Rundbrief Nr. 168
August 2019


Rachel und Gilad Netanel
Rachel und Gilad Netanel
Ein Bericht von
Rachel Netanel


Shalom, liebe Freunde

"Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende." Matt. 9:38

Gott ist so gut, wie er unser Werk sowohl hier in Ein Kerem (bei Jerusalem) als auch in Zukim im Negev gesegnet hat. Es kommen so viele Israelis an beide Orte, dass wir überwältigt, überglücklich und überarbeitet sind. Wir beten darum, dass Arbeiter kommen und uns bei diesem Werk des Herrn in Israel helfen. Ich möchte Sie an ein paar Ereignissen von beiden Orten teilhaben lassen.

Ich habe schon mehrmals über die Jeschiwa hier in Ein Kerem geschrieben. Für diejenigen, die nicht wissen, was eine Jeschiwa ist: Das ist eine jüdische Bildungsorganisation, die zum Studium traditioneller religiöser Bücher wie des Talmud und der Thora dient. Es gibt jedoch spezielle Jeschiwas, die sich mehr auf die Säkularisierung konzentrieren. Jene in Ein Kerem ist für junge Menschen gedacht, die in die Armee eintreten, und dient nicht nur der Religionswissenschaft, sondern auch der Vorbereitung auf den zukünftigen Wehrdienst.

So sind wir mittlerweile
mit dieser Jeschiwa befreundet, auch wenn diese mit einer Synagoge verbunden ist, die einst Gilad und mich gebeten hat, den Gottesdienst während Jom Kippur zu verlassen. Diese Jeschiwa schickt immer wieder gerne ihre Jugendlichen zu uns. Kurz vor dem Passahfest fragten sie, ob wir einen messianischen Passah-Seder (Wikipedia: Der Sederabend beginnt am 14. Nissan und ist der Vorabend und Auftakt von Pessach) vorbereiten und unterrichten könnten. Sie wollten, dass die Schüler den Unterschied zwischen einem messianischen Seder und einem traditionellen Seder kennenlernen. Ein paar Tage vor dem eigentlichen Passahfest hielten wir also einen messianischen Passah-Seder hier in unserem Garten. Das ist eine Menge Arbeit, es gibt vieles vorzubereiten, aber wir waren begeistert von dieser Gelegenheit.

Und dann waren wir überrascht, als tatsächlich 48 junge Leute kamen, darunter meist weltliche und einige religiöse Juden. Sie genossen das Festessen, das ich für sie vorbereitet hatte.

Der Manager der Schule, ein religiöser Jude, erläuterte als Erster, worum es bei einem traditionellen religiösen Seder geht. Er gab ihnen alle Lehren der Rabbiner und erklärte, wie die religiösen Juden jedes Jahr dieses Fest feiern. Dann war ich an der Reihe. Ich erklärte, was ein messianisches Passahfest ist und warum wir dieses ganz besondere Fest feiern. Sie hörten wirklich zu, als ich über das Passahlamm und die Verbindung zum Herrn Jeschua sprach. Ich sprach über biblische Symbolik und Prophetie, und wie der Herr seine Prophetie während dieses Festes vor 2000 Jahren erfüllt hat. Ich sprach über das erste Opfer, das im Garten Eden von Gott selbst dargebracht wurde, als er Tierhäute zur Bekleidung von Adam und Eva zur Verfügung stellte. Weiter sprach ich darüber, wie der Herr durch Abraham, Isaak und Jakob und schliesslich durch seinen Diener Mose Opfer gebot. Ich erklärte, wie am ersten Passah in Ägypten geopfert wurde und wie die Türen am 14. des Monats Nissan mit Blut beschmiert wurden. Dann erklärte ich, wie der Herr Jeschua am 14. Nissan an einem Kreuz geopfert wurde, das mit seinem Blut getränkt war. Ich erklärte, wie die Opfer gebracht werden mussten, um unsere Sünden zu tilgen. Wie kommt es, dass kurz nach der Kreuzigung des Herrn der Tempel zerstört und so das Opfern gestoppt wurde? Wo ist jetzt die Sühne für die Sünde??? Wo in der Bibel steht, dass Gebete und gute Werke die Sünde bedecken, wie es uns die Rabbiner heute lehren?

Die Schüler hörten schweigend zu und waren ein wenig schockiert über das, was ich sagte. Der Manager, der über das traditionelle religiöse Passahfest gesprochen hatte, schwieg. Er erlaubte mir, fortzufahren. Viele Fragen folgten, darunter der Wunsch zu wissen, was sie tun müssen, um gerettet zu werden. Wie war ich aufgeregt, diese wichtige Frage zu beantworten!

Im Laufe der Zeit mussten viele gehen, aber mehr als zehn blieben. Sie fragten, was der Unterschied zwischen dem christlichen und dem messianischen Jüdisch-Sein ist. So erklärte ich, dass es in unserem Leben nicht um Werke geht, sondern um Beziehung, wie wir beten und wie der Herr seinen Heiligen Geist sendet, um uns zu helfen, auf Gott zu hören.

Ich konnte auch von einem wichtigen Zeichen erzählen. Aus zehn Wohnorten war ich wegen meines Glaubens rausgeworfen worden, bis ich um ein Zeichen bat. Und genau diese Höhle, in der sie jetzt sassen, sei dieses Zeichen. 300 Jahre lang war dieser Ort leer. Dann kam ich und entdeckte diese alte Höhle. Von 1948 bis 2006 hatte sie sich niemand angesehen. Ich zeigte ihnen die Messingplatte, die unter all den Trümmern versteckt gelegen hatte. Auf dieser stand sowohl auf Arabisch als auch auf Hebräisch: "Willkommen und sei gesegnet". Ist das nicht ein Zeichen des Herrn? Wir haben noch lange gesprochen, und sie wollten wissen, wann sie wiederkommen könnten.

Zwei Wochen später wurde ich gebeten, in der Yeschiwa zu ihnen zu sprechen. Ich bereitete Couscous für 50 Personen zu und nahm sie mit. Einige dieser jungen Leute besuchten uns danach auch privat. Eine junge Dame, die nun bereits mit der Armee fertig ist, kommt immer wieder zu uns, und wir lesen mit ihr zusammen in der Bibel.

Das war in Ein Kerem, aber wir fahren auch mindestens zweimal im Monat nach Zukim, um dort viele zu treffen, die sehnsüchtig auf uns warten. Mein Sohn Chaim, der in der Nähe von Zukim wohnt, unterrichtet viele über die Kräuter und Pflanzen, darunter eine Regierungsorganisation namens Arava Development Center, die daran arbeitet, die Wüste wieder zum Blühen zu bringen. Chaim, der kein starker Gläubiger ist, bringt oft Gruppen zu mir und bittet mich, mit ihnen über Jeschua zu sprechen. Das tue ich immer gerne.

