Rundbrief Nr. 169
September 2019


Situation der christlichen Flüchtlinge in Jordanien – Kurzbericht, August 2019

Unsere Kontaktpersonen: Pastor Shmuel und Pamela Suran aus Jerusalem

«Glücklich, wer achthat auf den Geringen; am Tage des Übels wird der Herr ihn erretten.» Psalm 41,2

Pastor Shmuel Suran schreibt:

Die Mehrheit der assyrisch-christlichen Flüchtlinge, die während der Invasion und der Gewaltherrschaft des IS (2014 - 2017) aus dem Irak geflohen sind, hat ein Ausreisevisum bekommen und ist in Länder wie Australien und Kanada ausgewandert. Der Rest der christlichen Flüchtlinge steckt leider in der Schwebe und wartet seit mehr als zwei Jahren – einige sogar seit dem IS-Ansturm 2014 – immer noch darauf, von der UNCHR (UNO-Flüchtlingskomitee) zu hören, welche ihre Dokumente bearbeitet. Doch die Antwort lässt auf sich warten. Es ist nicht klar, wie viele christliche Flüchtlinge noch in Jordanien leben, aber nach Schätzungen, die wir aus jordanischen Quellen erhalten haben, sind es etwa 10'000 bis 15'000. Diese geliebten christlichen Flüchtlingsfamilien hoffen, in ein Drittland auszuwandern, beten und bemühen sich um Umsiedlung.

Es scheint, dass die irakisch-assyrischen christlichen Flüchtlinge in Jordanien vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen vernachlässigt werden. Ihr Leben ist wohl nicht mehr in Gefahr, doch sie leiden aus verschiedenen Gründen. Sie haben ihr Hab und Gut und ihr vertrautes Umfeld verlassen. Ihr erlebtes Leid und Trauma geht weiter. Sie kommen nach Amman, Jordanien, sind aber getrennt von Familie und Freunden und ihrer Heimat, in der ihre Vorfahren seit Jahrtausenden wohnten. Diese Menschen erleben eine grosse Herausforderung. Ihre besonderen Bedürfnisse werden von den internationalen Leitern zu wenig ernst genommen. Ihr Warten ist gekennzeichnet durch begrenzte Informationen, Ungewissheit über ihre Zukunft und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Ihre Vertreibung und der monotone Lebensstil haben sich negativ auf die psychische Gesundheit ausgewirkt und können langfristige Folgen haben. Sie sind nicht in der Lage, sich vorwärts zu bewegen, wollen und können aber auch nicht mehr zurück. Ihr Leben ist in der Warteschlaufe, und das Warten ist für viele unerträglich.

Rea Israel spielt weiterhin eine wichtige Rolle bei der Unterstützung christlicher Flüchtlingsfamilien, die in Amman leben, und wir schätzen Ihre treue Unterstützung zutiefst. Wollen wir beten, dass der Herr sich all ihrer Nöte annimmt und dass am Ende ihr Traum wahr wird und sie in ein westliches Land ausreisen dürfen, wo sie ihr Leben mit Gottes Frieden neugestalten können.

Seit wir gemeinsam mit Rea Israels Freunden den assyrischen Christen helfen, haben wir miterlebt. wie Gott diese Menschen segnete und ihnen zu Ausreisevisa nach Australien, Kanada oder Amerika verhalf. Unter den immer noch Wartenden gibt es viele Familien, die fähig sind, ein gutes, neues Leben aufzubauen. Darum sehnen sie sich nach der Einladung, dort neu beginnen zu können.

Mit vielen Segensgrüssen

Shmuel & Pamela Suran, Jerusalem

 Gaben für irakische Christenflüchtlinge in Jordanien werden sehr gern weitergeleitet. Sowohl einmalige Beträge als auch Patenschaften sind willkommen: 12 x Fr. 200.-/Monat oder 1 x Fr. 2‘400.-/Jahr.nbsp;

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Was benötigen Flüchtlinge in Jordanien zu Weihnachten?
Elizabeth Atteih, Israel, Kontaktperson zu christlichen Flüchtlingen aus Syrien und vermehrt auch aus dem Irak.

Liebes Team von Rea Israel
Liebe Spenderinnen und Spender


Letztes Jahr habt ihr mich gebeten, euch rechtzeitig über eine mögliche Weihnachtsfeier mit christlichen Flüchtlingen zu schreiben. Nun habe ich darüber gebetet und viel nachgedacht. Dabei kommt mir nichts anderes in den Sinn, als dass die Leute am dringendsten Kleider für die Kinder benötigen sowie Lebensmittel für eine eigene Weihnachtsmahlzeit.

Die Notwendigkeit für Kleider und Lebensmittel ist gross und von länger anhaltendem Wert. Die Esswaren würden für eine ganze Woche reichen.

Genauso wichtig ist aber auch, den Menschen das Evangelium zu verkünden. Darum werden wir einen Saal mieten, aber keine Mahlzeit servieren. Im Anschluss möchten wir die Besucher beschenken.

Es ist möglich, dass wir pro Kind mit NIS 150.- = CHF 45.- für Kleider auskommen.

  Für Lebensmittel pro Familie berechneten wir letztes Jahr NIS 250.- = ca. CHF 73.- Doch ich musste feststellen, dass dies nicht ausreichte. Besser wäre, wenn wir diesen Betrag auf 70 Denare = NIS 360.- erhöhen könnten, also auf rund CHF 100.-. Wir beten, dass wir möglichst viele Familien unterstützen können.

Bitte lasst mich wissen, wie viele Kinder und Familien ihr unterstützen möchtet. Ich sehe, dass diese Not dringender ist als Anlässe und Feiern. Durch solch persönliche Hilfe werden ihre Herzen gestärkt, und sie fühlen sich nicht vergessen, wenn sie sehen, dass jemand an sie denkt. Ich sehe mich von Gott geführt, diese Sache so anzugehen.

