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Rundbrief Nr. 197
Januar 2022


Irakische christliche Flüchtlinge in Jordanien
Unsere Kontaktpersonen: Pastor Shmuel und Pamela Suran, Israel
Liebe Freunde

Während sich in Jordanien der Winter nähert, leiden irakische christliche Flüchtlingsfamilien unter den beispiellosen Zeiten der Covid-19-Pandemie, die fast jeden Aspekt ihres täglichen Lebens betrifft. Von jordanischen Pastoren wurde uns gesagt, dass die hoch ansteckende Variante zu vermehrten Infizierten führte. Zudem sei die Impfquote niedrig und viele Leute trügen keine Masken.

In den nächsten Monaten wird es brutal kalt werden. Heizgeräte, Decken und warme Kleidung werden benötigt. Viele Flüchtlinge in Jordanien brauchen dieses Jahr Winterhilfe. Die langfristigen Auswirkungen der Pandemie und die Kälte könnte sich für viele Flüchtlinge katastrophal auswirken. Darum ist Winterhilfe ist in diesem Jahr wichtiger denn je.

Vor Ausbruch der Pandemie durften einige der irakischen Flüchtlingsfamilien, die von Rea Israel unterstützt wurden, nach Australien oder Kanada auswandern. Aufgrund der auferlegten Beschränkungen während der Pandemie kam der Auswanderungsprozess zum Erliegen und erst seit September 2021 gemächlich wieder in Fahrt. Diese Unsicherheit, zudem das Arbeitsverbot und der Mangel an nährstoffreichen Mahlzeiten begünstigen allerlei Krankheiten. Fehlt dann die nötige medizinische Versorgung, erleiden die Menschen an Würdeverlust bis hin zu Traumata. Diese Familien haben alles verloren und brauchen unsere Hilfe.

Kinder und Lehrerinnen der Ashrafieh-Schule.
Bei unserem letzten Besuch in Jordanien haben wir uns mit Verantwortlichen von Nazarener-Kirchen getroffen, die während der Pandemie vielen Flüchtlingen die Hand reichten und ein Zuhause boten, wo sie Gottes Liebe und Barmherzigkeit erfahren durften.

An diesem Weihnachtsfest arbeiten wir mit der Ashrafieh-Schule zusammen, um rund 120 assyrischen Flüchtlingskindern und ihren Familien in Amman Freude zu bereiten.

Pamela und ich möchten Ihnen, liebe Freunde von Rea Israel, unseren herzlichsten Dank für die grosszügige Unterstützung aussprechen, die Sie im Jahr 2021 geleistet haben.

Dank Ihrer Gebete und Grossherzigkeit konnten wir vielen Familien helfen. Etliche Patenschaften retteten ihr Überleben; das Stefanusprojekt, mit welchem ein Team ausgebildet wurde, um eigenen Landsleuten zu helfen, entwickelte sich zum Segen; die Ashrafieh-Schule in Amman, die christliche Schüler aufnahm, konnte unterstützt werden.

Unser besonderer Dank gilt unserem lieben Bruder Kurt für das Privileg, ein Teil von Rea Israel zu sein und einen so gesegneten und fruchtbaren Dienst in Israel und jenseits des Jordans tun zu dürfen!

Liebe Freunde, wir wünschen Ihnen allen viel Freude und Segen im neuen Jahr. Jesus Christus, der König von Jerusalem, ist auch Ihr König.

Schmuel und Pamela Suran

 Spenden für christliche Flüchtlingsfamilien in Jordanien werden gerne weitergeleitet. 



Ich bin gewiss,
dass weder ein Virus noch eine Krankheit,
weder Langeweile noch Einsamkeit,
weder soziale Distanz noch Kurzarbeit,
weder drohende Insolvenz noch kräftezehrendes Homeschooling,
weder fehlende Ressourcen noch Fake News,
weder Krisen noch Ängste, Zweifel oder selbst der Tod
mich trennen können von
Gottes Liebe!

Gottesdienste mit Pastor Silas Wenger
Israel-Gottesdienst
Sonntag, den 6. Februar 2022, um 10:00 Uhr.
Ort: Chrischona Gemeinde - Lenzokirche, Langsamstig 4,
5600 Lenzburg, (https://lenzokirche.ch/)

Israel-Gottesdienst
Sonntag, den 20. Februar 2022, um 09:30 Uhr. Ort: Freie Christengemeinde Flawil, Waldau 1 (Habis), Eingang 2.03/2.04 (Lift),
9230 Flawil




Dieses 72 Seiten starke Büchlein war vergriffen, ist jetzt aber wieder erhältlich!


Liebe Rundbriefleserin, lieber Rundbriefleser

Rückblickend auf das Jahr 2021 möchte ich Ihnen von Herzen danke sagen für jedes Interesse an unserem Hilfswerk, für jedes Gebet und für jede Spende, die bei Rea Israel von Ihnen eingegangen ist. Das ist ermutigend und grossartig! Unendlich vielen Kindern und Erwachsenen konnten wir dank ihrer Spenden helfen. Und diese Menschen sind Ihnen ausserordentlich dankbar.

Wir hoffen, glauben und beten, dass wir gesund bleiben dürfen und weiter im Sinn und Geist Jesu den Menschen dienen dürfen. Ein herzliches Vergelt’s Gott und ein liebes Schalom im neuen Jahr!

Ihr Kurt Wenger

Makor HaTikvah – Ursprung der Hoffnung
Schulleiter Yoel Russu berichtet:

Am 1. September 2021 starteten wir das Schuljahr mit 140 Schülern (im Vergleich zu 70 Kindern vor drei Jahren). Obwohl mitten in der vierten Corona-Welle, können wir den Unterricht in den Schulzimmern durchführen, und die Schüler brauchen nicht zu Hause vor dem Computer zu sitzen. Wir danken dem Herrn, dass er seine Flügel über seine Gläubigen in Israel ausbreitet.