So brachte er an einem Montag eine Gruppe von zwölf Personen (Manager und Arbeiter) aus dem Arava Development Center zu uns nach Zukim. Ich kochte für sie und sprach mit ihnen über unseren Glauben bis ein Uhr früh. Israelis scheuen sich nie, Fragen zu stellen, und so sind unsere Diskussionen immer sehr lebhaft.

In Zukim bereitet jemand jeden Freitag Falafeln zu und serviert diese von Mittag bis 15 Uhr. Zukim ist ein kleiner Ort mit nur etwa 60 Familien, die eng miteinander verbunden sind. So kommen sie alle zusammen, um diese Falafeln zu geniessen. Das ist so eine lustige Sache für uns. Wenn wir also bei ihnen sitzen und essen, kann ich mit ihnen reden und sie kennenlernen. Einer unserer Nachbarn fragte, ob ich hier wohne. Was sollte ich antworten? Ich sagte, dass ich eigentlich in Ein Kerem wohne, aber auch hier in Zukim ein Zuhause habe und an beiden Orten über das Judentum von Jeschua lehre.

Dies gab ihm die Möglichkeit,
über seine Pilgerfahrt auf dem Jakobsweg zu erzählen. Für diejenigen, die nichts von dieser alten Pilgerreise wissen: Sie ist ursprünglich christlich und hat das Grab des Jakobus in Santiago, Spanien, zum Ziel. Diese Pilgerreise ist mittlerweile zu einer "New Age"-Angelegenheit geworden. Die Pilger sind von Frankreich bis Santiago etwa einen Monat unterwegs. Die meisten Menschen können diesen ganzen Weg jedoch nicht zu Fuss bestreiten, also begehen sie ihn etappenweise. Am Ende dieser Pilgerreise erhält man ein Zertifikat, dass einem die Sünden vergeben seien.

Ich hörte ihm zu und sagte dann: Ich habe eine bessere Lösung für dich. Gehe einfach die paar Meter bis zu unserem Haus, und ich werde dir ein Abendessen servieren und dir derweil erklären, wie deine Sünden vergeben werden können. Er lachte und sagte, er würde kommen, aber er habe zwei Gäste aus dem Norden (Zikron Yaakov) dabei, ob sie auch mitkommen dürften. Natürlich! Also rannte ich buchstäblich nach Hause, da ich mich nicht auf Gäste vorbereitet hatte. Das war um drei Uhr nachmittags, und um sieben Uhr wollten sie eintreffen. In Zukim gibt es keinen Supermarkt. Bis zum nächsten ist es ein weiter Weg. Ich öffnete den Kühlschrank und sah, dass fast nichts drin war. Doch ich nahm alles heraus, und irgendwie, auf wundersame Weise, hatte ich bis 19 Uhr ein Festessen vorbereitet.

Das war am Abend des Shabbats, also hatten wir Kabbalat Shabbat zusammen. Gilad trug seinen Gebetsschal und betete den Segen. Unsere Gäste hatten viele Fragen, besonders das Paar aus Zikron Yaakov. Wir erklärten, dass wir nach dem Tanach (AT) an Jeschua glauben. Ich komme aus einem sehr religiösen Hintergrund (ich bin eine Nachfahrin des berühmten Rabbiner Kabbetz) und Gilad hat einen katholischen Hintergrund. Nun glauben wir beide zusammen an den Tanach und die Prophezeiungen, die dort geschrieben stehen. Wenn jemand die Wahrheit wissen will, kann er dort alles nachlesen. Alle Schriften und Prophezeiungen weisen auf eine Person hin – Jesus, der unsere Erlösung ist. Tatsächlich ist sein Name "Erlösung". Dieses Paar (beide sind Musiker) wollte nicht mehr weg, und so blieben sie bis spät abends. Am nächsten Morgen klopfte es an der Tür. Es war die Frau des Paares, und sie sagte, der gestrige Abend wäre so besonders gewesen, und sie möchte, dass wir kommen und mit ihnen frühstücken. Also assen wir zusammen, und sie spielten schöne Musik für uns. Ich bin immer noch in Kontakt mit ihnen. Der Mann, den wir in Zukim kennengelernt hatten, kann es kaum erwarten, uns wieder anzutreffen und ist dann oft bei uns zum Essen. Er ist geschieden und lebt allein. Ich denke, er ist suchend. Er legt jedoch Wert darauf, mir mitzuteilen, dass er nicht mit Jeschua unterwegs sei. Aber jedes Mal stellt er immer mehr Fragen und ich sage ihm, der Tag seiner Erlösung sei nicht mehr weit weg.

Liebe Freunde, jemand von Ihnen hat vorgeschlagen, dass wir einige Gebetsanliegen nennen möchten, damit speziell für uns gebetet werden kann.

1. Schutz. Am Feiertag von Shavuot kam der Waqf (Wikipedia: Die Waqf-Behörde Jerusalem ist eine unveräusserliche islamische Stiftung. Sie übt die Aufsicht über die heiligen islamischen Stätten aus …) und fing an, mich anzuschreien und zu verfluchen. Sie nahmen mich tatsächlich auf, um zu versuchen, Beweise gegen mich zu sammeln. Sie bedrohten uns und sagten, dass sie unser Haus wegnehmen und alle Menschen verscheuchen werden, die uns besuchen kommen. Sie machten mir wirklich Angst. Auf ihrem Friedhof vor unseren Toren war sehr hohes und trockenes Unkraut gewachsen, und ich hatte Angst, dass sie dieses und damit unser Haus in Brand setzen könnten. Also heuerten wir einige Leute an, um das ganze Unkraut zu beseitigen, obwohl dieses Gelände Eigentum der Waqf ist.

2. Gesundheit. Neulich kamen drei Gruppen nacheinander ins Haus, und es war anstrengend. Ich sah zu Gilad hinüber und sah, dass er kaum mehr atmen konnte. Ich brachte ihn direkt zum Arzt, der seine Lunge und sein Herz untersuchte. Zwar war alles ist in Ordnung, aber es hat mir Angst gemacht. Dann wurde ich in dieser Woche so krank, dass ich nicht sprechen konnte und musste eine Veranstalung absagen. Jetzt geht es mir wieder gut.

3. Finanzen. Wir mussten dem Anwalt 35’000 NIS zahlen, um den Rechtsstreit mit Waqf von neuem zu beginnen. Auch die Renovierungen in Zukim sind noch im Gange.