Euch vom Team und ganz besonders allen Spenderinnen und Spendern von Rea Israel wünsche ich Gottes reichen Segen.

Elizabeth Atteih

 Wer hilft mit, christliche Flüchtlinge in Jordanien zu dieser Familienweihnacht zu segnen? Kleider für ein Kind CHF 45.- Lebensmittel für eine Familie CHF 100.- . 

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«Weg zur Heilung» (Road to Recovery)
Hier die Geschichte, wie alles begann:

Am Anfang steht ein gemeiner Mord an seinem Bruder durch Hamas-Leute im Gazastreifen. Nach den Tagen der Trauer dachte Yuval an andere Leute, die durch den Konflikt mit Palästinensern ein Familienmitglied verloren hatten. Und er stellte sich die Frage: Wie lässt sich der Hass reduzieren? Wie lässt sich eine Brücke schlagen zwischen Israelis und Palästinensern?

So gründete Yuval Roth eine Vereinigung, durch welche sich Familien von beiden Seiten treffen und mehr Verständnis füreinander finden sollten. Im Zusammenhang mit diesen Treffen kam ein Palästinenser mit einem Problem zu ihm: „Yuval, ich habe ein Kind mit Leukämie, und dieses muss dreimal in der Woche in ein Spital nach Haifa. Mit meinem eigenen Auto kann ich als Palästinenser nur bis zum Grenzübergang fahren. Von dort muss ich immer ein Taxi nehmen, doch dieses ist mir einfach zu teuer. Wenn aber mein Kind die Behandlungen in Haifa nicht mehr bekommt, wird es sterben.“

Sogleich stellte sich Yuval für diese Fahrten zur Verfügung und chauffierte das Kind samt seinen Eltern oder einem Elternteil zum Spital und wieder zurück zum Grenzübergang.

Die Nachricht, dass Yuval einen solchen Dienst tat, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Fortan mussten weitere Familienglieder und auch Nachbarn einspringen und Kranke transportieren. Doch auch diese kamen rasch an ihre Grenzen. Nun suchte Yuval via Internet weitere Volontäre. Schliesslich stellten sich bis zu 2000 Helfer zur Verfügung. Heute fahren Volontäre täglich rund hundert Patienten hin und her, sei es von der West Bank oder vom Gazastreifen und zurück.

Wenn Yuval gefragt wird: Was hast du davon? Das ist doch nur wie ein Tropfen auf den heissen Stein! Dann weiss er: Diese Menschen, denen geholfen wird, ändern ihre Vorstellung über Israel und seine Bewohner total.

Doch eine Geschichte ermutigt ihn ganz speziell:
Ein israelischer Offizier geriet einmal mit seinem privaten Auto versehentlich in die Stadt Dschenin. Diese Stadt war damals das Zentrum der Westbank und der Hamas. Sogleich wurde sein Auto von Palästinensern umzingelt und der Fahrer aus dem Auto gezerrt. Sie wollten ihn lynchen. Bereits fingen sie an, ihn zu schlagen, als gerade ein palästinensischer Offizier dazu kam. Dieser konnte ihn dem Mob entreissen und aus der Stadt retten. Danach rief er Yuval Roth an und erzählte ihm, was passiert war. „Ich habe das nur getan, weil du meinem Kind durch dein Werk das Leben gerettet hast.“

Yuval Roth weiss: Auch wenn wir nur einen einzigen Menschen gerettet haben sollten, wäre es die Mühe wert. Inzwischen hat Yuval Roth mit seiner Stiftung einen europäischen Friedenspreis bekommen als Anerkennung dafür, dass sie sich um Frieden im Nahen Osten bemühen.

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Rachel und Gilad Netanel
Ein Bericht von Rachel (wurde zwar schon im Frühling geschrieben)

Liebe Freunde,

„Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!“ (Psalm 90,17)

Schalom und herzliche Grüsse aus dem schönen Ein Kerem, wo ich mit Blick auf das Dorf sitze, während ich Ihnen schreibe. In diesem Brief lasse ich eine liebe Freundin zu Wort kommen, die kürzlich bei uns zu Besuch war. Hier ist ihre Geschichte:

„Ich hatte die Ehre, an einer Feier zur Begrüssung des Schabbat mit Rachel und Gilad dabei zu sein – in ihrem schönen Heim in Ein Kerem. Das war ein sehr interessanter Abend mit einer ungewöhnlichen Mischung von vielleicht zwölf Israelis, die für ganz unterschiedliche Lebenslagen stehen. Die meisten von ihnen waren säkulare Juden, die sich nicht zum Glauben an Gott bekennen. Doch ein paar Gläubige waren dabei, so auch ein arabischer Christ. Der Abend begann mit einer üppigen Mahlzeit, zubereitet mit vielerlei Aromen, die uns bestens schmeckten und zur guten Atmosphäre beitrugen, während wir uns kennen lernten. Gilad segnete uns alle, indem er aufstand, seinen Gebetsschal umlegte und das Segensgebet sprach. Ihm zuzuhören, machte auf alle einen tiefen Eindruck. So begann das Miteinander an diesem Abend.

Nach der Mahlzeit sassen wir im Wohnzimmer im Kreis zusammen. Gilad hatte ein Kaminfeuer angezündet, das zur warmen Atmosphäre auch im übertragenen Sinn beitrug. Rachel bat einige der Anwesenden, von sich zu erzählen.

Eine der ersten, die sich zu Wort meldete, war T. Sie war in Israel geboren und aufgewachsen und wurde in jungen Jahren lesbisch. Mit ihrer Freundin wanderte sie nach Amerika aus, um dort ein erfolgreiches Leben zu führen. Spirituell war sie jedoch auf der Suche, was sie schliesslich zum Herrn führte. Dieses ihr Gerettet-Werden bewegte sie dazu, die Beziehung zu ihrer Freundin aufzugeben und nach Israel zurückzukehren. Dort nahm sie Kontakt mit Rachel auf; die beiden kannten sich aus der Jugendzeit.

