiven Komplikationen gekommen. Ein syrischer Arzt hatte der werdenden Mutter empfohlen, in der syrischen Hauptstadt Damaskus oder in Israel nach Hilfe zu suchen. In dem jüdischen Staat wurden seit 2013 bereits über 4'000 syrische Patienten behandelt. Die israelischen Ärzte konnten das Leben der Frau und ihres Kindes durch einen komplizierten Eingriff retten. Am Dienstag kehrte die Mutter mit ihrem Kind wohlbehalten nach Syrien zurück.

(Quelle: Israelnetz vom 9.3.18, von ser)

Kommentare von Teilnehmern der Reise nach Israel im Frühling 2018
Reisegruppe nach Israel Frühling 2018
Franz und Sabine W.
Wir möchten dem ganzen Reiseleitungsteam für die super Organisation herzlich danken. Es hat alles bestens geklappt! Die Reise wird uns noch lange in bester Erinnerung bleiben –  wohl das ganze Leben lang!

Anita Sch.
Ich war schon privat in Israel und nun zum ersten Mal mit einer Gruppe. Ich genoss die wertvollen Informationen durch unseren kompetenten israelischen Reiseleiter Dany. Solche Details sind sonst ja nicht vorhanden, wenn man das Land privat bereist. Die Zusammengehörigkeit innerhalb der Gruppe war ganz besonders harmonisch, auch die Kinder und Jugendlichen hatten ein tolles Miteinander.

Thomas B.
Die abendlichen Referate waren inspirierend, wertvoll und lebensnah. Es faszinierte mich zu sehen, wie rasch die Kinder zueinander fanden und fröhlich zusammen spielten und unterwegs waren.

Dominique K.
Es war eine sensationelle Reiseorganisation durch Kurt Wenger/Rea Israel, dem israelischen Reiseleiter Dany sowie dem geschickten Busfahrer Schraga. Die morgendlichen Andachts-Gedanken von Kurt Wenger und Pastor Ed Wells im Bus oder unterwegs waren immer sehr wertvoll. Ich schätzte es sehr, auf diese Weise den Tag beginnen zu dürfen. Dany besitzt ein gewaltiges Wissen und vermittelte uns vieles davon. Der Busfahrer ist zugleich ein talentierter Koch, der uns unterwegs herrliche Salatbuffets servierte. Kurzum: es war ein «Dream-Team»!!!

Anna R.
Reiseleiter Danys Ausführungen waren äusserst interessant. Meine Kinder fühlten sich wirklich wohl im Kibbutz-Hotel Maagan am See Genezareth. Dort hat ihnen vor allem der Swimming-Pool und die grosse Spielwiese gefallen. Die Kinder freuten sich über vieles an der Reise. In Maagan sind die Bungalows ideal für Familien. Die (freiwilligen) Tagesausflüge waren zum Teil etwas streng, doch dadurch bekam man in kurzer Zeit einen Bezug zum Land und ein besseres Verständnis für die biblischen Berichte vor Ort.

Heinz K.
Nebst den biblischen Inputs war es für mich äusserst interessant, vieles über Israel und seine Bevölkerung zu erfahren. Dazu hörte ich viel Wissenswertes über das Zusammenleben zwischen Juden, Arabern, Drusen und Christen. Die geschichtlichen Zusammenhänge waren für mich einen «Augenöffner». Gerne möchte ich nun in der Schweiz als guter «Botschafter» auf diese Zusammenhänge hinweisen können – doch dazu musste ich eben erst selbst einmal Israel bereisen und davon hören!

Isabella St.
Ich war schon über zwanzigmal in Israel. Doch auf dieser Reise hat mir die Gemeinschaft in der Grup­pe sehr wohl getan. Ich genoss die Gespräche und den Austausch mit den anderen Teilnehmern. Kurt Wengers Andachtszeiten im Bus haben mich ermutigt. Am See Genezareth erlebte ich eine äusserst wertvolle, persönliche Zeit mit Jesus. Für Momente der Ruhe und der Zweisamkeit mit Gott diente auch die Wanderung sowie andere Zeiten in der Natur.

Peter L.
Ich war zum ersten Mal in Israel. Das Tropf-Bewässerungssystem, die Plantagen und was die israelische Nation hervorbrachte und weiter hervorbringt, hat mich sehr beeindruckt. Die Natur, Gärten, Blumen – das ist einfach wunderschön! Israel war wirklich eine Reise wert!

Reto R.
Diese Israelreise ging weit über einen normalen Touristenbesuch hinaus. Wir bekamen Einblick in die Komplexität der Völkerverbindungen in Israel. Die Reiseerklärungen unterwegs sowie die abendlichen Vorträge ergänzten sich und gaben ein vollständigeres Bild.

Sabine W.
Kurt Wengers Andachten im Bus waren sehr kostbar. Dies war für mich eine «Tankstelle», um davon den ganzen Tag «zehren» zu können. Zudem waren auch Reiseleiter Danys Erklärungen äusserst eindrücklich. Ich habe mich sehr über diese Israelreise gefreut. Ermutigend waren auch die passenden Bibelstellen, welche vor Ort vorgelesen wurden. Besonders berührt hat mich der entsprechende Text im Garten Gethsemane.