4. Manuelle Hilfe. Da wir nun zwei Häuser verwalten, benötigen wir Hilfe. Gilad macht die Renovieung selbst. Wir müssen aber noch die Elektroarbeiten abschliessen und wollen den sehr grossen Gartenplatz in Zukim vor dem Laubhüttenfest in diesem Jahr so gestalten, dass wir ein grosses Fest feiern können.

Wir sind Ihnen allen sehr dankbar für Ihre Gebete und Unterstützung. In diesen Tagen, in denen die Dunkelheit zunimmt, ist es gut zu wissen, dass das Licht in den Herzen seiner Diener hell leuchtet. Möge der Herr Sie belohnen, beschützen und tausendfach segnen.

Mit der ewigen Liebe unseres Messias, Jeschua,

Rachel und Gilad

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Makor Ha Tikvah – Messianische Schule in Jerusalem
Yoel Russu
Von Yoel Russu, Direktor

Eines der jungen Projekte von Makor Ha Tikvah ist der Ulpan-Kurs. Unsere drei professionellen, leidenschaftlichen Lehrer, die dafür verantwortlich sind, heissen Schibolit, Yael und Rachel.

Ulpan ist eine intensive hebräische Sprachschule für unsere Schüler, die erst kürzlich aus dem Ausland nach Israel gezogen sind. Dieser Kurs gibt ihnen die Gelegenheit, sich rascher zu integrieren. „Hebräisch zu lernen, ist nicht nur Sprachlehre, sondern auch Kultur- und Geschichtsunterricht. Die Schüler sollen sich so fühlen, dass sie dahin gehören, wo sie jetzt wohnen.“, sagt Yael.

Yaels Motivation, Hebräisch zu unterrichten, hat einen kulturellen Hintergrund. „Ich wurde in eine Einwandererfamilie geboren und weiss, wie wichtig die Sprache ist, um eine Identität zu formen.“ Kinder sind ihre grosse Liebe, denn sie sind in ihren Taten und Worten so ehrlich.

Schibolit unterrichtete mehr als zehn Jahre Hebräisch für Erwachsene in der arabischen Bevölkerung. Nach einer Pause dachte sie, ihre Lehrerkarriere sei vorbei. „Dann sah ich, wie Gott mir die Tür öffnete, um hier zu unterrichten, wo die Menschen alles zur Ehre Gottes und zum Besten der Kinder tun wollen. Ich bin sehr jetzt glücklich, hier arbeiten zu dürfen.“

Rachel musste als Mädchen selber Hebräisch lernen und ist daher sehr mitfühlend. „Ich geniesse es, die Sprache zu unterrichten und die reizenden Kinder, die aus aller Welt nach Israel gekommen sind, kennenzulernen.“

Alle drei sind sich einig, dass das Lehren von Kindern eine Welt für sich ist, und entwickeln immer wieder neue, interessante Lehrmethoden. Die Verantwortung ist gross, das weiche, flexible Material, das Gott ihnen anvertraut hat, zu formen. „Die Kinder verstehen alles, selbst wenn wir das gar nicht bemerken. Wir ändern uns selber auch, da wir immer darauf achten müssen, wie wir sprechen, was wir sagen und sogar, wie wir unsere Schüler ansprechen.“

Elternecke: Gepflanzt an Wasserbächen (Psalm 1,3)
Ein tragischer Unfall, eine ernste Krankheitsdiagnose, eine grosse Operation, der Tod eines geliebten Menschen – plötzlich scheint der Boden, auf dem wir stehen, nicht mehr solide genug. Mitte April verlor ich plötzlich meinen Bruder. Es war, als hätte mir jemand einen Teppich unter den Füssen weggerissen. Ein Teil meines Lebens war plötzlich weg. Zwar habe ich nie an Gott gezweifelt, dennoch war ich unkonzentriert, wenn ich in der Bibel las oder betete. Es schien alles so fruchtlos. Ich wusste, ich musste das Fundament meines Glaubens wieder „herstellen“.

Im Psalm 1 wird der „Weg des Gerechten“ beschrieben, ein Mensch, der Tag und Nacht an Gottes Wort denkt. Mir wurde bewusst, dass dies der Weg war, auf dem ich gehen musste: Gottes Wort in meinen Gedanken zu behalten. Vers 3 beschreibt den Gerechten als einen Baum, der bei Wasserbächen gepflanzt ist und dessen Wurzeln tief in die Erde dringen. Unerwartete Ereignisse geben uns die Möglichkeit, in unserem Glauben zu wachsen, zu gedeihen und so fester in Gott gepflanzt zu werden.

Cyndi Chetrit ist beitragende Redakteurin für Makor HaTikvah.

Buslinie: Wir freuen uns sehr über unsere neue Buslinie, die es zehn weiteren Schülern erlaubt, in unsere Schule zu kommen. Wir arbeiten daran, noch weitere Buslinien einzusetzen. Dies würde es mehreren Schülern aus verschiedenen Regionen Israels ermöglichen, in Makor HaTikvah zu lernen.

Schulausflüge: Im Mai und Juni besuchten unsere Mittelschul-Schüler Museen und den Norden Israels, Galiläa und die Golanhöhen, den Banias Nationalpark und die Festung von Nimrod. Die Grundschule ging in das Musikmuseum, ins Tempelmuseum und zum Tel Afek.

Sommerloch: In den Sommerferien kommen keine Schulgebühren herein, doch die Lehrer und der Rest des Schulpersonals werden trotzdem bezahlt. Auch andere Rechnungen fallen an. Darum sind wir für Gebet und finanzielle Unterstützung sehr dankbar.

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Besuch in Jordanien mit Ausflug der Flüchtlingsfamilien, Juni 2019
Unsere Kontaktpersonen: Najeeb und Elizabeth Atteih, Haifa, Israel
Bericht von Elizabeth Atteih


Liebe Freunde von Rea Israel

Diesen Besuch in Jordanien unternahm ich allein und erlebte ihn als sehr gesegnet, aber auch als herausfordernd. Von drei Familien vernahm ich, dass sie ihre Ausreisevisa in ein anderes Land bekommen haben.

Eine davon ist Narsos Familie (Narso ist ein autistischer Bub). Schon bald werden sie nach Kanada ausreisen. Als ich dieses Mal Narso entdeckte, rief ich ihm, er solle zu mir kommen, damit wir uns umarmen können. Tatsächlich kam er freundlich zu mir, lehnte seinen Kopf an den meinen und lächelte friedlich. Seine Mutter Suha war erstaunt über diese Reaktion. So lieb sei er noch nie zu einer aussenstehenden Person gewesen. Narso verstand wirklich, dass ich ihn liebe und mich um ihn kümmere. Ich segnete ihn und begann über ihm zu beten: «Mögest du und deine Familie ein gutes Leben in Kanada haben. Ich bete dafür, dass du die richtige Schule finden und die Hilfe bekommst, die du brauchst. Mögest du zu einem Mann werden, der sein Herz mit anderen teilen kann. Mögest du und deine Familie im Glauben wachsen und zu starken Gläubigen und frohen Zeugen des Herrn werden. Ich hoffe, dass wir uns eines Tages wiedersehen und du mir dann von Gottes Führung und seinem Werk in deinem Leben erzählen wirst.»

