Rundbrief Nr. 152
April 2018


Irakisch-christliche Flüchtlinge in Jordanien
Shmuel und Pamela Suran
Bericht von Shmuel und Pamela Suran, Israel, unseren Kontaktpersonen, März 2018

 «Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so grosse Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens» (Hebräer 12,1-2)

 Während der letzten drei Jahre sind Tausende von irakischen Christen aus Mosul und der Ninive-Ebene geflohen. In Jordanien haben sie vor dem IS Zuflucht gefunden. Viele von ihnen erhielten inzwischen ein Visum und konnten in ein Gastland ausreisen. Doch andere warten immer noch darauf und träumen von einer besseren Zukunft, weit weg von ihrem in Kriegswirren steckenden Land, aus dem sie fliehen mussten. In Australien, England, Amerika oder Kanada möchten sie der Gemeinschaft von anderen assyrischen Christen beitreten. Hier im Nahen Osten haben sie wenig Hoffnung für sich und ihre Familien. Daher braucht es unsere Gebete und Hilfe, damit sie sich trotzdem sicher und wohl fühlen können.

Wir sind besorgt um die Situation unserer lieben Freunde. Die westlichen Nationen mit offenen Türen für irakische Christen haben zurzeit ihre Grenzen geschlossen, und niemand weiss, wann der Prozess der Aufnahme von Flüchtlingen wieder in Gang kommt. Dies lässt die wartenden Menschen in grosser Ungewissheit. Hinzu kommt, dass der Irak das Verbot von internationalen Flügen aus Kurdistan aufgehoben hat. Das bedeutet, dass noch viel mehr Flüchtlinge nach Jordanien kommen werden, um dort ebenfalls ein Ausreisevisum für ein Gastland zu beantragen.

Die Last der Verantwortung für diese Gestrandeten ruht somit weiterhin auf den Gemeinden und Organisationen, die ihnen bis anhin beigestanden haben. Auch die Familien, die wir in unser Patenschafts-Programm von Rea Israel aufgenommen haben, fragen sich, wann sie wohl ihr «Leben neu beginnen können.» Diese Frage wird auch von der jungen Generation gestellt, die zum Teil ihr Universitätsstudium in ihrem Heimatland fast abgeschlossen hatte. Wollen wir beten und Gott bitten, dass er gnädig eine Tür öffnet.

Unser Besuch in Amman war sehr gesegnet. Der Pastor, der das Stephanus-Team betreut, wird dieses weiterhin als Hirte in der Jüngerschaft und in den Einsätzen begleiten. Es liegt ihm besonders am Herzen, die Teamleute zur gegenseitigen Rechenschaft zu ermutigen. Die Team-Mitglieder sind wirklich geistlich reifer geworden und im praktischen Dienst zusammengewachsen (Foto). Es sind dort solche dabei, die von Rea Israel eine Patenschaft bekommen haben
Der Pastor kümmert sich zusätzlich um andere Familien, die von uns eine Patenschaft erhielten.

Wir waren beeindruckt zu sehen, wie treu und fleissig sich das Team täglich um andere irakische Flüchtlingsfamilien kümmert. Es ist ein vielfältiger Dienst. Nebst dem Verteilen von Lebensmitteln und Medikamenten kümmert sich jedes Teammitglied um rund zehn Familien und besucht diese regelmässig. So werden über 120 Familien erreicht und betreut. Wo immer möglich, beten sie auch mit ihnen und versuchen, ihnen beim Bibelstudium beizustehen. Durch diesen Dienst fühlen sich die Flüchtlingsfamilien im Warteprozess nicht mehr allein. Sie merken, dass andere Flüchtlinge ihre Lasten mittragen und erfahren Hilfe in ihrem post-traumatischen Stresssyndrom wie verletzte Gefühle, Verzweiflung, Einsamkeit aufgrund des Verlustes von Heimat, Familienmitgliedern und Freundschaften.