Mit jedem weiteren Jahr wird der Begriff «messianische Schulausbildung» für mehr gläubige Familien wichtig. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Der Wunsch und das Verständnis dafür, dass die Kinder eine Ausbildung brauchen, wo Jesus im Zentrum steht, da die Welt zunehmend korrupter wird und die Kinder in der öffentlichen Schule schlechterem Einfluss ausgesetzt sind.

Die Makor HaTikvah-Schule (Quelle der Hoffnung) bietet eine ausgezeichnete, hochwertige Schulbildung mit einem vielfältigen Programm.

Unsere Lehrpersonen und weitere Mitarbeitende beten täglich für ihre Schüler. Was für ein Segen!
Während einiger Jahre betete ich um professionelle, treue Mitarbeiter. Nun danke ich Gott, dass er solche schenkte, die sich mit Herz für Schüler und Schule einsetzen. Jeden Morgen treffen wir uns zum Gebet. Wir bitten um Gottes Segen über allen Kindern, Familien, Spendern und um die Errettung Israels.

Finanziell ist es für uns ein schwieriges Jahr. Die Schule wächst, und die Ausgaben für die Löhne, Renovationen, Schulgelder für ärmere Familien nehmen zu.

Wir bitten Gott, dass er uns versorgt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Geber und Beter dieses Dienstes!

 Spenden für die Makor HaTikva-Schule in Jerusalem leiten wir gerne weiter.  



Armenien

Diaconia Internationale Hilfe ist in verschiedenen Städten und Dörfern Armeniens tätig. Hier gibt Pastor Sargis, wohnhaft in Tscharenzawan und vollzeitlicher Mitarbeiter von Diaconia, wieder einen Bericht über das Schicksal einer Familie.

Hayk Khangaryan - Sohn eines gefallenen Soldaten

Familie Khangaryan lebt in der Stadt Tscharenzawan. Hovik und Janna heirateten im Jahr 1998 und bekamen drei Kinder. Luisa ist 22, bereits verheiratet und hat eine eigene Familie. Sohn Hayk, 21, und Tochter Angelina, 11, wohnen zu Hause. Wie viele andere Familien, hatten auch die Khangaryans Pläne und Träume, die sich meistens um die Zukunft ihrer Kinder drehten.

Es war eine harmonische Familie. Vater Hovik arbeitete und tat alles, um für die Seinen sorgen zu können. Er hatte alle seine Kinder lieb, doch Sohn Hayk, als einziger Junge, stand ihm besonders nahe. Niemand ahnte, dass diese Harmonie zeitlich begrenzt sein könnte.

Hayk kurz nach der Operation.
Als Hovik am 27. September 2020 die Nachricht vom Angriff auf das Heimatland durch Aserbaidschan und die Türkei hörte, zog er in den Krieg, um die Grenzen seiner Heimat zu verteidigen. Am 9. November fiel er während ungleicher Kämpfe wie ein Held.

Dadurch verlor die Familie den Ernährer und ihre Hoffnung. Nun war Sohn Hayk der einzige Mann im Haus, und er war entschlossen, für seine Mutter und Schwester zu sorgen.

Und doch wurde ihm das bald verunmöglicht. Ein Tumor im Ohr verursachte ihm grosse Schmerzen. Eine Operation wurde erforderlich. In ihrer Not bat Mutter Janna die Organisation «Diaconia Internationale Hilfe» um Unterstützung. Diese übernahm die Kosten für die Operation, die am 19. Oktober durchgeführt wurde.

Momentan (November 2021) ist Hayk noch dabei, sich davon zu erholen. Doch in sechs Monaten soll ein weiterer Eingriff erfolgen, bei dem ein Implantat im Ohr eingebaut wird. Dadurch soll ein Teil der verlorenen Hörfähigkeit wieder gewonnen werden können.

«Diaconia Internationale Hilfe» unterstützt diese Familie finanziell mit Spenden, welche von Rea Israel kommen. Danke für diese wunderbare Zusammenarbeit!

 Spenden für Kriegswitwen und ihre Kinder werden gerne weitergeleitet. 



Armenien

Diaconia Internationale Hilfe ist in verschiedenen Städten und Dörfern Armeniens tätig. Hier gibt Pastor Sargis, wohnhaft in Tscharenzawan und vollzeitlicher Mitarbeiter von Diaconia, wieder einen Bericht über das Schicksal einer Familie.

Hilfe für Familie Baghdasaryan

Die siebenköpfige Familie Baghdasaryan lebt in der Stadt Tscharenzawan. Sie besteht aus Vater Karen und seiner Frau Nvard, seiner 82-jährigen Mutter und den vier minderjährigen Kindern: David 14, Babken, 13, Lily, 9, und Mary 7.

In dieser gläubigen Familie herrscht viel Liebe und Solidarität. Es gibt nichts, das sie so leicht aus dem Gleichgewicht bringt oder ihrer Freude beraubt.

Mutter Nvard mit ihren vier Kindern. Zur Familie gehört auch der inzwischen invalide Vater und dessen 82-jährige Mutter.
Vater Karen reparierte Wohnungen und konnte gut für seine Familie zu sorgen.

Doch dann begann sich die Sehkraft des einen Auges rapide zu verschlechtern. Die Ärzte rieten ihm dringend zu einer Operation. Nach zwei Operationen war allerdings das Auge völlig blind. Gemäss den Ärzten hätte er nicht mehr körperlich arbeiten dürfen, doch er sah sich gezwungen, seine Familie zu ernähren.