Mutter Suha weinte sehr, als wir uns verabschiedeten. Auch meine Gefühle sind bittersüss. Ich freue mich, dass der Herr ihr Gebet beantwortet hat und sie an einen besseren Ort reisen dürfen, bin aber auch traurig, weil ich sie bei meinem nächsten Besuch nicht mehr sehen werde. (Nachtrag der Red.: Inzwischen ist diese Familie ausgereist und glücklich am neuen Ort.)

Silva
Ich traf eine Frau namens Silva. Ich stellte mich vor und begann, mich nach ihrer Geschichte zu erkundigen. Erst war Silva etwas scheu und unsicher, ob sie mir vertrauen könne. Doch langsam begann sie, mir aus ihrem Leben zu erzählen.

«Ich bin aus dem Irak. Ich bin geschieden und habe einen Sohn. Nach meiner Scheidung floh ich nach Jordanien, doch jetzt sitze ich hier fest und habe keine Möglichkeit, weiterzukommen.» Ich wollte wissen: «Wieso sitzest du fest?» Die Antwort gab ihr etwa zehnjähriger Sohn: «Weil ich Moslem bin und meine Mutter Christin ist.»

Nun wollte ich von Silva wissen: «Hast du deinen Mann aus Liebe und freier Wahl geheiratet?» Da erzählte sie unter Tränen: «Ich wurde von einem Moslem vergewaltigt. Ich bin zusammen mit seinem Cousin aufgewachsen, der mir ein lieber Freund war. Diesen kannte ich also gut. Doch mit der Hilfe seines Cousins hat dieser Fremde mich genommen und vergewaltigt. Danach wurde ich gezwungen, ihn zu heiraten. Während neun Jahren litt ich unter Misshandlung und Leid, bis ich es in dieser Ehe nicht mehr aushielt und mich von ihm trennte. Nach der Scheidung floh ich mit meinem Sohn und anderen Flüchtlingen aus dem Irak nach Jordanien. Doch das Leben hier ist nicht besser. Als alleinerziehende Mutter bin ich allein in einem moslemischen Land. Ich habe keine Arbeit und dadurch keine Möglichkeit, für unseren Lebensunterhalt zu sorgen. Ich bin einzig froh, dass ich keine Misshandlungen mehr erleiden muss, doch meine Situation ist schwierig. Ich möchte fort von hier, doch für meinen Sohn habe ich kein Sorgerecht.» (In arabischen Ländern gehört das Sorgerecht der Kinder dem Vater und nicht der Mutter, ausser der Vater will es ausdrücklich anders haben).

Silva erzählte weiter: «Mein Ex-Mann will mir das Sorgerecht nicht übertragen, weil er nicht will, dass sein Sohn Christ wird. Er drohte mir, er würde dafür schauen, dass ich Jordanien nicht verlassen könne, es sei denn, ich käme zurück in den Irak, um wieder seine Frau zu werden. Aber ich kann nicht zurück zu dem Leid, das er mir angetan hat. Also bin ich hier.»

Ich fragte ihren Sohn: «Wie denkst du über all dies?» Er sagte: «Ich bin mir nicht sicher, ob ich Moslem oder Christ sein soll.» So erklärte ich ihm in einfachen Worten: «Du brauchst nicht das eine oder andere zu sein. Der Islam bringt dich nicht in den Himmel, aber auch das Christentum nicht. Der einzige Weg, um in den Himmel zu kommen, ist eine echte Beziehung zu Gott, und dies geschieht durch Jesus Christus. Er kam und versöhnte uns mit Gott durch seinen Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. Ihm darfst du voll vertrauen.» Der Junge hörte zu und meinte: «Soll ich dann mit meiner Mutter zur Kirche gehen?» «Ja, das wird das Beste sein, um Jesus Christus kennen zu lernen.»

Ihre Geschichte ist herzzerreissend, ihre Situation schwierig. Beten wir für beide!

Nizar
Wir besuchten Nizar und seine Familie. Kaum eingetreten, rief Nizar: «Willkommen, willkommen Elizabeth! Wie geht es dir?» Ich setzte mich zu ihm und sagte: «Danke, gut. Doch wie geht es dir, lieber Bruder Nizar?»

Schweren Herzens erzählte er: «Ich bin am Kämpfen. Die Infektion in meinem Bein ist schlimmer geworden, und nun habe ich den Wundbrand (Fäulnis) in meinen Zehen. Wir sprachen mit der UNO über meine Situation, und sie bewilligten mir einen Arztbesuch. Also ging ich zu einem christlichen Doktor, der mir eine Woche Spitalaufenthalt verschrieb. Die Pflegefachleute reinigten zwar meinen Fuss, unternahmen weiter aber nichts, um herauszufinden, woher die Infektion kommt. Also fragte ich den Arzt. Er meinte, man sollte die infizierten Zehen amputieren. Dann holte ich eine zweite Meinung bei einem Moslem-Arzt in der Hoffnung, er würde herauszufinden, ob meine Venen verstopft sind. Aber auch er machte keine Tests. Er meinte, die Zehen würden auf Grund der Infektion von allein abfallen. Diese Nachricht war niederschmetternd. Zwei Arztbesuche und keine Hilfe!»

Nizar hat bereits ein Bein verloren, ist blind und hat nun diese Infektion in seinem guten Bein. Er ist niedergeschlagen und macht sich Sorgen, eine zu grosse Belastung für seine Familie zu sein. Da er sich selbst nicht fortbewegen kann, schläft und isst er an einem Ort im Haus und erledigt alles von dort aus. Wenn er ins Spital muss, kommt ein Krankenwagen, holt ihn ab und bringt ihn von Ort zu Ort. Die UNO will aber die Kosten für den Kranken-Transport nicht übernehmen. Somit muss Nizar selbst dafür aufkommen. Ich sagte ihm, er solle sich nicht selbst beschuldigen, dass er Fürsorge brauche. Seine Familie liebt ihn und sorgt gerne für ihn.

Demnächst muss Nizar wieder ins Spital. Dieses Mal werden endlich seine Adern untersucht. Falls nötig, werden ihm «Stents» gesetzt, damit das Blut besser zirkulieren kann. Aber auch diese Behandlung wird von der UNO nicht übernommen.