Wir hörten, dass Moslem-Flüchtlinge zum Glauben an Jesus gefunden haben. In Ost-Amman, in einer winzigen Wohnung, beteten wir mit einem schiitisch-moslemischen Ehepaar aus dem Südirak. Ihr Sohn war von der Moslem-Miliz getötet worden. Daraufhin flohen sie samt ihrer Tochter nach Amman. Doch dort erkrankte diese an Krebs und starb. Jetzt sind sie allein, kamen aber durch das Stephanus-Team zum Glauben an Jesus. Wir hatten das Vorrecht, dabei zu sein, als sie beteten und Jesus in ihr Herz aufnahmen.

Nun strahlt der Mann vor Freude und verkündigt das Evangelium den Saba-Flüchtlingen aus dem Südirak. Das ist eine Volksgruppe, die an Johannes den Täufer glaubt, aber nie zum Glauben an Jesus gekommen ist. Weil dieser Mann aus dem Südirak kommt und ein Ex-Moslem ist, hören sie auf ihn, wenn er das Evangelium erklärt. Um zu überleben, sammelt er Aludosen aus dem Abfall und kann sie verkaufen. Mitarbeiter vom Stephanus-Team besuchen ihn und seine Frau regelmässig. Einmal, nach einem Besuch, bei dem sie wieder Tee tranken, aus der Bibel lasen und zusammen beteten, liessen sie eine Plastiktasche mit zwei schönen Winterjacken zurück. Das Ehepaar war sehr überrascht, zumal die Jacken perfekt passten und sie dieses Bedürfnis niemandem mitgeteilt hatten.

Es gibt auch Berichte über Moslem-Flüchtlinge aus Syrien, die zum Glauben an Jesus finden. Dies geschieht durch den wunderbaren Dienst des Stephanus-Teams und der Mitarbeiter der Organisation «Global Hope». Die Neugläubigen werden betreut und auf ihrem Glaubensweg begleitet. Sie werden auch gelehrt, dass sie nicht mehr länger nur Flüchtlinge sind, sondern dass der Herr sie auserwählt hat, um während ihrer Wartezeit ihm in Amman zu dienen.

Natürlich macht sich auch immer wieder mal Frustration und Ungewissheit über ihre Zukunft bemerkbar. Aber Dank Ihnen, liebe treue Freunde von Rea Israel, entwickeln sich diese Christen, die eine solch leidtragende Vergangenheit hinter sich haben, zu wunderbaren Dienern im Herrn und blühen dabei förmlich auf!

Bitte beten Sie darüber, wie wir unseren lieben Glaubensgeschwistern in Jordanien auch weiterhin beistehen können.

Wie können Sie Flüchtlingen helfen?
CHF  2'400.- Jahrespatenschaft für eine Familie für Wohnungsmiete, Lebensmittel, tägliche Notwendigkeiten (oder CHF 200.- monatlich)
CHF    250.-   monatlich an das Stephanus-Projekt für eine Familie
CHF    150.-   pro Ventilator für die kommende Sommerzeit
CHF    100.-   an den Fonds für medizinische Notfälle

Vielen Dank für Ihre Gebete für die verfolgten Glaubensgeschwister und die damit verbundene Hoffnung und Hilfe an diesen notleidenden Christen im Nahen Osten.

Schalom aus Jerusalem!

Shmuel und Pamela Suran


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Proklamation zur Staatsgründung Israels vom 14. Mai 1948
«Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist ein Volk auf einmal zu Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren.» Jesaja 66,8

Am Freitag, den 14. Mai 1948, acht Stunden bevor die britische Mandatszeit über dem damals genannten Palästina auslief, wurde der moderne Staat Israel durch David Ben-Gurion ausgerufen. Er tat dies vor versammelten Leitern im Stadtmuseum in Tel Aviv (siehe Foto).