In unserer Runde zitierte T. Aussagen aus der Bibel, die sich gegen Homosexualität wenden. Unter den israelischen Gästen war eine noch nicht gläubige Lesbe. Diese Unterhaltung gefiel ihr ganz und gar nicht, sie sprach aber wenig. Umso mehr redeten die anderen säkularen Israelis. Wer Israelis kennt, wird wissen, dass diese nicht gerade leise sind und sich erst recht nicht scheuen, ihre Meinung kundzutun. Es gibt ein Sprichwort: Es gibt drei Meinungen, sobald zwei Juden beieinander sind. Die Unterhaltung war also sehr lebhaft, und auch Rachel trug einen Beitrag aus Gottes Wort bei.

Dann hörten wir dem Bericht eines jungen Mannes zu, der nach mehrjährigem Aufenthalt in Costa Rica zurückgekehrt war. Wie so viele Israelis hatte auch er sich nach seinem Militärdienst aufgemacht, um für einige Zeit im Ausland zu leben und dann nach Israel zurückzukehren und sich zu etablieren. Sein Geschick wendete sich jedoch zum Schlechten, als er dort wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde. Die Strafe dafür hätte mehrere Jahre Gefängnis, wenn nicht gar die Todesstrafe bedeuten können. Völlig verzweifelt nahm er mit seiner Cousine in Israel Verbindung auf. Diese Frau war eine Freundin von Rachel, und sie wünschte, dass er mit Rachel sprechen könne.

Tatsächlich gelang ein telefonischer Kontakt. Rachel bezeugte ihren Glauben und fragte ihn, ob sie für ihn im Namen von Jeschua beten dürfe. Klar, dass dieser verzweifelte junge Mann zustimmte. Rachel betete und beendete das Telefonat. Dann hörte sie nichts mehr von ihm – bis er vor einigen Wochen vor ihrer Tür stand! Die Frau zu sehen, die mit ihm am Telefon gebetet hatte, rührte ihn fast zu Tränen. Nur wenige Tage nach jenem Telefon war er nämlich aus dem Gefängnis entlassen worden. Voller Freude erzählte er allen möglichen Leuten, ein Gebet zu Jeschua hätte ihn aus dem Gefängnis befreit. Beten wir für A., dass er den Herrn auch als persönliches Gegenüber kennenlernen darf und ein Jünger Jesu wird.

Einer der interessantesten Gäste an diesem Abend war ein arabischer Christ aus Gaza. Er war dort geboren und aufgewachsen und in der Schule und einfach überall dazu erzogen worden, die Juden zu hassen. Die einzigen Juden, die er je getroffen hatte, waren Soldaten, die für Ordnung zu sorgen hatten. Persönlich lernte er nie einen Israeli kennen.

Dann aber begegnete ihm der Herr, der ihn nicht nur errettete, sondern ihm auch eine Liebe zu den Juden schenkte. Dadurch geriet sein Leben zwar in Gefahr, aber der Herr schützte ihn und berief ihn dazu, Muslime zu evangelisieren. Zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern konnte er aus Gaza entkommen. Nun leben sie in Bethlehem. Von dort aus kann er in anderen arabischen Orten evangelisieren wie zum Beispiel Jenin, das für seinen radikalen Islam bekannt ist. Er hat seinen Glauben vor vielen bezeugt, und obwohl sein Leben dadurch in Gefahr ist, evangelisiert er weiter, wo überall der Herr ihn hinführt. Bitte beten wir um seinen Schutz!

Viele der anwesenden Ungläubigen waren echt schockiert über diese Geschichten, und es tauchten Fragen und Gegenargumente auf. Einer der Gäste, R., ein Innendekorateur, hatte die Häuser von einigen berühmten amerikanischen Schauspielern entworfen. Er zeigte uns Bilder von seinen Arbeiten – sehr eindrücklich. Er ist gebildet und wohlhabend, aber auch voller Fragezeichen zu den Zeugnissen, die er an diesem Abend gehört hatte. Er stellte einige schwierige Fragen, die Rachel ihm beantworten konnte. Auch gab sie ihm weiteres „gedankliches Futter“ mit. Ich bin überzeugt, dass nicht mehr viel fehlt, dass er gerettet wird, aber es wird nicht leicht für ihn sein.

Eine ältere, kränkliche Frau reagierte sehr ablehnend auf das, was sie zu hören bekam. Sie erklärte, sie sei Jüdin und stamme von Holocaust-Überlebenden ab. Rachel erklärte ihr, auch wir seien Juden, da wir an den jüdischen Messias Jeschua glauben. Doch sie blieb unbeeindruckt. Als sie vernahm, Rachel sei sogar mit dem berühmten Rabbi Kabbetz verwandt, hielt sie vorerst einmal inne. Im Laufe des Abends wurde sie dann immer „weicher“, und schliesslich wollte sie fast nicht mehr gehen, weil sie noch so viele Fragen hatte.

Es war für alle ein interessanter Abend! Gilad war stets darauf bedacht, den Gästen zu dienen, was ihm viel Gegenliebe einbrachte. Rachels Worte gingen zu Herzen, und wir beten darum, dass bei etlichen gute Samenkörner aufgehen werden.

Soweit der Bericht unserer lieben Freundin.

Nun will ich, Rachel, noch ein paar Neuigkeiten weitergeben. Unser Haus in Zukim (im Süden Israels) macht Fortschritte. Mit den Malerarbeiten sind wir fertig geworden, aber es muss noch viel mehr erledigt werden. Das Dach benötigt neue Ziegel, und den Garten müssen wir mit einigem Grün verschönern und mit Sitzbänken versehen, damit Gäste dort Platz nehmen können. Zukim liegt in der Wüste, und bald werden wir die extreme Hitze erleben, die dort üblich ist. Wir brauchen also eine Klimaanlage. Wir beten darum, dass wir finanziell dazu in der Lage sein werden, die neue Anlage zu kaufen und das Dach zu reparieren. Es ist nicht leicht, zwei Häuser gleichzeitig zu unterhalten, aber wir sind überzeugt, dass Gott uns dazu berufen hat. Allerdings brauchen wir dafür auch die nötigen Mittel, um vorangehen zu können.