So entschied er sich zwei Monate nach der Operation, die Arbeit wieder aufzunehmen, um etwas Geld zu verdienen. Mit nur noch einem sehenden Auge wurde dies allerdings schwierig.

Eines Tages fiel er während der Arbeit aus der Höhe und brach sich den Arm so unglücklich, dass er nun invalid und arbeitsunfähig ist. Da es ihm nicht mehr möglich ist, seine Familie zu ernähren, bat er unser Hilfswerk um Unterstützung. So hilft nun «Internationale Hilfe Diaconia» dieser Familie monatlich mit Spenden von Rea Israel.

Die Familie Baghdasaryan lobt Gott jeden Tag und betet für die guten Menschen, die ihnen helfen.

 Spenden für gläubige Familien in Armenien werden gerne weitergeleitet. 



Michael und Marianne Yaron, Gemeinde Tehilat-Yah in Rishon Le Zion
Bericht von Michael Yaron,
Pastor der Tehilat-Yah-Gemeinde:





Gemeindelokal «Beit Mosche» und Coronakrankheit

Ende August führten wir in unserem schönen neuen Gemeindelokal «Beit Mosche» einen Mini-Encounter (Seminar mit viel Gebet) durch. Ich hatte mich intensiv darauf vorbereitet bezüglich Lehre und geistlicher Bereitschaft. Der Anlass war reich gesegnet. Anschliessend gaben mehrere Personen Zeugnis davon, wie Gott an ihnen gewirkt hatte mit innerer Heilung und Befreiung von Süchten, mit denen sie jahrelang gekämpft hatten. Ich konnte das Adrenalin in meinem Blut spüren! Es war grossartig, Zeuge von Gottes Herrlichkeit und Kraft zu sein.

Ich war auch glücklich, dass wir gerade den Mietvertrag für ein weiteres Jahr verlängern konnten, nachdem wir einige vertragliche Uneinigkeiten mit unserer Vermieterin aus dem Weg geräumt hatten. Ich spürte den Eifer für Gott und die Freude daran zu sehen, wie Visionen, die wir viele Jahre erbeten hatte, nun Wirklichkeit werden.

Mein «Hoch» sank aber rasch. Ich fühlte mich erschöpft. Ein paar Tage lang ging es mir nicht gut. Ein PCR-Test zeigte ein positives Resultat. Ich bin mich an eine stählerne Gesundheit gewohnt – und jetzt fühlte ich mich so schwach. In derselben Woche erfuhr ich, dass ein guter Freund in meinem Alter, Pastor hier im Land, auf der Intensivstation gegen das Coronavirus um sein Leben kämpfte. In den vergangenen Monaten hatten sich einige Pastoren angesteckt und machten teils einen sehr schweren Krankheitsverlauf durch. Doch der Bericht von meinem Freund traf mich sehr. Während ich in Quarantäne war, unterlag er dem Virus und ging in sein himmlisches Zuhause ein.

Ich danke Gott für seine Nähe und meiner Frau, die mich mit Gebet, Fürsorge und früh angesetzter Behandlung mit Vitaminen und Medikamenten unterstützte, so dass ich die Krankheit mit nur wenigen Symptomen durchmachte. Allein in meinem Quarantänezimmer hatte ich viel Zeit zum Ausruhen, Hören von Lobpreis und Gebet. Wie in der Geschichte von Elia sah ich, wie Gott mir in seiner Gnade diese Zeit des physischen Ausruhens und der Erquickung schenkte.

Es ist für mich traurig zu sehen, dass aufgrund der Corona-Impfung so viel Trennung zwischen Menschen entstanden ist, ja regelrechte Gräben durch Familien, Freundschaften und Gemeinden ziehen. Doch wir dürfen es uns nicht erlauben, das Band der Einheit und Liebe in Gott aufzugeben, welche in uns ausgegossen ist und uns hilft, auch die Geschwister in Liebe anzunehmen, die anders denken als wir. Wir dürfen dem Feind keine offenen Türen überlassen, durch die er Eingang findet und Streit zwischen uns säen kann. Das Gebet ist unsere Waffe in diesen Zeiten.

Beit Mosche und die Tehilat-Yah-Familie (Tehilat-Yah bedeutet Lobpreis Gottes)

Wir danken Gott von Herzen für dieses neue Zuhause für die Gemeinde. Die Zeit der Renovierungen liegt hinter uns, und wir erleben Gemeinschaft, Gebet, Lehre und Anbetung. An dieser Stelle wollen wir auch für alle Gebete und erhaltenen finanziellen Gaben danken.

Wir wünschen uns, dass Beit Mosche ein Segen auch für andere wird, deshalb findet zum Beispiel das wöchentliche Morgengebet der Pastoren in unserem Gebetsraum statt. Oder andere Gemeinden und Gruppierungen benutzten unsere grosse Halle. Es wäre wunderbar, wenn jeder Raum in Beit Mosche so oft wie möglich für verschiedene Aktivitäten des Leibes Christi genutzt werden könnte: zuallererst für das Gebet, das hinter all unserem Handeln stehen soll.

Sabbatfeier mit vielen Gesprächen.
Einmal monatlich findet als wichtiger Event die Sabbatfeier an einem Freitagabend statt. Über die letzten Monate hinweg haben wir jedes Mal ein Anbetungsteam aus einer anderen Stadt für den Lobpreis eingeladen. Und manchmal leiten unsere Jugendlichen den Lobpreis. Danach sind die Herzen über der anschliessenden Mahlzeit weit offen für Gespräche, und es ist deshalb der ideale Anlass, um nichtgläubige Freunde einzuladen.