Nach der Verlesung dieser Proklamation sprach der anwesende Rabbiner Fishman-Maimon einen jüdischen Dankessegen. Danach unterzeichneten die Anwesenden das Gründungsdokument und sangen das Lied «HaTikva» (Hoffnung), das später zur israelischen Landeshymne wurde.

David Ben Gurion, Leiter des Volksrates und der jüdischen Agentur, amtierte nach der «Geburt des Staates Israel» als erster Premierminister.

Das Haus des «Eretz-Israel Museums» (Stadtmuseum), am heutigen Rothschild Boulevard, gehörte früher Meir Dizengoff, dem ersten Stadtpräsidenten Tel Avivs. Nach dem Tod seiner Frau verschenkte Dizengoff sein Haus der Stadt Tel Aviv mit der Bedingung, es als Museum zu gebrauchen. Das Gebäude wurde 1936 erweitert und renoviert und zum Museum umfunktioniert. Im Mai 1948 wurde in dieser Museumshalle die Proklamation der Staatsgründung Israels verlesen!

Das Museum steht der Öffentlichkeit offen. In der «Unabhängigkeits-Halle» befinden sich diverse Gegenstände aus der Gründungsversammlung. Besucher können auch ein Original-16-Min.-Video sehen, das den historischen Moment der «Geburt Israels» zeigt.

Jesaja 66,8 hat sich buchstäblich erfüllt. Dem Herrn allein sei alle Ehre!

Nun wird Israel 70 Jahre alt! Anlässlich dieses Jubiläums wird am kommenden Unabhängigkeitstag vom 19. April 2018 die Proklamation der Staatsgründung Israels vom 14. Mai 1948 von Schauspielern in der Museumshalle, dem Ort des damaligen Geschehens, aufgeführt. Auf grossen Leinwänden entlang des Rothschild Boulevard in Tel Aviv kann die Bevölkerung diesem nachgespielten geschichtsträchtigen Moment zuschauen: «David Ben Gurion» wird die Unabhängigkeitserklärung lesen und «der Rabbiner» den Segen beten, bevor «die Anwesenden» das Dokument unterschreiben und das Lied «HaTikva» gesungen wird. Dies wird zu einem bewegenden Moment für Jung und Alt werden, denn: Der moderne Staat Israel wurde vor 70 Jahren «geboren» - das israelische Volk lebt!

(Quelle: www.eretzmuseum.org.il)

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht dein Gott!
Doron Schneider
von Doron Schneider


Warum sollen wir Israel trösten und lieben?
„’Tröstet, ja, tröstet mein Volk’, spricht euer Gott“ (Jesaja 40,1). Dieser Aufruf gilt ganz besonders den gläubigen Christen. An die Juden kann er nicht gerichtet sein, denn sie können sich nicht selbst trösten; an die Ungläubigen in der Welt auch nicht, denn sie lesen die Bibel nicht. Also ruft Gott die bibeltreuen Christen auf, sein jüdisches Volk zu trösten. Warum? Warum ist es Gott so wichtig, dass ausgerechnet die Juden von den Christen getröstet werden?

Die Juden mussten in den letzten zweitausend Jahren, die auch die Zeit der Kirchengeschichte ist, vorwiegend unter den Christen leiden. Die Juden haben keine Liebe seitens der Christen erfahren. Deshalb kann man einem heutigen Juden schwer klarmachen, dass der Jesus, in dessen Namen sie von den Christen verfolgt und millionenfach umgebracht worden sind, sie zur gleichen Zeit auch liebte. Das wird kein Jude glauben.

Ich hatte in Israel in der Schule auch Unterricht über die Geschichte der Christen. Da stand nichts Positives in den Büchern. Die Kreuzzüge von Europa bis nach Jerusalem; die spanische Inquisition und der Holocaust waren nur die herausragenden Highlights. Von unseren Grosseltern hörten wir Berichte über den Holocaust, was ihnen wiederum von sogenannten Christen angetan wurde, die sechs Millionen ihrer Geschwister umbrachten – unter ihnen eineinhalb Millionen Kinder, die sterben mussten, nur weil ihre Eltern Juden waren. 