Stephan und Monica I.
Die gesamte Familie war sehr berührt, als wir die biblischen Orte echt vor uns sahen und nicht nur so, wie wir sie von unserer Vorstellung her kannten! Die Bootsfahrt auf dem See Genezareth gefiel den Kindern und uns besonders gut. Ich, Stephan, spürte einen echten Frieden im Land. Das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir in Israel waren! Es war eine top Reiseorganisation. Die Kombination der zwei Standorte von Maagan (See Genezareth) und Jerusalem war ideal. Wertvoll waren auch die Abendvorträge. Wir sind als ganze Familie dankbar, dass wir diese Reise machen durften!

Tasse ich liebe Israel

Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Najeeb & Elizabeth Atteih
Najeeb & Elizabeth Atteih, Haifa, sind unsere Kontaktpersonen
Bericht von Elizabeth im März 2018


Liebe Freunde von Rea Israel
Letzte Woche reisten Najeeb und ich für ein paar Tage nach Jordanien. Unsere Reise dauerte länger als sonst, weil an jenem Tag viele Leute über die Grenze fuhren. Am Abend kamen wir in Amman an und waren für unseren Dienst bereit.

Narso
Am ersten Morgen besuchten wir den kleinen Narso und seine Eltern. Die Familie kommt aus einem sehr kleinen Dorf aus dem Irak, weit abseits von jeder grossen Stadt. Zur Familie gehören auch drei süsse Mädchen. Da Narso nicht spricht, dachte ich anfänglich an Taubheit, doch seine Mutter meinte, er sei autistisch. Sie kümmert sich liebevoll um ihre Kinder und liebt den Herrn. Ihr Mann ist eher ungebildet und oft in Gedanken abwesend. Zudem ist er nicht sehr geduldig mit den Kindern. Als sie noch im Irak lebten, bat die Frau ihren Mann wiederholt, mit Narso in die Stadt fahren zu dürfen, um Hilfe für seine Behinderung zu bekommen. Sie wusste, dass bei ihm etwas nicht stimmte. Doch zu einer Abklärung kam es leider nie.

Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Bevor wir nach Jordanien kamen, hatte ich für Narso einen Termin zur Abklärung seines Gehörs vereinbart. Für die Gehör-Technikerin war es sehr schwieg, mit Narso zu arbeiten, da er nicht wollte, dass sie ihm nahekam. Versuchte sie es trotzdem, begann er zu schreien und zu zappeln. Zur Ablenkung und Beruhigung gab ich ihm ein paar Spielsachen, und seine Mutter versuchte, ihn zu trösten. Der Befund zeigte, dass Narso gut hört. Die Gehör-Technikerin meinte auch, Narso sei wahrscheinlich autistisch und verwies uns an eine Stelle, wo dies abgeklärt werden könne. Das wird in den nächsten Tagen geschehen. Nach dieser Diagnose wird man ihm besser helfen können. Wir möchten auch, dass er eine Sprach-Therapie bekommt. Sogar im Alter von neun Jahren spricht er noch kein Wort. Seine einzige Kommunikation besteht im Schreien oder Zappeln. Er braucht Hilfe, doch dies wird eine langwierige Sache werden. Falls Behandlungen möglich sind, wird dies monatliche Kosten verursachen – was die Familie aber nicht bezahlen kann.

Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Mein Herz fühlt so sehr mit Narso. Ich möchte ihm helfen können. Was für ein anderes Leben wäre das für ihn, wenn er lernen, verstehen und kommunizieren könnte. Bitte beten Sie für dieses kostbare, von Gott erschaffene Kind – vielleicht sehen Sie eine Möglichkeit, Narso in seinen Behandlungen zu unterstützen.

Die Familie möchte in eine andere Wohnung umziehen. Die jetzige Monatsmiete (möbliert) ist mit CHF 455.- zu teuer. Sie haben eine kleinere Wohnung für CHF 325.- in Aussicht. Das Problem ist jedoch, dass diese unmöbliert ist und ihnen die Mittel fehlen, um Möbel zu kaufen. Das bedeutet schliesslich, dass sie auf dem Fussboden schlafen müssten. Wir beten, ihnen in dieser Not helfen zu können.

Frau Halla
Der Besuch bei Halla und ihren Töchtern war schwierig. Durch ihre unveränderte Situation sind sie deprimiert. Halla kann keine Arbeit finden, und das Arbeiten von zu Hause aus klappt nicht mehr. Ihre Töchter möchten gerne nach Syrien zurück, vor allem Tamara. Sie fühlen sich frustriert, ständig als Flüchtlinge und Ausländer in Jordanien leben zu müssen. Sie möchten in ihr Heimatland zurück, wo sie eine Identität und ein Bürgerrecht haben. Mutter Halla hat jedoch den Eindruck, der richtige Zeitpunkt dazu sei noch nicht gekommen, da in Syrien immer noch Chaos und Instabilität herrscht, zudem wäre es schwierig, eine Wohnung zu finden nebst der Möglichkeit, den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Ich fragte sie, ob sie vielleicht bei Geschwistern Unterkunft finden könnte, doch Halla weiss, dass ihre Geschwister sich selber schwertun, für ihre Familien zu sorgen. Diese könnten ihr kein Essen geben, noch weniger einen Platz zum Leben. Alles, was ihre Verwandten haben und bekommen, investieren sie in ihre Kinder. Najeeb und ich versuchten sie zu trösten und zu ermutigen.

Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Firas und Alice
Die ganze Familie hatte die Grippe. Heute lernten wir sie besser kennen und konnten auch mit ihnen beten. Ich war Firas zum ersten Mal an der Weihnachtsfeier begegnet. Dort hatte er uns gebeten, ihm und seiner Familie zu helfen. Damals fiel mir auf, dass mit seiner Hand etwas nicht stimmte, und er hatte erklärt, er benötige eigentlich eine Operation. Sein Problem hatte schon in Syrien begonnen, und dort bekam er auch ein paar Behandlungen.
Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Doch seit er in Jordanien lebt, verschlimmerte sich die Sache. Jetzt aber konnte ich ihm freudig mitteilen, wir hätten die Finanzen, um ihm die OP zu bezahlen. Sogleich klärten wir ab, in welchem Krankenhaus der Eingriff durchgeführt werden sollte. Einige Gläubige verwiesen uns an ein Spital, das von Christen geführt wird, und so entschieden wir uns für dieses. Der junge Arzt bestätigte, dass Firas’ Hand wirklich operiert werden könne, und so vereinbarten wir sogleich den Termin. Dann bat ich darum, bezahlen zu können. Erstaunt fragte der Arzt: «Wieso wollen Sie die Operation bezahlen? Welche Beziehung haben Sie zu dieser Familie?» Ich erklärte kurz, dass wir Gläubige aus Israel seien und den Wunsch haben, Flüchtlingen zu helfen und sie zu segnen. Da war er freudig überrascht und sagte: «Weil Sie so weit hergereist sind, um diesen Menschen zu helfen, möchte ich ebenfalls ein Segen sein und mache Ihnen einen günstigeren Preis.»

Ein paar Tage nach unserer Rückkehr nach Israel kam schon die Nachricht, dass die Operation gut verlaufen sei und Firas sich davon erhole. Wir danken dem Herrn für sein Eingreifen in dieser Situation! Wir danken auch den Spendern von Rea Israel für ihre Gaben, dank welchen dieser Eingriff möglich wurde. Und wir sind dankbar für den Arzt, der uns eine Preisermässigung gewährte. Unser Gott ist treu – Seine Fürsorge ist wunderbar!

Sanaa, Adel und Faris
Die Situation von Frau Sanaa ist noch immer schwierig. Wohl helfen ihr die Spritzen, doch der Arzt meint, sie benötige in den kommenden Monaten noch weitere davon. Diese belaufen sich jedoch monatlich auf ungefähr CHF 400.-. Sanaa betet und vertraut dem Herrn für diesen Betrag, denn es besteht keine Möglichkeit, dass sie dafür arbeiten und sich dieses Geld selber verdienen könnte. Sie kümmert sich Tag und Nacht um ihren Schwager Faris, der am Down Syndrom leidet. Durch diese ständige Fürsorge fühlt sie sich müde und überarbeitet. Faris ist inzwischen völlig erblindet. Dies macht die Situation noch schwieriger. Seither ist er noch unsicherer und verwirrter geworden. Oft weint und schreit er und benötigt Aufmerksamkeit. Weder kann er sich selber pflegen noch allein zur Toilette gehen. Ständig beansprucht er Sanaas und Adels Hilfe. Diese kümmern sich liebevoll um ihn, doch eine solche Fürsorge ist sehr aufreibend. Sie brauchen unsere Gebete, Ermutigung und Hilfe!

Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Ein Ausflug nur für Mütter
Am Freitag hatte ich einen besonderen Ausflug für hundert Flüchtlingsmütter geplant. Am Morgen trafen wir uns in der Evangelischen Gemeinde, wo alle auf zwei Reisebusse verteilt wurden. Dann fuhren wir nach Madaba. In der Nähe eines Flusses genossen wir ein wunderbares Frühstücks-Picknick.
Zu Beginn des Ausflugs hatte ich den Frauen erklärt: «Heute ist ein wirklich besonderer Tag, den der Herr für uns vorbereitet hat. Heute schenkt Gott euch einen freien und entspannten Tag. Heute dürft ihr euch verwöhnen lassen von Gott, von mir und dank Spendern aus dem Ausland. Heute sollt ihr gesegnet werden und euch nicht um eure Familie und Kinder, um das Kochen, Putzen und andere Aufgaben kümmern müssen. Dieser Tag ist speziell für euch.» Und alle Frauen lachten freudig.

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Berg Nebo mit seiner prächtigen Aussicht und der schönen Kirche. Ein Monument mit einer Kupfer-Schlange erinnerte uns an eine Geschichte von Mose. Wir stellten uns als Gruppe zusammen und sangen Loblieder. In einer kurzen Andacht erinnerte ich die Frauen an die Bibelstelle aus Johannes 3,14-15, wo es heisst: «Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.»

Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Auf dem Berg Nebo
Ich erinnerte an das biblische Geschehen mit Mose und der Schlange. Als die Israeliten einmal mehr gegen Gott murrten und rebellierten, sandte Gott giftige Schlangen, um das Volk zu bestrafen. Da schrie Mose für das Volk zu Gott. Und der Herr erbarmte sich und befahl Mose, eine Schlange aus Kupfer herzustellen und zu erhöhen, damit jeder, der auf die Schlange schaut, geheilt und gerettet würde. Gleichermassen wurde Jesus ans Kreuz genagelt, damit, wer an ihn glaubt, Vergebung der Sünden bekommt und geistlich gesund wird. Das ist das Leben und die Hoffnung, die wir in Jesus haben. Darnach ermutigte ich die Frauen, ihre Kinder zu lieben, für sie zu sorgen und sie im Wort Gottes zu erziehen.
Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Später gab es ein feines Mittagessen in einem gediegenen Restaurant. Derweil übergab ich jeder Frau ein kleines Geschenk: eine Bibel, ein Schal und etwas Schokolade. Darüber freuten sie sich riesig und bedankten sich herzlich. Es erinnerte sie daran, wie kostbar und geliebt jede Person bei Gott ist.

Wir hatten den ganzen Tag auswärts verbracht und kehrten am Abend glücklich nach Hause zurück. Als ich unterwegs einige Frauen fragte, was dieser Tag bei ihnen auslöste, bedankten sie sich herzlich und küssten mich. Sie meinten, es sei einfach wunderbar, einen solchen Tag geniessen zu dürfen, weg von der Alltagsroutine. Viele von ihnen hatten schon sehr lange keinen solchen freien Tag mehr erlebt. Doch diese paar Stunden erfrischte sie nach Geist, Seele und Leib.

Besuch bei syrisch-christlichen Flüchtlingen
Najeeb war in Amman geblieben und besuchte mehrere Glaubensbrüder. Auch er hatte eine ermutigende Zeit mit ihnen. Die Männer öffneten sich Najeeb gegenüber und erzählten, was der Herr praktisch in ihrem Leben tut.

Najeeb und ich dankten freudig dem Herrn für diesen besonderen Tag der Ermutigung für diese Frauen und Männer! Last auf dem Herzen
Der Herr hat mir eine Last aufs Herz gelegt, Bedürftigen in ihrer grossen Not zu helfen. Es gibt so viele Bedürfnisse, und es könnte noch sehr viel mehr getan werden, als wir je in der Lage sind zu helfen. Der Herr ist treu und gut und verwendet uns, um wenigsten einigen dieser Flüchtlinge beizustehen. Ich habe wirklich ernsthaft den Herrn im Gebet gesucht und ihn gefragt, wo wir helfen können. Sehr deutlich hat er den Fokus auf Kinder in Not gelegt sowie auf Erwachsene in ihrer Krankheit und körperlichen Gebrechen.

In herzlicher Verbundenheit,
«Herz zu Herz-Dienst» unter den Flüchtlingen in Jordanien.
Najeeb und Elizabeh Atteih

Wie können Sie Flüchtlingen helfen?
   • CHF 2'400.- Jahrespatenschaft für eine Familie für Wohnungsmiete, Lebensmittel, tägliche Notwendigkeiten (oder CHF 200.- monatlich)
   • CHF 150.- pro Ventilator für die kommende Sommerzeit
   • CHF 100.- an den Fonds für medizinische Notfälle


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Jesus sagt: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Mat 25,40)


Dankesbrief von Rachel Netanel
Dankesbrief von Rachel Netanel
Rachel Netanel sendet Rea Israel und allen Spendern ein GROSSES DANKESCHÖN für die erhaltene schöne Gabe vom Dezember 2017. Damit konnten sie verschiedene wichtige Arbeiten ums Haus und auf der Dachterrasse ausführen. Ein Gärtner schnitt die Bäume und Büsche.
Und ein Elektriker ist noch immer daran, im Garten die alten elektrischen Leitungen durch neue zu ersetzen. Das ist viel Arbeit und war dringend notwendig, denn die alten Installationen waren schon beinahe gefährlich.

Viele Gäste und Gruppen besuchen während des Jahres Rachel und Gilad. Meistens sitzen sie abends mit Beleuchtung im Garten, sie essen, erzählen und hören das Evangelium.

Dankesbrief von Rachel Netanel
Rachel meint: «Wir werden nie vergessen, wie ihr von Rea Israel in Liebe an uns denkt und was ihr für uns getan habt! Diese Hilfe war für uns ein grosser Segen und eine wunderbare Ermutigung! VIELEN DANK!»

Dankesbrief von Rachel Netanel
Als wir (Silvia Pfeil) bei einem Telefongespräch spontan fragten, wie viel sie für die restlichen Arbeiten noch benötigen würden, war Rachel sehr erstaunt, darnach gefragt zu werden, denn sie sind so glücklich über die Summe, die sie erhalten hatten, meinte dann aber, der Betrag werde sich um die CHF 4'500.- bewegen. Damit könnten auch die Arbeiten auf der Dachterrasse abgeschlossen werden.


 Gaben für Rachel und Gilad Netanel werden gerne weitergeleitet. 

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Stiftung «Weg zur Heilung»
Stiftung «Weg zur Heilung»
Die Stiftung «Weg zur Heilung» (Haderech Lehachlama) wurde 2006 vom Israeli Yuval Roth gegründet. Seine Organisation fördert Versöhnung zwischen Juden und Palästinensern.

