Rundbrief Nr. 170
Oktober 2019


«Grandpa Jack» - therapeutisches Reitzentrum

Wenn Dany Walter, unser langjähriger, bewährter Reiseleiter in Israel, ein einheimisches Hilfswerk für gut und unterstützenswert befindet, dann können wir uns auf dieses Urteil verlassen.

Hier handelt es sich um eine Pferderanch für behinderte Kinder. Der Gründer und Leiter ist ein Freund von Dany und heisst Dani Bacher. Als junge Männer waren sie zusammen in der Fallschirmjägereinheit.

Der Grund, warum Dani Bacher auf die Idee von Pferdetherapie kam, ist der: Einer seiner Enkel kam mit einer Gehirnlähmung zur Welt. Er konnte bloss auf dem Boden krabbeln. So baute Dani für ihn eine Art Fahrzeug, mit dem der Kleine sich allein durch die Wohnung und sogar im Freien bewegen konnte. Und schliesslich setzte er ihn auf den Rücken eines Ponys und staunte, was das bewirkte, nicht zuletzt, weil sich dadurch der Bub auf Augenhöhe mit anderen Leuten befand.

So entstand die therapeutische Reitranch „Grandpa Jack“ in der Nähe der Bahnstation in Jerusalem. Diese gemeinnützige Organisation ist die einzige dieser Art in Israel. Wöchentlich behandelt das Zentrum über 500 Kinder und Jugendliche mit körperlichen Problemen wie zerebrale Lähmung, geistige Zurückgebliebenheit, Autismus, Blindheit usw., aber auch mit Verhaltensstörungen und emotionalen Problemen.

"Obwohl ich eine zerebrale Lähmung habe – wenn ich auf dem Pferd sitze, bin ich wie jeder andere" ist kein Klischee, sondern beschreibt die Situation, die immer wieder erlebt wird.

Darüber hinaus nehmen mehr als hundert gefährdete Jugendliche an geführten und betreuten Aktivitäten auf dem Bauernhof teil. Dadurch wird ihnen ein Wertgefühl vermittelt, ihr Selbstvertrauen wächst und sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, Beziehungen zu entwickeln und die Erwachsenenwelt zu akzeptieren, mit der ein grosser Teil von ihnen in Konflikt steht.

Grandpa Jack Farm nimmt alle an, die eine Behandlung beantragen, auch wenn die Familie oder Institution, aus der sie kommen, sich die empfohlene und erforderliche Therapie nicht leisten kann. In den letzten 18 Jahren wurde kein Kind abgelehnt, das keine Möglichkeit hatte zu zahlen. Auch nach Religionshintergrund wird nicht gefragt.

Um alle diese Jungen und Mädchen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, braucht es Partner in Aktion, Spender, die die Finanzierung einiger Behandlungen übernehmen können. Es braucht zusätzliche Mittel, um die Infrastruktur und die Funktion des Betriebes zu verbessern. Besucher sind herzlich kommen!

Hier ein Link zum Film: http://bit.ly/SabaJ_M2

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Besuch in Jordanien im September 2019
Bericht von Elizabeth Atteih

Liebe Freunde von Rea Israel

Wir sind so dankbar für den Dienst von «Herz zu Herz», durch den Gott die Herzen der Flüchtlinge in Jordanien berührt.

In letzter Zeit hat der Herr einen Gedanken immer wieder in mir hochgebracht, wenn ich über unseren Dienst nachdachte. Der Gedanke ist der: Jeder Flüchtling hat das Recht, das Evangelium zu hören. Wir können nur wenige Familien erreichen, doch die Not und Arbeit unter diesen Menschen ist sehr viel grösser. Syrische und irakische Flüchtlinge sind in vielen Ländern inklusive Armenien untergekommen. Es liegt mir am Herzen, auch für solche Flüchtlinge in Armenien zu beten und mich zu erkundigen, wie ihre Situation dort ist.

Anfang September besuchten wir Jordanien, als gerade das neue Schuljahr begann. Viele Flüchtlingskinder waren sehr traurig, als sie andere Kinder sahen, die sich auf die Schule vorbereiteten und ihre neuen Schuluniformen trugen. Viele dieser Kinder konnten in den letzten Jahren keine Schule besuchen. Sehr gerne würden sie auch ihre Ausbildung weiterführen – aber dazu gibt es keine Möglichkeit.

Bahija besucht Nizar im Spital.
Nizar
Wie Ihnen bereits mitgeteilt, litt Nizar an seinem Fuss an Wundbrand. Während wir letzthin unter Flüchtlingen in Deutschland dienten, wurde Nizar operiert. Seine Zehen wurden amputiert, um die Infektion zu stoppen. Leider breitete sie sich weiter aus. Erst musste der Fuss amputiert werden, dann das Bein bis zum Knie. Wieder zu Hause, wurde er nach ein paar Tagen ganz still. Bahija, seine Frau, fragte ihn, ob alles in Ordnung sei. Da sagte er: «Ich glaube, das gilt nun mir – es ist Zeit, dass ich gehe.» – atmete tief und verschied.