Nur so werden sie es erfahren
Genau aus diesem Grund möchte Gott nun, dass Christen den Juden Liebe erweisen, damit sie erfahren, dass ein Christ sie überhaupt liebhaben kann, dass so etwas praktisch möglich ist. Nur so werden sie es eventuell für möglich halten, dass auch Jesus sie liebhat und für sie gestorben ist.

Es ist von grösster Wichtigkeit, dass sie Liebe von Christen erleben und nicht nur Leid. Sonst werden sie, wenn Jesus laut Sacharja 12,10 eines Tages auf dem Ölberg stehen wird, ihn noch für die vielen Verfolgungen beschuldigen, anstatt ihn anzuerkennen.

Erst wenn sie wenigstens einmal wahre Liebe von Christen spüren, dann werden sie bei der nächsten Gelegenheit auch einmal ein Neues Testament aufschlagen und es wagen, darin zu lesen. Oder aufgrund einer Einladung mit in eine messianische Gemeinde kommen.

Christliche Hilfsprojekte sind ein Trost und Liebeszeichen
Gott gab dieses Gebot ohne irgendeine Bedingung. Bitte warten Sie nicht, bis alle Juden an Jesus glauben oder messianische Juden geworden sind. Dann brauchen sie keinen Trost mehr. Jetzt braucht Israel Trost, insbesondere den Trost und die Liebe der Christen.

Wenn die Juden diese Liebe von Christen erlebt haben und dann im Neuen Testament lesen, fangen sie meisten ganz vorne bei Matthäus 1 an. Für viele Christen ist dieses Kapitel mit dem Namensregister etwas ermüdend, und so überspringen sie es und gehen zum nächsten Kapitel. Doch den Juden ist dieses überhaupt kein langweiliges Kapitel, sie finden darin alle ihre jüdischen Namen wieder. Und sie stellen fest, wie jüdisch dieses Neue Testament eigentlich ist. Dadurch bekommen sie eine ganz andere Vorstellung von diesem christlichen Buch.

Orthodoxer Jude liest im Neuen Testament
Einmal kam ein orthodoxer Jude zu mir, und wir kamen schnell ins Gespräch über Jesus. Ich las ihm einige Bibelstellen vor. Dann klingelte unvermittelt mein Telefon. Ich drückte ihm die hebräische Bibel in die Hand und sagte: „Hier, fang mal an zu lesen bei Matthäus 1!“ Während ich telefonierte, beobachtete ich, wie dieser junge Mann seinen Oberkörper vor- und rückwärts schwenkte. Dies tun Orthodoxe nur beim Beten und beim Lesen Heiliger Schriften. Ein prophetischer Anblick!

Die Ägypter hatten aus Josef so sehr einen Ägypter gemacht, dass seine eigenen leiblichen Brüder ihn nicht mehr erkennen konnten. Obwohl sie wiederholt zu ihm kamen und sogar mit ihm am Tisch assen, war er für sie ein Ägypter. So ägyptisch schien er ihnen. Genauso heidenchristlich wurde Jesus von den Heidenchristen gemacht, so dass seine jüdischen Brüder ihn heute nicht mehr wiedererkennen können und daher staunen, wenn sie im Neuen Testament lesen, dass Jesus ein Jude war und jüdisch lebte.

Nicht zufällig steht zwei Verse nach Gottes Aufruf, die Juden zu trösten (Jesaja 40,3): „Baut dem Herrn eine Strasse durch die Wüste. Ebnet unserem Gott einen Weg durch die Steppe.“ Mit jedem christlichem Liebeswerk wird ein weiterer Stein aus dem Weg geräumt und dadurch unserem Herrn der Weg geebnet, zurück zu seinem Volk zu kommen.