Zurzeit, da ich das schreibe, steht mein Geburtstagsfest bevor, zu dem wir viele Israelis, darunter den Bürgermeister, eingeladen haben. Auch diese Gelegenheit wollen wir nutzen, um Gottes Wort weiterzugeben.

Eine andere riesige Herausforderung hat wieder einmal ihr hässliches Haupt erhoben. Der Waqf (die muslimische Religionsbehörde) hat entschieden, unseren Dienst zu zerstören, indem man uns erneut den Zugang zur Strasse versperrt. Man will das Grundstück zwischen uns und der Strasse zu einem islamischen Schrein oder etwas ähnlich Unsinnigem machen. Zwei Scheichs (einer aus Jordanien, der andere vom Waqf) sind letzte Woche vor dem Tor erschienen, um uns zu bedrohen. Wiederum haben wir für viel Geld einen Anwalt beauftragt, und wir führen diesen scheinbar unendlichen Kampf weiter, der nun schon fast zehn Jahre dauert. Hilf uns, Herr!

Liebe Freunde, wir beten darum, dass der Herr Sie alle segnet und Ihnen reichlich vergilt, dass Sie treu in der Fürbitte für uns einstehen und dieses Werk des Herrn in Israel unterstützen. Sie sind uns kostbar, und wir sind so dankbar dafür, dass wir nicht allein sind.

Mit der unaufhörlichen Liebe unseres Messias Jeschua
Rachel und Gilad
Aus amzi


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Gottes Pläne für Israel und Ägypten
Von Dr. Jürgen Bühler,
ICEJ-Präsident


Ägypten, mein Volk!

Ägypten wurde zum Mittel der Rettung für Israel, bekam aber auch Gottes Gericht zu spüren, da es sich so oft am Volk Gottes verfehlte. Doch Gott schien Ägypten immer besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Wie kein anderer Prophet sieht Jesaja in Kapitel 19 die Pläne Gottes für Ägypten voraus – und damit für den gesamten Nahen Osten.

Jesajas Vision beginnt damit, dass Gott „über Ägypten kommt“ (Jesaja 19,1). Das unmittelbare Ergebnis ist nicht Erweckung und Segen, sondern gewaltige Erschütterungen und Aufruhr. Es wird politisches Chaos geben, „Ägypter, die sich gegen Ägypter wenden“ und den Aufstieg eines „grausamen Herren“, der über die Nation herrschen wird. In dieser hoffnungslosen Zeit wird Ägypten den Herrn anrufen, und dies wird sieben erstaunliche Entwicklungen auslösen (Jesaja 19,16-24):

1. Ägypten wird den HERRN und die Nation Israel fürchten.
2. Fünf Städte werden die Sprache Kanaans sprechen.
3. Es wird einen Altar für den Herrn geben.
4. Gott wird einen Retter senden, um sie zu verteidigen und zu befreien.
5. Der HERR wird sich den Ägyptern bekanntmachen.
6. Der HERR wird Ägypten schlagen, die Bewohner werden ihn anrufen, und er wird sie heilen.
7. Es wird eine Strasse des Segens geben, die von Ägypten über Israel bis nach Assyrien führt.

ICEJ-Leitungsteam in Ägypten


Bei unserem jüngsten Besuch in Ägypten haben wir noch nicht die vollständige Erfüllung der Jesaja-19-Vision gesehen, aber wir haben aus erster Hand von einigen erstaunlichen Entwicklungen erfahren, die wie Vorahnungen auf die kommenden, unglaublichen Ereignisse wirken.

Nach dem Ausbruch des Arabischen Frühlings 2011 und den darauffolgenden Unruhen wurden viele Kirchen in Ägypten von radikalen muslimischen Gruppen angegriffen. Die Regierung tat zunächst sehr wenig, um die Kirchen zu schützen. Bald kam (mit westlicher Unterstützung) eine islamistische, von der Muslimbruderschaft geführte Regierung an die Macht, die jede Hoffnung auf Religionsfreiheit auslöschte.

Historisches Gebetstreffen

Doch inmitten dieser Verfolgung versammelte sich die ägyptische Kirche am 11. November 2011 zu einem historischen Gebetstreffen, an dem zehntausende Gläubige in Kairos ungewöhnlicher „Höhlenkirche“ teilnahmen. Dies war der Beginn einer Gebetsbewegung, die sich über viele Städte Ägyptens ausbreitete. Nicht nur ein, sondern viele Gebetsaltäre wurden im ganzen Land gebaut. Gott erhörte die Gebete: 2013 erlebte Ägypten die grössten politischen Proteste der Weltgeschichte, etwa 30 Millionen Menschen gingen im ganzen Land auf die Strasse, um für eine neue, freiere Regierung zu demonstrieren. Die Medien haben nicht über die wahre Bedeutung dieser historischen Demonstration berichtet – doch sie führte zur offeneren Regierung von Abdel Fattah al-Sisi. Die Situation der Kirche in Ägypten wurde erträglicher, und das Land änderte sich entscheidend in seiner Haltung gegenüber Israel.