Neue Geschwister

Seit Anfang 2021, seit dem Zeitpunkt ihrer Einwanderung ist eine Familie aus Weissrussland Teil der Gemeinde. Sie waren während vieler Jahre in einem internationalen Vollzeitdienst tätig. Sie bringen eine wertvolle Harmonie in unsere Gemeinde und haben ein Herz für den Dienst. Ihre erste Frage ist immer: Wie können wir euch am besten helfen? Sie leiten einen russisch-sprachigen Haus¬kreis und kommunizieren mit uns in gutem Englisch.

A. ist eine junge Frau in ihren Zwanzigern. Bereits als Kind gab sie ihr Leben Jesus. Seit längerer Zeit spürte sie den Wunsch, bei Wycliffe Bibelübersetzungen mitzuarbeiten. Sie durchlief dazu einen Prozess der Entscheidung und Vorbereitung. Im August segneten wir sie für diesen Dienst. Sie ist die erste Person, die von Israel für den Übersetzungsdienst ausgesandt wird. A. wird in Kürze in die Philippinen reisen, wo ihre zweijährige Ausbildung zur Übersetzungsberaterin stattfinden wird.

N. ist mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder schon seit ihrer Kindheit Teil der Gemeinde. Ihre Familiensituation war keine leichte, und sie litt sehr darunter. Im Verlauf ihres Militärdienstes entfernte sie sich vom Glauben an Jesus. Nach einigen Jahren gelang sie an einen emotionalen Tiefpunkt. Am Ende fand sie zu Jesus zurück, und wir sind Zeugen ihrer seelischen Heilung geworden. Sie liess sich taufen und dient nun mit Schwerpunkt Evangelisation. Als Teil der Arbeit und Ausbildung reisen sie mit jungen Teams nach Indien oder Peru, wo sie mit den vielen jungen Rucksacktouristen aus Israel ins Gespräch über den Glauben kommen.

Das Schaftor – unser Gebetsraum

Der Gebetsraum ist das Herz von Beit Mosche. Wir nennen es Schaftor in Erinnerung and das Buch Nehemia (Kapitel 3,1). Anstelle unseres Montagabendgebetes besuchen wir hin und wieder als Gruppe ältere Personen, die nicht in die Gemeinde kommen können, um für sie zu beten und Gemeinschaft mit ihnen zu haben. Der Gebetsraum füllt sich langsam mit treuen Geschwistern, die regelmässig eine Gebetswache halten. Wir behalten das Ziel eines 24/7-Gebetsraumes vor Augen.

Maim Haim Hinam (= Lebendiges Wasser umsonst)

Maim Haim Hinam ist der Name des Vereins, über den alle Finanzen laufen. Dieses Jahr lernten wir zum ersten Mal Schlüsselpersonen in der Sozialabteilung der Stadtverwaltung von Rishon Le Zion kennen. Die Abteilungsleiterin leitet nun Listen von bedürftigen Personen, Holocaustüberlebenden und alleinerziehenden Müttern an uns weiter. So konnten wir vor Pessach und Rosch HaSchana (jüdisches Neujahr) zwei grosse Projekte durchführen und viele Personen mit Mahlzeitencoupons und Essenspaketen segnen. Unsere neue Küche in Beit Mosche ist nicht riesig, aber doch viel grösser als die klitzekleine Küchennische, die uns vorher zur Verfügung stand. Die Cafeteria-Ecke neben der Küche ist der perfekte Treffpunkt geworden. Bald können wir dort hoffentlich auch Menschen aus der Stadt mit verschiedenen Bedürfnissen willkommen heissen. Wir sind auch weiterhin in Kontakt mit dem Klub der Holocaustüberlebenden und einer Gruppe von Kriegsveteranen, alle russisch-sprachig. An einem ihrer Anlässe erhielten wird eine Medaille für unsere langjährige Tätigkeit unter ihnen. Wir bitten Gott jedoch für mehr Herzen und Hände, die willig sind, diese Menschen regelmässig zu besuchen.

Die Yaron-Familie

Roi wird im Januar 16. Er ist ein aufrichtiger Junge. Seine Liebe fürs Fussballspielen dauert an, und wir beten oft dafür, dass er sich Gottes Gegenwart in seinem Leben bewusst ist und weise Entscheidungen treffen kann. Ende Juni beendete Lia ihr Jahr in der messianischen Schule Makor HaTikva mit sehr guten Noten. Da der Weg nach Jerusalem so weit ist, kehrte sie dieses Jahr nach Rishon zurück, wo sie die Schüler ihrer Klasse bereits seit der Grundschule kennt. Sie singt in unserem Anbetungsteam mit und liebt Singen und Musizieren von Herzen. Seit Februar hat Lia wiederkehrende Herzrhythmusstörungen, die weiterer Abklärungen bedürfen. Matan ist gerade 11 geworden. Es ist nicht immer leicht für ihn, Rois jüngerer Bruder zu sein, da die zwei sehr verschieden sind. Wir beten deshalb, dass er seinen eigenen Weg finden wird und seine Sensibilität für den heiligen Geist mehr erkennen kann.

 Gaben für Michael und Marianne Yaron und ihren vielfältigen Dienst leiten wir sehr gern weiter. 



Lern-Center der messianischen Pniel-Gemeinde, Tiberias
Bericht aus der Pniel-Gemeinde vom Herbst 2021:

Das neue Schuljahr hat sehr gut begonnen! Wir sind froh, gab es keinen neuen Lockdown.

In diesem Jahr haben wir 42 Kinder – 18 im Kindergarten und 24 in der Grundschule. Dies ist mehr als letztes Jahr.

Es kamen neue Familien hinzu. Eine davon zog extra näher nach Tiberias, damit ihre Kinder unsere Schule besuchen können.