Die 2000 Jahre hohe Mauer, welche die Juden von den Christen trennt, muss abgebaut werden. Das kann nur durch Trost und Liebe geschehen. Deshalb erzählen wir allen Juden, die durch unsere Hilfsprojekte (siehe nachstehend) christliche Nächstenliebe erfahren, dass diese Hilfsgüter von Christen gespendet wurden.

Olivenbaum in Israel – die Baumpflanz-Aktion geht weiter 
Pflanzen Sie in Ihrem Namen oder im Namen von Freunden, Bekannten oder Verwandten, denen Sie eine persönliche und sinnvolle Freude bereiten wollen, einen Olivenbaum in Israel. (CHF 70.-)

Friedensspielplatz
Wir bauen einen Spielplatz für jüdische und arabische Kinder, weil wir glauben, dass Spielplätze die Herzen verändern, nicht Grenzen!

Holocaustüberlebende
Die grösste Freude in ihrem Leben ist, wenn sie Aufmerksamkeit durch ihre Mitmenschen erfahren. Das haben wir erkannt und gehandelt. So entstand das Projekt „Wir haben euch nicht vergessen”.

Einkaufswagen für arme Familien
„Warum tun die Christen das für uns?" ist die meist gestellte Frage, wenn wir bedürftigen Familien diese Lebensmittel überreichen. Wir wollen ein christliches Zeugnis in Israel sein.

Eine wunderbare Gelegenheit, ein Segen für Gottes Volk zu sein - zu segnen und gesegnet zu werden!

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Al-Qaida-Terrorist und Scharia-Richter hatte genug vom Blut
Hassan Abu Hamza (33) schloss sich früh der Al-Qaida im Irak an. Nach einer Haftstrafe in Syrien gründete er eine eigene Terror-Gruppe. Später schloss er sich dem syrischen Al-Qaida-Ableger an. Er wurde Heerführer und Scharia-Richter. Doch all das Leid, das er sah, brachte ihn zum Umdenken.

  «Ich folgte der dschihadistischen Ideologie von Al-Qaida. Ich war 19 Jahre alt, als ich während des Irak-Krieges in den Irak zog, um an den Kämpfen teilzunehmen.» Bevor die Terror-Gruppe dort Fuss gefasst hatte, sei eine Volksrevolution im Gange gewesen. «Nur ein paar Monate später kam Musab az-Zarqawi und gründete die Al-Qaida im Irak.»

Dort habe er einen wichtigen Posten erhalten. «Ich war Koordinator zwischen dem syrischen Geheimdienst und Al-Qaida, um die Einreise arabischer Dschihadisten in den Irak zu ermöglichen.» Nach der Ermordung von az-Zarqawi kam es zu Spannungen zwischen Al-Qaida und dem Geheimdienst.

«Die Löwen des Monotheismus»
Hassan Abu Hamza und andere Aktivisten wurden von den Syrern inhaftiert. «Ein Jahr lang war ich im Gefängnis und wurde gefoltert. Nach meiner Entlassung gründete ich in Syrien eine dschihadistische Gruppe mit dem Namen 'Die Löwen des Monotheismus in Gross-Syrien'. Sie folgte der Ideologie von Al-Qaida und war in mehreren Provinzen Syriens aktiv.»

Ein Jahr später sei die gesamte Gruppe festgenommen worden. «Das führte dazu, dass ich sieben Jahre in den Gefängnissen Syriens verbrachte, von 2007 bis 2014.» Als er entlassen wurde, war die syrische Aufstandsbewegung schon fortgeschritten. Es gab Gebiete, die vom syrischen Regime nicht kontrolliert waren. In einer solchen Provinz schloss er sich der Al-Qaida an. «Ich wurde als Heerführer und später als Scharia-Richter eingesetzt.»

Vom Scharia-Richter zum Atheisten
Nach diesen blutigen Ereignissen und den grausamen Erlebnissen fing er an, sich Gedanken über Gott zu machen. «Ist es der wahre Gott, der die Botschaft des Terrors in die Welt setzt?», fragte sich Hassan. «Der Koran sagte, dass Mohammed eine Barmherzigkeit für die Welt sei. Aber ich erlebte den Islam als eine Religion des Schwertes, des Mordes und des Terrors.»