Obwohl es immer noch Druck und gelegentlich Gewalt durch islamistische Gruppen gibt, wachsen die Kirchen. Besonders Muslimen offenbart sich Gott durch Träume und Visionen. Doch es ist ebenso erstaunlich, dass es in den letzten Jahren auch eine signifikante Änderung in ihrer Theologie gegeben hat. Im Hinblick auf Israel vertraten viele Kirchen stark die Ersatztheologie, doch heute ändert sich das. Es gibt noch keine Städte, in denen die „Sprache Kanaans“ gesprochen wird, aber viele wiedergeborene Christen – manche haben wir getroffen – die wegen Jesajas Vision in Kapital 19 Hebräisch lernen. Ein Lobpreisleiter erzählte uns, dass er vor kurzem mit anderen ägyptischen Brüdern Gott pries und Fürbitte tat, als „der Geist Gottes mich ergriff“. Fast eine Stunde lang sang er auf Hebräisch – in einer Sprache, die er nie zuvor gesprochen hatte.

Wir erfuhren zudem, dass ägyptische Christen in den letzten Jahren angefangen haben, die biblischen Feste zu feiern. Beispielsweise haben sich jedes Jahr mehr als 700 Gläubige an verschiedenen Orten getroffen, um während der Osterzeit das Passa-Sedermahl zu feiern.

Ägypten und das Laubhüttenfest

Ein Team von ICEJ bestaunt die Höhlenkirche.
In den letzten Jahren hat der Herr über die Prophetie in Sacharja 14,16-19 zu uns gesprochen, darüber, dass die Nationen nach Jerusalem kommen, um „das Laubhüttenfest zu halten“. Das ist einer der Hauptgründe, der uns veranlasste, nach Ägypten zu reisen. Denn interessanterweise wird Ägypten als einzige Nation namentlich genannt. „Und wenn das Geschlecht der Ägypter nicht heraufzöge und käme, so würde auch über sie die Plage kommen, mit der der HERR alle Völker plagen wird, die nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten.“ (Sacharja 14,18)

Der Herr legte es uns aufs Herz, dafür zu beten, dass Gott eine Tür für unsere ägyptischen Brüder und Schwestern öffnen würde, damit sie kommen und das Laubhüttenfest mit uns in Jerusalem feiern können. Das Wort Gottes spricht eine Warnung an die Nationen aus, die nicht kommen, um das Laubhüttenfest zu feiern, und er nennt besonders Ägypten. Doch ich sehe es lieber andersherum: Wenn sie zum Laubhüttenfest kommen, dann wird Gott ihrer Nation Regen geben. Wir denken, es bedeutet, dass dann ein besonderer Segen über Ägypten freigesetzt wird.

Historisches Jahr

2019 ist ein historisches Jahr für Ägypten und Israel, denn vor 40 Jahren unterzeichneten Menachem Begin und Anwar Sadat den israelisch-ägyptischen Friedensvertrag. Wir glauben, dass eine grosse Delegation ägyptischer Christen beim diesjährigen Laubhüttenfest eine prophetische Proklamation sein könnte, die einen gewaltigen Segen über Ägypten freisetzen könnte.

Als wir die ägyptischen Leiter trafen und unsere Vision mit ihnen teilen wollten, wussten wir nicht, was uns erwarten würde. Wir waren nicht auf das vorbereitet, was wir erlebten. Als sie sich vorstellten, kamen sie direkt zur Sache: „Wir glauben an die Vision in Jesaja 19, und wir wissen, dass Sacharja 14 darüber spricht, dass Ägypten zum Laubhüttenfest kommen muss. Könnt ihr uns bitte helfen, das möglich zu machen?“

Wir rannten offene Türen ein! Wir waren uns alle einig, dass der Herr beim diesjährigen Laubhüttenfest etwas Besonderes vorhat. Es könnte der Anfang von etwas Neuem sein, nicht nur für Ägypten, sondern für die ganze Region.

Wir haben es auf dem Herzen, dieses Jahr 40 Festbesucher aus Ägypten zum Laubhüttenfest zu bringen. Viele der Brüder und Schwestern brauchen finanzielle Unterstützung, denn ihre wirtschaftlichen Umstände erlauben ihnen diese Reise nicht.

Der Jesaja-19-Fonds

Deshalb haben wir den „Jesaja-19-Fonds” eingerichtet. Mit diesem werden wir Christen aus Ägypten unterstützen, damit wir gemeinsam zum Laubhüttenfest kommen können. Ausserdem ermöglicht uns der Fonds, ägyptischen Pastoren und Leitern christlicher Dienste zu zeigen, was Gott hier in Israel tut, besonders unter den messianischen Gläubigen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Herr möchte, dass Sie Teil dessen werden, was er in Ägypten tut, beten Sie bitte darüber, ob Sie den „Jesaja-19-Fonds“ unterstützen sollen. Damit eine Person aus Ägypten zum Laubhüttenfest kommen kann, werden rund € 1.350.- (CHF 1465.-) benötigt. Bitte unterstützen Sie dieses wichtige Anliegen. Israel wird gesegnet sein, Ägypten wird gesegnet sein und auch Sie werden Segen empfangen!

Wir denken, dass diese Initiative im nächsten Jahr noch ausgeweitet werden wird. Bereits jetzt haben wir ähnliche Anfragen von Geschwistern aus Jordanien, dem Irak und Libanon. Für viele von ihnen ist ein Israel-Besuch nicht ungefährlich, aber sie glauben, dass es wichtig für sie ist, dabei zu sein. Wir sehen uns geführt, sie in dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen.

Gebet für die arabische Welt

Bitte beten Sie mit uns für alle arabischen Länder. Lassen Sie uns beten, dass der Heilige Geist über diesen Nationen ausgegossen wird und dass wir ein besseres Verständnis und eine grössere Offenbarung der Absichten Gottes für Ägypten und Assyrien in unserer Zeit bekommen.

Ohne Zweifel ist es Gottes Ziel für Ägypten, dass er sagen kann: „Ägypten, mein Volk!“ Für die Nationen, die heute das Gebiet des antiken Assyrischen Reichs umfassen (Irak, Syrien, Libanon und Teile Irans, der Türkei, Jordaniens und Saudi-Arabiens), ist es sein erklärtes Ziel, über ihnen zu proklamieren: „Assur, meiner Hände Werk!“ Und sie alle werden gemeinsam mit Israel ein Segen mitten auf Erden sein (Jesaja 19,24-25). Damit haben wir sowohl eine Gebetsstrategie als auch eine unglaubliche Vision der Hoffnung für die Zukunft.