Personell gab es Änderungen: Rachel, unsere Lehrerin der 3. und 4. Klasse, hat uns verlassen und wurde durch Hadassah ersetzt, die als junges Mädchen selber unsere Schule besucht hatte. Da sie nur Teilzeit arbeitet, haben wir mit Avi einen weiteren neuen Mitarbeiter gewinnen können.

Hatzav-Blüte.
Die Sommermonate in Israel sind sehr heiss und trocken, und die Hänge werden braun, daher begrüssen wir den Herbst mit Spannung und bereiten uns auf die ersten Regenfälle vor. Auch die Kinder haben Anteil an der Freude am Lernen von Blumen und Pflanzen im Wechsel der Jahreszeiten. Kürzlich machten wir mit den Kindergartenkindern einen Ausflug in die Natur, um die Hatzav-Blume (Blüte) zu sehen, eines der Zeichen des Herbstes. Die Hatzav hat einen hohen Stiel mit vielen kleinen weissen Blüten. Diese Blumen öffnen sich in einer erstaunlichen Darstellung von Gottes wunderbarer Schöpfung in einem trockenen und durstigen Land! Sie erinnern uns daran, dass auch in diesem geistlich trockenen Land neues Leben durch Jesus, den Messias, verfügbar ist. Möge unser Volk auf seinen Ruf antworten: "Wenn jemand dürstet, soll er zu mir kommen!"

«Und alle deine Kinder werden von dem Herrn gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird gross sein». Jesaja 54,13

Inzwischen wurde auch an der Sanierung des Kindergarten-Spielplatzes gearbeitet. Ein Aussenwaschbecken für die Kinder wurde angebracht sowie gewisse Flächen mit Holz-Schnitzel bedeckt. Der Sand im Sandkasten wurde durch Erbsenkies ersetzt. Der gesamte Spielplatz erhielt eine Gummioberfläche. Es gibt noch weitere Arbeiten zu tätigen: Eine Mauer muss ersetzt und ein neuer Zaun installiert werden. Wir hoffen, diese Arbeiten noch vor Beginn des Winterregens zu beenden.

 Gaben für das Lern-Center der messianischen Pniel-Gemeinde werden gerne weitergeleitet.  



News von Rachel & Gilad Netanel
Dezember 2021

Liebe Freunde,

Gerne möchte ich, Rachel, Sie an ein paar «Werken», die Gott für uns in den Monaten November und Dezember 2021 vorbereitet hatte, teilhaben lassen. Er hatte uns Menschen geschickt, welche die gute Botschaft hören sollten, nämlich, dass Jesus der Messias ist. Fast jeden zweiten Tag hatten wir Gelegenheit, ihn als die Wahrheit zu verkünden. Er führte uns Einzelpersonen, Ehepaare, kleine und grosse Gruppen zu. Mit ihnen allen konnten wir über Jesus sprechen. Alle Ehre gehört IHM!

Chanukka-Fest in Zukim in der Wüste

Wie schön ist es, Chanukka zu feiern, wenn Gäste dabei sind!
Viele der dort ansässigen 50 Familien sind «New-Age»-Leute. Für uns ist es ein Vorrecht, wenn wir solche Familien einladen können, um mit ihnen ein biblisches oder jüdisches Fest zu feiern. Zu Chanukka (Tempelweihe) luden wir an drei Abenden je eine Familie ein, um mit ihnen das Fest zu feiern.

Am ersten Abend kam unser Gärtner mit Partnerin und Sohn. Sie liebten meine marokkanischen Krapfen, was ein typisches Gebäck an Chanukka ist. Am zweiten Abend begrüssten wir unsere Nachbarn Udi und Elenor. Udi ist Rechtsanwalt und Mitglied im Gemeinderat in Zukim. Auch mit ihnen zündeten wir die Chanukka-Kerzen an. Sie liebten das Essen und die Atmosphäre und würden gern wieder einmal kommen. An einem weiteren Abend waren André und Tamar mit ihrer Tochter bei uns zu Besuch. Mit Tamar hatte ich in den letzten zwei Jahren schon viel über Jesus gesprochen. Am Tag danach hatte ich mit Tamar nochmals ein Gespräch. Sie war wirklich hungrig nach Gott. Und tatsächlich: Wir beteten zusammen, und Tamar nahm Jesus als ihren Erlöser in ihr Herz auf. Was für eine Freude!

Gäste in En Kerem bei Jerusalem

Den Besuchern als Tel Aviv ist es wohl in unserem Garten in En Kerem.
Nach dem Chanukka-Fest kehrten wir nach En Kerem zurück, um Vorbereitungen für weitere Gäste zu treffen. Es musste eingekauft und vorgekocht werden. Doch die grösste Arbeit ist jeweils die Reinigung von Haus und Garten von Sand, Staub, gefallenen Blättern usw.

Dann kamen die Gäste: am Samstag,11. Dezember, erschien eine Gruppe von 30 Personen aus Tel Aviv. Davon kannte ich erst vier Personen, welchen ich einmal an einem Sabbat auf der Strasse begegnet war. Sie hatten mich angesprochen und gefragt, was es hier in En Kerem für Sehenswürdigkeiten gebe. Daraufhin lud ich sie spontan ein, unser Haus zu besichtigen, was ihnen sehr gefiel. Später kamen sie wieder zu Besuch. Doch diesmal wollten sie Freunde mitbringen. Ob wir Platz für dreissig Personen hätten? Aber natürlich! So kam die Gruppe um 13 Uhr zum Mittagessen und verliess uns erst gegen Abend wieder. Sie wollten meine Geschichte hören, und so erzählte ich ihnen, wie ich zum lebendigen Glauben an Jesus kam und welche Veränderung dies für mein Leben bedeutete. Auch Gilad erzählte aus seinem Leben. Danach stellten sie viele Fragen. Dieses Zusammensein war ein grosser Segen. Zum Schluss tauschten wir unsere Telefon Nummern aus, damit wir in Kontakt bleiben könnten