Bitte beten Sie
für Nizar und seinen Besuch im Krankenhaus, für den vorgesehenen Eingriff. Und auch dafür, dass der Herr die nötigen Finanzen schenkt, damit alles bezahlt werden kann und dass Nizar ermutigt und gestärkt wird im Herrn.

Familienausflug
Wir organisierten einen Ausflug für christliche Flüchtlingsfamilien, damit sie einen gemeinsamen Tag in der Natur verbringen konnten. Mit dabei waren natürlich die Familien, die wir von Rea Israel unterstützen, aber auch andere, insgesamt 150 Personen. Die paar Familien, die von uns regelmässig unterstützt werden, sind solche mit den grössten Bedürfnissen. Daneben gibt es auch solche, die sich ohne viel Hilfe von aussen durchschlagen können.

Am Morgen fuhren wir zu einem Ort, eine gute Stunde von Amman entfernt. Dort stand ein grosses Zelt inmitten herrlicher Natur, wo die Kinder spielen konnten. Der Tag war heiss, aber alle waren begeistert, freudig und dankbar und genossen die Gemeinschaft. Die Kinder freuten sich an den Spass-Aktivitäten. Zuerst genossen wir ein Frühstück und später ein reichhaltiges Mittagessen mit Fisch. Wir verbrachten auch eine Zeit in der Anbetung, und ich hielt eine kurze Predigt. Es ging mir vor allem darum, den lieben Zuhörenden Mut zu machen und sie auf Jesus, den Hoffnungsanker, hinzuweisen. Die Hoffnung auf IHN lässt nicht zuschanden werden. Bessere Tage werden kommen. Viele der Flüchtlinge waren durstig nach dem Wort Gottes und dankbar für den ermutigenden Gottesdienst. Mein Gebet ist es, dass der Herr dies alles gebraucht, um Herzen zu berühren – auch solche, die noch nicht gläubig sind. Am späteren Nachmittag führten die drei Busse die muntere Schar wieder nach Hause.

Wir sind Rea Israel bzw. seinen Spenderinnen und Spendern für die Ermöglichung dieses Familienausflugs sehr dankbar. Bitte beten Sie weiter für diese kostbaren Flüchtlinge, für ihre materiellen wie geistlichen Nöte und ihren Wunsch nach einem Leben in Freiheit.

Des Herrn Segen sei mit Ihnen allen!

Elizabeth Atteih
«Herz zu Herz-Dienst»


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Meir Panims Gratis-Restaurants
In Meir Panims Restaurants sind alle willkommen. Fragen werden keine gestellt. Alle bekommen ihr Essen mit einem Lächeln. Regelmässig kommende Gäste sind den Mitarbeitern allmählich bekannt, und fehlen sie eine Zeitlang, werden sie vermisst.

Die jüdische Organisation Meir Panim unterhält in Israel fünf Gratisrestaurants/Suppenküchen. Der Besuch eines dieser Restaurants ist für viele Menschen schon seit langer Zeit zu einem wichtigen Anhaltspunkt in ihrem Leben geworden. Oft ist diese Mahlzeit die einzige warme am Tag.

Die Gäste bei Meir Panim kommen aus verschiedenen Hintergründen: von Holocaust-Überlebenden bis zu jüngeren Leuten, die durch eine schwierige Zeit gehen. Durch den regelmässigen Besuch «ihres» Restaurants bekommen ältere und einsame Bürger einen etwas strukturierten Tagesablauf. Sie «gehören zu einer Familie», was ihnen wohltut.

Laut Statistik leben 1,8 Millionen Israeli, inklusive 800'000 Kinder, unterhalb der Armutsgrenze.

Meir Panim nimmt sich dieser Not an und dient verschiedenen Zielgruppen der Bevölkerung:
• Gut ausgewogene Mahlzeiten für hungrige Menschen, Holocaust-Überlebende, Familien mit Kindern, Alleinstehende in ihren Gratisrestaurants oder als Mahlzeitenfahrdienst für Betagte und Gehbehinderte.
• Unterstützung bedürftiger Familien mit Schulmaterial für ihre Kinder
• Organisation von Freizeit-Camps für gefährdete Kinder.
Kinderclubs, welche traumatisierten Jugendlichen aus Sderot (Ort, der vielfach mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen wurde) einen sicheren Zufluchtsort nach dem täglichen Schulschluss bietet
• Verteilung von Shopping-Cards an bedürftige Familien vor jüdischen Feiertagen, aufgeladen mit einem bestimmten Betrag, damit sie in Würde Lebensmittel einkaufen können. Davon ausgeschlossen sind Alkohol und Zigaretten.
Spezialaktionen. Im Dezember, anlässlich des Chanukka-Festest, arrangierte Meir Panim für eine Einheit Soldaten, die in der Nähe eines ihrer Restaurants Dienst hatten. ein schmackhaftes Frühstück,

Zusammengestellt von Silvia Pfeil
(Fotos mit Genehmigung von American Friends of Meir Panim, 5316 New Utrecht Avenue, Brooklyn, NY)


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Obdachlosenarbeit Ashdod
Ohel Avraham (Rescue Israel) ist eine Arbeit unter Obdachlosen, Alkoholikern, Drogenabhängigen, Prostituierten und Armen.
Internationaler Direktor: George Wehnes, USA / Hauptleiter in Israel: Genady Michaely
Ziel: Den allmächtigen Gott zu ehren, indem biblisch fundierte Wiederherstellungsprogramme für bedürftige Männer und Frauen im Land Israel entstehen.

Liebe Freunde, Brüder und Schwestern im Herrn

Welch ein Segen, darüber berichten zu können, was Gott im Leben von Menschen tut, denen wir in seinem Auftrag dienen dürfen. Wir schätzen Sie als Freund und sind dankbar für Ihre Unterstützung. Dadurch helfen Sie mit, dass die Liebe Jesu Obdachlose und Zerbrochene er-reichen kann. Wir sehen nicht nur, wie Menschen aus ihren Süchten herauskommen, sondern – was noch wichtiger ist – sie hören die gute Nachricht. Viele finden den Glauben an Jesus, und ihr Leben wird verändert. Das Ende ihrer Lebensgeschichte werden wir einst im Himmel erfahren, wenn wir die Ewigkeit mit ihnen verbringen.

Nach vielen Jahren Alkoholkonsum kann Sergey heute wieder strahlen. Jesus hat ihn frei gemacht.
Sergey Aronov
Ich bin am 1. Januar 1967 in Kasachstan geboren und kam mit einem Gehörschaden von 70 % zur Welt. Trotzdem fand ich eine Frau, heiratete, und wir bekamen drei Kinder. Zusätzlich adoptierten wir drei weitere Kinder.