Er kehrte in sich und machte sich Gedanken über all diese Fragen. Schliesslich verliess er die Al-Qaida und Syrien in Richtung Türkei. «In Istanbul vertiefte ich mich in die kritische Analyse des Korans. Ich kehrte dem Islam den Rücken, wurde Atheist und fand Gefallen am Humanismus.»

«Ich suchte die Wahrheit»
Hassan zog weiter nach Deutschland. Er suchte nach dem wahren Gott. Er fragte, ob es der Gott des Islams sei, ob Jesus oder Buddha. «Ich suchte die Wahrheit und las die Bibel. Nach vielen Diskussionen stellte ich fest, dass das Christentum das ist, was ich suche. Gott ist Liebe und Jesus das Heil und die Erlösung.»
Angst habe er nicht. Als er Muslim war und dunkles Gedankengut in sich trug, sei er stark gewesen. «Das bin ich jetzt erst recht mit Jesus, der gesagt hat: 'Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.' Wozu also Angst haben, wenn ich im Frieden lebe und der Friede von Jesus in mir lebt.»

Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Al Hayat TV



Obdachlosenarbeit Tel Aviv
Eine Arbeit unter Obdachlosen, Alkoholikern, Drogenabhängigen, Prostituierten und Armen.
Internationaler Direktor: George Wehnes, USA, Leiter in Israel: Genady Michaely
Ziel: Den allmächtigen Gott zu ehren, indem biblisch fundierte Wiederherstellungsprogramme für
 bedürftige Männer und Frauen im Land Israel entstehen.

George Wehnes berichtet:
Inmitten wichtiger politischer Ereignisse im In- und Ausland spielt sich das alltägliche Leben für das Volk Israel ab. Das gilt auch für das Reich Gottes. Genady Michaely, unser Leiter der Reha-Arbeit «Ohel Avraham» freut sich über Gottes Wirken am Volk Israel. Die Gute Nachricht wird verkündigt, und mehr und mehr Israelis finden ihren Messias Jesus.

Ende 2017 zogen wir mit unserer Reha-Arbeit von Jaffa/Tel Aviv um. Unser Vermieter wollte einmal mehr die Miete erhöhen, was für uns zu teuer wurde. So sah sich Genady nach einem anderen Haus um. In Ashdod, südlich von Tel Aviv, fand er eine billigere Unterkunft. Dort bezahlen wir nur etwa die Hälfte von der früheren Miete.

Genady Michaely berichtet:
Ende 2017 zogen wir nach Ashdod um. Noch in Tel Aviv hatten alle Männer den Wiederherstellungskurs beendet. Diese Absolventen treffen sich nun in zwei neu entstandenen, selbständigen Männer-Hausgruppen in der Nähe von Tel Aviv: in Or Akiva und in Petach Tikva.

Hier in Ashdod sind wir nun dabei, eine Infrastruktur für die Reha-Arbeit aufzubauen. Igor, unser Programm-Verantwortlicher, und ich bemühen uns um die Zusammenarbeit mit lokalen Pastoren und Leitern. Bereits haben wir ein Mahlzeiten-Verteilzentrum eingerichtet. Zudem gibt es eine Bibelstunde, welche ein lokaler Pastor mit Freiwilligen durchführt.

Zurzeit haben wir drei neue Männer im Wiederherstellungsprogramm. Unsere Bibelstunden werden auch von einigen Nachbarn besucht. Nächstes Jahr werden wir die Konferenz unserer neuen «Vereinigung der Rehabilitations-Werke in Israel» hier durchführen.

Igor verbrachte einige Zeit in einem Reha-Zentrum in Beersheva und lehrte über das «Genesis-Projekt», welches wir zur Wiederherstellung für Süchtige anwenden.