Die Reiseleiterin Attalia bringt uns gerne ihre Gäste. Diese Gruppe besuchte uns am 12. Dezember. Hier ist der Tisch leer, doch sie bekamen marokka-nischen Tee und Kuchen.
Am Sonntag, den 12. Dezember, empfingen wir nochmals eine Gruppe aus Tel Aviv und Umgebung. Sie wurde uns von Attalia, einer israelischen Reiseleiterin gebracht. Sie war schon wiederholt bei uns mit Gästen. Auch diesmal hatte sie eine sogenannte «kulinarische Tour» durch En Kerem organisiert, bei der man in jedem offenen Haus etwas zu essen bekommt und das Haus besichtigen darf. Unser Haus war das letzte an diesem Tag. Als die Gäste das Glaubenszeugnis von mir und Gilad hörten, waren sie wirklich überrascht. Wie kommt es, dass eine marokkanische Jüdin und ein Österreicher denselben Glauben an den Messias haben? Wir erzählten ihnen auch, wie Gott uns als Eheleute zusammengeführt hatte, und auch über die Entstehungsgeschichte des Hauses staunten sie. Da sie vorher schon reichlich gegessen hatten, servierten wir ihnen marokkanischen Tee und Kuchen. Es war ein wunderbarer Nachmittag unter der Leitung des Heiligen Geistes. Wir durften den Samen Gottes in ihre Herzen säen. Dem Herrn gebührt alle Ehre!

Diese Zeilen schreibe ich Mitte Dezember. Am 17. Dezember werden wir wieder im südlichen Zukim sein und zehn Soldaten bewirten, die auch bei uns logieren werden. Weiter hat uns die Leiterschaft von Zukim gebeten, unser Haus am 14. Januar 2022, am «Tag der offenen Türen» ebenfalls zu öffnen. Wir freuen uns über diese erstaunliche Möglichkeit, um mit jedem Besucher über Jesus zu sprechen!

Vielen Dank für alle Gebete und Unterstützung im vergangenen Jahr! Dies ist sehr kostbar für uns, und wir sind dem Herrn und Ihnen so sehr dankbar dafür. Wir segnen Sie aus Jerusalem für das neue Jahr 2022 im Namen von Jeshua, dem Messias, unseres grossen Königs!

Rachel und Gilad Netanel

Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel. Jesaja 62,1

 Gaben für den evangelistischen Dienst von Rachel & Gilad Netanel werden gern an sie weitergeleitet. 



Be’ad Chaim - Israelische Pro Life-Vereinigung
Verein Be'ad Chaim – Zum Schutz der Frau und des ungeborenen Kindes. Non-Profit Association

Wir haben hier bei Be’ad Chaim ein hervorragendes Team, das eine Einheit bildet. Unsere Büroangestellten, die Betreuerinnen, Vorstandsmitglieder, Freiwilligen und auch Sie, unsere treuen Unterstützer – wir alle sind Teil von einem engagierten, liebevollen Team das sich für das Leben der Ungeborenen einsetzt.

Begegnung im Supermarkt

Als ich 2005 von Be’ad Chaim angestellt wurde, war eine meiner Aufgaben, auf der Strasse Traktate zu verteilen. Das haben wir auch fleissig getan – in zwei Jahren fast eine halbe Million! Eines Tages gab ich ganz zufällig einer 50-jährigen Frau im Bus ein Traktat. Sie steckte es in ihre Handtasche, ohne es genauer zu studieren. Am nächsten Tag sagte ihr ihre Tochter Adi, dass sie schwanger sei und bereits einen Termin für die Abtreibung habe. Als die Mutter das hörte, holte sie das Blatt aus ihrer Handtasche und überreichte es Adi. Diese nahm es, studierte es und rief: „Das muss ein Zeichen vom Himmel sein! Ich werde nicht abtreiben!“ – Letzte Woche bin ich beim Einkaufen Adi und ihrer Mutter begegnet. Wir haben einander sofort wiedererkannt. Stolz erzählte sie mir, ihr Sohn sei nun 15 Jahre alt. Wir freuten uns zusammen über die Rolle, die Be’ad Chaim im Retten seines Lebens haben durfte.

Kleider – ein berührender Ausdruck der Liebe von Betreuerin zu Mutter

Durch das Projekt Operation Moses können wir bedürftige Mütter mit allem ausrüsten, was sie brauchen, inklusive ein Bett, Kinderwagen, Babybadewanne, Bettwäsche und monatliche Gutscheine für Windeln und andere Babyartikel. Zusätzlich fühlen sich Mütter besonders geliebt, wenn sie von unserer Babyboutique neue oder fast neue Babykleider bekommen. Die Kleider werden von unseren Partnern rund um die Welt gespendet.

Leon

Als neue Immigranten aus Russland mit nur geringen Hebräischkenntnissen waren Anastasia und ihr Mann zuerst überfordert, als sie merkten, dass sie mit Leon schwanger war. Sie wohnen in einer kleinen Wohnung, und die Miete und Nebenkosten brauchen schon den Grossteil ihres Monatseinkommens auf. Trotz dessen bringt ihnen ihr kleiner Sohn viel Freude und Dankbarkeit. Die Hilfe, die sie durch Be’ad Chaim bekommen, ist für sie von grosser Bedeutung. Als neue Immigranten haben sie viele Herausforderungen vor sich, freuen sich aber auf eine gesegnete Zukunft für ihren Sohn.