Durch diesen unerwarteten Tod fiel Bahija in tiefe Trauer. Als sich mich darüber informierte, war das auch für mich ein Schock. Es tat mir leid, so weit weg zu sein und sie nicht trösten zu können. Umsomehr schrie ich zu Gott, er möge Nizars Angehören beistehen. Bei meinem nächsten Besuch waren wir wohl immer noch traurig, wissen aber, dass sich Nizar nun ohne Krankheiten und Blindheit in des Herrn Gegenwart befindet. Ohne ihn hat Bahija und ihre Familie nun auch eine grössere Chance, aus Jordanien ausreisen zu dürfen.

Lina, die verwitwete Mutter und Basaam.
Basaam und Lina
Ich traf eine neue Familie aus dem Irak. Basaam und Lina haben zwei Buben und glauben wirklich an Jesus. Im Irak gehörten sie zu einer Gemeinde, und Basaam spielte Gitarre und Schlagzeug im Anbetungsteam. Seit gut zwei Jahren befinden sie sich in Jordanien. Ihr Ausreiseantrag wurde schon drei Mal abgelehnt. Den Grund dafür kennen sie nicht. Sie beten weiter zu Gott, dass er zur rechten Zeit die richtige Tür für sie öffnet.

Ich frage ich Basaam: Was ist passiert, dass du dich entschlossen hast, dein Zuhause im Irak zu verlassen?» Er erzählte: «Wir lebten in Bagdad und wurden durch fanatische Moslems bedroht, weil wir Christen sind. Somit verliessen wir die Stadt und zogen an einen anderen Ort im Irak. So wurden wir zu Flüchtlingen im eigenen Land. Doch auch hier kamen irgendwann fanatische Moslems, die eine Gesichtsmaske trugen, schrieen uns an, wir seien Untreue und drohten mit Mord, wenn wir nicht verschwinden würden. Vorerst beachteten wir ihre Drohungen nicht und blieben. Doch sie kamen wieder, bedrohten uns erneut und beschossen das Haus. Meine Eltern befanden sich im Erdgeschoss, ich und meine Familie im ersten Stock. Mein Vater wurde getroffen, auch meine Mutter fiel zu Boden. Als die Männer zu schiessen aufhörten und sich besprachen, ob wir wohl alle tot seien, nahmen sie die Gesichtsmasken ab. Meine Mutter schaute hoch und erkannte sie. Es waren unsere Nachbarn! Nach ihrem Wegzug fanden wir den Vater tot und die Mutter zitternd und thraumatisiert von dem Geschehen. Nun entschloss ich mich, das Land zu verlassen. Eigentlich wollten wir in den Libanon, doch der Herr schloss jene Tür und brachte uns stattdessen nach Jordanien.»

Ich fragte Basaam: «Was ist der grösste Segen, den du hier in Jordanien bisher erlebt hast?» Er antwortete: «Es ist die örtliche Gemeinde mit den Gläubigen. Der Pastor predigt die Wahrheit aus dem Wort Gottes. Wir sind dankbar für die, die uns besuchen, zuhören und ermutigen Durch sie bekommen wir Hoffnung und Kraft, weiterzumachen.» Danach fragte ich weiter: «Was ist deine grösste Schwierigkeit?» Da gestand er: «Unsere finanzielle Situation ist unser grösster Kampf. Was wir mitbrachten, ist aufgebraucht. Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll.»

Wir danken dem Herrn für den starken Glauben von Basaam und Lina und ihre dankbaren Herzen. Es ist eine Freude, wenn man sieht, wie Gläubige sich an Jesus festhalten, auch inmitten grosser Schwierigkeiten. Bitte beten Sie zum Herrn, dass er für ihre Bedürfnisse sorgt.

Adel mit einem Teil seiner Familie.
Adel
Ich traf noch eine weitere neue Familie aus dem Irak. Mein Herz weinte, als ich ihre Geschichte hörte und ihre unglaublich schwierige Situation erkannte.

Adel hat drei erwachsene Kinder. Seine Frau leidet unter Schizophrenie, der älteste Sohn ist gesund, doch der zweite hat eine geistige Behinderung und die Tochter ist taub. Weiter zur Familie gehört seine Mutter, die eine Hörschwäche hat und sein geistig behinderter Bruder. Adel kümmert sich allein um die ganze Familie. Doch das ist für einen Flüchtling in einem fremden Land und ohne Arbeit sehr schwierig. Ich fragte Adel, wie wir für ihn beten und ihm helfen könnten. Er meinte: «Bitte betet zum Herrn, dass er mir Kraft, Energie und Weisheit schenkt, weiter für meine Familie zu sorgen.» Zudem erwähnte er, falls es möglich sei, ihm bei der Beschaffung eines Hörgerätes für seine Mutter behilflich zu sein. Ein solches Gerät kostet 1'000.- jordanische Denare (= CHF 1'400.-). Wir hoffen und beten, dass wir das Geld für dieses Hörgerät zusammenbringen, damit wir sie bei unserem nächsten Besuch damit beschenken und segnen können.