Nach der Ermordung seines Bruders durch Hamas-Terroristen überlegte Yuval, was er dazu beitragen könne, um die Spirale der Gewalt zu reduzieren und den Dialog und das gegenseitige Verständnis zu fördern. So kam er auf die Idee, kranke Kinder aus dem Palästinensergebiet kostenlos in ein Krankenhaus in Israel zu chauffieren, wo sie kompetente medizinische Hilfe bekommen.

Mittlerweile helfen 800 aktive Volontäre mit, kranke Kinder aus dem Gazastreifen und dem Kernland von den Grenz-Checkpoints zu israelischen Spitälern zu transportieren. Auf dem Papier sind es sogar 1500 Volontäre, welche zur Mithilfe angefragt werden können.

Stiftung «Weg zur Heilung»
Täglich fahren Helfer mit Kindern und deren Eltern mit ihren Privatautos hin und her. Viele dieser Kinder hätten sonst kaum die Möglichkeit zu einer medizinischen Behandlung. Die Anfragen und Informationen bekommt Yuvals Stiftung von der weltweit bekannten Organisation «Ärzte ohne Grenzen», welcher auch viele israelische Ärzte angehören. (Fotos: Yuval Roth unterwegs im Dienst für kranke Kinder aus dem Palästinensergebiet).

Yuval bedankte sich herzlich für unser Interesse an seiner Organisation und für die finanzielle Hilfe an die Benzin-Kosten. Allein im Jahr 2017 wurden für diesen Dienst über 1 Million km gefahren!

Unsere Reisegruppen haben das Vorrecht, jeweils unterwegs auf einem Tagesausflug Yuval Roth zu treffen und über seinen wertvollen Dienst informiert zu werden. In den vergangenen Jahren hat Rea Israel diese lohnende Arbeit immer wieder unterstützt!

Yuvals Organisation verzeichnet einen jährlichen Zuwachs von 20 % der Dienstfahrten für solche kranke Kinder. Die tägliche direkte Begegnung zwischen Israelis und Palästinensern in den Fahrzeugen der Freiwilligen ermöglicht den Beteiligten, sich etwas kennenzulernen. Dadurch können Ängste und Vorurteile abgebaut werden, was eine Grundlage für die ersehnte Versöhnung bildet.

Zusammengestellt von Silvia Pfeil

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Neu: Kaffeestube in Tel Aviv
Im Jahr 2017 begann das Reha-Kloster Haifa einen neuen Dienst. In Tel Aviv wurde eine Kaffeestube für Drogenabhängige, Alkoholiker, Prostituierte und Obdachlose eröffnet. Jedermann ist dort herzlich willkommen!

Absolventen und Studenten der Bibelschule des Reha-Klosters Haifa betreiben diesen neuen Dienst, «Safe Haven Café» (Café der sicheren Zuflucht). Damit können sie Gelerntes aus ihrer Ausbildung anwenden und umsetzen und sich als Jünger Jesu in seinen Fussstapfen um Randständige und Ausgestossene der Gesellschaft kümmern.

Leiter Gleb Samburski und andere Leiter kommen hier zu Wort:
 
«Diese Kaffeestube entstand, nachdem unsere jungen Leiter ein grosses Quartier in Tel Aviv entdeckten, in welchem viele Arme, Obdachlose und Russisch sprachige junge jüdische Leute wohnen. Drogen, Kriminalität und andere Missstände prägen ihr Leben. Es sind Menschen aus der Unterschicht.»

«Unsere jungen Leiter erkannten, dass, wenn nicht sie diesen zerbrochenen Menschen helfen, ihnen sonst kaum jemand beistehen würde. Im Matthäus-Evangelium 10,6 steht: ‘Gehet hin zu den verlorenen Schafen…’. In der russischen Bibel steht sogar: ‘Gehet hin zu den sterbenden Schafen…’ Dieser Vers war ausschlaggebend für die Eröffnung der Kaffeestube.

Kaffeestube in Tel Aviv
«Hier werden den Gästen Mahlzeiten, Gespräche, Worte der Ermutigung und Gebet angeboten. Wir erklären ihnen ‘den Weg’ aus ihrem Dilemma, welcher ist Jesus! Durchschnittlich kommen 50-60 Personen pro Tag. Als Folge davon haben schon viele dieser zerbrochenen Menschen den Messias in ihr Herz aufgenommen, wurden getauft, erfuhren im Reha-Programm Wiederherstellung durch Jesus und leben nun ein normales Leben.

Das ist unser göttlicher Auftrag mit dieser Kaffeestube!»

Zusammengestellt von Silvia Pfeil


 Gaben für die Kaffeestube Tel Aviv sind sehr willkommen und werden gern weitergeleitet. 

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Wem gehört Jerusalem?
„Wem gehört Jerusalem?“ fragte sich Ende 2017 die ganze Welt, eigenartig emotional, als ginge es um ihre Existenz. US-Präsident Donald J. Trump hatte am Nikolaustag Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Ausdrücklich wollte er damit lediglich eine Tatsache zur Kenntnis nehmen. Immerhin hatte der Staat Israel niemals eine andere Hauptstadt. Jerusalem war am 13. Dezember 1949 von der israelischen Regierung zur Hauptstadt erklärt worden. Gemeinhin ist es üblich, souveränen Staaten die Entscheidung über ihre Hauptstadt und den Sitz ihrer Regierung selbst zu überlassen.