Bitte helfen Sie uns, dieses Jahr mindestens 40 ägyptischen Christen die Teilnahme am Laubhüttenfest (13. – 20. Oktober 2019) zu ermöglichen!

Als Verwendungszweck „Jesaja-19-Fonds“ angeben. Herzlichen Dank!

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem, Schweizer-Zweig

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Shlomo Sharzar
Geboren: 1927
Geburtsland: Rumänien

Während des Krieges

Als der Krieg ausbrach, war Deutschland auf derselben Seite wie Shlomos Heimat Rumänien. Doch schon bald wurde die Situation für Juden in Rumänien gefährlich. Shlomo hatte zwei Brüder und zwei Schwestern. Die beiden Mädchen wurden zu ihrer Tante nach Bukarest geschickt. Dort sollte es für sie sicherer sein als in der Heimatstadt Yassi.

Dann wurden Shlomos Brüder in ein Zwangsarbeitslager abgeholt, mit fünfzehn Jahren waren sie alt genug dazu. So blieb Shlomo allein bei seinen Eltern, doch der Vater war krank. Seine Mutter nähte Kleidung, um etwas Geld zu verdienen, welches sie aber gesamt zum Unterhalt ihrer Kinder ausgab. So war Shlomo gezwungen, im Alter von zwölf Jahren, auf dem Markt Geld zu verdienen für den täglichen Bedarf. Seine Tante aus Bukarest sandte Pakete zum Lebensunterhalt für ihn und seine Eltern.

Die Familie durchlebte grosses Leid. Es gab sehr wenig zu essen und kaum etwas, um das Haus zu heizen. Sie litten endlos an Hunger und Kälte.

Eines Abends wurde allen Juden mitgeteilt, sich auf der örtlichen Polizeistation zu melden, um besondere Ausweise zu erhalten. Shlomos Vater verbot seinem Sohn hinzugehen, er solle zu Hause bleiben. In der Tat war die Vergabe von Ausweisen eine Lüge. Stattdessen fand ein furchtbares Progrom statt: 15‘000 Juden wurden ermordet!

Als Shlomo auch etwa fünfzehn war, begann er für die russische Armee zu arbeiten, die mittlerweile die Kontrolle über Rumänien übernommen hatte. Zudem kamen jüdische Organisationen nach Rumänien, um die Juden in Gruppen zu organisierten und sie zu ermutigten, nach Palästina auszuwandern.

Nach dem Krieg

Als der Krieg zu Ende ging, begab sich Shlomo zusammen mit einer dieser jüdischen Jugendgruppen auf den Weg nach Palästina über Ungarn, Österreich und Italien. In Österreich hielt er sich fast ein Jahr lang auf und erhielt dort militärische Ausbildung, die sich dann in Italien fortsetzte. Schliesslich nahm er Anfang 1948 ein Schiff zur Ausreise nach Palästina. Der erste Waffenstillstand zwischen Arabern und Juden war soeben in Kraft getreten, nachdem in den Monaten zuvor einige Konfliktwellen im Gange waren, bevor der Staat Israel gegründet wurde.

Ungefähr zu dieser Zeit verstarb Shlomos Vater. Seine Mutter kam 1952 ebenfalls nach Israel, doch blieb sie nicht mehr lange am Leben.

In Israel lernte Shlomo seine Frau kennen und wurde Vater einer Tochter. Leider verstarb seine Frau 1982. Er fand eine zweite Frau und arbeitete während vielen Jahren als Fahrer in Haifa.

Heute

Shlomo geniesst seinen Lebensabend im HaifaHeim. Er erzählt gerne Witze und fühlt sich wohl und integriert. „Was könnte man sich sonst noch hier wünschen?“, sagt er. „Hier ist es wie im Paradies!“

Quelle: Internationale Christliche Botschaft Jerusalem


Warum unterstütze ich Israel?
Stephen Harper, Premierminister a.D., Kanada

Als ich Premierminister von Kanada war, hat man mir oft die Frage gestellt: «Warum unterstützen Sie Israel?»

Meine Antwort war eigentlich immer die gleiche: «Warum sollte ich Israel nicht unterstützen?»

Warum sollte ich nicht einen ebenfalls demokratischen Staat unterstützen, in dem gerechte Wahlen, Redefreiheit und religiöse Toleranz die Norm sind? Warum sollte ich nicht ein Land mit einer dynamischen freien Presse und einer unabhängigen Gerichtsbarkeit unterstützen? Warum sollte ich nicht einen wertvollen Handelspartner und eine Quelle erstaunlicher technologischer Innovation unterstützen? Warum sollte ich nicht unseren bedeutendsten Verbündeten im Nahen Osten und im internationalen Kampf gegen den Terrorismus unterstützen?

In einer rationalen Welt, in einer Welt, in der nur der gesunde Menschenverstand zählen würde, käme die Frage: «Warum unterstützen Sie Israel?» der Frage gleich: «Warum unterstützen Sie Australien oder … Kanada?»

Doch wir leben nicht in einer rationalen, von einfacher Vernunft geprägten Welt. Also muss man wieder und wieder Partei für Israel ergreifen. Ich für meinen Teil tue das gerne.

Lassen Sie mich hiermit beginnen:

Jede jemals von Israel unternommene Militäroperation diente dem Schutz seines Landes.

Israel ist kein Angriffs-Staat, es ist ein Verteidigungs-Staat. Dies ist seit seiner Gründung bis heute der Fall.

Als noch junger Staat im Jahre 1948 wurde Israel sofort von seinen arabischen Nachbarn angegriffen. Sie wollten den winzigen Staat nicht in Schach halten, sie wollten ihn zerstören!