Vielen Dank für Ihre Liebe, Unterstützung und Gebete. Wir segnen Sie im Namen Jesus!

Elizabeth Atteih (Najeeb und Elizabeth Atteih, Immanuel-Gemeinde, Haifa)

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Assyrische Christen sitzen in Jordanien fest
Unsere Kontaktpersonen: Pastor Shmuel und Pamela Suran aus Jerusalem

Liebe Freunde von Rea Israel

Am 6. August jährte sich zum fünften Mal die Einnahme der Ninive-Ebene durch den IS. Diese Terroristen vertrieben im August 2014 Tausende von assyrischen Christen an andere Orte im Land oder ins Exil, weil sie die Wahl hatten zwischen Tod, Bekehrung zum Islam oder Flucht in die von den Kurden kontrollierte autonome Region in der Nähe. Schliesslich gelangten viele von ihnen im Jahr 2015 nach Amman in Jordanien.

Die Umsiedlung in ein anderes Land von Jordanien aus läuft also seit Jahren, jedoch mühsam. Viele Anträge von assyrisch-christlichen Familien stecken wegen Bürokratie fest. Jordanien sollte als Transitland dienen, doch Tausende von Familien stecken dort fest, hoffen und warten.

Da ist eine wunderbare assyrisch-christliche Familie, welche im Irak eine schlimme Verfolgung erlebt hat und, um ihr Leben zu retten, keinen anderen Ausweg sah, als nach Jordanien zu fliehen. Leider erlaubt Jordanien nicht, dass sie arbeiten oder studieren. Daher befinden sie sich seit drei Jahren «in der Schwebe». In ihr Heimatland können sie nicht zurückkehren. Beide Elternteile und ihre zwei Kinder sind wiedergeborene Gläubige. Sie sind Mitglieder der Evangelischen Kirche in Amman. Zudem sind sie als Volontäre in ihrem Wohnrevier aktiv und engagieren sich bei verschiedenen Hilfsorganisationen. Besonders wertvoll ist ihre Mitarbeit als Team-Mitglieder beim Stephanus-Team, wo sie seit Juni 2016 mitarbeiten.

Stephanus-Team
Pamela und ich haben gebetet, dass wir im Ausland eine Kirchgemeinde oder Organisation finden, welche bereit wäre, diese Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. Dies gäbe ihnen die Möglichkeit zu einem neuen, bedeutungsvollen Leben im Dienst für den Herrn. Mit grosser Freude können wir Ihnen berichten, dass wir die christlich-missionarische Allianz in Kanada gefunden haben. Diese Allianz ist in Kanada offiziell anerkannt und hat die Möglichkeit, das Leben von christlichen Flüchtlingen sehr zu bereichern, welche ihr Heimatland wegen Verfolgung verlassen mussten oder deren Menschenrechte schwer missachtet wurden. Wir vertrauen dem Herrn, dass Gott dieser Familie hilft und sie versorgt, aber auch, dass bald weitere Stephanus-Teammitglieder ein neues Zuhause finden können.

Herzlichen Dank, liebe Freunde, für all Ihre Hilfe an diesen geliebten christlichen Flüchtlingen in den vergangenen Jahren. Jede Spende wurde und wird sehr geschätzt. Die Bedürfnisse sind weiterhin vielfach: Medizinische Versorgung, monatliche Unterstützung, Beitrag ans Ausreise-Flugbillett usw.

Shmuel und Pamela Suran, Jerusalem, Israel

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3'600'000 syrische Flüchtlinge leben allein in der Türkei. Im Jahr 2016 sorgte die Europäische Union unter Federführung Deutschlands dafür, dass die Türkei die Flüchtlingsroute via Ägäis und Balkan blockierte. Der Deal ist nun auf der Kippe. (Aargauer Zeitung vom 13. Sept. 2019)

Was Worte bewirken können: «Ich wollte nicht bloss die Kopie lesen»
Somali, überzeugter Muslim, gewissenhafter Polizist. All das trifft auf Ibrahim zu. Aber als er aus dem Mund eines Christen Worte aus dem Koran hört, ist er verwirrt. Sind Christen etwa doch nicht so anders wie Muslime?

In manchen Ländern und Volksgruppen gehören Nationalität und Religion eng zusammen. Etwa bei den Somalis in Ostafrika: Somali zu sein bedeutet, Muslim zu sein – etwas anderes ist nicht denkbar. In diesem Umfeld wuchs auch Ibrahim auf. Er war Polizist in Kenia und er wurde damit beauftragt, bei einem grossen Treffen für die Sicherheit zu sorgen.