Ein Kommentar von Johannes Gerloff

Trump liess in seiner Erklärung sehr viel offen. Im auffallenden Gegensatz zu seinen Vorgängern Clinton und Obama sprach er nicht von der Unteilbarkeit Jerusalems. Er vermied die Fragen künftiger Grenzen, der palästinensischen Flüchtlinge oder der jüdischen Siedlungen. Objektiv gesehen trägt Trumps Jerusalem-Statement all die verhängnisvollen Merkmale der Mehrdeutigkeit so vieler Dokumente zum Nahostkonflikt.

Wem gehört Jerusalem? Donald Trump hat durch seine Erklärung klargestellt: Jerusalem gehört nicht den Amerikanern. Im Namen des amerikanischen Volks hat er verlautbart: Wir halten uns heraus. Wir anerkennen die „facts on the ground“, die Tatsachen vor Ort. Eigentlich hätte der amerikanische Präsident für seine Realitätsnähe Lob verdient. Doch die Weltöffentlichkeit quittierte die Erklärung des US-Präsidenten mit einem Aufschrei der Empörung.

Die Notfall-Sondersitzung der UNO-Vollversammlung
Wenige Tage vor Weihnachten verurteilte die Vollversammlung der Vereinten Nationen dann in einer Notfall-Sondersitzung Trumps Jerusalem-Erklärung. 128 UNO-Mitglieder unterstützten die Resolution. 35 Staaten enthielten sich. Togo, Mikronesien, Nauru, Palau, die Marshall-Inseln, Guatemala und Honduras stimmten gemeinsam mit Israel und den Vereinigten Staaten von Amerika gegen die Verurteilung.

Zur Erinnerung: Notfall-Sondersitzungen der UNO-Vollversammlung können einberufen werden, wenn der Weltfrieden akut bedroht ist. Bislang wurde dieses Instrument der Vereinten Nationen elfmal zur Anwendung gebracht, wobei es in sieben Notfall-Sondersitzungen um Israel ging. Auslöser waren die Suezkrise, der Sechstagekrieg, die Annexion Jerusalems und der Golanhöhen, der Bau des Jerusalemer Stadtteils Har Choma und jetzt die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt durch die USA.

Wie absurd diese Prioritätensetzung der Vereinten Nationen ist, zeigt eine einfache Google-Suche. Da findet man beispielsweise eine „Weltrangliste der blutigsten Konflikte seit 1950“ die von China (40 Mio. Tote), der Sowjetunion (10 Mio. Tote) und Äthiopien (4 Mio. Tote) angeführt wird. Mit 0,051 Mio. Toten findet sich der arabisch-israelische Konflikt auf Platz 49. Das war vor dem so genannten „Arabischen Frühling“, der im zurückliegenden halben Jahrzehnt pro Jahr mehr Todesopfer gefordert hat, als der gesamte Konflikt zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn in sieben Jahrzehnten.

Die Palästinenser schauen befremdet zu
Doch zurück zu Trumps Jerusalem-Erklärung Anfang Dezember. Interessant war die spontane Reaktion einfacher Palästinenser bevor die Welle europäischer Empörung den östlichen Rand des Mittelmeers erreichte. Mancher wusste gar nicht, wozu die Aufregung. Lea Frehse traf den Nagel auf den Kopf, wenn sie in der ZEIT die Beobachtung festhielt: „Die Welt ist in Aufruhr. Die Palästinenser schauen befremdet darauf.“

Ein ehemaliger PLO-Kämpfer, der in der eigenen Gesellschaft als hochverdient gilt, meinte: „Wir haben andere Probleme. Allein in den vergangenen Tagen wurden in der jemenitischen Hauptstadt Sana’a mehr als 1.000 Menschen getötet.“ Der Flächenbrand im Nahen Osten, den Europa so sehr fürchtet, ist längst entfacht und frisst die Länder rings um Israel. Allerdings hat das nichts mit dem jüdischen Volk, seinen Ambitionen oder seinem Staat zu tun.

Warum regt sich die Welt so auf?
Man stelle sich nur einmal vor, wie die Zeit nach dem Nikolaustag 2017 ausgesehen hätte, hätten die Europäer den Mund gehalten. Vielleicht wäre gar nichts passiert? Oder hat irgendein arabisches Land aufgrund der Trump-Erklärung seine diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen? Natürlich konnten weder Hamas noch Palästinensische Autonomiebehörde weniger pro-palästinensisch sein als die Europäer. Deshalb musste die Empörung der Europäer in „Palästina“ einen Widerhall finden.

Die Tatsache, dass die palästinensische Führung Jugendliche dafür bezahlen musste, mit Steinen auf die Strasse zu gehen, spricht für sich. Der demonstrativ verkündete Generalstreik der Palästinenser diente offensichtlich nur der Show und schadete lediglich den Palästinensern. Wer bei jüdischen Israelis arbeitete, ging geflissentlich seiner Arbeit nach. Wer sein Geschäft in arabischen Gebieten geöffnet hätte, hätte befürchten müssen, dass es angezündet wird.