Ofra und Baby Avior

Ofra, 35, machte mit ihrem Partner Eitan neun Jahre lang Fruchtbarkeitsbehandlungen, bis sie endlich schwanger wurde. Natürlich waren sie überglücklich. Doch ihre Freude wurde stark gedämpft, als Eitans Bruder ihr gesamtes Ersparnis „auslieh“ und sich weigerte, es ihnen zurückzuzahlen. Zusätzlich schlug er Eitan so zusammen, dass dieser chronische Gesundheitsprobleme erlitt. Plötzlich hatten sie kein Geld mehr, und Eitan konnte wegen seiner Gesundheit nicht mehr arbeiten.

Laurel, unsere wunderbare Betreuerin, besuchte sie und brachte ihnen ein Kleiderpaket für das Baby. Laurel sagte: „Ich versuche stets, sie zu ermutigen und bete um Heilung für Eitans Hand, damit er wieder arbeiten kann. Eine Viertelstunde, nachdem ich sie verliess, rief er mich unter Tränen an. Er bedankte sich herzlich für die wunderschönen Babykleider. Sie hatten nicht erwartet, dass diese von so guter Qualität sein würden. Durch das Geschenk fühlten sie sich sehr geliebt und wertgeschätzt.“

Jana

Jana feierte ihren ersten Geburtstag im Juni. Sie ist eine Schönheit und bringt alle um sich herum zum Lächeln. Ihre Mutter, Anna, mietete eine kleine Wohnung in der Nähe ihrer Eltern und arbeitet als Sekretärin. Ihre Eltern helfen ihr. Anna war früher drogenabhängig und traf den Vater ihres Kindes während einem Tief in ihrem Leben. Als sie ihm sagte, dass sie schwanger sei, drohte er, sie zu verlassen, wenn sie nicht abtreibe. Doch Anna traf die mutige Entscheidung für das Leben mit Hilfe von Be’ad Chaim und ihren Eltern. Wie Sie sehen, ist Jana ein strahlendes Licht und eine wunderschöne Blüte im Leben von Anna.

David

David ist das jüngste von sechs Kindern und absolut süss. Allerdings war für die Mutter Monica das letzte Jahr sehr herausfordernd, weil die Kinder Home schooling hatten. Plötzlich musste sie auch noch die Rolle der Lehrerin übernehmen, und da ihr Hebräisch nicht so gut ist, war sie oft überfordert, wenn die Kinder Fragen stellten. Ihr Mann ist arbeitslos und hat ebenfalls nicht so gute Hebräischkenntnisse.

Zu ihrer Betreuerin hat Monica eine gute Beziehung. Diese versucht auch, ihrem Mann zu helfen, eine Arbeit zu finden. Für Monica ist die praktische Hilfe, die sie durch das Operation Moses-Projekt bekommt, sehr hilfreich. Besonders wertvoll aber ist ihr die emotionale Unterstützung und Freundschaft mit ihrer Betreuerin, die ihr immer wieder Hoffnung und Halt gibt, wenn die Umstände gerade besonders schwierig sind.

Vielen Dank für Ihre Gebete und Unterstützung! Gott segne Sie!

Sandy

 Gaben für den wertvollen Dienst von Be’ad Chaim werden sehr gern weitergeleitet. 



Teil 7 der Rea Israel-Tournee 2021 mit Ingolf Ellssel: Israel – Gottes verheissenes Wort erfüllt sich
(Zusammenfassung von A. Frey)

Pastor Ingolf Ellssel
„Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!“ (1. Mose 12,3)

Das hat Gott Abraham, dem Gründervater Israels, zugesagt. Wie dieses Prinzip immer wieder zum Tragen kam, sehen wir im Alten Testament, im Neuen Testament und in unserer Zeitgeschichte.

Gott hat bestimmt, dass durch Israel an den Nationen Gutes geschieht.

Das Heil kommt aus den Juden – Jesus Christus.

Das ist die grösste Segnung, die aus dem Judentum hervorgegangen ist.

Eine zweite Ebene, die sehr sachlich, ja sogar wissenschaftlich ist, ist die Tatsache, dass dieses Volk eine Weisheit von Gott hat und mit einem erstaunlichen Forscherdrang Segen ausbreitete. Von den 14 oder 15 Millionen Juden gibt es über 200 Nobelpreisträger, die mit ihren Erfindungen erstaunliche Hilfen für die Menschheit hervorbrachten. (Zum Vergleich: Die 1,5 Milliarden Menschen aus den islamischen Ländern haben 3 Nobelpreisträger/Stand 2012)

Betrachten wir aber zuerst die Segens- und Fluchbeispiele aus dem Alten Testament:
Josef in Ägypten. Weil Potifar an Josef Gutes getan hatte, fing Gott an, ihn zu segnen. Später wurde ganz Ägypten durch Josef gesegnet, als dieser durch seine prophetische Gabe die Hungersnot überwinden half. Es kam dann aber die Zeit, in der Ägypten den Segen vergass, den Josef gebracht hatte. Der Pharao befahl, alle neugeborenen männlichen Hebräer zu ersäufen (2. Mose 1,16). Später, bei der letzten Plage, verloren alle erstgeborenen Ägypter durch den Engel Gottes das Leben. Als die Israeliten auszogen und die ägyptische Armee hinterher galoppierte, ertrank die ganze Armee.

Im Buch Esther lesen wir von Haman, der alle Juden vernichten wollte und schliesslich selber am Holzstamm hing, den er für den Juden Mordechai zubereitet hatte.