«Viele Leute hatten sich versammelt und ein christlicher Missionar sprach dort», berichtet Todd Nettleton der Organisation «Voice of the Martyrs», der Ibrahim kürzlich interviewte. Der Missionar las einen Bibeltext aus dem Alten Testament vor. «Ibrahim erkannte diesen Text, denn es war ein Abschnitt, der im Koran wiedergegeben wird.»

Kopie versus Original
Plötzlich war der damals noch junge Somali von Fragen erfüllt. Christen waren doch angeblich so anders als Muslime. Es konnte doch nicht sein, dass sie über den Koran predigen… Auf der Suche nach Antworten ging er zu einem Freund, der Pastor war und ihm erklärte, warum dieser Bibeltext dem Koran ähnelte. In der Bibel zeigte er ihm die grösseren Zusammenhänge.

Ibrahim war total erstaunt und kam bald zu dem Schluss: «Wenn der Koran nur das wiedergibt, was schon längst in der Bibel steht, will ich nicht bloss die Kopie lesen, ich will das Original lesen! Ich werde zurückgehen und die Bibel studieren.» Bald darauf entschied er sich für ein Leben mit Jesus.

22 Gemeinden gegründet
Das liegt mittlerweile schon 50 Jahre zurück. Seit damals arbeitet Ibrahim mit Somalis und anderen Kenianern und hat 22 Gemeinden gegründet. Und der Mann, der Ibrahim auf die Bibel hingewiesen hat – der Missionar der Versammlung von 1969 – wusste vermutlich nie davon, was sein Einsatz bewirkt hat, denn Ibrahim hat ihn nie kontaktiert. «Wir wissen nicht, was für einen Eindruck unsere Worte hinterlassen», erklärte auch Nettleton gegenüber Mission Network News. «Wir wissen nicht, welche Menschen uns sehen oder uns zuhören und vielleicht werden wir das nie wissen, bis wir im Himmel sind. Aber dieser Missionar hat an dem Tag einen dramatischen Eindruck auf Ibrahim gemacht…»

Datum: 06.09.2019 / Autor: Rebekka Schmidt / Quelle: Livenet / Jesus.CH / Mission Network News
(mit freundlicher Genehmigung von Livenet)




Obdachlosenarbeit Ashdod
Eine Arbeit unter Obdachlosen, Alkoholikern, Drogenabhängigen, Prostituierten und Armen.
Internationaler Direktor: George Wehnes, USA, Hauptleiter von „Ohel Avraham“ in Israel: Genady Michaely
Ziel: Den allmächtigen Gott zu ehren, indem biblisch fundierte Wiederherstellungsprogramme für bedürftige Männer und Frauen im Land Israel entstehen.


George Wehnes, internationaler Direktor, schreibt:

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn

Hoffentlich haben Sie einen schönen Sommer verbracht und sich über die Segnungen des Herrn, dem Gott der Heerscharen, gefreut. Vielen Dank für Ihre Verbundenheit mit unserem Dienst durch Gebete und Gaben. Diese tragen Frucht für die Ewigkeit, wie hier zum Beispiel im Leben von Peter:

Peter erzählt seine dramatische Geschichte:
Ich kam in der Sowjetunion in einer atheistischen Familie zur Welt. Bereits in meiner Schulzeit begann ich, Alkohol zu trinken, das war dort ganz normal. Alle um mich herum waren tagtäglich betrunken. Nach meinem Militärdienst merkte ich aber, dass etwas wirklich nicht mehr stimmte. Aber es war bereits zu spät – ich war ein Alkoholiker! Diese Sucht hatte mich vollständig im Griff.

Ich versuchte, Familie, Arbeit und Alkoholabhängigkeit unter einen Hut zu bringen, aber es war unmöglich. Dann fing ich noch mit Drogen an. Als Folge verlor ich meine Familie und die Arbeitsstelle. Wiederholt versuchte ich, mit Hilfe frei zu werden, aber nichts fruchtete.

Auch nach meiner Auswanderung nach Israel kämpfte ich mit meiner Sucht. Dabei kam ich in Kontakt mit „Ohel Avraham“. Hier begann ich, die Bibel kennenzulernen und verstand, dass es Gott gibt und ohne ihn das Leben keinen Sinn hat, ja, dass die Errettung und Befreiung von Sünde sowie das neue Leben in Christus alleine durch ihn geschehen kann.

Wie dankbar bin ich für solche Diener Gottes, die verzweifelten Menschen, wie ich einer war, bei ihrer Suche nach Hoffnung beistehen!


Im Reha-Programm der Männer gab es einen Leiterwechsel. Ich möchte Ihnen Sergey, den neuen Leiter, vorstellen. Bitte beten Sie für ihn und seine Familie in diesem Dienst.