1995 wanderten wir nach Israel aus. Es dauerte nicht lange, bis ich Alkohol nahm und dadurch in viele Schwierigkeiten geriet. Als Folge davon kam ich im Jahr 2000 ins Gefängnis. 2009 wurde ich entlassen, doch ich konsumierte weiterhin Alkohol und kam ich noch grössere Schwierigkeiten.

2014 hörte ich von einem Rehabilitations-Programm in Haifa. Dort lebte ich ein Jahr lang, fiel danach aber in meine Sucht zurück und befand mich schon bald wieder auf der Strasse.

Allmählich wurde ich meines Lebensstils überdrüssig. Ich merkte, dass ich Hilfe brauchte und wollte diese auch. So kam ich in die Reha-Arbeit von „Ohel Avraham“.

Dort hörte ich durch Musik zum ersten Mal über Gott. Die Worte konnte ich nicht verstehen, aber die Musik bewegte mein Herz so sehr, dass ich Tränen der Busse weinte. Danach lernte ich noch mehr über die Liebe Gottes, über Jesu Opfertod am Kreuz, wie er sein Leben für uns gab. Ich bin so dankbar, was Jesus für mich getan hat. Jetzt weine ich Tränen der Freude und Dankbarkeit wegen seiner Gnade und Barmherzigkeit.

Dank Jesus wurde ich frei, bin eine veränderte Person und lebe ein Leben der Hoffnung. Durch die Arbeit von „Ohel Avraham“ wurde ich reich gesegnet.

Vielen Dank, liebe Freunde, dass ich dank Ihnen dieses Reha-Programm besuchen durfte. Hier habe ich neues Leben in Jesus, meinem Messias, gefunden.

Heute wohne ich in diesem Männer-Reha-Zentrum und kümmere mich um die laufenden Hauswartsarbeiten. Auch bin ich für das Material für unsere Strasseneinsätze in Tel Aviv verantwortlich. Daneben helfe ich hier im Haus unserem Leiter Genady in einem Gebetsdienst.

Nochmals vielen Dank, dass ich durch Ihre Hilfe die Möglichkeit bekam, ein neues Leben zu beginnen mit einer Hoffnung für die Zukunft.

Neuster Stand des Grundstück-Erwerbs für das geplante Frauenhaus

Der Makler zeigt auf das von uns erworbene Grundstück, auf dem wir unser Frauenhaus bauen wollen.
In unserem Rundbrief vom Januar 2019 haben wir berichtet, dass wir ein Grundstück für das geplante Frauenhaus erworben haben.

Im Foto erkennt man den Makler, der in die Richtung unseres Grundstückes zeigt. Das links im Bau befindliche Gebäude hat nichts mit uns zu tun. Zurzeit haben wir ein leeres Grundstück, auf dem noch kein Gebäude steht.

Ich habe mit unserem israelischen Leiter Genady Michaely gesprochen. Ja, das Grundstück gehört uns, doch wir müssen alle damit verbundenen rechtlichen Schritte abwarten, bevor wir es voll in Besitz nehmen können. Bald haben wir das Ziel erreicht. Preis sei dem Herrn!

Bereits haben wir einen Architekten, der für uns die Pläne des Gebäudes erstellt und auch einen gläubigen Baumeister, der den ganzen Bau beaufsichtigen wird. Zudem haben auch Handwerksleute aus Deutschland und Amerika zugesagt, die uns beim Bau mithelfen wollen.

Es braucht also für die kommenden Monate sehr viel Gebet, damit der Herr uns hilft, alles richtig zu koordinieren und auszuführen.

Wenn man in Israel ein Haus erstellt, in dem Menschen wohnen werden, ist das komplizierter, als wenn z.B. ein Bauunternehmen für eine Lagerhalle ein Fundament legt und mit einer Ladung Holz das Ganze zum Abschluss bringt. Beim Gebäude links im Bild sieht man an der Aussenwand Beton- und Stahlverstrebungen. Man muss die strengen Vorschriften für den Luftschutzraum einhalten und daher extra einen bombensicheren Raum errichten.

Wir sind begeistert, dass wir das Grundstück für das Frauenhaus erwerben konnten. Bereits haben wir allerlei Gaben und Darlehen erhalten, doch fehlen uns für die total benötigten $ 430‘000.- noch um die $ 160‘000.-.

Bis unser Frauenhaus steht, wird es wohl ein paar Jahre dauern, da wir mit freiwilligen Helfern arbeiten werden. Wir danken aber dem Herrn, dass das Werk zu seiner Zeit und auf seine Weise vorwärts gehen wird.

George Wehnes
Internationaler Direktor, USA


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Naomi Lichthois
Geboren: 1934
Geburtsland: Chernovtsy, Rumänien (heute Teil der Ukraine)

Während des Krieges
Ich wurde in Chernovtsy geboren und war ein Einzelkind. Mein Vater war Vertreter und viel auf Reisen. Er verkaufte Produkte einer Seifen- und Schampoo-Fabrik. Meine Mutter war Hausfrau.

Ich war knapp sechs Jahre alt, als der Krieg begann. Das machte unser Leben schwierig. Ich fühlte mich wie in der Hölle. Wir waren von den Nazis besetzt. Um genau zu sein, waren die Ukrainer noch schlimmer als die Nazis. Wir wurden alle in ein Ghetto gesperrt. Wie wir dort hinkamen, weiss ich nicht mehr. Bis zu diesem Zeitpunkt war mein Vater noch bei uns. Doch im Ghetto nahmen sie meinen Vater mit zu einem Zwangsarbeitslager und wir verloren den Kontakt zu ihm.

Irgendwie erhielten wir dann die Genehmigung, nach Hause zurückzukehren. Der Bruder meiner Mutter und dessen Frau kamen anfänglich auch mit uns, doch aus irgendeinem Grund wurden sie zu einem Lager mitgenommen und kehrten nie wieder zurück.

Im Haus wurden wir ständig beschossen. Wir, das waren meine Mutter, mein Grossvater und ich. Wir mussten immer im Haus bleiben, und manchmal versteckten wir uns wegen des dauernden Beschusses auf dem Dachboden. Dann wurden wir von Ukrainern verraten. Zwei Nazi-Offiziere kamen und schlugen meine Mutter brutal. Trotzdem beschützte sie mich. Mein Grossvater war ein angesehener und frommer Mann, ein Kantor in der Synagoge. Er war klein und alt. Einer der Nazi-Offiziere beorderte den Ukrainer, uns zu erschiessen. Dass wir trotzdem überlebten, ist ein Wunder. Die Offiziere marschierten wieder ab, und wir gingen zu unseren christlichen Nachbarn, die uns versteckten. Ich erinnere mich daran, ständig die Geräusche von Bombenexplosionen zu hören, bis schliesslich die russischen Panzer kamen und uns befreiten.