Auch im Neuen Testament gibt es Beispiele:
Da ist der Hauptmann, dessen Knecht von Jesus geheilt wurde (Lk. 7,5). Und Kornelius, ein römischer Hauptmann, der dem Volk Gottes mit Almosen half und als erste Heidengemeinschaft eine Erweckung erlebte (Apg. 10,1-4).

Das Prinzip Fluch und Segen hat sich bis in unsere Zeit hinein bewahrheitet: Werden die Juden gesegnet, kommt Segen. Werden die Juden verflucht, diskriminiert usw., geschieht das gleiche in umgekehrter Weise.

Spanien war früher ein sehr grosses Weltreich und hatte eine starke Wirtschaft. 1492 erging das königliche Dekret zur Vertreibung der Juden aus Spanien. Mit den Juden verliessen aber auch Gelehrte, Doktoren und Bankiers das Land. Und bald ging es mit der spanischen Wirtschaft bergab.

England behandelte die Juden Anfang des letzten Jahrhunderts sehr freundlich, nahm aber während des Zweiten Weltkriegs aus Angst um die guten Beziehungen zu den Arabern plötzlich eine Kursschwankung vor und reduzierte die Einwanderung der Juden nach Israel drastisch. In den Jahren darauf verlor England viele seiner kolonialen Länder samt dem Suezkanal, aus denen sie viel Profit gezogen hatten.

Deutschland. Das Berliner Ghetto der Juden war einst von einer Mauer umschlossen. Unter Zwang hatten Juden sie gegen ihre eigenen Leute bauen müssen. Später wurden Deutsche gezwungen, mitten durch Berlin eine Mauer zu bauen, und plötzlich war die Stadt geteilt. Die Juden hat man gezwungen, bei Hinrichtungen auf jüdische Mitbürger zu schiessen. Später erhielten Deutsche aus Ostberlin den Schiessbefehl gegen ihre eigenen Leute, wenn sie über die Mauer flüchten wollten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versprach Konrad Adenauer den Juden Reparaturzahlungen und das aus einer miserablen wirtschaftlichen Lage heraus. Westdeutschland erkannte die Schuld, die es gegenüber diesem Volk auf sich geladen hatte, beugte sich und erlebte daraufhin das sogenannte „Wirtschaftswunder“. Die DDR hingegen weigerte sich bis 1986, irgendeine Mitschuld an den Juden zuzugeben und durchlitt ihren wirtschaftlichen Niedergang.

Da merken wir etwas von der Verantwortung der Regierenden im Umgang mit Israel.

Gott sieht Israel wie seinen eigenen Augapfel (Sach. 2,12). Er wird alle Völker, die die Juden verfolgt, diskriminiert und ihnen Leid angetan haben, zur Rechenschaft ziehen; auch die Völker, die sein Land geteilt haben (Joel 4,2).

Was wir Israel antun, fällt auf uns zurück, Positives und Negatives.

Neutralität ist hier nicht am Platz. Segnung ist eine Aktivität, keine Neutralität. Da, wo eine Gemeinde in Sachen Israel aktiv wird, installiert sie eine neue Segensquelle. Praktisch heisst das, wir können für Israel beten, Israel besuchen, Israel missionieren, praktisch Gutes tun, sich politisch für Israel einsetzen, sich über Israel informieren.

Entscheiden wir uns, auf der Seite Israels zu stehen und wir werden Segen erben!

Hören Sie den ganzen Vortrag von Ingolf Ellssel als Videobotschaft: Via Webseite: www.rea-israel.ch oder via folgendem Link Teil 7.


Fabel eines Esels
Eines Tages fiel der Esel eines Bauern in einen trockenen Sodbrunnen. Zwar verletzte er sich nicht, doch er konnte nicht allein wieder herauskommen. Das Tier schrie kläglich, und der Bauer überlegte, was er tun sollte.

Schliesslich traf er eine grausame Entscheidung: «Der Esel ist schon alt und der Brunnen sowieso nicht mehr in Betrieb. Ich kann auf beides verzichten. Es lohnt sich nicht, irgendwie mühsam den Esel heraufzuholen. Ich will meine Nachbarn bitten, mir zu helfen, den Brunnen zuzuschütten.»

So schickten sich die Bauern an, den Esel lebendig zu begraben. Schaufel um Schaufel wurde Erde hinuntergeworfen.

Der Esel begriff nicht, was man ihm antun wollte. Die Erde auf seinem Rücken störte ihn, und er schüttelte sie ab. Das tat er wieder und wieder und machte dabei ein paar hilflose Schritte. Doch auf diese Weise geriet die Erde unter seine Füsse, und allmählich hob sich der Boden, auf dem er stand.

Schliesslich konnte er über den Brunnenrand hinaussehen, und weil die Bauern weiter schaufelten, machte der Esel einen Satz und war frei!

So kann das Leben auch mit uns spielen. Auch uns wird manchmal «Dreck angeworfen», oder andere Probleme machen sich breit. Wir können versuchen, die drückende Last aus eigener Kraft abzuschütteln. Das gelingt mal besser, mal weniger gut.

Doch da ist einer, der uns auffordert: «Alle eure Sorgen werfet auf mich, denn ich sorge für euch.» Es ist Jesus, der lebendige Gott, der uns helfen will. Und das tut er auf verschiedene Weise. Er kann unsere Sichtweise auf die Dinge verändern. Er kann Steine, die uns im Weg liegen, in nützliches Material verwandeln. Er kann uns lehren, Böses mit Gutem zu vergelten, zu vergeben und selber auch Vergebung anzunehmen. Je besser wir es lernen, Gott zu vertrauen, statt auf die Probleme zu schauen, umso mehr erleben wir Freiheit.


rea Israel
Christliches Hilfswerk
für Israel

Wir machen, was wir sagen, und wir sagen, was wir machen.