Sergey, der neue Leiter, berichtet
Ich kam in der Sowjetunion in einer jüdischen Familie zur Welt. Meine Eltern waren dem Kommunismus zugetan und glaubten nicht an Gott. Während diesen Jahren hörte ich nie etwas von Christus. Im Alter von 22 Jahren schloss ich die Universität ab.

Ich begann über den Sinn des Lebens und die Existenz Gottes nachzudenken. Eines Tages hörte ich am Fernsehen, dass eine moderne, gebildete Person drei Dinge wissen sollte: eine Fremdsprache beherrschen, an einem Computer arbeiten und die Bibel lesen.

Englisch konnte ich recht gut und war gerade dabei, mir einen Computer zu kaufen. Somit verblieb nur die Bibel, die ich lesen sollte.

Das war Ende der 80er Jahre, und damals war es nicht einfach, in der Sowjetunion eine Bibel zu kaufen. Schliesslich war es mir doch möglich, die Evangelien zu lesen. Ich verstand, dass Jesus Christus Gott ist und dass ich ihn brauchte. 1977 begann ich, eine Gemeinde mit evangelikalen Gläubigen zu besuchen. Dort nahm ich Christus als meinen Herrn und Erretter in mein Leben auf.

Durch Gottes Führung wanderte ich im Jahr 1999 nach Israel aus. 2002 erlebte ich die Wassertaufe in einer Gemeinde in Tel Aviv. Ich schloss mich der Gemeinde an und studierte die Bibel in einem Baptisten-Seminar. In der Gemeinde war ich während den Gottesdiensten für die Technik der Lobpreis-Gruppe zuständig, ich engagierte mich bei der Bestellung und Verteilung der Gottesdienst-CDs, führte Bibelarbeiten in Hauskreisen durch, war der Leiter eines evangelistischen Einsatzteams, half bei der Seelsorge mit, kümmerte mich um Obdachlose und diente auch als Ältester.

2006 heiratete ich Elena aus meiner Gemeinde. Von nun an stand sie mir in meinen Diensten bei. Inzwischen durfte ich auch Predigten halten. Doch ich spürte die Notwendigkeit, mich in systematischer Theologie weiterzubilden, um das Wort Gottes besser zu verstehen und mehr Frucht im Dienst für den Herrn zu erbringen. So besuchte ich das Bible College und schloss 2017 mit einem Zertifikat der Theologie ab.

Vor einigen Jahren zogen wir in eine andere Stadt. Dort gab es noch keine biblische Gemeinde. So begannen wir mit Hauskreisen mit Interessierten und konnten Menschen ermutigen und auferbauen.

Dann bekamen wir den Eindruck, dass nebst dem Bibelstudium während der Woche auch der Schabbat-Gottesdienst mit der Wortverkündigung seinen Platz haben muss. Am 15. Dezember 2018 kamen Oleg und zwei Pastoren in unsere Gruppe und ordinierten mich zum Leiter dieser jungen Gemeinde.

Inzwischen hatte ich nach zwei weiteren Studienjahren den „Bachelor der Theologie“ erarbeitet. Seit Jahren beten meine Frau und ich für die Verlorenen. Im Februar dieses Jahres rief mich Genady Michaely an. Er ist der Hauptleiter von „Ohel Avraham“ und lud mich ein, in diesem Reha-Dienst mitzuarbeiten.

Durch Gottes Gnade darf ich nun die Männerarbeit für Drogen- und Alkoholabhängige im Dienst von „Ohel Avraham“ leiten. Dies ist ein grosses Vorrecht! Es ist aber auch eine riesige Verantwortung, diesen gestrandeten Menschen zu helfen, dass sie ihren Erretter Jesus Christus finden. Er ist der Einzige, der sie von ihrer Sucht befreien und ihnen ewigen Leben geben kann.


Nachrichten zum Frauenhaus
Das Grundstück wurde gekauft, und alle Dokumente dazu sind fertiggestellt. Nun erwarten wir den Abschluss des bürokratischen Prozesses, damit wir mit dem Bau beginnen können. Genady ist in Kontakt mit dem Architekten und dem Bauherrn, um sogleich mit dem Bau loszulegen, sobald alle Genehmigungen vorliegen.

Unser totales Projekt-Budget beläuft sich auf $ 493'000.- Bis anhin konnten wir $ 116'000.- für den Kauf des Landes, inklusive Rechtsanwalt und andere Gebühren bezahlen. Wir schätzen, dass der ganze Bau auf $ 343'000.- zu stehen kommt.

Der Herr versorgt uns, ein guter Teil der Baukosten ist gedeckt. Zudem werden uns Baufachleute aus Deutschland und Amerika helfen kommen. Es ist so spannend zu sehen, wie unser Gott alles zusammenfügt.

Wir sind weiterhin sehr dankbar für Ihre finanzielle Unterstützung. Arbeiter müssen angestellt und die monatlichen Kosten bezahlt werden. Herzlichen Dank für Ihre Partnerschaft mit unserem Dienst!