Warum regt sich die Welt so auf?
Aber ist die Stadt der drei Religionen nicht ein Pulverfass, das auch der kleinste Funke zur Explosion bringen kann? Immerhin bemühte Trump selbst dieses Klischee, wenn er forderte, Jerusalem müsse ein Ort bleiben, wo Juden an der Westmauer beten, Christen den Kreuzweg abmarschieren und Muslime in der Al-Aqsa-Moschee Gottesdienst feiern.

Zunächst sind Jerusalem und der Berg in seinem Herzen dem jüdischen Volk heilig. Dort hat Abraham seinen Sohn auf den Altar gelegt. Dorthin hat Mose den israelitischen Kult zentralisiert. Dort hat Salomo seinen Tempel gebaut und gebetet: „Auch wenn ein Fremder aus fernem Lande kommt, um zu diesem Hause hin zu beten, so wollest du hören“. Nach biblischer Vorstellung sollte Jerusalem von Anfang an nicht nur geistliches Zentrum Israels, sondern „Bethaus für alle Völker“ sein. Für das jüdische Volk ist Jerusalem so bedeutend, dass es kein Tischgebet, keinen Gottesdienst, kein Fest und keine Hochzeit gibt, in dem nicht um seine Wiederherstellung gebetet würde.

Martin Luther hatte die Zentralität Jerusalems und des Landes Israel für den jüdischen Glauben erkannt. Wenn er in seinem Brief „Wider die Sabbater“ im Jahr 1538 die Juden zu diskreditieren suchte, dann führte er ihre gebrochene Beziehung zu Jerusalem vor. Der deutsche Reformator spottete: „So lasst sie noch hinfaren jns land und gen Jerusalem, Tempel bawen, Priesterthum, Fuerstenthum und Mosen mit seinem gesetze auffrichten und also sie selbs widerumb Jueden werden und das Land besitzen. Wenn das geschehen ist, so sollen sie uns bald auff den ferssen nach sehen daher komen und auch Jueden werden.“ Luther fühlte sich seiner Analyse sicher. Er lehnte sich so weit aus dem Fenster seiner dogmatischen Burg, dass er prophezeite, selbst Jude zu werden, würden die Juden jemals in ihr Land und nach Jerusalem zurückkehren.

Damit verkündete der deutsche Reformator aber gleichzeitig, dass das irdische Jerusalem und das Land Israel für das Christentum keine Bedeutung mehr haben. Luther war Teil einer Christenheit, die ihr geistliches Zentrum von Jerusalem weg verlegte nach Antiochien, Byzanz, Rom, Wittenberg, Genf oder Los Angeles.

Historisch gesehen kamen die ersten westlichen Christen Mitte des 19. Jahrhunderts als Missionare nach Jerusalem. Der erste lateinische Patriarch wurde installiert, „um das protestantische Treiben zu neutralisieren“. Bis heute kommen Christen nur selten nach Jerusalem, um von dort Weisung zu erfahren. Vielmehr kommen sie, um von ihrem jeweiligen geistlichen Zentrum aus, Jerusalem und Israel zu sagen, was Sache ist.

Warum regt sich die Welt so auf?
Zunächst einmal ist richtig, dass Jerusalem kein einziges Mal namentlich im Koran erwähnt wird. Erst sechs Jahre nach dem Tode Mohammeds, im Jahre 638 n.Chr., wurde die Stadt unter dem Kalifen Omar Ibn al-Khattab von Muslimen erobert. Historiker vermuten, dass der grösste Prophet des Islam Al-Quds, „die Heilige“, nie betreten hat.

In Sure 2 erwähnt der Koran die Stadt dann allerdings doch noch, indirekt. Dort schreibt Mohammed seinen Anhängern eine neue Gebetsrichtung vor. Er macht sie zum Merkmal des rechten Glaubens. Ausdrücklich im Gegensatz zu Juden und Christen ist Muslimen geboten, in Richtung Mekka zu beten. Allah achte auf die Gebetsrichtung, so der Koran, und unterscheide daran die Rechtgläubigen von den Frevlern. Wer die im Orient äusserst wichtige Körpersprache versteht, weiss, was es bedeutet, wenn Zigtausende von Muslimen in der Al-Aqsa-Moschee fünfmal am Tag beten und dabei ihren „Allerwertesten“ ich Richtung auf den Ort richten, der in der Bibel als „Allerheiligstes“ gilt.

Und wieder bestätigt die Geschichte diese religiöse Einstellung. Von 638 bis 1967 war Jerusalem mit kurzen Unterbrechungen in muslimischer Hand. Kein einziges Mal war es Hauptstadt eines islamischen Staates oder auch nur einer moslemischen Provinz. Das ist bemerkenswert, weil am 2. Juni 1964 die „Palestine Liberation Organization“ (PLO) im Hotel Intercontinental – dem heutigen Seven Arches Hotel – auf dem Ölberg gegründet wurde. Damals war die Altstadt Jerusalems mit allen heiligen Stätten, nicht in israelischer Hand, sondern stand unter arabischer Herrschaft. Trotzdem dachte niemand daran, „die Heilige“ als Hauptstadt eines Palästinenserstaates zu fordern. Im Grundlagendokument der PLO, der sogenannten „palästinensischen National-Charta“, wird Jerusalem kein einziges Mal erwähnt.