Kein Land eilte Israel zu Hilfe – nicht die USA, nicht mein Land Kanada, nicht Grossbritannien – kein einziges. Sie alle dachten, Israel würde verlieren. Doch es verlor nicht, es gewann.

1967 versuchten Israels Nachbarn erneut, den jüdischen Staat vollständig zu zerstören, ein Land, das zu der Zeit knapp zwanzig Jahre bestand. Wieder siegte Israel. Und es überlebte 1973 einen weiteren Angriff vereinter Mächte.

Das sind die grossen Kriege, doch bin ich mir sicher, dass es nicht einen einzigen Tag in der ganzen Geschichte Israels gab, an dem man nicht einen Terrorakt gegen es gewagt hat – innerhalb oder ausserhalb seiner Grenzen.

Es gab zwei blutige Terrorwellen – die sogenannten Intifadas in den späten 1980ern und den frühen 2000ern, als die Israelis in Bussen, in Pizza-Stuben und beim Feiern von Hochzeiten in die Luft gesprengt wurden. Es gab Invasionen von Terrororganisationen wie der Hisbollah im Libanon. Es gab tausende Raketenangriffe der Hamas aus dem Gazastreifen – sogar nach Israels vollständigem Rückzug aus dem Gebiet 2005.

Zwischen den Kriegen, zwischen dem Terror hat Israel den Frieden mit seinen Nachbarn gesucht. Und es hat Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien erreicht. Bei anderen jedoch wird jede israelische Geste des Friedens mit Aufwiegelung und Gewalt beantwortet.

Ich erinnere aus einem Grund an die Geschichte: Jedes Land, das ausgehalten hat, was Israel aushielt, hätte schnell zum Polizeistaat werden können. Doch trotz alledem hat Israel nie seine Verpflichtung zur Gesetzesherrschaft, zur Demokratie und Toleranz aufgegeben.

Ein Fünftel seiner Bevölkerung sind Muslime. Sie geniessen dieselben Rechte wie die jüdischen Bürger. Sie haben Schlüsselpositionen an den Gerichten, bei der Presse und in der Regierung des Landes inne. Und sie haben ihre eigenen Parteien, die sie in der Knesset, Israels Parlament, vertreten. Wenn man sagt, die Muslime in Israel seien die freiesten Muslime in der Region, dann ist das eine Untertreibung.

Doch was halten Sie davon – als Test für Menschenrechte: Häftlinge in Israel, ob Juden oder Araber, werden gut behandelt, haben genug zu essen und Zugang zur bestmöglichen medizinischen Versorgung. Eltern und Ehepartner dieser Häftlinge wissen, wo sie sind und dass sie dort sicher sind. Wer sonst in dieser Region, ausser Israel, kann das für sich beanspruchen?

Durch alle Kriege und allen Terror hindurch hat Israel überlebt, und es floriert, insbesondere seit den letzten zwanzig Jahren. Es ist als «Start-Up-Nation» bekannt, und das aus gutem Grund. Schlüsselkomponenten Ihres Mobiltelefons und Ihres Laptops wurden in Israel erfunden. Ein Medikament oder ein medizinisches Gerät, das Ihr Leben oder das eines Ihrer Liebsten gerettet hat, wurde vielleicht in Israel entwickelt. Und doch gibt es linksgerichtete Politiker, Aktivisten, Akademiker, Künstler und Studenten, die ihr Leben der Verunglimpfung Israels widmen. Sie rufen zu Boykotten auf und verlangen, man solle Israel von akademischen und beruflichen Kooperationen ausschliessen.

Verunglimpfen sie auch die palästinensische Führung, die seit über einem Jahrzehnt keine Wahlen mehr abgehalten hat? Verurteilen sie die Führung der Hamas, die Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde benutzt, um ihre Kämpfer zu schützen? Nein. Sie verunglimpfen das freie, dynamische, demokratische, innovative Israel.

Angesichts all der brutalen und gewalttätigen Regimes, nicht nur im Nahen Osten, sondern weltweit, wie soll man da erklären, dass allein Israel verdammt wird? Leider gibt es nur eine passende Erklärung: Antisemitismus. Hinterfragen die Hasser Israels die Legitimität irgendeines anderen demokratischen Landes? Überhaupt irgendeines anderen Landes in dieser Hinsicht? Natürlich lautet die Antwort: «Nein.» Irgendwie können sie nur gegen das jüdische Land opponieren.

Der Staat Israel besteht nun seit (über) 70 Jahren. Israel ist eine der freiesten, florierendsten und erfolgreichsten Nationen der Welt.

Warum unterstütze ich Israel? Warum sollte ich es nicht tun? Warum sollte es nicht jeder tun?

(Wikipedia: Stephen Joseph Harper, PC, ist ein ehemaliger kanadischer Politiker. Von 2006 bis 2015 war er der 22. Premierminister Kanadas. Harper war eines der Gründungsmitglieder der Reformpartei. Ab 1993 war er Abgeordneter des Wahlkreises Calgary West im Unterhaus.)

Aus: «Haschiwah» - Die Rückkehr, eine Publikation der Lema’an Zion, Inc., Nr. 3, 2019

Jerusalems «Klagemauer»
Als Jerusalem wieder vereinigt wurde, lehnten sich Fallschirmspringer und Soldaten, ihre Gesichter noch geschwärzt vom Rauch der Schlacht und auf ihren Uniformen noch die Spuren des Kampfes, an die Steine der Westmauer – Tränen in den Augen. Die Westmauer, «Kotel» – oder wie sie in der Diaspora bekannt zu sein pflegte: Klagemauer – gilt als sichtbares Zentrum jüdischer Geschichte. Erst als die Vorhut der israelischen Armee an diese Mauer gelangte, wusste man: Jerusalem ist frei!