Gemeinsam bewirken wir Grosses. Das Leben von Menschen wird neu, geheilt kehren sie in die Gesellchaft zurück und können sich dort positiv einzubringen. Sie und ich werden diese Menschen in der Ewigkeit einmal kennenlernen und mit ihnen Gemeinschaft haben. Ist das nicht ein grossartiger Gedanke?

 Gaben für die Obdachlosenarbeit generell oder speziell für das Frauenhaus leiten wir gerne weiter. 

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Einladung zu Vorträgen von Silas Wenger
Shalom, liebe Rea Israel-Freunde

An dieser Stelle möchte ich herzlich zu zwei Vorträgen von Rea Israel einladen:

• Am Sonntag, 3. November 2019, um 10.00 Uhr.
Christliches Zentrum Rheinfelden.
Flossländeweg 12, 4310 Rheinfelden.
Thema: „Israel – Das Herz des Vaters verstehen.“

• Am Sonntag, 1. Dezember 2019, um 10.00 Uhr.
Heilsarmee Korps Basel 1.
Breisacherstrasse 45, 4057 Basel.
Thema: „Israel – Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen."

Gerne bin ich bereit, auch in deiner Gemeinde einen Verkündigungsdienst zu übernehmen und die Hilfstätigkeiten von Rea Israel vorzustellen. Melde dich doch, wenn dies für dich im 2020 / 2021 möglich ist. Anfragen bitte an: silas.wenger@rea-israel.ch

Zudem möchte ich dir an dieser Stelle ein paar Predigten empfehlen, die du via YouTube / Google gratis aufrufen kannst. Die Predigten und Lehreinheiten eignen sich sowohl für Bibelkenner wie auch für am Glauben interessierte Personen. Viele Verkündigungen wurden simultan auf Spanisch, Englisch, Französisch oder Italienisch übersetzt und veröffentlicht. Zudem gibt es ein paar Lehreinheiten auch auf Deutsch (mit Untertitel für Gehörlose oder Schwerhörige)

• Die messianische Geschichte von Simson
• Obed-Edom. Der Gatiter. 3 Monate in der Gegenwart Gottes
• Die Schunemiterin
• Gib deine Hoffnung nicht auf (Das Buch Ruth)
• Aus dem Feuer gerissen – Sacharias Vision
• Die Geschichte von Jona
• Elia und Elisa
• Elisa und Gehasi
• Gesegnet im Angesicht der Feinde (Buch Daniel)
• Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt
• Gottes Heiligkeit entdecken
• Sei gesalbt
• Jesus Christus – der Täufer im Heiligen Geist und Feuer
• Die Ausgiessung des Heiligen Geistes zu Jerusalem
• Satans Werke zerstören
• Israel – ein prophetisches Wort erfüllt sich
• Eine Mutter hört die Berufung ihrer Söhne
• Weitere Predigten aus den Jahren 2004 bis 2019 sind via Internet mit den Namen Silas Wenger auffindbar.

BRIEFMARKENSAMMLUNG:
Zudem besteht die Möglichkeit, eine seltene Israel-Briefmarkensammlung zu Gunsten der Hilfsprojekte von Rea Israel zu kaufen. Die Sammlung umfasst zirka 900 Briefmarken (mit Stempel, Couvert, Vermerken usw.). Sie beginnt bereits vor 1948 (!) und endet 1986. Der ungefähre Wert beläuft sich auf zirka 15-20’000 Franken. Ich würde mich freuen, wenn diese kostbare Briefmarkensammlung einen neuen Besitzer finden würde. Bei Interesse bitte melden.

Liebe Grüsse, Silas Wenger


Holocaust-Überlebende brauchen unsere Hilfe
Heute leben noch ca. 200'000 Holocaust-Überlebende in Israel, davon ungefähr 50'000 unter der Armutsgrenze. Sie sitzen oft allein zuhause, belastet in ihren schmerzhaften Erinnerungen, mit wenig Hoffnung und leerem Magen. In den letzten zehn Jahren haben sich Tausende von diesen betagten Menschen an die israelische Hilfsorganisation Meir Panim (bekannt durch die Suppenküchen und Gratis-Restaurants für Bedürftige) gewandt, mit der Hoffnung auf genügend Essen und eine bessere Zeit ihrer verbleibenden Jahre. Für viele Überlebende ist dies die einzige warme Mahlzeit pro Tag – so auch für Yudit (Bild).

Yudit durchlebte den Holocaust in Deutschland. Dort wurde ihr jegliche Menschenwürde genommen. Sie wurde von ihrer Familie getrennt und in einen Vieh-Bahnwagen gedrängt. Nach dem langen, qualvollen Transport wurde ihre Identität auf eine Nummer am Arm reduziert. In den Konzentrationslagern musste Yudit auch schmerzhafte medizinische Experimente über sich ergehen lassen.