Schon seit einiger Zeit halten wir die Augen offen für ein ‘Frauenhaus’ von Ohel Avraham. Nun ergibt es sich, dass neben unserer Reha in Ashdod demnächst eine Wohnmöglichkeit frei wird. Dies wird uns die Gelegenheit geben, mit einem Wiederherstellungsprogramm für Frauen zu beginnen. Bitte beten Sie in dieser Angelegenheit für uns.

In unserem Dienst sehen wir immer wieder, wie kaputte Menschen, die durch Drogen und Alkohol ruiniert waren, in Jesus ein neues Leben finden. So war es auch bei Arteom. Hier gibt er sein Zeugnis.

Arteom erzählt:
«Ich heisse Arteom, bin 31 Jahre alt und wuchs in Sevastopol, auf der Insel Krim, auf. Mein Leben war ein Albtraum. Bereits mit 15 begann ich mit dem Drogenkonsum. Im Alter von 27 merkte ich, dass ich damit mein Leben zerstörte und zu nichts mehr fähig war.

Dadurch verlor ich alle meine Beziehungen und Kontakte, auch meine Arbeitsstelle. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Darum schickten mich meine Eltern in eine Reha-Klinik in Simferopol.

Dort blieb ich acht Monate – und fand in dieser Zeit zu Gott. Auch lernte ich andere Gläubige kennen und begann, eine Gemeinde zu besuchen. Doch für eine völlige Wiederherstellung wünschte ich mir eine Möglichkeit, diese Zeit in Israel zu verbringen.

In Israel angekommen, fand ich einen Pastor, der mir von der Arbeit von «Ohel Avraham» und dem dortigen Wiederherstellungsprogramm erzählte. Tatsächlich konnte ich mich mit Genady Michaely treffen und bekam die nötigen Infos.

Nun befinde ich mich hier in der Reha von «Ohel Avraham» in Ashdod und fühle mich wohl. Das Programm gefällt mir, es verhilft mir zur geistlichen und körperlichen Genesung. Die Mitarbeiter und Freiwilligen dieser Arbeit sind sehr nett. Sie lehren und helfen mir beim Überwinden meiner Sucht. Zudem gibt es verschiedene Bibeltreffen und Aktivitäten.

Ich bin sehr dankbar für alles, was ich hier bekomme. Ich glaube, dass Jesus Christus mir helfen wird, völlig frei von der Drogensucht zu werden. Ihm will ich mein Leben geben und ihm dienen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung der Arbeit von «Ohel Avraham», damit noch viele Betroffene hier Hilfe von Jesus bekommen. «

Schlusswort des Direktors, George Wehnes: Vielen Dank für Ihre Hilfe, damit Menschen in Israel verändert werden – nicht nur für eine Zeitspanne, sondern für die Ewigkeit!

Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heisse. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füsse und bringt das gemästete Kalb und schlachtets, lasst uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. (Lukas 15,21-24)


 Gaben für die Obdachlosenarbeit leiten wir sehr gern weiter. 

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Kuriositäten und Fakten zu Jerusalem
Ich möchte hier zum Denken anregen.

Jerusalem wurde am 6. Dezember 2017 durch den amerikanischen Präsidenten als Hauptstadt Israels bestätigt und löste damit weltweit Zorn, Widerspruch, Sorge und Kopfschütteln aus. Die Sorge geht vor allem von den Drohungen von arabischer Seite aus. Donald Trump hat durch seinen Entscheid den jüdischen Anspruch auf die Stadt bestätigt. Das birgt tatsächlich gefährlichen Zündstoff, denn für den Islam darf Land, das einmal moslemisch war, nie wieder unter andere Herrschaft kommen. Dies gilt insbesondere für den Tempelberg in Jerusalem, das Zentrum der jüdischen Religion.