Ein Kranz von Legenden windet sich um die Quader dieses Bauwerks. Als Salomon daranging, den Tempel zu errichten, rief er Vertreter des ganzen Volks zusammen, und es wurde ausgelost, welche Arbeit am Tempelbau welcher Bevölkerungsgruppe zuzuteilen war. Die reicheren Klassen liessen die ihnen zugefallenen Arbeiten durch andere verrichten und zahlten dafür; aber das Los für die Westmauer fiel auf die Armen, und sie bauten sie in ihrem Schweiss. Als das Werk vollendet war, rief die göttliche Stimme: «Der Schweiss der Armen ist teuer in meinen Augen, und mein Segen soll darauf liegen.» Als die Römer den Tempel zerstörten, kamen Engel vom Himmel und breiteten ihre Flügel schützend über die Mauer.

Als drei Tempelmauern dem Erdboden gleichgemacht worden waren, ordnete ein römischer General an, die Westmauer niederzureissen – doch während er den Befehl gab, fiel er tot zu Boden. Ein anderer General nahm seinen Platz ein – und seine Gliedmassen starben ab.

Von einem römischen General heisst es jedoch, dass er das Seine tat, um die Mauer zu bewahren. Bei der Belagerung Jerusalems, so geht diese Sage, wurde vier Generälen der Auftrag gegeben, die vier Tempelmauern zu schleifen. Der General, dem die Niederreissung der Westmauer übertragen war, leistete jedoch dem Befehl keinen Gehorsam. Als Titus ihn zur Rede stellte, erklärte er: «Hätte ich meine Mauer schleifen lassen wie die anderen, so würde die Nachwelt nicht erfahren, wie mächtig das Werk war, das Du zerstört hast. Jetzt, da die Westmauer stehen geblieben ist, werden kommende Generationen sie bestaunen und ausrufen: «Was für eine gewaltige Eroberung hat Titus gemacht!» Titus war geschmeichelt, aber das hielt ihn nicht davon ab, den General vom First der Mauer herunterstossen zu lassen – als Strafe für den Ungehorsam.

Die Westmauer (Klagemauer) in Jerusalem
Eine andere Legende webt sich um den Jahrestag der Tempelzerstörung: In der Nacht des 9. Av, so heisst, es, wenn Juden an der Westmauer um das zerstörte Heiligtum weinen, steigt der Widerhall ihrer Klagen in den Himmel, und um Mitternacht erscheint als göttliches Zeichen eine weisse Taube und stimmt mit ein in ihre Klagen.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die Westmauer fast zu ihrer Gänze unter Müll und Schutt begraben. Die Tatsache ihrer Wiederentdeckung wird sowohl dem Kaliven Omar wie dem Sultan Suleiman und Sultan Selim zugeschrieben.

1867. Von Jean-Léon Gérôme – Reprografie aus Kunstbuch
Eines Tages im Jahre 1560, als Selim in Jerusalem war, sah er eine alte Frau, die eine Menge von Abfall an einem Platz nahe seinem Palaste ausschüttete. Ärgerlich liess er sie vorladen. Sie erklärte ihm, sie sei eine «Römerin», das heisst, eine römisch-katholische Christin, und die Bischöfe hätten angeordnet, dass alle Christen ihren Müll dort abladen sollten, wo der Tempel gestanden hat, damit man seiner für immer vergässe. Der Sultan ging der Sache nach und befand, dass die Frau die Wahrheit gesprochen hatte. Darauf liess er Münzen aus Gold und Silber an verschiedenen Stellen des riesigen Schutthaufens verstecken und rief die Armen auf, nach den Münzen zu suchen. Mehr als zehntausend Menschen kamen, um den Schatz zu finden und schufteten dreissig Tage lang, bis der ganze Müll abgetragen war und die Westmauer in ihrer Länge und Höhe sichtbar wurde – 48 Meter lang und 18 Meter hoch, aus 24 Reihen von Quadern bestehend. Von den 19 Reihen, die weiter von Erde (12 Meter tief) verschüttet blieben, wurden nach der Wiedervereinigung der Stadt weitere drei freigelegt.

Sieben Steinlagen dieser Mauer sind heute sichtbar, darüber befindet sich jüngeres Mauerwerk.
In den Ritzen der mächtigen Steinquader findet man kleine Zettel, Bittbriefe, die danach zeremoniell verbrannt werden, damit ihr Rauch gen Himmel steigt, um Erhörung zu finden.

(Wikipedia: Da der Platz in den Ritzen nur begrenzt ist, fallen viele Zettel mit der Zeit herunter. Sie werden aufgesammelt. Vor Pessach im Frühjahr und vor Rosch ha-Schana im Herbst werden die Zettel aus den Ritzen entfernt und zusammen mit den aufgesammelten ungelesen auf dem jüdischen Friedhof auf dem Ölberg begraben.)

Worte des Nobel-Preisträgers Samuel J.Agnon (1888–1970): «Die Westmauer, jener Rest der Schätze alter Zeit, hat die Höhe von zwölf Menschen, als ein Symbol für die zwölf Stämme. Das ist so, damit jeder Jude seine Gedanken auf ‘seinen’ Stein lenken kann. Sie ist aus riesigen Quadern errichtet, jeder fünf Ellen lang und sechs Ellen breit. Kein Bauwerk der Welt hat solche Steine, und sie halten ohne Mörtel zusammen – genau wie das jüdische Volk ohne sichtbares Bindemittel eine Einheit bildet.»

Autor unbekannt. Aus einem alten Kalender


Die Juden sind ein Wahrheitsbeweis Gottes auf Erden, und das darf in den Augen des Islams und aller noch ungläubigen Menschen nicht wahr sein.

Deshalb flackert der Hass auf Gottes Volk wie ein Schwelbrand aus der Hölle immer wieder auf.

Das alles spitzt sich zu, bis der Messias Israels, Jesus Christus, zum jüdischen Volk zurückkehrt.

Der Herr wird dann sichtbar für alle Menschen als König über der ganzen Erde herrschen.



rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.