Trotzdem nahm sie Gelegenheiten war, um mit anderen Frauen Menschlichkeit zu teilen, zum Beispiel, indem man sich über Rezepte unterhielt und davon träumte, wie man diese Dinge zubereiten würde, oder stille Momente des Gebets, oder dass man versuchte, ein Spiel zu spielen. In Ravensbrück, ein Konzentrationslager hauptsächlich für Frauen, bedeuteten ihr die Freundschaften zu anderen Lagerinsassinnen sehr viel.

Das Holocaust-Museum «Yad Vashem» in Jerusalem dokumentiert, wie schlecht es den Frauen in Ravensbrück ging: Es gab Zwangsarbeit, harte Strafen, zu wenig zu essen, fehlende Hygiene, und immer wieder Vergewaltigungen. Viele verhungerten oder starben an den Strapazen. Yudit überlebte.

Heutzutage erhalten die Holocaust-Überlebenden vom Staat Israel monatlich nur etwa $ 1'150.- Dies reicht fast nicht zum Überleben. Meir Panims Programm «Essen auf Rädern» bringt gut ausgewogene Mahlzeiten zu bedürftigen Holocaust-Überlebenden, die ans Haus gebunden sind, oder ihr Kühlschrank wird aufgefüllt.

In der südlichen Stadt Dimona führt Meir Panim zudem eine Tagesstätte für Holocaust-Überlebende. Dort bekommen sie nebst guter Ernährung auch therapeutische Hilfe, erleben Gemeinschaft und Eingliederung in die Gesellschaft und erfreuen sich an unterhaltsamen Programmen. Das alles gibt ihnen neue Hoffnung für ihre restlichen Jahre.

Quelle: Text und Foto von Yudit mit Erlaubnis von Meir Panim
Zusammengestellt von Silvia Pfeil


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Warum hat Israel so viele Feinde?
Von Wim Malgo (1922 – 1992)

Überall entwickelt sich das genaue Gegenteil von dem, was sich Israel so sehr ersehnt: Friede. Alle diese antichristlichen Züge zusammen werden sehr bald personifiziert in der höchsten Potenz der Bosheit, dem Antichristen.

Die zunehmende weltumfassende Feindschaft gegen Israel gehört zu den Schatten von Harmagedon. Deshalb ist es wichtig, die auslösenden Faktoren beziehungsweise die Grundursachen der Feindschaft wider Israel zu kennen. Es wird dabei jedem einleuchten, dass das folgende prophetische Wort des Herrn Jesus nicht zuletzt auf Israel anzuwenden ist: «Ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern» (Mt 24,9)

Die tiefste Wurzel des ständigen Nahostkonflikts finden wir in 1. Mose 3,15, wo Gott, der Herr, sagt: «und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen.» Israels jahrtausendealte Konfliktsituation findet ihren Grund in seiner besonderen Berufung. Dies drückt der Herr sehr konkret in Jesaja 42,6 aus: «Ich, der Herr, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und habe dich bei deiner Hand gefasst und habe dich behütet und habe dich zum Bund unter das Volk gegeben, zum Licht der Heiden.» Wenn aber Israel berufen ist, ein Licht für die Heiden zu sein, muss es zwangsläufig von den Heiden geschieden bleiben. Die erste Scheidung wird in den Kapiteln 11 und 12 des ersten Buches Mose beschrieben, wo der Herr einerseits die Nationen als Heilsträger verwarf (Turmbau zu Babel) und andererseits Israel durch Abraham als Heilsträger erwählte: «Ich will dich segnen … und du sollst ein Segen sein…» (1. Mo 12,2)

Betrachten wir nun zuerst den Konflikt Israels mit seinen Nachbarn. Der unaufhörliche Kampf mit den arabischen Völkern ist eigentlich ein Familienstreit. Das jetzige Jordanien ist das Gebiet der Moabiter und Ammoniter, der Nachkommen der beiden Söhne Lots aus der Verbindung mit seinen Töchtern (1.Mo 19,37-38). Der Familienkonflikt Abrahams, dem Vater Israels, begann, als er seinen Neffen Lot, den Sohn seines verstorbenen Bruders Haran, mit in seine Berufung hineinnahm. Dazu lesen wir in 1. Mose 12,4: «… und Lot zog mit ihm.» Weil Lot damals ein ganzes Stück weit mit Abraham ging, ist die Auseinandersetzung heute zwischen dem Samen Abrahams und den Nachkommen Lots am harmlosesten.

Wer sind die Ägypter? Sie sind direkte Blutsverwandte Israels. Sie wären es niemals geworden, wenn Abraham auf den Herrn und die Erfüllung seiner Verheissung gewartet hätte, aber er gehorchte der Stimme Sarais (1.Mo 16,2). So nahm er Sarais ägyptische Magd Hagar zur Frau, und ihr wurde Ismael geboren. Nun erkennen wir, dass der Streit zwischen den Ismaeliten, die ägyptische Araber sind, und Israel im Wesen ein Erbstreit ist. Ismael will nach wie vor der Erbe sein. Der Herr aber hat zu Abraham gesagt, er werde Ismael zwar segnen, doch «meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara gebären soll um diese Zeit im anderen Jahr» (1.Mo 17,20.21).