Nun mussten wir mit den Russen verhandeln, die ebenfalls grob waren. Jedoch teilten sie uns mit, dass mein Vater noch am Leben sei. 1947 konnten wir in unser Haus zurückkehren, waren aber für den Rest unseres Lebens traumatisiert.

Nach dem Krieg
Wir kamen 1950 nach Israel. Im Transitlager lernte ich meinen Mann kennen. Wir bekamen zwei Kinder und haben heute vier Enkel und fünf Urenkel.

Heute
Naomi und ihr Mann Avraham kamen Ende 2015 ins Heim. Naomi sagt, es sei wunderbar, hier zu leben. Das Heim sei wie eine grosse Familie. „Jeder Feiertag wird mindestens zwei Wochen lang gefeiert. Es kommen Kinder, Soldaten, Polizisten und andere Gruppen, um mit uns die Feiertage zu begehen.“

Naomi nahm 2015 am Schönheitswettbewerb teil und wünscht sich, „dass uns das niemals wieder geschehen wird, was uns während des Holocausts geschah.“

Quelle: Internationale Christliche Botschaft Jerusalem


Eine Offenbarung des Herzens Jeshuas
Von Daniel Yahav, Pniel-Gemeinde, Tiberias

Wenn wir die Geschichte Josefs, des Sohnes von Jakob, betrachten, finden wir darin eine wunderbare Offenbarung des Herzens Jesu für seine Brüder nach dem Fleisch, das Volk Israel, und im Besonderen für den Leib des Messias, die seine Brüder sowohl nach dem Fleisch als auch im Geist sind. Josef ist ein Bild und eine Vorschattung auf unseren Herrn. Die Parallelen sind erstaunlich. Beide wurden von ihrem Vater geliebt. Jakob liebte Josef mehr als alle seine Brüder, denn er war der Erstlingssohn von Rahel, seiner Lieblingsfrau. Auch Jesus ist der geliebte Sohn Seines himmlischen Vaters.

Zweimal hören wir Gott den Vater vom Himmel her sagen: „Dies ist mein geliebter Sohn ...“

Beide wurden zu den Söhnen Israels gesandt. Josef wurde von seinem Vater Israel ausgesandt, um seine Brüder zu besuchen, die ihre Herden in Dotan hüteten, und Jesus sagte zu der kanaanäischen Frau, dass er zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt sei. Beide waren bereit zu gehen, als ihr Vater sie sandte. Beide wurden von Juda verraten. Es war Josefs Bruder Juda, der vorschlug, Josef an die Fremden zu verkaufen, die auf dem Weg nach Ägypten waren. Ebenso wurde Jesus von Judas verraten. Beide wurden für den Preis eines Sklaven verkauft. Jesus für dreissig Silberlinge, den Preis für einen Sklaven (2.Mose 21,32), und Josef für zwanzig, denn die Kaufleute verkauften ihn später auf dem Sklavenmarkt in Ägypten für dreissig Silberstücke. Beide wurden an Heiden verkauft, Jesus an die Römer, Josef an die Ägypter. Beide endeten in der Grube – Josef im Gefängnis und Jesus im Grab. Beide wurden an den höchsten Ort erhöht: Jesus zur rechten Hand des Vaters und Josef zum Zweiten nach dem Pharao. Beide begannen ihren Dienst im Alter von dreissig Jahren. Beide mussten diesen schweren Weg gehen, um ihre Familie zu retten. Beide wurden von ihren Brüdern nicht erkannt, sondern irrtümlich für einen Fremden gehalten. Josefs Brüder dachten, er sei ein Ägypter. Das Volk Israel hält Jeshua immer noch für den „falschen Gott der Christen“ und erkennt nicht, dass er der verheissene Messias, der Sohn Davids aus dem Stamm Juda, ist.

Alle diese Parallelen zeigen uns, dass Josef ein prophetisches Bild auf Jesus ist. Wenn wir uns nun anschauen, was geschah, als die Zeit nahte, dass Josef sich seinen Brüdern zu erkennen geben sollte, erhalten wir eine Offenbarung vom Herzen Jesu für seine Brüder nach dem Fleisch im Allgemeinen und im Besonderen für seine Brüder im Geist.

Josef war ein grossartiger Organisator. Er regelte alle Vorgänge im Volk der Ägypter während der sieben reichen Jahre und sammelte und speicherte ungeheure Mengen an Nahrung, um das Volk durch die sieben Hungerjahre zu retten. Aber obwohl er ein so hoher Verwalter war, finden wir ihn genau an dem Ort, wo das Korn an die vielen Menschen verkauft wurde, die von überall her kamen, um Nahrung zu bekommen. Warum sass er dort in der heissen Wüste, mitten in dem Lärm und Gedränge all der vielen Menschen mit ihren Eseln und Kamelen, die Nahrung kaufen wollten, wo es nach Schweiss roch und sich Fliegenschwärme auf die Hinterlassenschaften der Tiere stürzten? Das hätte doch ohne weiteres jemand anders für ihn tun können.

Der Grund war, dass er sehnsüchtig darauf wartete, dass seine Brüder kamen und vor ihm niederfielen, so wie Gott es ihm in seinen Träumen offenbart hatte, als er erst siebzehn Jahre alt war. Als sie schliesslich kamen, unterzog er sie einer Prüfung und bezichtigte sie, Kundschafter zu sein. Die Brüder waren entsetzt, und Ruben, der Älteste, sagte, dass diese Trübsal jetzt über sie kam wegen all dessen, was sie ihrem Bruder Josef angetan hatten. All die Jahre hatten sie ihr Gewissen unterdrückt. Was er nicht wusste, war, dass der ägyptische Herrscher in Wahrheit Josef selbst war, und dass er jedes ihrer Worte verstand.

Als Josef sie hörte, wurde er innerlich bewegt und konnte sich nicht mehr beherrschen. Die Bibel sagt, er ging in einen anderen Raum und weinte. Niemand bemerkte es, weder seine Brüder noch die Ägypter. Ich glaube, dass dies eine Offenbarung des Herzens Jesu heute ist.

Jesus wartet sehnsüchtig darauf, dass seine Brüder nach dem Fleisch, das Volk Israel, zu ihm kommt. Die Zeit ist nahe. Die Bibel sagt auch, dass Israel durch eine Zeit der Prüfung gehen muss. Sie heisst die „Trübsal Jakobs“. Interessant ist, dass das Wort, das in der hebräischen Bibel gebraucht wird, als Josef seine Brüder in Schwierigkeiten brachte, „zarah“ lautet (2.Mose 42,21). Dasselbe Wort bezeichnet in Jeremia 30,7 die kommende Trübsal Jakobs in der Endzeit.