Warum regt sich die Welt so auf?
Warum ist jedes neue Stadtviertel in Jerusalem ein Grund für eine Notfall-Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen? Dabei hat es nie eine Notfall-Sitzung der UNO-Vollversammlung wegen Nordkorea, oder während des Kalten Kriegs, oder wegen des Iran gegeben – um nur einige auffallende Beispiele wahllos herauszugreifen. Warum wird der Staat Israel so schnell verdächtigt, den Weltfrieden ernsthaft zu gefährden? Dabei ist Israel tatsächlich ein Stabilitätsfaktor im Nahen Osten, und sei es nur, weil es Todfeinde gegen sich vereint, die einander sonst zerfleischen würden. Man braucht kein Experte zu sein, um feststellen zu können, dass Israel heute nicht nur einzigartig wirtschaftlich erfolgreich, sondern auch das einzige stabile Land der Region ist.

Wer seine eigene Habsucht zur Kosteneffizienz erklärt und sich dann über das Finanzjudentum beschwert, das die Welt beherrscht, wird heute schnell als Antisemit erkannt. Aber wie ist das, wenn es nicht ums Geld geht, sondern um Gewalt? Wenn man die eigenen Exzesse mit Abermillionen von Toten als Herausforderung behandelt oder gar als Lappalie abtut, um sich dann über den Gewaltzionismus zu echauffieren, der die Welt in den Abgrund zieht? Steht dahinter nicht die Vorstellung „die Juden sind unser Unglück“?

Keine logische Antwort – aber eine biblische Perspektive
Es gibt keine logische Antwort auf die Frage nach dem Wahn, der die Vereinten Nationen treibt. Aber es gibt eine biblische Perspektive. Das heisst, Bibelleser – seien sie nun Juden oder Christen – sollten eigentlich alles andere als erstaunt sein über das aktuelle Geschehen.

„Warum toben die Heiden?“ fragt der Autor des biblischen Psalms 2. Theologen haben Schwierigkeiten, diesen antiken Text historisch einzuordnen. Aber er beschreibt verblüffend zutreffend die Beratungen und Resolutionen der Mächtigen dieser Welt und entlarvt ihr Bemühen als „gegen den Herrn und seinen Messias“ gerichtet. Der Psalmist erkennt, dass aller Aktivismus der Völker ziellos, „ins Leere hinein“, vergeblich ist. Lachend hält der lebendige Gott seinen Widersachern entgegen: „Ich habe meinen König auf dem Zion eingesetzt.“

Auch der Prophet Sacharja schreibt Ende des 6. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung davon, wie sich „die Völker des Landes“ gegen Jerusalem versammeln. In dem von ihm beschriebenen Szenario wird Jerusalem ein „Laststein“ für alle Völker der Welt, während die Heilige Stadt für „die Völker ringsumher“ ein berauschender, selbstmörderischer Giftbecher ist.

Stimmt, rational nachvollziehbar ist diese biblische Perspektive nicht. Aber sie passt. Und von der Vernunft scheint sich unsere postmoderne Gesellschaft ohnehin verabschiedet zu haben. Sonst würde sie den jüdischen Staat Israel und seine Rolle im aktuellen Geschehen ganz anders beurteilen.

Johannes Gerloff ist ein deutscher Journalist und Autor mit Schwerpunkt Israel und Naher Osten.

 

Jerusalem
Von alters her wurd’ es besungen
in mancherlei verschiednen Zungen.
Und in des Heimwehs dumpfen Schmerzen
aus tiefsten, sehnsuchtsvollen Herzen
dennoch Sein Volk auf Gott vertraut,
dass Zion wieder aufgebaut.

Nach zwei Jahrtausend Angst und Leid,
wie’s in der Bibel prophezeit,
kehrt Israel zurück ins Land,
bewahrt, geführt von höchster Hand,
wird eingepflanzt von Ihm aufs Neue,
denn Jahwe hält dem Bund die Treue,
den Er mit Abraham geknüpft,
nachdem Er ihn so schwer geprüft.

Gott forderte von ihm den Sohn,
gab ihn zurück, wurd’ selbst sein Lohn.
Unzählig wie der Sterne Heere,
ja, wie am Strand der Sand der Meere,
wuchs auf ein Volk, zu Jahwes Ruhm,
vor aller Welt Sein Eigentum.

Und weil Gott es besonders liebt,
Er es mit Strenge auch erzieht,
gibt es der Herr niemals dahin
in selbstgewählten, eitlen Sinn,
führt es durch schreckliche Gericht
und macht mit Seinem Volk Geschichte.

Und vo den Augen aller Welt
das Volk wird wieder hergestellt,
Nach der Zerstreuung schwerer Pein
die Stämme kehren wieder heim –
wir dürfen sogar Helfer sein.
Wer Isrel nicht anerkennt,
sehr bald in sein Verderben rennt.

Aufs Neu erblüht das Heilge Land,
damit Sein Name werd’ bekannt.
Jerusalem macht sich bereit,
erwartet des Messias Zeit.
Der König einnimmt Davids Thron,
der Welten Heiland, Gottes Sohn.
Er kam als unser Passahlamm
und ist der Herr aus Judas Stamm.
Wohl dem, der das erfassen kann.  

U.S




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