Welcher Abstammung sind die Syrer, die besonders grausamen Feinde Israels? Sie stammen nach 1. Mose 22,20-21 von Abrahams Bruder Nahor ab. Dieser Name bedeutet unter anderem «schnaubend»; eine andere Deutung ist «neidisch». Nahor war nicht mit seinem Bruder ausgezogen, um ins verheissene Land zu gelangen.

So hat Israel ständig Familienkämpfe zu bestehen gehabt. Wir wissen ja auch um Amalek, den unehelichen Sohn von Jakobs Bruder Esau, dem Stammvater der Edomiter. Die Amalekiter (oder Agagiter) waren bittere Feinde Israels. Das geht sehr klar aus dem Buch Esther hervor, wo der Amalekiter Haman – zu Deutsch «der Berühmte!» –, der Günstling des Weltenherrschers Ahasveros, beschloss, ganz Israel auszurotten. Er war der «Endlöser» von anno dazumal (Est 3,5-6). Aber alle Judenfeinde sind die Jahrtausende hindurch an dem kleinen Israel gescheitert und zugrunde gegangen. Wer dieses Volk antastet, tastet seine Berufung an, und wer Israels Berufung antastet, der greift seinen Gott an, weshalb der Herr sagt: «Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an» (Sach 2,12). Auch der ägyptische Pharao, der Judenhasser in alter Zeit, welcher sich die Endlösung auf seine Weise vorstellte – nämlich durch die Ermordung aller neugeborenen hebräischen Knäblein –, ist schliesslich mit seinen «600 auserlesenen Wagen» und seiner gesamten Armee (!) im Schilfmeer zugrunde gegangen «2. Mo 14,7-31).

Pharao wie Haman und auch Adolf Hitler planten zielbewusst die völlige Liquidation Israels. Wir brauchen uns keine Illusionen zu machen. Auch wenn es jetzt in Israel zu einer Atempause gekommen ist, haben Israels hassende Angehörige dennoch nur seine Ausrottung im Auge.

Damit kommen wir zu einem zweiten Lager von Feinden Israels. Das sind die nicht semitischen Völker, die Antisemiten oder die Nationen schlechthin. – Es soll sich niemand darüber entsetzen, dass sowohl von der UNO als auch von der EU antiisraelische Erklärungen abgeben werden. Wie können wir von einem dekadenten und demoralisierten Europa, das die Finsternis, den Sumpf der Unsittlichkeit, lieber hat als das Licht, eine pro-israelische Haltung erwarten?

Wahrhaftig, Israel hat keine leichte, aber eine herrliche Berufung, denn seine höchste Potenz, Jesus Christus, der Sohn Gottes und der Sohn Israels, der zunächst in Niedrigkeit in Bethlehem geboren wurde und später nach Golgatha ging, um dort die Welt mit Gott zu versöhnen und so Israels Berufung in vollkommenster Weise erfüllte, wird bald in Israel sichtbar wiederkommen. Deshalb reift in der näheren und weiteren Umgebung Israels gleichzeitig das Böse mit beängstigender Schnelligkeit heran; politische Heuchelei, Verrat an Israel durch seine «Freunde», lodernder Hass, allgemeiner Niedergang der Moral, Aufruhr und Rebellion, geballte Fäuste gegen jede Obrigkeit, Kriege und Kriegsgeschrei. Überall entwickelt sich das genaue Gegenteil von dem, was Israel so sehr ersehnt: Friede. Alle diese antichristlichen Züge zusammen werden sehr bald personifiziert in der höchsten Potenz der Bosheit, dem Antichristen, der auf dieser Erde sichtbar werden wird. Das wird der letzte und entscheidende Zusammenprall im Nahen Osten sein. Die Schatten von Harmagedon werden drohender.

Damit habe ich den dritten und grössten Feindeskreis Israels schon erwähnt; das wiederhergestellte Römische Weltreich mit dem Antichristen an der Spitze. Allerdings werden bei der letzten Auseinandersetzung von Harmagedon weder Panzer noch Flugzeuge noch Artillerie irgendwie ausschlaggebend sein, sondern die Erscheinung des Herrn selbst und der Berufenen und Auserwählten und Gläubigen mit ihm (Offb 17,13-14).

Trotz allem aber wissen wir, dass Israel überlebt. Und wenn der Feinde auch noch viel, viel mehr wären, so würde Israel dennoch überleben, denn Jesus kommt wieder.

Mit freundlicher Genehmigung:
© Missionswerk Mitternachtsruf, 8600 Dübendorf



rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.