Als Josefs Brüder zum zweiten Mal nach Ägypten kamen und Benjamin mitbrachten, der als einziger Josefs vollgültiger Bruder war, musste Josef wieder aus dem Raum eilen, da er seine Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Wieder bemerkte es niemand.

Benjamin ist ein Bild für den Leib des Messias in Israel heute, die genau wie Benjamin seine vollgültigen Brüder sowohl nach dem Fleisch als auch im Geist sind.

Liebe Freunde,
ich glaube, indem Sie „Benjamin“, dem jüngeren Bruder Jesu, dem Leib des Messias in Israel, Ihre Liebe durch Gebete und Unterstützung erweisen, segnen Sie das Herz von Jesus, der sehnsüchtig auf die Zeit wartet, wenn er allen seinen Brüdern offenbart wird und sein Volk sagt: „Baruch Haba beShem Adonai“ - „Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn“.

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Weiterer hochrangiger Hamas-Führer setzt sich ab und enthüllt alles
5. Juli 2019 | David Lazarus
Hassan Jedi/Flash90

Hassan Jedi/Flash90.
Suhayb Yousef ist jetzt der zweite Sohn von Scheich Hassan Yusuf Khalil, einem hochrangigen Hamas-Führer, der plötzlich beschlossen hat, die Terrororganisation, die den Gazastreifen kontrolliert, zu verlassen.

Suhayb Yousef ist der jüngere Bruder des „Grünen Prinzen“ Mosab Hassan Yousef, der von 1997 bis 2007 verdeckt für den internen Sicherheitsdienst Israels gearbeitet hat. Die Informationen, die der ältere Yousef-Bruder lieferte, verhinderten Dutzende von Selbstmordattentaten und Tötungen von Israelis, zahlreiche Hamas-Zellen konnten mit seiner Hilfe aufgedeckt werden. Er half Israel bei der Jagd auf viele Militante, was unter anderem zur Inhaftierung seines eigenen Vaters Sheikh Hassan Yousef führte. Im Jahr 1999 konvertierte Mosab Yousef zum Christentum, und im Jahr 2007 zog er in die Vereinigten Staaten.

Jetzt hat sich auch sein jüngerer Bruder Suhayb, ein hochrangiger Hamas-Angehöriger im Hauptquartier der Terroristen in der Türkei, von der von seinem Vater angeführten Terrorgruppe verabschiedet. Suhayb enthüllte in einem Überraschungsinterview mit dem israelischen Fernsehen, wie die Terrorgruppe arbeitet und als Spionagezentrum für den Iran dient.

Im Interview mit dem israelischen Fernsehsender Channel 12 vom 2. Juli 2019 prangerte der jüngste Sohn von Scheich Hassan, Suhayb, die Hamas als terroristische Organisation an und erklärte: „Die Hamas kommt den Palästinensern in keiner Weise zugute.”

“Die Hamas betreibt unter dem Deckmantel der Zivilgesellschaft Sicherheits- und Militäreinrichtungen auf türkischem Boden”, erklärte Yousef. „Sie haben Sicherheitsabteilungen, von wo sie mit modernen Abhörtechnologien Bürger und Führer abhören. Die Hamas nutzt diese Informationen nicht zum Wohle des palästinensischen Volkes – sie liefert dem Iran Geheimdienstinformationen im Austausch für finanzielle Unterstützung“, enthüllte der ehemalige Hamas-Agent.

Laut Yousef begnügt sich das Hamas-Hauptquartier in der Türkei nicht damit, Informationen auszuspionieren und zu sammeln, sondern arbeitet auch intensiv daran, Terroranschläge in Israel zu organisieren. „Ich habe gesehen, wie die Organisation die Menschen im Westjordanland mobilisiert und auch finanziert”, sagte er. „Sie führen fragwürdige Aktionen durch – einschliesslich der Entsendung unschuldiger Kinder in die Westbank (Judäa und Samaria), um Anschläge auszuführen.”

„Der Zweck der Angriffe im Westjordanland ist es, Zivilisten zu töten, nicht um des Widerstands willen, weder für Jerusalem noch für die Befreiung palästinensischer Länder, nicht einmal, weil sie die Juden hassen.

Sie schicken diese Unschuldigen, um die Krise vom Gazastreifen ins Westjordanland auszubreiten“, sagte er.

Yousef erklärt, dass sein Motiv für die Aufdeckung des wahren Gesichtes der Hamas patriotisch sei, mit der Absicht, die Augen seines palästinensischen Volkes bezüglich der Herrscher im Gazastreifen zu öffnen, die das Volk ausbeuten, während sie ein luxuriöses Leben führen. „Hamas-Führer leben in Luxushotels in der Türkei”, sagte Yousef. „Sie leben in Luxustürmen, ihre Kinder besuchen Privatschulen und erhalten von der Hamas-Bewegung eine sehr hohe finanzielle Unterstützung. Sie haben Sicherheit, Schwimmbäder und Sportvereine.”

„Ich war erstaunt über den Grad des Hedonismus”, fuhr Yousef fort. „Sie essen in den besten Restaurants und leben in der Region der reichsten Türken, während eine Familie in Gaza mit 100 Dollar im Monat lebt – und sie essen eine Mahlzeit in einem Gourmet-Restaurant für 200 Dollar”, sagte er.

„Ich bitte die Führer der Hamas-Bewegung, ihre eigenen Kinder zu schicken, um diese Angriffe auszuführen”, forderte Yousef sie auf. „Warum nimmt Haniyeh (Vorsitzender des Hamas-Politbüros) nicht am ‘Marsch der Rückkehr’ teil und wirft Steine? Was haben die Palästinenser von diesen Angriffen?” Wenn es jetzt Wahlen gebe, würde die Hamas nicht gewählt werden, es handelt sich um eine rassistische Terrororganisation – sie ist gefährlich für das palästinensische Volk“, erklärte er.

Yousef ist sich der Gefahr für sein Leben bewusst, die seine Handlungen mit sich bringen werden. Aber er ist entschlossen, weiterhin die Wahrheit über die Hamas zu enthüllen. „Schon vor diesem Interview gab es Morddrohungen”, sagte er. „Aber ich habe keine Angst vor ihnen. Wenn die Hamas mich in einen Schahid (Selbstmordattentäter) verwandeln will, werde ich ein Märtyrer sein. Ich bin lieber das Opfer und nicht derjenige, der andere verletzt“, sagte er.

Man muss sich fragen, ob der jüngere Sohn in die Fussstapfen seines älteren Bruders, des „Grünen Prinzen“, tritt und auch für den israelischen Geheimdienst Mossad arbeitet.

Mit freundlicher Erlaubnis: Christliche Medieninitiative pro e.V., Wetzlar, www.kep.de


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