Seit 3000 Jahren ist Jerusalem das Zentrum jüdischen Lebens. Während fast 1000 Jahren stand dort der Tempel (zweimal entweiht und zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt durch Herodes den Grossen). Wann immer es möglich war, lebten in allen Jahrhunderten seit 1000 v. Chr. Juden in Jerusalem. Seit 1875 sind sie wieder die Mehrheit, was nach der Vertreibung durch Rom 70 n. Chr. nicht mehr der Fall war. Die Gebetsrichtung der Juden weltweit war stets der Tempel auf dem Berg Zion, was gleichbedeutend ist mit der Stadt Jerusalem. Das alljährliche Passahfest schliessen sie mit der sehnsüchtigen Erklärung «Nächstes Jahr in Jerusalem» ab. Im Abschlussgebet jeder Mahlzeit erinnern sie sich der Stadt. Die Zerstörung des Tempels ist von grosser Bedeutung für das jüdische Bewusstsein. Und obwohl das Volk der Juden über zwei Jahrtausende über den ganzen Globus zerstreut lebte, ist Jerusalem die einzige Stadt, welche je Hauptstadt eines jüdischen Staates war. Statistisch gesehen kommt das Wort Jerusalem in der jüdischen Bibel, d.h. in unserem sogenannten alten Testament, 628-mal vor, hat da also eine zentrale Bedeutung – zum Vergleich: Das Wort Jesus erscheint in unserem Neuen Testament 879-mal.

Im Koran wird Jerusalem mit Namen tatsächlich nie genannt (sondern nur einmal als die «entfernte Moschee», nämlich bei der nächtlichen Reise des Propheten Mohammed zum Himmel, Sure 17. Ob damit wirklich Jerusalem gemeint ist, ist nicht gesichert). Sie ist nicht die Stadt, wohin sich Muslime beim Beten wenden, sie wird in Gebeten nicht ein einziges Mal erwähnt und ist mit keinem irdischen Ereignis in Mohammeds Leben verbunden. Jerusalem diente nie als Hauptstadt eines selbständigen muslimischen Staates und wurde nie ein kulturelles Zentrum der Gelehrten. Die Geschichte zeigt, dass das Interesse an Jerusalem für Muslime immer dann gross wurde, wenn die Stadt an politischer Bedeutung gewann. Umgekehrt, wenn sie für die jeweiligen Herrscher politisch unwichtig wurde, schwand auch die Leidenschaft für ihre gefühlte Heiligkeit. Dieses Muster lässt sich in der Geschichte 6-mal nachweisen, zuletzt 1948 bis 1967, als der Osten der Stadt mit dem Tempelberg in jordanischen Händen war und völlig vernachlässigt wurde. Geändert hat sich dies schlagartig nach dem Sechstagekrieg und der Vereinigung der Stadt unter jüdischer Hoheit.

Jesus war Jude und betonte selber: «Das Heil kommt von den Juden.» Die ganze Bibel wurde von Juden geschrieben, und somit haben wir als Christen da unsere Wurzeln. Wenn wir uns als Nachfolger von Jesus sehen, sind wir somit auf Gedeih und Verderb mit diesem jüdischen Volk verbunden.

Für Hitler war es höchste Priorität, alle jüdischen Spuren aus der Kultur seines Reichs auszulöschen. Und dies war fatal. Von arabisch-palästinensischer Seit her ist es Programm, die jüdischen Wurzeln Jerusalems zu leugnen und letztlich auszulöschen. Palästinensische Schulbücher sind entsprechend verfasst. Eine von arabischer Seite eingebrachte UNESCO-Resolution, die die jüdische Bedeutung des Tempelbergs ignoriert, wurde letzten April dennoch angenommen, d.h. das geänderte Narrativ macht nicht nur unter Arabern Schule.

Ich sehe mich mit der Frage konfrontiert: Bin ich bereit, für mein jüdisches Erbe einzustehen?

Artikel aus der Andelfinger Zeitung von
Pfarrer Philipp von Orelli, Kirchgemeinde Altikon-Thalheim-Ellikon


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